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Knochen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
Anchors
22 in 17 Wb.
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Knochen

Bd. 5, Sp. 479
Knochenrund 400 exzerpierte Belege, überwiegend in Studien zur vergl Anatomie (Pkt 1aβ)  1 skelettbildendes Stütz- u Bindegewebe der Wirbeltiere   a Teil des menschlichen od tierischen Skeletts  α mBez auf Körperbau u Konstitution des Menschen, besonders als physiogn markantes od patholog körperliches Merkmal  [Charakteristik FLStolbergs] Muth, der sich besonders in den .. K. der Augen[höhlen] zeigt GWB29,154,16 DuW 19 [Lavater]  [der Philosoph über die idealisierende Darstellung der antiken Kunst bei Lessing u Winckelmann:] die Herren .. verhehlen die unedlen Körper .. die dürren K., die runzliche Haut des entstellten Alters GWB47,161,4 Samml 5  [Lotte u Freundin über eine Bekannte] wie jene krank, sehr krank ist; Sie hat einen trocknen Husten, die K. stehn ihr zum Gesicht heraus AA101,20 Werth2 II GWB12,5,15 JeryBätely  [für: osso] GWB43,147,14 Cell I 10 mehrfach (redensartl) ‘markige K.’, ‘Mark in den K. haben’ als Ausdruck körperlicher Stärke, Kraft (u selbstbewußter, tapferer Haltung), auch negiert; ‘K. und Mark’ pleonastisch verstärkend für (lebendige) Substanz; vereinzelt bildhaft  Steht er [der Mensch] mit festen | Markigen K. | Auf der wohlgegründeten | Dauernden Erde GWB2,81 Grenzen d Menschheit 22 [Andrason weist die Schauspielerinnen an:] immer den Leib vorwärts gebogen, und mit den Knieen geknickt, als wenn ihr kein Mark in den K. hättet GWB17,14,13 TriumphEmpfindsamk I  [mBez auf die antiken Schriftsteller] Alle hielten sich am .. Wirklichen fest, und selbst ihre Phantasiebilder haben K. und Mark GWB46,23,17 Winckelm Antikes GWB3,240 ZXen I 186 GWB1,95 Geistesgruß 7 GWB37,135,4 ShakespTag in redensartl Hyperbel: ‘bis auf die K.’ iSv völlig, ganz u gar  [Chor, mBez auf Faust:] Ach in den Zauberkreis gebannt | Bis auf die K. ausgebrannt GWB152,195 Faust II Plp  [für: jusqu’aux os] GWB45,89,19 RamNeffe  β als Gegenstand osteol u anatom Studien; wiederholt mit morphol od funktionalen Charakterisierungen wie ‘flacher, schmaler, langer, gepaarter, doppelter, einfacher, zusammengesetzter K.’; sehr oft mBez auf einen speziellen Knochen (besonders den Zwischenkieferknochen); auch iZshg bildkünstlerischer Bemühungen, einmal ‘nach K. zeichnen’; vereinzelt metasprachl  Wie nun nach innen der K. zellig und hohl ist; so sehen wir, daß er nach außen zu .. solider und glätter wird GWBN8,188,24 AllgKnochLehre Übergang  [mBez auf Unterkiefer des Krokodils] Der zweite K. den ich os vaginale nenne .. ist ein flacher schwacher K. GWBN8,336 Morph Plp  [betr ‘Schneideknochen’] Es ist dieses ein doppelter K., der aus zwei völlig gleichen Hälften besteht GWBN8,174,23 Allg KnochLehre 1 GWBN8,93,14 ZwKnoch 1786 GWBN8,27,20 VglAnatomie VI 1795 GWBB6,268,7 Merck 23.4.84 in allg Aussage; einmal im (hyperbol) Bild  Es ist nichts in der Haut | Was nicht im K. ist GWB3,119 Typus 2  Zugleich behandle ich die K. [in der Zeichenakademie] als einen Text, woran sich alles Leben und alles menschliche anhängen läßt GWBB5,217,19 Lavater 14.11.81  [betr organisatorische Mißstände in der Jenaer Universitätsbibliothek] wie sollte eine Necrose geheilt werden, wenn man nicht Muth hat, den todten K. auszumeißeln und dem Lebendigen die Heilung zu überlassen A(Vogel 75) Votum 30.10.17  γ als sterblicher Überrest, Totengebein; besonders als fossiles Fundstück, anatomisches Präparat; wiederholt ‘fossile(r) K.’, auch ‘kalzinierte(r), versteinerte(r), pathologische(r), kranke(r) K.’  unser Arzt schlug vor, man sollte ihr [Sperata] .. unter ihre übrigen [am Seeufer gesammelten] Gebeine die K. eines Kinderskeletts mischen, um dadurch ihre Hoffnung [auf Wiedererstehung Mignons] zu vermehren GWB23,278,27 Lj VIII 9  die .. besonders im Tuffstein sich findenden fossilen K. GWBN8,245,27 Urstier  Weißenau .. man .. hielt in dem Gebeinhause Nachlese von krankhaften K. GWB33,298,2 Belagerg Mainz  Die Sammlung aller [im Romstädter Grabhügel] gefundenen K. .. soll eine seltne Zierde des Jenaischen anatomischen Kabinetts werden GWBB24,169,2 CarlAug 19.2.14  [für: os] GWB422,431,32 SaxoGramm,Amlet LA II 9B,160,46 Morph Plp GWBB33,308,21 CarlAug 17.10.20  δ als (für den Menschen ungenießbarer) Speiserest, Abfall, Tiernahrung; einmal als sperriger Fremdkörper (im Wolfsrachen); auch bildhaft  [Überschwemmung nach schweren Regenfällen] Da ward nun, was die Fleischer an Eingeweiden, K. und sonst [in einem Entwässerungsgraben] bei Seite geschafft, in die .. Schlafstellen getragen GWB33,14,11 BelagergMainz  Die Krippen .. sind mit menschlichen Gliedern und K. [ὀστέον] gefüllt, wie sie Diomed seinen Thieren zur Nahrung vorzuwerfen pflegte GWB491,126,7 Philostrat [Isegrim zum Kranich:] Doctor, helft mir .. ich geb’ euch, | Bringt ihr den K. [Reinke de Vos: knoken] heraus, so viel ihr immer begehret GWB50,143 ReinF X 230  [Mephisto über Faust:] Er nagt nicht lang’ an Einem K. | Ich muß es ihm gepfeffert kochen GWB14,312 Faust I Plp  [für: ossicina] GWB43,55,23 Cell I 4 GWB50,166 ReinF XI 326   b organische Substanz, Knochengewebe, nur pl  α als an Mineralien reiche, knöcherne Masse; in anatomisch-morphol Zshg  Die Geweihe kommen darin mit den Zähnen überein, welche auch die Luft vertragen, K. im vollendeten Zustand sind GWBN8,357 Morph Plp GWBN13,244,22 Morph Plp GWBN13,181,9 Morph Plp  β als (beizumengender) Rohstoff, Rohmaterial (des Handwerkers, Künstlers); wiederholt ‘kalzinierte K.’  [betr Herstellung von Opalglas] Auch trübt man das Glas dadurch, daß man gepülverte und calcinirte K. mit ihm zusammenschmelzt GWBN1,67,14 FlD 166  Nun begab er [Cellinis Vater] sich wieder zur Kunst, und machte einen Spiegel .. von K. [osso] und Elfenbein GWB43,21,28 Cell I 1 GWBN13,394,3 MinGeol Plp   c Verknöcherung sekundärer Art, besonders des Bindegewebes; einmal ‘eine Art von K.’  [betr sog Penisknochen] So ist bekannt, daß z. B. der Bär, einige Fledermäuse, einen K. in der männlichen Ruthe haben GWBN8,34,1 VglAnatomie 7 1795  [betr G-Zeichnung von zwei Muscheln] Der Mantel ist eine kurze Haut welche die innere Fläche der Schaale einkleidet und um den Leib des Thiers eine Art von K. bildet GWBN13,253,19 Morph Plp   2 pl: Glieder, Gliedmaßen; einmal pleonastisch verstärkend ‘K. und Glieder’; auch metonym für die lebende Person  in so hohen Jahren werden zuletzt die K. denn doch steifer als billig und γ , 2 GWBGebein GWBKnochenglied zu 1a und b GWBBein zu 1aβ os zu 2 GWBGlied(er) Ch.S
6252 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    knochenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    knochen swv. knuffen. ndrh. vaste hey en ouch knochte (: dochte) beneden syme kinne Karlm. 259,25 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knóchen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Knóchen , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Knöchelchen, Oberd. Knöchlein, eine Benennung der festesten inner…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Knochen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Knochen rund 400 exzerpierte Belege, überwiegend in Studien zur vergl Anatomie (Pkt 1a β) 1 skelettbildendes Stütz- u Bi…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knochen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Knochen (ossa) , das solide Gerüste, das den Weichtheilen des thierischen Körpers zur Unterstützung dient. Die Entstehun…

  5. modern
    Dialekt
    Knochen

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Knoche n [‘ X nòə Pfetterhsn. ; Knòχə Ensish. u. nö. allg. ] m. 1. Knochen: dë r het nüt an si ch a l s Hut un d K. ist…

  6. Sprichwörter
    Knochen

    Wander (Sprichwörter)

    Knochen 1. Aus fremden Knochen ist gut Mark kochen. 2. Besser an einem Knochen klauben, als gar kein Fleisch. Span. : Qu…

  7. Spezial
    Knochen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kno|chen m. (-s,-) 1 ‹anat› (Teil des Skeletts) os (osc) m. 2 (Knochensubstanz) os m. 3 (Knochenbau) i osc m.pl. , ossad…

Verweisungsnetz

3887 Knoten, 9848 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knochen

299 Bildungen · 283 Erstglied · 14 Zweitglied · 2 Ableitungen

knochen‑ als Erstglied (30 von 283)

Knochenarm

SHW

Knochen-arm Band 3, Spalte 1511-1512

Knochenbart

SHW

Knochen-bart Band 3, Spalte 1511-1512

Knochenhand

SHW

Knochen-hand Band 3, Spalte 1511-1512

knochenhart

SHW

knochen-hart Band 3, Spalte 1511-1512

Knochenlips

SHW

Knochen-lips Band 3, Spalte 1511-1512

Knochenmann

SHW

Knochen-mann Band 3, Spalte 1511-1512

Knochenmark

SHW

Knochen-mark Band 3, Spalte 1511-1512

Knochenmehl

SHW

Knochen-mehl Band 3, Spalte 1511-1512

knochen als Zweitglied (14 von 14)

Bunke (Knochen)

Wander

bunke·knochen

Bunke (Knochen) Bunke (Knochen). De olen Bunken sünt swar. – Eichwald, 231. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Das ist ein tüchtiger Bunke 1 . – F…

Márksknóchen

Adelung

marks·knochen

Der Márksknóchen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Knochen, welcher Mark, und in engerer Bedeutung, vieles Mark enthält; das Marksbein, derg…

schenkelknochen

DWB

schenkel·knochen

schenkelknochen , m. , wie schenkelbein: der kopf des schenkelknochen hängt in seiner pfanne. Herder z. philos. u. gesch. 4, 135 ; über dies…

todtenknochen

DWB

todt·en·knochen

todtenknochen , m. was todtenbein, mhd. tôtenknoche zeitschr. f. d. alterth. 9, 280: an den wänden ( des zimmers ) sieht man todtenknochen. …

wirbelknochen

DWB

wirbel·knochen

wirbelknochen , m. , was wirbel C 3, der einzelne knochen der wirbelsäule: ( die ) schädelknochen seien aus wirbelknochen entstanden Göthe 3…

Ableitungen von knochen (2 von 2)

urknochen

DWB

urknochen (ur- C 4 c) H. Laube 8, 186 . —

verknochen

DWB

verknochen , verb. zu knochen werden, sich in knochen verwandeln. Heinsius 4, 2, 1309 .