lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

haube

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
26
Verweise raus
47

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

haube f.

Bd. 10, Sp. 562
haube, f. , ahd. hûba, mhd. hûbe. 11) eine männliche kopfbedeckung von verschiedener form und für verschiedene stände. 1@aa) als allgemeine männer- und modetracht im mittelalter und später: eins gebûren sun, der truoc ein hâr, daʒ was reide unde val ... in eine hûben er eʒ vie, diu was von bilden wæhe. Helmbrecht 14; kleine hûben truogens ê: nu strûbet in der nac. Neidhart 61, 13; er hat eine weisze hauben aufgesetzt, albenti velatus tempora vitta. Maaler 213b; cape, haub, pileus, pileum Henisch 584; die männlichen figuren ... haben den kopf entweder mit einer haube oder mütze bedecket. Winkelmann 3, 97. von einer kindermütze: da ich in meiner kindheit keine hauben um die ohren litt. J. Paul palingen. 1, 23; vergl.haarhaube sp. 29. in Baiern noch jetzt haube, männermütze: pudelhaube, schlafhaube, schlägelhaube. Schm. 2, 137. 1@bb) bischofsmütze: ahd. hûbe thyaram Graff 4, 753; huben, mitra, huben uffsetzen, mitrare, infulare voc. inc. theut. k 4a; allgemeiner priesterliche kopfbedeckung: beide Aaron und auch sie (soltu) mit gürteln gürten, und inen die hauben aufbinden, das sie das priesterthum haben zu ewiger weise. 2 Mos. 29, 9; bracht erzu Aarons söne ... und band inen hauben auf, wie im der herr geboten hatte. 3 Mos. 8, 13; sein lang priesterlich haar, welches nicht aufgebunden war, wie [] es denn die alten in hauben gebunden hatten. buch d. liebe 208d; von der kopfbedeckung eines zauberers: lösz auf mein greises haar, nim dise hauben hin, und disz gemeine kleid. A. Gryphius 1698 1, 59. von den dreieckigen hüten der praedicanten werden solche selbst so angeredet: hie lieben hauben ecket drei. Denais drei jesuiten latein (1607) s. 26. 1@cc) der doctorhut, s. doctorbaret 2, 1217 und doctorhäublein 1218: sarbonische verkaufte doctorheublein. Fischart groszmutter 62; auch Reymunt, Thomas von Aquin, der singen hört die cherubin, dem man zu seiner doctorhauben mahlt alle zeit ein weisze dauben. v. s. Domin. A 3c. 1@dd) kriegerische kopfbedeckung von metall oder leder, unterschieden vom helm, der von höherer form ist und den der ritter trägt, während die haube die bedeckung des gemeinen fuszvolks ist; s. beckelhaube, blechhaube, sturmhaube. da fieng man auch an, der spitzen isenhüt zu machen, die man englisch huben nempt. Tschudi bei Frisch 1, 422b. übertragen auf die haubenträger, kriegerische mannschaft: dem komen wol zwelf hundert hauben durch der wirde schaw zu hilf von dem von Mantaw. Suchenwirt 14, 63, s. 44a (vgl. 9, 198, s. 29b). die ritter führten eine hûbe anderer art unter dem helme, zur abwehr gegen den druck desselben: durch helm und durch hûben hiu er den ritter guot. Alpharts tod 302, 1. bei späteren wird haube in gleichem sinne mit helm gebraucht: (Geron) beginnt dann stück vor stück sich zu entwaffnen, nimmt die haube ab, und schnallt den harnisch von den schultern. Wieland 18, 60. 22) an die letztere bedeutung lehnen folgende redensarten an, die ein feindliches eindringen auf jemand zeichnen. 2@aa) auf die haube klopfen, greifen: den bauren auf dem Schwarzwald, die damals im ruf waren, dasz sie den soldaten auf die hauben klopften. Simpl. 1, 443 Kurz; darumb sol die oberkeit solchen auf die hauben greifen, das sie das maul zuhalten und merken, das ernst sei. Luther 3, 142b; wie vor zeiten bei den Römern gewesen ist, da man solchen (mutwilligen handwerksleuten und tagelöhnern) flugs auf die hauben greif, das sich andere daran stoszen muszten. 4, 403a; er (gott) wird im auf die hauben greifen, das er also schilt und flucht, und seinen namen also mishandelt, er wird die lenge nicht zusehen, das man in also schendet. 510b; gott, wenn er der welt wil uff die huben gryfen, zücht er lang umb den hag umbher. S. Frank spr. 2, 30b; darumb sollen sie frisch den bösen auf die hauben greifen, und die justitiam gestreng gehn lassen. Agr. spr. (1560) 21b; da griff man den hespen (hammen, schinken) auf die hauben. Garg. 83b; weil beide kriegende theile vor billich achteten, einander auf unserm grund und boden zu berauben und nider zu machen, griffen wir ihnen auch auf die hauben. Simpl. 2, 38 Kurz; sonsten haben .. die satyrici mit stichelreden grosze macht, lasterhaften personen tapfer auf die haube zu greifen. Rist die alleredelste belustigung 132; es hat sich vergangen verlauten lassen, es wäre nichts hinter mir, wenn ein rechter kerl mir auf die haube griffe, müste ich einlegen. causenmacher 72; Conradus wolte in Teutschland einbrechen, um denen widriggesinneten die spitze zu bieten, und ihnen mit nachdruck auf die haube zu greifen. Hahn hist. (1724) 4, 234; dem solt man grifen zuo der huben, und im die zäcken wol ab kluben, und rupfen die fluckfäder usz, der hynder sich kouft inn syn husz alls wyn und korn im ganzen land. Brant narrensch. 93, 1; nach dem jetzt die grimmigen lawen all thier fast trutzen und bedrawen, und müssen tanzen, wie sie pfeifen, in weidlich auf die hauben greifen, das haut und har oft folgen nach. B. Waldis Esop 4, 96, 26; sondern der auch zeen hab im maul, und greif den weidlich auf die hauben, die ehr und recht setzen auf schrauben. froschmäuseler 2, 4. 5, bl. Ji iija; bis nur einmal so keck .. (sagt der bauer zum landsknecht), trag mir ein hennen weg, so will ich dir auf die hauben greifen, dich lernen an dem flegel pfeifen. Opel u. Cohn 431, 54; [] du warst ein held, wenn andre vor dir liefen, liefst aber, wenn sie dir scharf auf die haube grieffen. Chr. Gryphius poet. wäld. 1, 542. 2@bb) die haube rücken: er solt ihn die hauben so rucken, das sie sich müsten für ihm bucken. froschmäuseler 2, 5, 1, bl. Ji iiijb. 2@cc) auf die haube gehen, kommen, über die haube wischen: kamen uns eintzige rauber auf die hauben. Simpl. 2, 215 Kurz, was kan der stolze feind dir rauben, dein haab und gut bleibt doch allhier. geh aber du ihm auf die hauben, und brich ihm seinen halsz darfür. Opitz 2, 211; Fridericus antwortet erst ganz gelinde .. mit der zeit aber wird er schon dreister, gehet dem pabst derbe auf die haube. Hahn hist. (1724) 4, 178, not. u; (bringt man) turten, gebachens oder strauben, so wüsch im fluchs uber dhauben. grobianus (Frankf. 1568) B 6b. auch: dem feind auf die hauben ziehen. Wallensteins br. 44. 2@dd) einem auf der haube sitzen: und indem man hin und her zeitung hatte, dasz der jäger ausgerissen wäre, sasz ich denen, die sich damit kützelten, wieder unversehens auf der haube. Simpl. 1, 255 Kurz; wenn wir ihnen mit unsern schiffen beständig auf der haube sitzen. Heilman Thucyd. 166. 2@ee) auf der haube sein, haben: wie er ihm nahe auf der hauben war. b. d. l. 208c; er eilet dem (wild gewordenen) ochsen nach, war hart hinden an im, wo er sich hin wandte, war er ihm auf der hauben, weg und steg eng zu machen. 227a; weil also die gute herren sahen, dasz man ihnen so genauw auf der hauben ware. Philander 1, 306; wir waren denenselben (den schiffen) zu geschwinde auf der haube. Pierot 2, 165; allein es (das feindliche schiff) war mir so genau auf der haube, dasz ich ganz gewisz wäre genommen worden. 3, 89; auf der haube sein, adesse, custodire. Serz 64b; und wenn ihr weiter geht, glaubt mir, so haben wir den kobold auf der hauben. Wieland 22, 65 (Ober. 2, 15). Ein nachklang dieser redensarten, namentlich der unter a aufgeführten ist es, wenn mundartlich haube für ohrfeige gilt (Schröer 67b), vergl. einem etwas auf die kappe geben, ihn schlagen, theil 5, 193. 33) kopfbedeckung für weiber, weiberhaube, wovon Schm. 2, 137 nach form oder verzierung eine gröszere anzahl arten aufzählt. redimiculum hube, haube, hub, geziert hub Dief. 488c; rica haub o. rigel 497c; haub, rica, ricula, vitta, teniae, mitra, mitellum Dasyp.; rica, ein haub, hülle oder weiberschlapp ders. (vestium nomina); die ketelin, die armspangen, die hauben. Jes. 3, 19; (Judith) flochte ir har ein und setzet eine hauben auf. Judith 10, 3; das haar hieng ohne band, und lag auf ihrer (der Ariadne) schosz, ihr kleid stund aufgemacht, die brüste waren blosz. die haube weit hinweg geworfen von der stellen, an der sie selber sasz, lag bei des meeres wellen. Opitz 1, 437; kontuschen, strümpfe, mieder, und hauben sonder zahl. Hölty 10 Halm. die hauben werden auch gestrickt: gestrickte hauben, reticulum Maaler 213b; weil die weniger darvon (vom sacrament) denn die geisz vom hauben stricken wissen. Kirchhof wendunm. 253b; auch kan ich stricken schleir und hauben. J. Ayrer 194a (963, 33 Keller). der verheirateten frau ist die haube als kopftracht vorzüglich eigen, während die jungfrau das lange haar frei herabfallend trägt, vgl. haar sp. 13. daher die haube, zeichen der frauenwürde: allein hier ist ein kleines blatt, das ich indessen (zur hochzeit) schicke, das wünscht der braut an meiner statt zur neuen haube glücke! Picander 3, 456; unter die haube bringen, verheiraten: dieses mahl Floramenen mit guten willen unter die haube zu bringen. polit. stockf. 337; Klärchen ist unter die haube gebracht. Thümmel reise 6, 127; um Dindonetten, das beste mädchen der welt, zu retten, und rein von aller makel einst unter die haube zu bringen. Wieland 4, 196 (n. Am. 8, 35); ähnlich: und wenn ich mit scherzen raube ihren kranz der schäferin, bring ich ihr dafür die haube, hält sie noch es für gewinn. Rückert 378; [] unter die haube kommen, frau werden: mädchen die sich stellen, als könnten sie nicht drei zählen, werden die ärgsten, sobald sie unter die haube kommen. Gotter Jeannette 3, 7. 44) haube, die kopfhülle eines zur beize abgerichteten falken, s. falkenhaube: vor den falken oder vogel aber .. musz er (der falkenier) haben eine von wohlausgearbeitetem leder fein zierlich gemachte haube. öcon. lex. (1731) 619; überhaupt band dieser genius ... zuerst die schwingen der prosa los und liesz den falken des genies ohne faden und haube steigen. J. Paul kom. anh. zum Titan 1, 101. 55) haube, obscön, praeputium: ich fast mein degen bei seinr hauben. fastn. sp. 338, 24. vergl. 259, 31. 66) haube, eine haut um den kopf, die kinder dann und wann mit zur welt bringen, und die glück anzeigen soll; s. häublein und glückshaube. 77) haube an vögeln und pflanzen. 7@aa) bei den vögeln der haubenartige federbusch am kopfe: crista heiszt eigentlich die haube oder der federbusch auf dem kopfe verschiedener vögel, z. b. des wiedhopfs, der haubenlerche. Nemnich 2, 1280. s. den letzten beleg zu häubchen sp. 562. 7@bb) umhüllende haut an pflanzentheilen: calyptra, eine haube, welche die staubfäden der gouanie bedeckt. Nemnich 1, 768; pinienkerne gingen gar merkwürdig auf, sie huben sich wie in einem ei eingeschlossen empor, warfen aber diese haube bald ab. Göthe 29, 48. 88) auch der zweite magen der widerkäuenden thiere, reticulum, heiszt die haube: der magen der wiederkäuer zerfällt in vier abtheilungen, von denen die erste wanst oder pansen, die zweite netzmagen oder haube heiszt. Brehm illustr. thierl. 1, xxi. 99) bildlich ist haube die nebelhülle genannt worden, die den gipfel eines berges umgibt: ob ihm (dem Zobtenberg) sein haupt behüllt mit einer feuchten hauben, und ob er mir voran zu sagen woll erlauben, ein regen zeucht herauf! Logau 1, 193; der Mythenstein zieht seine haube an, und kalt her bläst es aus dem wetterloch; der sturm, ich mein, wird da sein, eh wirs denken. Schiller Tell 1, 1; dann auch des berges höchste gipfel selbst: die nacht ist noch im thal, die lamp in dumpfer klause, das morgenroth umsäumt des berghaupts hohe hauben. Rückert 338. 1010) in der technischen sprache ist haube für haubenähnliche gegenstände viel in anwendung. in der baukunst ist es ein kuppeldach, welsche haube ein geschweiftes kuppeldach; im bergwesen ein kleines dach über dem pferdegöpel, zum schutze desselben gegen die witterung; am schmelzofen die innere höhe oder vertiefung des treibherdes; beim hüttenwerke das gewölbe über dem unter der erde gebauten messingofen; bei den köhlern die decke oben auf dem meiler von kurzem holz, so dasz derselbe eine eirunde spitze enthält; im mühlenbau der obere theil oder das dach des mühlengebäudes einer holländischen windmühle; bei den messerschmiden der unterste beschlag von blech auf der schale eines messers; bei den grobschmiden der oberste stärkere theil in der mitte des hammereisens, worin das auge zum stiel angebracht ist. Jacobsson 2, 227b. 228a; bei dem bäcker das gewölbe eines backofens. 6, 50a; bei den schuhmachern eine sog. halbe stulpe oben am schafte eines steifen stiefels, die an den seiten abfällt, und hinten am schafte ganz aufhört. 7, 432b; bei den glockengieszern der theil der glocke, auf dem die henkel stehen. 2, 118b; bei jägern und fischern ein netz von haubenform, s. haubennetz. Der etymologische zusammenhang von haube, ahd. hûba zu haupt, ahd. houbit ist schon seit lange betont worden. in der that scheint wurzelgemeinschaft vorzuliegen. wenn Kuhns deutung von goth. haubiþ aus früherem hahubiþ richtig ist, die das wort zu dem altindischen kakubh gipfel, kakuha aus kakubha hervorragend, stellt (zeitschr. 1, 137), so wird der (sonst nicht belegten) wurzel kubh aufragen auch unser haube, als emporragender, höchster theil der kleidung, zufallen. ohne zweifel kann auch zu der verwandtschaft sanskr. kumba eine art weiblicher kopfputz, der obere theil, kopf eines keulenförmigen holzes (Böhtl.-Roth 2, 340) gezogen werden, so dasz in diesem falle das innere b an stelle von bh steht; eben so aus gleichem grunde das griech. κύβη, erhabenheit, kopf; vergl. haufe. eine etymologische verwandtschaft von franz. coiffe zu unserm haube hat dagegen wol nicht statt.
13599 Zeichen · 233 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haube

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Haube , plur. die -n, Diminut. das Häubchen, Oberd. Häublein, welches überhaupt eine jede oberste rundliche Bekleidu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Haube

    Goethe-Wörterbuch

    Haube abgekürzt pl ‘H’ GWB 38,486,15 Späne ; im Vers einmal ‘Haub’’ 1 als Kopfschmuck, -putz, meist für Frauen (einmal f…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Haube

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Haube (franz. Coiffe ), eine leichte, rundliche Kopfbedeckung, nach Maßgabe der Mode und des Standes von sehr verschiede…

  4. modern
    Dialekt
    Haubef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Haube f. : 1. a. 'Frauenhaube', Bestandteil früherer Frauentracht, Haub (haub), Pl. Hauwe [(1925) verbr., auch Don Gal B…

  5. Sprichwörter
    Haube

    Wander (Sprichwörter)

    Haube 1. Drei Hauben an Einem Kohlenbecken drehn sich und drehn sich, um sich zu necken. Um einander zu ärgern. 2. Nein,…

  6. Spezial
    Haubef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Haube , f надставка , ж

Verweisungsnetz

78 Knoten, 69 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Hub 1 Kompositum 65 Sackgasse 6

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haube

304 Bildungen · 98 Erstglied · 206 Zweitglied · 0 Ableitungen

haube‑ als Erstglied (30 von 98)

Haubêêre

Adelung

haube·ere

Die Haubêêre , plur. die -n. 1) In einigen Gegenden ein Nahme der Schlingbeeren oder Mehlbeeren, daher der Strauch, welcher sie trägt, auch …

Haubelmeise

Adelung

Haubelmeise , S. Adelung Haubenlerche , Adelung Haubenmeise .

haubeln

DWB

haubeln , häubeln , verb. mit einem häublein versehen. 1 1) vorzüglich vom falken und sperber ( nach haube 4) gebraucht: falken haubelen, fa…

haubenalk

DWB

hauben·alk

haubenalk , f. alca cristatella, der gehäubelte papageientaucher.

Haubenbändel

PfWB

hauben·baendel

Hauben-bändel m. : 'Band an der Haube 1 a', Hauwebännel [vereinzelt]. SHW Südhess. III 160 ; RhWB Rhein. III 308 Haubenband. —

haubenband

DWB

hauben·band

haubenband , n. 1 1) band an der haube: ein herrliches rothes haubenband. J. Paul Titan 1, 90 . 2 2) in Schleswig und Holstein bezeichnet es…

haubenbendel

DWB

hauben·bendel

haubenbendel , m. binde die um den kopf zur haube gefaltet wird: vitta haubenbendel vel binnhaub erlicher weiber. Alberus J 2 b ; taeniae ha…

Haubenbodem

RhWB

hauben·bodem

Hauben-bodem (s. S.) Verbr. wie Haube 1 m.: der die obere Kopfhälfte bedeckende Teil der Haube 1.

haubendraht

DWB

hauben·draht

haubendraht , m. drahtgestell zu einer haube. Amaranthes frauenz.-lex. (1773) 1, 1304 .

haubeneisen

DWB

hauben·eisen

haubeneisen , n. beim messerschmid ein rundliches eisen, worauf aus silber- oder messingblech der unterste beschlag oder die haube eines mes…

Haubenfink

Campe

hauben·fink

Der Haubenfink , des — en, Mz. die — en , eine Art rother Finken in Idien mit einer Haube oder einem Federbüschel auf dem Kopfe (Coccothraus…

Haubenflor

Campe

hauben·flor

Der Haubenflor , des — es, Mz. die — e , Flor zu Hauben brauchbar oder bestimmt.

haube als Zweitglied (30 von 206)

Glashaube

RDWB1

Glashaube f übertr. unter der ~ idiom. - под стеклянным колпаком идиом. , в тепличных условиях идиом.

Ɉudenhaube

Campe

Die Ɉudenhaube , Mz. die — n ; Verkleinungsw. das Judenhäubchen, des — s , d. Mz . w. d. Ez. eine Haube, wie die Jüdinnen tragen. Nach Frisc…

Abzugshaube

LDWB2

abzug·s·haube

Ab|zugs|hau|be f. (-,-n) capa dal föm f. , capa d’aspiraziun f. , napa (napes) f.

Atlashaube

PfWB

atlas·haube

Atlas-haube f. : Atlashaub [Kus u. Umg.]; auch PfWB Taffethaube genannt. —

Axthaube

RhWB

axt·haube

Axt-haube -əhū·ə.f Sieg-ODollend f.: Kopf der Holzaxt.

Bätzhaube

PfWB

baetz·haube

Bätz-haube f. : = PfWB Bätze . Die Brill un Betzhaub uf em Kopp [ Croissant 41]; vgl. PfWB Bätzelhaube .

barthaube

DWB

bart·haube

barthaube , f. haube die unterm kinn gebunden wird, nachthaube. bart im sinne von kinn, gena. Schmeller 1, 203 .

Bauschhaube

Wander

bausch·haube

Bauschhaube Sie hat die Bauschhaube offen. ( Augsburg. ) – Klein, I, 42. Ist betrunken.

beckelhaube

DWB

beckelhaube , f. galea militum, bei Stieler 206. 792 böckelhaube, pickelhaube: es wird das leben kosten denselbigen die da sterben und alsda…

beckelmannshaube

DWB

beckelmannshaube , f. dasselbe: ich hab ein gut beckelmannshauben, und auch gut blodermanns handschuch, hab auch an ein banzere bruch, zum h…

BECKENHAUBE

DWB2

becken·haube

DWB2 BECKENHAUBE , beckelhaube f. DWB2 mhd. becken-, bek- kelhûbe, vgl. mnd. pêkelhûve. ‘ beckenförmige blechhaube als teil der rüstung ’, s…

Beienhaube

RhWBN

beien·haube

Beien-haube -houp f.: 1. Strohhaube auf dem B.korb Wend-Offenb . — 2. roter Fingerhut, Digitalis Saarl-Schwalb .

Bindhaube

PfWB

bind·haube

Bind-haube f. : 'Trachtenhaube der Frauen', aus Musselin, Mull oder Gaze gefertigt, mit Spitzen besetzt und Stickereien an der Hinterwand [P…

blechhaube

DWB

blech·haube

blechhaube , f. du sollst erst ein wamms haben, eine blechhaube und einen spiesz. Göthe 8, 10. 42, 246 .

Bodemhaube

RhWB

bodem·haube

Bodem-haube bErəmχəshęibχə Simm-Laub n.: H. mit einem steifen eingelegten B. als oberem Teil (veralt.).

böckelhaube

DWB

boeckel·haube

böckelhaube , f. was beckelhaube 1, 1215. poggelhaub oder englische haub. voc. 1482 z 4 b .

Dachhaube

Meyers

dach·haube

Dachhaube , kleines Dach zentraler Bildung über quadratischem, kreisförmigem, polygonalem oder dergleichem Grundriß: Zeltdächer, Kegeldächer…