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kuh

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kuh

Bd. 4, Sp. 1662
Kuh das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk kū, Pl. -kī [WKreuzn, Birkf -ou, Pl. kei; SWend kū, ku, Pl. kī, ki; NWend kōu, kō, Pl. kēi,]; Mosfrk in Saarl kōu, ko·u., Pl. kēi, ke·i.; im grössern Teil von Merz, Saarbg ko·u., Pl. ke·i.; sonst Mosfrk kū:, kō: (um Bernk vielfach ko·u.), Pl. kī:, kē: (ke·i.); Siegld kō, Pl. ; Rip kō:, Pl. k:; Berg kū, [nach dem Rip zu kō:; ORand kou], Pl. kȳ, k [k:, køy]; SNfrk am SRande kō:, Pl. k:; n. u. ö. einschl. Düss-OKassel Heerdt, Neuss-NDonk, Kref-Osterath Schweinh Fischeln, MGladb-Neersen, Kemp-Klörath Hagen ko·u., Pl. kø·y.; n. u. w. Erk-OKrüchten Tetelr Merbeck, Kemp-Birth Laar Born Lüttelbracht Bracht Kaldenk u. in Dülken kǫ·u., Pl. k·y.; in dem zwischen beiden Geb. liegenden grössern Mittelgeb. ko·u., Pl. kø·y.; Klevld ku(), Pl. ky(); n. Ruhr kū, ku(), Pl. kȳ, ky(); Demin. kīχə, –ei- (setze die umgelauteten [] Vokale ein), Nfrk k:kə, køkə, ky()kə f.: 1. wie nhd.; hat der Bauz (Bäuert), das herangewachsene Kalb (s. Synon. bei Kalb), sich an das Futter gewöhnt u. nimmt seine Entwicklung den normalen Verlauf, so heisst das weibliche Tier, das deckfähig wird, Stirk (Färsche, Kälbin (trächtig), Jöhrling, Knōp, Hürling, Kihrind, Mol, Knupp, Nipp, Einwinter, Bunnes, Reidling), bis nach dem ersten Kalben Rend, danach Irschlingskoh (en iərscht Rind (Dier), öschte Färsch, erste Mol, eng Iərsch, Irschlingsdier, retse Färsch, en gekalf Rengk, einkalwig (-kälwerig) Dier), nach dem zweiten Kalben Koh (s. d. W.); die K., die beim Kalben überschlägt oder die nach mehreren Jahren nicht gekalbt hat geht üvver, sie ist en üvverjöhrig Rind, en onreits (unrechtes) R., en övergängig R., en Uvergänger, –läufer, en Bastert, Üterbock, Steinbock, Hur, Massik, Quin, Rennert (s. d. W.); eine unfruchtbare K. ist güst, mans (mas, mais, maus), eidel, leəg (ledig), bandlos, bausch; se nömmt net an, behält net, verhält net, krit ke Kalf en, micht Kälwer, hält et Stieren net, hät net gewunnen (gestanden), brengt nüs bei, küt net bei, läd nit of, es (hät) usgekalft; sie ist (wird) en Brüller(t), Brülles, Brummler (s. d. W.). — Eine brünstige K. ist stierig, ochsig, farrig, bullig (bulls), rindig (rönds), brüllig, brünstig (brösseg), rölzig, reidig (reitig), spielig, springig, winnig; se denkt (nom Stier), es am ossen, brocht, stiert; dann muss man sie zom (nom, bei den) Stier (Oss, Farren, Leicher, Bull, Dür, Spring-, Reitochs) fahren (brengen, driven, leiden); se mott no de Farr metgohn; man muss sie leiden, fahren, fuhren, beidohn, beilossen; man muss sie decken, (be)sprengen, laden, winnen lossen; se hat (wird) gəosst, gestiert, gefarrt; de Oss hät de K. gesprongen; se hot gestann, gespillt, es zugang, hat geladen, ös dran bliwen, es (köt) bei (an) (s. d. W.), — hot gestann wie e Mauer Simm-Laub; Anzeichen der Brunst: se dinnt (dünnt) sech, hät en helle Remen (Riemen) stohn Daun-Strohn; de K. hät gesteikent (gezeichnet) vom Abfliessen des blutigen Schleimes nach dem Brünstigwerden Mörs. — Ist die K. dragend (drächtig) (drachter Sieg-Leuschd), dreht se, hat se geladen, gewonnen usf., so schwillt hernach das Euter an; de K. eudert (neidert, audert, naudert, (n)öggert, nürt usf., s. eutern); se hät ene schüne Melchspegel Bo-Volmershv; vor dem Kalben fliesst Schleim aus dem Uterus; de K. es am biesten, bänneln (bändeln), drecksen, hälmen, gingeln, kinkeln, läuwern, lengen (leinen), riesen, riseln, schleimen, schlicke(r)n, schlüren (schlöjern), schnüren, schneisen, seile(r)n, saiten (-E-), siehren; se schnürt sech (s. d. W.); de K. hot e Schneis (Schleis) onhinke (anhängen) Bernk-Hellertshsn, Wend-Baumholder, — hat e Schlänger Wend-Remmesw, — lässt de Schnerele fahre []Kreuzn-Seibersb; de Lengen (Leinen) hängken der K. eraus Prüm-Burb; et Rüsels (Kalwerwater) es do Sol-Höhschd; von der K. geht Dreck fort Bernk, Zell; es geht Wurschtbrei von er Wend-Remmesw; de K. feg (fegt) sech op et Kalf (Kalven) Bo, Bergh, — schlimmt op et K. Sol; weiterhin de K. es am drive, drif (steht) op et Kalwen; et Wasser geht ihr af; et es alt ein (Wasser)blos fort, u. dann hät se net lang mih (de K. äs op der Zitt Sieg-Leuschd, — steiht op et Fallen Mörs, — es los in de Band Geld) on kalf (kalbt) bal Rip, Allg.; bei Frühgeburt hat de K. verkalft, verjungt, verschossen, verschmete (verschmissen), verdrah (vertragen), afgesatt (et Kalf afg.), et Kalf niddergelat (-gelegt) (se frih gemacht Wend), dann wird sie maimelkig gemacht (s. d. W.); nach der Geburt stösst sie die Nachgeburt (Bett, Kohbett, Bocht, Dracht, Fege, Fegels, Fegsel, Ful(l) (Faule), Fülsel, Fülligheit, Läger, Netz, Nokalf, Nodingen, Nowerk, et koəd (böse) Dengen, et Quoəd, Rein-, Schungemächs(e), Reinsels, de Ogesöngden (s. Wk. V 3) aus; de K. fegt sich, macht sich rein, schön (s. Wk. V 4); die erste Milch nach dem Kalben ist die Bies, Biestmilch (s. d.); die K. ist nach dem Kalben fresch(melkig), melk; man hat en fresche K., en (fresch) gekalvte K. (freschkälwige K. Neuw-Etschd, en geheckte K. Sieg-Honnef; de K. es an Malm, Monsch, Eup, Jül), en melke (fresch-) K.; de K. hat drei Kerver (Kerbe) op de Hoərnern hat schon drei Kälber gehabt; de K. well ech nit, die hät mer ze viel Kerver op den H. (auch von einer älteren Frauensperson gesagt) Sol-Burschd. Einer kalbenden K. legt man ein Blauel (Wäscheschlägel) unter das Futter, dann soll das Kalben leichter vor sich gehen Bernk-Rhaunen; hat eine K. gekalbt, gibt man ihr ein Stück Schwarzbrot mit Salz u. Weihwasser zu fressen, dem Kalb wird ein Kornschnaps eingeflösst, dat et et Leəve krit; es muss die erste Milch von der K. haben, sonst gedeiht es nicht Allg. — RA. zu dem Bisherigen: Ungedellig (ungeduldig) wie e stierig K. Wend-Linxw. Me hilt (hält) sich doch nit dran wie am Kih Stiere eine Sache muss doch endlich ein Ende nehmen Simm-Laub. Dau wäərsch en got al K. gen, dau hätts got verhale (die Begattung behalten) zu einem, der ein gutes Gedächtnis hat u. alle Kleinigkeiten behält Prüm, Bitb. K. on Kof (Kalb) alles Eigentum Heinsb. Besser en eige Kalf we en gemeinschaftleche K. Köln-Stdt. Treck, Trüj (Getrud), de K., dij kalvert! gesagt, wenn einer bei der Arbeit an etwas tüchtig ziehen muss Geld-Schravelen. Wat sall dat noch werde, sät der Bur, du fong (fing) de K. an te kove (kalben)! Heinsb. En der Zeit kalft jo en K.! das könnte man doch schneller machen Koch. Dau kimms och, wenn de K. gekalft hat! zu spät Koch, Allg. Besser en Kalf allän als en K. zu zween Mos. [] En arm Manns Frau krit twei Kenger (Kinder) on en rike Manns K. twei Kalver Sol. Wenn die K. Kalb micht, steche se meich enin mir schieben sie die Verantwortung zu Simm-Laub. Dem eine kalf der Oss, dem andere well de K. nit kalve Köln, Allg. Dem eine well de K. net em Stall kalwe, dem annern wearn de Handbejjeln (-beile) of der Laib (Speicher) jongk Siegld. De K. wess och net mih, dat se och es selwer e Kalf wor Daun, Allg. (s. Var. bei Kalb). Et Kolf ös noch grötter äs de K. die Unkosten sind grösser als der Nutzen MGladb-Viersen, Wippf-Engeld. Wenn me de K. niet kännde, soll men niet wete, wor et Kalf van kom wenn man seine Abkunft nicht kännte, sollte man nicht wissen, wer er wäre Klevld, SNfrk. So froəgt me de Bur de Köns (Kunst) af en de K. et Kalf! zu einem Neugierigen Geld-Schravelen; de frogt de K. et Kalf af Geld; de kann enen utfrogen; he frögt noch et Kalf van (aus) der K.! Gummb, Altk. He es en Dorchenander, dat en K. ehr Kalf net mih wedder fingk Rip (o. O.). Gangk Köüh beddele, da kriste de Kauver ömesöns! zu dem, der etwas geschenkt erhalten will Aach, Heinsb, Geld; wemmer öm en K. beddelt, fällt e Kalf af Sülzt. De krit de K. mem Kalf er bekommt mit der Tochter die Schwiegermutter, mit der schwangern Frau auch das Kind Rip, Berg. De schütt (schiesst) nor de K. on tröfft et Kalf Geld-Nieukerk; he schmitt langes de K. on trefft et Kalf Sol. Weil (jetzt) hot de K. verwurf, nau wellen se mech drun stechen der Handel ist verunglückt Daun-Strohn. Dat es dem sin melke K. daran verdient er sein Geld Kref, Köln. En as en got gemelkte K. der schlechte Spieler im Kartensp. Bitb. Dor ös ken melke K. dran verspelt nicht viel dran verloren Mörs-Neuk. Wenn en melkige K. rein es, dann hät de Mäid ene Käs verdennt (verdient) Kref-Osterath. Die hat e Borsch (Brust) wie en melkige K. MGladb. Der git wie en freschmelkige K. er ist freigebig Bergh-Blatzh, — en K., de drüg (trocken) steht er ist geizig Rheinb, — nes (nett als) en manse K. Klev. Do kammer nit allen (allein) va kiərnen (Butter machen), do muss mer en got mass (eine nicht melke, aber doch noch ziemlich viel Milch gebende) K. bei han auf den kann man sich nicht ganz verlassen Wippf-Engeld. — Die Kühe führen Rufnamen, nach der Farbe: Atzel (Elster), Appelblömke, –druf, Bläss, Blauschimmel, Blum, Blümel, Blumenschwanz, Blutfink, Brun, Brünett, Bunt, Buntfell, Drossel, Eichert (Eichhörnchen), Fahl, Fahlbunt, Fahlros, Fink, Fleck, Flettchen (Nelke), Forell, Fuchs, Fuchsbunt, Gris (Greis), Grisett, Kleeblum, Köll, Kirsch, Kör (Herz), Livering (Lerche), Maiblum, Maiwinn, Mohr, Maus, Pälm, Praum, Rapp, Ros, Rosewinnchen, Rosenbell, Rosett, Rot, Rotbunt, Scheck, Schild, Schimmel, Schmidd, Schwalber, Schwärz, Seidenblume, Sommerdrauf, Spichel, Sprickel, Stern, Streif, Wachtel, Weinappel, []-drauf, Weiss, Weisskopp; andere Namen: Aron, Bella, Briddong, Butsch, Brilläuger, Baddi, Bommer, Dabbes, Einhorn, Ella, Emma, Facka, Falchert, Fanni, Finett, Fix, Flörett, Flümm (Zipfel), Fritz, Hammel, Hanni, Hans, Hirz (Hirsch), Holländer, Hulda, Isak, Joffer, Juno, Jüdd, Kaddi, Kaiser, König, Klara, Klein, Kornett, Kron, Liss, Lott, Malchen, Männ, Max, Mina, Moppel, Nettchen, Nickel, Nitsch, Olga, Ponni, Prinz, Sara, Schanett, Schweizer, Strauss, Stummelskopp, Stupphorn, Tambur, Tonn, Trompett usf. RA. dazu: Su bongk (bunt) wie en K. MGladb; esu blemelich wie en Hoffenamels (Malm-Ameln) K. Prüm-Waxw. Wer war das? Antw.: De bongte K. Bo-Kessenich. Et es egal, wie de K. heəscht, wenn se märr (nur) Melch get Aach, MGladb, Erk, Köln (et es et nämliche); et sall wall əlleins (alleins, gleichgültig) sin, wie de K. biərt (aussieht), wa se eckersch (nur) Melch göt on Botter Sol. Wenn de K. bont genümp (genannt) werd, dann hät se ock enne Fleck; mer nennt K. Blimert (Blemer), wenn se käne Flecken hot es ist etwas Wahres an der Sache Saarl-Niedaltorf, Merz, Saarbg, Mörs; me schänd (schelt) gen K. bount, of se hat e Fleckelche Eup, — keng K. Blimchen, se hot eng weiss Strimchen Bitb-Geichl; et wüərd ken K. bongt geheischen, et es och en Fleckelchen dranen Wermelsk, NBerg; mer git kein K. för bungk us, of se muss doch ei Fleckelchen han Köln-Stdt; et is gen K. bont, of se hät en Pläckske (Flecken) Klevld; mer sät käner K.Bläss’, wenn se känen hot Mos; et as selen en K., de Bl. hescht, de Flek hot Bitb-NWeis; wa de K. e wit (weisses) Flecksken für'm Koppe hät, heischt men se Bläss ein Makel haftet Sol. Hess, Bläss, holl de K.; inner (unten) stihn er noch zwo (zwei); de an (eine) heisst Hess, de anner heisst Bläss! Spottvers auf den Eigennamen Hess Koch-Poltersd. Kümmhoff (kümen wiederkäuen), Stripe, Nachtegall sind de besten Küh im Stall Gummb. Et gewe mehr bonte Küh as ein (in der Welt) es gibt viele Dinge, die sich ähnlich sehen Mörs, Allg.; et git mih wie en b. K. Rip, Allg., — wie en geblomt K. Bitb. Enem de bontige K. weisen ein Kind am Kopfe in die Höhe heben Altk-Wissen. Et es der gein K. esu schwart, or et es der noch e wit Hor anen Sol. En Düstern (en der Nach) sind all Köh schwarz Rip, Allg.; e jen Düstert es gott (gut) schw.ə Köuh fange Aach-Stdt. En schwatte K. geft (ock) wette (weisse) Melk Klev, Köln. Wer die Butter zu dick aufträgt, den stüss de rut K. Sieg-Kuxenbg. — Die K. u. ihre Körperteile in RA.: Der Spürkel pockt (packt) de (mager) K. met de Fell Heinsb, SNfrk, Rip. De geiht wie de K. vom Bell, alle Dag en einem Fell Köln-Stdt. Et Gras steht wie Hor op ener K., dat litt (legt) sech Rheinb-Wald. Et küt op en Hor nit an, wa mer en K. ropp gesagt, wenn bei einer grossen Sache ein kleiner Fehler unterlaufen ist []Neuw-Asb, — schiərt Schleid-Reifferschd, — schand (schindet) Wittl-Binsf. De K. hat ver Ban (Beine ), se verdritt (vertritt) (vertrappelt) sech doch at emol Koch, Allg., — vier Bän on tret als emol fähl Saarbr-Sulzb. Der pack de K. met der Kopp a er greift zu Aach-Laurenzbg. He hät Oge (Augen ) nes (nett als) en (stierege) K. Klev, Er macht Aə, wie en K. no er Erber (Erdbeere) Ottw-Heinitz, — en K., die ene Bom eropklemme wellt Dür-Birkesd, — die am krepiere (frecke) es Jül-Broich, Merz, Wend-Reichenb, — op dem Stervebett Daun-Katzwinkel, Gummb-Nümbrecht, Eup, Ess. Op en Og no wor os K. blönd (blind) Rheinb-Meckenh. He hät en Mul (mach en M.) wie en K. Rip, Allg. Den hot e Maul (so gross), en K. kinnt et net voll scheissen Wittl-Binsf. En Gesich wie en K. (die donnern hürt) Allg., — wo e Eərbər (Erdbeere) bricht Birkf-Oberst. Frolütts Häng (Hände) on K.täng (-zähne ), die dörfe net stell stonn MGladb. Das Alter der K. sieht man an den Kerben des Hornes Allg.; die K. schlücht (schläucht) en Horn stösst es ab (s. Horn). Wenn einer sich reckt, sagt man: Son lang Hörnder hat ons K.! Mörs-Pelden. Büs Köh hant stuppe Hörner Sol; et es got, dat kodd Köh st.ə H. han Köln, Rip, SNfrk. Gott behöt koə Köh för spetze Höəre Erk, MGladb. Dät sind (Leute) wie de Küh, grad dät se gen Höəre habbe Geld. Wen de K. angeiht, de pack se bei den Hörner Köln, Allg. Hol de K. am Hore, hol de K. am Schwanz, siehscht du, wie se danzt! Wend-Aulenb (s. mehr bei Horn). En Bauch (mehr Balg, Panz) wie en al K. Prüm-Burb. Eiten (achter) hät os K. och ene Start (Sterz )! als Antw. demjenigen, der aufgezählt hat, was er alles besitzt Kemp-SPeter. Alles es vergänglich, ävvel der Statz va de K. es länglich Aach. Geht der K. de Sterz bös üvver de Hacke, ös et en got Botterkoh Köln-Poulh. Iser (unser) K. ihr Schwanz hot schun lang gejuckelt un geht dach net los! zu einem, der droht Trier-Schleidw. Hej wässt (wächst) nes de Start van en K., ömmer nor onder Klev-Calcar. De Keh, de de dreckegste Schwänz han, schlinn (schlagen) am weitste im sech wer andere am meisten tadelt, ist selbst am meisten tadelnswert May-Trimbs, Mosfrk. Desto mih en K. de Schwanz beschass (beschissen) hot, desto roəsener (rasender) schliht se öm sich Bitb-Seimerich; en dreckleche K. schleiht esu lang mem Stetz öm sich, bis och de anderen all drecklich sin Köln-Stdt. Om März heft de K. de Sterz Altk-Horhsn. Fengt en K. an te bise (rennen, s. bisen) (lopen), so steke ok de andere de Stert in de Höch (Höhe) der eine macht das Beispiel der andern nach Geld, Nfrk, Rip. De K. bruch nor der Stetz kromm zo mache, on de Frau es et schold Bergh-Heppend. De es ze domm, fer met ener K. ze danzen, on wenn mer em de Schwanz en de Hänn get Bernk-Berglicht. De hat de K. am Schwanz gemolk er wurde erwischt Goar; am Stetz melk mer ken K. []Rheinb-Queckenbg. De März, de krit (pack, treck) de K. am Sterz Rip. Wen de K. angeiht (wem de K. hürt), der pack (krit, hält) se möm Sterz (Schwanz) Rip, Allg. E pakt och de K. beim Schwanz un anderplaz (anstatt) bei den Härnern Trier-Mehring. Et Foder es schlech geroden, da moss me widder de K. mem Sterz an de Trog benden Wippf, Sieg, Ottw. Du glötts (glühst) op de Backe wie en K. onger der Stetz MGladb-Mülfort. De seiht et der K. am Schwanz of, bat de Botter ze Maje (Mayen) kost Koch-Laub, — am Ärsch af, wat de B. se Mainz (Frankfort) koscht Merz, Saar, Rhfrk. De K. hät en Arsch (so schmal), dat se en en Fläsche drisse kann Sol-Witzhelden, — dat se könnt an (in) en Buddel scheissen Bitb-Mettend. Do on do helt (hielt) en K. de Fott (Arsch) zo zu einem Lügenmaul Monsch-Witzerath. En duw (da), en duw knep (kniff) de K. de F. tu! das ist das Ende vom Liede Heinsb-Millen. Du hes en Gesech wie en K., die den Arsch zesammentrick (-zieht) Sieg-Rhönd. Mer seiht der jo op de Kopp we er K. on den Orsch zu dem, der kahl geschoren ist Daun-Tettschd. Et sein Geschmacksachen, sot de Bauer, du hot en en K. om Orsch geleckt Daun. Et fällt öhm ut de Mull, wie de K. ut et Gat (Kont Gesäss) er gebraucht gemeine Ausdrücke Mörs; dem fallen de Wört us de Mul wie der K. de Dress us dem Arsch MülhRh-BGladb, — wie de K. der Stront ut jen Fott Heinsb-Dremmen. De stenkt us de Mull wie e K. us de Fott Aach-Würselen, Grevbr. Hei es so domm as et Achterend van en K. Klevld, wie en hennischt Veardel vun der K. Bitb, Saarbg. Erim meat dem Oarsch be annerleits Keh och! May-Trimbs. He bessert sek wie Köstersch K., met der Fott nom Trog tu Elbf. — Tätigkeiten der K.; die K. es am brüllen, büreln, bälken, bölken, böken, bözen, blären, bürzen, luən (lauten), muən, muzen, rären, tuten, tüten (s. d. W.); de K. es am brummeln leise brummen, drasen, drömmen, drömsen, gözen, gronnen, gronzen, grönzen, grangeln, grummeln, grümmen, grumsen, grunnichen, grünselen, humme(l)n, humpen, jämerzen, müken, mummen, mümmen, mümsen, mungken, mozen (s. d. W.). RA.: Schreien (bölken, bälken usf.) wie en K.; senge wie en (alde) K. Allg.; de sengk, wie en K. schreit Dür; du kröcks (küms stöhnst, gapps) wie en al K. Allg. Kriəhnende Honnder (Hühner), flöttende Fralle (Frauleute), bröllende Köuh es för den Bur net vüəl Kemp-Breyell, SNfrk, NBerg. Die Köh, die et hellste (lautesten) böəke, die geəve döcks (oft) de meste Melk net Heinsb-Kirchhv, Neuw-Dierd. Et is utgetütt (ausgeblasen), de K. hat gekallt (gesprochen)! es ist endgültig Schluss Eup. En Elgen, bo de Keh bölken, bo de Leit de Hähner (Hühner) melken Spottvers auf Neuw-Elgert. Et es möggelich, dat en K. lacht nichts ist unmöglich Wermelsk, — de Mull es grut genog Sol, Mettm, — se hät Muls genog defür Rheinb, Dür. Et ös nouch [] lang ken Wellmot (Übermut), wenn en K. lach Bergh-Blatzh. Dät ös grad, als wenn en K. lach das sieht recht sonderbar aus Schleid-Holzh. He keich (keucht) wie en K., de om Is lit Dür-Birkesd. — Die K. geht, läuft usf.; ihre eigenartige Gangart wird bezeichnet durch bampeln, däuen, flatschen, hatschen, hotschen, gratschen, greien, krätschen, losern, parschen, schlängern, schlenkern, schlodden, schlampen, schleifen, schlurpsen, socksen, stülpen, trossen, watsche(l)n usf. (s. d. W.); das Aneinanderreiben der Hinterbeine, das Beiseitewerfen der Beine mit knücheln, mähen, säbeln, schämeln, schlimmen, schnärren, schnorren, schrankeln, struckeln, met de Ben schmiten, de Kuten (s. Kote) hauen, met de Ben schieren (scheren); man nennt sie Schnärr-, Schnorrbeiner, Kreuzschläger (s. d. W.). RA.: Kenger (Kinder) un Küh lopen met, wann se wat lopen siəhn Gummb-Berghsn. Wenn ein K. bise geht (s. bisen), b. die angere och (stipe die angere der Start op) SNfrk, Rip. De geiht greien wie en alde K. Mörs. Dem geht ken K. us dem Weg er taugt nichts Schleid-Wildenbg. Die gohn grad wie de Märmager (Schleid-Marmagen) Köh hintereinander Schleid-Hellenth. Hei steiht do, äs wenn öhm de Küh afgeloupen sind er sieht entsetzt aus Mörs, — als wenn öm de Köh lope gegange wäre MGladb, — wie ne Pastur, dem de K. lopen es gegange MGladb-Rheydt. De Küh laupen dej dor de Rüben du hast den Schaden davon Mörs. De Küh loupen dech dur de Rüben (gohnt dech af dodur) gesagt, wenn einer vorn die Hose aufstehen hat Mörs-Neuk. Wann et nor Grödden (Grösse) geng, lep de K. dem Hasen für Sol, Nfrk (s. Var. bei Hase). Woə et Mode es, doə gonnt de Küh en de Kirk (te Kärke) Kref, Mörs. Wieviel Uhr ist es? Antw.: En Verel (Viertel), bes de Keh komme Siegld. De mat e Geseit (Gesicht) wie en K., die letscht (ausgleitet) Grevbr. De kemmst getrolt wie en K., de muscht e For (Farren, Stier) sen Saarbg-Taben. Besser, dat de Köh derno sprengen, äs dat de Vögel derno sengen man soll den Hafer ernten, auch wenn er nicht ganz mürbe ist Sol. Woə de de K. böngt (bindet) doə blifft se stoəhn er hat zu befehlen Kemp-SPeter, Kref-Osterath. E Gesicht (so breit), als wenn em e K. eringetret hätt, mit em Hinnerhuf drufgehaue hätt uNahe. Dat as ken Klenigket, wenn en K. am (im) Schmolwennast (Schwalbennest) huckt Trier-Mehring. De fällt dren (ins Essen) äs en K. Mörs-Rümeln. — Die K. sieht, klotzt, guckt usf. RA.: Der steht do (guckt äne an) wie die K. vor em naue Schauəredor ratlos Simm, Allg., — für er neuen Düər (Stalldüər) Rip, Allg., — fir em angestrichene Scheierdor Zell-Traben. Enen ankiken as en K., die op et Is let (liegt) Mörs-Xanten. De K. hört den Wolf met dem Stert, der Hongd (Hund) mutt dren biten sie hat Instinkt Gummb-Berghsn. — Die K. scheisst. RA.: K. scheisst platt, Peərd sch. rond, dat eəs [] deiner Stippnos (Stumpfnase) net gesond! Koch-Ernst. Wart dau, bis die K. scheisst, dann säs de (sagst du): flatsch, de Haf (Haufen) is mein! Abweisung eines vorlauten Kindes Simm-Laub. Moərn (morgen) fröh, dann kacke de Köh, dann kriste och e wärm Eiche (Ei)! Ablehnung des Wunsches eines Kindes Rheinb, Eusk, Dür. Der stenkt aus em Hals, as wenn em en K. in de Hals geschess hätt Goar-Carb. De Kerl riss de Mul op wie en K., die op et Dach driss Rheinb. De K. het öm op et Klavier gedriəten er ist heiser Elbf. A.: Dat es en Schand! B.: Dat es ken Sch.; et es en Sch., wenn de K. en de Bach driss Sieg-Siegbg; scha (schade) es, wenn de K. e jen Bach schisst Aach; dat es en Landschaden, wenn de K. en't Water drit NBerg (un de Bach scheisst Daun-Strohn); et es och schad, dat en K. en der Rhin dritt, et göf so manech Stöck mager Langk! Kref-Fischeln. Es es nicks Geringes, wenn em e K. wot of't Ag mächt zu einem, der prahlt Siegld. Er sengt wie en K., die wat in en leəgen (leeren) Emmer makt Rees-Wesel. Die K. hät all (schon) männege Stall beschiəte eine schlechte K. hält man nicht lange im Besitz Heinsb-Karken. De letzte K. beschisst der Stall gesagt, wenn etwa beim Kegeln der letzte die höchste Treffzahl hat Aach-Merkst, Grevbr. Et fällt öm ut der Mul wie der K. et Gedriten gemeine Wörter Elbf. De os esu durchdrivve wie en dönndresserig K. Aden-Liers. — Die K. stösst, beisst. RA.: Bat (was) kimmt der gestusse bie en al K.! er läuft ungestüm Neuw-Isenbg. Schmear de Botter nit te dick, sös stött deck de K.! Kref-Bockum, Elbf, — de rut K. Sieg (sonst der Oss). Doröm sölle sich de Köuh us zent Anna auch net stösse um dieser Kleinigkeit willen wird kein Streit entstehen Aach-Stdt. Gestuət (Gestosse) es onger de Küh on Vergeət (Vergessen) onger de Geld-Leuth, Kref-Osterath. Do mäcks en Geset wie en K., die de Brei ömgestuəte hat Kemp-SPeter. Ek gef er dech ennen, dat dou menns, de K. hei dech gestupp! Mörs-Asbg. De drecklichste (beklatterde) Köuh schlonnt et mehrste üm sek die selbst nicht makellos sind, sagen am liebsten Übles nach Lennep-Radevormwald, Waldbr-Wildbg. Er lacht nore, wenn sich zwo Kih zerbeisse er ist ein finsterer Mensch Simm-Laub. Die en K. biss de andere af aus Futterneid, auf Menschen übertr. Rip. De es van de K. gebiəte er redet närrisches Zeug Heinsb-Kempen. Dat os mir esuə bössig (komisch), als wenn en K. mech gebossen mir ist etwas Unangenehmes passiert Schleid-Reifferschd. — Utfallen wie en K. grobe Redensarten führen Mörs-Neuk. Housten (husten) wie en K. Birkf-OTiefenb. De hot sein Hor geloagt, me mant (meint), en K. hätt en beleckt Koch-Leienkaul. Da lecken ech mech sealwer am Orsch be (wie) en K.! wenn ich das tun sollte May-Trimbs. — Die K. frisst, säuft. RA.: He friss (süff) wie en (al) K. Rip, Allg.; he frett wie en sate K. Heinsb-Dremmen; [] de frett wie en K. on süpp wie e Perd Erk-Bellinghv. Dau bas wie'n K., de get och net voll (satt) Bitb-Dudeld. Honger han wie en K. May, Verbr.; su satt sen wie en K. Rip, Allg.; voll (bezecht) sen wie en K. Bitb, Daun, Mörs. De fällt dren wie en K. en den Brei Geld. De Köh hänt freisse, dat se ene Puckel om Rögge hant Dür-Birgel. Wenn de K. friss, dann kalf se nit Köln-Stdt. Blif van der K., die fress der dat Strüh us dem Kopp! zu einem Dummen Neuw-Asb. Van dem Hot (Kled mit Zierraten überladen) kann en K. sech satt dran freisse Bergh-Blatzh. Dat es jo (es eso viel), as wann en K. en Elbere (Erdbeere) schlingt unbemerkbar Gummb, — schlöckt Lennep-Hückeswg, — en Elberde schlückt Elbf, — en Eərbər (Erdbeere) fresst Birkf; der micht e Maul wie e K., wenn se Earbere bricht Kreuzn; he schlükt dat, äs wenn en K. en Worbel (Waldbeere) schl. Sol. Mer soll net no Ren (Regen) verlangere, so lang als en K. of der Musel saufe kann Bernk-Hilschd. Et hot noch zu Lewen ken K. un (an) em Kalf gesoff Trier, Bitb. Den hot zu lang on der K. gesoff er hat eine Glatze (die Kälber reiben sich beim langen Saugen die Haare oben auf dem Kopfe weg) Wittl-Binsf. En K. es satt! gesagt, wenn jmd. beim Essen rülpst Grevbr. — Die K. kaut wieder, iddericht, niddericht, niddert, nirgelt, käut de Neringk usf., s. idderichen, — raucht ihr Peif Meis-Meckenb. De Idderich stüss der K. op, es der K. gefallen; se röpscht, räpscht, rölpscht (s. d. W.). — Die K. im Stalle; K., rüm! damit begleitet die K.magd den Klaps, den sie der K. gibt, damit sie etwas zur Seite trete (beim Melken, Reinigen) Gummb, Allg.; eröm, Gottsname! MülhRh-Herrenstrunden; onger (unter) (so u. so vielen) Küh gewonnt han bei jmd. als K.magd gewohnt haben Kref-Linn. RA.: Frog den ens, wevell Köh de dehem (em St.) han! von einem, der die Butter zu dick aufträgt Dür, Allg. De han de Keh net en enem Stall sie haben Zank miteinander Daun-Strohn. E get de lezt K. aus dem St. er ist freigebig Koch-Urschmitt. Steht de K. net em St., geht se doch em Wall (Walde); steht se net em Schnee, geht se doch em Klee Bernk-Bollenb. De beste K. behelt mer geren em St. Gummb-Nümbrecht, Wermelsk. En guje K. fend gej op de St. en ene Löper öwerall Klevld. Wenn de Köh em St. all ene Weg liggen, dann hät de Mäid en Weckbröck (-butterbrot) verdennt Kref-Osterath; wenn en Reih Köh op ener Sigge (Seite) lit, da's e Glöck Köln-Widdersd. En got K. geiht widder in ehre St. gesagt, wenn man beim Spiel nach Verlust mal wieder Glück hat u. den Verlust zurückgewinnt Neuw-Etschd. Soll da ke Mädchen bei de Keh sen? soll denn keine Aufsicht, keine Ordnung hier herrschen? Prüm-Waxw. — Gott beschert de K., äwwer nöt de Ströck derzu Trier. — Die K. auf der Weide; en K. op de Wed drive (dohn), weden [] losse, usdrive, höde; met de Köh gohn die ausgetriebene Herde begleiten; en K. anpöle (anpfählen), posten, tüddern, tütteln, türen, spannen, mären (s. d. W.); de K. hiere (hüten), fahre Rhfrk; mat de Kihen ausfohren, op de Wad f. WMosfrk; de K. leie (leiten) Rees; mer kiəhre de Köh tun sie in die vom Zaun eingeschlossene Weide Monsch; benn (binde) de Köh op, b. de K. op! Ruf zum Austreiben aus dem Stalle; Keh eraus! Prüm, Malm, Siegld; K. ut; Küh rut! Gummb; Keh on (in)! Ruf beim Eintreiben in die Weide. Wo ein Gemeindehirt, auf seinem Horn blasend, die Kühe zur Weide einlud, sind Sprüche überliefert: Die Keh gihn aus, die K. g. aus, se gihn zom Owerdor eraus! Ehr Lätchen, ehr L., losst de Kih heraus, s' is schen Wedder draus! Goar-NHeimb. Hirtenrufe (Rufe der hütenden Kinder) beim Heimtreiben: Jü, hemo; Stal op, St. op, de K., dei kümmt van hingen rop! Gummb-Bergneustdt. Stall of, der K. steht der Arsch of! Altk-Horhsn. De Keh, de komme; de Schelle, de bromme (Osse bromme); Mäd, mach de Stalldiər of! Siegld-Siegen Weidenau. Köh k. de Galge runger (herunter), Modder, mach der Stal of! Hilchenb. Stal op, St. op, Köh, de k. em Gallop! Lützel. Helo, h., Hiərden, löt de Käuh marscheeren van uwen an bis unnen erut, do kümmt de fule Hiərt erut! Gummb. Tut, t., Hore (Horn), de K., die löpt en't Kore; wo ös de fule Kohhert, den de K. neit omkiəhrt? Wor no Hus gohn eəten, wor de K. vergeəten! Kemp-SPeter. Appel, we (weide), Grune, w., lött (lässt) de Küh te Scha (Schaden) gohn, es en fulen Hirden, well ok gar nich widen! Gummb-Peisel (s. weiter bei heim, helo, Hirt, hüten). Hoppe, h., Horn, de Köh, de laufen em Korn; wu's der Hirte? Kischer (zwischen) zweien Birken! Wat döht e do? Wat söcht (sucht) e do? Zwie jonge Honn. Wie solle se heisse? Öweneronger de Knöppel, de Geissel; baduən, selalala! Kniereiteld Altk-Weitef. RA.: E gruss Geschrei, wenn de Kih erausgihn! Trier. Köh durch Bröhnessele fahren (um ihnen das frische Aussehen zu geben) durch irgendwelche Mittel grossartig erscheinen, in Wirklichkeit aber gar nichts vorstellen Aden-Weibern. Wann me jong es un wenn me alt es, mutt me de Küh hüən un Kenger (Kinder) verwahren Gummb-Berghsn. Scholle gohn es wat, äwer K. höuen es ock wat Dinsl-Steele. Mot dem sin de Kih net (gut ) zu hiden es ist schwer mit ihm umzugehen Daun, Prüm, WMosfrk. Du kanns mi ens de Köuh höuen! abschl. Antw. Gummb. Den ersten Oss (Ochse) meckt et Hecke (Fallgitter an der Weide) los, de lesste K. meckt et tu Klevld. Kört an et Hecken, do weien (weiden) de Küh nit gut (gern) Mörs. Kort (kurz) bi et Fauere (Falltor) weə (weiden) de Köuh net et best man soll seine Frau nicht im Dorfe, sondern ferner suchen Heinsb. Kuje, die ut de Wej gohn, döge niet übertr. auf Frauen, die viel mit andern Männern [] verkehren Emmerich. Ber hät of gester (unfruchtbarer) Wed en K., verleərt de Melch on de Mest dezo Neuw-Maischd. Drifste op schlechte Wed de K., verdirfste de Melch on de Botter dezo Bo-Dransd. Wohin gehst du? Antw.: Met de Kih aus! Ottw-Neunk; he es met de Köh herut! der andere soll nicht wissen, wo der Erfragte weilt Elbf, Bergh. Wieviel Uhr ist es? Antw.: en Veardel, bis de Köh kummen Siegld, Saarbg-Nennig, — fenf Minute, bes de Kih k. Trier-Braunshsn, Altk-Herdrf. Den hät de Küh verloren er macht ein verdutztes Gesicht Mörs-Asbg; de hät de K. em Wess (Weizen) floəre Bergh-Blatzh. Gertraud, dreift (fihrt) de K. en't Kraut; dreift se se net en de Klee, dann dr. se se en de Schnee Goar-Liesenf, Rhfrk, Mosfrk, — get de Kehen de Schwank un de Perden de Strangk Prüm-Kopp (s. Var. bei Gertrud). Möt zink Gall (16. X) gehürt de K. en der Stall Grevbr-Wickr. Simon un Jud es de K. gehut Bernk-Bischofsdhron. — Regeln über die Fütterung der K. Hot mer de Kih net, hot mer de Mih net Kreuzn; ohn Last on Möh het de Bur keng Köh Elbf. Hei hät et so dröck (ist so beschäftigt) äs en Frau met ein K. Mörs. En gode K. leit (liegt) en der Krepp wer viel Milch haben will, muss gut füttern May, Goar. En K. es wie ene Sack; wer nicks dren deht, der nicks hat Bergh-Bergerhsn, — e Schrank; wer neischt eninduht, kann ach neischt herausholen Kreuzn. De K. melkt me dur den Hals Sol, — durch et Maul Wittl. Gif mer gut an (in) et Krippchen, ginn ich dir gut an et Dippchen Trier-Schleidw. Besser en Gäss (Ziege) gefreckt bie en K. verhengern lossen Neuw-GrMaischd. Bei er guder K. sei not knaschtig (geizig) mat dem Frass; se föllt jo det Schmanddöppen on det Rompfass (Butterfass) Trier-Thomm. Wer Hei genog em Stall hot, dem geft sein K. net moger Bernk. Fress de K. de Röwen gern, get se Botter für de Herrn Altk-NFischb. Echenlof micht den Kehen de Knochen dof (taub) Koch. Wenn de Küh Päddekrut (Krötenkraut) oder Eikelauf freten, dann motten se Blut seiken Mörs-Asbg. Mat er Döstel am (im) Strih as en K. am Wanter (Winter) esu fruh wie e Bauer mat em Gref (Griebe) op de Grombern (Kartoffeln) Bitb-Mettend. Wenn de Kih in de Stoppele gihn, get de Melch en de Schossele geschitt gibt es wenig Milch Saarbg-Cahren. Höhnerdreck mat (macht) de K. net fett Bergh. Wenn de Sänsele klanke (klinken), fangen de Kih an ze manken sobald gemäht wird, ist das Gras weniger saftig; die K. geben dann weniger Milch Prüm, — zu minken Saarl-Hüttersd. Opgegöppelt, hemgezöppelt, Frau belugen, K. bedrugen, Kälfchen hot immer noch neist gesagt, wenn die Kinder beim Krautsuchen die innere Hotte leer lassen u. alles lose obenauf laden, damit es nach viel aussehe Trier-Schleidw. — Die Milch gebende K.; de K. melken (streichen); se melk (streicht) sech wie gar nöcks ist angenehm zu [] melken; de K. steht gut (beim Melken) Allg.; de K. küt op de Melch sie kann nun gemolken werden Bergh, — löt de Melch got kunn, löt sech got melken (streichen), melkt sech lichte, get de Melch gern, lässt de M. ger gihn, litt de M. net gohn, get nömmen (nur) mih en Drepp M., knapps de Kaffismelch Allg., — get de M. wie Wasser Trier; wenn de Küh in't jonge Gras komme, gewe se an Mörs; se hält de Melch op (en) (oder se halt op) lässt die Milch nicht kommen Allg., — get de M. net, treck de Melk op Klevld, — es schwermelkig; der K. es de Melch en de Härner (Hörner) geschoss Goar, — gegange Sieg, — treck de Melk inne Hörn Klev; em Wenter, wann et früs (friert), dann trick de Köh de Melch en de Hüərner Köln-Poulh; de K. steht gibt keine Milch mehr Saarl, — steht drüg, eidel, mans, siege, ös am verseihen (s. d. W.). RA.: Mer muss de K. melke, wann se Milch gift die rechte Gelegenheit benutzen Kreuzn. De melk ken K., odder he hält de Emmer dronger er ist auf seinen Nutzen bedacht Dür-Golzh. En schwatze K. git och wisse M. Köln, Rip, Nfrk. De al Kih gen de M. (Botter), on de jong Huhner legen de Eier Prüm. Allg.; jong Honnder on al Köh motten et bränge Geilk-Brachelen. Et es ens (egal), wie de K. hesch, wann se eckersch got M. git Rip, SNfrk; et steht sech glick (gleich), wie de K. süht (sieht), wenn se mar gut M. göft Geld-Wachtendonk. Halli, hallo, de össig (öchsig, brünstige) K., die get ken M. on och ken Rom, dat os en got K.! Aden-Liers. Wenig Mölch, w. Möst göt die K., die w. frösst Trier-Mehring. Wenn den Neid M. gef, da breicht mer kän Kih Trier Euren. De K. get gode Notze viel Rahm auf der Milch Sieg. Wat donn ech möt en K., die ene ganzen Emmer M. geft on stött öm donn öm! Klevld, Köln; wat kann et helpe (notze), wann de K. ... Rip, Nfrk, — de K. gef en Emmer voll (M.) en schleht se dann mit e Ben üm! Meiderich, — on dann met em Foss dren schläht! Aden-Kaltenborn, Merz-Bergen, — on schleht se dann enem en de Stall! Schleid-Reifferschd, Aden-Liers; dau bas wie en K., die en Emer voll M. get un da mat em Fuss draschläht dein Fleiss nützt nichts Bitb-Dudeld. Wonn em Brigitta (1. II.) de Hecken trepsen (tropfen), dann tr. de Kih och geben nachher viel Milch Prüm-Ihren. Et es nit alles Botter, wat de K. git, sat de Mäd, do trot se en ene Flade Köln-Stdt, — in enne Kuhflatz Mörs, Geld. Em Wöngkter weərden de Nase melk un de Köh drüg Köln-Widdersd. — Nutzwert der K. Et ös besser en klen K. als wie ken K. Altk-Eichen. En K. deck all (vill) Ärmot zo Köln, Allg., — deckt dem armen Mann alles to Sol; mein K. dekt mein Ormot zu Bitb, Prüm. En Garden un e K. drickt all A. zu Kreuzn. En ale Man un en al Perd, die se ke Kreizer wert; en al Frau un en al K., die sorgen immer zu Trier-Mehring. En got Wies, en got Feild, en goden [] Garden, en got Frau on en got K., do geht der Landmann drop to Lennep-Wermelsk Ronsd; na den Hoff (Garten) en na de K. geht me döck (oft) na tuw Klev. Der Hund (udgl.) es e K. wert hat einen hohen Wert Birkf. Mer ment (meint), et ging fer en K.! um einen hohen Preis Bitb; net vor e blumig K.! Birkf, Hunsr. So rik (reich) as Peter an den Dick (Deich), eine K. in de Melk en de andere hört öm niet tu! Verhöhnung protzender Bauern Emmerich. En armer Kerl kreat iəhter (eher) en Fra as en K. May-Polch. Hunnert Daler un en K. un dann dat Hecken (Schlaggitter am Weidezaun) tou! die jüngern Geschwister werden so abgefunden Ess. — Die K. als Gespanntier (Arbeits-, Fahr-, Fuhr-, Bau-, Plug-, Spann-, Treck-, Wirksk.; s. d. W.); geliəhrt, anggel. K. Birkf. RA.: Mer soll net met zweng (2) Ossen fohren, wemmer nur fer än K. Forer (Futter) hät Neuw-Dierd. Wat de Kih in't Haus bracht han, schläfen de Per nomol raus wenn ein Bauer das Kuhgespann abschafft u. dafür Pferde einstellt Saarl-Berus. — RA.: verschiedenen Inhaltes: De es esu deckefett wie en al K. mager Sieg-Süchterschd. Su voll (besopen) as en K. Mörs, Verbr. He het et in de Knoken es en aul K. MülhRuhr. Domm (dof, bott) wie en (al) K. Allg., — en K. em Much (Dorf im Kr. Sieg); de kickt (schaut) so kluk wie en Beij (Biene) en es so domm wie en K. Geld; den ös noch dommer wie Jann Knus sin K., die hat de Kuhstall noch geweten Mörs-Asbg. En K. es gescheter wie du Sieg-Stield. Ful (träge) wie en K. Erk-Keyenbg. Onverschamp wie en ongebiəhnt (ungebähnte) K. Monsch. Schmal wie en K. Ess. De hät genäht wie en K. Schleid-Wollenbg. Den hot sich un (an) wie en gepänzt (dick aufgetrieben) K. wer sich dick, unförmlich anzieht Trier-Schleidw. He scheckt sech wie en jong K. en de Kar Heinsb. De hät e Gewesse wie en K. er ist unredlich Heinsb-Erpen. Es es eso donkel wie in er K. Rhfrk, Hochw, MüEif. Hen es esu alt wie en K. Daun-Müllenborn, — Pastuər seng K. (si bongk Köhche) Dür-Ellen. Me weərd esu oət (alt) wie en K. en liəhrt noch ömmerzou Aach, Allg. De süht su richt (grade) fort wie dat Huscheider Köhche er sieht in seiner Verlegenheit gerade aus (auf dem Altare zu H. steht die Statue der hl. Brigitta mit einer K.) Prüm-Burb. De kennt (versteiht, wess, hat suvill Ahnung, Verstand) esu vill dovun we de K. vum Sonndag Köln, Allg., — van de Frejdag Mörs-Xanten, — van Fastelovend MGladb, — van Saffron (freten) Mörs, Klev, Rees, Ruhr, — von er Muskatnoss Birkf, — vom Erberebreche Zell-Traben, Birkf. De kann fransch wie de K. spansch Bergh, Dür, Aach, Kref-Osterath. Dat passt (steht) dem (der) wie der K. de Sodel (Sattel) Bitb, Saar; hen äs so stolz wie e K. möt em Suədel Saarbg-Eft. Dat sieht aus wie en K. mot em Zilinder Daun, — mat em Stehkragen Saarbg-Cahren, []as wenn me de K. met der Häpe schert Gummb-Peisel. He ritt et Mul op, als wenn e en K. verschlucke woll Kref. Hei fellt drop as de Dod op de K. Rees, Ruhr. Ech moss dech jo deisen (ziehen), äs wammer an er aler K. deis Gummb-Nümbrecht. Du schmiərsch de Botter, als wemmer hondert Köh em Stall hätte Bergh-Heppend. He süht noch ehder (eher) en Möck en der Lout (Luft) äls en K. op der Erden Kref-Osterath. — De Schohn (Schuhe) es dech en (ganze) K. to gruət sie sind viel zu gross; de hat en ganze K. derneəve geworpe MGladb. — Gef enge hüj (heute) en K. en morgen e Perd en övermorge nüs, dat haste evvevöl (gleich viel) Dank dervan Aach, Jül, — dat es övvermorge glich vill wiərt Bergh, Köln, Grevbr. Van der K. op de Gess (Ziege) gerode verarmen Schleid-Hellenth, ErcklGladb; van et Kühke op et Össke on van et Ö. op et Perd komme langsam, aber stetig vorankommen Mörs-Orsoy. Eng K. steht liewer bei engem Oss ewie bei enger aner K. WBitb. Minger Mutter K. Broder wor enen Oss sagt man, wenn jmd. von weitschichtiger Verwandtschaft spricht Köln-Stdt. Es es kenn K. verspelt das ist kein grosser Verlust Siegld. Ken Katz on ken K. han eine kleine Haushaltung führen Schleid-Hellenth; heə verspeəlt Katz en K.; hej (hier) kannste Katz en K. verstouche (-stochen), da kriste't noch nit wärm Aach-Stdt. Ek woll, dat ons Katt eng K. wor on jeden Dag twe Emmers Melk giəf Geld. Us der Katz en K. mache aus einer Mücke einen Elefanten Schleid-Hellenth (s. weiter bei Katze). Dat wäss (weiss) de liewe Gott on de K.! ausweichende Antw. Bitb. Örsch (erst) de K. en dann de Frau erst die wirtschaftliche Grundlage zur Ehe Geld, Klevld. Et ös ken Frau esu rich, se ös ener K. glich Bergh, Köln, Düss. Blot tüht (zieht), sätt de K., doə goəf se et Kolf en Möndke (Kuss) Kemp-SPeter. De Moder hat wahl sebbe Köh em Stall! zu dem, der die Butter dick aufträgt Schleid-Glehn. De faulschte Bauer kret de beschte Mischt un de drecklichschte K. Ottw-Neunk. Parrersch Kinn un Millersch Kih gerore selde oder nie (wenn se g., gibt's gut Vieh) Birkf, Kreuzn, Hunsr, Berg, Ess. Müllersch Küh sind luter schön Wippf. Mach mer de K. net scheu! deine Erzählung macht auf mich keinen Eindruck Sieg. Ech gonn no Nebbes (Köln-Nippes), Köh beddele! Antw. auf die Frage: wohin gehst du? Sieg-Braschoss, — nom Germet K. b. Dür. Drag no Rom en K., dann hirots de die Mo (Mutter) durch Schmiergeld ist alles zu erreichen Dür-Gürzenich. Fromm hatt en K. gestohle en blef doch fr. Rees. Möt Gewalt höff mer en K. op bei vergeblichen Kraftanstrengungen gesagt Rees-Wesel. Wer et längste left, krit de Köh all Sol. Do ka mer sech en K. för kofe für dies Geld, das du überflüssiger Weise verlangst Dür. Kof Nobersch (Nachbars) K. on hirot N. Kengk, da bes de nit bedroge MülhRh-Rösr. Äm (einem) de Heərd Keh weisen [] ein Kind an dem Kopfe (Ohren) fassen u. in die Höhe heben Prüm-Waxw, — de gelle (goldene) K. w. Bernk-Neumag, — de allemanns K. w. Altk-OWamb, — de blo K. w. Altk-Bachenbg, — de rude K. w. Kobl, May, — de gel (gelbe) K. w. Zell-Aldegund, — de blumige K. w. Zell-Trarb, — de himmelisch K. w. Aden-Hanneb, — de will (wilden) K. w. Wend-NAlben, — de tirmelig (trunken) K. w. Bitb-Bollend, — de rimisch (römisch) K. w. Daun-Strohn, — Kih ohne Härner w. Simm-Ellern, — de Unnerstedder oder Uərstedder (Oberstädter) K. w. Simm-Kirchbg, — de Neijeburger (Neuenburg), Amscheder, Meniər, Ruhrger (je nach Lage des Ortes) K. w. Bitb, — de Uhler K. w. Wittl-OÖffl, — de Rummericher K. w. Wend-Baumholder Ronnenbg, — de Prümer, Plütscheider, Brandscheider, Rommerschhemer, Romer (je nach Lage der Orte) K. w. Prüm, — de Hümmericher, Andernacher, Wendhauser (je nach Lage der Orte) K. w. Neuw, — de Muschender (Muschd) K. w. Altk-Horhsn, — de Rodderer, Nuhner, Hungeler, Sinnis-cher K. w. Aden, — de Burger, Allener, Kirmeriger, Röser, Mescher K. w. May, — de Borger, Cöner, Lehmener, Wagenhausener, Pummerer K. w. Koch, — de Ellenzer, Gauschder, Bupperder K. w. Zell, — de Romriger K. w. Birkf, — de Horner, Beltemer K. w. Simm. Wen prozess (recht) öm en K., den göf nötter liewer ein dotu (g. der en noch tu) Kemp, Mörs, Geld, Klev, Rees. De Bauern prozessen öm de K., der Affegot mölkt se Altk-NFischb, Ess; Advekate kalle de Köh ut gene Stall Heinsb. Da's en ander Sach, wann dat ming Köh sin, welle mer der Process erömdrihe! Köln-Stdt. Wenn sech zwien Jude zänke, kimmt der Bauer zo seiner K. May-Trimbs. Gangk ken K. für! Zuruf an den, der beim Klickersp. unbemerkt von seiner Stelle den Klicker in eine günstigere Lage rücken will Dür. — Die K. ist krank u. hat Fehler; de K. es dämpig, eng, hat Damp kurzatmig; de K. es erzig, garzig, garəteg, finnig, französch, körnig, perlig, siech, unrein, manigge(l), hat de Zehrung, de Perle, de Franzosen, Bus, Erzen ist tuberkulös; de K. es lungenfaul; de K. es verfangen, befangen, riehkrank, hat de rauschende Plog, hat de Klemm, et en de Knochen, es stif en de Kn. steif bei Erkältung; de K., die beim Fressen Luft schnappt, hat Wend geschepp (gefangen, geschnappt); se hat sech verschnappt (verpackt), sech verfressen; se es dick (üvverfodert, opgelofen, opjejagt, ofgedriewen, gebläht, verfangen, befangen); se es puffig (melzig); se hat Wind, der Panz (Sack) deck, voll Wend; se moss dann gemelzt (gestochen) werden; de K. hät sech verwörgt ein Gegenstand ist ihr im Schlund stecken geblieben; die K. hat Gebärmuttervorfall: se hat Vorschlag, de ruade Kopp herut, den Drag heraus; de Dr. geht ut, wist sech, wor utgeworpe, steht em [] Schloss; de Dragsack kommt herut; de Dragmur (-mutter) geht ut; et Lif geht herus; se drif et L. af, ärbeit et L. üt, hät et L. ut, hat et Bett rausgemacht, deht der Buch herus, macht de Modder eraus (de M. küt erus), löt de M. sehn, doht et M.klotz van sech, lett der Klotz kike, de Ruəs k., de Röhr siehn; se schafft vor, hat raus-, fortgeschafft; die K. hat Euteranschwellung: se hat et Hünsch, Geflöch (Geflog) am Eder. Geschwell, Ros, Angeweihj (Angewehe), — en Schott (Schüət) op (e) et Nur (Euter); sie gibt dann Hotten (die Milch wird stoppig); die K. hat den Wurm (Wolf, Olm) em Sterz; die K. hat Klauenfäule: se hat de Mauch (Muck, Mok, Muk), Muff, Schleck, Mett (Mitte), — fule Strohl, et kodd (böse) Dengk, et bis Dang, et Schnittdang, et Ungenannt, de Horwurm; die Kuh hat Krebsgeschwülste: se hat den Kribs, en Kribsback, den Krupp, den Kankert, Knupp, Knubben (Knubbeln); die junge K., bes. das Kalb hat et Gledwasser (Leiwater), et gel W., de Maikränk; de K. hat de Gicht, et Melchfiewer, et Blut, de Ros, den Rotlauf, den Milzbrand (den Brand, et will Feier, et Binnenfür, et schwarz Bein), den Klauenbrand, de Moul- on Klauenseuch, Bloder (Blattern), — Berscht (Borsten) of der Zung, der Schäuter (Durchfall usf., se es wech Monsch-Kesternich). — Sie hat folgende Fehler: se hat en eng (spetze) Bros, Fall, Saddelschlag, en Saddelbuckel, enen hollen Röck, Hasenlägers, en Fröschkreuz; se es schärp gebaut, hoəl op der Schuət (Schucht, Rist), — los in de Blirer (Blättern), — gedreckt henner de Schellern, geham(b), hamig, gesackt, engefallen (am Bug), bandlos, buglos, buglirig (-ledig), — hambükig, einhüftig, knappbatzig, bug-, dopp-, hüft-, kreuz-, lendenlahm, kurz-, kreuzbrüstig, knochenbrüchig, entbiət (entbugt), — öwer de Kot geschoəte; se steiht em Hamen, of Kricken (Stelzen), — hat de Höft en, deht de Pannappel us (s. d. W.). RA.: Neinunneinzig Kih hon hunnert Fähler Goar-Weiler. De kregs et noch net fer en scheel K., un wann se direkt Auen kreg! du bekommst es durchaus nicht Trier-Euren. — Alte, abgemagerte K. (s. alt). RA. Die K. hat mot an der Contzer Kerch gəoppert (gehandlangert) die Kirche von Monsch-Contzen ist die älteste der Gegend Monsch-Kesternich. Die al K. brauch auch ke Geburtsschein, kreit auch de Aldersrent Trier-Schleidw. Die K. eəs su alt, die eəs von Abrahams Klär schunn gemolk gen Koch-Ernst. Un (an) der K. kennt mer Kape fäl (feil) halen so sehr stehen ihr die Knochen heraus Bernk-Neumag, Allg. Et es gen K. so alt, se bist (jagt toll umher) dat Joəhr emol Gummb-Berghsn. Je aler de K., je zäher et Fläsch Saarbg, Trier. En al Frau un en [] al K., die halen dem Haus zu Trier-Schleidw. Ne olle Fr. un en olle K. sind ümmer noch wat to, awwer en ollen Kerl un en olt Perd sind nicks mehr wert Ess, Verbr. Alt Köh kret mer belleg Schleid-Hellenth. So alt es kei K. em Dorf Ottw-Wiesb, — werd kei K. of der Hahnebach Birkf. — De K. es so mager, me mott se bej de Stert opböre (aufheben) Mörs-Xanten. De K. gäht op Stelzen die Sache geht verkehrt Geld, Mörs. En Moənesk. (Montags-) eine halbfette K. (die für Samstag, Sonntag zu schlecht ist) im Gegens. zur Kermesk. schwere K., die zu Kirmes geschlachtet wird Kemp. — Die alte oder fette K. (en K. fett machen) zum Markte führen; sie wird geschlachtet. RA.: De K. geht fort, wie de Kett fält wird ohne Garantie verkauft Trier-Heidenbg Mehring. De beste Keh kommen net of de Moart Neuw-Dierd. De Judd sat, de K. wär gut man soll nicht immer auf das etwas geben, was die Leute sagen Bernk-Crummenau, Birkf. Die K. schreit, wenn sie hungert: Ful Mart, f. M.! Heinsb. Dat härre (hätte eine) schlecht K. gen, et wer uf alle Märt kumm eine Mutter, die zu wenig Milch für ihren Säugling hat Simm-Horn, — die ständ och op jedem Moərt Prüm-Burb. Wann die Fraleit gehannelt giewen wie de Kih, su bekiem die lo den Streck net vum Hals sie ist eine katzige Frau Trier-Schleidw. Wenn de K. uf de Mart gefohrt werd un sie kimmt vor de Stall un scheisst gleich, dann kimmt se nit meh wire (wieder) sie wird verkauft; scheisst se awer nit vor dem Stall, dann kimmt se wire Simm-Laub. Wenn me de K. de Kranz ömhängt, dann dürt et nit mehr lang Mörs-Rheinbg. Et os, wat es os, et os Geld van der K. sagte ein Mann, als er den Erlös von einer verkauften K. zum grössten Teil im Spiel verloren hatte u. seiner Frau den Rest übergab; übertr. man muss sich ins Unabänderliche finden, bes. hinsichtlich des Erwerbens u. Findens Prüm-Ihren; et es et Geəld va de K., sat der Mann, du brat heə drei Penneke no heəm Aach-Stdt, — sät der Jong, du goəf he si Var (Vater) ene Drötteiner (Dreizehner) Kref-Osterath. Kannste de K. net verkafen, dann loss se lafen (laufen)! Koch-Laub. — Sint Märte häj en K. geschlacht, de K. wor fett, et Kalf wor mager; sint M. mot de Knöckskes knage Geld. — De kümmt och, wenn die K. gebarscht es zu spät Kobl-Weissenthurm, — mat der Salf, wenn de K. frekt as Trier, Mosfrk. Vom Hoffen an Hongerlädden (-leiden) gihn de Kih kapot Bitb-Roth. Menschesterwe Verderwe, Kihverrecke, das es Schrecke Wend-Pfeffelb, Birkf. Wenn all de Küh in Holland sterwe, dann erf ek noch gen Horn Geld, Kref-Osterath. De K. zegt, wo et Geld lit (liegt), — mat et Testament wenn sie beim Verenden mit den Beinen zuckt Grevbr-Wevelinghv. Den Weg modde wej all, sätt de Frau, du trock sej de doje (tote) K. bej de Stert den Stall herüt Rees, Mörs, — do schlef (schleift) de Schenner en verreckte [] K. am Hoff erus Rheinb-Meckenh. — Die K. im Kinderld. u. Kinderspr. Wat es et weərt? En K. es ke Peərd, on e P. es ken K., söns göf et och nouch Melch dozo Dür. Jupp, j., j., de Bauer hät en K., de B. hät e Perd, dat es kän drei Pennik wert! Trier-Bonerath. Ich un du, Millersch K., M. Esel, das bist du! Abzählr. Verbr. Ene, mene, Buhneblat; unsere Frau hat gesat: siewen Geisse on än K., Peter schless de Stalldir zo, werf de Schlessel iwer de Rhein, morge soll schen Werrer sein! Koch, Birkf. Daler, Maler, Kühke, Kälfke, Schwänzke, Dänzke, Killekillewänzke Handkitzelvers Düss (Allg. mit Var., s. Kalb, Taler). Marie, komm gau (schnell), de K. es los, on bend sej an den Beddepos; den B. es gerete, Marie, die hät gekrete (geweint) Mörs-Rheinbg. Mu, m., m., su berelt Allmammes K. Neuw-Dernb. Mu, m., m. mächt de bonte K.; mir gewen ihr dat Fuder, sie geft us Melch un Botter, m., m., m. mächt de bonte K. Bernk-Maring, Verbr. Bernd, Sternd; de K., de rärt (brüllt), gef ehr wat te suppen, dann kann se better puppen! Dinsl-Gahlen. Schäälewipp, sch.wapp, koch mir ne Papp van wisse Mehl; de K., de henkt; dat Körche stenkt Monsch-Rollesbr. Et Kalf loəg en der Wegen; de K., de kiəhrden de Flegen; de Katz, de soəss am Für un sponn; de Hongk, de spolt de Schotteln; de Blarmus (Fledermaus), de keəhrden et Hus; de Möusch (Spatz), die drog de Dreck erus usf. Verbr. Rip, SNfrk mit Var. De K. soss em Schwalwennest met siewen jongen Ziegen, se feierten ihr Jubelfest un fingen an ze fliegen; der Esel zog Pantoffeln an un es iwer't Dach geflogen, un wenn et nit de Wohrhet es, so es et doch gelogen Koch-Moselkern. Hopp, h., mei Geld gäht drop, ean Frankreich leit (liegt) mei Ranzen, wöu de Keih un de Kälwer danzen, wöu de Katzen Huəsen dreihn, wöu de Heihner bärwess geihn! Merz-Bachem. Katreng (Katharina), bend de K. an de Leng (Leine)! Rheinb-Schönau. Dümleng hat en K. gekocht (gekauft), Fengerl. hat se t'Hüs gebrockt, Langkmann hat se gestoəke, Feckefack hat Woars gemak, klein Männke hat se opgeknapp Fingermärchen Geld-Schravelen, Klevld. Daller, Maller, koppt en K., Stöck van dej Long för de kranke Jong, St. van dej Lewer för de kranke Wewer, St. van dej Päns för de kranke Läns, kirle, k., käns! Handkitzelvers Klev-Üdem. Annemarei, Rompelkaschte, wer soll de Wennele (Windeln) wasche? Eich oder du, mer käfen en K.; wat de K. am Schwänzche hot, dat bekommscht du! Abzählr. Wend-Marping. Schlof, Kendche, schl., de Vader höt de Schof, de Moder höt de bonteg K.; Kendche, mach de Ögelcher zo! Aden-Hümmel, Allg. Stot, St. van Fije, lot die Küh wahl drive bös Neit (Nacht) on Dag, bös dat se fett on mager werde; fett on mager es wahl gout en den dicke Perdsfout (-fuss)! Kref. Lange, l., liəre, he kann de Küh niet kiəhre; dann breng se no de Buəre, die häbbe necks te fuəre [] (füttern); dann breng se no de Börger, die häbbe necks te schörge; dann breng se no den Dännekamp, do wässt dat Gras drei Elle langk; drei Ellen on drei Fut (Fuss), dat döht min Kühkes gut! Geld-Wachtendonk. Lau, l., lire, ek kos (konnte) de K. nit kihre, ek liet (liess) sej gohn bös in dat Korn, dor kom der Buər on woll mej schlohn; hei schlug mej Ärm on Ben ütren (auseinander); dat sall den Buər wat koste, drij Dälers on dr. Deute, dor kann den Buər op fläute! Mörs-Rheinbg. Tromm, tr., tr., sag dem Bur, ech komm, nemm em K. on Kälver af on sag och net, warom; tr., tr., tr., ech ben em och net fromm! Dür. Der Mann kif (schalt) si Wif, het W. scholl (schalt) de Mad; de M. schleht de K.; de K. schlog en et Melkfat (Milchfass) Heinsb-Karken. Judd, J., schloh de K. kabot, zeh se mol am Schwanz, dann werd se widder ganz! Neuw-Dierd. Hans, holl de K. am Schw., holl se am Uhr un fahr se un (an) de Fur (Furche)! Merz-Nunk. Vader, göf mek en Appel! Gangk henger de K. on rappel, dann kris du en Appel! Elbf, Verbr. Den Hond sprong well ower de Kull, hatt et ächterste End in de Mull van de Pastor sinn K. Geld-Schravelen. Du, du, mit deiner derren K.! so ruft die Taube Bernk-Malborn; meng Kouh, meng lef K., meng gout K., meng ruət K.! Schleid. — Die K. im Rätsel. Vorne wie ne Gawwel (Hörner), in der Mitt wie e Fass (Bauch) (Tonn, Puhlfass), hinne wie e Bessem (Schwanz)? Rhfrk, Allg., — meddse en Tromm ... MGladb. För en Schüttgawwel, midden en Biertonn, achter en Klawatsch? Meiderich. För en Schöttfork, en der Medden en Kafsack, hengen en Schnickschnack? Mettm. Viər Hangen (Zitzen), v. Stangen (Beine), zwei Wewiser (Wegweiser, Hörner) (Stöss, Himmelsrecker Daun) un zwei Hiəmelskicker (Augen)? OBerg, — on en Flegepecker Schleid-Berk, — en Flegefänger, en Flegejäger, en Flegekläpper Daun, — en Mickeris (Mückenreis) Rheinb-Hilberath, — zwei Stecheisen Trier-Schleid, Bernk-Allenb. Veer Bampele, v. Strampele, en Meckeplätsch, en Wegweiser on zwei Agen (Augen)? Bernk-Lösnich. Veer Mämpele, v. Strämpele, zwien Wegweiser un ene Meckeplätscher? Daun-Mückeln Stdt. Veer Stappe, v. Zappe, zwien Stusseise, äne Nachtkläpper? Koch-Kliding. Vier Tripptrapp, v. Zippzapp, zwei Stosshäuer, zw. Wegweiser? Bernk-Lückenbg, Koch-Faid. Vier Mäntelche, v. Strämpelche un e lang Mückereis? Ahrw-Schalkenb. Twie wise de Weg, vier gonnt de W., on ene klopp drop (Schwanz)? Kemp-Niers. Veer Zecker (Zitzen), zwei Zangen (Hände der Melkerin), en bleche Schuss (Schoss, Melkeimer), inner dem Hinner e Brett? beim Melken Prüm-Olzh Wawern. Zwäbän setzt of Dreibän un streicht Vierbän? Bernk, Allg. Et geht ebbes durch de Bach on hat acht Bän on micht bloss vier nass? die trächtige K. Bernk-Hilschd. Et geht get ön de Heck (Wald) on micht Dellern (Fladen)? []Altk-Bachenbg. Buch (Bauch) an B., Hor an H. un en de Mette en stif Stang? Gespann zweier Kühe Waldbr-Bohlenbg. Boch (Bauch) an B., in de Medde en Steip? dass. Daun-Gerolst. En K. on e Kalf on e half Kalf on e Vierdelskalf, wie vell Ben hät der Hahn? (zwei) Sieg, Verbr. (s. halb). Doə kömmp de K. möt sovell Ben als noch Dag en't Joəhr? vier Tage vor Schluss des Jahres, gesagt zu Kindern, die man dadurch irre führt, dass man noch recht undeutlich ausspricht SNfrk. — 2. übertr. a. persönl. α. lateinische K. scherzh. Ziege Aach, Eupen. — β. welde K. Hirschkäfer Klev-Cranenbg; blende K. Klev-Asperden Goch Üdem. — γ. blende K. Mistkäfer Mörs-Ginderich Wardt, Klev-Appeldorn. — δ. K. Maikäfer mit kurzen Fühlhörnern Goar-Basselschd, Altk-Bachenbg, Monsch, Schleid, Dür-Bürvenich Sol-Leichl, Wippf; bonte K. Klev-Calcar; Dass (Dachs) on K. Kemp-SAnton. — ε. golde K. Goldkäfer Mörs-Xanten; blende K. Geld-Twisteden. — ζ. de welde K. Schreckgespenst Monsch-Zweifall. — η. von Menschen. verächtl. αα. plumpes, ungeschicktes Weib; dat es en K.; plompe, ongescheckte, botte K. Neuw-Leutesd, Monsch-Mützenich, Aach, Dinsl; dat es en richtig K. Trier-Stdt; alt K. Mädchen, das sich kindisch benimmt Saarbr-Sulzb. — ββ. en deck K. dickes, watschelndes W. Saarbg-Besch. — γγ. en faul K. träges W. Saarbr, Merz, Saarbg, Trier (Hochw). — δδ. Nimmersatt, Geizkragen; dat es en K., en begierleche K. Geilk, Heinsb, Erk, Neuss, Elbf; K. fress alles Erk-Körrenz; dat es en K. der gewinnt einem im Klickersp. alles ab Bernk-Rachtig. — εε. voll K. Betrunkener Eup-Kettenis. — ζζ. der kriet de beste K. ut dem Stall er heiratet unter den Töchtern des Hauses die Tüchtigste Gummb, Allg. — ηη. Köh Neckn. derer von May-NLützing, Aden-Honr, Aach-Hehlr u. Höngen, wegen ihres gesunden Appetites. — b. sachl. α. Pflanzen. αα. rut K. krauser Ampfer, rumex crispus Koch-Kaisersesch, May-Trimbs. — ββ. Samenkapsel der Herbstzeitlose, die grosse S. ist et Köhche, die kleine et Kälfche Bitb-Speicher, Prüm-Stadtkyll Schwirzh Wallersh, Kobl, May-Kirchesch NLützing Waldesch, Daun-NEhe Gerolst Bernd Heyr Lissend, Aden, Schleid, Ahrw, Altk, Neuw, Rip; geftig Köh Schleid-Ripsd; g. Kehcher Bitb-Beiling; Uhlerer (Simm-Uhler) Keh Koch-Zilshsn; Kaller (Kall im Kr. Schleid) Köh Eusk-Sinzenich; Hüller K. Aden-Insul; Hütte K. Aach-Schevenhütte. — β. scherzh. Bassgeige Birkf, Saarbg, Trier, Bitb, Wittl, Daun, Prüm, Sieg-ODollend; de hölze K. Wippf. Rätsel: Welch K. hat gar ken Horn? Daun-Strotzbüsch. — γ. im Spiel. αα. dickster Klicker Merz-Weisk, Bo-Stdt; Köh Klicker aus Ton Sieg-Siegbg. — ββ. op de K. setze den letzten Klicker aufs Spiel setzen, nachdem man alle andern verloren hat Schleid-Dollend, Rheinb-Lüftelbg, MülhRh-Ensen; ech [] setze für de Pitter op de K. setze für ihn ein ebd. — γγ. de kodd (böse) K. schlonn Sausp. uWupp. — δδ der mutt de beste K. ut dem Stall hergewen (af-) die beste Karte, die der Kartenspieler in der Hand hat Gummb. — δ. der Buər hät en kofferne K. scherzh. eine Pumpe; er setzt der Milch viel Wasser zu Wermelsk. — ε. gruəsse K. scherzh. Margarine Waldbr-Alzen. — ζ. de eiserne K. scherzh. Zentrifuge Altk-Krunkel; de melke K. Waldbr-Obernau. — η. de krumm K. αα. ein Bettdeckkissen (Plümo), das, mit Grummet gefüllt, schwer nach Art einer krumm liegenden K. nach beiden Seiten herunterhing Saarbg-Wilting 1860. — ββ. er hät Ledder (Leder) von der kr. (schef ‘schief’) K. dran er hat den Absatz schief getreten MülhRh-Rösr, Merz-Haustdt, Ottw-Aschb. — γγ. de kr. K. ( u. ) schloəhn schweren Misserfolg bei einem Geschäft haben; dat Hus schleht de kr. K. fällt bald ein; die Tass (udgl.) schleht et kr. Köhke fällt vom Tisch u. zerbricht Geilk, Heinsb, MGladb-Rheind. — θ. de leddere K. scherzh. Sofa Köln-Stdt. — ι. de blo K. melke Wasser zur Milch hinzufügen Erk, Grevbr, Bergh (do es de bl. K. en der Zupp) uWupp; blauen Dunst vormachen Dür-Gürzenich, — fürmole Sieg-Ägid. — κ. im Kindersp. αα. blenn K. spillen wie nhd. Allg. [de kodd (böse) K. schlonn Mettm-Haan]. Blinne K., ek lei (leite) di! Wohen? No Bestemors (Grossmutters) Hüsken! Wat sak (soll ich) do douhn? Pappe etten! Ek häff kennen Leppel! Dann steck de Nase in en heten (heissen) Kettel! Ess. Bl. K., mer fihren deich of de grin Wiese bei de Jungfer Liese; weil (jetzt) sich (suche)? Saarl-Berus (s. Var. bei blind). — ββ. plackige K. drive Nachlaufesp. Sieg-Fussh. — γγ. e K. on e Kälbche mache einen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen, wobei K. das einmalige, Kälbche das zweimalige Aufspringen bedeutet Ottw-Merchw Neunk Heinitz Wellesw, Saarl-Dilling, Kreuzn-Ippenschd.
58879 Zeichen · 1401 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Kuh

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Die Kuh , plur. die Kühe, bey den Goldwäschern am Rheine, die ungehobelten Breter, auf welchen der Sand abgewaschen w…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kuh

    Goethe-Wörterbuch

    Kuh pl ‘Kuhe’ DjG 3 1,21,16 1 weibliches Hausrind (nach dem ersten Kalben); überwiegend als Nutztier, insbes für die Mil…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kuh

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kuh , Ephraim Moses, geb. 1731 zu Breslau, jüdischer Abkunft, Kaufmann, hatte dichterisches Talent und kam mit Lessing, …

  4. modern
    Dialekt
    Kuhf.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Kuh [khû Fo. Lix. u. s.; khau Mengen; khów Marienth.; khó Rü. ; khóu Bo. D. Si. — Pl. khî, khéï; Demin. khîχən, khiχəl, …

  5. Sprichwörter
    Kuh

    Wander (Sprichwörter)

    Kuh 1. A Kü moalkat trog a Hols. ( Nordfries. ) – Johansen, 72. Die Kuh milcht durch den Hals. 2. A Kuh söüft â méa, äss…

  6. Spezial
    Kuh

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kuh f. (-, Kühe) 1 (weibliches Hausrind) vacia (vaces) f. 2 ‹infant› cujela (-les) f. 3 ‹pop› (alte, magere Kuh; ‹vulg› …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuh

1.027 Bildungen · 821 Erstglied · 206 Zweitglied · 0 Ableitungen

kuh‑ als Erstglied (30 von 821)

Kuharsch

SHW

Kuh-arsch Band 4, Spalte 13-14

Kuhauge

SHW

Kuh-auge Band 4, Spalte 13-14

Kuhbiene

SHW

Kuh-biene Band 4, Spalte 19-20

Kuhbruder

SHW

Kuh-bruder Band 4, Spalte 19-20

Kuhbruse

SHW

Kuh-bruse Band 4, Spalte 19-20

Kuhbumpel

SHW

Kuh-bumpel Band 4, Spalte 19-20

Kuhbumpes

SHW

Kuh-bumpes Band 4, Spalte 19-20

Kuhbusch

SHW

Kuh-busch Band 4, Spalte 19-20

Kuhbutter

SHW

Kuh-butter Band 4, Spalte 19-20

kuhdumm

SHW

kuh-dumm Band 4, Spalte 19-20

Kuhdötz

SHW

Kuh-dötz Band 4, Spalte 19-20

Kuhdütz

SHW

Kuh-dütz Band 4, Spalte 19-20

Kuhecke

SHW

Kuh-ecke Band 4, Spalte 19-20

Kuheimer

SHW

Kuh-eimer Band 4, Spalte 19-20

Kuheuter

SHW

Kuh-euter Band 4, Spalte 19-20

Kuhfarze

SHW

Kuh-farze Band 4, Spalte 19-20

Kuhfell

SHW

Kuh-fell Band 4, Spalte 19-20

Kuhfett

SHW

Kuh-fett Band 4, Spalte 19-20

Kuhfladen

SHW

Kuh-fladen Band 4, Spalte 21-22

kuh als Zweitglied (30 von 206)

Blindekuh

RDWB1

Blindekuh f жмурки (а не "слепая корова")

Abrahamskuh

PfWB

abraham·s·kuh

Abrahams-kuh f. : scherzhaft für 'Ziege', Abrahamskuh [ NW-Deidh SP-Heiligst ]. Bad. 14.

Allmendkuh

DRW

Allmendkuh wie Heimkuh, die man im Sommer nicht auf die Alp versetzt SchweizId. III 92 Faksimile

ALPENKUH

DWB2

alpen·kuh

DWB2 ALPENKUH f. DWB2 auf den alpenweiden gehaltene kuh: DWB2 1529 das ir eben so geschickt dazu (seid) als ein alpen ku auf einer leiteren …

Altenteilkuh

DRW

altenteil·kuh

Altenteilkuh zu Altenteil Kuh, die nach Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebs an die jüngere Generation zur Altersversorgung des bish…

Aprilenkuh

PfWB

april·en·kuh

Aprilen-kuh f. : = PfWB Aprilsnarr . Aprillekuh, mach d' Aage zu! ruft man dem zu, der sich anführen ließ, nach einem Gegenstand zu schauen,…

Ausbehaltskuh

PfWB

ausbehalt·s·kuh

Ausbehalts-kuh f. : ' Kuh, die zum Ausbehalt gehört ', Ausbehallskuh [verbr.]; vgl. Vorbehaltskuh .

Bäckerskuh

RhWB

baeckers·kuh

Bäckers-kuh f.: im Kinderabzählvers: Pinkenälche, Zuckerzählche, an dem Rhein, wer well de P., Z. sein? Ich oder du, eine B. sass in ihrem G…

Bakuh

RhWBN

Ba-kuh -kū:, –kȳ:χən Gummb-Berghsn f., n.: Kuh in der Kinderspr.

Bartkuh

PfWB

bart·kuh

Bart-kuh f. : ' Ziege ', scherzh., Baʳtkuh [ LA-Nd'hochstdt ].

Baßkuh

PfWB

bass·kuh

Baß-kuh f. : = PfWB Baßgeige , Baßkuh [ KL-Queidb ].

Baukuh

RhWB

bau·kuh

Bau-kuh RhWBN Sol f.: 1. die zum Ackern verwandte K., Fahrkuh. — 2. scherzh. Bassgeige Wermelsk .

Begierdskuh

RhWB

Be-gierds-kuh -kō: Zell-Briedel Pünderich , Wittl-Reil f.: einer, der gierig isst oder trinkt.

Bèrgkuh

Adelung

berg·kuh

Die Bèrgkuh , plur. die -kühe, ein Amerikanisches Thier, welches so wohl auf der Erde, als im Wasser lebet, einer Kuh gleicht, aber weder Hö…

Bestkuh

RhWB

best·kuh

Best-kuh bęstkō:  Ahrw , die K., die am meisten Milch gibt; sonst beste Koh.

Brautkuh

RhWB

braut·kuh

Braut-kuh bryts- Geld , Mörs , Rees f.: die der Braut mitgegebene Kuh.

Brüllkuh

RhWB

bruell·kuh

Brüll-kuh f.: in der RA.: Kräh-Höhner, Flöut-Fraulüt, Bröll-Köh dogen net Rip o. O.