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letz

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

letz adj.

Bd. 12, Sp. 794
letz, adj. link, verkehrt; ein seit alter zeit wesentlich auf oberdeutsches gebiet eingeschränktes wort. ahd. (bei Notker) lezzi, einmal mit der nebenform leizzi: daʒ misselîchet perversis (leizzen). ps. 17 (Hattemer 2, 66a), deren diphthong, wie sonst oft im alemannischen, für den umlaut e eingetreten ist, vgl. Weinhold alem. gramm. § 58 s. 55; mhd. letze; jetzt noch im gesammten bairischen und alemannischen sprachgebiete ein ungemein häufig gebrauchtes wort. darüber hinaus findet es sich auch fränkisch, z. b. in Rheinfranken (lotz, lötz, letz link Fromm. 6, 280, 33; lohz, links, lohzifex der linkhändige Waldbrühl rheinfränk. lieder s. 186); im Hennebergischen, in Düringen und Obersachsen heiszt es letsch, lêtsch, namentlich in der verbindung es geht, es steht letsch mit einem oder einer sache, steht schief, geht schlecht, welche form glaublich auf einer weiterbildung von letz, letzisch fuszt; im Fuldaischen loitsch link Vilmar 238. die ältere schriftsprache süddeutscher quellen verwendet letz recht oft, neuere schriftsteller brauchen es nur, soforn sie der mundart einflusz auf ihre sprache vergönnen. letz ist naher verwandter zu lasz sp. 268, von welchem es nur ein anderes bildungssuffix unterscheidet: im gothischen, wo nur das diesem lasz entsprechende lat-s, stamm lata, vorhanden ist, würde es latjis, stamm latja, heiszen, wie die ahd. form lezzi lehrt. der grundbegriff ist hintenstehend, zurückstehend, vgl. unter lassen sp. 215. Bedeutung. 11) letz, link, von der hand: schlecht in der könig user kreften mit der letzen handt unversehenlich ins angesicht. Zimm. chron. 4, 40, 29; (er hat mir) doch nie kein streich gen, den einest mit der lätzen hand an baggen. Th. Platter s. 36 Boos; bair. de letz hand, die linke Schm. 1, 1546 Fromm. 22) link, umgekehrt, von dingen mit zwei seiten, deren eine, weil sie vorzugsweise gesehen oder gebraucht wird, oder besseres ansehens erscheint, als die rechte gilt: weder an der rechten noch an der letzen seiten. Forer fischb. 51b; an das lätz theil desz papeyrs schreiben oder auf das rauch theil da die dinten nit lassen wil, in aversa charta scribere. Maaler 261a; haben blätter von farben eschenfarb auf der letzen seiten, auf der andern bleich. Tabernaemont. 101; weil es einfaltig erbar scheint, wie die letze (umgewendeten) kirsenbelz zu Straszburg. Garg. 281b; bair. de letz seiten von en tuech. Schm. 1, 1546 [] Fromm.; alemannisch die lätze (umgewendete) seite. Stalder 2, 167; die lätze hand, die umgewendete, einem die lätze hand ins maul geben, eine maulschelle mit der verkehrten hand. ebenda; die letze seite am menschen, die rückseite, aim die läzi sitte zaige, die rück-, kehrseite. Seiler 188b; bildlich das letze herauskehren, die rauhe seite: wer unschützig mit dem wein umbgehet, so kehrt er das letz herfür und stürmbt den kopf. Lehmann 1, 895. 33) ebenso in den verbindungen etwas letz machen, umlegen, anziehen u. ähnl.: lätz keeren, pervertere. Maaler 261a; lätz machen, umbkeeren, das inner auszhin keeren, replicare, invertere. 261b; het nummen das gürtlin letz umb. Keisersberg bilg. 141c; wenn dasselb (kind) den gürtel letz umleit. seelenpar. 187b; das ober leilach musz letz ligen und das under rechts, und leit das hemd letz an, uf das in die net am leilachen oder an dem hemd nit wee thüen. 201b; es ist mancher so unkünnend, das er die schuh, hemder, letz anleget. brösaml. 1, 39b; wann die kellerin uns das bett soll machen, so muosz sie gar eben luogen, das sie das underlilach rechts leg, das die nät gegen dem bett sei, und das oberlilach lätz mit der nät gegen der küten (bettdecke) oder sergen. post. 3, 40b; das er das hembd nicht letz anthue. S. Frank weltb. 146a; die hosen, die er umkehrte oder letz machte. Simpl. 3, 131 Kurz; dann die hand solle ganz lätz umbgelegt werden, auf das der patient stätz in sein hand hinein sähen möge, und nicht also lege, das er auf den daumen sähen könne. Würtz pract. der wundarzn. 228. 44) letz, verkehrt, nicht richtig, falsch, auch hier im gegensatz zu recht, der oft formelhaft gesetzt wird: dise wort bedachten und erwagen die herren gar hoch, das ein ganze statt nur auf einen man solten sehen, er hets gleich recht oder letz. Wickram rollw. 161, 7 Kurz; wie hie auf erden die menschen durch einander laufen, einer hin, der ander her, der recht, der letz. Paracels. opp. 2, 364 B; es seye dann lätz oder recht gewesen, bei ihnen ist kein urtheil gestanden. chir. schr. 77 B. sonst wird letz noch durch beigesetztes verkehrt erläutert: es ist allesammen letz und verkert. Keisersberg hellisch löw 111a; es ist so ein verkert letz ding umb einen menschen, was er nit erarnen und erbetlen muosz, acht er nit hoch. Agr. spr. 220b; wie denn auch die verbindung etwas letz verkehren vorkommt: so du jr red nicht kanst verston, verlachs als wo sie reden von, tadels, verkehrs in allen letz. grobian. (1568) C 7a (b. 1, cap. 5). es heiszt etwas letzes, eine letze sache, ein letzes ding u. ähnl.: was eins anfocht, das ist letz. Keisersberg bilg. 208c; es war aber Hans Joggi nicht deszwegen (zu thun), sondern darum, dasz Anne Marei nicht etwa was lätzes mache. J. Gotthelf schuldenb. 295; bairisch und schweizerisch der letze hals, die luftröhre, vgl. unrechter hals theil 42, 253; wie pfaffen uff dem rhathausz gehen, die landsknecht die altar versehen, und sonst mehr andere letze sachen. Fischart dicht. 2, 331, 20 Kurz; wiewol heut finden etlich (frauen, die den schnecken verglichen werden) fein ein letzen weg, schnecken zu sein, nämlich, dasz sie die köpf stäts strecken aus fenstern, läden, wie die schnecken. von disen pflegt man teutsch zu sagen, das sie das haus an dem hals tragen. aber das sint gar lätze schnecken, welche die oren stäts ausstrecken. recht schnecken thun solchs leichtlich nitt. 3, 260, 22; wie er den vierdten (schusz) laden wolt, hat er ein lätze kugel gholt. Grob ausreden der schützen, Haupts ztschr. 3, 251; in die bedeutung übel, böse verlaufend: lätze rädt, auf das widerspil desz das man thuon solt, gegäben, consilia praepostera. Maaler 261a; lätzer glaub, superstitio. ebenda; es geht den letzen weg, es geht nicht gut. Schmid 354, namentlich in bezug auf eine krankheit gebraucht (Seiler 188b), wie denn im bairischen sprachgebiete letz, mir is letz u. ähnl. überhaupt körperlich übel, unwol mit ausdrückt, vgl. Schm. 1, 1546. 1547. Lexer 178; kärntn. a letza kue (die nichts taugt) Lexer; bair. letzes bier, brod, e letzer acker Schm. 1, 1546; das es (ein gut) an allen dingen pesser und nicht letzer werde. 1547 (von 1475); es ist bei ihm alles letz, man kann ihm keine sache recht machen. Schmid 354; er hatt wol gewuszt, dasz pseudomedici werden aufstehen, und mit letzer federn schreiben. Paracelsus opp. 1, 267 C. [] 55) gern auch vom menschen, in bezug auf sein denken und thun, verkehrt, verdreht: lätz, ungeschickt, ineptus, mit dem adv. lätz, göuchisch, inepte Maaler 261a; schwäb. letzer Peter, verkehrter mensch Schmid 354; ein letzer mensch, was er anfacht, das gat letz naher (nachher), fiel er uf den rücken, er fiel die nas entzwei. Keisersberg brösaml. 2, 38a; dasz der mensch von natur so letz und schwach ist, dasz er kein guothat, liebe, trew, reichthumb oder guot glück leiden kan, sonder wann jm zu wol ist, kocht er jm eh selbs einn hagel. drumb muosz gott gar ein letze weisz mit diser letzen verkerten art anfahen, und durch die thorheit des creuzs (uber zwerchs herein komende) selig machen. S. Frank sprichw. 2, 123b; der mann was also ein letzer meier, das er nichts für gut wolt haben. Pauli 26; nun bistu doch ein armer tropf, das du hast so ein lätzen kopf. trag. Joh. M 8; vgl.letzkopf, worauf auch das wortspiel zielt: ein glas her wie mein latz: ei nicht so letz, wie mein schedel. Garg. 85b. auch hier schlägt letz in den sinn des (moralisch) bösen um: bair. e letze herr, e letze bue, e letzs kind. Schm. 1, 1547 Fromm.; letze leut, die den menschen oder dem vieh eppes letzs antuen können. ebenda; man war in der alten zeit auch nicht letz (antwort auf die frage, ob man jetzt nicht frömmer sei). Auerbach dorfgesch. 1 (1845), 497. 66) in adverbialen oder andern festen wendungen: letz leben, letz urtheilen, letz verstehen, falsch, verkehrt: gelehrte seind verkehrte, das sein die vil wissen, wol reden und letz leben. Lehmann 1, 318; dannethär auch das sprüchwort kommen ist, so einer wenig sicht oder lätz von sachen urteilt, er ist blinder dann ein maulwerf. Forer thierb. 107a; wir haben einen armen, blinden glouben, wir nemen alle ding letz uff. Keisersberg bilg. 85a; dasz wir jn (Christum) durchausz letz, und das widerspil verstehn sollen. Agr. spr. 233b; da ward er grimmig, verstund die rede letz. buch d. liebe 183a; was er horte, das verstundt er letz. 199a; die vom schaffner letz verstandene wort des bauren. Simpl. 3, 160 Kurz; gleich wie jens pferd, welchs ist gesunken mit seim herrn im bach zu grund, da es das zeichen lätz verstund. Fischart dicht. 3, 250, 18 Kurz; letz dran sein, falsch, in bezug auf das verständnis: eheleute sind in dem fall letz daran. Fischart ehz. 66; ihr seid lätz dran, antwortete der wirth und lachte beinahe, die mangelt keinen mann, die hat einen und einen haufen kinder dazu. J. Gotthelf schuldenb. 6; deszhalb sind jr lätz, unrecht dran. trag. Joh. H 6; es geht letz, nicht wie es sollte, auch es geht einem letz: ein recht mensch, wenn es im letz und übel gat, so erkennt er gott den herrn darin. Keisersberg brösaml. 1, 38a; etwas steht letz, nicht wie es soll: wenn einem der kopf letz stehet, so wil er einen andern seinen zurecht setzen. Lehmann 1, 464; die sache ist, steht letz, schief, schlimm: seit mir gfatter L. Zucki sin histori, wie es uff ein zit alls läz, was er anfieng. Hans Salat 54 Bächtold; anno 1332 hielt Ludovicus ein reichstag zu Nürenberg und wirdt volgend widder auf sein zuosagen ghen Rhom gefordert, aber er ... entschuldigt sich doch, die sach stnden letz in Germania, er kundt nit kommen. S. Frank German. chron. (1538) 212a; sagten sie: jetzt steht die sache letz. Hebel 2, 100; etwas letz stellen, so dasz es unrecht, verkehrt scheint, in seiner unrichtigkeit darstellen: lätz stellen, verwerfen, widerweisen, refutare, confutare. Maaler 261b; lätz stellen, betriegen, frustrationes dare. ebenda; lätz stellen die zeügen, elevare testimonia. ebenda; einsi fräfenheit lätz stellen, audaciam alicuius confutare. ebenda; einsi meinung widerweisen und lätz stellen, sententiam alicuius frangere. ebenda; einen seiner zuoversicht lätz stellen, frustrari expectationem alicuius. ebenda; sich letz stellen, ungeschickt, verkehrt, linkisch: darumb, warumb stellen wir uns so letz gegen jm, und bieten uns so links dar? S. Frank paradoxa 22b; dann aber auch verkehrt, nicht recht bei sinnen, übergeschnappt: ein maulesel, der kam an ein still wasser, und wie er sein grösze und gstalt des leibs erblickt, strackt er den halsz, fieng an darvon ze laufen, und wolts einem pfärd zuothuon, ruchelt und stalt sich nun lätz gnuog. ein kleins hernach .. fiel jm ein, dasz er einer eszlin sun wäre, do stuond er still, liesz sein schreyen ein end haben, und vergieng jm sein stolz. Forer thierb. 53b; ich förcht mein tochter sei unsinnig, so letz stellt sie sich. buch d. l. 195c; der alt fraget jn, was jhm geschehen [] were, wie er sich so letz stellen köndte, wie ein halb unsinniger. 198d; endlich auch aufgebracht, böse, zornig: sonderlich stellte ich mich gar letz über die beschlieszerin. Simpl. 4, 60 Kurz; wüten und sich letz stellen, grimmiglich mit etwas umgehen, saevire. Calepin (1570) 1359; auch wie die orden vor gemelt sich haben also letz gestelt, da noch ein bettelorten kam, der creuziger orden mit nam, und wolt auch zu dem aas da naschen, .. da gabs ein zank und streit behend. Fischart dicht. 1, 163, 1190 Kurz; wie stelst dich auch so letz und wild? 225, 3675; so wird man für die burgen nemen (die bürgen vornehmen), und sich an jn erholen wöllen, wenn sie sich noch so letz drab stellen. 233, 4000; letz thun, böse, wild: wie der Maulhanns anfieng zu fluchen und zu trewen, ... sprach (sie, die frau) ganz dugentlichen zum man: ach mein lieber Hanns, schweig und thur nit so letz! Zimm. chron. 3, 457, 33; er duet ganz läz, ist auszer sich (vor schmerz). Seiler 188a; da ward der jammer grosz und besonders Anne Marei that ganz lätz (druckfehler läty), wie sie schuld am tode seien. J. Gotthelf schuldenb. 44. 77) letz, von etwas weniger als rechtem, nicht vollem; vom feiertage, der nicht voll begangen wird: wurchet ein mensch ein letzen vîertac (an einem halben feiertage), dem driut er (der priester) den gotes slac. H. v. Melk priesterleben 587, vgl. anmerk. dazu; letz achten, nicht für voll, gering: man wirt noch unser geren und nit achten so letz. Uhland volksl. 379. 88) subst. der letze, der unrechte, mit dem nicht zu scherzen ist: schweiz. an läze cho (an den unrechten kommen), am läze si Seiler 188b; wenns einmal zu bösen häusern geht, und der letze kommt über uns, so ists mir nimmer angst für euch, aber für mich. Hebel 2, 110.
13125 Zeichen · 229 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    letzadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    letz , adj. link, verkehrt; ein seit alter zeit wesentlich auf oberdeutsches gebiet eingeschränktes wort. ahd. ( bei Not…

  2. modern
    Dialekt
    lëtz

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    lëtz [lats fast allg.; læts Str. W. ] Adj. Adv. 1. von zwei oder mehr Dingen das verkehrte. Er is t mit d em lëtze n Bei…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit letz

248 Bildungen · 171 Erstglied · 65 Zweitglied · 12 Ableitungen

letz‑ als Erstglied (30 von 171)

Letz(t)schiesseteⁿ

Idiotikon

Letz(t)schiesseteⁿ Band 8, Spalte 1447 Letz(t)schiesseteⁿ 8,1447

Letzert

SHW

Letz-ert Band 4, Spalte 307-308

letzleck

SHW

letz-leck Band 4, Spalte 307-308

Letz (Adj.)

Wander

Letz (Adj.) Letz (Adj.). 1. Er isch letz im Chopf. ( Solothurn. ) – Schild, 75, 208; Sutermeister, 75. Er ist (thut, redet wie) halb verrück…

Letze I

SHW

Letze I Band 4, Spalte 307-308

Letze II

SHW

Letze II Band 4, Spalte 307-308

letzegābe

KöblerMhd

letzegābe , st. F. nhd. „Letzegabe“, Abschiedsgeschenk Q.: WvÖst (1314) (FB letzegābe) E.: s. letze, gābe W.: nhd. DW-

Letzekäppel

ElsWB

letze·kaeppel

Letzekäppel n. Alpdrücken, als kleines Männchen gedacht, das sein Käppchen immer verkehrt (s. lëtz ) auf hat Weissenbg. Stöber Sagen II 176.…

Letzel

ElsWB

Letzel [Lètsl K. Z. ] n. Alpdrücken. s L. suft a n ih m er wird von A. geplagt Dunzenh. Ingenh. s L. het an ih m getrunke n wenn aus der Bru…

letzelant

KöblerMnd

letze·lant

letzelant , N. nhd. Außendeichsland E.: s. letze, lant L.: MndHwb 2, 797 (letzland) Son.: Fremdwort in mnd. Form, örtlich beschränkt

letzelen

Lexer

letz·elen

letzelen stn. ein verbotenes spiel S.Gall. stb. 4,236.

letzeleⁿ

Idiotikon

letzeleⁿ Band 3, Spalte 1556 letzeleⁿ 3,1556

Letzeliⁿg

Idiotikon

Letzeliⁿg Band 3, Spalte 1556 Letzeliⁿg 3,1556

letzemahl

DWB

letze·mahl

letzemahl , letzmahl , n. abschiedsmahl: Rente und Müller machten der compagnie eine reverenz, die aber im abgehen Eckart auf ein lust und l…

Letzemer

PfWB

letz·emer

Letzemer m. : 1. 'Spieler, Musikant', pfälz. Musikantenspr., Letzemer [Pfälzer Abendzeitung 4/1951]. — 2. Neckname der Bewohner von KL-Mackb…

letzen

DWB

let·zen

letzen , verb. impedire; laedere; oblectari. Die denominativbildung zu lasz ( sp. 268) ist allen deutschen sprachen eigen, doch nur in der n…

letzen,

FWB

1. ›die Ausführung von etw. behindern, hemmen; js. Handlungen oder Gefühle beeinträchtigen; jn. an etw. hindern, stören, sich jm. entgegenst…

Letz(en)bätzel

PfWB

letzen·baetzel

Letz(en)-bätzel , Letzel n. : ' brustklemmendes gespenstisches Wesen, Quälgeist ', Letzebätzel (ˈledsə̩bädsl) [BZ-Dernb, Bergz (PfId. 85), P…

letzeneⁿ

Idiotikon

letzeneⁿ Band 3, Spalte 1556 letzeneⁿ 3,1556

letzen I

RhWB

letzen I -ę- = sich ergötzen s. latzen IV.

letzen II

RhWB

letzen II das Wort, mhd. Lexer letzen entsprechend, vereinzelt -ęts- MüEif 1904; -ęt- Geld-Straelen schw.: schaden; dat letz nüs schadet nic…

Letzeniⁿg

Idiotikon

Letzeniⁿg Band 3, Spalte 1556 Letzeniⁿg 3,1556

Letzenkaule

RhWB

letzen·kaule

Letzen-kaule -kǫ·u.l Wittl-Meerf f.: die Stelle, wo ein Wildschwein gelagert hat.

letz als Zweitglied (30 von 65)

Achletz

RhWBN

ach·letz

Ach-letz āx- = Nachtschlag s. Wb unter Nacht-.

alaunfletz

DWB

alaun·fletz

alaunfletz , n. stratum, area aluminis: nun gibt die erfarung, das wildbeder gemeinklich vom kalchstein oder bleischeblichten gengen oder al…

Allmendbletz

DRW

Allmendbletz vgl. Allmendplatz SchweizId. V 274 Faksimile

Anbletz

BWB

Anbletz Band 2, Spalte 2,1293

bodemletz

PfWB

bodem·letz

bodem-letz Adj. : 'grundfalsch', boremletz [südl. WPf (Nachlaß Heeger )], bodem- [ HB-Alth Medh ]. BadWB Bad. I 279 ; SchwäbWB Schwäb. I 126…

eisenfletz

DWB

eisen·fletz

eisenfletz , n. pavimentum ferreum, eisenlagerstätte: der stamm Aser habe eisenfletz und kupferstöck gehabt. Mathesius 3 a .

Feldbletz

PfWB

feld·bletz

Feld-bletz m. : a. 1503: Diß sint felde pletzer [Zweibr. I 724, Beedener Seelbuch]. Mhd. blez 'Streifen Landes, Beet'. —

Fußbletz

BWB

Fußbletz Band 2, Spalte 2,1294

G(e)pfletz

Idiotikon

G(e)pfletz Band 5, Spalte 1267 G(e)pfletz 5,1267

G(e)schletz

Idiotikon

G(e)schletz Band 9, Spalte 800 G(e)schletz 9,800

gefletz

DWB

gef·letz

gefletz , n. gleich fletz ( s. d. ), mhd. vletze n. künstlicher fuszboden, besonders estrich, eingelegter fuszboden: do vilen di bluttroppen…

geletz

MNWB

gel·etz

1 ungelettet , -gelet , -geletz , adj. : 1. ungehindert , am Fortkommen nicht behindert, „ dat de groue vrig bliue vnde vnbekummert, so dat …

gepletz

DWB

gepletz , n. geflick: und ist des unnötigen geflicks und gepletzes so viel, das sie selten zur sache komen. Luther 3, 342 ; s. DWB bletzen .…

grasbletz

DWB

gras·bletz

-bletz ( ein stück grasland ): grasplätz ( akk. pl. ) (1692) schweiz. id. 5, 276; grasplätz ( gen. pl. ), -blätz ( akk. sg. ) (1701) Fischer…

Harnischblëtz

ElsWB

harnisch·bletz

Harnischblëtz [Hàrniplats Friesen ; Hâni- Hi. ] m. kleines Drahtgeflecht zum Reinigen der Pfanne; vgl. Harnisch. Vgl. Kettel 2 unter Kette…

Hinderg(e)fletz

Idiotikon

Hinderg(e)fletz Band 1, Spalte 1239 Hinderg(e)fletz 1,1239 u.

Ableitungen von letz (12 von 12)

beletzen

Lexer

be-letzen swv. verletzen, schädigen. den gebot man, weder die frawen noch ir guet zu beletzen Mh. 3,74.

erletze

KöblerMnd

erletze , Sb. nhd. Elritze (Fisch) Hw.: vgl. mhd. erlinc E.: s. mhd. erlinc, st. M., Elritze, Kluge s. u. Elritze L.: MndHwb 1, 598 (erletze…

erletzen

DWB

erletzen , laedere, verletzen: mancher mann, der sonst war werd, ward erletzet durch dein schwerd. Fleming 303 .

geletz

MNWB

1 ungelettet , -gelet , -geletz , adj. : 1. ungehindert , am Fortkommen nicht behindert, „ dat de groue vrig bliue vnde vnbekummert, so dat …

Geletze

Campe

Das Geletze , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

geletzen

Lexer

ge-letzen swv. BMZ prät. gelazte endigen, entfernen Pass. K. 444,34. 504,36 ; aufhalten, hindern Lanz. Gr. Rud. 10,10. Wolfd. 1347 ; verletz…

letze

DWB

letze , f. subst. zu dem vorigen adj., unrechter, übler zustand: nach des fleisches güte oder letze. bair. landesordn. von 1553 bei Schm. 1,…

unletz

PfWB

un-letz Adj. : 'richtig, nicht verkehrt', uⁿletz [ NW-Hardbg LA-Edk ]; vgl. PfWB letz . Der is gar nit so u. 'Er ist ganz in Ordnung' [ LA-E…

verletze

BMZ

verletze swv. umzingele, umgebe. mit huote verletzen Mart. 39. si was mit dem crûce verletzet — bewart, verspart das. 110. si was verletzet …

verletzen

DWB

verletzen , verb. verderben, schädigen. in den alten dialekten findet sich zwar das unzusammengesetzte letzen mehrfach, so goth. ags. alts. …

verletzlich

DWB

verletzlich , adj. verletzend, verletzbar, meist in der ersten activen bedeutung: ehr verletzlich, ignominiosus. Dasyp. 53 b ; violentus, cr…

verletzung

DWB

verletzung , f. schädigen, geschädigtsein. lesio verleczung. Dief. 325 a ; verletzung, offensio, offendiculum, noxa Maaler 424 a ; violentia…