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Stiege

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Stiege f.

Bd. 6, Sp. 574
Stiege f.: 1. 'die hölzerne Treppe, die im Haus zum oberen Stockwerk oder Speicher führt', Stää (šdǟ) [verbr. WPf vereinzelt lothr. SWPf Christmann Kaulb 12 Müller Dietschw 62 PfId. 135 Schandein Ged. 250], Staaj (šdāj) [PS-Bundth Fischb Hirschth Schönau], Staach (šdāχ) [PS-Bruchw/Bärb GH-Wörth], Stääch (šdǟχ) [PS-Trulb vereinzelt nördl. VPf mancherorts SOPf Bertram § 315 Braun Lääsebuuch II 224 Kamm 62], Stääsch (šdǟš) [Frankth Spey], Stääg (šdǟg) [mancherorts nördl. VPf vereinzelt südl. VPf], Stajk [Danner Penns 29], Stee (šdē) [KU-Elschb Godhs Hinzw Nanzw Schmittw/O Wahnwg Kus IB-Wolfh RO-Als Lettw Odh Schweisw KL-Reuschb KB-Kerzh Kriegsf Juner 82 Mang 95 Labrecht 120 Krämer Gal 206 Steinmetz], Steeg (šdēg) [FR-Gr'niedh LU-Fußgh Hochd Muttstdt Schauh NW-Mußb Seeb SP-Heiligst Lambert Penns 142], Steech (šdēχ) [LA-Offb BZ-Billh Dimb Hergw Schweig GH-Bellh Germh], Stie (šdī) [IB-Ballw RO-Odh Rehbn], Stiech (šdīχ) [SP-Harths LA-Diedf Wey Bergz (Kamm 62) GH-Lingf Sondh], Stiesch (šdīš) [Frankth], Stieg (šdīg) [IB-Lautzkch Lu'haf], Steig (šdaig) [BZ-Mühlhf], Steich (šdaiχ) [BZ-Dörrb]; s. K. 364 und K. 95; Pl. Stäge (šdǟgə) [LU-Alsh GH-Schwegh], Stääsche [Bergz (Kamm 125)]; Dim. Stäächel [Bergz (Kamm 108)]; vgl. Aufgang 1; Zs.: Bord-, Bor-, Bühnen-, Gang-, Katzen-, Keller-, Obenhinauf-, Speicherstiege; die St. nuff 'die Treppe hinauf' [vereinzelt], auch: 'im zweiten Stockwerk' [KB-Kerzh]; die Stajk drunne 'unten im Haus' [Danner Penns 29]. Der hot der awwer Stäge g'schnirre! [LU-Alsh]. Geb owacht unn fall net die St. nunner! [LU-Fußgh]. Die Stääch duht knarre [Runck Hand 19]. Die Tritt on de St. sein ausgetret [KU-Schmittw/O]. Der Oier Korb zugedeckt, sin zwee miede Mensche langsam die Steg nuff noch em Bett [PennsDeitschEck 12. 4. 1941]. Dann geht sie ruhich an die Steeg, / Zum Speicher owwe nuff [Birmelin Penns Poems 102]. RA.: die St. nuff falle 'sich beruflich verbessern' [GH-Kand, KU-Schmittw/O]; die Steh enuff gieh 'schlafen gehen' [Thielen So rerre mer 112]; de lange Gang metsamt der St. verschisse 'Durchfall haben' [BZ-Albw]; em ebbes uf die St. le'e 'jemandem nichts geben, wenn er es wünscht' [FR-Ebertsh]. Ich hann awwer gewüscht, darrer net veel druff hot, un war vorsichtig un hannem äbbes uff die Steh geleht [NPfGV 8 1934]. Dem leg ich ebbes uf die St., daß er sich net se bicke braucht, Zurechtweisung für einen Unzufriedenen [ZW-Krähbg, KU-Kaulb]. Sagsprichwort: »'s Alder geht vor«, hot de Eilespichel g'sacht un hot seiⁿ Vadder d' St. nabg'schmesse [BZ-Dierb]. BR.: Wann die Latwerich net gut ausgekocht is, kummt se wirrer die St. erunner 'dann muß sie noch einmal aufgekocht werden' [KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Mer muß schnell mit me junge Kind die Steeg uf un ab springe, no werd's flink [Fogel Beliefs Penns Nr. 54]. En Kind as net 's erscht die St. nufgetrage werd, kummt net noch em Himmel [Fogel Beliefs Penns Nr. 55]. Rätsel: 's geht die St. enaus un tappt net (der Rauch) [Hebel 116]; 's lääft was die St. 'nuff uhne Kopp un uhne Fieß (der Rauch) [Hebel 116]. 's kimmt die St. erunner un krieht immer e längere Schwanz (das Wollknäuel, die Garnrolle) [KU-Bedb]. Wer geht ufm Kopp die St. enuf? (der Schuhnagel) [KU-Kaulb Hebel 116 Horne Penns 106]. 's geht die St. enuff un hat sechs Ohre (die vier Ohren des Backtroges und die zwei des tragenden Menschen) [Hebel 115, ZW-Marthh GH-Zeisk]; vgl. Rätsel bei sechs. 's lääft was die St. 'nuff un hot de Kochlöffel aⁿhänke (die Katze mit ihrem Schwanz) [Hebel 119]. VR.: Rab, Rab doi Nescht brennt, / siewe Junge sin ver- brennt; / äns kummt s Stäächel rab, / hat e roti Zibbelskapp [Bergz (Kamm 101)]. KR.: Uf de St., unnich de St. / hallen die Belleit Huchzet: / geit die Maus, danzt die Laus / huppst de Floh zum Finschder naus [KU-Bedb, KU-Kaulb KB-Kriegsf Gal-Dornf], ... is die ganze Hochzet aus [NW-Kallstdt]. Geht e Männel 's Stägel nuff, / Do bleibts steh, / Geht e Stickel weiter nuff, / Do klopt's an: / Geling! Geling! Geling!, mit dem Finger stupft man das Kind dazu vom Bauch aufwärts bis zum Ohrläppchen [Der Wasgau-Bote 8 1934], eine Var. s. Maus I 1. Vgl. das Lied zur Pfingstbrautfeier bei Schnabel 5. Neckvers für die Bewohner von BZ-Schweig: In Schwääsche sitzt de Deifel uff de Stääsche! [Bergz (Kamm 125)]. a. 1407: Item sal die stege gangk vor dem steynin huse vnd der gangk als man die stege hinoff kumpt biss vornen vss [Koch-Wille II S. 65 Nr. 26]. a. 1521: im Hof eine Stegen in das Lehenhaus hinauf angebracht [NPfGV 1932 7 (Rockhs)]. a. 1578: Meister Paul hat ein gebrochen Stegen gelegt und gemacht [H. J. Keller Mein Heimatbuch 1940 127 (FR-Kirchh)]. a. 1579: Diebolt Zimmermann ... hat zwo neue stegen aine in die fleisch Cammer, die ander zum hüener hauß gemacht [HornbSchR]. a. 1679: 6 Bord ... zur newen Stegen [GgHospR]. a. 1701: Ein Stieg vff den Speicher zu kommen [KellR S. 247 (LA-Godrst)]. — 2. 'die steinerne Treppe vor dem Haus', Stää [vereinzelt WPf], Stach, Staach [PS-Bobth Bruchw Bundth Nothw Rumb], Stääch [vereinzelt mittl. SPf VPf], Staaj [PS-Fischb], Steeg [Bertram § 314]; Syn. s. Treppe 1 a und K. 95; vgl. auch Südhess. I K. 97. — Zu mhd. stëge 'Treppe' ( Lexer II 1158) und mhd. stiege, stieg 'Stiege, Sturmtreppe, -leiter' ( Lexer II 1189/90). — Rhein. VIII 690 Stige; Lothr. 495 Stej; Els. II 580 Stieg; DWb. X, II,1 1385/85 Stege; DWb. X, II,2 2818 ff. 1Stiege; Kluge-Seebold22 702 Stiege1; Kretschmer 537/38.
5455 Zeichen · 116 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stiegestswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    stiege stswf. s. v. a. stege . ahd. stiega Schmeller 3,625. vier zil diu heiʒent si ein vierstephigiu stiege arzneib. D.…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stiege

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Stiege , plur. die -n, ein in den Niederdeutschen Mundarten für das mehr Hoch- und Oberdeutsche Steige übliches Wort…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stiege

    Goethe-Wörterbuch

    Stiege [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stiege

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Stiege , Flecken im braunschweig. Kreis Blankenburg, auf dem Unterharz, Knotenpunkt der Eisenbahnen Gernrode-Eisfelder T…

  5. modern
    Dialekt
    Stiegef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Stiege f. : 1. 'die hölzerne Treppe, die im Haus zum oberen Stockwerk oder Speicher führt', Stää (šdǟ) [verbr. WPf verei…

  6. Sprichwörter
    Stiege

    Wander (Sprichwörter)

    Stiege 1. Der ein haist die Stigen hinauff gehen, kan jhm auch dieselb wider herab wehren. – Gruter, III, 16; Lehmann, I…

  7. Spezial
    Stiege

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stie|ge f. (-,-n) (Treppe) stiga (-ghes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stiege

93 Bildungen · 82 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

stiege‑ als Erstglied (30 von 82)

Stiege(n)

Idiotikon

Stiege(n) Band 10, Spalte 1543 Stiege(n) 10,1543

Stiegeanzahl

DRW

stiege·anzahl

Stiegeanzahl, f. Quantum, Anzahl von 20 Stück vgl. 2Steige, Stiegezahl finkfenger ... keinen tisch zugestatten, besondern gleichergestalt uf…

Stiegelpfad

SHW

Stiegel-pfad Band 5, Spalte 1421-1422

Stiegeltor

SHW

Stiegel-tor Band 5, Spalte 1421-1422

Stiegelwand

SHW

Stiegel-wand Band 5, Spalte 1421-1422

Stiegelweg

SHW

Stiegel-weg Band 5, Spalte 1421-1422

Stiegelacker

PfWB

stiegel·acker

Stiegel-acker m. : FlN, amtl. Stielacker [ RO-Gaugrw Schiersf KL-Morb ], mda. Stielackeʳ [ KU-Rutsw/L ]; a. 1742: auf dem Stiehl Acker [Kurp…

stiegelbreit

PfWB

stiegel·breit

stiegel-breit Adj. : ' so breit wie ein Stiegel, ein Pfad ', stichelbräät [ FR-Mörsch ].

Stiegeler

PfWB

stiege·ler

Stiegeler m. : ' Bewohner des Dorfteiles Stiegel ', Stiejjeleʳ [ NW-Kallstdt ].

Stiegelesinnig

Wander

stiegel·e·sinnig

Stiegelesinnig Es möchte einer stiegelisinnig und gatterläufig werden. – Kirchhofer, 117. D.h. verdriesslich, verdüstert, verwirrt. ( Stalde…

stiegelfitzisch

DWB

stiegelfitzisch , -fritzisch , adj. , ' durchtrieben ': wie wunderlich uns die stiglfritzischen spitzbuben mit dem lustwasser ausgezahlet ha…

stiegelfritz

DWB

stiegel·fritz

stiegelfritz , m. , schelte, ' gauner ': dasz sie ihn einen stigelfritzen, einen schabhalser, einen lausigen edelmann nennete Juc. Jucundiss…

stiegelfritzen

DWB

stiegel·fritzen

-fritzen , vb. , spotten, stichelreden führen. aus stiegel bei 2 stiegeln und fitzen, vgl. stichelfitzen und stickelfitzen; die form -fritze…

stiegelhaus

DWB

stiegel·haus

stiegelhaus , n. , spöttisch für kloster mit wundertätigen reliquien: es wirdt ... grob vergessen, dasz Johannes baptista, ... so gar nichts…

stiegelhüpfer

DWB

stiegel·huepfer

stiegelhüpfer , m. , zu stiegel als schimpf- und scherzname gebildet; mensch, der in abgelegenen gegenden viel über zaunstiegel klettern mus…

Stiegelhupfer

Wander

stiegel·hupfer

Stiegelhupfer 1. Es ist ein Stig'lhupfer. – Schöpf, 711. Ein Spottname, der in dem angrenzenden Obersteiermark den Oberösterreichern gegeben…

stiegelîn

Lexer

stieg·elin

stiegelîn stn. krumm stieglîn an einem turn, coclea Voc. 1482.

stiegeln

DWB

stieg·eln

stiegeln , vb. , ' sticheln, pfählen ' ; denominativum von stiegel, m., f., stechender gegenstand, mhd. stigel, m., (: igel) ' schaftspitze …

Stiᵉgelō¹wer

WWB

stiege·lower

Stiᵉgel-ō¹wer n. Steilufer. — Ra.: Heu steuht jümmer vör’n Steiloiwer hat es immer schwer im Leben ( Det Is).

stiege als Zweitglied (11 von 11)

hûsstiege

MWB

hûsstiege stF. ‘Haustreppe, -stiege’ Pfylipp der chuͤrsner und Haͤrtel der chuͤrsner, [...], suln ein haimsuchung hintz Heinr. dem garttner …

hūsstiege

KöblerMhd

hūs·stiege

hūsstiege , st. F. nhd. Hausstiege, Haustreppe Q.: Urk (1325-1350) E.: s. hūs (1), stiege W.: nhd. Hausstiege, F., Hausstiege, DW- L.: MWB 2…

kellerstiege

KöblerMhd

keller·stiege

kellerstiege , st. F. nhd. Kellerstiege, Kellertreppe Q.: Urk (1325-1350) E.: s. keller, stiege W.: nhd. Kellerstiege, F., Kellerstiege, Kel…

këllerstiege

MWB

këllerstiege stF. ‘Kellertreppe’ Oswalt der Hilprant sol w. [ wunten ] umb Liebhart den Erlinger [ Oswalt verwundete Liebhart ] an der chel…

rātstiege

KöblerMhd

rāt·stiege

rātstiege , st. F. nhd. „Ratstiege“, Treppe am Rathaus Q.: Chr (15. Jh.) E.: s. rāt (1), stiege W.: nhd. Ratstiege, F., „Ratstiege“, Treppe …

Saalstiege

DRW

saal·stiege

Saalstiege, f. Aufgang, Treppe zum Rathaussaal als Ort für Rechtshandlungen derohalben läßt ein rath die hofglock läuten, darauf alle burger…

Schrannenstiege

DRW

schranne·n·stiege

Schrannenstiege, f. I zu Schranne (I) Treppe, Aufgang zu einem Gericht als sie nun zu der schrannen-stiege angelangt, stiege der unter-richt…

wandelstiege

DWB

wandel·stiege

wandelstiege , f. , treppe ohne stufen, die einen thurm hinauf führt Mothes baulex. 3 4, 333 b .

wendelstiege

DWB

wendel·stiege

wendelstiege , f. , escalier, moniée a vis, cochlidium ( Widerhold dict. [1669] 415 a ): biss in das nahgelegene schloss, da sie ihn nach ge…

wërltstiege

Lexer

werlt·stiege

wërlt-stiege stf. ûf dirre kurzen weltestiege der geist mit horwe ist becleit Mart. 167,40.