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schwiemel

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DWB
Anchors
2 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schwiemel m.

Bd. 15, Sp. 2617
schwiemel, m. schwindel, bewusztlosigkeit, rausch, sehr verbreitet in der volkssprache des md. und nd. gebietes; vgl. schwiemeln und die übrigen unten angeführten bildungen: schwîmel, m. schwindel, taumel (im sächs. und westfäl. Hessen) Vilmar 379; schwîmel, schwindel, ohnmacht, rausch Frischbier 2, 331b; schwîmel, schwindel Schröer 205b (hier auch als schlesisch nachgewiesen, vgl. Frommanns zeitschr. 5, 91); nd. swimel, schwindel, taumel brem. wb. 4, 1115. Danneil 218b. Schambach 222a; schwindel, drehkrankheit der schafe, rausch Woeste 266a; swimel oder swîmel, schwindel, ohnmacht, betäubung, taumel, rausch ten Doornkaat Koolman 3, 381b; vgl. noch Frommanns zeitschr. 5, 70, 60. Klein prov. wb. 2, 150 (Duderstadt); swimel, schwindel Schiller-Lübben 4, 498a; vgl. Dief. gloss. und novum gloss. unter vertigo. auch persönlich wie schwimeler, liederlicher herumtreiber, ausschweifender, trunkenbold: Jecht 102b. Kleemann 20c Albrecht 210b (hier auch für schwindler, vgl. beschwimeln im sinne von betrügen). Frischbier 2, 331b. ten Doornkaat Koolman 3, 381b. Grein braucht das wort in edler sprache (dichtung der Angels. 1, 120. 122), eine solche verwendung ist ungewöhnlich; in der studentensprache in persönlichem sinne: wer nichts thut und keine vorlesungen besucht; wer von einer kneipe in die andere zieht; wer ordnung und ordentlichkeit nicht beachtet (quelle von 1831) Kluge studentenspr. 125b. neben den hier und im folgenden erwähnten formen, die altes î festhalten (vgl. mhd. swîmen schweben) oder altes kurzes i in offner silbe verlängern, stehen solche mit ei in der stammsilbe, s. oben sp. 2436 ff. durch consonantengemination wird in schwimmel, schwimmeln altes kurzes i in der stammsilbe bewahrt. das altnordische hat formen mit altem ei: sweima, sveimr (vgl. ags. swm, swman, swâmian, die doch wol hierher gehören), ebenso das hochdeutsche, vergl. mhd. sweim, sweimen. dem nd. swîmel entspricht nld. zwijmel, m., daneben zwijm, in gleichem sinne; ebenso nd. swîm Schütze 4, 236. ten Doornkaat Koolman 3, 381a (auch in der preuszischen mundart Frischbier 2, 331b), vgl. nd. swîmnis, beswîmnis und unten schwiemschlag, -schlagen; mnd. swim, swime, m. Schiller-Lübben 4, 497b. altfries. swima, schwindel Richthofen 1062a; ags. swîma, schwindel, taumel, bewusztlosigkeit; altnord. swimi in gleichem sinne; daneben svimr und svimra, verb.,n. svimmel, schwindel, taumel.
2440 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schwiemelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    schwiemel , m. schwindel, bewusztlosigkeit, rausch, sehr verbreitet in der volkssprache des md. und nd. gebietes; vgl. s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwiemel

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schwiemel 2 Komponenten

schwi+emel

schwiemel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwiemel‑ als Erstglied (7 von 7)

schwiemelant

DWB

schwiem·elant

schwiemelant , m. zu schwiemeln mit romanischer endung gebildet: schwîmelante, lockerer, leichtsinniger herumtreiber, einer, der aus einem w…

schwiemelei

DWB

schwiem·e·lei

schwiemelei , f. liederliches herumtreiben Hertel thür. sprachschatz 225 . Albrecht 210 b .

schwiemeler

DWB

schwiem·e·ler

schwiemeler , schwiemler , m. ein liederlicher herumtreiber, verbummelter, trunkenbold Hertel thür. sprachschatz 225 . Frischbier 2, 331 b .…

schwiemelgeist

DWB

schwiemel·geist

schwiemelgeist , m. schwindelgeist ( s. schwiemel, m. ): also kauckelt dieser schwimelgeist, das er selbs nicht sihet, was er sagt. Luther 2…

schwiemelig

Pfeifer_etym

sch·wiemelig

schwiemen Vb. nordd. ‘schwindlig sein, taumeln, unsicher gehen’, mnd. swimen. Häufiger das gleichbed. Iterativum schwiemeln Vb. nordd. md., …