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scheit

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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28 in 22 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

scheit n.

Bd. 14, Sp. 2472
scheit, n. lignum fissum, scindula. II. Das wort ist gemeingermanisch, nur im goth. (doch vergl. skaidan, spalten) nicht belegt: ahd. scît Graff 6, 439, altfries. skîd, ags. scîd, scindula (Wright vocab.2 266, 33. 294, 33), altnord. scîð, mhd. schît, nhd. scheit (den nd. mundarten fremd). verwandt sind lit. skëdrà, f., lett. skaida, f. der spahn, griech. σχίζα, lat. scindere. Fick4 1, 143. im älteren nhd. begegnet die schreibung mit der media im auslaut: aber Käthe, wie deucht dich, wenn ich die woche ein füdergen scheid in die stadt führete. Schoch com. vom studentenleben D 1a. Frisch 2, 169b schreibt scheid, scheidern, verscheidern; dort steht die mutter mit dem scheid holz in der hand. Stolberg 7, 247; weiche aussprache bezeugt Schm. 2, 484. der alte plur. ist im mhd. schît: ir schefte zuschiferten also schît. Herbort liet von Troye 9907; daʒ die regen als diu schît. Suchenwirt 31, 141. im nhd. mit doppeltem plural, scheite und scheiter. Stieler 1749; scheid, n. segmentum lignorum, im plurali die scheide, vulg. die scheider. Frisch 2, 169b; auch Adelung erklärt den plur. scheiter für landschaftlich und meint, dasz für in scheiter gehen besser scheitern gesagt würde. scheiter und scheite scheiden sich uns gewöhnlich dem sinne nach, insofern scheite die absichtlich gespaltenen, zu bestimmten zwecken hergestellten holzstücke bezeichnet, scheiter die gewaltsam zersplitterten trümmer (vor allem in wendungen wie in scheiter gehen). doch begegnet scheiter in allgemeinerer anwendung in neuerer wie besonders in älterer sprache (vgl. auch scheiterhaufe): reht als der einen oven vol schîter leite diu vaste brunnen. myst. 1, 299, 1; auf welchen (heerd) scheiter aneinander zusammengesetzt werden. Bechius Agricola vom bergwerk (1557) 219; item es soll auch niemants kain holz, es seien scheutter, zaunstecken oder kien .. verkauffen. tirol. weisth. 2, 156, 1; swie guot diu schîter sîn, unt ist bœse der hert, von hitze empfæht er doch vil selten vröuden. minnes. 3, 211b Hagen; künnent visch uff schitern gan (die auf dem heerde liegen)? altd. erzähl. 353, 28 Keller; ir eltern haben gfüret heim, das wil ich reden in eim gheim, den taglönern die scheiter umb zwen schilling. Uhland volksl.2 541; wer deine himmelsleiter nicht stieg, dem fluchtest du, wo nicht der Husse scheiter, doch kezernamen zu. Voss 5, 291; jene verstummt nun häuften empor auf die scheiter die leichname. Ilias 7, 431 (ebenso 9, 546). die auffassung von scheiter als collectivum führt zur aufgabe der pluralischen flexion: verlierung desselben holz oder scheiter. tirol. weisth. 2, 19, 10; die hoffnung geht je mehr und mehr zu scheiter. Rückert ges. ged. 1, 196; in sturm und wogen gieng ein schiff zu scheiter. 2, 299; also trennet der tod gewählte gatten! der mann kam seufzend im Ozean um, sie am gestad, wo von todtengeripp, und scheiter, und meersand stürme das grab ihr erhöhn. Klopstock 2, 20; keins (der schiffe) flammt in die höh, und treibet, scheiter, umher über sinkenden leichen. 2, 38; also irret ein sohn bey geripp und scheiter am meere. Messias 9, 36. Klopstock faszt das wort als ein fem.: wir sagen die scheitern des schiffs in der mehrheit, davon ist: die scheiter die einheit. werke 1, 273; weit hinab an dem brausenden gestade, lag's von der scheiter umher. 2, 42. nach Klopstocks vorgange auch sonst: dies ist die scheiter, die dich lösen aus deinem schifbruch wird! wohlan! erfasse diese scheiter, und setze dich darauf. Kl. Schmidt poet. br. (1782) 168; und trieben nur vorwärts die stürme mich weiter, so würde mein nachen mit ehre zur scheiter! Stolberg 1, 133; (er) schwamm nach der scheiter des schiffes. Grabner über die verein. Niederl. 164; scheit vereinzelt als m., s. den beleg aus Droste-Hülshoff unter 4. über scheitel für schädel s. 1, a gegen ende. IIII. Gebrauch. II@11) scheit ist zunächst das gespaltene brennholz, sowol von den groszen stücken, in die ein klotz zerschlagen wird, als auch von den dünneren und kleineren zum anmachen des feuers. holz zu scheiten schlagen, scheite auf dem heerde aufschichten, in den ofen stecken. nach der holzart eichen-, buchen-, tannenscheite. scheit bezeichnet die form, in welche das brennholz gebracht wird, daher gleichsam ein masz: ein scheit holz, mehrere grosze scheite eichenholz u. ähnl. (s. auch unten 6, a). altn. þá kvámu menn Aðils konungs inn ok báru skíð á eldinn. Skáldskaparmál cap. 44; man solte daʒ burneholz geben, schîter oder wellen. d. städtechron. 9, 865, 21 var.; man stellt scheite an und übereinander (um einen kohlenmeiler anzurichten). Göthe 21, 54; balt keil du mir das holtz zu scheiten, wiltu anderst die streich nit leiden! Ayrer 2200, 26 Keller; feuer geschickt zu häufen und trockene scheite zu spalten. Voss Odyssee 15, 321; jetzo verbrannt es (das fleisch) auf scheiten der greis. 3, 459; dann flammen reisig und scheite, und die erwärmete nacht wird uns ein glänzendes fest. Göthe 1, 272; mancherlei waare findest du da für manches bedürfnisz, weizen, wein und gemüs, scheite wie leichtes gesträuch. 349; gäb es nicht scheite und kohlentrachten, die herdesbreite zur gluth entfachten. 41, 31; da schon des herdes scheit verglommen, welch späten gastes harrt das mahl? Droste-Hülshoff 1, 394. sprichwörtlich: ein scheit holz gibt kein feuer die stuben zu wärmen. Lehmann 188; was nicht scheite giebt, giebt knüppel. Simrock 8917. scheit wird auch collectivisch für brennholz überhaupt gebraucht, s. Schm. 2, 484: aber Käthe, wie deucht dich, wenn ich die woche ein füdergen scheid in die stadt führete. Schoch com. v. d. studentenleben D 1a; sie stoppelt scheit und stroh schon hurtiger zusammen. Hagedorn 2, 101. II@22) scheit als prügel, improvisierte waffe (mhd. belege bei Lexer mhd. handwb. 2, 759): get haim, dasz ir unsälig seit, oder ich schlach euch mit aim scheit. fastn. sp. 437, 25; darumb mir oft der rucke mein mit einem scheit ward zuplauen. 261, 2; wie dunkt dich, mich mit scheiten pleuen? 52, 15; (eh' ich) dich mit einem scheit werd gurten. 253, 27. II@33) das dürre, steife scheit in vergleichen (vergl.stock und klotz); zur charakterisierung einer trägen unbeweglichkeit: wenn er bei mir am pette leit, so ligt er bei mir als ein scheit. fastn. sp. 144, 31; ähnlich: doch lieb ich gleichwol nicht, so bin ich wie ein scheit, ein stock und rawes bley (que sans aimer ie suis et du plomp et du bois). Opitz poet. 16 neudruck. mit hervorhebung der dürre und länge: ir hals was lanc als ein schît. Heinrich von Neustadt Apollonius 9019; allgemeiner: wan sey so nakent pey im leit, ungetan recht sam ein scheit. ring 18c, 18; jr haut henget an den beinen, und sind so dürr als ein scheit. klagel. Jer. 4, 8; so dürr wie ein scheit. Stieler 1749; daher nennt man eine dürre person e ferklaided schitt. Seiler 253b; ein altes scheit, eine alte jungfer. Schöpf 598 (vgl. rumpelscheit). wer sich nicht bücken kann oder will, wer steif oder hochmütig ist, hat ein scheit im rücken (s. mhd. wb. 2, 2, 165a. Eiselein 546): tregt ainer den leib uffgestrackt, man sagt, im steck ain scheytt im ruck, wa er gatt oder reitt. Cl. Hätzlerin 2, 13, 86; dann wann einer noch so wohl und fein in seinem christenthumb gegründet, und gelehrt wäre, und darbey doch ein scheid im rücken zum bücken, und keine höflichkeit oder sittenweise dabey hätte .., so würde man doch sagen: o sancta simplicitas. Simpl. theil 1, buch 1, cap. 27 (1, 158 Keller). II@44) scheit in allgemeinerer anwendung, abgespaltetes hergerichtetes stück holz zu mannigfachen zwecken dienend; in sprichwörtlicher wendung: auff ein wimmerigs (fest verwachsenes) und estigs scheid gehört ein stehlener keil unnd schwerer peuschel. Mathesius Luther 37a. die bestimmung des scheits wird durch composition angegeben: dechsscheit, die flachsschwinge, das grabscheit (zunächst aus holz), das richtscheit der zimmerleute, das trumscheit monochord, raitel-, rattelscheit, knüppel zum zusammenreiteln von ballen, packen u. ähnl., die bäcker bearbeiten den teig mit dem knetscheit, ein rührscheit zum umrühren, knallscheit, schieszscheit für gewehr (wie schieszprügel) u. a. m. in prägnanter anwendung: bei den webern heiszt der untere dickere theil der lade, welcher dem fluge derselben wucht und schwung gibt, das scheit. Adelung; dichterisch für grabescheit (hier als m.): stosz deinen scheit drei spannen in den sand. Droste-Hülshoff 1, 98. scheit für trumscheit in einer lat. quelle des 15. jh. bei Schm. 2, 481. II@55) scheiter, plur. im sinne von zerschmetterte, zersplitterte trümmer in wendungen wie in scheiter gehen, zu scheitern gehen u. ähnl.: zu scheidtern gehen, interire ad fragmenta. Steinbach 2, 406; in gleichem sinne: kurz es ist kein zucht do (im hause, wenn die herrin ausgegangen ist), noch kein stilligkeit mer do, und verfert alles zu schiteren. Keisersberg bilgersch. 9a; zu scheitern fahren, transitiv: (der fuhrmann) musz auch nach gelegenheit des wetters, wagen und pferde bald langsam, bald schnell gehen lassen, sonst würde er bald alles zu scheitern fahren. Schuppius 97; ähnlich, die pferde zu scheitern reiten: so es nit wol uf der reis zugieng und die ross zu scheitern würden geritten. Zimm. chron.2 3, 518, 10; also das der merertail ross gar nahe waren zu scheitern geritten. 4, 297, 2. die letzten beiden belege zeigen ein völliges verblassen der ursprünglichen sinnlichen vorstellungen von scheiter, auch die folgenden zeugnisse erweisen, dasz die ältere sprache sich dieser wendungen völlig frei bedient (s. unter b und c), während die neuere sprache dieselben überhaupt meidet, sonst aber strenger an der sinnlichen vorstellung festhält. auszerhalb der erwähnten festen wendungen begegnet der plur. scheiter seltener (s. oben unter I). II@5@aa) im eigentlichen sinne, zunächst vom strandenden schiffe: wenn das bestürmte schiff von klipp auf klippen rennt, und sich bald hie bald dort in stück und scheiter trennt. A. Gryphius 1, 64 (1698); denn da das schiff zu grund ging, was sollen die scheiter thun? Platen 86b; die nägel seines schiffes lösten sich, die ungetreuen, dasz es scheiterte, und auf den scheitern treibt er noch umher. Uhland Ernst von Schw. 83. in ausgeführtem bilde: zerschellt war nun das ganze Römerheer, gleich einem schiff, gewiegt in klippen, und nur die scheitern hilflos irren noch auf dem Ozean des siegs umher. H. v. Kleist Herrmannsschl. 5, 20. ein wagen geht zu scheitern: wenn er (der wagen) aber, wie anfangs, grade aus wäre gelaufen, wäre des weibes gebein nicht davon kommen und der wagen auch zu scheitern gangen. Schweinichen 1, 311; und wurfen die crucifix zu scheitern. Micrälius alt. Pommern 2, 174. II@5@bb) auf personen bezogen: pessum eo, ich gehe zu grund, gehe zu scheittern. Alberus; wolan wir wöllen mit dem mann (Christus) zu scheitern gehen. Luther tischr. 91b (1568); auff das sie ja getrost auff sich laden frembde sünde, gottes und aller menschen hasz, bis sie zu scheitern gehen mit bischoven, pfaffen und münchen. werke 2, 199a; das beide herrn und unterthan zu scheitern gehen. 3, 235b; das gehet den krebsgang, das sie selbst drüber zu scheitern gehen. 304a; hette er doch müssen .. selbs zu scheitern gehen. 4, 180a; darumb werden sie drüber zu scheitern gehen. 268a; das ... alle widersacher zu scheittern gehen. 5, 58a; (sie) rewen oder büszens doch noch nicht, gehen verstockt hindurch, bis sie zu scheitern gehen. 229a; denn wo eines sein mus, ists besser das die welt zu scheitern gehe, denn Christus. 6, 186b; denn es sind wol stoltzer könige und herrn uber dem evangelio gestürzt und zu scheitern gangen, gegen welchen jtzige fürsten und herren, lauter bettler sind. 6, 173b; wie der vol knecht Mat. 24 der da trank mit den truncknen und sich nicht versach des herrn, bisz er zuo scheytern gieng. S. Franck laster d. trunkenh. (1531) E 4a; ob schon jhre patienten allezumal dadurch solten verderbet werden unnd zu scheittern gehen. Würtz wundarzn. (1612) 18; sein land und unterthanen, die gehen gantz zu scheitern, zu grund und zu boden. Rein. Fuchs (1650) 344; und solt ich drob zuo scheitern gahn. Hutten 3, 511 Böcking; dasz ich dir nit mer helfen kan, und solstu gar zu scheitern gan. Schade sat. u. pasqu. 3, 120, 8; darob er thut zu scheittern gahn, so er dem feind zu weit ist trawen. H. Sachs 4, 2, 98b (1578); gotlose wirst auch sen zu scheittern gan. Melissus ps. S 7b; wir müssen allesampt auff eins zuscheitern gehen. P. Fleming 25; soll ich nicht in der angst, die mich so sehr getroffen, und nieder hat gedruckt, zu grund' und scheitern gehn. 121. II@5@cc) auf vermögen, gut, land, reich, thron, welt bezogen: uber diesem artikel ist die welt so offt zu scheittern gangen. Luther 5, 289a; über das auch gieng irer manigfaltigen prasserey und unachtsamkeit halber alles zuo scheittern und nam ir gut .. von tag zu tag augenscheinlich ab. Kirchhof wendunmuth 1, s. 382 Österley; solcher gestalt gingen die sachen der Griechen nach einem sechsjährigen kriege zu scheitern. Heilmann Thuc. 126; ehe das ich dich wolt meiden, ehe müst all welt zu scheitern gan. Ambr. liederb. 167, 19; alle welt die musz ee zschyter gon, ee wucher werde nachlon. concil im kloster 8, 821; er (der päbstliche thron) wirt mit gotswort zschyter gon. 724; so wurd sin (des pabstes) rich zuo scheitern gon. Schade sat. u. pasqu. 2, 206, 369; (du) schwerst es solt ein statt darvon zertrümmern, und zuo scheytern gon. Wickram irr reit. bilger 31b; dann schreyt er (der fürst) erst umb hilff und radt wenn all sein landt zuo schyttern gadt. spil wie man die narren beschw. soll (1559) D 7a. II@5@dd) mit zurückweisendem oder umfassendem subject: das kan denn gott nicht leiden, das man auf etwas trotzt anders denn auff seine gnade, und leszt es darüber zu scheitern gehen mit allen die drauff trotzen. Luther 3, 232b; oder sol alles zu scheittern gehen. 5, 131b; oder es gat alles zu schijtren. Zwingli 1, 558; dennoch musz es endlich alles zu scheidern gehen. Mathesius Sar. 91a. II@5@ee) auf abstractes bezogen: hie sicht man wie gar nichts die vernunfft vermag, wie sie so gar muosz zuo scheittern gan. Luther 12, 457, 4 Weim. ausg.; das enge leben freilich geht zu scheitern, jemehr hereinströmt diese geisterfluth. Rückert poet. werke 7, 140. II@66) besonderes. II@6@aa) scheit als characteristische stückbezeichnung für stockfische: ein scheit, ein paar scheiter stockfisch. Schm. 2, 484. II@6@bb) in mitteldeutschen gegenden name eines gebäcks von länglicher form (vergl. scheitchen). Campe; eierschît, stollenartiges hochzeitsgebäck (Ruhla). Regel 260; s. eierscheit theil 3, sp. 87. II@6@cc) scheit, kleiner nachen (Rheinhessen). Kehrein 1, 343 aus nld. schuit; s. scheitchen 2.
14759 Zeichen · 293 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    scheitstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    scheit ( gen. -des) stm. entscheidung. ahd. sceid Graff 6,437. wil der niht rehte rihten noch râten ûf rehten scheit MS.…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    scheitN., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    scheit , N., M. Vw.: s. schēt (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Scheit

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Scheit , des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, die -er, Diminut. das Scheitchen, Oberd. Scheitlein, von dem Ze…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Scheit

    Goethe-Wörterbuch

    Scheit abgekürzt ‘Sch.’ größeres (aus Stamm- od Astholz) abgespaltenes Stück Holz; vereinzelt mit Apposition a als Hande…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Scheit

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Scheit , Kaspar , s. Scheidt .

  6. modern
    Dialekt
    Scheit

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schit , Scheit [ʿSit allg.; ʿSít u. ʿSit Co. Henry; ʿSát Ndrröd. ; Pl. ʿSitər; Demin. ʿSítlə Wittenh. ; ʿSitlə O.; ʿSitl…

  7. Sprichwörter
    Scheit

    Wander (Sprichwörter)

    Scheit 1. Auf ein buchenes Scheit gehört ein buchener Schlägel. ( Oberösterreich. ) 2. Die Scheiten beim Stock und das K…

  8. Spezial
    Scheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Scheit n. (-[e]s,-e) (Holzscheit) liac (liac) m. ✒ wo Feuer brennt, gerät auch ein grünes Scheit in Brand olach’al é füc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheit

369 Bildungen · 178 Erstglied · 182 Zweitglied · 9 Ableitungen

Ableitung von scheit

sc + -heit

scheit leitet sich vom Lemma sc ab mit Suffix -heit.

Zerlegung von scheit 2 Komponenten

sch+eit

scheit setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheit‑ als Erstglied (30 von 178)

Scheit I

Idiotikon

Scheit I Band 8, Spalte 1502 Scheit I 8,1502

Scheit II

Idiotikon

Scheit II Band 8, Spalte 1502 Scheit II 8,1502

Scheit III

Idiotikon

Scheit III Band 8, Spalte 1502 Scheit III 8,1502

Scheitholz

SHW

Scheit-holz Band 5, Spalte 237-238

Scheitmaß

SHW

Scheit-maß Band 5, Spalte 237-238

Scheitabholz

DRW

scheit·abholz

Scheitabholz, n. kleinere Holzstücke, die beim Spalten gefällter Bäume abfallen vgl. Scheit (I 2) [die Forstmeister sollen] der windwerffen,…

Scheitann(en)

Idiotikon

Scheitann(en) Band 13, Spalte 73 Scheitann(en) 13,73

scheitaxt

DWB

schei·taxt

scheitaxt , f. axt zum spalten des holzes: die schidachs und den holzschlegel. fastn. sp. 821, 24 .

Scheitbaud'

MeckWB

Scheitbaud' f. Schießbude, auf Jahrmärkten: de Scheetbod' up dat Poeler Mark Wi.

Scheitbein

MeckWB

scheit·bein

Scheitbein m. Bein, das beim Gehen 'vorwärtsschießt', stark nach vorn geschleudert wird: dei lütt Kierl mit dei Scheitbein Pa Goldb .

Scheitblaum

MeckWB

scheit·blaum

Scheitblaum f. Name, den die Kinder einer rötlich-lila blühenden Skabiosenart geben; sie ringeln den Stengel der Blüte in der Hand und schne…

scheitchen

DWB

scheit·chen

scheitchen , n. , dimin. zu scheit, n. 1 1) im eigentlichen sinne, kleines abgespaltenes stück holz: einige scheitchen holz. ehe eines weibe…

Scheitding

MeckWB

scheit·ding

Scheitding n. Gewehr: Ick flink dunn min oll Scheetding runner Bri. 1, 149.

Scheite(n)spān

Idiotikon

Scheite(n)spān Band 10, Spalte 238 Scheite(n)spān 10,238

scheitel

DWB

sche·itel

scheitel , f. , diminutivbildung zu scheite, f. in oberdeutschen mundarten, plur. im sinne von hobelspäne. Zingerle 50 a . Stalder 2, 305 . …

Scheitel I

Idiotikon

Scheitel I Band 8, Spalte 1502 Scheitel I 8,1502

Scheitel II

Idiotikon

Scheitel II Band 8, Spalte 1504 Scheitel II 8,1504

Scheitel1

MeckWB

Scheitel 1 m. Scheitel 1. ä. Spr. höchste Stelle des Kopfes, Wirbel, wo die Haare sich scheiden: vertex 'Schetel' Chytr. 99. 2. künstlich ge…

Scheitel2

MeckWB

Scheitel 2 , Scheidel m. Gerät des Fischers beim Netze knütten, der Knüpfstock, ein etwa dreizölliges langes Stück Holz mit birnförmigem Pro…

Scheitelabstand

Meyers

scheitel·abstand

Scheitelabstand ( Zenitabstand, Zenitdistanz ) eines Gestirns ist der Bogen des Höhenkreises zwischen dem Stern und dem Zenit, gleich 90° we…

Scheitelauge

Meyers

scheite·lauge

Scheitelauge ( Stirn - oder Pariëtalauge ), ein unpaares Auge, das bei manchen Reptilien der Gegenwart noch ziemlich gut erhalten ist und de…

scheitelband

DWB

scheitel·band

scheitelband , n. band, das um den kopf gewunden, den scheitel fest hält, discerniculum. Dief. 184 a .

scheitelbant

Lexer

scheitel·bant

scheitel-bant stn. band zum auseinanderhalten der scheitelhaare, discerniculum Dfg. 184 b . vgl. scheitelsnuor.

scheitelbar

DWB

scheitel·bar

scheitelbar , adj. einen scheitel tragend, gescheitelt: nun mag es numer guot werden, seid die pauren in ( wohl und zu lesen, vgl. 439, 29) …

scheit als Zweitglied (30 von 182)

Abwerfscheit

DRW

abwerf·scheit

Abwerfscheit Abgabe der bäuerlichen Holzverkäufer an die Stadt Marburg ZVk. 2 (1892) 55

afbeschêⁱt

MNWB

afbeschêⁱt , m. , Entscheid (s. afschêt).

afschêⁱt

MNWB

afschêⁱt , m. und n. , afschê(i)de, āveschê(i)t , m. oder f. , Abscheidung, Abteilung, Abfindung, Abrechnung; Abschied; Verabschiedung; Schl…

Amtsscheit

DRW

amts·scheit

Amtsscheit Amtsholz, herrschaftliches Holz 1696 MittBadHistK. 12 (1890) 90

anwērdischêⁱt

MNWB

anwērdischêⁱt , f. , Begierde, besonders die sinnliche, unstete Begierde.

bescheit

Lexer

be-scheit stmn. BMZ bescheid Myst. Karlm. (144,38). Pilat. 355 ; bestimmung, bedingung Oberl. ; vgl. bescheide.

biurischeit

Lexer

biurisch·eit

biurischeit stf. eʒ ist niht biurischeit, dan niur sünde und unfuoc Teichn. 263.

blankscheit

DWB

blank·scheit

blankscheit , n. ein stäbchen fischbein oder metall, das frauen in der schnürbrust tragen, franz. planchette, das man zu assimilieren tracht…

blîschêⁱt

MNWB

bli·scheit

+ blîschêⁱt (dem Hd. nachgebildet) ist für blîschicht (Chyträus): „libella, perpendiculum , ein loht, schrotwacht ” zu lesen. (Bleischeit, B…

brôscheit

MWB

brôsch·eit

brôscheit stF. zu mnl. broosc, brooscheit (MNW 1,1457) und mnd. brôsch, brôsheit (Schiller/Lübben 1,432). ‘Schwäche’ dat uns ir [der Teufel]…

brōscheit

KöblerMhd

brōscheit , st. F. Vw.: s. brōsicheit*

bībescheit

KöblerMnd

bībescheit , M. Vw.: s. bībeschēt

bȫscheit

KöblerMnd

bȫscheit , F. Vw.: s. bȫsichhēt*

crêdischeit

MWB

crêdischeit stF. ‘Frömmelei’ uns wæhset chreftiger schade / von disses mannes credischæit: / swaz ze eren ziuhet, daz ist im læit. / er chan…

dannenscheit

MWB

dannen·scheit

dannenscheit stM. wie dannenscheide stF.: nach einem dannen sheide / der gedang was irm herzen bi Rennew 19538 MWB 1 1197,22; Bearbeiter: Ta…

entscheit

Lexer

ent·scheit

ent-scheit , -des stm. bescheid Tuch. 306,10. vgl. entschit.

erbebescheit

MWB

erbe·bescheit

erbebescheit stMN. Bed. unklar, vermutlich ‘erbliches Recht’ cum omnibus bonis, que ipsi Y. competunt vel competere possunt quod vulgariter …

Ableitungen von scheit (9 von 9)

bescheit

Lexer

be-scheit stmn. BMZ bescheid Myst. Karlm. (144,38). Pilat. 355 ; bestimmung, bedingung Oberl. ; vgl. bescheide.

bescheiten

MeckWB

bescheiten beschießen; ä. Spr. ausschießen von Münzen: (Ro 1377) UB. 19, 250; von der Jagdgerechtigkeit: hett ... min Jagd beschaten Reut. 6…

entscheit

Lexer

ent-scheit , -des stm. bescheid Tuch. 306,10. vgl. entschit.

erscheiten

DWB

erscheiten , dissecare, in scheiter zerlegen: es gefelt den faulen kein galg, daran sie sich henken, kein block, den sie erscheiten sollen. …

gescheit

DWB

gescheit , n. collectiv. zu scheit, scheitholz: fünf klaftern gescheit auch mit samt den afterschlägen. brandenb.-kulmb. waldordnung von 153…

scheite

DWB

scheite , f. abfall beim hauen, hobeln oder sägen des holzes, späne, zum anmachen des feuers benutzt; ein speciell oberd. wort, schwach flec…

verscheit

KöblerMnd

verscheit , F. Vw.: s. verschhēt

verscheiten

MeckWB

verscheiten a. Spr. vörscheten 1. trans. a. abschießen: 'den Jungfrauen ihren Antheil von dem Verschossenen abfolgen zu lassen' (von dem dur…

zerscheiten

DWB

zerscheiten , verb. , zu scheiten ( th. 8, 2181); in scheite spalten, zerspalten, zerhauen : ( baum ) Konrad v. Würzburg Pantal. 2121 ; ( me…