Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
keifen
keifen , altercari, die im nhd. herschende form für das strenghd. keiben, mit der stufe des stammauslauts die den sprachen der nd. lautstufe eignet: mnl. nd. kîven, nnl. kijven, altfries. szîvia, szîwia (sz für k), nordfries. kîwin, helgol. kîwen, altn. isl. kîfa, schwed. kifva, norw. kivast ( refl. ), dän. kives; ags. fehlend, aber engl. chivey schelte, verweis, schott. kevel scheint eine spur davon. entlehnt lettisch kîwétis sich zanken, wie livisch kîv streit ( Bielenstein 1, 413). Man musz demnach keifen als die mitteldeutsche form ansehen, und schon Jeroschin 23025 hat kîfen, im reim auf …