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Sehen

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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25 in 20 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Sehen ntr, intrs, trs, ntr

Bd. 4, Sp. 383a
Sehen, v. unregelm ich sehe, du siehest (siehst), er siehet (sieht); unl. verg. Z. ich sahe, sah; geb. F. ich sähe; Mittelw. d. verg. Z gesehen; Befehlw. siehe, sieh, (zuweilen ≠ sich). I) ntr. mit haben. 1) Eine gewisse Gestalt haben, wo aber die Gestalt durch einen Beisatz erst bestimmt werden muß; eine meist in O. S., besonders in Meißen gewöhnliche Bedeutung, wofür aussehen gewöhnlicher und besser ist. Sauer sehen, aussehen, eine saure, d. h. eine unfreundliche, unzufriedene Miene annehmen. »Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen.« Matth. 6, 16. »Sie sehen ja ganz verdrießlich.« Gellert. »Jetzt sehen Sie so fein rothbäckig, wie ein Borstorfer Äpfelchen.« Weiße. »Er sieht in unser Geschlecht,« er hat mit uns Ähnlichkeit, so daß er aus unserem Geschlechte zu sein scheint. Wieland. Pervont, du siehst heut blässer. Ders. Doch ist es in dieser Bedeutung in einigen Fällen allgemein üblich. Ähnlich sehen, gleich sehen, wofür jedoch auch ähnlich, gleich sein üblicher ist. das sieht ihm ähnlich, sagt man uneigentlich von einer Handlung, welche der Denkart und Handelsweise eines Menschen so angemessen ist, daß man sie ihm zutrauet, daß man glaubt er habe sie gethan. 2) Eine gewisse Richtung, Lage haben, gerichtet sein, gelegen sein. Die Fenster sehen nach dem Garten. Das Land siehet gegen Morgen. II) intrs. u. trs. 1) Mit den Augen den Eindruck der Lichtstrahlen empfinden und sich vermittelst der Strahlen, welche von den Gegenständen ins Auge fallen, das Bild derselben vorstellen. I gemeinen Leben hat man sowol für sehen überhaupt, als auch von den verschiedenen Arten zu sehen verschiedene Worte, z. B. gucken, gaffen, glupen, blinzen, schulen, schielen  S. diese Wörter und auch schauen. I der Finsterniß kann man nicht sehen. Die Katzen sehen bei Nacht. Nicht gut sehen können, wegen Dunkelheit, oder wegen Blödigkeit oder irgend eines andern Fehlers der Augen. Х Nicht aus den Augen sehen können, z. B. vor Schläfrigkeit. Х Aus ganz andern Augen sehen, uneigentlich, ganz anders, viel besser aussehen, eine Bedeutung, welche vielleicht besser zu der ersten als ntr. gerechnet wird. Sehe ich recht, sind Sie es, oder täuschen mich meine Augen? Etwas nicht sehen wollen, thun als ob man es nicht sehe? Mit sehenden Augen blind sein, ob man gleich gute gesunde Augen hat, doch nicht sehen, bemerken, und also gleichsam blind sein. »Geschenke machen die Sehenden blind.« 2 Mos. 23, 8. I andern Fällen ist das Mittelwort der gegenwärtigen Zeit weder so gewöhnlich, noch auch der Gebrauch derselben zu empfehlen. »Saul war drei Tage nicht sehend,« konnte drei Tage lang nicht sehen. Apostelg. 9, 9. Die Blinden sehend machen. Wieder sehend werden, sein Gesicht wieder bekommen. »Wer die sonderbaren Seherfahrungen der Kinder und sehend Werdenden erwogen. « Herder. Durch die Brille, durch ein Glas sehen. Durch die Finger sehen, uneigentlich, thun als wenn man etwas nicht sähe, etwas mit Wissen ungeahndet lassen. Von der Seite sehen. Über die Achseln sehen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Hier kann man Alles deutlich sehen. Mit seinen eignen Augen sehen, gewiß, unbezweifelt sehen. Gern etwas Neues sehen und hören. Da giebt es etwas zu sehen. Seine Freude, seine Lust an etwas sehen, es mit Wohlgefallen ansehen, bemerken. Х Da sieht man nur seinen Ärger, seinen Jammer  an, das sieht man nur mit Ärger, mit Jammer  an. Auf etwas sehen, die Augen darauf richten, um es mit den Augen zu erkennen; dann auch uneigentlich, darauf achten, aufmerksam darauf sein. Aller Augen sahen auf ihn. Siehe darauf, daß es ordentlich gemacht wird. Einem auf die Finger sehen, eigentlich einen, dem nicht zu trauen ist, beobachten, ob er etwas nehme, dann überhaupt, eines Handlungen genau beobachten. Einem gerade in die Augen, ins Gesicht sehen. Er kann keinem Menschen ins Gesicht sehen, sagt man besonders von einem Blöden und von einem, welcher kein gutes Gewissen hat. Man kann keinem ins Herz sehen. Einem in die Karte sehen, uneigentlich, seinen Plan  verderben. I ein Geheimniß sehen, es zu ergründen suchen. Geschwind, wir müssen ganz in dies Geheimniß sehen. Weiße. Х Einem in die Hände sehen müssen, uneigentlich, einen Unterhalt spärlich von ihm haben. Nach etwas sehen, die Augen danach richten, und uneigentlich, darauf achten, damit es nicht Schaden leide. Nach dem Essen sehen, darauf achten, daß es nicht anbrenne, überlaufe  und es in dieser Hinsicht untersuchen. Nach dem Kranken sehen. Ih sehe, daß das eine größer ist als das andere. Oft wird das Verhältnißwort weggelassen und der Gegenstand des Sehens in den dritten Fall gesetzt. — und nun fliegen wir nieder auf unsere Hügel, Denen (welchen) so düster du siehst, — Sonnenberg. Gewöhnlicher ist bei solcher Weglassung die Fügung mit daß. Man siehet, daß es glänzt, aber weiter nichts. Wird es mit einem andern Zeitworte verbunden ohne daß dabei zu gebrauchen, so wird dieses Aussagewort wie bei andern ähnlichen Wörtern, als hören, heißen, lassen, dürfen, können, müssen  in der unbestimmten Form gesetzt. Ih sah ihn kommen, gehen. »Ih sah dich leiden, weinen, deine Hände ringen.« Dusch. Eben so wird in den zusammengesetzten Zeiten die Zusilbe ge weggelassen. »Ih habe ihn in großer Eil aus dem Hause laufen sehen,« für gesehen. Gellert. »Man hatte mich herumschleichen sehen.« Weiße. Diese Art des Gebrauchs muß aber da vermieden werden, wo das andere Aussagewort sowol in thätlicher als leidentlicher Bedeutung verstanden werden kann, wo also Mißverstand leicht möglich ist, z. B. ich habe ihn prügeln sehen, ich habe ihn laufen sehen. Doppelt ungewöhnlich und ganz verwerflich hat es Opiz auch mit zu sein verbunden gebraucht. So daß man diesen Tod sieht offenbar zu sein Zugleich bei Freund und Feind, d. h. daß er Freunden und Feinden bekannt ist; Lehrer, die man doch gesehn entblößt zu sein Von irgend einer Macht. Etwas sehen lassen, es zeigen, es den Augen Anderer darstellen, bloß stellen. Eine Sache für Geld sehen lassen. Seinen Reichthum, seine schönen Kleider, seine Schönheit, und uneigentlich auch, seine Kenntnisse, seine Geschicklichkeit, seine Eitelkeit  sehen lassen. Laß mich's einmahl sehen. »Da kann ich Inen (Sie) die Geschicklichkeit meiner Frau sehen lassen.« Gellert. Laß sehn, spricht Galathee, ob's auch die meine sei. Ders. Sich sehen lassen, sich zeigen, sichtbar werden. Es läßt sich ein Schwanzstern, ein Gespenst, ein Geist  sehen. Sich nicht sehen lassen, nicht zum Vorschein kommen, sich im Hause halten, oder auch, sich versteckt, verborgen halten. Er darf sich vor ihm nicht sehen lassen. Sich sehen lassen, wird auch oft im gemeinen Leben gebraucht, für, sich auf solche Art benehmen, handeln, etwas thun, um sich auszuzeichnen und damit man gesehen werde. So sagt man von einem, der z. B. ein prächtiges Gastmahl, eine große Hochzeit, einen prunkhaften Aufzug  veranstaltet hat, er habe sich sehen lassen. Das Befehlwort siehe! wird in der Bibel sehr häufig und oft genug auch noch gebraucht, um Aufmerksamkeit zu erregen, oder auch, um seine eigene Verwunderung auszudrucken, und Verwunderung bei Andern zu erregen. »Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häuser.« Matth. 11, 8. »Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab geschah: das ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.« Matth. 3, 17. Siehe, sie senkt ihr entschlummertes Haupt zu der Erde. Klopstock. Siehe, sie stellt' in der Kammer und wirkt' ein großes Gewebe. Voß. Sieh' und jetzt schwang er die Fittig' empor — Sonnenberg. Oft wird an dieses siehe das da angehängt, wo es dann auch ein Verwunderungsausdruck ist, (besonders in der Mehrzahl seht da!) und dem Franz. voilà antwortet. Sieh da! treffe ich Sie hier? Seht da den Grund  Sieh da, wie schön! Ih wartete, es schlug 12 Uhr und siehe da, es erschien eine lange weiße Gestalt. Ei, siehe da, sind Sie hier? Oft wird es auch mit doch verbunden, besonders um einen Tadel, Verweis und dergleichen auszudrucken. Ei seht doch, was er sich einbildet. »Seht doch! gleich den Stuhl vor die Thür gesetzt!« Gellert. Uneigentlich wird sehen häufig gebraucht von verschiedenen Wirkungen der Seele, sofern sie durch den Sinn des Gesichts veranlaßt werden, und zwar: (1) überhaupt für, durch die Sinne erfahren, unmittelbar empfinden, gewahr werden, merken, bemerken  Ih sehe wol, daß hier nichts mit Güte auszurichten ist. Ih sehe, Sie wollen mich hintergehen. Sie sehen, es ist Noth vorhanden. Sie sollen sehen, daß ich Recht habe. Wie ich sehe, sind Sie schon mit einander richtig. Ih möchte die Sache gern beendiget sehen. »Der gute Phöbus Apoll sah seinem Leiden kein Ende,« sah, erkannte, wußte nicht, wann sein Leiden enden werde. Benzel=Sternau. Ih will doch sehen, wie das ablaufen wird. Ih will den sehen, der mich daran verhindern könnte. Etwas gern sehen, Lust, Vergnügen daran empfinden. Bei jemand nicht gern gesehen sein. »Wer rühmlich handelt, weil er keinen Besseren über sich sehen will, der ist aus der bösesten Neigung, aus Neid gut.« Gellert. Sehen Sie auf den guten Willen, bemerken Sie den guten Willen, ziehen Sie den guten Willen in Betrachtung. I der Bibel heißt: den Tod sehen, ihn empfinden oder erfahren, d. h. sterben. »Du sollst den Tod nicht sehen ewiglich.« Nein, des Ewigen Sohn, er wird die Verwesung nicht sehen. Klopstock, d. h. er wird nicht verwesen. (2) Mit den Augen des Geistes gleichsam sehen, beachten, erkennen. Ih sah in voraus, daß es so kommen würde. I die Zukunft sehen, seinen Blick in oder auf die Zukunft richten, um was in Zukunft sein oder geschehen wird zu erkennen. I der Zukunft sehen, sehen was in der Zukunft sein oder geschehen wird, in der Zukunft lesen. So weit sah keiner noch, als der gesehen hat. Gellert. Dann auch urtheilen, schließen. Hieraus sehe ich, daß  Ih sehe aus Irem Briefe, daß Sie mich mißverstanden haben. Man sieht es beim ersten Blicke, weß Geistes Kind er ist. Man siehet es an seinem ganzen Äußern, daß er gar keinen Geschmack hat. Ih sehe aus Allem, daß es Inen kein Ernst damit ist. Bildlich wird es auch von Gott gebraucht. (3) Versuchen, einen Versuch machen. Ih will sehen, was in der Sache zu thun ist. Sehen Sie selbst, ob Sie etwas ausrichten »Ih will sehen, ob ich nur noch einige Tage Aufschub erhalten kann.« Weiße. Sehen Sie, daß Sie ihn dazu bewegen. Laß sehn, wer unter uns am weitsten werfen kann. Rost. (4) Mühe Fleiß, anwenden. Er mag selbst sehen, wie er zurecht kömmt, er mag selbst dafür sorgen, sich darum Mühe geben. »Wir wollen sehen, wie wir mit ihr auseinander kommen.« Gellert. Auf etwas sehen, Sorge dafür tragen, es zu bekommen, oder zu erhalten; etwas bezwecken. Ih sehe dabei nicht auf das Geld. Er sieht nur auf seinen Nutzen, seinen Vortheil. »Bei einer guten Erziehung muß vornehmlich darauf gesehen werden, daß junge Leute mit Geschmack und Empfindung lesen lernen.« Gellert. 2) Durch Sehen bewirken, in einen gewissen Zustand versetzen. Sich an einer Sache blind sehen, so lange und angestrengt eine Sache sehen und besehen, daß man beinahe oder wirklich blind wird. »Der arme Abraham sah sich an dem schönen Steine fast blind.« Benzel=Sternau. Х Sich an etwas nicht satt sehen können, es nicht genug sehen können, und immer gern wieder sehen. Х Sich an der Schönheit einer Person zum Narren sehen. — D. Sehen. D. — ung in einigen Zusammensetzungen, z. B. Besehung, Durchsehung, Vorsehung  S. auch das Gesicht.
11398 Zeichen · 209 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sëhenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    sëhen stn. das sehen. daʒ ir unêret verlogenen munt und twerheʒ sehen Walth. 59,27. mit sehn gewan er künde Parz. 398,22…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sehen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Sehen , verb. irregul. ich sehe, du siehest, (siehst), er siehet, (sieht); Imperf. ich sahe, Conj. sähe; Mittelw. gesehe…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    sehen

    Goethe-Wörterbuch

    sehen häufig synkopiert ‘sehn’ od apokopiert ‘seh(')’ uä, gelegentl aber auch mit Sproßvokal od epithetischem -e, zB ‘er…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sehen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sehen nennt man das Wahrnehmen äußerer Gegenstände mittelst des Auges; s. Auge. Von jedem Punkte eines sichtbaren Gegens…

  5. modern
    Dialekt
    sehenst.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    sehen st. : 1. a. 'mit den Augen wahrnehmen; fähig sein zu sehen', siehn (sīn) [verbr. SWPf äußerste WPf u. NWPf vereinz…

  6. Sprichwörter
    Sehen

    Wander (Sprichwörter)

    Sehen 1. All, was du siehst, urtheile nicht; all, was du hörest, glaube nicht; all, was du weisst, sage nicht; all, was …

  7. Spezial
    Sehenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Sehen , n зрение , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sehen

147 Bildungen · 12 Erstglied · 128 Zweitglied · 7 Ableitungen

sehen‑ als Erstglied (12 von 12)

sëhende

Lexer

seh·ende

sëhende part. adj. ib. s. ansëhende u. dazu Msf. 33,5. Lanz. 923 ( bei den zwei andern cit. lies 3714. 7454). Exod. D. 149,7.

Sehenêrve

Adelung

sehen·erve

Der Sehenêrve , des -n, plur. die -n, Nerven, welche in das Auge gehen, und das Sehen verursachen; Gesichtsnerven.

Sehenervenloch

Campe

sehenerve·n·loch

Das Sehenervenloch , — es, Mz. — löcher , in der Zerglk., ein Loch welches durch den obern Flügel des Keilbeines gehet, dicht am Körper dess…

sehenlich

DWB

sehen·lich

sehenlich , adj. : sehen-, sehent-, senlich, visibilis Dief. 623 a ; es läuteret das gesicht und sehenliche geister wunderbarlich. Tabernaem…

sehenswert

SHW

sehens-wert Band 5, Spalte 957-958

sehenswert

DWB

sehen·swert

sehenswert , adj. Corvinus fons lat. (1660) register; ihm wird ein hofgepräng, in lichtervollen zimmern, weit sehenswerther seyn, als wenn d…

sehenswürdig

DWB

sehen·s·wuerdig

sehenswürdig , adj. : das schlosz ist sehenswürdig; ah schön! schön! sehenswürdig! Schiller Fiesko 1, 4 . dazu sehenswürdigkeit, f.: die seh…

Sehenswürdigkeit

Pfeifer_etym

sehenswuerdig·keit

sehen Vb. ‘mit dem Gesichtssinn wahrnehmen’. Mit ahd. sehan (8. Jh.), mhd. sehen, asächs. sehan, mnd. sēn, mnl. sien, nl. zien, afries. sia,…

sehen als Zweitglied (30 von 128)

anegesehen?

KöblerMhd

*anegesehen? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. angesehen Vw.: s. un- E.: s. anegesehen (1), anesehen (1) W.: nhd. DW2-

besehen?

KöblerMhd

*besehen? , st. N. nhd. Besehen Vw.: s. vore-*, vüre-* Hw.: vgl. mnd. besēn (2) E.: s. besehen (1) W.: nhd. Besehen, (subst. Inf.=)N., Beseh…

hantsehen?

KöblerMhd

*hant·sehen

*hantsehen? , V. nhd. „Hand sehen“ Hw.: s. hantsehen (2); vgl. mnd. hantsēn E.: s. hant, sehen W.: nhd. DW-

liepsehen?

KöblerMhd

*liepsehen? , st. V. nhd. zuneigen E.: s. liep, sehen W.: nhd. DW-

sternensehen

KöblerMhd

*sternen·sehen

*sternensehen , st. V. nhd. „sternsehen“ Hw.: s. sternensehen (2), sternsehende E.: s. stern, sehen (1)

sternsehen?

KöblerMhd

*sternsehen? , st. V. nhd. „sternsehen“ Hw.: s. sternsehen (2), sternsehende E.: s. stern, sehen (1)

versehen?

KöblerMhd

*versehen? , (Part. Prät.=)Adv. nhd. erwartet Vw.: s. un- E.: s. versehen (1)

vorebesehen?

KöblerMhd

*vorebesehen? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. vorebesehen (1)

voresehen?

KöblerMhd

*voresehen? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. voresehen (1)

Ansehen

RDWB1

Ansehen n (kein Bezug zu "видеть") авторитет, репутация, реноме hohes ~ genießen fest. - пользующийся уважением, авторитетом; авторитетный; …

Aufsehen

RDWB1

Aufsehen n ~ erregen fest. - привлечь (всеобщее) внимание, привлечь внимание общественности, обратить на себя внимание, заставить говорить о…

Nimmerwiedersehen

RDWB1

Nimmerwiedersehen n (Lakune) auf ~: расставаться, прощаться, зная, что никогда больше не увидишься пожелание никогда больше не встречаться

Versehen

RDWB1

Versehen n aus Versehen - случайно, по случайности, по ошибке, нечаянно, по недомыслию, по оплошности, по недоразумению

abesehen

KöblerMhd

abe·sehen

abesehen , st. V. nhd. absehen, hinabsehen Hw.: vgl. mnd. absēn Q.: Lanc (1240-1250), MerswNF E.: s. abe, sehen (1) W.: nhd. absehen, st. V.…

abgesehen

RDWB1

abgesehen ~ von - не говоря (уже) о (а не "невзирая на")

absehen

DWB

abs·ehen

absehen , nnl. afzien, gleichsam sehen ab, von, mit den augen ( des sehenden ), ersehen, visu contingere, oculis metiri, zielen; doch begegn…

ane sëhen

Lexer

anes·ehen

ane sëhen BMZ tr. ansehen, ansichtig werden; berücksichtigen Chr. 2. 75,20 ; einen an s. mit ihm nachsicht haben ib.

angesehen

DWB

anges·ehen

angesehen , adv. habita ratione, nnl. aangezien, it. considerando, franz. considérant, attendu, bei Luther noch mit dem acc., dann aber mit …

angesên (sehen)

MNWB

angesen·sehen

*° ~angesên (-sehen), ppt. , m. dat außerdem in Anbetracht daß ... (Lüb. Urt. 2, 259; 4, 379). —

Ankîken (angucken, ansehen)

Wander

Ankîken (angucken, ansehen) Ankîken (angucken, ansehen). 1. Wat kickst mir an? Ick hab mien Mann, wörscht ähr gekame, hät öck die gename. ( …

ansehen

DWB

ans·ehen

ansehen , n. nnl. aanzien, nach den verschiednen bedeutungen des ansehens, 1 1) aspectus, forma: ihr neues ansehn war beinah nicht der sterb…

aufsehen

DWB

auf·sehen

aufsehen , n. aufschauen, s. aufgesehe . 1 1) sinnliches blicken und schauen: die hübschen frewlin, die so ein grosz ufsehen haben uf iren l…

ausersehen

DWB

auser·sehen

ausersehen , deligere, auserlesen: der einst den frommen knaben Isais, den hirten sich zum streiter ausersehen. Schiller 452 a .

aussehen

DWB

aus·sehen

aussehen , n. prospectus, aussicht: euer mehrste aussehen, läden und fenster solt ihr gegen aufgang uber den garten richten. Sebiz 30 ; von …

besehen

DWB

bese·hen

besehen , conspicere, aspicere, circumspicere, goth. bisaihvan, ahd. pisehan ( Graff 6, 119 ), mhd. besehen, nnl. bezien, ags. beseon, engl.…

Dareínsehen

Campe

darein·sehen

Х Dareínsehen , v. intrs. unregelm. ( s. Sehen), Acht auf etwas haben, es zu verhindern, zu bestrafen. Gott, siehe darein. Das Dareinsehen.

darzuosehen

KöblerMhd

darzuo·sehen

darzuosehen , st. V. nhd. dazusehen Q.: Ot (1301-1319) (FB darzuo sehen) E.: s. darzuo, sehen W.: s. nhd. dazusehen, V., dazusehen, DW2- L.:…

Ableitungen von sehen (7 von 7)

besehen

DWB

besehen , conspicere, aspicere, circumspicere, goth. bisaihvan, ahd. pisehan ( Graff 6, 119 ), mhd. besehen, nnl. bezien, ags. beseon, engl.…

entsehen

DWB

entsehen , goth. andsaihvan, mhd. entsëhen, nnl. ontzien. 1 1) das goth. verbum bedeutet nur betrachten, ansehen. 2 2) ahd. intsëhan steht n…

ersehen

DWB

ersehen , videre, conspicere, cognoscere, goth. ussaihvan, ahd. ersëhan, mhd. ersëhen. sehen drückt das dauernde, anhaltende sehen aus, erse…

gesehen

DWB

gesehen , n. , substantivischer infinitiv des vorigen. 1 1) sehkraft, gesicht: Theodos, ein römischer gepiter, .. verlos sein gesehen. gesta…

Mißsehen

Campe

Mißsehen , v. intrs . unregelm. ( s. Sehen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgesehen (* missesehen ) falsch sehen, nicht recht sehen. »Habe ich dar…

versehen

DWB

versehen , n. , der infinitiv wird im entwickelten neuhochd. völlig als substantiv empfunden, die bedeutung ist aber durchaus auf die beim v…

versehenlich

DWB

versehenlich , versehentlich adj. und adv. , vgl. versehlich. ags. forsewenlîce, contemptibly, ignominioosly. Bosworth-Toller, vgl. versehen…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sehen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sehen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „sehen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sehen/campe. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sehen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sehen/campe.
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