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Schild

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
19 in 16 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schild

Bd. 17, Sp. 787
Schild, Schutzwaffe gegen Hieb, Stich und gegen Wurfgeschosse aller Art (Pfeile, Speere, Kugeln). Der S. ist zweifellos jünger als die ältesten Angriffswaffen; dennoch reicht er in sehr frühe Entwickelungsstufen der menschlichen Kultur zurück; auch ist er über alle Erdteile verbreitet. Lücken bestehen vorwaltend in Gebieten des Gebrauchs von Bogen und Pfeil, die ja beim Gebrauch beider Hände bedürfen und daher im allgemeinen die Verwendung des Schildes ausschließen. Lediglich die Eingebornen einiger Gebiete Indonesiens (Aruinseln) und Melanesiens (Neuguinea) verwenden beide zusammen. Wo sonst in Bogengebieten Schilde gebraucht werden, ist ein besonderer Träger nötig (Wute in Kamerun). Die Entstehung und Entwickelung des Schildes geht von zwei Punkten aus: dem zur Abwehr von Schlägen instinktiv erhobenen eignen Stock und der zum Schutze gegen Schlag, Hieb und Biß mit dem Fell eines Tieres umwickelten Hand. Sehr frühe Formen der ersten Art sind die Stabschilde der Australier, der Obernilvölker und einiger Stämme des deutsch-ostafrikanischen abflußlosen Gebiets (Wanyaturu, Waschaschi etc.); die eine Art schützt die Hand durch die Verlegung des Handgriffs in die Schildmasse selbst (s. Tafel »Entwickelung der Waffen« beim Art. »Waffen«, Fig. 24), die andre durch Zuhilfenahme einer an den Stab geflochtenen Lederschutzkappe (Tafel, Fig. 23). Für die Urformen der andern Art sprechen sprachliche Belege: die Ägis (s. d.) des Zeus und der Athene ist ursprünglich nichts andres als ein Ziegenfell (aix), und Herkules trägt das Fell des nemäischen Löwen. In der Folge nähern sich beide Formen: das Fell bedarf der Handhabe und der Versteifung durch einen eingefügten Stock, der Stockschild einer stets wachsenden Vergrößerung durch Fell, Leder, Holz, pflanzliches Geflecht, Metall etc. Der an großen Säugetieren reiche Osten und Norden Afrikas besitzt den runden oder ovalen Leder- und Fellschild (Fig. 25 der angeführten Tafel), der tierarme äquatoriale Westen den rechteckigen oder schwach abgerundeten reinen Holzschild oder aber doch eine durch pflanzliches Flechtwerk meist sehr stark vergrößerte hölzerne Urform (Fig. 27). In ähnlicher Weise hat sich auch der melanesische, der malaiische (s. Tafel »Malaiische Kultur II«, Fig. 28) und der amerikanische S. (s. Tafel »Indianische Kultur I«, Fig. 13) entwickelt, während der australische zwar eine Verbreiterung, aber keine eigentliche Weiterentwickelung über das Handloch hinaus erfahren hat. In Afrika sind Eisenschilde oder mit Eisen beschlagene Schilde nur im Norden, im Bereich des mittelmeerisch-vorderasiatischen Kulturkreises (Sûdan, Niam-Niam, Monbuttu) üblich geworden; die hellfarbigen Völker der Südspitze kennen überhaupt keinen S. Die älteste Schildform der Griechen war die des Kreises, später oval, etwa 1,5 m lang mit seitlichen Ausschnitten, böotischer S. genannt (Fig. 1), von den Hopliten geführt, während die leichten Truppen später den Rundschild (Fig. 2) oder die halbmondförmige Pelte (Amazonenschild), die Schutzwaffe der leichtbewaffneten Peltasten (s. d., mit Abbildung), trugen. Der S. (Sakos, Aspis) bestand aus mehreren Lagen Rindsleder mit Metallbelag oder mit Randschienen beschlagen, auf denen die Nagelköpfe buckelartig hervortraten. Der S. der Römer war ursprünglich rechteckig, an seine Stelle trat später der tuskische Rundschild (clupeus oder clipeus, aspis), seit den Gallierkriegen das etwa 1,25 m hohe, 80 cm breite Scutum (Fig. 3). Der von den Principes geführte eherne Clupeus wurde durch die kreisrunde Parma von 1 m Durchmesser aus Leder ersetzt, die später die Veliten erhielten. In späterer Zeit waren ovale, rechteckige und sechseckige Schilde im Gebrauch, deren Form und Bemalung (Blitzstrahlen, Adler, Halbmonde, Lorbeerzweige etc. kommen als Schildzeichen vor) wahrscheinlich zur Unterscheidung der Truppenteile dienten. An der in der Mitte hervortretenden Erhöhung (Omphalos) war oft eine eiserne Spitze angebracht, die nicht allein die Kraft der Wurfspieße, Pfeile, Steine etc. schwächen, sondern im Handgemenge auch als Angriffswaffe dienen sollte; zum Halten des Schildes diente ein lederner Riemen oder eine eherne Handhabe oder metallene Ringe, durch die der linke Arm gesteckt ward. Die Perser führten große Schilde aus Flechtwerk, häufig mittels Metallspitze in die Erde zu stecken, um hinter ihnen vorzuschießen. Der Verlust des Schildes in der Schlacht galt als die größte Schande, daher die auf dem Schlachtfeld getöteten oder verwundeten Krieger auf dem S. weggetragen wurden. Römer und Griechen machten nicht allein im Einzelgefecht von den Schilden Gebrauch, sondern ganze Abteilungen wußten diese Schutzwaffen so zu verschränken, daß dadurch zum Angriff und vorzüglich zur Verteidigung gegen Reiterei sowie bei Rückzügen, wo die Schwerbewaffneten die leichten Truppen und den Troß in die Mitte nahmen, ein undurchdringliches Schutzdach gebildet wurde, auf dem die Soldaten beim Stürmen, zur Ersteigung niedriger Mauern selbst mehrfach übereinander stehen konnten. (Vgl. zu Folgendem die Tafeln »Rüstungen und Waffen I-III« beim Artikel »Rüstung«.) Der S. der Germanen bestand in der ältesten Zeit aus einem großen, meist viereckigen, einfachen Weidengeflecht, das mit ungegerbter Rindshaut oder einem Wolfsfell überzogen und zur Verstärkung in der Mitte mit einem großen bronzenen, resp. eisernen Nabel und mit ebensolchen Bändern und Nägeln beschlagen war (Tafel III, Fig. 14). Doch kommen schon in der Bronzezeit namentlich bei den skandinavischen Völkerschaften auch ganz aus Bronze bestehende Rundschilde vor, von denen mehrere im Kopenhagener Museum erhalten sind. Die spätern vielfachen Berührungen der Germanen mit den Römern hatten auch eine Verbesserung der germanischen Waffen nach römischem Vorbilde zur Folge. Dementsprechend erscheint in der Merowinger- und Karolingerzeit schon eine unterschiedliche Form des Schildes für den Reiter und Fußkämpfer. Während ersterer gleich dem sich nach römischer Art tragenden Vornehmen zwecks ungehinderter Führung des Pferdes den leichten, hölzernen, lederbezogenen, mit eisernem Nabel und radiallaufenden Bändern beschlagenen Rundschild bevorzugte (Tafel III, Fig. 15), trug der Fußknecht zu seiner bessern Deckung einen mandelförmigen, über 1 m hohen, stark gewölbten Holzschild, der an den Rändern und in der Mitte kreuzweise mit Eisenbändern und in den dadurch entstandenen Rauten mit großen Nägeln verstärkt war. Ein Beispiel hierfür bietet die Figur eines karolingischen Kriegers aus dem früher im Schatze von St.-Denis befindlichen Schachspiel Karls d. Gr. (Tafel I, Fig. 1). In der Schlacht wurde ein solcher S. mit der Spitze auf den Boden gestützt, wodurch er eine wirksame Deckung gewährte. Die letztgenannte, den germanischen Völkern eigentümliche Schildform bildet bereits den Übergang zu dem im 11. und 12. Jahrh. üblichen normannischen S., wie solcher neben dem noch ovalen bretonischen S. insbes. auf dem vom Ende des 11. Jahrh. stammenden Teppich von Bayeux erscheint, der die Eroberung Englands durch die Normannen darstellt (Schlacht bei Hastings 1066). Dieser lange und schmale, unten spitz zulaufende und oberhalb rund abschließende Holzschild, der sowohl Reiter als Fußknecht vom Fuß bis an die Schulter deckt, kann als das Urbild aller spätern Schildformen angesehen werden. Seine Außenseite war mit Leinwand, Leder oder Pergament bezogen und auf Kreidegrund mit dem Wappen des Eigentümers bunt bemalt oder auch mit Pelzwerk benagelt, woraus sich das heraldische Pelzwerk (fóh) im Mittelalter gebildet hat (Tafel III, Fig. 16). An der Innenseite war neben den beiden Handgriffen ein langer Riemen (Schildfessel) befestigt, mittels dessen der S. auf dem Marsche um den Hals getragen wurde. Im 13. Jahrh. wird der Reiterschild infolge der stets fortschreitenden Verbesserung des Harnisches allmählich kürzer und der Oberrand flacher gebildet, bis er um 1300 zu einer kleinen dreieckigen Tartsche mit geradlinigen oder schwach abgerundeten Rändern, dem sogen. petit écu, zusammenschrumpft, der nur noch die halbe Brust und die linke Schulter des Reiters deckte (Tafel III, Fig. 17). Der zu damaliger Zeit minder geachtete und weniger gut gerüstete Fußknecht behielt dagegen zu seinem bessern Schutz die große normannische Schildform noch bei. Am Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrh. verschwindet der kleine dreieckige Reiterschild, um einer rechteckigen, fast quadratischen kleinen Tartsche Platz zu machen, deren rechte Seite zum Einlegen der Lanze mit einem Ausschnitt versehen war (Tafel III, Fig. 18). Eine entsprechende Umänderung erfuhr zu derselben Zeit auch der S. des Fußvolks, dem nunmehr infolge der glänzenden Siege der Schweizer über die trefflich gerüsteten Ritterheere Österreichs eine erhöhte Beachtung geschenkt wurde. Es entsteht daher der Setzschild oder die große Pavese, die, auf den Boden gestellt, eine Deckung bis zur Mitte der Brust gewährte (Tafel III, Fig. 19), sowie ferner die bis zu 2 m hohe, innen mit Eisen beschlagene Sturmwand, die, mit den am untern Ende angebrachten eisernen Spitzen in die Erde gerammt, den Mann vollständig deckte, wobei ein in Augenhöhe angebrachtes kleines Guckloch die Beobachtung des Feindes ermöglichte. Die Pavese, deren Name sich von der schon im Altertum als Schildwerkstätte berühmten Stadt Pavia ableitet, war besonders in den böhmischen Heeren beliebt, bei denen, wie in der Böheimschlacht (12. Sept. 1504), die dicht aneinander gereihten Schilde eine feste Schutzwand und somit einen Ersatz für die sonst in den Hussitenkriegen übliche Wagenburg bildeten. Da jedoch diese großen und schweren Pavesen die Beweglichkeit der Truppen hinderten und sich mehr zur Verteidigung als zum Angriff eigneten, entstand gleichzeitig für das leichtbewaffnete Fußvolk, insbes. für die Bogen- und Armbrustschützen, eine kleinere und leichtere Art Handschild, die kleine Pavese (Tafel III, Fig. 20). Die Mehrzahl aller dieser rechteckig geformten Setz- und Handschilde hatte in der Mitte eine von oben nach unten laufende hohle Ausbauchung, innerhalb der sich die eisernen oder ledernen Handhaben befanden, und zeigte auf der mit Leder oder Pergament überzogenen Außenseite geschmackvolle religiöse oder heraldische Malereien in Tempera. Eine besondere Art dieser Tartschen bildete zu derselben Zeit in den unter dem Einfluß des Orients stehenden ungarischen, polnischen und moskowitischen Heeren die sogen. ungarische Tartsche mit einem tief nach rechts abgeschrägten obern Rande (Tafel III, Fig. 21) sowie die von den spanischen Mauren übernommene und in den romanischen Ländern beliebte Adarga (vom arabischen dárake, daher das Wort »Tartsche«, Tafel III, Fig. 22). Dieser ovale oder herzförmige S. entsprach dem seit undenklichen Zeiten im Orient üblichen kleinen Rundschilde, der, meist aus hartem Leder gefertigt, mit ornamentierten Buckeln beschlagen und mit bunten Malereien verziert war (Tafel II, Fig. 18). Infolge der Vervollkommnung des Plattenharnisches gegen Mitte des 15. Jahrh. verschwindet allmählich die kleine Reitertartsche und findet als Verstärkungsstück nur noch im Turnier Anwendung, wo sie beim Rennen oder Stechen an den Brustharnisch angeschraubt oder festgebunden wurde. Mit dem Aufkommen der Landsknechte und der Entwickelung der Feuerwaffen gegen Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrh. verschwindet in Deutschland der S. auch bei dem Fußvolk, während er sich in den italienischen, französischen und spanisch-niederländischen Heeren wegen der hier eingeführten Fechtweise mit Degen und S. zur Rondelle oder Rondache entwickelte und sich noch bis zum Anfang des 18. Jahrh. erhielt (Tafel II, Fig. 10). Dieser eiserne, meist schußfreie und daher sehr schwere Rundschild wird zuweilen auch noch mit verschiedenen komplizierten Parier- und Angriffsvorrichtungen, wie Degenbrechern, Klingenfängern und Stoßklingen, versehen und durch eine eingefügte kleine Blendlaterne auch zu nächtlichen Überfällen (Kamisaden) eingerichtet (Tafel III, Fig. 23). Nicht zu verwechseln mit diesen für den Kriegsfall bestimmten Schilden sind die reich getriebenen, ziselierten und goldtauschierten Prunkschilde, die sich kunstbegeisterte Herrscher zur Zeit der Renaissance von den ersten und berühmtesten Künstlern anfertigen ließen, um als vielbewunderte Kunstwerke nur bei Festlichkeiten zur Erhöhung fürstlichen Glanzes Verwendung zu finden (Tafel II, Fig. 6). Im Rittertum des Mittelalters spielte der S. eine bedeutende Rolle. Das Berühren des Schildes ist eine Herausforderung zum Zweikampf; Ritter, die in der Schlacht fielen, wurden mit dem S. bedeckt; in seinem S. empfing der Ritter die Gabe seines Herrn; starb ein Fürst, so trugen seine Getreuen als Zeichen der Landestrauer den S. verkehrt, d. h. mit der Spitze nach vben. Auch das Wort Schildwache gehört hierher, da man an dem Bild auf dem S. erkannte, ob der Träger Feind oder Freund war. S. auch Wappen. – Die noch heute übliche Redensart: jemand auf den S. erheben schreibt sich daher, daß es lange bei vielen Völkern für die höchste Ehrenbezeigung galt, auf dem S. emporgehoben zu werden. Bei den Burgundern diente es als Zeichen der Königswahl, ebenso bei den Westgoten, deren junger Anführer Thorismund nach dem Sieg über Attila in der gewaltigen Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (451 n. Chr.) auf diese Weise zum König erhoben wurde. Vgl. Böheim, Handbuch der Waffenkunde (Leipz. 1890); Demmin, Die Kriegswaffen (4. Aufl., das. 1893); Jähns, Handbuch der Geschichte des Kriegswesens (das. 1880); »Zeitschrift für historische Waffenkunde« (Dresd., seit 1897); Frobenius, Der Ursprung der afrikanischen Kulturen (Berl. 1898) und Geographische Kulturkunde (Leipz. 1904); Clephan, The defensive armor and the weapons and the engines of war of mediaeval times and of the Renaissance (Lond. 1900).
13745 Zeichen · 153 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schild

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Schild , ein Hauptwort, welches in einer doppelten Gestalt gebraucht wird. 1. Im männlichen Geschlechte, der Schild, des…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schild

    Goethe-Wörterbuch

    Schild mask od neutr 1) ; Pl -e, selten -er 1 (aus Flechtwerk, Holz, Leder, Metall ua hergestellte, mit einem rückwärtig…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schild

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Schild , allgemeine Schutzwaffe vor der Erfindung des Schießpulvers, oval oder viereckig, aus Holz, Geflecht, Leder, am …

  4. modern
    Dialekt
    Schild

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Schild [ʿSìlt, ʿSelt O. U.; Pl. ebenso Co. ] m. Ensish. Co. Bf. , n. Su. Mittl. K. Z. Betschd. 1. Schil…

  5. Spezial
    Schildn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Schild , n ярлык , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schild

557 Bildungen · 374 Erstglied · 182 Zweitglied · 1 Ableitungen

schild‑ als Erstglied (30 von 374)

Schildlaus

SHW

Schild-laus Band 5, Spalte 293-294

Schildweg

SHW

Schild-weg Band 5, Spalte 293-294

Schildwirt

SHW

Schild-wirt Band 5, Spalte 293-294

Schildänte

Adelung

schilda·ente

Die Schildänte , plur. die -n, in einigen Gegenden ein Nahme der Löffelänte, welche auch Schallänte und von einigen im Latein. Schellaria ge…

schildamsel

DWB

schild·amsel

schildamsel , f. eine auf brust und hals weisz gezeichnete jagbare amselart, turdus torquatus Nemnich. Oken 7, 61 . Döbel 1, 54 ; andere nam…

schildamt

DWB

schild·amt

schildamt , n. , mhd. schildes amt, die ritterliche würde mit ihren rechten und pflichten, s. DWB schild 5.

Schildau

Meyers

schil·dau

Schildau ( Schilda ), Stadt im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Torgau, am Fluß S., hat eine evang. Kirche, ein Denkmal des hier gebornen Gen…

schildbank

DWB

schild·bank

schildbank , n. die schild-, schillbanken, schildbanken, schildplanken dienten in älterer zeit zur aufnahme der welle für die ankerketten un…

schildbar

DWB

schild·bar

schildbar , adj. , berechtigt, den schild zu führen, vom ritterlichen stande; mhd. schiltbære mhd. wb. 2, 2, 131 a . Lexer mhd. handwb. 2, 7…

schildbauer

DWB

schild·bauer

schildbauer , m. besitzer eines freien bauerhofes, der mit den ritterbürtigen gleichgestellt ist. Frisch 2, 181 c ( aus Tirol ).

schildbaum

DWB

schild·baum

schildbaum , m. ein indischer baum, aus dessen sehr zähem und leichtem holz schilde verfertigt werden ( adenanthera falcata ). Oken 3, 1690 …

schildbedeckt

DWB

schild·bedeckt

schildbedeckt , adj. : Pylämenes, ein oberster der schildbedeckten Paphlagonier. Bürger 165 a .

schildbesen

DWB

schild·besen

schildbesen , m. pflanzenname, alyssum incanum, auch weiszes schildbesenkraut genannt. Nemnich ; biscutella, doppelschild, schildbesenkraut.…

Schildbestreuet

Campe

◬ Schildbestreuet , adj . u. adv . mit Schilden bestreuet, in Menge bedeckt. »Die schildbestreueten Felder.« Voß.

schildbett

DWB

schild·bett

schildbett , n. : aber der kaiser schwang sich rasch in den sattel, und jagte brausend zur schanze hinaus, wo Sarno erhöht auf dem schildbet…

schildbewaffnet

DWB

schild·bewaffnet

schildbewaffnet , adj. : ( er ) fand den helden Machaon stehn in den mächtigen reihen des schildbewaffneten volkes. Bürger 215 a .

schildbewehrt

DWB

schildbewehrt , adj. : den schildbewehrten sohn des Telamon. Stolberg 14, 168 .

schild als Zweitglied (30 von 182)

ADLERSCHILD

DWB2

adler·schild

DWB2 ADLERSCHILD m. DWB2 staatl. auszeichnung: DWB2 1910 später waren dem adler zwei bären als schildhalter beigesellt worden, dann war ein …

Altschild

DRW

alt·schild

Altschild nl. outschilt, outscilt eine Münze französischer Herkunft 1598 Fruin,KlSteden II 243 Faksimile MnlWB. V 2056 MnlWB. VII 5048

Amtsschild

Campe

amts·schild

Das Amtsschild , des — es, Mz. die — er. 1) Das Schild, welches ein Amt führet. 2) Das Schild, welches manche niedere Beamtete tragen, und w…

armschild

DWB

arm·schild

armschild , m. clypeus; da jeder schild ursprünglich am arme hieng, so musz die benennung aufgekommen sein, seit man auch grosze, die füsze …

aushängeschild

DWB

aushang·e·schild

aushängeschild , n. signum e domo suspensum: man nahm meinen namen zum motto, mein bildnis zum aushängeschild. Tieck 3, 10 .

backschild

DWB

back·schild

backschild , m. backmulde, abweichende lesart für badschild. weisth. 3, 356.

badeschild

DWB

bade·schild

badeschild , m. alveus balnearius, badewanne: auch sal man einen armen man in diseme gerichte lassen sitzen uf dem sime, die wile he sich ma…

bierschild

DWB

bier·schild

bierschild , n. , das ausgehängte schild zum zeichen der schenke: das bierschild zu einer klippschenke. Fr. Müller 1, 168 .

Binnelschild

MeckWB

Wossidia Binnelschild n. Schild im Amtssiegel der Glaser: 'in der Mitte auf einem größeren Schilde 3 Bindelschilder' Gem. Aufs. 1783, S. 90.

blumenschild

DWB

blumen·schild

blumenschild , m. , nach Tac. Germ. 6 scuta lectissimis coloribus distinguunt ( vgl. blumig, bunt): o jünglinge mit den blumenschilden, die …

Bothenschild

Campe

bothe·n·schild

Der Bothenschild , des — es, Mz. die — e, ein kleiner blecherner Schild, am Arm oder auf der Brust mit einem Wappen, den manche öffentliche …

Bronzeschild

GWB

bronze·schild

Bronzeschild Hofrath Helbig, wegen des künstlich getriebenen B-es auf Großherzoglicher Bibliothek 1) GWB Tgb 13.12.28 1) Bezug nicht ermitte…

Busenschild

Campe

busen·schild

○ Das Busenschild , des — es, Mz. die — er; Verkleinerungsw. das Busenschildchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein kleiner, langrunder oder run…

deckschild

DWB2

deck·schild

deckschild m. schildförmige platte bei insekten: 1793 Donndorff thiergesch. 600. 1869 Brehm thierleben ( 1864 ) 6,8.

doppelschild

DWB

doppel·schild

doppelschild , m. in der botanik eine pflanze mit vier langen und zwei kurzen staubfäden und mit kleinen, oben und unten zweitheiligen schot…

emailleschild

DWB2

emaille·schild

emailschild , emailleschild n. : ⟨1919⟩ Bröger held (1930)45. 1978 Härtling Hubert 96. Peperkorn

erzschild

DWB2

erz·schild

erzschild m. : 1832 Droysen Aischylos 2,133. 1882 C. F. Meyer s. w. 1,95 L.

firmenschild

DWB2

firmen·schild

firmenschild n. (zu DWB2 2 ): 1911 Worgitzky lebensfragen 27. 1997 frankf. allg. ztg. 118,11.

Ableitungen von schild (1 von 1)

beschilden

DWB

beschilden , scuto munire, beschildet scutatus: o wie würd der flegelbeschiltete Marcolfus so stolz werden? Garg. 26 a ; o tochter des schre…