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Saat

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RhWB
Anchors
19 in 16 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Saat

Bd. 7, Sp. 656
Saat das Wort ist Rhfrk, Mosfrk auf bestimmte Anwendungen beschränkt (hier steht im allgemeinen Sinne Samen); sonst ist das Wort in allen Bed. allg., u. zwar Rhfrk st; sonst z:t, –ō:-, –·ə.-, –- (Pl. s. bei den einzelnen Bed.) Sg. t. f. [m. MGladb u. Kref hier u. da; n. Klevld]; Heinsb unterscheidet f. 1 b folg. von m. 1 a: 1.a. das zu säende Saatkorn, vor allem vom Getreide, Gerschte-, Haver-, Korn-, Wessesot; hierfür im Rip, Nfrk nie Somen, wie im Rhfrk, Mosfrk; bei Gemüse-, Blumensaat kann Rip, Nfrk auch Sot stehen, aber auch mehr Somen; ebenso Röb-, Vugelssot u. -somen; desgl. bei Erpelssot (u. -somen) Saatkartoffeln; mer mossen neu S. gelle (kaufen); S. für et Korn (usf.); S. ege (eggen) (de S. fahre Aden-Engeln) untereggen Rip, Nfrk; et S. in de Grond (drin) makeen Klevld; he hät de S. en de Erd (dren) ist fertig mit Säen Rip, übertr. er hat seine Frau geschwängert Aach-Eschw. S. e je Erd! ruft man demjenigen zu, dessen Ferse aus einem Loch des Strumpfes schaut Schleid-Heimb. RA.: Voll wie S. von Obstbäumen u. den Köpfen der Kinder (voll Läuse) Kref-Linn. Dat es en gudde S. an de Erd von einem Verstorbenen, der keinen guten Ruf hatte Gummb, Dinsl. Dor es gene Vogel so quod (böse), of he lött (lässt) et Land si S. Geld-Nieukerk, We frett der S., de es ene Froət Fresser MGladb. — Das Gemüse schütt (schiesst) en de S. Kref. (meist Somen). — b. das Säen in festen Wend., wie ze(r) S. baue das Feld zum letzten Male tief, aber fein pflügen, damit es besät werden kann Rip in Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, kurköln. Neuw, Sieg, im NBerg u. Düss, Mettm, im SNfrk in Heinsb (auch ter S. fahre), MGladb, Kemp, Kref u. Mörs-Neuk (ter (der) Soj (So) baue), Rees-Brünen (z b.); fer de S. fahre im Mosfrk vereinzelt Merz-Zwalb, WBitb, Zell-Raversbeuren, Koch-Greimersbg, Goar-Morshsn; för de S. baue Kemp-Waldniel; uf S. fahre Rhfrk in Saarbr-Feching. RA.: En glöckliche S.! wünscht man dem säenden Ackersmann SNfrk. Drei Däg fir dem Ren (Regen) on dr. D. derno as de best S. Prüm-KlLangenf. Wer Barthelemieves drei Forre (Furchen) zer S. gebaut hät, der ös net für on och net hönger kommt nicht zu spät mit dem Säen Dür-Golzh. Ach (acht) Dag für Michel on a. D. no M. git de beste S. Dür-Drove. De S. am Dag für Himmelfahrt hät für den Flass (Flachs) de beste Art Altk-NFischb. — c. die aufkeimende u. heranwachsende Getreidesaat; de S. steht got (schün) Rip, Nfrk, auch Ottw, Simm-Laubch, uMos, May u. WRand von Saarbg, Trier, Bitb; de Sotten (Pl.; Sore Bernk-Thalfang) stihn gut; et sei sching S. dös Johr Allg. Wenn ein Feld im Flurzwang nicht die S. der Flur trägt, dann sagt man: der (Besitzer) es us der S. Schleid. RA.: Die S. steht (so dicht) wie Hor (Haare) om Hong (Hunde) Rip, — so decht, dat mer en Katt (Katze) drower jage kann Klev. Wenn de Bohne gout gerore, g. ach us Sore Bernk-Thalfang. Fir alles es Rot (Rat), bluss fir ka dick S., weil man das zu viel Gesäte nicht mehr entfernen kann Goar-Weiler. Ne goue (gute) Rot brängt go S. Eup. — et Saat stûvt der Wind schlägt Wellen im Korn Rees, Geld-Schravelen. — d. die Zeit der Saat; en der Haver-, Sommer-, Herst-, Wenters.; en der S. Rip, Nfrk; nur en der Hawers. Rhfrk, Mosfrk. De S. soll de achte September afänge on Medde Oktober nolosse Ottw, Zell-Mastershsn; die erscht S. (vom 8. bis 15. Sept.), die zwät S. (vom 15. bis 22. Sept.) die dritt S. (vom 22. bis 29. Sept.), mit Michelstag endet die Koresoot Rhfrk. Wann de Hohner sech der erscht (zuerst) hannen fidern (federn, mausern), dann as de zwatt (zweite) S. de best Bitb-Kyllbgw. Wen den iərschten Prozess gewönnt on wem de letzt S. geriet (gerät), den soll sengen Kanner et net verzehlen, dat de em net sollen nomachen Bitb-Nweis Seimerich, Prüm-Leidenborn. — e. m. Raps, brassica napus Aach, Geilk, Kemp-Breyell STönis, Mörs-Kapellen Utfort, Mettm. RA.: Wenn der S. got es, würd och et Kor (Roggen) got Geilk-Honsd. — f. n. reifes Getreide jeder Art (wie sonst Frucht); et S. rist fällt aus; et S. mäje; et S. opbende, infahre, in de Las fleje (fleien) in der Scheune aufschichten Geld-Schravelen Walbeck Winnekendonk, Mörs-Repelen Rumeln Wallach Wardt, Klev, Rees, Dinsl-Spellen. RA.: Wat gohn ons de Ratten an, wej häbben doch gen S. Klev. — Lot den Bur mär drosse (dreschen), wenn wej et S. mär (nur) häbbe Rees. — 2. übertr. a. das Gefäss, in dem sich der Samen befindet Altk-Sörth. — b. in der Wend.: Hej hät gen S. mih en't Bäckske (Gefäss) kein Geld Heinsb, Kref, Klevld. — c. in der Wend.: Van dem mott mech der S. neit miəhr för de Oge kuəme! Ausdr. höchster Entrüstung, ich breche alle Beziehungen zu ihm ab Kref; dem seng S. dog net seine Kinder u. er selber taugen nicht Rip, Nfrk; dat es der en S. ausgelassene Burschen Siegld-NSchelden. — d. der Einsatz beim Spiel (auch Söətje) Geilk, Heinsb.
4841 Zeichen · 151 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Saat

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Die Saat , plur. die -en, von dem Zeitworte säen. 1) Die Handlung des Säens, Lat. Satio, besonders des Getreides; ohne P…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Saat

    Goethe-Wörterbuch

    Saat 1 das Ausbringen des Samens (von Feldfrüchten), Aussaat; sprichwörtl 1) Nichts taugt Ungeduld,|Noch weniger Reue..|…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Saat

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Saat , Ausstreuen von Samen auf oder in den durch Bearbeitung und Düngung vorbereiteten Boden. An Stelle der Samen werde…

  4. modern
    Dialekt
    Saat

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Saat [Sût Dachstn. Illk. Geisp. K. Z. ; Sôt Str. Ndrröd. ; Sót Hf. Hag. ; Syot M. ] m. ( Geisp. f.) 1. Samen, s. auch Sa…

  5. Sprichwörter
    Saat

    Wander (Sprichwörter)

    Saat 1. Böse Saat trägt böse Früchte. 2. Die früh saat treugt offt, die spat selten. – Gruter, I, 20; Petri, II, 128 u. …

  6. Spezial
    Saat

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Saat f. (-,-en) 1 (Säen) somené m. , somëna (-nes) f. 2 (Saatgut) somënza f. 3 (Saatzeit) tëmp de somëna m. , tëmp da so…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saat

229 Bildungen · 202 Erstglied · 26 Zweitglied · 1 Ableitungen

saat‑ als Erstglied (30 von 202)

Saatacker

SHW

Saat-acker Band 5, Spalte 1-2

Saatbeet

SHW

Saat-beet Band 5, Spalte 1-2

Saategge

SHW

Saat-egge Band 5, Spalte 1-2

Saateimer

SHW

Saat-eimer Band 5, Spalte 1-2

Saatfeld

SHW

Saat-feld Band 5, Spalte 1-2

Saatgabel

SHW

Saat-gabel Band 5, Spalte 1-2

Saatgut

SHW

Saat-gut Band 5, Spalte 1-2

Saathafer

SHW

Saat-hafer Band 5, Spalte 1-2

Saathonig

SHW

Saat-honig Band 5, Spalte 1-2

Saatkamp

SHW

Saat-kamp Band 5, Spalte 1-2

Saatkorb

SHW

Saat-korb Band 5, Spalte 1-2

Saatkorn

SHW

Saat-korn Band 5, Spalte 1-2

Saatsack

SHW

Saat-sack Band 5, Spalte 3-4

Saattuch

SHW

Saat-tuch Band 5, Spalte 3-4

Saatwalze

SHW

Saat-walze Band 5, Spalte 3-4

Saatweiz

SHW

Saat-weiz Band 5, Spalte 3-4

Saatzeit

SHW

Saat-zeit Band 5, Spalte 3-4

Saatöl

SHW

Saat-öl Band 5, Spalte 3-4

saatacker

DWB

saat·acker

saatacker , m. ein besäter acker; vgl. saatfeld und saatland . mnl. saed-acker seges Kilian.

Saatäg'

MeckWB

Saatäg' f. Saategge, eine kleine, leichtere, häufig aus Eisen gefertigte Egge zum Einebnen der Saat nach dem Säen oder zum Vertilgen des Unk…

Saatapfel

RhWB

saat·apfel

Saat-apfel -ǫpəl Kemp , MGladb-Viersen m.: der Apfel, den man bei der Ernte auf dem Baume hängen lässt, damit im künftigen Jahre der Baum wi…

Saatappel

MeckWB

saat·appel

Saatappel m. im Herbst am Baum sitzen bleibender Apfel, nach der Volksmeinung den Ertrag des nächsten Jahres sichernd Ha Lank .

saat als Zweitglied (26 von 26)

abersaat

DWB

aber·saat

abersaat , f. quod secunda vice seritur, was auf abgeerntetem felde dasselbe jahr nochmals gesät wird, von aber wieder; auch nachsaat, after…

Ansaat

DRW

Ansaat Aussaat es soll ... ein ieder vor oder ... nach ansaat ... friden 1599 NÖLREntw. V Tit. 170 § 4

aussaat

DWB

aus·saat

aussaat , f. sementis, sowol das säen selbst, als das dazu bestimmte getraide: ein fetter acker verlangt vier scheffel aussaat. figürlich, s…

(Catalin) Hafersaat

Adelung

Die (Catalin) Hafersaat , plur. inus. das Säen des Hafers, ingleichen die Zeit, wenn er gesäet wird.

einsaat

DWB

ein·saat

einsaat , f. sementis, nnl. inzaat, der bedeutung nach gleichviel mit aussaat, da das aus der hand, aus dem sack gesäte zugleich in die erde…

frühsaat

DWB

frueh·saat

frühsaat , f. das frühe d. h. bei zeit stattfindende säen. frühsat, satio festinata. Stieler 1661 . dann auch die bei zeit ausgestellte saat…

Hawersaat

MeckWBN

hawer·saat

Wossidia Hawersaat f. a. Spr. Hafersaat: 'tho haversates tid' Slagg. 174.

Löppkensaat

MeckWBN

Wossidia Löppkensaat f. Früchte des Sauerampfers ( Süer m. 1): Löppkensaat säden wi, dor würden de Rippen von afströöpt, dat würd' rookt Sch…

Maltersaat

DRW

malter·saat

Maltersaat, n. neben häufigerem (Maltersäde) (mit Suffix germ. *iðō oder *iðja) vgl. Lofensaat (I) I Maß für ein Stück Land von der Größe, …

Meisesaat

DRW

meise·saat

Meisesaat, f. wie ¹Meise (II) 1472 Michelsen,Dithm. 248 Faksimile in acker twelff messat, is vngeferlich achtein morgen 1559 DithmUB. 220 Fa…

Muttsaat

DRW

mutt·saat

Muttsaat, f.? wie Mutt (II); metonymisch: Landstück von der Größe eines Mutts (II) gaf eme og ses mussat landes 1318 KampenSchActen 117 dat …

roggensaat

DWB

roggen·saat

roggensaat , f. saat des roggens: die grüne roggensaat wird im frühling im aufgusz wie thee, als eine blutreinigung und gelinde abführung ge…

ruhesaat

DWB

ruhe·saat

ruhesaat , f. das getreide, welches man auf land säet, das ruhig, brach, gelegen hat. Adelung.

scheffelsaat

DWB

scheffel·saat

scheffelsaat , f. als ackermasz: so viel land, als einen scheffel aussaat nöthig hat. Schiller-Lübben 4, 74 a . Woeste 228 b ; ( ackerstücke…

schmalsaat

DWB

schmal·saat

schmalsaat , f. , collectivbezeichnung für die hülsenfrüchte ( erbsen, linsen, bohnen, wicken ) im gegensatz zum getreide; besonders auf obe…

Sommeransaat

DRW

sommer·ansaat

Sommeransaat, f. Aussaat von Sommerkorn die esch solle man fürohin mit den winter- und sommeransahten besser zuesamen richten 1671 WürtLändl…

sommersaat

DWB

sommer·saat

sommersaat , f. 1 1) das säen der sommerfrucht, des sommergetreides. Adelung : die sommer-saat wann man solche anstellen soll. Hohberg 3, 1,…

Spindsaat

DRW

spind·saat

Spindsaat, f., n. ein Landmaß, Ackermaß; (urspr.) Land von solcher Größe, dass es mit einem ¹Spind (I) Getreide besät werden kann bdv.: 1Spi…

Thausaat

Adelung

thau·saat

Die Thausaat , plur. car. in der Landwirthschaft, diejenige Art und Weise zu säen, da man das Getreide des Abends bey Sonnen-Untergang säet,…

wintersaat

DWB

winter·saat

wintersaat , f. , seit dem jüngeren mhd. bezeugtes wort. 1 1) das säen, die aussaat des zweijährigen getreides im herbst, meist um Michaelis…

Ableitungen von saat (1 von 1)

unsaat

DWB

unsaat , f. , böse saat (saat 5 b β ) ; vgl. unsamen : G. Keller 9, 288 . unüblich. anders: wann jemand meyerdingsgüter hat und dieselbe auf…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „saat". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/saat/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „saat". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/saat/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „saat". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/saat/rhwb.
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