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idderichen

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

idderichen

Bd. 3, Sp. 1064
idderichen das auf mhd. iterücken zurückgehende Wort ist, z. T. stark entstellt, im ganzen Geb. vertreten, u. zwar Nahe, Hunsr (mit Ausnahme des Hochw) īrəriχə, –jə [in Kreuzn, Goar, am NRande des Hunsr auch ir-; im ganzen Geb. hier u. da auch īriχə, –jə, z. B. Wend-Leitzw Guidesw, Meis-Meckenb, Kreuzn-Dörreb Hahnenb Gebr Sobernh, Simm-Argenth Ebschd Schlierschd, Zell-Sohren Rhaunen, Goar-Carb Niederbg; in Zell-Mastershsn erərn; in Kreuzn, Goar hier u. da auch (də) īrəriχ kauə]; an der Saar in Saarbr, Ottw [OOttw irəriχə, iriχə], Saarl id(ə)riχə; doch daneben in Saarbr, Saarl (Bisten Differten Dilling Ensd GrHemmersd Roden Schaffhsn Wadgassen), durchweg in Merz, Saarbg, Hochw idərn [Merz Mettlach e·i.d-; NWHochw idrijən]; Trier, Wittl, Bitb, WBernk (Mos), SPrüm īd(ə)rijən, –riən [Trier-Kenn ēd-; Wittl-Osann, Bernk-Dhron Wintrich Longkamp eid-; Bernk-Piesport īdərtsən; Bitb-Roth id-]; sonst Mos, Eif idərijə [uMos -iχə]; in Zell, Koch (Moselorte) vielfach īrărijə, -χə, ir- [Zell-Enkirch īəriχə; Kobl-Moselweiss widərijə; Kobl-Ld vielfach nidərijə, nidərəχ kǫ·u.ə; May auch idəriχ k.; Goar-Beulich werăliš k.]; Neuw (mit Ausnahme des kurköln. NWTeiles), Altk (mit Ausnahme des NOTeiles u. des Sieg-Geb.) irəriχən, nir-, nidər-, nedrijə [SWNeuw nil-; Neuw-HeimbWeis nerəreš kǫ·u.ə; Dernb niləriχ k.]; NOAltk bis Altk-Wissen, Siegld nirərøkə, nerərekə, nīr-, –egə, das sich in Waldbr als nidərøkə fortsetzt; Rip in Aden, Ahrw, Rheinb, Schleid, Malm, Monsch, Dür, Sieg ed(ə)rijə, id-; in Monsch, NWNeuw, Sieg, MülhRh, Sol auch ned-, nid- [Malm-Wallerode egdərijə; Sieg-Birk wedərijə]; doch in NMay, Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, OBergh, Dür, NWNeuw, Sieg, MülhRh, Wippf (s. o. in den gen. Kr. die Nebenformen) də(n) edərəχ, ned-, nid- kø·y.ə [Köln-Sinthern dər nøgəl k.; Neuw-Rheinbreitb, Bo-Kessenich, MülhRh-Holweide (də) nedə(r) k.]; in NBergh, Grevbr, Neuss, Jül nērə, meist de nērə kø·y.ə [auch Kref-Lank, Geld-Aldekerk; nīrə Aach-Merkst, Neuss-Mankartzhf]; Monsch-Rötgen ne·r.jə; NMalm, Eup, Aach, SGeilk, OJül, WDür ne·r.jələ, seltener ni·r.j-, auch de ne·r.jəl kø·y.ə; SNfrk in Geilk, Heinsb, Erk, MGladb, WGrevbr, Neuss, Kemp, Geld-Hinsbeck, Mörs-Vennickel ne·r.e·ŋ.ə, nę-, –i·ŋ.ə, doch meist de ne·r.eŋ kø·y.ə (kȳ:(w)ə) [Heinsb-Höngen Schalbr ne(ə)ri·ŋ.ə; Heinsb-Erpen ne·r.ənt kȳ:wə; Erk-Rickelr, Kemp-Amern hę·r.enŋ kø·y.ə]; Klevld in Geld, Mörs, Klev, Rees, Ruhr nerkə(n), –ę-, –E-, –i-, –ī- [Mörs-Schwafh -y-; Dinsl-Sterkr -ø-], doch auch (de) irək, meist nirək, –ī- kǫə in Geld, Mörs, Rees [Mörs-Neuk hirək u. n-; Mörs-Wardt, Klev-Üdem Wissel, Rees-Bislich Esserden nęrkǫə; Mörs u. Rees auch nirk.; Klev-Stdt ęrt-]; NBerg nīrkø·y.ən (nīər-), weidə(r)- schw.: 1. wiederkauen, vom Rindvieh; wenn dat Rendveh iddericht, sät (sagt) me, et es gesond Koch, Allg.; die Koh kann net i., dat Mannichfalt (Netzmagen) es erkalt Zell-Enkirch; de Koh hat et gepackt, se iddericht widder Prüm-Burb, Allg. RA.: Wan den Uəss (Ochs) sat gefress as, legt en sech ner an iddricht nach dem Essen soll man sich legen u. nicht laufen Bitb-Mettend. — 2. übertr. scherzh. oder verächtl. auf Menschen. a. ech gohn noch net ön de Arwet; ech han esu vill gessen, ech moss irscht nirrerichen Altk-Bachenbg; de esst un brauch net ze idderechen er isst ohne Unterlass Koch-Lutzerath; ma liss (liess) met noch net emol Zeit zum Nerrerrecke ich wurde so zur Arbeit angehalten, dass ich keine Ruhepause hatte Siegld; idrijen sein Mittagsschläfchen halten Bitb-Wiersd, Saarl-Dilling. — b. essen; böscht dau nach net fiərdig met iddern? Saarbg-Faha. — c. aus Gewohnheit stets den Mund bewegen Prüm-Burb. — d. erömiddern sich erbrechen; dat muss en näs (noch einmal) e. Saarbg-Winchering. — e. eine Erzählung breit wiedergeben Koch.
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idder+ichen

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Cotta, M. (2026). „idderichen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/idderichen/rhwb
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Cotta, Marcel. „idderichen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/idderichen/rhwb. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „idderichen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/idderichen/rhwb.
BibTeX
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