lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Saat

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DRW
Anchors
19 in 16 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
101
Verweise raus
88

Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Saat

Saat, f., n., Säet, f. u. m.

zu säen
bereits ahd. belegt
I Saatgut; auch die aufgegangene Saat, das Korn auf dem Halm, Ernte; auch "zur Massbestimmung von Ackerland" (SchweizId. VII 1417); für den Nutzungswechsel am besäten Land gelten ausdifferenzierte Entgeltregeln
  • be sædere: sædere gebyreð, þæt he hæbbe ælces sædcynnes ænne leap fulne, ðonne he ælc sæd wel gesawen hæbbe ofer geares fyrst [vom Säemann: dem Säemann gebührt, dass er von jeder Saatgattung 1 Korb voll erhalte, wenn er jede Saat gut gesät hat über den (ganzen) Jahresablauf]
    um 1020/30 (Hs. um 1100) Liebermann,AgsG. 450
  • sve so dat land saiet under der klage, die verlüset sin arbeit unde sine sat dar an
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. II 46 § 2 Textarchiv: SspLR. II 46
  • si [richter ua.] sùllen auch in dhainen snit noch sat und dar zů ùber iar dheinerlay chorn biten noch saemmen ... wan umb ir pfenning
    1346 BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 267 Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [21. Titel]
  • [Übschr.:] von der sat, wy man dy handel schol
    1357/87 MeißenRB.(Oppitz) II 10
  • nympt ... erer welk de saet, er id laghdelet ys dat lant, vnde beholt de andere denne dat lant, so wert he dar vmme eyn rouer
    um 1400 JyskeLov 338
  • efft dar en wiff hadde liflathinghe, unde se hadde beseighet, unde se enen man neme, ere dat saet inqueme, so schal se men den anderen schoff hebben
    DithmLR. 1447(Eckh.) § 210 Textarchiv: DithmLR. 1447(Eckh.) § 210
  • [Beschluß,] das man von aller ley saͤt, so man in das feld seyet mit der hand, die einliften zal geben sol, ußgenomen, was man in den krutgarten seyet
    1447 SaanenLschStat. 67 Faksimile
  • wie eret of ploghet eens anderen mans lant, dat hem een ander ghedaen heeft, wort hi daerom besculdicht, die wile dat hi dat ploghet, so verliest hi sijn arbeit ende dat zaet daraen
    1451 NlSsp. II 115 Faksimile
  • niemant moet op ghenen dach in der weeck buten onse palen varen om saet
    1456 SneekStB. Art. 196 Faksimile (Abschnittsbeginn)
  • [alle] guttere, ... daz da czu erbe gehoret, eß sye farnde und unfarnde gud, nemelich getreyde, bereyte gelt, alle saeth unde fruchte uff dem felde
    1474 PössneckSchSpr. I 119
  • wen her den flecken wert beseen vnd wert genÿssen der saczet, so sal H.S. [dem] H.W. gaben eyn schock
    1478 KrzemienicaSchB. 161
  • eynes moltes saed thentbaer daer by in eynen vlaghe
    1480 MeppenUB. 323 Faksimile
  • [Ausfuhrverbot:] datma consenterit ... alle oer eetwand ende zeed in t'land toe bliuwen
    1482 Schwartzenberg I 716 Faksimile
  • zum dritten nimpt die frau das mußtel. die saet auf dem felde gepurt ir nicht
    vor 1524 LeipzigSchSpr. 144 Faksimile
  • ein hanfland ist fünf viertlinger saten
    1533 SchweizId. VII 1417 Faksimile
  • welcher dem anderen in solchem allmeind ... in seiner angesäeten sat und samen ... schaden tete, derselbige solte umb 5 ℔ pf. gestraft werden
    1584 SGallenOffn. II 290 Faksimile
  • mit dem federspill zu paizen ... solle einem ieden landman ... auch auf eineß andern grund ... frei sein. doch ... daß ein ieder ... solches ohne schaden der gründen saaten und früchten thue
    1599 NÖLREntw. 165 § 3
  • [Verordnung, daß] kauf und verkauf von saat auf dem halm im felde unter den schatzpflichtigen untertanen, sofern derselbe nicht unter gerichtlichen autoritaet an den meistbietenden geschiehet, gänzlich aufgehoben [sein solle]
    1767 Osnabrück/QNPrivatR. II 2 S. 362
  • ein bletz hanfland ohngefehr von 2 mässli sat
    1785 SchweizId. VII 1417 Faksimile
  • einem jeden ist es gestattet, das auf seinem lande sich sammelnde wasser abzugraben, doch muß dieses entweder vor legung der saat oder erst nach der erndte geschehen
    1804 SchleswDorfO. 421
  • [es] hett der herr ze W. me rechts zu dem hoff, wenn die ee zergod umb die zwey erste menschen, und sie beyde abgond, so sol der herr von dem jungsten eins tritteils warten von allem varendem gut on getroschen strw ... und was uff dem felde ist von sat und mat
    oJ. Südbaden/GrW. I 361 Faksimile
II Handlung des Säens, Aussäen
  • stirft aver die vrowe na der sat, als die egede dat lant began hevet, die sat [Bed. I] is ires mannes, unde he n'is dar nemanne nicht plichtich af to geldene plege noch tins, dar sie nen tinsgelde af ne was
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. III 76 § 4 Textarchiv: SspLR. III 76
  • welcher ... die saat thuet, desselben erben fechßen auch billich
    1599 NÖLREntw. V 164 § 12
III das frisch besäte und daher rechtlich besonders geschützte Feld
  • neman ne mut die sat tredden durch jagen noch durch hitzen, sint der tiet dat dat korn ledekene hevet
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. II 61 § 5 Textarchiv: SspLR. II 61
  • die von B. suͥllent anweidig sin ..., sat und mat unschedlich
    1412 ZürichOffn. I 63 Faksimile
  • 1447 SaanenLschStat. 67 Faksimile
  • voort sullen B.G. ende sijn medegesellen ... dit voirsz. lant bedijcken, na haren genoechten, alsoe si haer weyden off zayet dairoff daironder avontueren willen
    1479 Fruin,Dordrecht II 183 Faksimile
  • [Tausch von Ländereien] eyn zat, geheten de gare, by de noerdersyde des dorpes
    1494 OstfriesUB. II 432 Faksimile
  • de gemeine marketwege schölen negen scho wit sein, darmit de eine wage, wen sik twe bejegenen, den halven wegh, de ander den andern halven wegh ane schade der saet möge gebruken
    vor 1531 RügenLR. Kap. 101 § 2 Textarchiv: RügenLR. Kap. 101
  • [Gebot,] das kainer dem andern soll zu schaden faren ... mit aufgeschlaiktem phlueg nach voller ärnt zwerchsfelt durch die saat
    1. Hälfte 16. Jh. NÖsterr./ÖW. VIII 303 Faksimile
  • es sollen die von E. ... uf frytag nach der uffart mit krütz gan umb die sæyet
    1584 Schmeller² II 333 Faksimile
  • es söllen ouch die undertannen zu S. ... uf frytag nach der uffart mit krüz gan um die säyet, wie von alterhar brucht ist
    1584 SchweizId. VII 600 Faksimile
  • wert saecke, dat daer enich vercken off schape ofte ganse in den saede off weijde gevonden worden, elck vercken ende elck schaep salmen cornen op een olden vlemeschen
    um 1585 OYStR. III 8 S. 8
  • soll ein jeder des herbsts, wenn der roggen gesäet, seine gänße vom saet abhalten 14 tagen vor martiny
    1750 SchleswDorfO. 583
  • vor weihnachten dürfen die schaafe, ohne besondre einwilligung der ackerbesitzer, auf die junge saat nicht getrieben werden
    1794 PreußALR. I 22 § 164
  • dit is die saet, de gelegen is tuschen E. ind T.
    oJ. SPantaleonUrb. 329 Faksimile
IV Termin, Zeit(raum) der Aussaat
vgl. Erntezeit
  • es soll auch ein jeder seine tauben zu den dreyen sathen allweg einsperren
    1502 Reyscher,Stat. 13 Faksimile
  • [während des Hofbaus] gibt die herrschaft im brachat, vallget und zu der saat dem underthan wie im gepurt zu essen
    1546 WürtLändlRQ. I 383 Faksimile
  • [Bestätigung,] das man von dem hof S. haben solt zu ider sadt zwen pflüeg zu dem geschloß S.
    1560 NÖsterr./ÖW. VII 146 Faksimile

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Saat

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Die Saat , plur. die -en, von dem Zeitworte säen. 1) Die Handlung des Säens, Lat. Satio, besonders des Getreides; ohne P…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Saat

    Goethe-Wörterbuch

    Saat 1 das Ausbringen des Samens (von Feldfrüchten), Aussaat; sprichwörtl 1) Nichts taugt Ungeduld,|Noch weniger Reue..|…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Saat

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Saat , Ausstreuen von Samen auf oder in den durch Bearbeitung und Düngung vorbereiteten Boden. An Stelle der Samen werde…

  4. modern
    Dialekt
    Saat

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Saat [Sût Dachstn. Illk. Geisp. K. Z. ; Sôt Str. Ndrröd. ; Sót Hf. Hag. ; Syot M. ] m. ( Geisp. f.) 1. Samen, s. auch Sa…

  5. Sprichwörter
    Saat

    Wander (Sprichwörter)

    Saat 1. Böse Saat trägt böse Früchte. 2. Die früh saat treugt offt, die spat selten. – Gruter, I, 20; Petri, II, 128 u. …

  6. Spezial
    Saat

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Saat f. (-,-en) 1 (Säen) somené m. , somëna (-nes) f. 2 (Saatgut) somënza f. 3 (Saatzeit) tëmp de somëna m. , tëmp da so…

Verweisungsnetz

126 Knoten, 135 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 9 Hub 2 Kompositum 107 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saat

229 Bildungen · 202 Erstglied · 26 Zweitglied · 1 Ableitungen

saat‑ als Erstglied (30 von 202)

Saatacker

SHW

Saat-acker Band 5, Spalte 1-2

Saatbeet

SHW

Saat-beet Band 5, Spalte 1-2

Saategge

SHW

Saat-egge Band 5, Spalte 1-2

Saateimer

SHW

Saat-eimer Band 5, Spalte 1-2

Saatfeld

SHW

Saat-feld Band 5, Spalte 1-2

Saatgabel

SHW

Saat-gabel Band 5, Spalte 1-2

Saatgut

SHW

Saat-gut Band 5, Spalte 1-2

Saathafer

SHW

Saat-hafer Band 5, Spalte 1-2

Saathonig

SHW

Saat-honig Band 5, Spalte 1-2

Saatkamp

SHW

Saat-kamp Band 5, Spalte 1-2

Saatkorb

SHW

Saat-korb Band 5, Spalte 1-2

Saatkorn

SHW

Saat-korn Band 5, Spalte 1-2

Saatsack

SHW

Saat-sack Band 5, Spalte 3-4

Saattuch

SHW

Saat-tuch Band 5, Spalte 3-4

Saatwalze

SHW

Saat-walze Band 5, Spalte 3-4

Saatweiz

SHW

Saat-weiz Band 5, Spalte 3-4

Saatzeit

SHW

Saat-zeit Band 5, Spalte 3-4

Saatöl

SHW

Saat-öl Band 5, Spalte 3-4

saatacker

DWB

saat·acker

saatacker , m. ein besäter acker; vgl. saatfeld und saatland . mnl. saed-acker seges Kilian.

Saatäg'

MeckWB

Saatäg' f. Saategge, eine kleine, leichtere, häufig aus Eisen gefertigte Egge zum Einebnen der Saat nach dem Säen oder zum Vertilgen des Unk…

Saatapfel

RhWB

saat·apfel

Saat-apfel -ǫpəl Kemp , MGladb-Viersen m.: der Apfel, den man bei der Ernte auf dem Baume hängen lässt, damit im künftigen Jahre der Baum wi…

Saatappel

MeckWB

saat·appel

Saatappel m. im Herbst am Baum sitzen bleibender Apfel, nach der Volksmeinung den Ertrag des nächsten Jahres sichernd Ha Lank .

saat als Zweitglied (26 von 26)

abersaat

DWB

aber·saat

abersaat , f. quod secunda vice seritur, was auf abgeerntetem felde dasselbe jahr nochmals gesät wird, von aber wieder; auch nachsaat, after…

Ansaat

DRW

Ansaat Aussaat es soll ... ein ieder vor oder ... nach ansaat ... friden 1599 NÖLREntw. V Tit. 170 § 4

aussaat

DWB

aus·saat

aussaat , f. sementis, sowol das säen selbst, als das dazu bestimmte getraide: ein fetter acker verlangt vier scheffel aussaat. figürlich, s…

(Catalin) Hafersaat

Adelung

Die (Catalin) Hafersaat , plur. inus. das Säen des Hafers, ingleichen die Zeit, wenn er gesäet wird.

einsaat

DWB

ein·saat

einsaat , f. sementis, nnl. inzaat, der bedeutung nach gleichviel mit aussaat, da das aus der hand, aus dem sack gesäte zugleich in die erde…

frühsaat

DWB

frueh·saat

frühsaat , f. das frühe d. h. bei zeit stattfindende säen. frühsat, satio festinata. Stieler 1661 . dann auch die bei zeit ausgestellte saat…

Hawersaat

MeckWBN

hawer·saat

Wossidia Hawersaat f. a. Spr. Hafersaat: 'tho haversates tid' Slagg. 174.

Löppkensaat

MeckWBN

Wossidia Löppkensaat f. Früchte des Sauerampfers ( Süer m. 1): Löppkensaat säden wi, dor würden de Rippen von afströöpt, dat würd' rookt Sch…

Maltersaat

DRW

malter·saat

Maltersaat, n. neben häufigerem (Maltersäde) (mit Suffix germ. *iðō oder *iðja) vgl. Lofensaat (I) I Maß für ein Stück Land von der Größe, …

Meisesaat

DRW

meise·saat

Meisesaat, f. wie ¹Meise (II) 1472 Michelsen,Dithm. 248 Faksimile in acker twelff messat, is vngeferlich achtein morgen 1559 DithmUB. 220 Fa…

Muttsaat

DRW

mutt·saat

Muttsaat, f.? wie Mutt (II); metonymisch: Landstück von der Größe eines Mutts (II) gaf eme og ses mussat landes 1318 KampenSchActen 117 dat …

roggensaat

DWB

roggen·saat

roggensaat , f. saat des roggens: die grüne roggensaat wird im frühling im aufgusz wie thee, als eine blutreinigung und gelinde abführung ge…

ruhesaat

DWB

ruhe·saat

ruhesaat , f. das getreide, welches man auf land säet, das ruhig, brach, gelegen hat. Adelung.

scheffelsaat

DWB

scheffel·saat

scheffelsaat , f. als ackermasz: so viel land, als einen scheffel aussaat nöthig hat. Schiller-Lübben 4, 74 a . Woeste 228 b ; ( ackerstücke…

schmalsaat

DWB

schmal·saat

schmalsaat , f. , collectivbezeichnung für die hülsenfrüchte ( erbsen, linsen, bohnen, wicken ) im gegensatz zum getreide; besonders auf obe…

Sommeransaat

DRW

sommer·ansaat

Sommeransaat, f. Aussaat von Sommerkorn die esch solle man fürohin mit den winter- und sommeransahten besser zuesamen richten 1671 WürtLändl…

sommersaat

DWB

sommer·saat

sommersaat , f. 1 1) das säen der sommerfrucht, des sommergetreides. Adelung : die sommer-saat wann man solche anstellen soll. Hohberg 3, 1,…

Spindsaat

DRW

spind·saat

Spindsaat, f., n. ein Landmaß, Ackermaß; (urspr.) Land von solcher Größe, dass es mit einem ¹Spind (I) Getreide besät werden kann bdv.: 1Spi…

Thausaat

Adelung

thau·saat

Die Thausaat , plur. car. in der Landwirthschaft, diejenige Art und Weise zu säen, da man das Getreide des Abends bey Sonnen-Untergang säet,…

wintersaat

DWB

winter·saat

wintersaat , f. , seit dem jüngeren mhd. bezeugtes wort. 1 1) das säen, die aussaat des zweijährigen getreides im herbst, meist um Michaelis…

Ableitungen von saat (1 von 1)

unsaat

DWB

unsaat , f. , böse saat (saat 5 b β ) ; vgl. unsamen : G. Keller 9, 288 . unüblich. anders: wann jemand meyerdingsgüter hat und dieselbe auf…