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sehen

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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25 in 20 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

sehen st.

Bd. 6, Sp. 16
sehen st.: 1.a. 'mit den Augen wahrnehmen; fähig sein zu sehen', siehn (sīn) [verbr. SWPf äußerste WPf u. NWPf vereinzelt übrige WPf PfId. 131], siehⁿ (sīⁿ) [mancherorts westl. WPf NPf vereinzelt übrige WPf NWPf, Christmann Kaulb 11 Höh 51 Mang 118 Müller Dietschw 59 PfId. 131], sieh (sī) [mancherorts südl. WPf NOPf vereinzelt übrige WPf], siehe (sīə) [verbr. mittl. WPf NPf, Henn Mda.-Int. 100 Otterstetter 49 Schneckenburger 43 Krämer Gal 196], sehe (sēə) [mancherorts NOPf vereinzelt mittl. WPf Krämer Gal 196], sähe (sEə) [mancherorts nördl. u. mittl. VPf], sehne (sēnə) [mancherorts mittl. VPf, Beam Penns 100 Buffington Penns Var. 237/38 Wood Schärf. Penns 233], sähne (sEnə) [verbr. SOPf O-PS mancherorts mittl. VPf, vereinzelt nördl. VPf, Heeger Südostpf. 8 PfId. 131], sahne (snə) [vereinzelt SOPf (elsäss. Grenze)]; Part. Perf.: gesiehn [verbr. SWPf äußerste WPf u. NWPf vereinzelt übrige WPf], gesihⁿ, gesih [übrige WPf NPf Gal], gesiehe [FR-Colgst], gesiehne [FR-Hertlhs], geseh [mancherorts NOPf mittl. SPf], gesehe [vereinzelt NOPf PS-Gersb GH-Kuhdt], g'sehe [vereinzelt NOPf PS-Glashtt Lembg Zesbg SP-Heiligst BZ-Annw Stein Germh], g'säihe [LU-Altr], gesäh [RO-Bistschd Gonb PS-Salzwg FR-Hettldh], gesähe [FR-Gr'karlb LU-Oggh NW-Ungst], g'sähe [vereinzelt NOPf PS-L'mühl], gesähn [PS-Münchw Rodalb NW-Speybn], g'sähⁿ [PS-Ruppw], gesehne, g'sehne [mancherorts mittl. VPf vereinzelt SOPf], gesähne [vereinzelt O-PS mittl. u. südl. VPf], g'sähne [verbr. SOPf mancherorts mittl. VPf], g'sahne [PS-Bobth Bruchw Bundth Busbg BZ-Dörrb GH-Neubg Wörth]; vgl. K. 344; Flexion s. F.; numme aus ääm Aaj s. 'nur auf einem Auge sehen können' [PS-Fischb]. Er sieht net gut [BZ-Albw]. Ich sähn ball nimmi, ich muß mer e Brill kääfe [PS-Erfw]. Fer mei Alder sieh isch noch arisch gut [Kaislt]. In de Neh sähn ich nix [PS-Erfw]. Geh mer aus'm Licht, so siehn ich jo nix [ZW-Battw]. Met dere Brill sihⁿ ich orich gut [KU-Schmittw/O]. Er heert un sieht nimmi recht [Pirmas]. Dann saat er in Hääschde (PS-Haust): »Mit äächne Ääche häwwich's g'sähne.« [Kröher Lyoner 106]. RA.: Jemanden tadeln, zurechtweisen, schlagen, daß em ('s) Sehe (subst.) un Heere vergeht [NW-Elmst, verbr.], auch in umgekehrter Reihenfolge: Heere un Sehe [mancherorts]. Er sieht nit vor halwer elfe 'Er sieht schlecht' [LU-Opp]. Der sähnt am helle Dag kääⁿ Sterne, dass. [BZ-Gossw]. Scherzh. Rat: Nemm der die Katz unner de Arme, daß de besser siehscht [KL-Hütschhs], dann siehscht aach nachts [SP-Harths]. Ich sieh nit vor Hunger [RO-Hochst]. Ich kann se nimmi sehne leire! [Räder Bitzler 48]. Er sieht nimmer, von einem Betrunkenen [LA-Mörzh]. Er kann nimmi grad s., dass. [GH-Hatzbühl]. Der sieht nor zwää Stunn am Dag wie en Dreckkäwwer [NW-Kallstdt]. Er sieht net gut un heert net gut un kann net dapper laafe [Krämer Gal 196]. Er sieht net, er heert net un lääft aach kenner Herd noo, von einem Menschen, der seine Umgebung nicht richtig wahrnimmt oder eigensinnig, eigenbrötlerisch ist [RO-Dielkch, verbr., Glass II 81]. Volksgl.: Wann Leit scheene Kinner hawwe wolle, misse sie im Dag ins Bett gehⁿ, so as sie dezu s. kenne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1889]. — b. 'etwas mit den Augen wahrnehmen, erblicken, zu Gesicht bekommen, erfassen' [verbr.]; Zs.: ersehen. Hoscht's g'sehne? 'Hast du das gesehen?' [LU-Fußgh]. Ich han nix gesiehn un geheert [ZW-Battw]. Den sieht mer frih un spoot an de Ärwet [LA-Gommh]. Kriggscht du Falde! Mer sischt halt, daß d' alt werscht [LU-Altr]. Es juckt mich so, ich mään, ich hett alle Fleh un mer sieht doch nix [PS-Erfw]. Ich häw eich in d' Kirch gäh sähne [LA-Wollmh]. Do verschreckt mer jo, wammer ne sieht, wegen seines schlechten Aussehens [KL-Bann]. Mer sieht, der is vum Dorf [KL-Reichb]. RA.: kääⁿ Mensch un kääⁿ Seel s. 'überhaupt niemanden sehen' [Kaislt, mancherorts, Rußl-Katht Sulz]; (nore) vum S. kenne '(nur) vom Sehen kennen' [KU-A'glan, verbr.]. Ich han en met kaam Au se s. kriet [KU-Kaulb]. Des sieht e Blinder [LU-Limbghf]. Mer sieht die Hand (die finf Finger) net vor de Aa, bei großer Dunkelheit, sehr dichtem Nebel [KB-Biedh, verbr.]. Mer sieht kääⁿ Stich vor de Auwe, dass. [KL-Weilb, PS-Hintwdth]. Mer sieht net weirer als wie die Nas geht, dass. [BZ-Stein]. Dem sieht mer de Hunger aus de Ääge 'Dem sieht man an den Augen an, daß er Hunger hat' [LA-Nd'hochstdt]. Der sieht vor lauder Bääm de Wald nit [GH-Büchbg, mancherorts]. Des haschde gesiehⁿ 'Das ist (für immer) verschwunden, verloren' [Kaislt, verbr.]. Der hat aach noch nix gesiehn wie de Stall un die Mischtkaut 'Der ist noch nicht weit in der Welt herumgekommen' [ZW-Battw, vereinzelt]. Ma sieht ihn liewer vun hinne wie von vorne [Bergz (Kamm 77)]. Wann ich dich sieh (un mei bar Geld), geht mer de Hut hoch (geht mer 's Messer im Sack uf, fehle mer noch 99 Penning an er Mark) [Kaislt, mancherorts]. Wann ich des seh, hab ich schun g'freß 'Wenn ich das sehe, vergeht mir der Appetit' [NW-Kallstdt]. Der sieht 's Gras wachse, von einem besonders Schlauen [Wilde 79]. Der sieht Micke, wo kää bin (sind) [Schandein Notizen]. Do kenne hunnert an Frankfort (Rom) varbeigihⁿ (vorbeigehen) un sihn das net 'Der Fehler, Mangel ist kaum auffällig' [KU-Kaulb, mancherorts]. Jetz bin ich in Rom, do mecht ich aach de Papscht siehn 'Jetzt bin ich so weit, jetzt möchte ich nicht mit halbem Erfolg umkehren' [ZW-Battw, KU-Bedb LU-Friesh]. Das sieht un schneidt net, von einem untauglichen Gegenstand [PS-Geisbg]. Der muß a immer de Borrem (Boden) s. am Glas, von einem Trinker [ZW-Gr'bundb]. Die Ax ('s Messer) schneidt, was se ('s) sieht, von einer stumpfen Axt (einem stumpfen Messer) [PS-Erfw, ZW-L'wied]. 's Chrischtkinnel sieht's!, droht man Kindern, wenn sie nicht artig sind [BZ-Annw]. Wammer 'n net sieht, heert mer 'n, von einem lauten Menschen [Kaislt, mancherorts, auch Auslandspfälzer]. Eⁿ Mädel sell mer nit merke, bis mer se sieht, d. h. ein Mädchen soll still und sittsam sein [BZ-Dernb]. Ich schlan der an de Gewwel, daß de Feier sischt!, Drohung [HB-Mimb, IB-Reinh]. Ich geb der aⁿ, daß de de Himmel nemmehⁿ siehscht! [KB-Orb]. Abschwächung des Götz-Zitats: Du kannscht mich gewanneweis - dann siehscht, wu 's Gemark ufheert [GH-Bellh]. SprW.: Vier Aue sihn mihner (mehr) wie zwää [KU-Schmittw/O]. Was mei Ääge sähnen, glääbt mei Herz [GH-Kand]. BR.: Wann an Lichtmeß de Dachs seiⁿ Schadde sieht, geht er wirrer 4 Woche ins Loch, d. h. wenn an Lichtmeß die Sonne scheint, gibt es 4 Wochen schlechtes Wetter [NW-Frankeck, ähnl. KB-Stett]. Volksgl. (Brauchspruch): Was ich seh, soll abnehme, was ich streich, soll zunehme [LU-Friesh]. VR.: (nach einem Tanzlied) Sieschte nit, do kimmt er, / große Schritte nimmt er, / sieschte nit, do kimmt er schon, / der versoffne Schwiegersohn [Bergz (Kamm 118), KU-Reiffb NW-Frankeck]. Ach de »Sickschdenetdokimmter« / Danzt de Michel unn d' Bawett [Kunnrädel 84]. a. 1294: die dissen brif gehoerent Lessen oder gesenht [Corpus III S. 200 Nr. 1935 (Zweibr)]. a. 1299: dun kont allen den, die dysen brief gesehent oder gehorent [OttbgUrkb. 218]. a. 1341: vnd sahent auch solich hantfesten vnd brieve [OttbgUrkb. 421]. a. 1537: Item wan eyner dem anderen schaden thut, wer das siecht, der soll sollichs ... ruogenn [PfWeist. 611 (RO-Gaugrw)]. a. 1628: wan ihr von fernem einen im schaden secht, denselbigen mitt der pfeiffen oder horn abmanen [PfWeist. 808 (FR-Gr'karlb)]. — 2.a. 'auf etwas sehen, seinen Blick auf etwas richten, blicken' [verbr.] (jedoch gegenüber gucken, in der SWPf lugen weniger gebr.); Zs.: an- 1, be-, durch-, ein- 1, ver-, heraus-, herein-, über-, weg-, zusehen; RA.: dorch die Finger s. 'Nachsicht üben, Gnade vor Recht ergehen lassen' (zur Herkunft der RA. s. Röhrich 273) [KU-Schmittw/O]. Dem sieht mer am liebschde uf de Buckel, d. h., Den sieht man lieber gehen als kommen [KU-Trahw]. Der sieht mim rechde Aag ins linke Hossesäckelche, von einem Schielenden [vereinzelt Don Gal Buch]. Wann der so groß wär wie dumm, mißt er sich bicke, um em Mond in die Aache s. ze kenne [SP-Harths]. SprW.: Mer sieht de Leit uf de Kraache, awwer nit in de Maache [Bergz (Kamm 88)]. Mer sieht de Leit uf de Kopp, awwer net in de Kropp [mancherorts Don Gal Buch]. Mer sieht de Leit uf die Starn (Stirn) awwer net ins Harn (Hirn) [Gal-Königsberg]. a. 1590: Insonderheit sollen sie das Gewicht wochentlich recht aufflegen, auch Kheinem wie bisher beschehen, durch die Finger sehen, Sondern wo ein Becker dieser Ordtnung zuwiderhandlet denselben als baldt in Straff nemmen [ZweibrUrkb. 135]. — b. 'auf etwas achten, nachsehen, beaufsichtigen, Sorge tragen' [mancherorts]; Zs.: nach-, zusehen. RA.: Er sieht noo'm (nach dem) Rechde [Kaislt]. Dem muß mer uf die Finger s. [KU-Schmittw/O]. Do muscht selwert sähne, wie d' 's anfangscht [PfPr. 29. 6. 1926]. — 3. 'einsehen, begreifen, verstehen' [mancherorts]; Zs.: an- 6, einsehen 2. Wennde mohl wie ich jeele Oowed die Grämm (Krämpfe) krischd, donn sische mohl, wie ich gepinnichd (gepeinigt) sinn! [IB-Ensh (Glass II 81)]. SprW.: Mer sieht erscht, was de Mensch is, wann er krank isch [ZW-Battw]. Jerer sieht met seine äiene Aue [KU-Schmittw/O]. — 4. 'aussehen, gleichen' [vereinzelt]; Zs.: aussehen. Der sieht wie seiⁿ Vadder 'Der sieht so aus wie sein Vater' [KL-Bann, Gal-Dornf Obl]. — 5.a. sich sehen lassen 'anwesend sein, da sein, in Erscheinung treten, sich darstellen' [verbr.]. Des is awwer recht, daß ehr eich aa emol s. lossen! [NW-Freinsh]. Jetzt lossen eich ball emol wirrer s.! [RO-Schweisw]. Seit er verheirat is, loßt er sich nimmeh s. [LU-Oggh]. Er sell sich nimmi bei uns sieh losse! [KB-Kerzh]. Loß dich nimmeh s.! [Zweibr]. RA.: Do kannscht dich s. lolle (lassen) 'Da kannst du positiv im Erscheinung treten' [KU-Bedb]. Do hat er sich gut s. geloß 'von seiner guten Seite gezeigt' [KU-Bedb]. — b. einen sehen 'jemanden treffen, mit jemandem zusammenkommen' [mancherorts]. Gun Daach, na, sieht mer dich a emol weler (wieder) [KU-Bedb]. Dich hot mer awwer schun lang nimmi gesihⁿ [KL-Stelzbg]. Daß mer dich aa mol wirrer sieht! [KB-Bennhs]. Einen VR. s. mögen 2. — c.α. einen (einander) gern sehen 'jemanden (sich) mögen, lieben' [mancherorts]. Er sähnt se gern [Land, mancherorts]. Das siehren gern 'Das (Mädchen) sieht ihn gern' [RO-Als]. Se siehn enanner gern [KU-Hüffl]. — β. einen (einander) nicht gern sehen, nicht sehen können 'jemanden (sich) verabscheuen' [mancherorts]. Se kenne enanner net s. [KU-Schmittw/O]. Du kannscht dich selwer net s. un net rieche [ZW-Nd'aub]. Wu mer mich nit gern sieht, do bleiwich, sagt der übermütige Bursche, der provozieren will [LA-Impfl]. — d. ähnlich sehen 'typisch sein'. Das sieht'm (dir) ähnlich [KU-Kaulb, mancherorts]. — 6.a. als Einleitung oder Bestätigung von Äußerungen: Siech mol an! [RO-Obd]. Mer missen de Dokder kumme losse, werscht s. [LU-Böhl]. — b. in der Wend. hoschde mich gesihⁿ 'hurtig, rasch' [KB-Bennhs, mancherorts], z. B.: 's geht hoschde mich gesihⁿ 'Es geht rasch' [KB-Bennhs]. — c. in der Wend. wie mer se s. will 'in jeglicher Art, von allen Größen und Sorten' [vereinzelt NWPf], z. B.: Er hot Hosse wie mer se s. will 'Er hat Hosen von allen möglichen Stoffen und Schnitten' [KU-Schmittw/O], Die hen se (nämlich Kinder), wie mer se s. will, von einem Ehepaar, das Kinder in allen Altersstufen hat [RO-Dielkch]. — d. in der Wend. gesihneʳ Aue 'zusehends, unvermittelt, plötzlich, hurtig' [Hombg Ingb, PfId. 53], z. B.: Gesihneʳ Aue hat er denne ganze Quetschekuche gefreß [Ingb]. — 7. vgl. die Zs.: ab-, an- 3, aus-, ver- 1, vorsehen. — F.: Konjug. Ind. Präs. Sg. 1. Pers.: siehn [westl. WPf], sinn [IB-Ensh], siehⁿ, sieh [WPf NPf], seh, sehn [mancherorts mittl. u. nördl. VPf], sähn [SOPf O-PS], sahn [PS-Schindhd]; 2. Pers.: siehscht [mancherorts], sischt [HB-Mimb IB-Ensh], siehsch [PS-Schindhd], sigscht [NW-Deidh Bergz], sähnsch [PS-Erfw]; 3. Pers.: sieht [verbr.], sitt [WD-Niedkch IB-Bliesmg/Bolch], siecht [PS-Hintwdth], sischt [LU-Altr], sehnt [BZ-Gossw], sähnt [vereinzelt SOPf PS-Erfw]; Pl.: 1.-3. Pers.: siehn [WPf NPf Henn Mda.-Int. 198], sähnen [mittl. u. südl. VPf], sehnen [vereinzelt mittl. u. nördl. VPf], sahnen [PS-Schindhd]; Imperat. selten (meist von gukken, lugen gebildet): siech! [RO-Obd]; zur Flexion im Penns vgl. PSA K. 56-58. Unbetonte nachstehende Pronomina werden häufig zum Verb gezogen, (teilweise mit Elision) z. B.: siehsche < siehscht de 'siehst du' [Kaislt], sähnsch < sähnschd < sähnscht de 'siehst du' [Bergz (Kamm 55)], sinner < sinn ehr 'seht ihr' [Zweibr]. — Südhess. V 953 ff.; Rhein. VIII 17 ff.; Lothr. 479 sihn; Els. II 339, ALA 48/49.
12697 Zeichen · 314 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sëhenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    sëhen stn. das sehen. daʒ ir unêret verlogenen munt und twerheʒ sehen Walth. 59,27. mit sehn gewan er künde Parz. 398,22…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sehen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Sehen , verb. irregul. ich sehe, du siehest, (siehst), er siehet, (sieht); Imperf. ich sahe, Conj. sähe; Mittelw. gesehe…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    sehen

    Goethe-Wörterbuch

    sehen häufig synkopiert ‘sehn’ od apokopiert ‘seh(')’ uä, gelegentl aber auch mit Sproßvokal od epithetischem -e, zB ‘er…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sehen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sehen nennt man das Wahrnehmen äußerer Gegenstände mittelst des Auges; s. Auge. Von jedem Punkte eines sichtbaren Gegens…

  5. modern
    Dialekt
    sehenst.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    sehen st. : 1. a. 'mit den Augen wahrnehmen; fähig sein zu sehen', siehn (sīn) [verbr. SWPf äußerste WPf u. NWPf vereinz…

  6. Sprichwörter
    Sehen

    Wander (Sprichwörter)

    Sehen 1. All, was du siehst, urtheile nicht; all, was du hörest, glaube nicht; all, was du weisst, sage nicht; all, was …

  7. Spezial
    Sehenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Sehen , n зрение , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sehen

147 Bildungen · 12 Erstglied · 128 Zweitglied · 7 Ableitungen

sehen‑ als Erstglied (12 von 12)

sëhende

Lexer

seh·ende

sëhende part. adj. ib. s. ansëhende u. dazu Msf. 33,5. Lanz. 923 ( bei den zwei andern cit. lies 3714. 7454). Exod. D. 149,7.

Sehenêrve

Adelung

sehen·erve

Der Sehenêrve , des -n, plur. die -n, Nerven, welche in das Auge gehen, und das Sehen verursachen; Gesichtsnerven.

Sehenervenloch

Campe

sehenerve·n·loch

Das Sehenervenloch , — es, Mz. — löcher , in der Zerglk., ein Loch welches durch den obern Flügel des Keilbeines gehet, dicht am Körper dess…

sehenlich

DWB

sehen·lich

sehenlich , adj. : sehen-, sehent-, senlich, visibilis Dief. 623 a ; es läuteret das gesicht und sehenliche geister wunderbarlich. Tabernaem…

sehenswert

SHW

sehens-wert Band 5, Spalte 957-958

sehenswert

DWB

sehen·swert

sehenswert , adj. Corvinus fons lat. (1660) register; ihm wird ein hofgepräng, in lichtervollen zimmern, weit sehenswerther seyn, als wenn d…

sehenswürdig

DWB

sehen·s·wuerdig

sehenswürdig , adj. : das schlosz ist sehenswürdig; ah schön! schön! sehenswürdig! Schiller Fiesko 1, 4 . dazu sehenswürdigkeit, f.: die seh…

Sehenswürdigkeit

Pfeifer_etym

sehenswuerdig·keit

sehen Vb. ‘mit dem Gesichtssinn wahrnehmen’. Mit ahd. sehan (8. Jh.), mhd. sehen, asächs. sehan, mnd. sēn, mnl. sien, nl. zien, afries. sia,…

sehen als Zweitglied (30 von 128)

anegesehen?

KöblerMhd

*anegesehen? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. angesehen Vw.: s. un- E.: s. anegesehen (1), anesehen (1) W.: nhd. DW2-

besehen?

KöblerMhd

*besehen? , st. N. nhd. Besehen Vw.: s. vore-*, vüre-* Hw.: vgl. mnd. besēn (2) E.: s. besehen (1) W.: nhd. Besehen, (subst. Inf.=)N., Beseh…

hantsehen?

KöblerMhd

*hant·sehen

*hantsehen? , V. nhd. „Hand sehen“ Hw.: s. hantsehen (2); vgl. mnd. hantsēn E.: s. hant, sehen W.: nhd. DW-

liepsehen?

KöblerMhd

*liepsehen? , st. V. nhd. zuneigen E.: s. liep, sehen W.: nhd. DW-

sternensehen

KöblerMhd

*sternen·sehen

*sternensehen , st. V. nhd. „sternsehen“ Hw.: s. sternensehen (2), sternsehende E.: s. stern, sehen (1)

sternsehen?

KöblerMhd

*sternsehen? , st. V. nhd. „sternsehen“ Hw.: s. sternsehen (2), sternsehende E.: s. stern, sehen (1)

versehen?

KöblerMhd

*versehen? , (Part. Prät.=)Adv. nhd. erwartet Vw.: s. un- E.: s. versehen (1)

vorebesehen?

KöblerMhd

*vorebesehen? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. vorebesehen (1)

voresehen?

KöblerMhd

*voresehen? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. voresehen (1)

Ansehen

RDWB1

Ansehen n (kein Bezug zu "видеть") авторитет, репутация, реноме hohes ~ genießen fest. - пользующийся уважением, авторитетом; авторитетный; …

Aufsehen

RDWB1

Aufsehen n ~ erregen fest. - привлечь (всеобщее) внимание, привлечь внимание общественности, обратить на себя внимание, заставить говорить о…

Nimmerwiedersehen

RDWB1

Nimmerwiedersehen n (Lakune) auf ~: расставаться, прощаться, зная, что никогда больше не увидишься пожелание никогда больше не встречаться

Versehen

RDWB1

Versehen n aus Versehen - случайно, по случайности, по ошибке, нечаянно, по недомыслию, по оплошности, по недоразумению

abesehen

KöblerMhd

abe·sehen

abesehen , st. V. nhd. absehen, hinabsehen Hw.: vgl. mnd. absēn Q.: Lanc (1240-1250), MerswNF E.: s. abe, sehen (1) W.: nhd. absehen, st. V.…

abgesehen

RDWB1

abgesehen ~ von - не говоря (уже) о (а не "невзирая на")

absehen

DWB

abs·ehen

absehen , nnl. afzien, gleichsam sehen ab, von, mit den augen ( des sehenden ), ersehen, visu contingere, oculis metiri, zielen; doch begegn…

ane sëhen

Lexer

anes·ehen

ane sëhen BMZ tr. ansehen, ansichtig werden; berücksichtigen Chr. 2. 75,20 ; einen an s. mit ihm nachsicht haben ib.

angesehen

DWB

anges·ehen

angesehen , adv. habita ratione, nnl. aangezien, it. considerando, franz. considérant, attendu, bei Luther noch mit dem acc., dann aber mit …

angesên (sehen)

MNWB

angesen·sehen

*° ~angesên (-sehen), ppt. , m. dat außerdem in Anbetracht daß ... (Lüb. Urt. 2, 259; 4, 379). —

Ankîken (angucken, ansehen)

Wander

Ankîken (angucken, ansehen) Ankîken (angucken, ansehen). 1. Wat kickst mir an? Ick hab mien Mann, wörscht ähr gekame, hät öck die gename. ( …

ansehen

DWB

ans·ehen

ansehen , n. nnl. aanzien, nach den verschiednen bedeutungen des ansehens, 1 1) aspectus, forma: ihr neues ansehn war beinah nicht der sterb…

aufsehen

DWB

auf·sehen

aufsehen , n. aufschauen, s. aufgesehe . 1 1) sinnliches blicken und schauen: die hübschen frewlin, die so ein grosz ufsehen haben uf iren l…

ausersehen

DWB

auser·sehen

ausersehen , deligere, auserlesen: der einst den frommen knaben Isais, den hirten sich zum streiter ausersehen. Schiller 452 a .

aussehen

DWB

aus·sehen

aussehen , n. prospectus, aussicht: euer mehrste aussehen, läden und fenster solt ihr gegen aufgang uber den garten richten. Sebiz 30 ; von …

besehen

DWB

bese·hen

besehen , conspicere, aspicere, circumspicere, goth. bisaihvan, ahd. pisehan ( Graff 6, 119 ), mhd. besehen, nnl. bezien, ags. beseon, engl.…

Dareínsehen

Campe

darein·sehen

Х Dareínsehen , v. intrs. unregelm. ( s. Sehen), Acht auf etwas haben, es zu verhindern, zu bestrafen. Gott, siehe darein. Das Dareinsehen.

darzuosehen

KöblerMhd

darzuo·sehen

darzuosehen , st. V. nhd. dazusehen Q.: Ot (1301-1319) (FB darzuo sehen) E.: s. darzuo, sehen W.: s. nhd. dazusehen, V., dazusehen, DW2- L.:…

Ableitungen von sehen (7 von 7)

besehen

DWB

besehen , conspicere, aspicere, circumspicere, goth. bisaihvan, ahd. pisehan ( Graff 6, 119 ), mhd. besehen, nnl. bezien, ags. beseon, engl.…

entsehen

DWB

entsehen , goth. andsaihvan, mhd. entsëhen, nnl. ontzien. 1 1) das goth. verbum bedeutet nur betrachten, ansehen. 2 2) ahd. intsëhan steht n…

ersehen

DWB

ersehen , videre, conspicere, cognoscere, goth. ussaihvan, ahd. ersëhan, mhd. ersëhen. sehen drückt das dauernde, anhaltende sehen aus, erse…

gesehen

DWB

gesehen , n. , substantivischer infinitiv des vorigen. 1 1) sehkraft, gesicht: Theodos, ein römischer gepiter, .. verlos sein gesehen. gesta…

Mißsehen

Campe

Mißsehen , v. intrs . unregelm. ( s. Sehen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgesehen (* missesehen ) falsch sehen, nicht recht sehen. »Habe ich dar…

versehen

DWB

versehen , n. , der infinitiv wird im entwickelten neuhochd. völlig als substantiv empfunden, die bedeutung ist aber durchaus auf die beim v…

versehenlich

DWB

versehenlich , versehentlich adj. und adv. , vgl. versehlich. ags. forsewenlîce, contemptibly, ignominioosly. Bosworth-Toller, vgl. versehen…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sehen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sehen/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „sehen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sehen/pfwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sehen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sehen/pfwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_sehen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„sehen"},
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