idderichen
das auf
mhd. iterücken zurückgehende Wort ist, z. T. stark entstellt, im ganzen Geb. vertreten, u. zwar Nahe, Hunsr (mit Ausnahme des Hochw)
īrəriχə, –jə [in Kreuzn, Goar, am NRande des Hunsr auch
ir-; im ganzen Geb. hier u. da auch
īriχə, –jə, z. B. Wend-Leitzw Guidesw, Meis-Meckenb, Kreuzn-Dörreb Hahnenb Gebr Sobernh, Simm-Argenth Ebschd Schlierschd, Zell-Sohren Rhaunen, Goar-Carb Niederbg; in Zell-Mastershsn
erərn; in Kreuzn, Goar hier u. da auch
(də) īrəriχ kauə]; an der Saar in Saarbr, Ottw [OOttw
irəriχə, iriχə], Saarl
id(ə)riχə; doch daneben in Saarbr, Saarl (Bisten Differten Dilling Ensd GrHemmersd Roden Schaffhsn Wadgassen), durchweg in Merz, Saarbg, Hochw
idərn [Merz Mettlach
e·i.d-; NWHochw
idrijən]; Trier, Wittl, Bitb, WBernk (Mos), SPrüm
īd(ə)rijən, –riən [Trier-Kenn
ēd-; Wittl-Osann, Bernk-Dhron Wintrich Longkamp
eid-; Bernk-Piesport
īdərtsən; Bitb-Roth
id-]; sonst Mos, Eif
idərijə [uMos
-iχə]; in Zell, Koch (Moselorte) vielfach
īrărijə, -χə, ir- [Zell-Enkirch
īəriχə; Kobl-Moselweiss
widərijə; Kobl-Ld vielfach
nidərijə, də nidərəχ kǫ·u.ə; May auch
idəriχ k.; Goar-Beulich
werăliš k.]; Neuw (mit Ausnahme des kurköln. NWTeiles), Altk (mit Ausnahme des NOTeiles u. des Sieg-Geb.)
irəriχən, nir-, nidər-, nedrijə [SWNeuw
nil-; Neuw-HeimbWeis
də nerəreš kǫ·u.ə; Dernb
niləriχ k.]; NOAltk bis Altk-Wissen, Siegld
nirərøkə, nerərekə, nīr-, –egə, das sich in Waldbr als
nidərøkə fortsetzt; Rip in Aden, Ahrw, Rheinb, Schleid, Malm, Monsch, Dür, Sieg
ed(ə)rijə, id-; in Monsch, NWNeuw, Sieg, MülhRh, Sol auch
ned-, nid- [Malm-Wallerode
egdərijə; Sieg-Birk
wedərijə]; doch in NMay, Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, OBergh, Dür, NWNeuw, Sieg, MülhRh, Wippf (
s. o. in den
gen. Kr. die Nebenformen)
də(n) edərəχ, ned-, nid- kø·y.ə [Köln-Sinthern
dər nøgəl k.; Neuw-Rheinbreitb, Bo-Kessenich, MülhRh-Holweide
(də) nedə(r) k.]; in NBergh, Grevbr, Neuss, Jül
nērə, meist
de nērə kø·y.ə [auch Kref-Lank, Geld-Aldekerk;
nīrə Aach-Merkst, Neuss-Mankartzhf]; Monsch-Rötgen
ne·r.jə; NMalm, Eup, Aach, SGeilk, OJül, WDür
ne·r.jələ, seltener
ni·r.j-, auch
de ne·r.jəl kø·y.ə; SNfrk in Geilk, Heinsb, Erk, MGladb, WGrevbr, Neuss, Kemp, Geld-Hinsbeck, Mörs-Vennickel
ne·r.e·ŋ.ə, nę-, –i·ŋ.ə, doch meist
de ne·r.eŋ kø·y.ə (
kȳ:(w)ə) [Heinsb-Höngen Schalbr
ne(ə)ri·ŋ.ə; Heinsb-Erpen
ne·r.ənt kȳ:wə; Erk-Rickelr, Kemp-Amern
hę·r.enŋ kø·y.ə]; Klevld in Geld, Mörs, Klev, Rees, Ruhr
nerkə(n), –ę-, –E-, –i-, –ī- [Mörs-Schwafh
-y-; Dinsl-Sterkr
-ø-], doch auch
(de) irək, meist
nirək, –ī- kǫə in Geld, Mörs, Rees [Mörs-Neuk
hirək u.
n-; Mörs-Wardt, Klev-Üdem Wissel, Rees-Bislich Esserden
nęrkǫə; Mörs u. Rees auch
nirk.; Klev-Stdt
ęrt-]; NBerg
nīrkø·y.ən (nīər-), weidə(r)- schw.: 1. wiederkauen, vom Rindvieh;
wenn dat Rendveh iddericht, sät (sagt)
me, et es gesond Koch, Allg.;
die Koh kann net i., dat Mannichfalt (Netzmagen)
es erkalt Zell-Enkirch;
de Koh hat et gepackt, se iddericht widder Prüm-Burb, Allg. RA.:
Wan den Uəss (Ochs)
sat gefress as, legt en sech ner an iddricht nach dem Essen soll man sich legen u. nicht laufen Bitb-Mettend. — 2. übertr. scherzh. oder verächtl. auf Menschen. a.
ech gohn noch net ön de Arwet; ech han esu vill gessen, ech moss irscht nirrerichen Altk-Bachenbg;
de esst un brauch net ze idderechen er isst ohne Unterlass Koch-Lutzerath;
ma liss (liess)
met noch net emol Zeit zum Nerrerrecke ich wurde so zur Arbeit angehalten, dass ich keine Ruhepause hatte Siegld;
idrijen sein Mittagsschläfchen halten Bitb-Wiersd, Saarl-Dilling. — b. essen;
böscht dau nach net fiərdig met iddern? Saarbg-Faha. — c. aus Gewohnheit stets den Mund bewegen Prüm-Burb. —
d. erömiddern sich erbrechen;
dat muss en näs (noch einmal)
e. Saarbg-Winchering. — e. eine Erzählung breit wiedergeben Koch.