schnur,
f. funiculus, mhd. snuor,
ahd. snôr, snuor Graff 6, 819,
eng verwandt mit mnd. snôr,
m. (
und n.) Schiller-Lübben 4, 278
b,
während das nnd. theilweise noch das alte geschlecht behalten hat Schambach 200
b,
meist aber ins fem. übertrat; weiter mit ndl. snoer,
n.; altnord. snœri,
n. Fritzner 3, 469
a,
schwed. snöre,
n., dän. snøre,
gen. comm.; und dem goth. snorjo,
f., im ablautsverhältnis stehend zu ahd. snare, sner,
fidis Graff 6, 849,
mhd. snar,
strick, saite, nhd. schnarre,
nd. ndl. snaar, snare,
altn. schwed. snara,
dän. snare,
schlinge, s. schnarre 2
oben sp. 1185.
zu grunde liegen soll eine wurzel indogerm. snô, sn,
flechten, die man auch in ags. snod,
binde und altir. snáth,
faden erblickt und für dem thema von nähen
verwandt hält Kluge
etym. wb.5 334
b.
andere vergleichen lat. nervus,
griech. νεῦρον.
vereinzelt wird das wort im nhd., wol durch nd. einflusz, als m. behandelt: die gewohnheit, .. seine weste mit nadeln zu bestecken, dasz sie wie mit goldenem rundschnur besetzt aussah. Hippel 4 (1828), 393. Steinbach 2, 482
verzeichnet ein masc. schnur,
plur. schnüre
und ein fem. schnure,
plur. schnuren,
in der geschlechtsunterscheidung aber wol weniger einem wirklichen sprachgebrauch, als falschen theoretischen erwägungen folgend. die form schnure
findet sich allerdings häufiger im älteren nhd. bis ins 18.
jh. hinein, schnur,
et schnure, die,
plur. schnuren,
et schnüre. Stieler 1907: das dann Heinrich Meychsner und ich von ratz wegen sahen und im an denselben winckelln der gemein namen und gaben, darmit er das new (
den neubau) in ein schnure pracht. Tucher
baumeisterbuch 263, 2; ich hieb gleichwohl über die schnure. Schweinichen 1, 46; ifg. würden nunmehro zweifelsohne einen diener bekommen, der alles in der schnurre hätte. 3, 100; und man könte vil exempel anführen, da die jenigen, so sich zu weit haben ausbreiten wollen, und über die schnure getreten, drüber gefallen seyn, und in die enge getrieben; ja zu lezt gar vom reiche und leben zugleich getrieben worden. Butschky
Pathm. 817; aber, liebster freund, ums himmelswillen, wie konnten sie so über die schnure hauen? Reiske
bei Lessing 13, 443.
sie mag entstanden sein durch einflusz des alten gen. dat. snüere
oder des neuen schwachen plur. schnuren,
der hier jedoch nicht wie bei den meisten starken femininis durchgedrungen ist: die perlenschnuren, womit ihre arme und ihre kleinen netten füszchen umwunden waren, schienen blosz da zu seyn um die blendende weisze derselben zu erhöhen. Wieland 12, 180; vom dachboden und aus dem keller brachte man verschiedene trommeln, woran grosze bleierne kugeln an schnuren bevestigt hingen. Schiller 4, 220; 'was hindert mich, rief er aus, dasz ich nicht eine der grünen schnuren ergreife und sie, wo nicht eurem hals, doch eurem rücken anmesse!' Göthe 24, 97.
das wort ist auch ins finnisch-lappische gedrungen Thomsen 158.
bedeutung und gebrauch. schnur
bezeichnet in der regel ein aus mehreren fäden zusammengedrehtes rundes band von mittlerer stärke, das die mitte hält zwischen dem schwächeren faden
und der stärkeren leine,
dem seil. Adelung. 11)
in allgemeiner anwendung, zum festhalten: eʒ spricht Albertus, daʒ er selber mit seiner hant ain snuor in ain geweltigeʒ feur würf, diu was gemacht auʒ des tiers (
des salamanders) wollen, und lieʒ si sô lang in dem feur, unz daʒ si glüend wart als ain haiʒ eisen. Megenberg 278, 10; er (
Simson) aber zureis die seile wie eine flechsen schnur zureist, wenn sie ans fewr reucht.
richter 16, 9; deine lippen sind wie eine rosinfarbe schnur, und deine rede lieblich.
hohes lied 4, 3; an einer schnure hangen,
a funiculo pendere Steinbach 2, 483; mit schnuren binden,
resticulis constringere. ebenda; ein tîr gât in Libano, daʒ heiʒ dû dir giwinni, dî âdirin bringi. ich sagi dir rechti wî dû dû. dar ûʒ werchi eini snûr, dû wirt scarf undi was. Müllenhoff - Scherer
denkm.3 1, 127, 44; dô bunden si ir die hende .. mit sîdînen snuoren.
kaiserchron. 11882
Schröder; daʒ zôch er ûʒem buosem sîn an einer snüere sîdî
n. Wolfram
Parz. 51, 16; an sînen vuoʒ bant er (
der frosch) die mûs mit einer snüere. Boner 6, 11; ich bint an myn zehen ein snuer und in daʒ vensterlein. Keller
altd. erz. 312.
gnomisch: einer mag uberweldiget werden, aber zween mügen widerstehen, denn ein dreifeltige schnur reisset nicht leicht entzwey.
pred. Sal. 4, 12; nicht noch eins (
ein glas), herr Just? eine vierfache schnur hält desto besser. Lessing 1, 511; lange schnur hat auch ein end. Droste - Hülshoff 359.
in sonstigen bildlichen wendungen: Minne, dîne snüere die twingent daʒ herze mî
n. Neidhart v. Reuenthal 55, 10; dâ diu sælde span sîner êweklîchen wunne snuor.
minnes. 2, 324
b Hagen; wie die clâre Blanziflûr, bestricket in der minne snûr, mit Tristande durch
amûr heim zu Parmenîe fûr.
erlösung 94; wollte, wollte gott, dasz nur deines lebens schwache schnur etwas noch hier auf der erden hätte müssen länger werden. P. Gerhardt 255, 22
Gödeke; das leben und der tod sind fest an einer schnur. A. Gryphius (1698) 1, 154. 22) schnüre
an rüstung und kleidung, so am helm: die finteiln er für sich pant, gein strîter wolde füeren den helm er mit den snüeren eben ze sehne ructe. Wolfram
Parz. 260, 14; einen helm er in der hende fuorte, des gebende wâren snüere sîdî
n. 443, 22.
am hut Adelung: ein grâwer windischer huot mit einer grâwen snuor.
Schwabensp. bei Lexer
mhd. handwb. 2, 1045; item der kaiser het einen slehten swartzen langen rok an, ein swartze slehte kappen am hals und einen swartzen praiten hut auf mit einer slehten snur vierfach darumb.
d. städtechr. 10, 327, 9 (
von 1471); so will ich eüch ein reiche schnuor uff ewern huot schicken.
Galmy (1540) 79
a (
cap. 32); do hat er ain quidam in der herberg gefunden, so ain guldene schnur umb den huet gehapt, wie ainest der adel zu haben pflegt.
Zimm. chron. 2, 300, 19; der huot was niwe, diu snuor niht alt. Wolfram
Parz. 313, 12.
vgl. auch hutschnur
oben th. 4, 2, 1994.
an sonstigen kleidungsstücken, schnur, an den kleidern,
funiculus ad ornatum, limbus e funiculis constans Frisch 2, 217
b: dy manne trugen jopen forne uffene mittenander unnd wisse adder von gewande kostliche brost tuchere unnd uber her gesnuret mit syden snuren adder mit breiten senckeln. K. Stolle
Erfurter chron. Haupts
zeitschr. 8, 319; und man sol das schiltlin mit seinen ringen, mit einer gelen schnur an die ringe des leibrocks knüpffen, das es auff dem künstlich gemachtem leibrock hart anlige, und das schiltlin sich nicht los mache.
2 Mos. 28, 28; seidene schnüre auf dem rock,
liste, galloni, passamani di seta sulla gonna. Kramer
deutsch - ital. dict. 2 (1702), 635
a; denn er ist hochgewachsen und breit, trägt statt der schnallen schnüre an den beinkleidern. Hebel 2, 171; man truoc im einen mantel dar: den legt an sich der wol gevar; mit offenre snüere. Wolfram
Parz. 228, 11; diu magt si brâhte und begunde klagen, der mantel wære âne snuor. 306, 18; mit borten was alle ire wât wol bestalt und umbenât, gevaʒʒet mit spêhen snüeren. Heinr. v. Freiberg
Trist. 1533; ich han gut schnur in das unterhemd.
fastn. sp. 477, 24
Keller; ach lüftet mir die schnüre (
des mieders), dasz mein beklemmtes herz raum hat zu schlagen.
Shakespeare Richard III 4, 1.
an der uniform des soldaten als auszeichnender schmuck: schieszschnüre, schnüre der einjährigen, fangschnüre des generals.
zum zusammenhalten und als schmuck der haare: man sach ir goldes eine snuor zeinem schapel ûfe ligen. Konr. v. Würzburg
Engelhard 3010; 'Grette flicht die zöpffe lanck!' sie sein geflochten durch und durch mit schnüren.
bergreihen 102, 16
neudruck. von solchem gebrauche ausgehend in freier bildlicher anwendung: heimat, höre meinen schwur! kehr' ich heim, mit schnur um schnur schmück' ich dich aus golde pur. Rückert (1841) 290.
betschnüre der juden: die juden haben schnüre mit denen sie die arme beym gebet umwickeln, so wickle ich dein holdes band um den arm wenn ich an dich mein gebet richte. Göthe
briefe 5, 80
Weim. ausgabe. 33)
an mannigfachen werkzeugen und geräten. 3@aa)
am zelte: uber dise selbe heilcheit so was ein gezelt vil breit gedenet mit den snuoren von umbehangen tiuren. Diemer
deutsche ged. des 11. u. 12. jh. 81, 7; disse zeltes snüere wâren sîdîn garwe und niht von einer varwe, rôt grüene wîʒ gel brûn, geworht sinwel. Hartman v. Aue
Erec 8921; ein gezelt: daʒ zeigte rîcheit. ouch was der plân wol sô breit, daʒ sich die snüere stracten dran. Wolfram
Parz. 61, 17; dha wart dhe plan mit richer wat unz an dhe muren vordhecket, menich pavlun und thelt gestrecket, an ir snoere scone gerecket.
deutsche chroniken 2, 543, 6699.
mhd. die snüere
kommt oft der bedeutung '
zelte'
oder '
zelt'
gleich: diu küngîn an die snüere reit. Wolfram
Parz. 82, 30; Segramors im durch die snüere lief. 285, 14; zwuo zuncfrouwen sprungenher ûʒ für die snüere.
Tit. 156, 1; der rœmesch keiser heltet noch in den snüeren.
Lohengrin 4935. 3@bb)
das netz, wildfallen bestehen aus schnüren.
daher im bilde: wenn ich ihn gefangen mit mir führe, lock' ich manch andren fang vielleicht in meine schnüre. Rückert (1882) 12, 151.
vgl. auch die oben unter 1
angeführte stelle Neithards v. Reuenthal 55, 10. 3@cc)
zur handhabung der puppen im puppenspiel: rihtet zuo den snüeren die taterman.
wachtelm. 151. 3@dd) schnur
an der angel Campe.
im bilde: geistesfreiheit, frivolität! da zappelt der fisch wieder an der langen schnur und hält sich für einen luftspringer! Keller (1894) 3, 206.
vgl.angelschnur oben theil 1, 347. 3@ee)
an der peitsche Campe.
vgl. peitschenschnur oben th. 7, 1532. 3@ff)
am klingelzug: es blieb uns nichts übrig, um ihnen den einfall aus dem kopfe zu bringen, als dasz ich auszen am bette in die höhe stieg und die schnur vom drahtzuge abschnitt. Thümmel
reise 7 (1800), 54. 3@gg)
an der uhr, schnure, woran das gewicht hanget,
libramentum pendulum horologii Stieler 1907: (
sie) trippelte dann auf knirrendem sande zur wanduhr leis', und knüpfte die schnur des schlaggewichts an den nagel, dasz ihm den schlaf nicht störe das klingende glas und der kukuk. Voss 2, 275. 3@hh)
am spinnrade, die spule und das rad verbindend, nach Jacobsson 7, 266
a eine darmsaite, aber auch aus fäden gedreht, nd. snor
korrespondenzbl. des vereins f. nd. sprachforsch. 1, 77. 2, 29: nein, der faden musz wenigstens abbrechen und die schnur vom rade fallen. Möser
werke 9, 123. 3@ii)
sicherer als diese anwendung (
h)
weist der mhd. gebrauch von der sehne des bogens, die zwar manchmal aus fäden, meist aber aus thierhaut oder därmen gedreht ist, darauf hin, dasz das wort ursprünglich ein weiteres bedeutungsgebiet umfaszte als später: ê daʒ der snelle phîl her dan von der senewen snüere gesnurrete und gefüere. Konrad v. Würzburg
troj. krieg 6121.
das gleiche gilt von der alten verwendung im sinne von '
saite'
an musikalischen instrumenten, als man ehmahls eine lautenseite, eine schnur genannt. Frisch 2, 217
b: die snüere müeʒen brechen wol, swâ der esel klenket gigendœne.
minnes. 3, 452
a Hagen. 3@kk)
auch der gebrauch von den tauen eines schiffs, wie ihn die folgende stelle zeigt, veranschaulicht die ältere allgemeinere anwendung: uns bricht mastboum, sägel, schnuor. Brant
narrensch. 108, 105
Zarncke. ebenso erscheint es sonst gelegentlich in älterer sprache für '
tau, seil',
so für das seil des seiltänzers: ich kan wunder an der snüere.
minnes. 1, 209
a Hagen. 44) schnur
zum foltern (
vgl.schnüren 3): die schnur, da der hencker einen mit fiedelt, folterseil,
fidicula. Corvinus
fons lat. (1660) 261
b. Frisch 2, 217
b. 55)
zum aufreihen, schnur, etwas daran in eine reihe, durch gebohrte löcher anzufassen,
linea. Frisch 2, 217
b; perlen, korallen, tobaksblätter auf eine schnur ziehen. Adelung, '
auch eine menge solcher aufgereiheter körper'
ebenda, mit gen.: eine schnure perlen,
margaritarum linea Steinbach 2, 483, eine schnur korallen Adelung: sie nahm ihre schnure perlen vom halse. Lohenstein
Armin. 2, 410
b; die erbschaft, worin auszer dem baaren gelde, viele kostbare diamanten, und insbesondere eine schnur orientalischer perlen von solcher schönheit wären, dasz eine kayserin sich nicht schämen dürfte sie zu tragen. Möser
patr. phant. 4, 78; damit die reichen vettern eine gute meinung von ihrem wohlstande bekämen und sich ihrer nicht schämen dürften, band sie eine schnur gekrümmter dukaten um den hals. Musäus
volksm. 1, 39
Hempel; du kannst dich mit einer schnur perlen erwürgen. Schiller
kab. 5, 1; wenn sie was zaubern wollen, so möchten sie die schnur perlen von einander reiszen. Raimund 1 (1891), 302,
neben einem unflectirten collectiv: eine schnur tobak,
auf eine schnur gereihte tabaksblätter Adelung; ich möchte mir selbst einmal eine schöne schnur bernstein zusammenfischen. Cl. Brentano
ges. schriften 4, 425;
oder als compositum, so korallenschnur, perlenschnur, fruchtschnur, blumenschnur, laubschnur
bei den malern und bildhauern Jacobsson 4, 31
b. Adelung. die bêtschnuer (
Pusterthal),
der rosenkranz, paternoster Schöpf 642,
vgl. oben 2
am ende. bildliche wendungen: am ende hört sich eine geschichte, die uns gerade in den wurf kommt, wohl noch zum zweitenmal wieder, sonderlich wenn sie auf die schnur gezogen ist. Claudius 7, 11 (
wol '
mit andern in verbindung, in einen gröszeren zusammenhang gebracht ist'); ich theilte nun den reichthum meiner von den myriadenfältigen schönheiten überschwängerten blicke, und warf, so viele ich deren von den gegenständen meiner bewunderung loszureiszen vermochte, auf das freundschaftliche wesen in mir, das jeden thautropfen der äuszeren sinne mit dürstendem verlangen auffing, und zu einer schnur für die ewigkeit an einander reihte. Thümmel
reise 7 (1800), 225. auf der schnur haben,
von einer reihe von vorstellungen, die man fest im gedächtnis hat: der gemeine mann hat das mannigfaltige, was ihm aufgetragen wird, gemeiniglich besser auf der schnur, es nach einer reihe zu verrichten und sich darauf zu besinnen. Kant 10, 193,
vgl.am schnürchen haben
unter schnürchen.
auch die wendung von, aus der schnur leben, zehren,
mhd. verzern
wird auf diesen gebrauch zurückgeführt, von der schnur zehren Schottel 1112
a,
vivere dalla cordicella, cioè dalla borsetta senza guadagnar nulla Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 634
c, von der schnur leben, heiszt bey einigen, die nicht zu zehren haben, von dem zurück gelegten immer etwas zusetzen, als von den zusammen gerollten ducaten, immer einen nach dem andern von dem hals - gehäng herab ziehen,
sensim consumere parta Frisch 2, 217
b, von der schnur leben, zehren,
vom capital, vom grundstock des vermögens (
fränkisch) Schm.
2 2, 581, vunn der schnûre lwen Jecht 98
b,
vgl. von dem bändlein ò bändel zehren,
vivere dalla cordelletta cioè dalla propria borsa senza guadagnare nulla; tirare la cordelletta (
della borsa) Kramer
deutsch-ital. dict. 1 (1700), 113
c,
auch bendlein
oben theil 1, 1466
und Borchardt-Wustmann
sprichw. redensarten (1894) 423, 1057: die von der schnur zehren, die müssen das gelag (geloch) bezahlen. Petri 2 (1605), R s
a. Henisch 634, 20; wo will aber ein faullentzer diese 3 pfennig (
zehr-, ehr-, notpfennig) nehmen, der nichts begehrt zu erwerben, sondern immer auff der bärnhaut liegt und aus der schnur zehret? Creidius
nupt. 2, 277; weiln (
ich) aber auszer dem geld-beutel meiner lieben mutter, die doch nebst denen noch übrigen 5. kindern, selbst von der schnure zehren muszte, wenige beyhülffe zu suchen wuszte.
Felsenburg 2, 10; swie er hete vil genûc, alsô lange er umme fûr, und verzerte von der snûr, unz er wart metalle blôʒ.
Marienleg. 20, 32
Pfeiffer. dieselbe anwendung liegt augenscheinlich dem ausdruck die schnur nehmen,
die zeche bezahlen, es büszen zu grunde: aber leider mein suon hat die schnuor dar ob nehmen müssen. Wickram
nachb. 94
a.
ebenso erklärt man daraus östr. schnur
als bezeichnung des zusammen gesetzten geldes beim kegelspiel, das derjenige einzieht, der die meisten kegel schiebt, der einsatz Castelli 228. Schm.
2 2, 581: Lottchen gilt die schnur! mein musz sie sein! (er scheibt hinaus, die kegel fallen alle.) Raimund 1 (1891), 287.
bergmännisch ein faden, woran der bergmeister die muthzettel fädelt, so lange die muthung noch nicht bestätigt ist, daher: das gemuthete, die muthung an der schnur halten,
durch erlängen, antrag um bewilligung einer frist das recht am gemutheten erhalten, auch diese bewilligung ertheilen Jacobsson 4, 31
b. 66)
zum messen, zur bestimmung gerader richtung: lundisch, ennglisch, perpinionisch, oder einich annder dergleichen tuch, die man ungehefft, auch ein teil on verzeichnüss der pley herbringt, und die mit der schnur gestrichen oder gemessen [werden].
Nürnb. polizeiordn. 133; da war ein man, des gestalt war wie ertz, der hatte eine leinen schnur (
variante messchnur) und ein mesruten in seiner hand.
Hesek. 40, 3; dein acker sol durch die schnur ausgeteilet werden.
Amos 7, 17; nun pflügt er als ein feuermann auf seines nachbars flur, und miszt das feld, hinab hinan, mit einer glühnden schnur. Hölty 187, 44
Halm; im bilde: der wirt der kan des hûses reht wol meʒʒen nâch der snüere.
minnes. frühl. 22, 22.
bergmännisch schnur,
funiculus cannabinus Bech
Agricolas bergwerkbuch register, eine dünne leine aus hanf, zwirn oder seide für markscheiderische vermessungen, auch maszschnur, verziehschnur Veith
bergwb. 425. Scheuchenstuel 216: die schnur strecken, ziehen,
vermessen Veith 425. in die schnur greifen,
den markscheider am messen hindern, temerario ausu negotium mensoris metallici impedire Frisch 2, 217
b. Jacobsson 4, 33
b. Veith 425. mit verlohrner schnur messen, wann einer nur zu seiner nachricht durch den marck-scheider sein feld bis zur marckscheide abziehen und abpfählen lesset, obgleich sonst die gewöhnlichen umstände nicht dabey vorgehen. Frisch 2, 217
b,
vorläufig vermessen, überschlagen, auch eine verlorene schnur ziehen, die verlorene schnur gehen lassen Veith 425.
weiter bergmännisch auch im sinne von loth, faden mit bleigewicht zur bestimmung verticaler richtung Jacobsson 4, 31
b.
allgemeiner im baugewerbe, bei den malern u. s. w. zur bestimmung gerader richtung überhaupt, so bei den maurern ein stricklein, dessen sie sich bedienen um die mauer nach der länge in gleicher dicke darnach aufzuführen. ebenda, auch in weiterer anwendung: intendant Gayot hatte sich vorgenommen, die winkeligen und ungleichen straszen Straszburgs umzuschaffen und eine wohl nach der schnur geregelte, ansehnliche, schöne stadt zu gründen. Göthe 25, 255.
ähnlich bei den zimmerleuten, schnur, oder linien der zimmerleuthen,
rubrica Dasypodius,
amussis fabrorum materiariorum, regula fabrorum rubrica illita Frisch 2, 217
b,
auch richtschnur, rötelschnur: der ander zimert holtz, und missets mit der schnur, und zeichets mit rötelstein, und behewet es.
Jes. 44, 12;
im bilde: er (
der kämpfer) zimberte wol âne snuor. Stricker
Daniel v. d. bl. Th. 3690
Rosenhagen; ân winkelmâʒ, ân snuore vil mangeʒ wirt verhouwen in geselleclîcher fuore, swâ ein geselle dem andern wil getrouwen. Hadamar v. Laber
jagd 283. enen in den snoor krigen,
mit der meszschnur fangen, wie die zimmerleute und maurer thun, wenn sie von einem, der den bau besieht, ein trinkgeld haben wollen. brem. wb. 4, 897, in die schnur nehmen Wander 4, 310,
vgl.schnüren. über die schnur hauen,
eigentlich vom zimmermann, der beim behauen der balken über den mit der gefärbten schnur
geschlagenen strich hinaus haut, der die richtung angibt, nach Frisch 2, 217
b auch vom bergmann, wann er dem nachbarn über seine schnur haut,
häufig in bildlicher anwendung, passer les bornes de son devoir Schottel 1406,
transilire lineam, immodice facere, lascivire Stieler 1907,
stratagliare il filo ò la corda, cioè passar il segno, il termine, i limiti Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 634
c,
lineas transilire Steinbach 2, 483,
excedere, modum transire Frisch 2, 217
b,
das gehörige masz der menge, der billigkeit, der wahrscheinlichkeit und so fort überschreiten Adelung. Schm.
2 2, 581. Vilmar 364. Seiler 261
b, ôwer den snôr hauen Schambach 200
b.
in ausgeführtem, die entlehnung veranschaulichendem bilde: was das bleyscheid und rechte kirchenschnur unnd masz belanget, sollet jr wissen, das der propheten und apostel lere, unser richtschnur unnd bleywoge und rötelstein ist, darnach wir alle andere abrisz oder muster in der kirchen abmessen sollen, auff das wir bawleut nicht uber dise schnur hawen, oder den kirchenbaw nicht ungerad auffüren, ... denn der propheten und aposteln schnur und rötelstein, rötet und weiset uns auffs blut unnd wunden Jesu Christi, disz ist das einige löszgelt und bezalung für unsere sünde. Mathesius
Sar. (1571) 98
b.
der zusatz der folgenden stelle kennzeichnet die absichtlichkeit, verwischt aber die alte bedeutung: er (
Voltaire) machte sich manchmal sprung- und stoszweise luft, liesz seiner laune den zügel schieszen und hieb mit ein paar fechterstreichen über die schnur. Göthe 26, 60.
in älterer sprache wird unbildlich das vergehen in einem syntactisch gleichen zusatze genannt: der official ist kumen her und wil verhörn man und frauen, ob iemant über di schnur het gehauen mit spil, mit wucher, mit feir zuprechen und was das gaistlich recht schol rechen.
fastn. sp. 769, 6
Keller. ähnlich: so der künig über die schnuor heüw in eim todtfall (
in causa capitali), er wurd gleich wol verurteylet zum todt. Franck
weltb. 87
a.
ohne derartige nähere bestimmungen, in allgemeinem sinne, das rechte masz, seine befugnis überschreiten: der hencker sollte mir den dienstboten holen, der mir ein einziges mal über die schnur hiebe. Möser
patr. phant. 4, 103; wie unsre vorfahren alle ehrfurcht für ihren fürsten gehabt, wenn er sie regiert wie er sollte; und wie sie sich gleich vorsahen, wenn er über die schnur hauen wollte. Göthe 8, 201; gleich hauen die männer über die schnur, wenn man ihnen ein bischen luft läszt. 11, 310; sie (
die bauern) schreiben dem sonderling besondere einsichten und kräfte zu, welche zu nutznieszen sie eine unüberwindliche lust verspüren, im gegensatze zu den städtern und aufgeklärten, so ihren rat bei denen holen, die niemals von der goldenen mittelstrasze abweichen und niemals über die schnur gehauen haben. Keller 5 (1894), 159; wer iemant hett an eren geletzt, oder uber die schnur gehauen, es weren man oder frauen, das sol man an dem rechten melden.
fastn. sp. 241, 8; wir haben zu ser über di schnur gehauen und haben ein grobs leben gefürt. 724, 6.
so in älterer sprache vielfach vom unerlaubten geschlechtlichen verkehr: der könig hat nun zum vierdten mal herrn Tristanten und der frawen gewalt geben, und mit willen vergönnet, dasz sie bey einander seyn sollen, als offt es jhnen gefalle. hauwet aber herr Tristant uber die schnur, es ist jhm je nach meinem verstandt nicht zu verargen.
buch der liebe 89
c; Juno, wurde ganz voller eiffer, aus beysorge, ihr buhlerischer gemahl würde ihr nun wieder über die schnur hauen. Birken
ostl. lorbeerh. 395; wenn schon ein mann über die schnur hauet. Lohenstein
Armin. 2, 100; do sprach einer, der mir (
Alheit) args gunt, ich hett ein eisen ab gerant und hett oft uber die schnur gehauen.
fastn. sp. 248, 31; hort, freunt, so must ir euch auch sparn, furpas mer uber die schnur zu hauen, und zieht nit mer mit andern frauen! 546, 2; auch clagens über closter frauwen die also über die schnuor thünd hauwen, wann sy aderlassen und baden, thuond sy junckherr Clementen laden, der hat mit jn ain haimlichs mütlin. Gödekes
Pamphil. Gengenbach 405, 82.
nd. över de snoor hauen,
einen tüchtig überholen, überlisten, betrügen Schütze 4, 146,
lügen, aufschneiden: also machte ich es auch, wann ich von vögeln, thieren, fischen und erdgewächsen zureden kam, meinen beherbergern, die solches begehrten, die ohren damit zukrauen. wann ich aber verständige leute vor mir hatte, so hieb ich bey weitem nicht so weit über die schnur.
Simpl. 2, 197
Kurz; grob hab ich ubert schnur gehawt, derhalb man mir auch nit mehr trawt. H. Sachs 1 (1558), 542
c.
milder, von übertriebenen behauptungen, betrachtungen Reiske
bei Lessing 13, 443 (
die stelle s. oben unter dem formalen); gott weisz, wie lange ich noch unter meiner reisemütze so über die schnur gehauen hätte, wäre mir nicht, sobald ich auf meinem gestrigen plätzchen wieder fest sasz, der beschwichtiger aller heillosen grillen (
der schlaf) .. zu hülfe gekommen. Thümmel 10 (1805), 149.
vom übermäszigen geldausgeben: für das verflossene jahr habe ich ohnedem schon über die schnur gehauen, und mehr gekauft als ich sollte. Lessing 12, 391.
von unmäszigkeit im essen und trinken: allein wie die masz zu allen dingen gut ist, so soll man auch sehen, dasz man hie (
beim hochzeitsmahl) nicht über die schnur haue, und etwa das hertz beschwere mit fressen und saufen. Creidius
nupt. 2, 214,
besonders im trinken Frommanns
zeitschr. 5, 73, 111 (
nd.): do beflisse sich menigclich, das dem doctor der durst würde gelescht, und wiewol er ungern sich im trunk einliesze, dann es war nur eitel weisheit und vernunft umb in, iedoch liesze er [durch] die guete wörtlin sich dohin bringen, das er weiter, dann sein brauch, über die schnur heube und nit ausserm haus kommen kont, sondern sich uf den nechsten banck schlaffen legte.
Zimmer. chr.2 3, 113, 28.
daher auch über die schnur trinken: auszerdem brachten sie mir alten ächten Rheinwein zu. selbst der pastor hätte sich da nicht gehalten. ich trank etwas über die schnur. Sturz 2, 410.
statt über die schnur hauen
sagt man auch appenzellisch weder d' schnuer ana haua, nebet d' schnuer usa choh (
kommen). Tobler 396,
in älterer sprache über die schnur fahren: wie mag ich mich gewis versehen, das alle meine werck gott gefellig sind, so ich doch zu weilen falle, zu viel rede, esse, trincke, schlaffe, oder je sonst uber die schnur fare, das mir nicht müglich ist zu meiden? Luther 1, 230
a; wenn man ein wenig zu viel lachet, und uber die schnur feret, so schnurren und purren sie (
die gleiszner). 4, 128
b,
mit veränderung des bildes (
etwa vom angespannten pferde her oder allgemein die abgrenzung eines raumes durch eine schnur meinend) über die schnur treten: Vespasianus, der zechent kaiser, da das ganze reich ersaigert was bei vier kaisern nach einander vor im (wan die amptleut reich waren worden, die kaiser und kamer arm), schauet er gar eben auf die selben procurirer: so sie nur ain wenig über die schnur traten, straft er sie. Aventin
werke 1 (1881), 224, 27; sie (
die christliche kirche unter dem bilde der Sara) darff alles thun was sie wil, allein das sie nicht uber die schnur trette, und einem andern anhange. Luther 4, 100
b; wie solt doch unser liebe mutter (
die kirche) also uber die schnur getretten haben? solten sich dann alle catholische mit jren viln centnern gute werck und verdiensten ohn begeltung verrechnen? Fischart
bienenk. 96
a.
in ausgeführterem bilde Butschky
Pathm. 817 (
die stelle s. oben unter dem formalen).
ähnlich über die schnure schreiten,
modum excedere Steinbach 2, 483,
vgl. auch schnurschlag
unten. Wolfram
gebraucht von allzu hitzigen kämpfern eʒ überhouwen: in dûhte, er hete wol erbiten der die vaste vor im striten: wie siʒ heten überhouwen, daʒ wolt er gerne schouwen (
mit folgender beziehung auf den zimmermann).
Willeh. 394, 11,
und als gegensatz dazu nach der snuor houwen: Poydwîʒ al anders fuor: er kunde wênic nâch der snuor houwen nâch ir marke. 18.
auch allgemeiner findet die schnur
mannigfache anwendung zur bestimmung gerader richtung: bäume
etc. nach der schnur setzen,
plantare alberi etc. alla fila. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 634
c.
vergleichend mhd. als ein snuor,
in gerader richtung: unde der eine wec, der dâ zuo dem himelrîche gêt, der gêt die rihte rehte für sich zuo dem himelrîche als ein snuor ân alleʒ irresal. Berth. v. Regensburg 1, 170, 23; der engil der ir solde pflegen pflach ir daʒ ir schif vûr wol gelîches als ein snûr hin zu Hyspanienlande.
pass. 220, 45
Hahn, ebenso: die richte alsam an einer snuor der schifman gein Litan vuor. Heinrich v. Freiberg
Trist. 4093.
in gleichem sinne: der die werlt umbe füere gelîch nâch einer snüere. Heinrich v. Neustadt
Apoll. 4213; der deu lant durchfüere gelîch nâch einer snüere von Ackers zuo dem Rîne. 15284.
freier die rechte schnur,
die gerade linie: also haben sich Antiphon, Cusa, Cardus, Borillus und andere jämmerlich geplagt und bemühet, wie sie das, so rund ist, in das gevierte könnten bringen, auch die rechte schnur oder gleiche linien mit der krummen vergleichen. Luther
tischreden 1, 67.
auch schnur
allein erscheint im sinne von '
gerade linie, gerade richtung'
: einen neubau in ein schnure pringen. Tucher 263, 2 (
die stelle s. unter dem formalen);
sprichwörtlich: nicht alles kan zur schnur gebracht werden. Schottel 1119
a.
in der besonderen bedeutung '
gerade geschlechtsreihe, directe descendenzlinie': aber vor Christus geburt, nam gott nur eine schnur für sich von Adam auf Abraham, und furthin auff David, bis auff Mariam, Christus mutter, die gottes wort gehabt haben. Luther 2, 421
b; Jacob sey Josephs natürlicher vater, nach S. Mattheus schnur, aber Eli ... sey sein vater nach Lucas schnur. 8, 126
a; weil der verheissene weibes samen ausz Sems schnure und nachkommen solte geboren werden. Mathesius
Sarepta (1571) 81
b. nach rechter schnur, nach der schnur
heiszt weiter bildlich '
nach der ordnung': liesz einem jeden nach der schnur der gesetze widerfahren. Micrälius
altes Pommern 4, 120; nach der schnur leben,
vivere alla fila cioè regolatamente, assestatamente Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 634
c; alles nach der schnure haben wollen,
ad perpendiculum omnia dirigere Steinbach 2, 483,
exactum esse Frisch 2, 217
b; ihr letztes schreiben, liebster Lessing, hat sich unter meinen papieren verloren, also kann ich's nach der schnur nicht beantworten. Gleim
bei Lessing 13, 100; einmal stand er mir in der fehde gegenüber; er focht nicht nach der schnur, aber überflusz an kraft und unerschrockenheit machte den mangel dreyfältig gut. Ludwig 4, 265; es ging mir jetzt alles nach der schnur. Keller 4 (1894), 33; herr ... gib, dasz ich allen pracht der welt, mög' inniglich verachten, auch nimmermehr nach hoher ehr und groszem namen strebe besondern nur nach rechter schnur der wahren christen lebe. Rist
n. himml. lieder 3, 266.
freier alles in der schnur haben,
in ordnung. Schweinichen 3, 100 (
die stelle s. oben unter dem formalen).
daher dann überhaupt schnur
metaph. amussis Dasypodius, figürlich, wonach man sich richten musz, als nach regeln,
canon Frisch 2, 217
b: diese güldene schnur der heil. schrift, daran er sich stets gehalten, hat ihn nicht lassen zu weit gehen. Brandt
bericht vom leben Taubmanns 64.
aus dem gebrauch der schnur
als maszwerkzeug entwickelt sich die verwendung des worts als maszbezeichnung: und er machet ein meer gegossen, zehen ellen weit von einem rand zum andern, rund umbher, und fünff ellen hoch, und eine schnur dreissig ellen lang war das mas rings umb.
1 kön. 7, 23; es fielen aber auff Manasse zehen schnüre ausser dem lande Gilead und Basan, das jenseid dem Jordan liegt.
Jos. 17, 5; eine schnur, so wol die land- als wald- und holtzes-schnur hält 52. Prager ellen. das maasz oder mesz aber der schnur hat den anfang von einer gewissen reise. dann die Egypter und andere völcker pflegen ihre schiffe an dem gestad oder ufer mit seilen gegen dem strom zu ziehen, in gewisser weite, so sie schnüre nennen, da dann, wann ein theil müde, und von der arbeit verlegen ist, die andere sie ablösen müssen. Hohberg 3, 56.
bergmännisch ein lehen von 7. lachten,
portio septem orgyiarum Frisch 2, 217
b. Veith 426: der perkrihter sol die grûben verleihen und schnûr geben.
quelle bei Lexer
mhd. handwb. 2, 1045.
freier wie '
antheil': ich wil dich, fieng er an, bedencken, und das land Canaan dir schencken, dasselbe sol euch ingemein des erbes losz und schnure seyn. Opitz
ps. s. 198.
die zum zwecke geographischen messens um die erde gedachten grade werden gelegentlich so bezeichnet: was volcks wone under yeder schnuor. Brant
narrensch. 66, 12
Zarncke. 77)
schnurähnliches, 7@aa)
in nabelschnur, samenschnur. 7@bb)
als bezeichnung der in einem ziegelofen rückwärts parallel liegenden ziegel, die zum brand eingelegt sind Jacobsson 4, 32
a. 7@cc)
eine pferdekrankheit, wobei sich beim atemholen an jeder seite nach den rippen zu eine schnurartige rinne bildet Adelung. 7@dd)
bergmännisch ein trumm von geringer ausdehnung Veith 425.