in im Rhein. fallen
nhd. ein u.
in lautl. zusammen; für beide
Adv. gilt nur
in, u. zwar Rhfrk
in, en, sonst
en; doch uSaar, WEif je nach der Entwicklung des
i vor Nasalen:
an, un, ǫn, øn, ęn; Siegld
ī, ē; Klev
in; in Eup u. Selfk das
Adv. am Schlusse des Satzes stehend
ęnə, im NBerg
e·n.ə(n); bei
en (usf.) kann das schliessende
n auch fortfallen: 1.
Adv. a. lose mit Verben
verb. α. innen, drin;
et Heuj is in eingescheuert Klev, Allg.;
mer han alles en sind mit der Ernte fertig Saarl, Allg.;
wo nicks enen es, kömmt ouch nicks uten Sol;
dem sin Helligen send en seine guten Tage sind vorbei MGladb; das Muttervieh
hot an ist trächtig Bitb (sonst
de Koh hät e Kalf en;
et Perd hät e Fülle en udgl. Rip, Allg.);
se hat jet en ist trächtig MGladb;
wat e en hät was in seinen Kräften steht Rip, Allg.;
he hät jet en Bildung, Takt, Scham, Gefühl Rip;
dat hät e net en es fehlt ihm an Überlegung Rip, Nfrk;
nicks en han keine Selbstachtung, keinen Charakter, Anstand, Benehmen, kein Dankgefühl udgl. Düss, Allg.; nichts auf sich halten Kemp;
ek häbb et neit (
reit recht)
en ich bin nicht so recht gesund Kref, Kemp;
dat Korn (Roggen udgl.)
hät vill en ist gut geraten Rip, Allg., —
got ene Selfk, —
dichtig (got) e Siegld;
Honger en han MGladb;
et Weər (Wetter)
en häbbe schlechter Laune sein SNfrk, Geld, Mörs;
Stiwen on han leicht beleidigt sein Koch-Laub;
he hät Matteis (Kraft)
en Köln, —
Mau en Eup-Raeren, MGladb;
de hät die Kränk en Goar;
de hat eng gou (gute)
Ketsch (Kerngehäuse)
en ist gesund Aach, Jül, MGladb;
gen Küt (Truff) en hane mutlos sein Eup, Aach;
de hät ken Schämde (Schamgefühl)
en Rip, Allg.;
de Jung hot neist Guts an (in) in ihm steckt nichts Gutes, er sinnt, stiftet nichts Gutes;
su en Neistnotz wie deich hot de Welt net an Bitb;
de (Jong, et Gras) hät kene Dog (Taug)
en taugt nicht, wächst nicht Rip;
der hot der en Gickel en Stolz Westerw;
der hät den Düvel en Rip, Allg.;
den hat ke Funk mih va Gott en ist gottlos Prüm;
heə het gene Rüm ene kein Vorwärtskommen (Räumen) bei der Arbeit Eup;
de Löp (Läufe)
en häbbe gern ausgehen Kemp;
Sett (Sitz)
en habben brüten Kemp-Süchteln (u. so viele andere Obj. bei
in haben);
en setze im Wochenbett sein, in der Stube hocken Rip;
hei sitt der wärm in er ist reich Klev, Rees. — β. hinein;
net mih us noch en wesse in grösster Not, Verlegenheit sein;
et geht us on en; us- on enlofen Rip, Allg.;
he gung de Bach an (
ein) machte Bankerott WEif;
leck Salz, dann kriste Duərsch (Durst)
en Rip, Nfrk;
mak et Dörken op, dat de Spelmann in kann! Kemp-Kaldenk;
die Kott (Katze udgl.)
ös en on en freəte ganz satt MGladb-Viersen. — Hierhin sämtliche Verbalkomposita mit
nhd. ein- [im Rhfrk
en- +
g- anlautende Verba >
eŋg ..], deren Bedeutungsentwicklung genau dem Nhd. entspricht (
s. bei den einzelnen Simpl.); jedoch ist eine Unterscheidung zwischen denen mit
in- u. denen mit
drin- zu beobachten; man sagt:
et Is (
de Mur udgl.)
enhauen (enschlohn, enstussen), dass es einstürzt,
düchtig enhauen (absol.) gehörig essen, zulangen; aber
gehüreg drenhauen (absol.) beim Prügeln in die Menge hauen, gehörig essen;
Geld (udgl.)
enstechen in die Börse (Tasche) zum Mitnehmen; absol. einsäumen (Stoffe); aber
en Nol (Nadel)
drenst., den Fadem drenst. (in das Öhr),
düchtig drenst. (absol.) mit dem Messer;
et Heu (
Korn udgl.)
endohn einscheuern; aber
jet drend. in etwas hineintun,
z. B. noch jet Salz (in die Speisen)
drend., du moss drend. (absol.) etwa Zuschuss, Einsatz leisten;
Heu (udgl.)
enfahren, mer sen am enf. einscheuern; aber
drenf. (absol.) in eine Rede, einen Streit sich mischen, gehörig Ordnung schaffen; Pflanzen
enlegen einschlagen in die Erde;
en got Wort enl., aber
noch jet drenl. dazulegen (selten
enl.),
sech drenl. sich einmischen (usf.) Rip, Allg. — γ. bei Ortsbezeichnungen mit der Präp.
in wird beim Verbum
in gerne wiederholt,
z. B. wat es en dem Fass en; he wor met mer en der Stadt en; goəhn en de Stall en Aach u. sonst NLRip (sonst
drin). — b. in Verb. mit andern
Adv. do-, wo-, dar-, war-, her-, hier-, hin-in (
s. die
Adv.);
in-einander, –enein (
s. ein);
dortegenin dagegenan,
hej geht d. widerstreitet, geht an die Arbeit Klev;
e schläft önnen (unten)
en im Erdgeschoss Merz;
durchin un durchaus (nit) Steigerung von
durchaus Saarl; an der Nahe
enə (in-hin) hinein. — c. in Verb. mit
Adj., Subst.;
et es mech gonz enkalt ich fröstele Kemp-Süchteln;
emuəch hinauf Heinsb-Karken;
ömhöch Geld-Schravelen;
ampässig trotzig (neben
ein-, En- (Zahlwort) hier u. da WMosfrk. — Andere Verb. im folg. unter den Zs. — 2. Präp. lautlich wie das
Adv. (wo der Nachschlag
-nə beim
Adv. gilt, fehlt er natürl. bei der Präp.); bei stärkerer Betonung (etwa im Gegens. zu
aus) im Geb. der Schärfung
e·n., a·n., ø·n. usf.; das schliessende
-n kann auch fehlen mit Ausnahme vor Vokalen u.
h;
in + best. Artikel assimiliert:
in dem >
en dəm, enəm, em, e·m. (
a·m., ø·m., ǫ·m. usf.) [Eup, Aach, SNfrk, Klevld fehlend, da hier
in stets mit dem Acc.
verb. wird, aber Klevld in der Wend.:
dat ös im Arsch (Arss), woher
Marsch der Arsch];
in das >
in əs, ints; in dat >
en ət, ent, e·n.t [Elbf
ent u.
em];
in der >
en dər, selten
ənər [Monsch
ər];
in den >
en də(n), selten
enə(n);
in die >
en də, selten
enə; doch Klevld stets
inə (in den, die) [Prüm, Malm, Monsch
ǫnt, ent];
in mir >
emər, e·m.ər;
in mich >
eməχ, e·m.əχ; im
jən - Geb. (für den Artikel;
s. jener)
ę γənə γā:rdə(m), ę γən bak (Bach
f.),
ę gə šāf (Schrank
n.),
ę γən hūs Eup. a. mit Dat. [Eup, Aach, SNfrk, Klevld Einheitskasus] auf die Frage ‘wo’. α. örtl. wie
nhd.; an Besonderheiten folgende:
he es en der Stadt (em Dorp, em Ort); bei Nennung des Namens ohne Subst. steht
ze, he es (wannt) ze Kölle; doch dringt auch hier
in vor; aber bei im Tale gelegenen Orten gebraucht auch die echte MA.
in, z. B. he es (wannt) en der Kochemich (Sieg-Kochenbach),
en der Hallerbach;
Imgenbroich Dorf im Kr. Monsch; ebenso bei Flurnamen,
en der Maibach, en der Toschebach u. sonderbarerweise
em Selverberg, em Tuənberg [vor den Namen hochgelegener Orte steht
op dem (der), om]; bei Hausnamen,
z. B. ech wor en Dahms, en Dreckese (
Kobese usf.) Rip, Allg. —
He es em Bösch (Fell) zur Arbeit; ebenso
he es en de Erdäppel (em Korn) zur Arbeit. —
Im Hüs drinnen, zu Hause, daheim Rees, Düss-Kaiserswerth. —
Em Weg sen (stohn, ligen) als Hindernis Allg. —
De Köch en dem Hus statt des Genit. die Küche des Hauses (usf.) Allg. — β. zeitl. während, innerhalb;
in der Zeit vun aner Stunn wor's Haus gedeckt; in Sticker drei, vier Da (Tage)
wärde gesund sein Rhfrk, Allg.;
en aller Fröh; em Nu, em Ogenbleck Rip, Allg.;
en körten Tit Nfrk (
en kuərter Zeck Rip), Allg.;
en der Zeck, wo ..; en de Kirmesdagen Rip, Allg.;
in twe Stonden Tit, dann ös hei hier Nfrk, Allg.;
en de Da(ə) (dieser Tage)
kommt er; en dem wärdse Johr nächstens Saarbr. — Merke: bei Stundenangaben,
z. B. em elf Uhre (statt
öm) Bergh, Waldbr, Elbf, Mettm, Birkf;
en niegen (9)
Uhr Kemp-Kranenbr (Kemp-Amern SAnton
öm ..); vor Wochentagen,
z. B. e Sonndig am Sonntag Aach-Stdt. —
In dem [Prüm
ǫndems] im selben Augenblick, bald, gleich, sofort, beinahe;
er muss en dem kommen; de Melch kocht en dem; en dem, dat .. während, unterdessen (
dat kann auch fehlen) Mosfrk, Rhfrk, Rip. —
An dərescht (in dererst) anfangs Trier-Ld;
in't för im voraus Klevld;
an dərbant (-bants) unterdessen uSaar, Trier, Bitb;
in dərwillen derweilen Eup-Raeren. — γ. modal, wie
nhd.,
z. B. en der Nut (Not)
friss der Düvel Flege;
en Goddes Name; en ener Wot (en enem Ifer); en enem Karriär usf.
; dat geht en enem her; in dem (Fall)
hät e Rech; em Fall, dat ..; dat es net en der Ordnung; he es em Stand (fähig)
dozo; em Gang (ze G.) sen; em ganze (enzele, allgemene, Grond) Rip, Allg.;
em Glichen desgleichen Rip [
ensglik Heinsb-Karken];
en der Reih (en Oərder) sen gesund sein Rip, Nfrk;
em Bisen (Bösen) unfreundlicherweise, mit harten Worten Merz, Allg;
en (der) Plaz anstatt Allg. [Saarbr
in's Pl.];
in Stäj anstatt Klev, Rees;
en der Dad net Waldbr-Wildenbg;
in Täll angesehen Emmerich;
in't geheel im ganzen Klevld. — Merke besonders:
se soəssen en eə (einem)
Verzäll erzählten fortdauernd Aach-Stdt;
dat sen (han) ech en (der) Schold ich bin es schuld Rip, OBerg, Eif;
jet en Gattsluəhn duəhn um Gotteslohn Erk-Elmpt;
die Nobbere (Nachbarn)
sind nit ärg en't duəhn (donnde) leben nicht in Freundschaft Kemp;
en sech drett (
viert udgl.) zu dreien Rheinb-Altend. — Bei Verben:
Lachen en ömmes über jmd. Elbf-Hahnerbg;
ich ho Ärbet en em Mitleid mit ihm Eup. — b. mit Acc. auf die Frage ‘wohin’. α. örtl. wie
nhd.; aber auch bei Verben der Ruhe, wo Bewegung gemeint ist,
z. B. he es en et Feld; ech wor en den Bösch (ergänze ‘gegangen’)
; besser jet en et Lif als öm et L. Rip, Allg. — Abweichend:
en de Schmeck (Peitsche)
klatsche die Peitsche schlagen Rip;
gongk ens (einmal)
en de Bek (Bach),
Water hoəle Viersen. — β. zeitl.;
heə es en de ättech (80)
aut (alt)
worde Eup, Allg.;
ech gong do zemlech en et sechst Johr Daun, Allg.;
he es huh en de sibbenzig Rip, Allg.;
et gung in den Ovend (heren); in den O. zur vorgerückteren Abendzeit, aber nicht bei völliger Dunkelheit Selfk, Allg. — γ. modal, Ziel, Zweck betreffend, wie
nhd.;
z. B. en de Schull gohn zum Lernen;
der passt net en de Welt; jet en de Reih (Ordnong) brenge; jet (enen) en de Gang (Gäng) br.; en de G. komme; en et Schwätze [
Lofe, Schweste (schwitzen) udgl.]
kunn; got en de Wenter kunn; sech en Ach nenn (hollen); dat es su enen Dag en den andern immer dasselbe;
enenander (enənen); en'tgemen insgemein (usf.) Rip, Allg. Merke:
an't (in)
Hei, an de Grum, an de Grumbern (Repen), an de Ness (Äppel, Biren, Wälen), an de Mul (Mulde) mit mit der Bearbeitung des Brotteiges beginnen,
an et Steck zur Feldarbeit
gohn die Arbeiten an den betreffenden Dingen leisten, bes. die Erntearbeiten Bitb, Mosfrk, Rhfrk.