lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

knolle

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
61
Verweise raus
43

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

knolle m.

Bd. 11, Sp. 1464
knolle, m. ungenau knollen, das doch jetzt herschend ist (noch 1716 bei Ludwig knolle), von allerlei festem oder doch zusammenhängendem in ungefähr runder gestalt. II. Formen, verwandtschaft. I@aa) mhd. knolle, ahd. noch nicht gefunden. in andern deutschen sprachen ist es nur spärlich oder unsicher zu finden: ags. cnoll mit starker form (pl. cnollas), bergspitze, gipfel, wie noch dial. engl. knoll, diesz auch kleiner runder hügel und rübe. doch wie auch bei uns die bed. hügel zu vermuten ist (s. II, 11), so altengl. auch knolle gleich knobbe callus, an der hand und sonst am körper, s. Way prompt. parv. 280a, sodasz an der einheit des wortes kein zweifel nötig ist (vgl. b). das nl. knol, pl. knollen, bedeutet wesentlich nur rübe (vgl. II, 8, b), abern. knold stimmt zu unserm worte (wol nicht ohne hd. einflusz), heiszt auch berggipfel, kulm, was für norw. knoll m. allein angegeben wird. I@bb) anders und eigen im schwed., da heiszt der knollen vielmehr knöl m., pl. knölar (knorren, knöchel, höcker), dial. auch berggipfel, einzeln stehender berg; daneben dial. knall, knalle m. bergspitze, kleiner berg, aber auch hartes stückchen (knallhrd steinhart) Rietz 333a, endlich knula und knyla f., knöchel und beule 339a. und doch ist das alles immer noch unser wort. das letztere scheint urspr. knûla, mit dem vocal wie in knauer, mhd. knûr neben knorren; ebenso hat knalle sein seitenstück bei uns in nd. knarre gleich knorren (s. d. I, c), das sich mit knollen so vielfach berührt. die schwed. formen sind reste eines reichen lebens im vocal aus alter zeit. I@cc) eine spur davon ist auch bei uns übrig. neben dem m. besteht ein fem. knulle mitteld. Bernd Posen 137, auch sächs., z. b. eine knulle brot, und knolle fem., md. und nd. (z. b. mekelnb.). ebenso als m. brem. ên knullen brôd, ên graven knulle ein grober knoll (s. II, 9), pomm. knull und knullen ebenso, auch knorren Dähnert 245b. daneben götting. knüllen m. Schambach 107b, waldeck. knüll n. beule Curtze 478a, vgl. ditm. knüll unter II, 11, tir. knöllen 5, e. auch schott. knull (knule) holzstück am ende eines seiles, zum einhängen in ein öhr, wie an der kette mhd. knûr (s.knauer 4). I@dd) knolle stimmt mit seinem ablaut (o, u, a) zu knëllen sp. 1410, und wenn etwa die bedeutung des harten, knorrigen die ursprüngliche ist, könnte es benannt sein vom schalle des harten widerstandes, vergl. das verhältnis von scholle und schëllen, knorre und knarren. I@ee) aber es kommen noch andere nebenformen in frage. zu dem ags. cnoll (I, a) stellt sich leicht hnoll scheitel, ahd. hnol und nol mit beiden bedeutungen, nollo hügel Graff 4, 1131; als schwäb. gibt Schmid 409 auch noll gleich knoll, rundlicher harter körper, nollen pl. kugeln, ebenso als östr. Höfer 2, 149 knoll und noll in der bed. 9, d. vgl. mhd. nulle und nel, nelle scheitel (ahd. hnel) Germ. 8, 471. das kann nach ganz anderer richtung weisen (doch vgl. auch norw. nelle gleich gnella unter knellen I, c). I@ff) übrigens taucht neben dem schwachen knolle, pl. knollen auch ein starkes knoll auf z. b. in dem pl. knöll bei Ringwald unter II, 6, s. auch knoll pl. unter II, 1, b (wie ahd. nol und nollo). IIII. Bedeutung. II@11) knorren, knorz, knoll nodus Steinbach 1, 887. II@1@aa) nodus, ein knoll am baum, es sei flader oder maser. Alberus Ee 4a. so noch nd. knull ein knorre im holz Dähnert 245b. dazu stimmt henneb. verknöllt verkrüppelt Fromm. 3, 137, eig. wol verknorzt, vgl. dazu 9, e. s. auch Ringwald unter 6, a. II@1@bb) knorriges stück, ein knollen holz, unförmlich aststück Adelung, knoll Kindleben stud.; ein paar knollen anlegen, sächs., derbe stücke, in den ofen; weil auf die harten knoll ein harter keil gehört. Wiedeman jun. 23, nov. 39. II@1@cc) von knorrigen, klumpigen füszen: die füszchen scheinen mir derbe knollen. Kotzebue dram. spiele 1, 30. vergl. einen namen Knullbein 15. jahrh. Michelsen rechtsd. aus Thüringen 247. II@22) knorren am körper, beule, schwiele, knoll tuber, tumor, gibbus Alberus cc 1b: wenn ains lang kniet, so wirt es müd und werden im knollen an den knien ... ich hab, sprichstu, gekniet das mir knollen an den knien seind worden. Keisersberg granatapfel 1511 O 4c (geistl. spinnerin). condyloma, herte runde knollen, wie feigwarzen, umb den hinderen. Fris. 287b. knoll geschwulst, geschwür Frisch 1, 529a, schwäb. schwiele Schmid 409, knollen grosze beulen, harte geschwüre Adelung. oberlaus. eine knolle, knulle am backen Anton 9, 9. II@33) nach Adelung auch von den knöcheln an händen und füszen, besonders von ungewöhnlicher grösze; die knöchel haben auch sonst mit dem knorren oder auswuchs gleichen namen, wie in knorren, knoten, knöbel, knaust; s. auch knollfeige. II@44) erdscholle: chnoll oder schroll, gleba. voc. v. 1445 Schm. 3, 509, erdknoll Dief. 265a; und wo er (der esel) saicht, waicht er die knollen, so er sich welzt, pricht er die schrollen. fastnachtsp. 529, 13. noch bei Ludwig, und noch z. b. östr. ein knoll erde Höfer 2, 149, kärnt. Lexer 162. II@55) klumpen überhaupt. II@5@aa) so schon mhd. (wb. 1, 854a), ein knolle blîes Renner 9108, goldes knollen 15185, von wolle: der pâbst enruochet wer beschirt, daʒ (wenn nur) im der wollen ein knolle wirt. 8984, ein gehöriger klumpen, eine masse, vgl. knollenweise. in knollen ward gold und silber bewahrt, s. Parz. 17, 22. Tit. 6117, 2 (vgl. unter klosz II, 1, a), daher als name Otte der Silberchnolle urk. von 1349 Mones zeitschr. f. d. gesch. des Oberrheins 9, 481. im 15. jh. gleba ein chnoll laims Dief. n. gl. 194b, eischnoll eisklump Schmeller 3, 386. II@5@bb) nhd.: indem ersihet er ein büschlein werk ... theilets zu dreien knollen. Kirchhof wendunm. 445a; die knollen oder schillen (erz), so von den fudern, eh mans auf die stoszstatt bringet, fallen. Lori bergrecht 299, vergl. 7. knollen grumus Maaler 246d, knoll massa Steinbach, ein knollen wachs, salz, brot Adelung. cimbr. knollo haufe, z. b. heuhaufe. II@5@cc) selbst von nassem (s. knollicht 3, knollenweise), wie appenz. en chnolla blut Tobler 112a (mit dem merkw. pl. chnölla); ganz knollen blut thät schwitzen. Stöbers Alsatia 1862 s. 104 (17. jh.). II@5@dd) auch klümpchen, klümper: zuo einer karrensalben nim 20 pfd. unschlit und 40 pfd. harz und 2 mosz öls. zerlosz daʒ harz (so ganz), daʒ kein knoll dorin sig (sei). Mones zeitschrift 3, 406, v. j. 1504, vgl. knollicht 4. II@5@ee) auch von speisen (wie klump, klosz, knopf, knoten), schweiz. knollen semmelklosz Stalder 2, 115, tirol. knöllen, gnöllen pl. 'nudeln' (eine art klösze, vgl. unter knödel 1, b) Schöpf 330. II@5@ff) bair., östr., tir. heiszt der knäuel knoll. II@66) bildlich. II@6@aa) knoten, knorren: gott kann schwachheiten, ja auch grobe knollen und feil (mängel) leiden, wenn mans nur erkennet und wieder zum creuz kreuchet. Luther tischr. 9b (1, 34), d. i. gebrechen, fehler, die knollen könnten eig. fehler in einer arbeit sein, etwa knoten beim spinnen, s. knoten 10 so, vgl. in demselben sinn 'grobe wacken, gebrechen und sünde' das 24a (oben 3, 1419), wacken sind harte stücken; ach gebt (ihr eltern) der tochter keinen raum, steckt in der zeit ein stock zum baum, auf das er nicht in hartem sinn erwachs und grobe knöll gewinn. Ringwald laut. w. 286 (1621 s. 256), eig. auswüchse am baume, sehr ähnlich bei Walther 32, 12 dêswâr ich gewinne ouch lîhte knollen, kann auch zornig und grob werden, s. dazu knöpficht 4 und u. knorricht 4. unnützer auswuchs auch im folg.: sein früherer glaube war .. nicht die wurzel aus welcher sein leben wuchs, sondern so gleichsam nur ein knollen im gedächtniss, den man heraus machen konnte ohne dasz etwas anderes entstand als ein klein loch, welches von selbst wieder zusammenwuchs. Gotthelf 11, 247. II@6@bb) klumpen: ietzt ist mir ein knoll eines centners schwer ans herz gefallen. Ayrer proc. 2, 2; Rudolf. mir felt gleich an mein herz ein knoll, also bin ich der red erschrockn. Jahn Panser. ich glaub wol, das von groszen knockn dir sei ein knoll gfallen ins herz. J. Ayrer fastn. 54a (hofleben), vgl. mir fällt ein stein vom herzen, doch wird nach dem knocke (s. d. 3) bei knoll an holz gedacht sein. II@77) im bergbau heiszen knollen die noch nicht ausgepauschten alten schlacken. II@88) an und von pflanzen, II@8@aa) knollen tubera Nemnich, runde oder rundliche ansätze oder auswüchse, besonders an den wurzeln, vgl. wurzelknollen, knollengewächs und die botan. zusammensetzungen; die kartoffeln z. b. sind knollen und werden auch landschaftlich kurzweg so genannt, wie in der Lausitz: o die schöngekerbten knollen, weisz und roth und dick geschwollen. Voss (1825) 3, 210, die kartoffelernte. auf dem Eichsfelde heiszen die flachsknospen knullen (Klein provinz.), wie sonst knoten, knopf, knauf, knoch. II@8@bb) rüben heiszen so nl., engl. (s. I, a), nrh. in Cleve knolle pl. vorzugsweise die weiszen (wortele die gelben) Geerling 30. II@99) von menschen, wie klotz, knopf, knoten, knocke, knebel u. s. w., II@9@aa) um derbheit, plumpheit, grobheit, roheit zu bezeichnen, am häufigsten grober knoll: ir narren, knebel, esel und trollen, wie seit ir doch die grobsten knollen. fastn. 539, 7; wan zu dieser zeit (der kirchweih) sprechen die groben knollen (die bauern) 'wir hon nit gern lang predigen, vil lieber lange bratwürst'. Keisersb. evang. 1517 35a (post. 35); was ist das, du grober knoll, für eine tischzucht? (der bauer hat eine ganze gebratne ente für sich genommen). Kirchhof wendunm. 213b; wer die leute richt ... der ist ein rechter grober knoll. Ringwald laut. warh. 185 (1621 s. 166); du grober knoll. Chr. Weise überfl. ged. 2, 394. noch bei Adelung grober knollen, und später: der habenichts ist ja ein grober knoll und dabei ein flausenmacher. J. Paul flegelj. 2, 48 (1804 s. 75); damit der alte nicht schilt, der ein grober knollen scheint. Arnim schaub. 1, 26. auch nd. ên graven knulle, grobian brem. wb. 2, 830, undn. en grov knold, entlehnt. II@9@bb) doch auch knoll allein, besonders von bauern: der selb hiesz in ain knollen, ain trunken und ain vollen. Uhland volksl. 654; dann wer jetzund nicht an im treit ein lumpecht wol zerhawen kleid (nach der mode), den heiszt man gleich ein bawrenknollen, ein knebel und ein ackerschollen. Scheit grob. S 3a; und stell in (den becher) hinder dich zu ruck, dasz nicht ein jeder knoll drein guck. N 1a. knoll allein noch bei Rädlein, der es mit rülze, rülpe, reckel, flegel, hache, lauroff, schlingel, kolpel, tölpel, mistfink erklärt, bei Frisch knoll ein grober bäuerischer mensch. nd. buerknulle Lauremb. 3, 408. Markolf nennt fastn. sp. 525, 14 unter seinen ahnen paur Knoll, ein Dietrich Knolle i. j. 1479 Lischs mekl. jahrb. 15, 155. es lebt noch im volke hie und da, knoll und knull Bernd Posen 136, westerw. knolles (s.knospe 4), auch knollhannes, knollmichel Schmidt 81, vgl. knollfink. auch nd. knol flegel Fromm. 5, 152, pomm. knull, knullmichel Dähnert. s. auch trollenknolle ('troll und knolle'?) Garg. 197b (366). II@9@cc) auch mit andern zusätzen: bist du aber ein starker knoll und steckest aller bosheit vol. klopfan des 15. jh., weim. jahrb. 2, 119; und fall nicht mit der thür ins haus als ein vergeszner knol (der sich vergiszt). Ringwald tr. Eck. P; er nahm ihn mit auf Wien, zu sehen da das prangen am kaiserlichen hof .... er merkte das mit fleisz, wo mancher reicher knoll nichts von zu sagen weisz. Rist Parn. 554; denn das ist nicht erlaubt, dasz sich ein fauler knoll von einer reichen frau zeit lebens nähren soll. Picander 2, 330, mehr von dummheit, die Stieler 997 z. b. auch für grober knoll angibt. eigen augenknoll, zu einem untreuen liebhaber, einem bauernknecht gesagt: nun phui dich, du Venusackertroll, und du verfluchter augenknol. fastn. sp. 993, 5. II@9@dd) blosz leiblich aber östr. ein knoll oder dicker noll (s. I, e) von einem dicken kurzen menschen Höfer 2, 149, und diesz wird das urspr. sein; ebenso schwäb. schweiz. knolle unförmlich dicker mensch Schmid 409, Stalder 2, 115: solche vierschrötige ... balkenhotzler, secktrager, trollen, knollen, stollen. Fischart Garg. 43a (Sch. 66), von körperlicher stämmigkeit; soll ich mich ärgern? soll ich lachen über den dicken knoll? Kotzebue dram. sp. 2, 277, zugleich als dummkopf. II@9@ee) noch anders nl. knol von lebenden u. a. wesen, für untauglichkeit, z. b. een knol van een paard ein schlechtes pferd (verknollen verderben, verhunzen), was sich an die bed. 1 anschlieszt, s. besonders das henneb. verknöllt dort. ebenso wol schon mhd. knolle, der Teichner erzählt aus seinem leben: maneger vrâget (spöttisch), wer ich sî? ob ich ein meister müge sîn, ode ein knol der meister vîn? s. 61, anm. 192 Kar., doch wol ein pfuscher, gleichsam ein knorz unter den dichtern. II@9@ff) erweitert tirol. knolp grobian Frommann 6, 298, wie schwäb. knorp von knorre. s. auch knolz (wie knorz). II@1010) knoll, schlechtes bier, nl. (noch fläm. für kovent, s. Schuermans 266b): hochberümpte doctoren von Löven .... hetten sich mit dünnen koventbier oder knoll müssen betragen. Fischart bienenk. A iiija, im nl. original hadden sik met dunne cuyte oft knol moeten lijden, waer van sy het colicompas hadden mogen crijgen. A iija; daher auch schon im Garg.: vinum theologicum aus des pfarrherrs fasz, der macht kein kolocompasz, wie dünn knite und knoll, der eim im bauch roll. 91a (K 4a, Sch. 157); knite ist aber verdruckt oder verlesen aus nl. cuyte (s. keiterling), wie kolocompasz aus colicompas, d. i. colic ompas ('unbasz'), bauchgrimmen, bei Kilian 251b kolicompas, kolijk, colicus dolor. II@1111) auch die bed. hügel, runder berggipfel (s. I, a) musz bei uns vorhanden gewesen sein, denn der Knolle kommt als bergname vor z. b. in Kärnten (Lexer 162), bei Jena ein berg der Windknollen, und folgende rheinhess. flurbezeichnung v. j. 1314 ist wol ebenso gemeint: item amme knollen i juger. Baur hess. urk. 2, 750. vgl. ditm. knüll m. hochgelegnes landstück.
14002 Zeichen · 422 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KNOLLEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    KNOLLE swv. knolle, klump. vgl. ich knille. von Arâbîe des goldes heter manegen knollen (klôʒ 10,5) brâht Parz. 17, 22. …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    knolleM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    knolle , M. nhd. Erdvorsprung, kleine Anhöhe, Knoll (Bedeutung jünger), Knoten (M.) (Bedeutung jünger), Flegel (Bedeutun…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    knollem.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    knolle , m. ungenau knollen, das doch jetzt herschend ist ( noch 1716 bei Ludwig knolle), von allerlei festem oder doch …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knolle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Knolle ( Tuber ), ein fleischig verdicktes Stengel- oder Wurzelorgan. Man unterscheidet danach Sproß- oder Stengelknolle…

  5. modern
    Dialekt
    Knollef.

    Westfälisches Wb.

    Knolle f. [WMünsterl Stf Rek Mark Sos Isl Arn, verstr. Münsterl Wie SWestf] 1. Knolle, Verdickung eines meist unterirdis…

  6. Sprichwörter
    Knolle

    Wander (Sprichwörter)

    Knolle 1. Greossö Knoln, greossö Stuk Breod. – Baumgarten, 52. So sagt man in Oberösterreich, wenn beim Kornsäen grosse …

  7. Spezial
    Knolle

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Knol|le f. (-,-n) 1 ‹bot› ciola (-les) f. 2 (Klumpen) gnoch (-ch) m. , baloche (-chi) m.

Verweisungsnetz

3131 Knoten, 7724 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 7 Hub 20 Kompositum 3099 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knolle

111 Bildungen · 103 Erstglied · 8 Zweitglied · 0 Ableitungen

knolle‑ als Erstglied (30 von 103)

knolleht

Lexer

knoll·eht

knolleht adj. knollig, klümperig. und pad nit heis ( im november ). wann daʒ plut leit denn knollet in dem menschen Anz. 11,335 ( 1428 ). so…

Knollenhuf

SHW

Knollen-huf Band 3, Spalte 1515-1516

Knollennase

SHW

Knollen-nase Band 3, Spalte 1515-1516

Knollenbätschen

RhWB

knollen·baetschen

Knollen-bätschen Sieg-Rhönd Pl.: Pressrückstände von Runkelrüben, die bei der Obstkrautbereitung verwendet werden.

Knollenball

RhWB

knollen·ball

Knollen-ball im Geb. des Zuckerrübenbaus m.: Festlichkeit bei Beendigung der Z.rübenernte.

Knollenbeere

RhWB

knollen·beere

Knollen-beere -ǫlbEs nach Wk. IV 26 rrhn. n. einschl. Rees-Bislich Mehr Haldern Heelden Vehling u. Klev-Düffelward f.: Stachelbeere.

Knollenbirne

RhWB

knollen·birne

Knollen-birne -olbEr Simm-Riegenr ; -ǫ·l.tsbēr Sieg-Fussh ; -ǫləpEr Geld-Schravelen f.: B.sorte, ohne Saft u. Geschmack.

Knollenblätterpilz

Pfeifer_etym

knollen·blaetterpilz

Knolle f., Knollen m. ‘Auswuchs, Klumpen, Wurzelverdickung’, ahd. knollo ‘Riff, Klippe’ (8. Jh.), ‘Klumpen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. knolle ‘Klum…

knollenblume

DWB

knollen·blume

knollenblume , f. trollius europaeus, die kugelranunkel, mit kugelförmig gebildeter blume. Nemnich 4, 1499 .

Knollenbutter

RhWB

knollen·butter

Knollen-butter -o- Verbr. im Geb. von Knolle 1 b δ γγ εε f.: B., zur Zeit der Knollenfütterung entstanden.

Knollenfink

ElsWB

knollen·fink

Knoll en fink m. grober, ungeschliffener Mensch Str. ‘Der K. soll mer doch syn Debbedat dervor noch krieje’ Pfm. III 2. — Schweiz. 1, 868.

knollenförmig

GWB

knollen·foermig

knollenförmig von unregelmäßig kugeliger Gestalt inwendig ist der Stinkstein derb, die knollen- und halbkugelförmige Oberfläche scheint eine…

knollenfrucht

DWB

knollen·frucht

knollenfrucht , f. frucht von knollengewächsen: er verwüstet oft ganze felder durch anfressen der knollenfrüchte. Brehm illustr. thierleben …

Knollengebot

RhWB

knollen·gebot

Knollen-gebot Dür-Girbelsr n.: in der Bauernregel für den Bau der Runkelrübe: Langsam on got es et iərzte Kn.

knolle als Zweitglied (8 von 8)

būrknolle

KöblerMnd

būr·knolle

būrknolle , M. nhd. grober Bauer (M.) (1)? (Schimpfwort) E.: s. būr (1), knolle L.: MndHwb 1, 374 (bûrknull[e])

erdenknolle

KöblerMhd

erden·knolle

erdenknolle , sw. M. nhd. „Erdenknolle“, Erdklumpen Q.: Ack, Renner (1290-1300) E.: s. erde, knolle W.: s. nhd. Erdknolle, Erdknollen, M., E…

ërtknolle

Lexer

ert·knolle

ërt-knolle swm. erdklumpe, erdscholle. gedenke mensch, daʒ du bist ein krank ertknolle Renn. 6506. gleba Dfg. 265 a .

himelknolle

MWB

himel·knolle

himelknolle swM. ‘einfacher, armer Mensch’ (s.a. Anm.z.St.): sand Martein / der da teilte sein mentelein / mit einem himel chnollen HvBurg 2…

schmalzknolle

DWB

schmalz·knolle

schmalzknolle , f. , vgl. schmalzblume . 1) die butterblume, caltha palustris, in Tirol Pritzel-Jessen. Schm. 2, 551 . Frommann 3, 461. 2 ) …

êrenknolle

MWB

êre·n·knolle

êrenknolle swM. Spottname für einen Sänger: ich weiz noch zwên ungefüeg, / den Argenhaz, den Lasterrüeg. / und der Êrenknolle, / wînes der v…

ērenknolle

KöblerMhd

ēren·knolle

ērenknolle , sw. M. nhd. „Ehrenknolle“, ein Spottname für einen Sänger Q.: Helbl (1290-1300) E.: s. ēre (1), knolle W.: nhd. DW- L.: MWB 1, …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „knolle". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/knolle/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „knolle". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/knolle/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „knolle". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/knolle/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_knolle_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„knolle"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/knolle/dwb},
  urldate      = {2026-05-10},
}