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Saat

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Adelung
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19 in 16 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Saat

Bd. 3, Sp. 1233
Die Saat, plur. die -en, von dem Zeitworte säen. 1) Die Handlung des Säens, Lat. Satio, besonders des Getreides; ohne Plural. Die Zeit der Saat, 3 Mos. 26, 5; die Saatzeit. Zur Saat ackern oder pflügen, einen Acker das letzte Mahl vor dem Säen pflügen, S. Saatfurchen. Die Saat vornehmen. Die Saat ist geschehen. Wir sind in der Saat, wir sind mit dem Säen des Getreides beschäftiget. Das Saatkorn, der Saatrocken, die Saatgerste, die Saaterbsen, welche gesäet werden sollen; wofür man im Hochdeutschen und in der anständigern Sprechart auch sagt Samenkorn, Samenrocken u. s. f. 2) Derjenige Same, welcher gesäet wird, besonders von dem zum Säen bestimmten Getreide; am häufigsten in den Zusammensetzungen Aussaat, Einsaat, Frühsaat, Sommersaat, Wintersaat u. s. f. wo der Plural nur von mehrern Arten gebraucht wird. Es ist in dieser Bedeutung im Niedersächs. am üblichsten; im Hochdeutschen gebraucht man auch hier das Wort Samen. Hoffnungsvoll verwes't die Saat Auf den Tag der Ernte; ein falscher Gedanke nach der übel verstandenen Stelle, 1 Cor. 15, 36, weil der ausgestreute Same in der Erde nicht verweset, sondern nur entwickelt wird. 3) Das aus dem Samen hervor gewachsene und noch auf dem Halme stehende Getreide; Lat. Satum. Das Einkommen deiner Saat, 5 Mos. 14, 32. Wenn du in die Saat deines Nächsten gehest, so magst du mit der Hand Ähren abrupfen, Kap. 23, 25. Von eurer Saat und Weinbergen wird er den Zehenten nehmen, 1 Sam. 8, 15. Im Hochdeutschen ist es in dieser Bedeutung nicht üblich, wo man es in der Landwirthschaft nur noch von dem jungen Getreide gebraucht, ehe es schosset. Die Saat stehet schȫn, schosset. Schön ists, wie die grüne Saat dort über das Feld hin die zarten Spitzen aus dem Schnee empor hebt, Geßn. Auf Saaten, die des Rosses Huf zertreten, Raml. Auch hier findet der Plural nur von mehrern Arten Statt. 4) In einigen Gegenden ist es auch ein Feldmaß, vermuthlich so viel Land, als man auf Ein Mahl, oder in Einem Gange zu besäen pflegt. So ist im Eiderstädtischen eine Saat ein Stück Feldes von 36 Quadrat-Ruthen. Sechs Saat machen ein Demat, und 360 Saat einen Pflug. Der Plural bleibt hier, so wie bey so vielen andern Wörtern dieser Art, unverändert. Anm. Bey dem Ottfried Sat, im Tatian Sati und Sata, im Nieders. Saad und Saat, im Angels. Saed, im Engl. Seed, im Isländ. Säde, im Schwed. Säd; alle von einem jeden Samen; Nieders. Kohlsaat, Rübesaat u. s. f. Im Hochdeutschen gebraucht man es nur von dem Getreide, für das gleichfalls übliche Samen. S. Säen. In einigen Oberdeutschen Gegenden ist es weiblichen Geschlechtes, die Saate. Die Saate gehet auf, Opitz. Die Saate soll hernach, wo Pergamus war, stehn, ebend. Des Cadmus Saate kann dir meine Macht bewähren, Lohenst. Die Alten schrieben in diesem Worte nur ein einfaches a, Sat, Ottfr. Erst in den neuern Zeiten hat man angefangen, ein doppeltes zu schreiben, ob es gleich besser gewesen wäre, man hätte hier nichts geändert. Schreibt man doch That, Bad, Rath, Pfad u. s. f. ohne daß das a Gefahr liefe, kurz ausgesprochen zu werden.
3057 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Saat

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Die Saat , plur. die -en, von dem Zeitworte säen. 1) Die Handlung des Säens, Lat. Satio, besonders des Getreides; ohne P…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Saat

    Goethe-Wörterbuch

    Saat 1 das Ausbringen des Samens (von Feldfrüchten), Aussaat; sprichwörtl 1) Nichts taugt Ungeduld,|Noch weniger Reue..|…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Saat

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Saat , Ausstreuen von Samen auf oder in den durch Bearbeitung und Düngung vorbereiteten Boden. An Stelle der Samen werde…

  4. modern
    Dialekt
    Saat

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Saat [Sût Dachstn. Illk. Geisp. K. Z. ; Sôt Str. Ndrröd. ; Sót Hf. Hag. ; Syot M. ] m. ( Geisp. f.) 1. Samen, s. auch Sa…

  5. Sprichwörter
    Saat

    Wander (Sprichwörter)

    Saat 1. Böse Saat trägt böse Früchte. 2. Die früh saat treugt offt, die spat selten. – Gruter, I, 20; Petri, II, 128 u. …

  6. Spezial
    Saat

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Saat f. (-,-en) 1 (Säen) somené m. , somëna (-nes) f. 2 (Saatgut) somënza f. 3 (Saatzeit) tëmp de somëna m. , tëmp da so…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saat

229 Bildungen · 202 Erstglied · 26 Zweitglied · 1 Ableitungen

saat‑ als Erstglied (30 von 202)

Saatacker

SHW

Saat-acker Band 5, Spalte 1-2

Saatbeet

SHW

Saat-beet Band 5, Spalte 1-2

Saategge

SHW

Saat-egge Band 5, Spalte 1-2

Saateimer

SHW

Saat-eimer Band 5, Spalte 1-2

Saatfeld

SHW

Saat-feld Band 5, Spalte 1-2

Saatgabel

SHW

Saat-gabel Band 5, Spalte 1-2

Saatgut

SHW

Saat-gut Band 5, Spalte 1-2

Saathafer

SHW

Saat-hafer Band 5, Spalte 1-2

Saathonig

SHW

Saat-honig Band 5, Spalte 1-2

Saatkamp

SHW

Saat-kamp Band 5, Spalte 1-2

Saatkorb

SHW

Saat-korb Band 5, Spalte 1-2

Saatkorn

SHW

Saat-korn Band 5, Spalte 1-2

Saatsack

SHW

Saat-sack Band 5, Spalte 3-4

Saattuch

SHW

Saat-tuch Band 5, Spalte 3-4

Saatwalze

SHW

Saat-walze Band 5, Spalte 3-4

Saatweiz

SHW

Saat-weiz Band 5, Spalte 3-4

Saatzeit

SHW

Saat-zeit Band 5, Spalte 3-4

Saatöl

SHW

Saat-öl Band 5, Spalte 3-4

saatacker

DWB

saat·acker

saatacker , m. ein besäter acker; vgl. saatfeld und saatland . mnl. saed-acker seges Kilian.

Saatäg'

MeckWB

Saatäg' f. Saategge, eine kleine, leichtere, häufig aus Eisen gefertigte Egge zum Einebnen der Saat nach dem Säen oder zum Vertilgen des Unk…

Saatapfel

RhWB

saat·apfel

Saat-apfel -ǫpəl Kemp , MGladb-Viersen m.: der Apfel, den man bei der Ernte auf dem Baume hängen lässt, damit im künftigen Jahre der Baum wi…

Saatappel

MeckWB

saat·appel

Saatappel m. im Herbst am Baum sitzen bleibender Apfel, nach der Volksmeinung den Ertrag des nächsten Jahres sichernd Ha Lank .

saat als Zweitglied (26 von 26)

abersaat

DWB

aber·saat

abersaat , f. quod secunda vice seritur, was auf abgeerntetem felde dasselbe jahr nochmals gesät wird, von aber wieder; auch nachsaat, after…

Ansaat

DRW

Ansaat Aussaat es soll ... ein ieder vor oder ... nach ansaat ... friden 1599 NÖLREntw. V Tit. 170 § 4

aussaat

DWB

aus·saat

aussaat , f. sementis, sowol das säen selbst, als das dazu bestimmte getraide: ein fetter acker verlangt vier scheffel aussaat. figürlich, s…

(Catalin) Hafersaat

Adelung

Die (Catalin) Hafersaat , plur. inus. das Säen des Hafers, ingleichen die Zeit, wenn er gesäet wird.

einsaat

DWB

ein·saat

einsaat , f. sementis, nnl. inzaat, der bedeutung nach gleichviel mit aussaat, da das aus der hand, aus dem sack gesäte zugleich in die erde…

frühsaat

DWB

frueh·saat

frühsaat , f. das frühe d. h. bei zeit stattfindende säen. frühsat, satio festinata. Stieler 1661 . dann auch die bei zeit ausgestellte saat…

Hawersaat

MeckWBN

hawer·saat

Wossidia Hawersaat f. a. Spr. Hafersaat: 'tho haversates tid' Slagg. 174.

Löppkensaat

MeckWBN

Wossidia Löppkensaat f. Früchte des Sauerampfers ( Süer m. 1): Löppkensaat säden wi, dor würden de Rippen von afströöpt, dat würd' rookt Sch…

Maltersaat

DRW

malter·saat

Maltersaat, n. neben häufigerem (Maltersäde) (mit Suffix germ. *iðō oder *iðja) vgl. Lofensaat (I) I Maß für ein Stück Land von der Größe, …

Meisesaat

DRW

meise·saat

Meisesaat, f. wie ¹Meise (II) 1472 Michelsen,Dithm. 248 Faksimile in acker twelff messat, is vngeferlich achtein morgen 1559 DithmUB. 220 Fa…

Muttsaat

DRW

mutt·saat

Muttsaat, f.? wie Mutt (II); metonymisch: Landstück von der Größe eines Mutts (II) gaf eme og ses mussat landes 1318 KampenSchActen 117 dat …

roggensaat

DWB

roggen·saat

roggensaat , f. saat des roggens: die grüne roggensaat wird im frühling im aufgusz wie thee, als eine blutreinigung und gelinde abführung ge…

ruhesaat

DWB

ruhe·saat

ruhesaat , f. das getreide, welches man auf land säet, das ruhig, brach, gelegen hat. Adelung.

scheffelsaat

DWB

scheffel·saat

scheffelsaat , f. als ackermasz: so viel land, als einen scheffel aussaat nöthig hat. Schiller-Lübben 4, 74 a . Woeste 228 b ; ( ackerstücke…

schmalsaat

DWB

schmal·saat

schmalsaat , f. , collectivbezeichnung für die hülsenfrüchte ( erbsen, linsen, bohnen, wicken ) im gegensatz zum getreide; besonders auf obe…

Sommeransaat

DRW

sommer·ansaat

Sommeransaat, f. Aussaat von Sommerkorn die esch solle man fürohin mit den winter- und sommeransahten besser zuesamen richten 1671 WürtLändl…

sommersaat

DWB

sommer·saat

sommersaat , f. 1 1) das säen der sommerfrucht, des sommergetreides. Adelung : die sommer-saat wann man solche anstellen soll. Hohberg 3, 1,…

Spindsaat

DRW

spind·saat

Spindsaat, f., n. ein Landmaß, Ackermaß; (urspr.) Land von solcher Größe, dass es mit einem ¹Spind (I) Getreide besät werden kann bdv.: 1Spi…

Thausaat

Adelung

thau·saat

Die Thausaat , plur. car. in der Landwirthschaft, diejenige Art und Weise zu säen, da man das Getreide des Abends bey Sonnen-Untergang säet,…

wintersaat

DWB

winter·saat

wintersaat , f. , seit dem jüngeren mhd. bezeugtes wort. 1 1) das säen, die aussaat des zweijährigen getreides im herbst, meist um Michaelis…

Ableitungen von saat (1 von 1)

unsaat

DWB

unsaat , f. , böse saat (saat 5 b β ) ; vgl. unsamen : G. Keller 9, 288 . unüblich. anders: wann jemand meyerdingsgüter hat und dieselbe auf…