kuchen,
kuche,
m. placenta. 11)
herkunft und form. 1@aa)
ahd. chuocho
tortus panis, torta Graff 4, 360 (
auch chuocha
fem.? das., Schm. 2, 279),
mhd. kuoche
wb. 1, 856
b;
alts. nicht überliefert, mnd. kôke
torta Dief. 589
c,
zum nrh. neigend kueke
das., couke
n. gl. 368
a;
nrh. koech
pastilla Dief. 415
c, kôche
libium 327
a,
vgl. 326
b koiche,
im Teuth. coick 53
a,
nl. koeck Kil.,
jetzt koek.
nnd. koke Chytraeus
c. 99,
br. wb., Dähnert, kauken Schambach. 1@bb)
das hd. wort hat ziemlich lange seinen reinen nom. bewahrt, hauptsächlich im md.; wie im 15.
jh. noch so oft kuche
als kuchen,
freilich auch kuch Dief. 439
b. 589
b. 415
c, kuche
libium 327
a,
so im 16.
jahrh.: pastilla ein kuche
voc. opt. Lpz. 1501 T 5
a,
tortula ein clein kuche Ee 5
b; herr und knecht ist éin kuche. Luther 3, 466
a; Ephraim ist wie ein kuche den niemand umbwendet.
Hosea 7, 8,
s. dazu 2,
a, α zuletzt. oberd. kuoch
neben kuochen Dasyp. 269
c, Maaler 259
c u. a. 1@cc)
für die ableitung ist entscheidend eine form mit a,
die auszer dem hd. und nd. erscheint: isl. kaka
f. placenta Biörn 1, 438
a,
norw. kaka
f. und koke
f. Aasen 203
b. 228
b,
schwed. kaka
f., vgl. Rietz 302
a (
der auch altn. kaka
nennt),
dän. kage.
ebenso engl. cake,
schott. caik,
im prompt. parv. cake 58
a,
ags. noch nicht verzeichnet. auch nl. kaek
neben koek
M. Kramer
nl. wb. 1787 1, 200
c (kaakje
törtchen Weiland
s. v. kaak),
nordfries. kâg Haupt 8, 362, 187,
und selbst bei uns in einem auch sonst merkwürdigen voc. des 15.
jh. bei Dief. 589
b torta kage. 1@dd)
die zu vermutenden ags. cace,
altn. kaka
stehen zu hd. chuocho
im ablautsverhältnis, wie ahd. hano
hahn zu huon.
weitere bewegung im stammvocal verraten engl. nebenformen: altengl. kichel
kleiner kuchen Halliwell 493
b, Chaucer
Cant. t. 7329 (
in der endung gleich hochd. kchel),
ags. cicel
buccella, a cake Lye (Dief.
n. gl. 61
a),
im Ormulum 8662 kechel.
dann in Somerset keech
a cake Halliw. 489
b.
da liegt ein altgerm. stamm vor mit eigenem leben. 1@ee)
ein rom. anklang kann das nicht stören: picard. couque
kuchen, occit. coco,
churw. cocca,
catal. coca Diez
wb. 117, 2.
ausg. 1, 147,
der davon den rom. namen des schlaraffenlandes it. cuccagna,
franz. cocagne
u. s. w. ableitet (J. Grimm
ged. auf k. Friedr. 96
von kuchen,
vgl.kokanje sp. 1600),
sie selbst aber von lat. coquere.
bei der bildung jenes rom. wortes, dem ja kein lat. entspricht, wird selbst einflusz des germ. wortes mitgewirkt, ja den anstosz gegeben haben, zumal in coquere
im rom. munde die schlieszende gutturalis als solche früh verloren gieng, die doch in couque
u. s. w. erscheint. s. auch kochen I,
d. dasz kuchen
sachlich keinen anhalt zur entlehnung von einer überlegenen bäckerkunst bietet, wird unter 2,
a deutlich genug. 22)
Bedeutung und gebrauch. 2@aa, 2@a@aα)
geschichtlich wichtig ist vor allem der brotkuchen (
s. d.),
kuchen aus brotteig: kuochen von rocken mel,
mustaceus. Dasyp. 269
c,
vgl. 146
a;
daher bei Boner 74, 34
das brôt,
das sich die drei wanderer backen, einmal auch kuoche
genannt. noch Simplex erzählt im 11.
cap. des 1.
buchs aus seinem leben mit dem einsidel im walde: das brod, oder besser zu sagen unsere kuchen buchen
wir in heiszer asche aus zerstoszenem welschen korn (
dinkel).
Simpl. 1, 39
Kz., d. h. sie backen ihr brot nach ältester einfachster weise, wie schon bei Homer und noch bei wilden völkern geschieht, aber eben in kuchenform, und dieser brotkuchen steht an kunst zeitlich vor unserem mit sauerteig, backmulde, backofen u. s. w. hergestellten brote,
musz aber wirklich auch schon kuchen
geheiszen haben, wie noch Grimmelshausen
mit dem 'unsere kuchen'
es zu meinen scheint. vgl. kornkuchen (
noch 18.
jh.), gerstenkuchen (
Ez. 4, 12),
dann aschenbrot, ascherkuchen
und Dief. 559
b s. v. subcinericius.
von diesem aschenkuchen rührt wol auch zuerst das umwenden des kuchens
her (Luther
u. 1,
b),
vgl. noch bei Comenius
orb. pictus 2, 339: küchlein (
placentae), die nicht umgewendet werden, verbrennen und verderben,
bei Mathesius ein verbranter und dergeszner (
verg.) ascherkuchen.
Sar. 157
b.
vgl. kuchenwender. 2@a@bβ)
das alte verhältnis ist noch im germ. norden erkennbar. in Schottland ist caik (
s. 1,
c)
ohne zusatz '
a caik of oat-meal' Jamieson 1, 188
b,
engl. an oat-cake (
haber ist das schott. corn,
brotgetreide, s. sp. 1816),
und wenn das. aus dem 16.
jh. erzählt ist, wie die Franzosen dort in einem harten winter so weit gekommen wären, die anfangs verachteten caikis to eit, yea to beg,
also vor hunger sogar das '
kuchen essen'
gelernt hätten, so zeigt das die urspr. bed. auch von unserm kuchen
im rechten lichte. ebenso ist in Schweden kaka,
kuchen, auch noch ohne weiteres '
eine art rundes brot' (brödkaka, kakabröd),
massa farinacea cocta orbicularis Sahlstedt 255
a,
ein brot in der alten kuchenform, und dial. gilt kaka
noch für brot überhaupt, s. Rietz 302
b. 2@a@gγ)
bei uns ist ein rest davon der md. brotplatz,
der beim brotbacken aus einem vom brotteige gesparten klumpen hergestellt wird (
s. schon weisth. 4, 725)
für feiertage oder den kindern zur freude, doch durch aufgelegten kümmel, speck, syrup oder dgl. mit dem neuen begriffe vom kuchen
leidlich vermittelt. auf dem lande aber, z. b. in Thüringen, ist bei ärmern leuten aller kuchen,
z. b. obstkuchen, noch aus brotteige, eben kuchen
oder platz
genannt, auch fladen (
placenta, blacz, placz, flade, kuche Dief. 439
b). 2@bb)
so begreift sich geschichtlich kuchen
für gebäck überhaupt, doch so dasz der gedanke an brot im vordergrunde steht, wie im folg. 'trank und kuchen': hilf auch, das wir ... als brüder trew beweisen ... und wie éin trank und kuchen einander fein besuchen. Ringwald
ev. O 1
b,
zugleich bildlich wie u. d, β; s. Luthers
entsprechendes éin brot und éin trank
u. d, γ; und sie buchen aus dem rohen teig, den sie aus Egypten brachten (
mitgenommen hatten) ungesewrte kuchen, denn es war nicht gesewrt, weil sie aus Egypten gestoszen wurden und kundten nicht verziehen.
2 Mos. 12, 39.
Die form des alten kuchens
wird im folgenden damit bezeichnet: wollen sie ein lobopfer thun, so sollen sie ungesewrte kuchen opfern mit öle gemenget, und ungesewrte fladen mit öle bestrichen (flade
war ursprünglich opferkuchen, s. 3, 1707), und geröstet semelkuchen mit öle gemenget. sie sollen aber solchs opfer (
opferkuchen) thun auf einen kuchen von gesewrtem brot.
3 Mos. 7, 12. 13; nam er .. einen ungesewrten kuchen und ein kuchen geöltes brots und ein fladen (
als opfer). 8, 26,
vgl. 2 Mos. 29, 2. 2@cc, 2@c@aα)
der heutige begriff musz aber schon in ahd. zeit vorhanden gewesen sein nach dem tortus panis, torta
u. 1,
a, nach dem lat. worte (torta panis [
gen.]
vulg., 1
paral. 16, 3, Luther laib brots 1
chr. 17, 3)
zuerst vielleicht von kringel- oder brezelförmigem feingebäck, obwol diese form nicht fremdher zu kommen brauchte (
s. kringel,
bes. 2,
c);
die änderung des alten begriffes musz aber auch eine geschichtliche beziehung haben zu dem aufkommen von ahd. prôt
und seiner künstlichern bereitung. ahd. auch schon phanchuocho,
und chuochili
küchlein; mhd. dann auch eierkuoche, smalzkuoche, lebekuoche, pfefferkuoche, gefülter kuoche
buch v. g. speise § 13, mandelkuoche 74. 2@c@bβ)
noch im 15.
jh. wird torta, tortula
vorwiegend mit kuche (
eigen kuch oder vorbrot)
erklärt, s. Dief. 589
b,
n. gl. 368
a.
aber auch im 16.
jh. buk man noch kuchen
im neuen begriffe in der asche (
wobei der kuchen
ein oder mehrmals gewendet
werden muszte, wie noch ein pfannkuchen
in der pfanne, s. Luther
u. 1,
b),
z. b.: collirida, ein kringel ader weck ader kuche in dem oven oder in der aschen gebacken.
voc. opt. Lpz. 1501 F 6
a,
vgl. die entsprechende angabe in der gemma Dief. 132
c,
und nannte solches gebäck anderseits auch brot,
s. z. b. krummbrot, kleinbrot, eierbrot, marcipan,
d. i. martius panis Murmellii
pappa Cöln 1513 C 4
a, Dief. 409
c,
wie noch zuckerbrot, mürbes brot, süszbrot
u. ä.; an kuchen
haftet dagegen wesentlich der begriff des gebäcks in runder flacher form, wie sie eben die alten aschenbrote hatten, auch dasz er ohne sauerteig hergestellt wird. 2@c@gγ)
seit dem 15. 16.
jh. musz aber die kunst des kuchenbackens rasche fortschritte gemacht haben. am ende des 17.
jh. werden bei Stieler 908
aufgezählt ascherkuchen
encryphias, eisenkuche, eyerkuchen, äpfelkuchen, kirschkuchen, monkuchen, weinbeerkuchen, honigkuchen, milchkuchen, spritzkuchen, scherbenkuchen, spieszkuchen, pfannkuchen,
dann osterkuchen, hochzeitkuchen, teuftekuchen (
kindtaufsk.).
am ende des 18.
jh. bei Krünitz 54, 531
ff. gegen siebenzig arten und namen (
s. auch Popowitsch
versuch 300),
ich will nur probeweise noch nennen, ohne dabei den gebrauch des hauses zu überschreiten, aschkuchen, baumkuchen (
oder baumtorte), obstkuchen, butterkuchen, zuckerkuchen, kaffee-
und theekuchen, geburtstagskuchen;
jede stadt und gegend hat dazu andere arten und namen, und strebsame kunstbäcker, zuckerbäcker, wirte bringen jährlich neue auf 2@c@dδ)
ein kinderspruch, der alt scheint, gibt das recept zum kuchen: bicke backe kuchen, der bäcker hat gerufen. wer will gute kuchen backen (
urspr. bachen), der musz haben sieben sachen: eier und schmalz, butter und salz, milch und mehl, saffran, macht die kuchen gehl (Simrock
kinderb. nr. 18),
vgl. aus dem 15.
jh. das kochrecept wer ein guot muos wil haben, das mach von sibenler sachen,
am schlusse auch saffran darzue, so wirt es gel Haupt 9, 367,
zwischen beiden macht nur das kochen und backen den unterschied. er (
Knall) war der tapferste. im lande schöner kuchen, in Golitz (
Gohlis bei Leipzig), fieng er an die flügel zu versuchen ... Zachariä
renomm. 5, 303.
bildlich von anderm '
süszen' (
vgl. küchlein 2,
f): was sind die brüste? ambrosiner kuchen, die doch vor dich nicht selbst gebacken sein. Hoffmannswaldau
u. and. D. ged. 2, 317. 2@c@eε)
redensarten und sprichwörter: andrer leute brot ist den kindern (
oder hunden) kuchen.
eine ironische redensart ist ja wenns kuchen wäre!
d. h. wärst du wol der rechte mann dazu. auch blosz ja kuchen!
d. h. damit ists, wars nichts: er (
Forkel) läuft an ihm (
Seb. Bach) herum, tastirt hier und dort, kann aber weder hinein noch hinauf, und so schlieszt sich seine arbeit indem er uns alle ermahnt zu sein was Bach war — ja kuchen! sagt man hier (
in Berlin). Zelter
an Göthe 4, 104; denk ich, jetzt wirds ruhe geben ein weilchen? ja kuchen! Holtei
Lammf. 1, 19.
s. ebenso kirschkuchen
und das südd. kücheln 2,
c; bair. auch morgen bacht die alte küechel! Schm. 2, 279. 2@dd)
merkwürdig eine reihe älterer bildl. redensarten. 2@d@aα) von denen die einig seind, sagt man, sie schlagen einander den ballen zu, sie liegen unter éiner deck, sie spannen zusammen, seind mit einander éin kuchen. Lehmann
flor. 1, 186; da sie etliche mönche und geschwinde sophisten, so éines kuchens mit ihnen sind, zu hauf beschrieben. Melanchthon 9, 1013; mit herr Dieterich Speten ist er, als man sagt (
d. i. um das sprichwort zu brauchen), áin kuch und aier gewest.
Zimm. chron. 2, 478, 9,
noch schwäb.: wir sind ja immer ein kuch und ein mus gewesen. H. Kurz
Sonnenwirt 279.
in der dritten stelle scheint an einen eierkuchen
gedacht, zugleich wol von eiern éiner henne, vgl. bei Schütze
holst. id. 1, 59: se sünd een bak, een eierkoken,
sagt man von sehr vertrauten freunden. in der zweiten zeigt der gen. eines kuchens,
dasz an den teig gedacht ist (
daher auch 'éin kuchen und teig' Luther 4, 19
a unter β),
der als éiner ins backhaus kommt und erst dort zu mehreren kuchen getrennt wird, die doch unter anderen noch als aus einer quelle kommend erkennbar sind eben an der zubereitung des teiges; da zu festzeiten mehrere, ja viele hausfrauen in éinem backhause backen, ist eine solche unterscheidung recht nötig, und die redensart könnte da ihren ursprung haben. vgl. wir sind von éinem teig gebachen
unter backen 8, éines gebacks leute,
ejusdem farinae homines Stieler 75, einen anders bachen,
ändern, bessern Fischart
b. Gödeke d. d. 1, 162
b, 58,
und ausbacken.
vläm. koeken van eenen deeg,
leute éines schlags Schuerm. 271
a. 2@d@bβ) auf éinen kuchen schlagen, zu einem k. machen
u. ä., in mehrfacher bildl. verwendung: also dʒ vil achten, dʒ man ausz vilen clöstern itzet nit éinen Bernhardum schmiden möcht, und schlg man sie gleich all auf einen kuochen. S.
Frank chron. 1531 470
a,
das schlagen
passt ebenso auf das teigmachen im backhause; da fasset er beides zu hauf (
d. i. zusammen), das sie des vaters kinder und Christi eigen sind, und machet éinen kuchen draus. Luther 6, 184
a; bis dasz wir jederman in uns drucken und leiben und éinen kuchen mit uns machen.
br. 2, 163; er heisze Stenkefeld, Zwingel oder wie er wolle, denn ich rechen sie alle in éinen kuchen, wie sie auch sind, die nicht gleuben wollen, das des herrn brot im abendmal sei sein rechter natürlicher leib. 8, 178
b; das von diesem einigen menschen (
Adam) alle menschen komen müssen ... also das wir müssen mit im für éinen kuchen und teig gerechnet werden. 4, 19
a (1556 21
b),
gleiches schicksal, gleiche lage haben; desgleichen lies ich auch (
in kath. schriften) .. das der heiligen verdienst (
pl.), durch den glauben Christi (
nämlich verdiensten) eingeleibt und éin kuche mit inen worden, nu eines sind und eben das thun und wirken so das verdienst Christi thut. 1, 115
b;
von den alten röm. juristen sagt Luther
irgendwo: und ich acht wol, wenn itzt alle juristen in éinen kuchen gebacken und alle weisen in éinen trank gebrawen würden, sie solten ... nicht so wol davon (
von dem weltl. rechte) reden noch denken können,
vgl. 'éin trank und kuchen'
unter b; doch ist da zugleich an die verschiedenen zuthaten zum teige, mandeln, gewürz u. dergl. gedacht. 2@d@gγ) Luther
brauchte diesz backhausbild auch im höchsten, ernstesten sinne als bild der innern, wesenhaften einigung mit gott und Christo im sacrament des abendmahls: hab ích gesündigt, so hat dieser leib (
Christi, den ich jetzt esse) nicht gesündigt .... ich bin nu éin kuche mit Christo. 3, 158
b,
die genommene hostie ist ja wirklich aus teig; ir habt zwo frücht von dem heiligen sacrament. eine ist, das es uns machet brüder und miterben des herrn Christi, also das aus im und uns werde éin kuche. die ander, das wir auch gemein und eins werden mit allen andern leuten auf erden und auch alle éin kuche. 3, 159
a,
vgl. 159
b,
mit berufung auf s. Paulus 1 Cor. 10 wir sind alle ein brot und ein trank, die wir teilhaftig sind eins brots und tranks,
doch mit sehr freiem citieren (
s. dort v. 3. 4. 16. 17),
vgl. Ringwald
u. b; wenn du nu mit Christo éin kuche bist, was wiltu mehr haben? du .. sitzest nu im paradis. 3, 159
b; wer in der liebe bleibt, das der in gott bleibt, und gott in im, also das er und gott éin kuche wird. 6, 46
b; das gott in und bei uns ist und wonet, ja das wir in im und mit im éin kuchen seien. 48
b. 2@ee)
endlich von anderen stoffen in ähnlicher form. 2@e@aα)
bergmännisch, im hüttenwesen, erzgusz u. ä., erzkuchen, kobaltkuchen, metallkuchen, silberkuchen (Frisch 1, 553
b),
nl. koeck van metael,
pastillus Kil. (
bei Weiland koek
ein silberklumpen, barren von 150
mark): sogleich gieng ich den ofen zu besehn und fand das metall stehend und zu einem kuchen geronnen. Göthe 35, 211; dasz der kuchen zu schmelzen anfieng. 212, metallkuchen
das. (
Benv. Cell. 4, 6); einen kuchen salmiak, den ihm der brennende berg geliefert hatte. 25, 327; der sogenannte Bologneser schwerspath .. woraus man die kleinen kuchen bereitet, welche calcinirt im dunkeln leuchten. 27, 173.
vgl. das zweite küchelchen. 2@e@bβ) ölkuchen, leinkuchen, hanfkuchen
u. ä., die ausgepressten hülsen des leins, hanfes, rübsens, auch weinbeeren u. ä., die unter der presse eine zusammengebackene kuchenähnliche gestalt gewinnen, und weitere verwendung finden, 'kuche
oder kuchen' Frisch 1, 553
a. rosenkuchen,
die in der blase zurückgebliebene trockne rosenblätter in gestalt eines kuchens Krünitz 54, 531.
ähnlich harzkuchen, pechkuchen.
auch blut, das chemisch der zersetzung unterworfen wird, scheidet sich in wasser
und kuchen. 2@e@gγ)
auch die wachsscheiben im bienenstocke heiszen hie und da kuchen (Krünitz),
vgl. ags. beobreád
favus unter brot 7,
honigwabe. das könnte noch von dem ältesten kuchen (
a)
herrühren. 2@e@dδ)
in glashütten thönerne stöpsel, die luftlöcher des glasofens damit zuzusetzen. Krünitz,
vgl. bergwerkslex. Chemn. 1743 345
a. 2@e@eε)
eigen: herzriebkuchen,
rheumatismus in den brustmuskeln, schulter-
oder schulterriebkuchen (riebe
rippe),
rheumatismus in den schultermuskeln. A. Peter
volksthüml. aus österr. Schlesien 2, 244.
nl. bei Kil. koeck aen't herte,
scirrus, scirrhoma, obstructio hepatis aut lienis; noch bei Weiland
als ausdruck des gemeinen lebens, wenn man drücken auf der brust spürt, het ligt mij daar als een koek voor het hart.
ein bildlicher ausdruck der älteren chirurgie.