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Kuh

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Kuh f.

Bd. 4, Sp. 666
Kuh f.: 1.a. 'weibliches Hausrind nach dem zweiten Kalben', im Unterschied zum Erstling, Kuh (kū) [fast allg.], Kuch (kūx) [(1925) KU-Schellw], Kauh (kau) [HB-Mimb Webh]; Pl. Kih (kī); Dim. Kihche (kīχə) [verbr. WPf NPf nördl. VPf], Kihle (kīlə) [verbr. mittl. u. südl. VPf O-PS], Kuhle (kūlə) [BZ-Dernb], Kihwel (kīwəl) [LA-Ilbh]; Zs.: Butter-, Fahr-, Fleisch-, Frisch-, Fuhr-, Gelt-, Gewöhn-, Hand-, Kälber-, Kirbe-, Leer-, Mach-, Maß-, Mast-, Milch-, Nahrungs-, Nutz-, Schaff-, Schlacht-, Stall-, Stamm-, Welts-, Wiesen-, Wurstkuh; Glan-, Holländer-, Riga-, Rigikuh; e schwarzi, (weißi, scheckichi, fetti, därri, jungi, aldi) K. Die K. bläkt, (brummelt, brillt, plärrt) [verbr.]. Die K. freßt gut (schlecht), irrericht 'käut wieder' [KL-Enkb, verbr.]. Die Maad fidert die K., tränkt se, melkt se [KB-Bischh, verbr.]. Die K. hot e schene Detz 'schönes Euter' [KU-Schmittw/O, verbr.]. Die K. kummt vun der Millich 'gibt immer weniger Milch' [ZW-Gr'bundb, verbr.], steht trucke 'gibt vor dem Kalben keine Milch' [ebd.], is verstoppt, von Darmverstopfung [Frankth, verbr.], es stierich 'verlangt nach dem Stier' [FR-Bockh, verbr.], trägt 'ist trächtig' [NW-Wachh, verbr.], hot net behalle, von erfolgloser Begattung [NW-Kallstdt, verbr.], hot verworf 'hat das Kalb nicht ausgetragen' [FR-Kindh, verbr.]. Mer muß die K. (zum Zuchtstier) fihre [LU-Altr, verbr.]. Die K. macht kaⁿ Kalb mihⁿ 'ist unfruchtbar' [KU-Kreimb, verbr.], dut ausschitte 'gebärt ein Kalb' [Don-Schowe Tscherwk], hot sich gebutzt 'hat die Nachgeburt abgestoßen' [KL-Bann, verbr.]. De Kihbauer fahrt mit Kih [KU-Diedk, verbr.]. Vergl. u. RA.: Der is dumm wie e K. [KL-Lind, verbr.]. Die is so gedullich wie e K. [KL-Alsbn]. Der Volltrunkene isch voll wie e K. [LA-Kl'fischl]. Do esch's dunkl wie in ere K. [GH-Leimh, mancherorts, auch Don Gal Buch]. Er hat e Maul wie e K. 'einen großen Mund' [ZW-Stamb]. Ein Mensch, der übermäßig ißt, hat e Mage wie e K. [LU-Opp]. Er hot e Dorscht wie e K. 'hat einen großen Durst' [RO-Sippf]. Wer unmäßig trinkt, sauft wie e K. [PS-Saalstdt, verbr.]. Wer etwas bemäntelt, beschönigt, vermimbelt un vermambelt, wie's de K. um de Aarsch erumbambelt [KU-Kaulb]. Ungeschickte Leute stellen sich an wie e K. beim Heirobbe (Heuherausrupfen) [verbr. (Wilde 104)]. Wer laut weint, brillt wie e K. [KU-Diedk]. Wer einen übertrieben verwundert ansieht, guckt em aⁿ wie e K. e nei Scheierdor [FR-Carlsbg, verbr., auch Don Gal Buch]. Wer in seinen Fabeleien zu dick aufträgt, liet (lügt) stärker wie e K. träppelt [PS-O'simt]. Wer die Lippen allzusehr spitzt, spitzt 's Maul wie e K. no ääner Erbel (Erdbeere) [KU-Wolfst Hebel 14]. Warnung vor zwecklosem Tun: Das is der K. in's Horn gepetzt [Pirmas]. Entschiedene Ablehnung eines Ansinnens: Net for e scheel Kihche du ich des! [KL-Mehlb]. Bekräftigung eines Vorhabens: 's werd gemacht, un wann's die schenscht K. im Stall koscht [BZ-Albw]. Wenn jemand bei Tisch hörbar aufstoßen muß, heißt es: Ää K. is satt; wann die annere satt sin, fahre mer heem (gleichsam von der Weide) [Kaislt]. SprW.: Die schwarze Kih gewwen aach weißi Millich [KL-Alsbn, mancherorts]. Junge Kih gewwen die Millich (viel Milch), alde die Budder (fettreiche Milch) [BZ-Dierb]. Die därre Kih gewwen die mehrscht Millich [KL-Alsbn]. 's Parrers Kinn un 's Millers Kih, wann se geroren, gibt's gut Vieh [KB-Kriegsf, Hebel 46]. Uhne Müh, kee(n) Küh 'kein Gewinn aus der Milchwirtschaft' [Hebel 45]. Die Reiche hän die Kih, die Arme die Kinner [LA-Impfl]. Wer nix hot, dem brecht kee K. kee Horn un scheißt kee Katz ins Korn [Don-Gertianosch, mancherorts Gal Buch]. Alde Kih schlecke aach noch gere Salz, von lüsternen älteren Frauen [Feierowend 44/1953, S. 2]. Bei der Brautwerbung gilt der Spruch: E Gärdche un e K. deckt alle Armut zu [Hebel 45, mancherorts Don Gal Buch]. Wer e Prozeß fihrt um e K., gibt noch e zwätt dezu [LU-Opp]. Mer werd alt wie e K. un lernt immer noch dezu [verbr. Don Gal Buch]. BR.: Nach St. Gall (16. Okt.) bleibt die K. im Stall 'ist der Weidegang beendet' [PS-Geisbg]. Vgl. auch Februar. Rätsel von der Kuh: 's geht ums Haus 'rum un däält Deller aus [Hebel 119]. Neckreime: Willt e Appl? Geh an der K. ehr Arsch un rappel! [Gal-Dornf]. Mittwoch - guck der K. in ehr dick Loch! [LU-Opp]. Kinderpredigt: Hier steh ich uf de Kanzel un prellich wie e Amschel. Kimmt die Kuh un guckt mer zu. Kimmt die Maus, is meiⁿ Prellich aus [KU-Bedb, ähnlich andernorts, auch Gal]; Var. s. Amsel, Bibel, Fledermaus, Kanzel, Magd, Maus. a. 1566-87: Item 3½ gulden han mir entpfanen von dem alten Clausen vor eyn alt kou [SSp Kirchenrechnungen Nr. 63, Bl. 23 (BZ-Wernbg)]. — b. 'Ziege' in den mehr scherzhaften Bezeichnungen: die halbleine K. [RO-Als], die Armeleitskuh [KU-Bedb]; Zs.: Bart-, Pritsch-, Steinhauerskuh. — c. vgl. Hirschkuh. — 2. übertr. a. vom Menschen. α. dummi K., aldi K. u. ä. [verbr.]. — β. Kih, auch: Bosebacher Kih, Neckname für die Bewohner von KU-Bosb. — b. von Insekten. Vgl. Teufelskuh 'Mistkäfer'; Himmelskühchen 'Johanniskäfer'; Schröterkuh 'Hirschkäfer'; Wasserkuh 'Wasserläufer'. — c. 'Herbstzeitlose', Kuh [BZ-Queichhmb]. — d. 'Baßgeige', Kuh [KU-A'glan]; vgl. Baßkuh. — e. 'Klicker zum Anwerfen', Kuh [PS-Trulb]. Syn. s. Schießklicker. — f. vgl. Blindekuh. — Südhess. IV 13 ff.; Rhein. IV 1662 ff.; Lothr. 318; Els. I 415.
5381 Zeichen · 170 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Kuh

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    2. Die Kuh , plur. die Kühe, Diminut. welches aber nur in den niedrigen Sprecharten üblich ist, das Kühchen, bey den Mei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kuh

    Goethe-Wörterbuch

    Kuh pl ‘Kuhe’ DjG 3 1,21,16 1 weibliches Hausrind (nach dem ersten Kalben); überwiegend als Nutztier, insbes für die Mil…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kuh

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kuh , Ephraim Moses, geb. 1731 zu Breslau, jüdischer Abkunft, Kaufmann, hatte dichterisches Talent und kam mit Lessing, …

  4. modern
    Dialekt
    Kuhf.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Kuh [khû Fo. Lix. u. s.; khau Mengen; khów Marienth.; khó Rü. ; khóu Bo. D. Si. — Pl. khî, khéï; Demin. khîχən, khiχəl, …

  5. Sprichwörter
    Kuh

    Wander (Sprichwörter)

    Kuh 1. A Kü moalkat trog a Hols. ( Nordfries. ) – Johansen, 72. Die Kuh milcht durch den Hals. 2. A Kuh söüft â méa, äss…

  6. Spezial
    Kuh

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kuh f. (-, Kühe) 1 (weibliches Hausrind) vacia (vaces) f. 2 ‹infant› cujela (-les) f. 3 ‹pop› (alte, magere Kuh; ‹vulg› …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuh

847 Bildungen · 821 Erstglied · 26 Zweitglied · 0 Ableitungen

kuh‑ als Erstglied (30 von 821)

Kuharsch

SHW

Kuh-arsch Band 4, Spalte 13-14

Kuhauge

SHW

Kuh-auge Band 4, Spalte 13-14

Kuhbiene

SHW

Kuh-biene Band 4, Spalte 19-20

Kuhbruder

SHW

Kuh-bruder Band 4, Spalte 19-20

Kuhbruse

SHW

Kuh-bruse Band 4, Spalte 19-20

Kuhbumpel

SHW

Kuh-bumpel Band 4, Spalte 19-20

Kuhbumpes

SHW

Kuh-bumpes Band 4, Spalte 19-20

Kuhbusch

SHW

Kuh-busch Band 4, Spalte 19-20

Kuhbutter

SHW

Kuh-butter Band 4, Spalte 19-20

kuhdumm

SHW

kuh-dumm Band 4, Spalte 19-20

Kuhdötz

SHW

Kuh-dötz Band 4, Spalte 19-20

Kuhdütz

SHW

Kuh-dütz Band 4, Spalte 19-20

Kuhecke

SHW

Kuh-ecke Band 4, Spalte 19-20

Kuheimer

SHW

Kuh-eimer Band 4, Spalte 19-20

Kuheuter

SHW

Kuh-euter Band 4, Spalte 19-20

Kuhfarze

SHW

Kuh-farze Band 4, Spalte 19-20

Kuhfell

SHW

Kuh-fell Band 4, Spalte 19-20

Kuhfett

SHW

Kuh-fett Band 4, Spalte 19-20

Kuhfladen

SHW

Kuh-fladen Band 4, Spalte 21-22

kuh als Zweitglied (26 von 26)

Blindekuh

RDWB1

Blindekuh f жмурки (а не "слепая корова")

Allmendkuh

DRW

Allmendkuh wie Heimkuh, die man im Sommer nicht auf die Alp versetzt SchweizId. III 92 Faksimile

Altenteilkuh

DRW

altenteil·kuh

Altenteilkuh zu Altenteil Kuh, die nach Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebs an die jüngere Generation zur Altersversorgung des bish…

Bèrgkuh

Adelung

berg·kuh

Die Bèrgkuh , plur. die -kühe, ein Amerikanisches Thier, welches so wohl auf der Erde, als im Wasser lebet, einer Kuh gleicht, aber weder Hö…

büffelkuh

DWB

bueffel·kuh

büffelkuh , f. wenn jeder bräutigam seiner braut eine wilde büffelkuh zur morgengabe brächte. Stolberg 3, 166 .

gotteskuh

DWB

gottes·kuh

gotteskuh , f. 1) zum kirchengut gehörige kuh; vgl. kompositionstypen gott I D 4. nur älter, im md. ( bes. thür. ?): gotteskühe dicuntur vac…

heerkuh

DWB

heer·kuh

heerkuh , f. eine starke kuh. Nemnich. es ist in der Schweiz die kuh, die in einer herde den meister spielt und die glocke trägt. Tobler 264…

hirschkuh

DWB

hirsch·kuh

hirschkuh , f. cerva. Nemnich 2, 964 : Genoveva tritt auf im mantel eingehüllt. die hirschkuh folgt ihr. Tieck Genoveva.

immerkuh

DWB

immer·kuh

immerkuh , f. eine kuh die von dem hofherrn oder pächter beständig erhalten und nach dem tode ersetzt werden musz, eiserne kuh. rechtsalt. 5…

Kamehlkuh

Adelung

Die Kamehlkuh , plur. die -kühe, S. 2. Kamehl.

Malkuh

DRW

mal·kuh

Malkuh, f. mit einem (Brand-) Mal (I 6) versehene und/oder anläßlich eines ¹Mahls (I) abzuliefernde Kuh vgl. Malschwein die renthmeisterey S…

mastkuh

DWB

mast·kuh

mastkuh , f. kuh die gemästet wird oder ist: die kühe werden wie die ochsen gemästet, nur ist zu merken, dasz die mastkühe nicht gemolken we…

meerkuh

DWB

meer·kuh

meerkuh , f. trichechus Manati, seekuh, eine walrossart. s. meerochs .

melkkuh

DWB

melk·kuh

melkkuh , f. bos lactaria, mälchkuo Maaler 281 a ; melkkuh wird eine kuh, so täglich gemolken wird, zum unterschied einer treuge stehende ku…

Mietkuh

DRW

miet·kuh

Mietkuh, f. Kuh als Mietvieh wär ... sach, das ainer als paurätig wär auf ainem erb, so soll man den samhabern sten lassen pei der vierstsäu…

Mietzeitkuh

DRW

miet·zeitkuh

Mietzeitkuh, f. Kuh als Mietvieh ein mietzeitkhuo, durchaus ein ganze waid 1660 VorarlbAgrU. 237

milchkuh

DWB

milch·kuh

milchkuh , f. milch gebende kuh: item wenn man zu vil vichs het, so gab man ie die guten milchküe hin den purgern in der stat. d. städtechro…

mooskuh

DWB

moos·kuh

mooskuh , f. name der rohrdommel, die aus dem sumpf einen dem brüllen des rindes ähnlichen ton erschallen läszt. Schm. 1, 1673 Fromm.; moszk…

Rechtmelkkuh

DRW

recht·melkkuh

Rechtmelkkuh, f. eine Kuh, die "ihr Normalquantum Milch gibt" SchwäbWB. V 204 ain iede rechmelkkuow gilt zu sant johanns tag zu sonnwenden z…

Schwaigkuh

DRW

schwaig·kuh

Schwaigkuh, f. Kuh als Schwaigvieh vgl. 1eisern (I 1) [Einnahme:] ab vier schweig kuͤien uf dem gůte genant in der W. ... von einer halben s…

schweizerkuh

DWB

schweizer·kuh

schweizerkuh , f. praeter vaccam Helvetiam, est mammula, mulier mammosa Stieler 1046 ; als dir die grosze Schweizerkuh über den felsen stürz…

seekuh

DWB

see·kuh

seekuh , f. 1 1) eine art seesäugethiere, die theils mit dem elephanten, theils mit der robbe ähnlichkeit haben, manati, auch meerkuh, see-,…

sommerkuh

DWB

sommer·kuh

sommerkuh , f. kuh, die im sommer milch giebt. Adelung, im sommer kalbt. Nemnich 1, 646 : 4. sollen die sommerküh, zeit- und jährige kalbel …

wasserkuh

DWB

wasser·kuh

wasserkuh , f. die seekuh, ein ausgestorbenes fischsäugethier, trichechus manati L. ( rhytina Stelleri Cuv. ) Adelung. —

winterkuh

DWB

winter·kuh

winterkuh , f. , den winter über milch gebende kuh (?) Voigtel wb. 3, 648 b , vgl. sommerkuh : solle niemants ... die eingenommenen winterkü…

zeitkuh

DWB

zeit·kuh

-kuh , f. , alem.-bair., dreijährige, zur nachzucht reife kuh: junix Frisius 742 ; juvenca Bas. Faber 992 a ; Herold-Forer Geszners thierb. …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kuh". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kuh/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „kuh". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kuh/pfwb. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kuh". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kuh/pfwb.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  urldate      = {2026-05-17},
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