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keimen

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

keimen

Bd. 5, Sp. 326
keimenhäufig subst Inf  1 einen Keim, Keime ausbilden, sich zu einem neuen Organimus zu bilden beginnen   a zu sprießen beginnen; von Pflanzensamen, Pflanzen überhaupt od von speziellen Pflanzenteilen; in botan Diskurs häufig subst Inf für die Anfangsphase der Entwicklung einer Pflanze  Ottilie fand nun [im Frühling] im Garten die Frucht ihres Vorsehens: alles keimte, grünte und blühte zur rechten Zeit GWB20,304,5 Wv II 9  So wendete ich meine Aufmerksamkeit auf das K. der .. Cactus opuntia, und sah mit Vergnügen, daß sie .. dikotyledonisch sich in zwei zarten Blättchen enthüllte GWBN6,122,24 BotanStudien [1831]~32,46,3 ItR  Bryophyllum calycinum. | Ein schon k-des Blatt, welches .. auf eine nicht allzufeuchte Erde zu legen ist GWBB33,316,3 August [24.10.20] K GWB1,290 MetamPfl Eleg 14 GWB52,405 Zum bequemen Gedächtniß 3 GWBN6,333,2 Samenhäute LA II 9A,122,1 M80 Morph Plp in Anrufung der Natur iSv Leben spenden  Natur! du ewig k-de, | Schaffst jeden zum Genuß des Lebens GWB2,175 Der Wandrer 127 in (fortgesetzter) Metapher, Vergl u Gleichnis; meist iSv sich zaghaft, im Verborgenen anbahnen  [Freundschaft mit Schiller] Für mich insbesondere war es ein neuer Frühling, in welchem alles froh neben einander keimte und aus aufgeschlossenen Samen und Zweigen hervorging GWB36,252,14 BiogrEinzh~35,42,1 TuJ 1794  Und im Herzen wächst die Fülle | Der gesellig edlen Triebe, | Nährt sich Freundschaft, keimet Liebe GWB2,24 DtParnaß 25  [neuer Verehrer der jungen Witwe] Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen k. GWB24,35,2 Wj I 2 GWB1,348 Vs 41 VierJahresz 21(917) GWB10,309 NatT 1310 GWBB3,43,14 ChStein 24.3.76   b sich embryonal entwickeln; von ausgebrüteten Hühnereiern; im Bild  [Weislingen zu Adelheid:] Das ist Weibergunst. Erst brütet sie .. unsre liebsten Hoffnungen an, dann gleich einer unbeständigen Henne verlässt sie das Nest, und übergiebt ihre schon k-de Nachkommenschafft dem Todt GWB39,71,15 Götz1 II~8,72,20 Götz2   2 (frisch, neu) wachsen, sprießen; von Bart, auch Zähnen; einmal vom jungen Mädchen iSv geschlechtsreif werden, erotisch erwachen  [Selbstportrait Dürers] ein ernstes Jünglingsgesicht, k-de Barthaare um Mund und Kinn GWB35,217,17 TuJ 1805  [Söller zu Sophie:] Denn in den ersten Tagen | Wenn so das Mädgen keimt, da liebt sie eins zum Spas; | Es krabelt ihr um’s Herz, doch sie versteht nicht, was? DjG31,363 Mitsch2 89~9,46 Mitsch3 97 GWB491,147,7 Philostrat,Nachtr GWBN8,101,17 ZwKnoch uö(selten)   3 übertr: entstehen, sich regen, im Werden begriffen sein; besonders von Gefühls- od Willensregungen, vereinzelt auch von negativen  [Dorn zu Förster:] Eduard und Leonore lieben sich, und ich nährte gern diese k-den Gefühle GWB9,150,20 Wette 1  [Iphigenie:] O daß in meinem Busen nicht zuletzt | Ein Widerwille [gegen die Götter] keime! GWB10,74 Iph2 1713  Und in unsern Liedern keimet | Sylb’ aus Sylbe, Wort aus Wort GWB1,148 Musen u Grazien in der Mark 49  dass die Werckstatt des grossen Künstlers mehr den k-den Philosophen, den k-den Dichter entwickelt, als der Hörsaal des Weltweisen und des Kritickers GWBB1,178,26f Oeser 9.11.68 GWB21,97,12 Lj I 16~51,84,20 ThS I 22 GWB18,187,19 Unterhaltungen GWBauf- GWBdurcheinander- GWBentgegen- GWBherauf- GWBhervor-Syn zu 1a GWBaufkeimen GWBsprießen zu 2 GWBwachsen zu 3 GWBbilden(sich b.) GWBentfalten(sich e.) GWBentstehen GWBwerdenGeorg Objartel G.O.
3329 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keimen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Keimen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Keim treiben, von allen Samen, Pflanzen und Gewächsen. Die Ge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    keimen

    Goethe-Wörterbuch

    keimen häufig subst Inf 1 einen Keim, Keime ausbilden, sich zu einem neuen Organimus zu bilden beginnen a zu sprießen be…

  3. modern
    Dialekt
    keimenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    keimen [khaimən D. Si. ] intr. v. seufzen, jammern, ächzen, stöhnen: e keimt de ganzen Dâch. — vgl. ahd. kûmjan, mhd. kû…

  4. Spezial
    keimen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    kei|men vb.intr. 1 ‹bot› (treiben) mené fora, dé fora, caidlé (-lëia) 2 ‹fig› (sich zu entwickeln beginnen) mené (mëna),…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keimen

10 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von keimen 2 Komponenten

kei+men

keimen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

keimen‑ als Erstglied (3 von 3)

keimenflor

DWB

keimen·flor

keimenflor , m. nach blumenflor von J. Paul gebildet: die vielfachen erdrinden, die den keimenflor bedecken. 38, 58.

keimen II

RhWB

keimen II = stöhnen s. käumen;

keimen III

RhWB

keimen III = einen Keim treiben s. bei Keim.

keimen als Zweitglied (3 von 3)

aufkeimen

DWB

auf·keimen

aufkeimen , n. beginn, werden: mein vater erfüllte mein unerfahrnes herz mit dem glänzenden wahn der welt, von dem augenblick meines aufkeim…

auskeimen

DWB

aus·keimen

auskeimen , progerminare, aufkeimen: das erste auskeimen der rebe; die erbsen keimen aus; das malz keimt aus.

entkeimen

DWB

ent·keimen

entkeimen , progerminare, nnl. ontkiemen: entkeimte kost. Brockes 1, 470 ; es entkeime dereinst dem gesunknen gebeine auferstehung. Messias …

Ableitungen von keimen (4 von 4)

bekeimen

DWB

bekeimen , germinare, keime treiben.

entkeimen

DWB

entkeimen , progerminare, nnl. ontkiemen: entkeimte kost. Brockes 1, 470 ; es entkeime dereinst dem gesunknen gebeine auferstehung. Messias …

erkeimen

DWB

erkeimen , progerminare, aufkeimen.

Verkeimen

Campe

Verkeimen , v. ntr . mit sein , im Keimen verkommen, d. h. vor Mangel an Nahrung vertrocknen. D. Verkeimen. D. — ung .