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goldgrube

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

goldgrube f.

Bd. 8, Sp. 787
goldgrube, f. 11) goldbergwerk, vgl. aurifodina goltgrube, goltgrub, goltgrueb (1429 md.); goltgrobe (1414 nd.) bei Diefenbach gl. 62a; aurifovea goltgrueb gemma gemm. (1495) C 3b: als ein köche und etliche tiche (dämme) und züne bij der goltgrben und anders gemaht sint ..., daz man nit wol darvor usz und in ... gefaren mag (1405) ztschr. f. gesch. d. Oberrheins 9, 411 Mone; und mssen unsere mAenner mit strenger arbeit in den goldgruoben arbeiten Wickram 3, 170 Bolte; so läszt sich solches vergleichen mit dem gold, das ... aus der goldgruben gegraben ... wird Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 5 (1645) 444; so ist er zu verlachen ... wenn er nicht ... hingeht goldgruben und kirchenschätze suchen, wo ihn nur niemand sieht Herder 1, 25 S.; ohngeachtet der reichen goldgruben in Amerika waren dennoch seine finanzen sehr oft in unordnung Schiller 4, 92 G.; in dem bezirk der goldgruben haben die Römer sich ansässig gemacht Mommsen m. gesch. 5 (1904) 207. oft bildlich und übertragen: du (gott) bist ... die goldgrube der güte Olearius persian. baumgarten in: verm. reisebeschr. (1696) vorr. 5; für eine besonders reiche grube, vor allem in fester verbindung wie rechte, wahre goldgrube (s. auch unter 2), 'fundgrube von geistigen schätzen': die kirchengeschichte, die als eine wahre goldgrube zu beobachtungen und grundsätzen ... gebraucht werden kann J. G. Hamann schr. 3, 285 Roth-Wiener; in die goldgrube der sprache herabsteigen Herder 2, 57 S.; wieviel kostbares (in der bibel)! lauter goldgruben, in die man sich hineinarbeiten und die man ausbeuten möchte! K. Gerok psalmen (1891) 1, 2; die rechte goldgrub ist der fleisz — für den, der ihn zu üben weisz Chr. v. Schmid ges. schr. (1858) 16, 33. 22) seit dem 18. jh. verbreitet in der übertragenen bedeutung 'ertragreiche erwerbsquelle', 'quelle des reichtums, wohlstandes'; vgl. Krünitz öcon. encycl. 19, 520, Adelung 2, 744, auch mundartlich, vgl. goldgrouf gutgehendes geschäft luxemb. ma. 149; goldgrube ein gutes geschäftslokal Brendicke Berliner wortsch. 128; geschäft, das überreichen ertrag abwirft Unger-Khull steir. 299: allgemeine goldgrube, woraus grosze potentaten und gantze länder sich bereichern können J. J. Pock (1726) titel; von der in der accise entdeckten goldgrube Gottsched d. neueste a. d. anmuth. gelehrsamk. (1751) 1, 676; so gilts in allen ländern: dasz die kornernte eine goldgrube ... sey Herder 1, 83 S.; das (die zeitschrift) kann für sie und mich eine goldgrube werden Göschen an Böttiger in: briefw. (1803) 158; desto fleisziger arbeiteten sie ... also dasz er ein heidengeld durch die stillen gesellen verdiente und eine wahre goldgrube an ihnen besasz G. Keller ges. w. (1889) 4, 227; euphemistisch gefärbt für die dunggrube: lieber pastor ... das is unsere goldgrube Hauptmann einsame menschen (1891) 116; vgl. auch Brendicke Berliner wortsch. 128.
2891 Zeichen · 90 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Goldgrube

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Goldgrube , plur. die -n, im gemeinen Leben, ein Goldbergwerk. Auch figürlich, eine Quelle des Reichthumes und des W…

  2. modern
    Dialekt
    Goldgrubef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gold-grube f. : 1. in der RA.: Dem seiⁿ G'schäft is e wahri Goldgrub [KU-Kaulb SOPf (Nachlaß Heeger )]. — 2. FlN in KU-R…

  3. Sprichwörter
    Goldgrube

    Wander (Sprichwörter)

    Goldgrube Das ist eine wahre Goldgrube für ihn. In Brasilien sagt man von einem, der plötzlich und ohne auffallende Umst…

  4. Spezial
    Goldgrube

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gold|gru|be f. (-,-n) 1 mineora dal or f. 2 ‹fig› fontana dal or f. , morin dai scioldi m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldgrube

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Zerlegung von goldgrube 2 Komponenten

gold+grube

goldgrube setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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APA
Cotta, M. (2026). „goldgrube". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goldgrube/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „goldgrube". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goldgrube/dwb. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „goldgrube". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goldgrube/dwb.
BibTeX
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  title        = {„goldgrube"},
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