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Greif

ahd. bis sprichw. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
21 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Greif

Bd. 8, Sp. 272
Greif, Martin, Dichter, geb. 18. Juni 1839 in Speyer, Sohn des Regierungsrats Max Frey (vormals Kabinettsrats des Königs Otto von Griechenland), der später nach München versetzt wurde, machte in letztgenannter Stadt seine Studien, trat dann in das bayrische Militär, wurde 1859 Offizier, nahm aber 1867, um ganz seiner Neigung zur schönen Literatur folgen zu können, seinen Abschied und hat zurzeit seinen Wohnsitz in München, von wo aus er Reisen nach England, Holland, Spanien, Dänemark, Italien etc. unternahm. Unter seinem Familiennamen Friedr. Herm. Frey veröffentlichte er das Drama »Hans Sachs« (Augsb. 1866, neue Ausg. 1894); unter dem Namen Martin G., den er seit 1882 mit landesherrlicher Bewilligung auch als bürgerlichen Namen führt, folgten sodann: »Gedichte« (Stuttg. 1868, 7. Aufl. 1903); die Trauerspiele: »Corfiz Ulfeldt, der Reichshofmeister von Dänemark« (Münch. 1873; 2. Aufl., Wien 1876), »Nero« (das. 1877) und »Marino Falieri« (das. 1878); das Festspiel »Walters Rückkehr in die Heimat«, das vaterländische Schauspiel »Prinz Engen« (Kassel 1880; 3. Aufl., Leipz. 1903); die Schauspiele: »Heinrich der Löwe« und »Die Pfalz im Rhein« (beide Stuttg. 1887); das Trauerspiel »Konradin, der letzte Hohenstaufe« (das. 1889); das Schauspiel »Ludwig der Bayer« (das. 1891; 2. Aufl., Leipz. 1904), das in Kraiburg in Oberbayern als Volksfestspiel zuletzt im Sommer 1904 gespielt wurde; »Francesca da Rimini«, Tragödie (das. 1892), »Agnes Bernauer, der Engel von Augsburg« (das. 1894); zu Bismarcks 80. Geburtstag das Festspiel »Das erste Blatt zum Heldenkranz« (Wittenb. 1895); das vaterländische Schauspiel »General York« (Leipz. 1899) und das originelle Werk »Schillers Demetrius« (das. 1901), worin nach Mitteilung von Schillers Fragment der Autor selbst in einer epilogischen Dichtung gefeiert wird. Neuerdings veröffentlichte G. eine zweite Gedichtsammlung u. d. T. »Neue Lieder und Mären« (Leipz. 1902). G. ist einer der bedeutendsten Lyriker unsrer Zeit. Seine Gedichte zeichnen sich durch zarte und tiefe Empfindung, zumal aber durch ihre schöpferische Sprachgewalt, durch Anschaulichkeit und Schönheit der Naturbilder und Adel der Gedanken aus. Träumerische Schwermut erfüllt seine Seele, aber er hat auch für das Pathos nationaler Begeisterung in Hymnen (auf Bismarck u. a.) und den »Deutschen Gedenkblättern« (Stuttg. 1875) kräftige Töne gefunden. In den Dramen hat er vaterländisch bayrische Stoffe mit Vorliebe behandelt, doch ist er in der Charakteristik zu schlicht, um bei der Schwäche seiner einfachen Erfindungen nachhaltige Wirkungen erzielen zu können. Vgl. Bayersdorfer, Ein elementarer Lyriker, Martin G. (Wien 1872); Otto Lyon, Martin G. als Lyriker und Dramatiker (Leipz. 1889); Prem, Martin G. (2. Aufl., das. 1895); Siegen, Martin G. (das. 1898); K. Fuchs, Martin G. (Wien 1900).
2825 Zeichen · 60 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    greif

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    greifaAWB f. ō- oder n-St., nur in Gl. des 10.–11. Jh.s: ‚(dreizinkige) Gabel, Mistgabel; tridens‘ (mndd. grēipe; mndl. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    greifswm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    greif swm. s. grîfe.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Greif

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Greif , des -es, plur. die -e. 1) Ein erdichtetes Ungeheuer der Alten und Neuern, dessen schon bey dem Herodotus Mel…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Greif

    Goethe-Wörterbuch

    Greif Pl -e(n) 1 mythol Mischwesen aus Löwe u Adler; meist im Pl a in personaler Vorstellung: als redende u agierende Fi…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Greif

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Greif , fabelhaftes Thier, aus Adler und Löwe zusammengesetzt, hütete nach dem oriental. Glauben das Gold im Arimaspenla…

  6. modern
    Dialekt
    Greif

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Greif [Kraif Bebelnh. bis Zinsw. ; Kræif Molsh. Ndhsn. Bisch. Dachstn. K. Z. Ingw. Betschd. ; Krǽf Barr ; Kráf Lobs. Büh…

  7. Sprichwörter
    Greif

    Wander (Sprichwörter)

    Greif Er führt einen Greifen im Schilde. Nimmt gern oder nimmt mit. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Der Greif heiss' ich, m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit greif

152 Bildungen · 131 Erstglied · 5 Zweitglied · 16 Ableitungen

greif‑ als Erstglied (30 von 131)

greifan

DWB

greifan , m. , ital. sbirro, insidiator, ein spürer, ausspäher Stieler 46 ; hundename: der bellende Greifan, ein windspiel Gleim 2, 374 ; vg…

greifâri

AWB

greif·ari

greifâri st. m. ; nhd. greifer ( in anderer Bed. ). — Graff IV,319. greifari: nom. sg. Gl 2,158,27 ( Carlsr. S. Petri, Steinm. 11. Jh., Wads…

greifarm

DWB

greif·arm

greifarm , m. : ihre ( der tintenfische ) arme sind mittelmäszig lang, nur die greifarme sind länger Brehm thierl. 10, 276 Pechuel-Lösche. —

greifbar

DWB

greif·bar

greifbar , adj. , junges wort; schon bei Kramer teutsch-italiän. (1700) 1, 559 b notiert, aber erst seit der zweiten hälfte des 18. jhs. lit…

greifbarkeit

DWB

greifbar·keit

greifbarkeit , f. : die farbe wirkt .. ungleich sinnlicher, als, trotz der greifbarkeit der form, marmor und erz Vischer ästhetik 3, 520 ; d…

greifbein

DWB

greif·bein

greifbein , n. : auch bei den raubinsekten .. kommen .. greifbeine vor Brehm 10, 57 . —

greifbewegung

DWB

greif·bewegung

greifbewegung , f. : durch diese greifbewegungen der zungenzähne werden ( von den bauchfüszern ) beutetiere gefangen ib. —

Greifde

RhWB

Greifde jripdə Düss-Serm f.: in der Wend.: En die Gr. schmite zum Aufraffen unter Kinder hinwerfen.

greifec

Lexer

greifec adj. rapax. wie durchvert die vogel greific are Kreuzf. 7679. vgl. grîfec, vgl. gripfec;

greifel

DWB

greifel , m. , griffel; vereinzelte ( in anlehnung an greifen irrthümlich diphthongierte? ) bildung: zweyerley schreibtäfelin: eyns soll zim…

greifelbeere

DWB

greifel·beere

greifelbeere , f. , heidelbeere Bürgel öcon. u. phys. lex. 4, 1339 ; vgl. griffelbeere.

greifeln

DWB

greif·eln

greifeln , vb. , schweiz., einen lärmenden umzug abhalten, der mit maskerade und possenspiel verbunden war Staub-Tobler 2, 708 ; umsonst eif…

greifen

DWB

greifen , vb. , capere, palpare. ursprung und form. 1 1) gemeingerm. wort: got. greipan; ahd. grîfan, mhd. grîfen; alts. grîpan, mnd. gripen…

greifen

FWB

1. ›etw. mit der Hand (auch mit einer Zange) fassen, packen, durch das Zusammenziehen der Finger nach einer Sache greifen, um sie zu packen,…

greifenähnlich

DWB

greifen·aehnlich

greifenähnlich , adj. : auf einem greifenähnlich verzierten thron ohne lehne sitzt Jupiter archäolog. ztg. v. Gerhard 1, 130 . — dies und da…

greifenbanner

DWB

greifen·banner

greifenbanner , n. , banner, auf dem ein greif ist: zwei der greifenbanner ( die die Pommern führten ) waren schon in die hände der Märker g…

Greifenberg

Meyers

greifen·berg

Greifenberg , 1) Kreisstadt im preuß. Regbez. Stettin, an der Rega, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Gollnow-Kolberg und der Greifenberger Kl…

greifenberger

DWB

greifen·berger

greifenberger , m. , dieb, taschendieb ( gaunerspr. ) Avé - Lallemant 4, 546 ; umdeutung von Greifenberger, bewohner der stadt Greifenberg; …

greifenblut

DWB

greifen·blut

greifenblut , n. : als dieses epitaphium mit greifenblut und dem schwerd auf einen stein geschrieben war, so gieng er schritt vor schritt se…

Greifenburg

Meyers

greifen·burg

Greifenburg , Marktflecken in Kärnten, Bezirksh. Spittal, links an der Drau, an der Südbahnlinie Marburg-Franzensfeste, hat ein Bezirksgeric…

greifenei

DWB

greife·nei

greifenei , n. : die in mittelalterlichen schatzverzeichnissen vorkommenden, zu pocalen gefaszten greifeneier sind strauszeneier Bucher real…

greifenflügel

DWB

greifen·fluegel

greifenflügel , m. : ein herrlich adeliches weib, zwen greiffenflügel het ir leib H. Sachs 7, 432 Keller; ( ein wunderbild ), welches .. ein…

greifenfusz

DWB

greifenfusz , m. : wie man den feind ( den teufel ) zu mahlen pflegt, der greiffen fusz und klauen tregt Eyering prov. cop. 1, 559 . —

greifengefieder

DWB

greifen·gefieder

greifengefieder , n. : dô hiez si im bereiteneinen kiel wunnesam mit guotem grîfengevidere,der was wol getân Wolfdietr. B 348 ; rund umher f…

greifengespann

DWB

greifen·gespann

greifengespann , n. : die göttin ... giebt sich .. als Artemis zu erkennen durch das hirschkalb .., in verbindung mit dem greifengespann ihr…

Greifenhagen

Meyers

greifen·hagen

Greifenhagen , Kreisstadt im preuß. Regbez. Stettin, an der Reglitz (einem Oderarm), Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Reppen-Stettin und der …

greifenhaupt

DWB

greifen·haupt

greifenhaupt , n. : an anderm ort kämpft Martasin mit macht, der auf dem helm ein greifenhaupt getragen Gries Bojardos verl. Roland 4, 161 .…

greif als Zweitglied (5 von 5)

Stegreif

RDWB1

Stegreif m aus dem Stegreif idiom. - экпромтом

krugreif

DWB

krug·reif

krugreif , m. bei den schlossern, ein besatz in einem schlosse, s. Krünitz 54, 130 .

Nachtgreif

Wander

nacht·greif

Nachtgreif Solche nachtgreiffen gehoren in eine solche Finsterniss. – Franck, Weltbuch, CLVIII a .

stegreif

DWB

steg·reif

stegreif , m. , steigbügel, ahd. stegareif, mhd. stegereif und stegreif. die form stegereif (stegereyff striparium Diefenbach gloss. 556 c )…

Ableitungen von greif (16 von 16)

begreife

BMZ

begreife swv. ergreife. biʒ sie die zopfe ergreifte Kolocz. 140.

begreifen

DWB

begreifen , ahd. pikrîfan, bigrîfan, mhd. begrîfen, nnl. begrijpen, geht, wie das einfache greifen, ursprünglich blosz auf die berührung mit…

begreiflich

DWB

begreiflich , mhd. begrîflîch ( Ben. 1, 571 b ), 1 1) activ genommen, capax, habilis, fähig, leicht fassend: dasz die sach nit so schwer noc…

begreifung

DWB

begreifung , f. 1) conceptio, nach begreifen 6: dieselben ordnungen nach iren inhaltungen und begreifungen. beschl. des reichsreg. von 1501 …

ergreife

BMZ

ergreife swv. 1. betaste. er begreifote in vil gare Mos. 23,5. 2. erfasse. der van der wart dô wol begreifet und fur daʒ here geweifet Mar. …

ergreifen

DWB

ergreifen , arripere, erfassen, goth. kein usgreipan, aber undgreipan, auch ahd. kein starkes argrîfan, irgrîfan, nur ein schwaches irgreifô…

ergreiflich

DWB

ergreiflich , quod prehendi, arripi potest: die eigenschaft des romans und die form desselben begünstigt ihn, indem er durch fingierte motiv…

Ergreifung

GWB

Ergreifung zu ergreifen B 1 a β die eigentliche Usurpation [ in der Wiss ] liegt nicht in E., sondern in Behauptung eines unrechtmäßigen Bes…

gegreifen

KöblerMhd

gegreifen , sw. V. nhd. „greifen“, betasten Q.: WvÖst (1314) (FB gegreifen) E.: s. ge, greifen W.: nhd. DW-

greife

DWB

greife , s. 1 greif 1).

Mḯßgreifen

Adelung

Mḯßgreifen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Greifen ,) welches das Hülfswort haben erfordert, fehl greifen, das Ziel im Greifen versehen. M…

ungreiflich

DWB

ungreiflich , adj. adv. , gth. v. greiflich. vgl. unbe-, unan-, unergreiflich, unfaszlich. mhd. ungrîflich (ungrîfhaft, ungrîfic, ungriftic)…

vergreifen

DWB

vergreifen , n. substantivischer infinitiv des vorigen mit den verschiedenen bedeutungen des zeitwortes; so im anschlusse an nr. 2: da zu in…

vergreiflich

DWB

vergreiflich , adj. wodurch man sich vergreift, schaden anrichtet: wir wollen, dasz einem jeden fürsten ungefährliche gethane session und um…

vergreifung

DWB

vergreifung , f. unrechtmäszige handlung, eingriff; substantivbildung zu vergreifen. aus der mhd. sprache nicht nachgewiesen, in den wörterb…

zergreifen

DWB

zergreifen , verb. , durch vieles greifen abnutzen: eine alte wohl zugriffene und wohl abgentzte bibel V. Herberger Jes. Sirach 376 a ; der…

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APA
Cotta, M. (2026). „greif". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/greif/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „greif". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/greif/meyers. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „greif". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/greif/meyers.
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