lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

garbe

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
25 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
77
Verweise raus
87

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

garbe f.

Bd. 4, Sp. 1333
garbe, f. getraidebund, mhd. garbe, ahd. garba; weiteres zur form u. 2. 11) Gebrauch und bedeutung. 1@aa) die garbe ist »ein aus etlichen handvollen, gleeden oder schwaden geschnittenen oder gehauenen getreides bestehendes gebünde, welches nach einer jeden landesart bald grosz bald klein gemachet wird« öcon. lex. 765, mit einem strohseile, dem garbenband, garbenknebel, zusammengebunden, daher auch bund (I, 518), 'merges, garve, bunt' Dief. n. gl. 251b, garb, ein bunt korns voc. 1482 k ija, kleine garb gelima q 5b. wie die garbe beim ernden aus handvollen, armvollen, volksm. hampfeln, arfeln entsteht (vier armvoll eine garbe s. u. gans 4, e), bilden sie selbst die mandeln: und wie hernachmals sich dein froh gesinde bückt, aus hampeln garben macht, und die zur scheine (so) schickt. Wernike 1704 s. 369; ich als ein teutscher grammaticus (philolog, meint er) wolte gern unser wort mandel vom mandel herfüren, darumb das man die untern zwölf garben, derer eher (ähren) in ein gevierten stosz zusammen gericht, mit den obern dreien als mit einem dach oder mandel für dem regen zudecket. Mathesius Sar. 167b (vgl.deckgarbe, haube unter kappe 9, e, auch hut genannt); mich dauchte, wir bunden garben auf dem felde. 1 Mos. 37, 7; wenn ir ins land kompt, das ich euch geben werde .. so solt ir eine garben der erstlinge ewr erndten zu dem priester bringen. 3 Mos. 23, 10; die vollen garben nicken. Rückert 214; bunt von farben auf den garben liegt der kranz. Schiller 79a. zur bezeichnung der ernde: sah die goldene frucht den garben entgegen sich neigen. Göthe 40, 267. so bildlich, von auferstehung und jüngstem gerichte: wenn dem tage der garben zu reifen gesät ist meine saat .. Klopstock 1, 145, ode 'die glückseligkeit aller'. von einem schlachtfelde, wo die reihen 'gemäht' liegen: auf einem rothen schlachtfelde voll gefällter garben. J. Paul Tit. 3, 139; von sîner hant sô vielen sie als dâ man garwen würfe nider. Ludwigs kreuzf. 3116, vgl. die vîende nider slahen als ein strô Jeroschin 81d, d. i. wie halme (vgl.haberstroh sp. 1259 unten). 1@bb) aus der sprache der schnitter oder drescher selber z. b. von einem ungetreuen ehemann: und er hab in fremden scheuren gedroschen, und hab da heim eine folle garb. fastn. sp. 160, 12. denn auch der drescher hat die garben vor sich (vgl. mhd. Parz. 385, 17 ff.): also glaubt der Türk seinen pfaffen .. zulieb was die garb gibt. S. Frank bei Schm.2 1, 933, 'was das zeug hält', alles mögliche. halbausgedroschene heiszen 'gebauschte garben, semitrita frumenta' Henisch 1356, Stieler 604. nach dem ausdreschen aber ist es ein bund oder eine schütte stroh, keine garbe mehr (Stieler); doch findet sich 'merges, garve stroes' Dief. 358a, aber strô galt auch von den halmen beim mähen, s. Jeroschin unter b. 1@cc) zusammensetzungen korngarbe, weizengarbe, hafergarbe u. ä., dann als abgabe zehentgarbe (zehente garbe), zinsgarbe, herbstgarbe, landgarbe, forstgarbe, stockgarbe u. a., bei Schm. 2, 64 allein aus dem bair. landrecht v. 1616 aussetzgarbe, deichselgarbe, mengarbe, mesnergarbe, torwartgarbe, schmidgarbe u. a. als 'reichnis', läutgarbe fürs wetterläuten dem mesner, schleifgarbe dem schmidt; jenes z. b.: dergl. soll ein ieder dem mesner ain garb geben, dafür er das jahr läuten soll. österr. weisth. 1, 32. Statt der zusammensetzung früher häberîn garbe (Parz. 265, 14) u. ähnl.: weler ouch siben herpstgarben oder häbrîn garben bûwet, der sol dem weibel von den häbrînen garben eine geben und von den dingglînen ouch eine. weisth. 4, 280. 'fueter und garben' (acc.), d. h. für ross und mann, als leistung, die der angesessene gerichtsman dem landambtman zu thun hat, s. österr. weisth. 1, 25, 37, auch fueter und garbm z. 40, fueter und garm 55, 5. so franz. kurz la gerbe, lever la gerbe von der zinsgarbe. 1@dd) aber auch reisbündel nach folg.: garbe, manipulus sarmentorum. Henisch 1356, bair. graszgarb f. bündel von grasz, nadelholzzweigen Schm.2 1, 934. 1008, vergl. mlat. garba sagittarum Ducange (ein bündel von 24 pfeilen), und ähnlich: aus schnee heraus ragt, nackt und kraus, des dorngebüsches garbe. Salis (1793) 55, winterlied. 1@ee) in der hüttensprache heiszen garben vierseitig gelegte pakete von rohstahl, die dann zu einer masse zusammengeschweiszt werden, was garben, gärben, gerben genannt wird, die daraus gezogenen stangen heiszen garbstahl, der stoff, der jene garben bildet, garbzeug, s. Scheuchenstuel 91; schon mlat.: centena ferri ex quinquies viginti petiis (stücken), garba vero aceris (stahl) fit ex triginta peciis. Ducange 3, 477c H., aus einer engl. quelle. es ist offenbar von der landwirtschaft entlehnt, wie vieles in der bergmannssprache (s. kühkamm, kupfersau). vgl. übrigens unter gärben 2, c. 1@ff) nach der ähnlichkeit der getraidegarben auch in der feuerwerkerei 'viele bränder welche aufrecht in einer runde neben einander gestellet sind' Adelung, garbe von raketen, leuchtkugeln, dann feuergarbe, flammengarbe, lichtesgarbe, wassergarbe u. ähnl., franz. gerbe de feu, gerbe d'eau. 22) Nebenformen, verbreitung, verwandtschaft. 2@aa) auffallend eine form garwe die mhd. ein paarmal erscheint (s. 1, a zuletzt, wb. 1, 481b, Lexer 1, 738), auch im 15. jh. Dief. 347a, wie vom stamme garw (s.gar), wobei man an eine garbe als opfergabe an die götter denken könnte (s.gar II, 3, garben als opfergabe noch heute, geschmückt und selbst umtanzt auf dem felde, s. Wuttke volksabergl. § 432 fg.). aber die form mit -b steht sonst zu fest, ahd. auch mit streng hd. lautstufe karpa manipula, merges Graff 4, 248, carpa Mones anz. 5, 464b, alts. garva, garBa, garava Heyne kl. altnd. denkm. 118a, mnd. garve manipulus Dief. 347a, en luttik garve gelima 258c, nrh. garve merges 358a, mnl. garve n. gl. 32b, garwe 251b, bei Kil. gaerwe, garwe, jetzt garf, pl. garven, nnd. garve Brem. wb., Dähnert. engl. heiszt zwar die garbe sheaf (das hd. schaub, auch merges Dief. 358a, garba 257b) und garb, gerbe ist nur heraldisch; aber auch, und recht alterthümlich in der heuwirtschaft, in Somerset gerbe a handful of hay Halliw. 397a. verschieden aber ist das nord. wort:n. kjärv garbe, groszgarbe (aus drei gewöhnlichen garben bestehend), schwed. kärfve m., norweg. kjerve n., isländ. kerfi n., altn. kerf, kiarf n. 2@bb) auch die roman. sprachen auszer der it. haben es von den eingewanderten Germanen aufgenommen, culturgeschichtlich merkwürdig genug: franz. gerbe, lier en gerbe, in garben binden, altfrz. und noch picard. garbe, prov., catal., arag. garba, s. Diez 642 (2, 309); auch mlat. garba, jarba Dief. 257a, Ducange, dem letztern entsprechend auch altfranz. jarbe (vgl.gar in der form jar sp. 1312), wie dem neufrz. gerbe entsprechend eine deutsche umlautsform nrh. gerbe garba Mones anz. 3, 49 (13. jahrh.), nl. 16. jh. korengherwe Junius nom. 87b, vgl. das engl. gerbe u. a. 2@cc) merkwürdig aber auch mit umgestelltem r hd. im 15. jahrh. grabe manipulus Dief. 347a, gelima 258c, merges nov. gl. 251b, manipulus 246a, ebenso nd. grave 347a. 258c. 257b, jenes auch mit gesteigertem auslaut grape, grappe 258c; dazu grabenhauf archonium voc. 1482 m 6b, denn letzteres ist in andern vocc. ein hauf garben korns, ein mandel koren Dief. 46b. gehört etwa der name des Grabfeldes in Franken hierher? 2@dd) das fehlen der form nach und vor dem 15. jahrh. kann nur zufall sein oder folge ungenügender beobachtung, die doppelform mag uralt sein und garbe und grabe éins wie ags. gräs und gärs gras, altn. argr und ragr feig (s. I, 546, vgl. 564), bei uns bresten und bersten, brunn und born, mhd. drite und dirte tertius (Weinh. alem. gr. s. 165). das alts. garava (s. a) kann dabei die mittelstellung einnehmen wie ahd. peraht glänzend zwischen ags. bryht (engl. bright) und berht, goth. baírhts, mhd. Berhte und -breht in namen. 2@ee) das echte scheint aber eben grabe, grape und der begriffskern 'raffen', die garbe benannt als das was zusammengerafft wird (vgl. schon Wachter 524); zu der reichen sippe von greifen mit auslautwandel gehört auch grippen und grappen raffen, nrh. grabben, hd. grabeln (s. krippen 4, vergl.krabbeln I, e, auch II, 4, b), wozu denn grape, grappe garbe unter c stimmt, vergl. luxemb. grapp m. handvoll, griff (z. b. kirschen) Gangler 187 und, zu greifen völlig hinübertretend, bei Junius nom. 87b 'manipulus foeni, een arm vol hoys, greep hoys' (nl.), ags. gripa m. korngarbe Ettm. 445, engl. dial. to grip garben binden, machen Hall. 418b, vgl. gripe bündel korn, heu 419a. in Kuhns zeitschr. 4, 170 stellte schon Ebel unser garbe vermutungsweise zu altind. grabh greifen, sl. grabiti raffen.
8696 Zeichen · 253 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GARBEst. swf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    GARBE ( ahd. garba Gr. 1,684. Graff 4, 247 ) st. und swf. garbe. zu gar? — manipulus sumerl. 11,40. 49,71. garwe manipul…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Garbe

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    1. Die Garbe , plur. inus. außer von mehrern Arten, die -n, ein Wort, welches in verschiedenen Nahmen der Kräuter vorkom…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Garbe

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Garbe a Bündel ungedroschener Getreidehalme runde, gepflasterte Plätze .. hier drischt man die Frucht sogleich aus, oh…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Garbe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Garbe , soviel wie Schafgarbe (s. Achillea ) oder Kümmel (s. d.); ein Gebund Feldfrüchte, die noch vollständig ihre Körn…

  5. modern
    Dialekt
    Garbef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Garbe 2 f. : = Schafgarbe, Gaʳb [verbr. VPf], Gaaʳb [ GH-Wörth ], Goʳb [ HB-Bexb ], Gäʳb [ Wilde 221 (WPf NPf)], Gäʳwel …

  6. Sprichwörter
    Garbe

    Wander (Sprichwörter)

    Garbe 1. Bar (wer) zu grûsse Garbe macht, der bend't sich rech (reich) on (und) drescht sich arm. ( Meiningen. ) – Fromm…

  7. Spezial
    Garbe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gar|be f. (-,-n) 1 mana (manes) f. 2 (Schober) cogol (-oi) m. ▬ Garbe n binden lié manes; Garbe n schichten arcuncé mane…

Verweisungsnetz

3570 Knoten, 8893 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 11 Hub 33 Wurzel 1 Kompositum 3513 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit garbe

115 Bildungen · 67 Erstglied · 48 Zweitglied · 0 Ableitungen

garbe‑ als Erstglied (30 von 67)

Garbe(n)zëheⁿd

Idiotikon

Garbe(n)zëheⁿd Band 17, Spalte 836 Garbe(n)zëheⁿd 17,836

Garbe II

RhWB

Garbe II gę·r.əf, Pl. -wən Merz-Saarhölzb f.: gekerbtes Messer.

garben1

MeckWB

garben 1 , garwen, ä. geren gar machen, bereiten, gerben bes. vom Leder: 'dat de schomaker moghen in eren husen also vele ledders gheren, al…

garben2

MeckWB

garben 2 , ä. gerwen Garben binden und setzen: '20 s. eyneme knechte dede ghervede und banth mede yn dem samerkorne. Item 18 s. gheven eyner…

garbenband

DWB

garben·band

garbenband , n. cogaria, ein garbenband, nd. garvenbant. Dief. 130 b , Frisch 1, 319 c , band von stroh, ähren o. ä. zum binden der korngarb…

garbenbeladen

DWB

garben·beladen

garbenbeladen , mit garben beladen: so wie im garbenbeladenen wagen sitzend die schnitter fern im gebirg den strömenden regen schauen .. Pyr…

garbenbinder

DWB

garben·binder

garbenbinder , m. schnitter, der garben bindet: (gras) von welchem der schnitter seine hand nicht füllet noch der garbenbinder seinen arm vo…

garbenblume

DWB

garben·blume

garbenblume , f. acorus, swertel- vel garbenblum. Dief. 10 a (15. jh. ), vgl. garbe sp. 1335 fg.

Garbengabel

RhWBN

garben·gabel

Garben-gabel f.: G. zum Anreichen der Garben, auch Schleid-Freiling Ripsd , Monsch-Konzen .

Garbengesilde

Campe

◬ Das Garbengesilde , des — s , d. Mz . w. d. Ez. das Feld, besonders in der Ernte, wenn das Getreide in Garben darauf stehet. Schimmernd re…

Garbenhackels

MeckWB

Garbenhackels n. ungedroschene Garben zu Häcksel geschnitten, namentlich Hafer zum Pferdefutter; s. Schum. Hak. 153; auf die Frage wat gifft…

garbenhaufe

DWB

garben·haufe

garbenhaufe , m. mandel von korngarben, landsch., schon in Teuth. 100 a garvenhoip casula.

Garbenheber

PfWB

garben·heber

Garben-heber m. : 'Erntehelfer'. a. 1425: einem binder oder garbenheber 32 hlr. [LeinArch. (Löhne)].

garben II

RhWBN

garben II nur mit Präfix schw.: — be- : -jęrw- sich b., sich beruhigen (eigentl. wohl sich bereiten) Altk-Hamm .

garbe als Zweitglied (30 von 48)

Aussetzgarbe

DRW

Aussetzgarbe vgl. Deichselgarbe BairLR. 1616 S. 324 Faksimile

bangarbe

MWB

bang·arbe

bangarbe stF. ‘Getreideabgabe an den Bannherren’ vnd hen die selben herren von Thennibach erlassen der bangarbe von allem dem gvͤte, daz wir…

betegarbe

KöblerMhd

bete·garbe

betegarbe , st. F., sw. F. nhd. „Bedegarbe“, Garbe als Abgabe Q.: Urk (1321) E.: s. bete, garbe W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 701 (betegarbe), DRW

bëtegarbe

MWB

bëtegarbe stswF. ‘Garbe als Abgabe’ [Graf Albrecht von Werdenberch gelobt dem Kloster Salmanswiler Befreiung von] bet garben vnd bet korns U…

ehergarbe

KöblerMhd

eher·garbe

ehergarbe , sw. F. nhd. „Ährengarbe“, Korngarbe, Garbe (F.) (1) E.: s. eher, garbe W.: nhd. DW2- L.: Hennig (ehergarbe)

ernegarbe

KöblerMhd

erne·garbe

ernegarbe , st. F., sw. F. nhd. Erntegarbe als Abgabe Vw.: s. erndegarbe Q.: DRW (14. Jh.) E.: s. erne (1), garbe W.: nhd. DW- L.: DRW

forstgarbe

DWB

forst·garbe

forstgarbe , f. zehnte garbe, die von äckern zu liefern ist, welche ehmals forst waren. Stieler 604 .

gänsegarbe

DWB

ganse·garbe

gänsegarbe , f. gänsekraut, gänserich. Adelung. gänsegärbe Frisch 1, 318 a .

habergarbe

DWB

haber·garbe

habergarbe , fasciculus avenae: ain jetliche huob sol aim vorster zwo vesengarben geben und zwo habergarben, und ain schuopis ain vesengarb …

huotgarbe

KöblerMhd

huot·garbe

huotgarbe , st. F., sw. F. nhd. „Hutgarbe“, Lohn für den Flurhüter Q.: Urk (1439) E.: s. huote, garbe (1) W.: nhd. Hutgarbe, F., Hutgarbe, D…

kernengarbe

KöblerMhd

kernen·garbe

kernengarbe , st. F., sw. F. nhd. Naturalabgabe in Getreide Q.: DRW (1489) E.: s. kerne (1), garbe W.: nhd. DW- L.: DRW

landgarbe

DWB

land·garbe

landgarbe , f. garbe die ein unterthan von seinem lande zinst. mhd. lantgarbe Lexer mhd. handwb. 1, 1823 .

lantgarbe

Lexer

lant·garbe

lant-garbe f. zinsgarbe Urb. 47,29. 52,33. Gr.w. 1,307. Mone z. 11,234. 14,453 ( 1298 ). Mz. 1,560 ( 1415 ) ; grundstück, von dem die l. ent…

lesegarbe

KöblerMhd

lese·garbe

lesegarbe , st. F., sw. F. nhd. „Lesegarbe“, eine Ernteabgabe an Geistliche Q.: DRW (1324) E.: s. lesen (1), garbe (1) W.: nhd. DW- L.: MWB …

lësegarbe

MWB

lësegarbe F. eine Ernteabgabe an Geistliche (vgl. zur Sache SchweizId 2,413; s.a. garbe ): der kuster lât werden dem sigristen in dem Hofe …

lōngarbe

KöblerMhd

lōn·garbe

lōngarbe , sw. F. nhd. „Lohngarbe“, Siegespreis? ÜG.: lat. brabeum Q.: LexerHW (15. Jh.), Urk E.: s. lōn, garbe W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 3…

Markgarbe

DRW

mark·garbe

Markgarbe, f. zu 1Mark (I 1) Getreideabgabe an den Küster und/oder Pfarrer die parner und die opperman sollen ... die marggarven, wor sie di…

Medemgarbe

DRW

medem·garbe

Medemgarbe, f. Getreidegarbe als Medem (II) die dickhe heckhen wysen sie vor ein medemguet, vnd wan ein houer dasselbe gesinnen wurde, sol m…

Menngarbe

DRW

men·n·garbe

Menngarbe, f. Naturalleistung für Fuhrdienste als sich die zehentleüt vnderfahen von vngezehentem getraid jre dienst vnd samtraid, darzů auc…

Mesnergarbe

DRW

mesner·garbe

Mesnergarbe, f. Getreidegarbe als Teil der Mesnereibesoldung usz dem ganzen gůt stúr und zwolf mesner garben sechs hewrig und sechs rúgginen…

Mesnerzehntgarbe

DRW

mesner·zehntgarbe

Mesnerzehntgarbe, f. Getreideabgabe als Teil der Mesnereibesoldung [beim Auszeichnen des Zehnten:] eine zehntgarbe hat 1 knopf, eine teilgar…

ortgarbe

Lexer

ort·garbe

ort-garbe swf. garbe von ungerader zal Schm. Fr. 1,150 ( 1406 ).

Primizgarbe

DRW

primiz·garbe

Primizgarbe, f. Garbe von Erstlingsfrüchten als Primiz [Einnahmen des Kirchherrn] primizgarben 1517 AbhSchweizR. 28 S. 138 [anbringen der Ba…

rōsengarbe

KöblerMhd

rōsen·garbe

rōsengarbe , st. F., sw. F. nhd. „Rosengarbe“ Q.: MinneR1 (1. Hälfte 14. Jh.) E.: s. rōse, garbe W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 351 (rôsengarbe)

Sattelgarbe

DRW

sattel·garbe

Sattelgarbe, f. Garbe als Zehnt des Bauern an den Gutsherrn? vertrag zwischen gotteshaus W. und herrschaft W.-W. wegen der von letzterer bea…

schafgarbe

DWB

schaf·garbe

schafgarbe , f. 1 1) bezeichnung der auch garbe, garwe genannten pflanze ( s. dieses theil 4, 1, 1335), achillea millefolium, weil die schaf…

Scher'garbe

DRW

Scher'garbe, f. Getreidegarbe als Entlohnung für einen Scherer (I) vgl. Scherkorn was schirt [sich scheren lässt], es sei hinten oder vornen…