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Glucke

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Glucke f.

Bd. 3, Sp. 357
Glucke f.: 1. 'brütende und die Küken führende Henne', Gluck (glug), Pl. Glucke [allg.], in der Kinderspr. Gluckelche, Gluckele [verbr.]; e G. setze (zum Ausbrüten der Eier) [KL-Stelzbg, verbr.]. Die G. lockert (lockt) die Hinkelcher [KU-Hefw, verbr.], fihrt die Junge [LU-Friesh, verbr.], nimmt die Hinkelcher unner die Flitte [KU-Jettb, verbr.]. Die G. geht an'n 'springt denjenigen an, der die Jungen bedroht' [ZW-Hornb]. Man lockt die G. herbei: Kamm, Glukkelche, kamm! [KU-Obw/Tiefb verbr. WPf NPf]; Gluckel, kamm-kamm-kamm! [BZ-Dierb verbr. VPf]; vgl. gluck 1. Das is e gut G, e wiescht 'böse' G. [KU-Schmittw/O]. RA.: Er macht e G'sicht wie e G., wann's blitzt [ZW-Bechhf]. Er hot'm gewwe wie de Steffe seiner G. 'hat ihm nicht wehgetan' [NW-Dürkh Deidh KU-Kaulb verbr. Gal]; dass. mit Zusätzen: mit'm Strohhalm [Gal-Dornf], er hot're Salz in de Arsch gesteckt [KU-Kaulb]. Volksgl.: Glucke setzt mer zwische elfe un zwelfe [Fogel Beliefs Penns Nr. 881]. En G. setzt mer mit're ungrade Nummer 'Zahl' Eier [ebd., Nr. 885]. Am Karfreidag därf mer kääⁿ Glucke setze, sunscht bleiwen die Junge net am Lewe [LU-Friesh], sunscht färwen sich die Junge alle Johr annerscht [GH-Jockgr]; vgl. auch Pülle 1, Gründonnerstagsei. — 2.a. 'geistig beschränkte alte Frau', auch 'älteres Mädchen, das noch gern mit kleinen Kindern spielt', Schimpfw. für eine ältere Frau überhaupt; aldi G. [verbr.]; dorichi G. [IB-Gersh]. — b. 'mannstolles älteres Frauenzimmer'; heirichi G. [LU-Schauh]. — c. 'wer am Fastnachtsdienstag als erster aufsteht', Gluck [Beam Penns 43]. — 3. 'Sternbild der Plejaden' [verbr.]; die G. mit de Hinkelcher [HB-Kirrbg, verbr.]. — 4. 'Fruchtzapfen der Nadelbäume'. a. 'Tannenzapfen', Gluck, Gluckel, Gluckelche [verbr. NWPf SWPf]. Zs. Tannenglucke. — b. 'Fichtenzapfen' [mittl. VPf (Bertram § 279)]; vgl. Fichtenbutzel. — c. 'Kiefernzapfen', Gluckele [RO-Messbhf]; vgl. Butzel1 4. — 5. 'besonders dicke Spielkugel', Gluck [KL-Mölschb]. Syn. s. Schießklicker. — Südhess. II 1398/99; Rhein. IV 784/85; Lothr. 209; Els. I 258; Bad. II 435.
2085 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glucke

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Glucke , plur. die -n, S. Adelung Gluckhenne .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Glucke

    Goethe-Wörterbuch

    Glucke brütende Henne 46,257,28 Hackert Elke Dreisbach E.D.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Glucke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Glucke ( Gastropacha Ochsenh ., Lasiocampa Schrank ), Schmetterlingsgattung aus der Familie der Spinner ( Bombycidae ), …

  4. modern
    Dialekt
    Gluckef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Glucke f. : 1. 'brütende und die Küken führende Henne', Gluck (glug), Pl. Glucke [allg.], in der Kinderspr. Gluckelche, …

  5. Sprichwörter
    Glucke

    Wander (Sprichwörter)

    Glucke 1. Wenn e Gluggere zum Guggel chumd, so vergisst si d' Hüenli. ( Luzern. ) Wenn die Witwe heirathet, so sind ihre…

  6. Spezial
    Glucke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Glu|cke f. (-,-n) (Gluckhenne) tlocia (-ces) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glucke

17 Bildungen · 16 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

glucke‑ als Erstglied (16 von 16)

Gluckel(chen)

PfWB

Gluckel(chen) n. : ' Trinkflasche ', Gluckelche [SOPf (Nachlaß Heeger )]; vgl. gluck 2, glukkeln. Dief im Wammessack steckt 's Gluckel, daß …

gluckeln

DWB

gluck·eln

gluckeln , auch glückeln, vb., iterativ zu glucken. 1 1) von den hühnern ' den ruf gluck gluck hören lassen ' Stieler (1691) 674 : nun tanze…

Gluckenbutter

PfWB

glucken·butter

Glucken ✝ -butter m. : = Gluckendreck 1, Gluckebutter [vereinzelt Gal]. Er hot seiⁿ Schnorres (Schnurrbart) mit G. ing'schmeert, damit er gl…

Gluckendreck

PfWB

glucken·dreck

Glucken-dreck m. : 1. 'Kot der Glucke', -dreck [verbr. Don Gal Buch]; vgl. Gluckenbutter, Hünkelsdreck . De Schnorres muß mer mit G. schmeer…

Gluckenstall

PfWB

glucken·stall

Glucken-stall m. : 'Käfig, in den brütelustige Hennen eingesperrt werden, um sie von den Legenestern fernzuhalten', -stall [ Beam Penns 43].…

gluckente

DWB

gluck·ente

gluckente , f. , anas glocitans Nemnich wb. d. naturgesch. (1793) 199 .

Gluckenwachs

PfWB

glucken·wachs

Glucken-wachs n. : 'harzreiches Kiefernholz', -wachs [ IB-Seelb ]; vgl. Gluckendreck 2. —

Gluckeren

ElsWB

gluck·eren

Gluckere n [Klùkərə Rädersd. bis Geisp. ; Klykərə Dollern Obbruck ] f. 1. Bruthenne. E G. setze n eine Henne brüten lassen Eschenzw. Hi. 2. …

gluckerflasche

DWB

gluck·er·flasche

gluckerflasche , f. , berlin. kluckerflasche, f., ' in den destillationen die schenkflaschen, die nach der mitte zu eingedrückt sind ' Brend…

gluckergrosz

DWB

gluck·er·grosz

gluckergrosz , adj. , grosz wie ein glucker schnellkugel, murmel ( s. 1 glucker): wollen sie ( die alten weiber ) die säuborsten aus ihren g…

gluckerig

DWB

glucke·rig

gluckerig , adj. , schweiz. gluggerig von hennen, im stadium der bruthitze befindlich, zum brüten geneigt schweiz. id. 2, 621. im schlesw.-h…

gluckerin

DWB

gluck·erin

gluckerin , f. , auch gluggerin, ' gluckhenne, glucke '. vornehmlich im schweizerischen, meist mit abgeschwächter endsilbe, vgl. gluggere n …

gluckern

DWB

gluck·ern

gluckern , vb. , iterativ zu glucken, vgl. 2 kluckern teil 5, 1260. wie glucken mit anlautendem k belegt vor allem im nd. gebiet, mit anlaut…

glucke als Zweitglied (1 von 1)

ūrglucke

KöblerMhd

ūrglucke , sw. F. Vw.: s. ōrglocke