lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Kreuz

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
24 in 17 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
185
Verweise raus
124

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kreuz

Bd. 11, Sp. 645
Kreuz (lat. Crux), ein aus zwei sich schneidenden Balken gebildeter Körper und die dem entsprechende Figur; insbes. ein namentlich bei den Alten übliches Werkzeug von dieser Form zur Ausführung der Todesstrafe (s. Kreuzigung), das aber nicht fertig vorhanden war, sondern jedesmal für eine Hinrichtung zurecht gezimmert wurde. Man unterschied zwei Arten, die von Lipsius crux immissa und crux commissa genannten. Das erstere bestand aus einem Längs- und einem unter rechten Winkeln eingefügten Querbalken; über diesem wurde der sogen. titulus, eine weiße Tafel, auf der die Schuld des Verurteilten stand, angebracht, und ungefähr in der Mitte des Langholzes befand sich das Sitzholz (sedile). Ein Fußbrett läßt sich im antiken Strafverfahren nicht nachweisen, scheint aber auch vorhanden gewesen zu sein. Bei der crux commissa (auch Antonius- oder ägyptisches K. genannt) bildet der Querbalken den obern Abschluß des Längsbalkens (T). Nach den ältesten Schriftstellern soll letztere die Form des Kreuzes gewesen sein, an dem Christus gekreuzigt wurde, wogegen aber der Umstand spricht, das der titulus zu Häupten angebracht wurde. Der griechische Buchstabe Tgalt allerdings in der altchristlichen Kirche als heiliger Buchstabe, weil er der Gestalt des Kreuzes Christi am nächsten kam. Andre Kreuzesarten in Gestalt eines X (Andreaskreuz, crux decussata) oder Y (Schächer- oder Gabelkreuz) lassen sich nicht als gebrauchte Strafwerkzeuge nachweisen. Einige andre Kreuzesformen kommen in der Kunst- und Kulturgeschichte vor (s. die Abbildungen). Das sogen. lateinische K. entsteht, wenn der Querbalken oberhalb der Mitte des Längsstammes angebracht ist; diese Figur umgekehrt nennt man das Petruskreuz, weil dieser Apostel mit dem Kopfe zur Erde gekehrt gekreuzigt worden sein soll. Sind die vier Arme gleich lang, so haben wir das griechische K. Das russische K., besonders auf Kirchen, hat zwei Querbalken, deren unterer auch schräg gestellt ist. Auf vorgeschichtlichen Gefäßen und Geräten kommt das Swastikakreuz vor, das auch bei den Buddhisten in Indien religiöses Symbol ist. Bei den Ägyptern findet man das Henkelkreuz, d. h. ein Antoniuskreuz, das oben mit einem Henkel oder Ohr versehen ist, als Sinnbild des künftigen Lebens. Als Erinnerung an den Kreuzestod Christi wurde das K., anfangs in der Gestalt der crux immissa, von den Christen zu einem heiligen Zeichen, zum Symbol des Inbegriffs des Christentums, zum Sinnbilde des tiefsten Schmerzes und des höchsten Heils, zum Erkennungszeichen der Christen erhoben. Der Gebrauch, sich zu bekreuzen, d. h. mit den Fingern das Kreuzeszeichen vor sich hin in die Luft zu bilden, reicht bis ins 3. Jahrh. zurück und ging sehr bald auch in den öffentlichen Gottesdienst über. Die Abendländer machen es von der Linken zur Rechten, die Morgenländer von der Rechten zur Linken, die Monophysiten mit einem Finger, die übrigen Christen mit drei Fingern; gewöhnlich wurden dabei die Worte: »Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes« gesprochen. Seit Konstantin d. Gr. das K. mit dem Monogramm der griechischen Anfangsbuchstaben des Namens Christus (XP) in seine Kriegsfahne aufgenommen (s. Labarum), brachte man es auch an den Häusern, den Straßen, auf den Gräbern, anfangs nur auf denen der Märtyrer, und in den Kirchen, insbes. auf den Altären, an; auch erhielten die Kirchen meistens die Kreuzesform. Ferner ward es Sitte, bei Besitzergreifung neueroberter heidnischer Länder das K. aufzupflanzen. Der Ornat der Geistlichen wurde mit gestickten, gemalten, metallenen Kreuzen geschmückt. Bischöfe und andre höhere Geistliche trugen kostbare Kreuze an Ketten um den Hals (s. Brustkreuz). Mehrere Mönchs- und Nonnenorden trugen das K. in verschiedener Weise auf ihrem Gewand, und bei Begräbnissen, Prozessionen u. dgl. eröffnete es den Zug (Vortrage- oder Prozessionskreuz; s. Tafel »Goldschmiedekunst«, Fig. 10, und die Abbildungen bei »Kruzifix«). Seit die Kaiserin Helena das angebliche K. Jesu in Jerusalem gefunden und einen Teil davon nach Konstantinopel gebracht hatte (s. Kreuzeserfindung), legte man dem K. auch Wunderkraft bei, wie sein Zeichen noch heutzutage vom Volke vielfach als Schutzmittel gegen böse Geister angewendet wird. Die im 5. Jahrh. aufgekommene Sitte, unter dem K. ein Lamm darzustellen, aus dessen Brust Blut fließt, wurde auf dem sechsten Konzil in Konstantinopel 680 verboten und verordnet, anstatt des Lammes den Heiland in Gestalt eines am K. hängenden Menschen abzubilden. So entstand das Kruzifix (s. d.), d. h. ein K. mit dem Bilde des sterbenden Erlösers, das auch die evangelische Kirche als Erinnerungszeichen an den Tod Jesu beibehalten hat und deshalb auf dem Altar aufstellt (Altarkreuz). Vgl. Stockbauer, Kunstgeschichte des Kreuzes (Schaffh. 1870); Fulda, Das K. und die Kreuzigung (Bresl. 1878); E. v. Bunsen, Das Symbol des Kreuzes bei allen Nationen (Berl. 1876); Forrer u. Müller, K. und Kreuzigung Christi in ihrer Kunstentwickelung (Straßb. u. Bühl 1893); Büttgenbach, Die Geschichte des Kreuzes vor und nach Golgatha (Aachen 1897); Engels, Die Kreuzigung Christi in der bildenden Kunst (Luxemb. 1900); weitere Literatur in Kraus' »Realenzyklopädie der christlichen Altertümer«. Die Quellen sind gesammelt in Zöckler, Das K. Christi, kirchlich-archäologische Untersuchungen (Gütersloh 1875). Die Sitte, daß des Schreibens Unkundige anstatt ihrer Namensunterschrift drei Kreuze zeichnen (s. Analphabeten, am Schluß), findet sich schon im 6. Jahrh. und mag sich so erklären, daß das Kreuzeszeichen die Unterzeichnenden an die Pflicht der Wahrhaftigkeit erinnern sollte. Überhaupt war es gewöhnlich, bei Unterschriften von Urkunden selbst außer dem Namen noch drei Kreuze zu zeichnen; auch findet man dieses Zeichen häufig im Eingang von Diplomen und andern Handschriften anstatt der Anrufung des Namens Gottes. Die griechischen Kaiser schrieben ihr Kreuzeszeichen mit roter, die byzantinischen Prinzen mit grüner Tinte, die englischen Könige vor der normannischen Eroberung in Gold. Die Kreuze der altnordischen Runensteine haben ihren Ursprung von dem in Kreuzesform gestalteten Hammer des Thor. Auf Münzen und Siegeln bedeutet ein K. die Stelle, wo man die Umschrift zu lesen anfangen soll. Mehrere Münzen haben von dem Gepräge des Kreuzes ihren Namen, z. B. der Kreuzer (s. d.), der Kreuzpfennig der Stadt Bremen, der Kreuzgroschen, der Kreuzdukaten der Könige von Frankreich seit Franz I., die portugiesische Crusade etc. Im Kartenspiel ist K. die deutsche Benennung für das französische Trèfle; in der Mathematik als stehendes K. (+, plus) Additionszeichen, als liegendes K. (×) Multiplikationszeichen; bei Thermometerangaben bezeichnet+die Grade über 0. In der Heraldik kann das K. wohl als das älteste Wappenzeichen bezeichnet werden, denn die Heere, die nach dem Morgenlande zogen, um das Heilige Grab zu befreien, führten ein K. auf Fahne, Schild und Gewand. Des heiligen Reiches Fahne trug schon vor 1200 ein K.; es ist das St. Georgenbanner, das dem heil. Georg nach der Sage ein Engel vom Himmel brachte. Kaiser Friedrich III. nahm das K. in aller Form in das kaiserliche Wappen auf, doch machten seine Nachfolger davon keinen Gebrauch. In der Heraldik kommen die verschiedensten Kreuzformen vor. Die wichtigsten sind: das lateinische oder Passions- oder Hochkreuz, bei dem der Querbalken kürzer ist als der Längsbalken (Fig. 1), das griechische K. (Fig. 2), das Andreas- oder Schrägkreuz (auch burgundisches K. genannt, Fig. 3), das Gabel- oder Schächerkreuz (Fig. 4), das Antoniuskreuz (auch ägyptisches K. genannt, Fig. 5) und das Tatzenkreuz (auch mantuanisches K. genannt, Fig. 6), das breitendig ausgeschweift ist. Berührt das K. den Schildesrand nicht, so nennt man es abgeledigt oder schwebend (Fig. 7 u. 8). Ist der untere Arm des letzten Kreuzes zugespitzt, so entsteht das Nagelspitzkreuz oder Steckkreuz (Fig. 9). Die Enden der vier Arme des Kreuzes werden in der mannigfaltigsten Weise gemustert. So entsteht das Kleeblatt- oder Brabanter K. (Fig. 10), das Ankerkreuz (Fig. 11), das Krückenkreuz (Fig. 12), das wiederholte K. oder Wiederkreuz (franz. croix croisée, Fig. 13), das Hakenkreuz (Fig. 14), das Halbkrücken- oder Pfötchenkreuz (Fig. 15). Hochkreuze mit zwei oder mehr Armen heißen Patriarchenkreuze (Fig. 16). Vgl. v. Biedermann, Die Kreuze in der Heraldik (Dresd. 1875). Über die Kreuze einiger Ritterorden s. die betreffenden Artikel. In der Musik sind das K. (♯) und Doppelkreuz (×) Erhöhungszeichen (s. Erhöhung). Ein im Generalbaß ohne Ziffer überschriebenes K. bezieht sich auf die Terz. Das aufrechte Kreuz (+) fordert in ältern Drucken den Triller (s. d.), in englischen Musikalien ist es Zeichen für den Daumen (s. Fingersatz). In der neuern Harmonielehre (v. Öttingen, Riemann) bedeutet das+den Dur-Akkord. – Im Maschinenwesen ist K. ein Konstruktionsteil zur Überführung einer hin und her gehenden Bewegung (bei Gestängen) in eine zu dieser senkrecht gerichtete ebensolche Bewegung. Das ganze K. hat vier in Kreuzform, das halbe K. drei in ⊥-Form um eine in Lagern ruhende Welle angeordnete Arme. Das Viertelkreuz ist ein rechtwinkliges Knie (Winkelhebel, Kunstwinkel, Kunstkreuz). – Beim Pferd heißt K. der obere Teil des Hinterkörpers, der von dem Kreuzbein und den Darmbeinen gebildet und als ein Teil der Kruppe (s. d.) betrachtet wird; beim Menschen die Gegend um, das Kreuzbein (s. d.). – Im Seewesen benutzt man K. als Vorsilbe für alle Takelungsteile des Kreuzmastes, z. B. Kreuzbramstänge, Kreuzmars, Kreuzwanten etc.
9523 Zeichen · 173 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kreuʒ

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    kreuʒ s. krëbeʒ.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Kreuz

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    2. Das Kreuz , des -es, plur. die -e, Diminut. das Kreuzchen, Oberd. das Kreuzlein. 1. In der eigentlichsten Bedeutung, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kreuz

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Kreuz auch C-, -tz, ‘Creutz’, mehrfach in graphischer Darstellung als ‘†’ od ‘✝’ (überwiegend in 1); ca ein Drittel der …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kreuz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Kreuz , bei den Orientalen sehr frühe Werkzeug der Todesstrafe und zwar der schmerzhaftesten und schimpflichsten, ging v…

  5. modern
    Dialekt
    kreuzAdv.

    Pfälzisches Wb. · +5 Parallelbelege

    kreuz Adv. : in der Wend. kreiz un quer 'hin und her, durcheinander' [ NW-Frankeck SP-Heiligst ]; vgl. Kreuz 2 h. Südhes…

  6. Sprichwörter
    Kreuz

    Wander (Sprichwörter)

    Kreuz 1. Anderer creutz lere dich das dein tragen. – Franck, I, 148 b ; Gruter, I, 5; Schottel, 1441 b . Dän. : Andres k…

  7. Spezial
    Kreuz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Kreuz n. (-es,-e) 1 (grafisches Zeichen) crusc f. 2 (kreuzförmiges Gebilde) crusc f. 3 (Kruzifix, Kreuzbild) crist (-sć)…

Verweisungsnetz

234 Knoten, 251 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 6 Kompositum 210 Sackgasse 14

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kreuz

737 Bildungen · 697 Erstglied · 34 Zweitglied · 6 Ableitungen

kreuz‑ als Erstglied (30 von 697)

kreuz(e)fart

FWB

1. ›Kreuzzug‹; 2. ›Prozession mit einem Kreuz an der Spitze‹

kreuz(e)gang

FWB

1. ›rechteckig verlaufender Weg im Innenhof eines Klosters‹; 2. ›(Buß-)Prozession‹, ›Wallfahrt‹, ›Gang des Meßmers um jedes Haus mit Weihwas…

Kreuzachter

SHW

Kreuz-achter Band 3, Spalte 1811-1812

Kreuzacker

SHW

Kreuz-acker Band 3, Spalte 1811-1812

Kreuzaxt

SHW

Kreuz-axt Band 3, Spalte 1811-1812

Kreuzaß

SHW

Kreuz-aß Band 3, Spalte 1811-1812

Kreuzband

SHW

Kreuz-band Band 3, Spalte 1811-1812

Kreuzbau

SHW

Kreuz-bau Band 3, Spalte 1811-1812

Kreuzbauer

SHW

Kreuz-bauer Band 3, Spalte 1813-1814

Kreuzbaum

SHW

Kreuz-baum Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzbelle

SHW

Kreuz-belle Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzberg

SHW

Kreuz-berg Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzbickel

SHW

Kreuz-bickel Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzbirne

SHW

Kreuz-birne Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzbiß

SHW

Kreuz-biß Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzbock

SHW

Kreuz-bock Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzborn

SHW

Kreuz-born Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzboz

SHW

Kreuz-boz Band 3, Spalte 1815-1816

kreuzbrav

SHW

kreuz-brav Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzbube

SHW

Kreuz-bube Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzdame

SHW

Kreuz-dame Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzdistel

SHW

Kreuz-distel Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzdorn

SHW

Kreuz-dorn Band 3, Spalte 1815-1816

Kreuzdrache

SHW

Kreuz-drache Band 3, Spalte 1815-1816

kreuz als Zweitglied (30 von 34)

Fadenkreuz

RDWB1

Fadenkreuz n ins Fadenkreuz geraten idiom. - оказаться втянутым во что-л. (напр, в судебное разбирательство)

Hohlkreuz

RDWB1

Hohlkreuz n ins ~ gehe fest. - выгнуть спину, прогнуть спину

Aderlaßkreuz

Adelung

aderlass·kreuz

Das Aderlaßkreuz , des -es, plur. die -e, ein Kalenderzeichen, welches aus einem Kreuze mit einem einfachen oder doppelten Querstriche beste…

Andrēas-Kreuz

Adelung

andreas·kreuz

Das Andrēas-Kreuz , des -es, plur. die -e, ein Kreuz, welches einem Latein. X gleichet, und den Nahmen von dem heiligen Andreas hat, der an …

Ankerkreuz

Adelung

anker·kreuz

Das Ankerkreuz , des -es, plur. die -e. 1) Derjenige Theil des Ankers, welcher an dem untern Ende desselben mit der Ankerruthe ein Kreuz vor…

Antōnius-Kreuz

Adelung

antonius·kreuz

Das Antōnius-Kreuz , des -es, plur. die -e, in der Wapenkunst, ein Kreuz, welches einem Latein. T gleichet, und an welchem der heil. Anton g…

Apfelkreuz

Adelung

apfel·kreuz

Das Apfelkreuz , des -es, plur. die -e, in der Wapenkunst, ein Kreuz, welches an seinen vier Enden Kugeln oder Äpfel hat; das Kugelstabkreuz…

astkreuz

DWB

ast·kreuz

astkreuz , n. heraldisch, ein kreuz mit auswüchsen, ästen, franz. croix clavelée.

ballenkreuz

DWB

ballen·kreuz

ballenkreuz , n. in der wappenkunde, ein kreuz mit runden ballen an den enden.

drehkreuz

DWB

dreh·kreuz

drehkreuz , n. wie drehbaum 1, niederd. rullboom Brem. wörterb. 3, 549. der fuszgänger musz, wenn er hindurch geht, das kreuz umdrehen; s. d…

Dukatenkreuz

Wander

dukaten·kreuz

Dukatenkreuz Das heilige Dukatenkreuz will jeder tragen, aber Gottes Creutz ist jedem zu schwehr. – Lehmann, 81, 37.

gerichtskreuz

DWB

gerichts·kreuz

gerichtskreuz , n. hölzernes kreuz, steinerne säule mit der kreuzigung Christi, als grenzzeichen eines gerichtsbezirks Haltaus 670 ( von 147…

gewehrkreuz

DWB

gewehr·kreuz

gewehrkreuz , m. : gewehr-creuze, werden die hölzernen unten mit einem creuzfusze und am ober-ende mit zween creuzsprossen versehenen stände…

Göpelkreuz

Adelung

goepel·kreuz

Die Göpelkreuz , des -es, plur. die -e, ein hölzernes Kreuz, worauf das Gezimmer des Göpels ruhet; der Göpelsteg.

Großkreuz

Adelung

gross·kreuz

Der Großkreuz , des -es, plur. die -e, bey verschiedenen Ritterorden, eine Benennung der ersten und vornehmsten Ordensritter, welche unmitte…

hakenkreuz

DWB

haken·kreuz

hakenkreuz , n. an den enden mit haken versehenes kreuz ( heraldisch ). Adelung.

hauskreuz

DWB

haus·kreuz

hauskreuz , n. afflictio domestica. Stieler 1037 ; allerlei gemeine hauscreutze hat sie mit sonderlicher gedult getragen. Opels Weigel 353 ;…

hirschkreuz

DWB

hirsch·kreuz

hirschkreuz , n. ein beinahe dreieckiger oder kreuzförmiger, beinharter knorpel, der am grunde des herzens aus der zusammentretung der pulsa…

krückenkreuz

DWB

kruecken·kreuz

krückenkreuz , n. heraldisch, kreuz mit krücken, haken an den enden. Adelung , Krünitz. auch das kreuzstück des krückstocks ( vgl. kreuzkrüc…

lilienkreuz

DWB

lilien·kreuz

lilienkreuz , n. heraldisch ein kreuz, dessen vier balken in lilien auslaufen.

markkreuz

DWB

mark·kreuz

markkreuz , n. auf einer mark errichtetes kreuz, grenzzeichen.

planierkreuz

DWB

planier·kreuz

planierkreuz , n. ein holzgestell in der form eines Antonius-kreuzes (T), worauf die buchbinder die planierten ( durch leimwasser gezogenen …

Rainkreuz

DRW

rain·kreuz

Rainkreuz, n. Kreuz (I) als Grenzzeichen für Fluren bdv.: Rain (III) ein holzäpfelbaum mit 2 raincreütz, in welchen 2 sichtbare nägl geschla…

schächerkreuz

DWB

schaecher·kreuz

schächerkreuz , n. kreuz besonderer form, wie es die bilder der kreuzigung Christi für die schächer zeigen; auch nach Adelung Andreaskreuz: …

Schnatkreuz

DRW

schnat·kreuz

Schnatkreuz, n. (in Stein oder Holz) gehauenes Kreuz als Grenzzeichen bdv.: Schnedekreuz eine neuwe geschnittene eikensaule, warauf ein schn…

steinkreuz

DWB

stein·kreuz

-kreuz , n. , meist steinernes grabkreuz: cippus steinkreutz auff der strassen Frischlin nomencl. (1586) 283 a ; als wir wieder zur linde ka…

stundenkreuz

DWB

stunden·kreuz

stundenkreuz , n. , sonnenuhr in gestalt eines kreuzes, s. Wolff mathem. lex. (1747) 1276 . —

Ableitungen von kreuz (6 von 6)

bekreuzen

DWB

bekreuzen , cruce signare: das gesicht, die stirne, brust bekreuzen; sich bekreuzen, wenn gefahr oder schreckhaftes naht, sich abergläubisch…

gekreuz

DWB

gekreuz , n. subst. verb. zu kreuzen, rhein. 17. jh.: ich frag euch ferner, ob iemand gehört oder gesehen schelt- oder schmähwort, messergek…

kreuze

KöblerMhd

kreuze , sw. M. Vw.: s. krebez

verkreuzen

DWB

verkreuzen , verb. kreuzweise führen, in sich kreuzenden linien gehen machen. kunstausdruck im hüttenwesen, quer durchörtern, durchfahren ( …

Verkreuzung

GWB

Verkreuzung [bisher nicht publizierter Wortartikel]