bilden Rund 2400 Belege. — G-s Bildungsbegriff entwickelt sich vor dem Hintergrund einer allgemeinen Neuinterpretation u Umdeutung des Wortes (des Verbs u seiner Subst-Ableitung) zum geistigen Formbegriff u einer damit verbundenen außerordentlichen Intensivierung u Steigerung des Gebrauchs. Der in Mystik u Pietismus vorgeprägte Begriff wird durch die Aktualisierung antiker Gestaltphilosophien übergeleitet in den sowohl ästhetisch wie organolog bestimmten Begriff einer inneren Form, aus dem sich der moderne päd Begriff entwickelt1).
G ist beeinflußt von dieser Entwicklung, u er bestimmt sie selbst mit. Die hauptsächl Bedeutungskomponenten des Wortes (Bezeichnung einer Urbild-Abbild-Beziehung, gestalterisches u kreatives Moment) werden von ihm in charakteristischer Weise aktualisiert u verbunden, insgesamt qualifizieren sie das Wort zum idealen Sinnträger seiner zentralen Denkinhalte, seiner alle Seinsbereiche umfassenden morphol Theorie. — Im einzelnen dominiert die im künstlerisch-handwerkl Bereich sich entwickelnde Formkomponente auch in den großen Übertragungskomplexen der Naturwissenschaften u der Humanbildung (D und E), sie geht in den Naturwissenschaften die in G-s morphol Lehre angelegte entscheidende Verbindung mit den beiden anderen Bedeutungskomponenten ein: Seinsgebung, Genese ist grundsätzl an Gestaltgebung [] gebunden, Gestaltung vollzieht sich nach urbildl Grundmodellen2).
Der frühe imitative Sinn des Wortes, der von der Nachahmungsästhetik des 18. Jh aufgegriffen u neu belebt wird, findet in G-s Gegenstandstheorie eine auch für die Gesamtentwicklung bezeichnende Umdeutung: mit der Problematisierung u Überwindung der bloßen Naturnachahmung erhält das Wort den Sinn einer autonomen künstlerischen Gegenstandsgestaltung (A1). Als Gestaltung od Entwicklung nach Vorbildern, Mustern, Proto- od Archetypen wirkt der mimetische Aspekt des Wortes in fast allen Anwendungsbereichen nach, beim Verb noch sehr viel deutlicher als beim Substantiv. Gestalterisches u kreatives Moment gehen im künstlerisch-handwerkl Bereich eine zunächst faktisch begründete, in der Genieästhetik programmatisch hervorgehobene Verbindung ein. Die in G-s früher Künstlerlyrik eindrucksvoll belegte wechselseitige Metaphorik von Künstlertum u Schöpfertum ist Ausdruck dieser Entwicklung (B 1). Verselbständigt erscheint der kreative Aspekt bei G zunächst als allgemeines Wirken, Schaffen der Natur (C 1) u als geistige Kreativität (C 2), die refl Bedeutung begründet den organolog u den hist Entwicklungsbegriff (D und C 4). Unterstützt von den die Selbstentfaltung proklamierenden päd Theorien der Zeit findet der organolog Entwicklungsbegriff Eingang in den Bereich der Humanbildung. Die Bevorzugung des Wortes gegenüber seinen Konkurrenten ‘erziehen’, ‘belehren’, ‘unterrichten’, ‘unterweisen’ ua bezeichnet G-s Position in der Auseinandersetzung mit der Aufklärungspädagogik. Das Romanwerk spiegelt (rollensprachl vielfältig gebrochen) die breite päd Diskussion der Zeit wider. Die theoret Fundierung des Begriffs vollzieht sich in enger Wechselwirkung mit der Ausbildung der natwiss Grundüberzeugungen. G-s eminentes Interesse an jeder Art von biograph Schrifttum findet in diesem umfassenden morphol Konzept seine Begründung. — Zur Frequenz u Verteilung des Materials: Den größten Anteil am Gesamtmaterial hat mit einem Drittel der Belege der päd Begriff (E). Demgegenüber nehmen künstlerisches Gestalten (B 1) u natwiss Gebrauch (D) nur ein Fünftel bzw ein Sechstel des Gesamtmaterials ein. Frühester Beleg überhaupt iSv plastisch formen Labores juv 57. Plastisches, bildkünstlerisches Formen (B 1 a) in der Frühzeit (bis 75) die am häufigsten belegte Bed. Bildl Darstellen (A 1), belegt seit 70, demgegenüber in der Frühzeit u generell stark zurücktretend. Humanbildung (E), belegt seit 67, zunächst als Bildung des Herzens, der Seele, des Geschmacks, seit 73 in rousseauistisch beeinflußter Kritik des bestehenden Erziehungssystems (E 3 a), in Werth2 (81) auch bereits kritisch gegenüber der sich konstituierenden Schicht der ‘Gebildeten’. Natwiss Gebrauch (D), in vorweim Zeit nur vereinzelt u unspezifisch, allmähl Begriffsausprägung im Zshg mit den osteol Studien der 80er Jahre, volle Begriffsentfaltung u deutl Frequenzanstieg anläßl der botan u anatomischen Arbeiten der 90er Jahre. Insgesamt ist an der überlieferten Textmasse eine kontinuierl Steigerung des Gebrauchs abzulesen (bis 75 durchschnittl 3 Belege im Jahr, bis zur Rückkehr aus Ital 11/12 Belege, bis zu Schillers Tod etwa 38 Belege u in den letzten Lebensjahrzehnten 60 Belege). Besonders auffällig ist der Frequenzanstieg in der Alterskorrespondenz. A
im Anschluß an älteren Wortgebrauch: ein Abbild od Bild von etw hervorbringen 1
abbilden, nachahmen, einen (natürl od fiktiven) Gegenstand bildl darstellen; meist nicht iS einer bloßen Naturkopie, sondern (übergehend zu B) als autonome, ästhetischen Prinzipien folgende Gegenstandsgestaltung; wiederholt iZshg nachahmungsästhetischer Fragestellungen (Zulässigkeit fiktiver Bildgegenstände, Primat des Kunstschönen gegenüber dem Charakteristischen, Naturwahren uä); mehrf im Zit od Referat von KPhMoritzens Schr ‘Üb die bildende Nachahmung des Schönen’; häufig ‘etw in best Weise, als etw b.’ u in Wdgn wie ‘auf etw gebildet sein, stehen’ [
Tasso:] Und zeigt mir ungefähr ein klarer Brunnen | In seinem reinen Spiegel einen Mann, | Der .. bekränzt im Widerschein | Des Himmels zwischen Bäumen .. ruht: so scheint es mir, ich sehe | Elysium auf dieser Zauberfläche | Gebildet Tasso 538 So ahmen die Lombarden [
in der Blattornamentik] den Epheu und wilden Wein nach .. die Florentiner und Römer .. b. [
contraffano] den Akanth GWB43,85,2 Cell I 6 [
mBez auf Lessings Abhandlung ‘Wie die Alten den Tod gebildet’] entzückte uns die Schönheit jenes Gedankens, daß die Alten den Tod als den Bruder des Schlafs anerkannt, und beide, wie es Menächmen geziemt, zum Verwechseln gleich gebildet. Hier konnten wir nun erst den Triumph des Schönen höchlich feiern GWB27,165,15 DuW 8 [
Übs nach lat Ausg von Plotins ‘Enneaden’ (V 8,1)] Ferner bringen auch die Künste vieles aus sich selbst hervor .. indem sie die Schönheit in sich selbst haben. So konnte Phidias den Gott b. [
finxisse], ob er gleich nichts sinnlich Erblickliches nachahmte GWB48,198,22 MuR(641) = GWBB19,57,4 Zelter 1.9.05 Die Begattung .. kostet .. dem Menschen die Schönheit, und hier liegt einer der größten Vortheile der Kunst, daß sie dasjenige dichterisch [
dh als Fiktion] b. darf, was der Natur unmöglich ist, wirklich aufzustellen. So wie die Kunst Centauren erschafft, so kann sie uns auch jungfräuliche Mütter vorlügen GWB45,268,20 Diderot,Malerei Anm G-s bis zur Verwechselung mit der Natur Natürlichkeit darzustellen, war gewiß nicht Myrons Bestreben, der, als unmittelbarer Nachfolger von Phidias und Polyklet, in einem höhern Sinne verfuhr, beschäftigt war Athleten, ja sogar den Hercules zu b., und gewiß seinen Werken Stil zu geben, sie von der Natur abzusondern wußte GWB49
2,4,7 MyronsKuh Daher ist ihr [
der Plastik] alles außer dem Menschen .. nur ein Nebenwerk .. auch sind die Thiere hier gemeint, welche diejenige Kunst ganz allein und würdig b. kann, die ihnen ihren Theil von dem im Menschen wohnenden Gottesgebilde in hohem Maße zuzutheilen versteht GWB49
2,59,2 Verein dtBildhauer GWB48,146,21 TänzerinGrab GWB47,87,7 Moritz,Nachahmg dSchönen GWBReinF X 152
uö in Gegenüberstellung zur verbalen Darstellung Worte und Bild sind Correlate, die sich immerfort suchen .. Wenn man aussprach, was sich nicht b., bildete, was sich nicht aussprechen ließ, so war das ganz recht; aber man vergriff sich gar oft und sprach statt zu b., und daraus entstanden die doppelt bösen symbolisch-mystischen Ungeheuer GWB42
2,130,14u17 MuR(188)
‘jdm etw vor die Augen b.’ darstellerisch vergegenwärtigen AAJw3,104 FGA Lavater,HistorLobrede
‘gebildet’ iSv illustriert der neue in Mayland vorgefundene gebildete Homer [
‘Iliadis fragmenta antiquissima cum picturis’, ed Angelo Mai, 1819] GWBB32,131,20 Knebel 29.12.19 K
idVbgn ‘b-de Kunst’, ‘b-der Künstler’ s B 1 c 2
Bilder, Gestalten in der Phantasie hervorbringen, sich jdn/etw (als etw) vorstellen, imaginieren erblickt er jenes Zeichen | .. ein Kreuz mit Rosenzweigen. | Die Seele kann sich hier gar vieles b. GWB16,181 Geheimnisse 281 Flüchtend sah ich .. | Gräßlich zürnender Götter Nahn, | .. Sah ich’s oder bildete | Mir der angstumschlungene Geist |
[] Solches Verworrene? GWBFaust II 8719 Es gibt keinen höhern Genuß .. als sich mit geschloss’nen Augen .. ein Shakespeare’sches Stück .. recitiren zu lassen .. Nach der Bezeichnung der Charaktere b. wir uns .. gewisse Gestalten GWB41
1,54,28 Shakesp u kein Ende GWBFaust II 8409 GWBB33,9,16 Zelter 2.5.20
uö 3
‘sich in etw b.’: spiegeln, ausdrücken (das Innere des Menschen im Spiegelbild der Augen, der Physiognomie) [
Adelbert:] Ihre [
Maries] süse Seele bildet sich in ihren [spricht aus den GWB13
1,229,12f Götz
3 II] Blauen Augen GWB39,51,1 Götz
1 I GWB20,273,9 Wv II 6 4
in weiterer Bed: ‘jd/etw bildet etw’: stellt etw dar, ist gleichzusetzen od identisch mit etw so bildete sie [
Ottilie], das Kind auf dem Arm, lesend und wandelnd, eine gar anmuthige Penserosa GWB20,342,5 Wv II 11 Eine .. Sammlung [
von Handschriften] .. bildet den unschuldigsten Zauberkreis, abgeschiedene, oder entfernte Geister heranzuziehen GWBB24,103,24 Albers 11.1.14 K jenes Dämonische .. bildet eine der moralischen Weltordnung, wo nicht entgegengesetzte, doch sie durchkreuzende Macht GWB29,176,15 DuW 20 ich habe [
bei der oberaufsichtl Tätigkeit] mit neun Männern zu thun, die in einzelnen Fächern alle selbständig sind .. bloß in mir vereinigt, eine ideelle Akademie b. GWBB26,193,21 Boisserée [21.12.15] GWBN7,186,18 PrincPhilZool II GWB28,106,15 DuW 12 GWBB48,209,13 Carlyle 2.6.31
uö B
formen, gestalten 1
im künstlerisch-handwerkl Bereich a
plastisch formen, einem Gegenstand eine ästhetische od funktionale Form geben, im weiteren Sinne bildkünstlerisch gestalten (Zeichnung, Malerei, konzeptionelle Gestaltung mit umfassend); häufig aus od in einem best Material, in einer Technik, nach einem künstlerischen Vorbild od Verfahren; in der Frühzeit mit bes Betonung des schöpferischen Moments; mehrf absol, PartPrät subst auch für das konkr künstlerische Gebilde Da offenbarte sich mir .. der Genius [
Erwins v Steinbach] .. wie hoch darüber der Glockenplatz die kleineren Fenster forderte! das all’ war nothwendig, und ich bildete es schön GWB37,146,12 Baukunst 1773 hatte sie [
die Schlange] .. Gegenstände gefühlt, welche die b-de Hand des Menschen verriethen. Glatte Wände .. wohlgebildete Säulen .. menschliche Figuren GWB18,232,15 Märchen Was nutzt dir das Gebildete | Der Kunst rings um dich her, | Wenn liebevolle Schöpfungskraft | Nicht deine Seele füllt | Und in den Fingerspitzen dir | Nicht wieder b-d wird? GWB2,189 Monolog des Liebhabers 3u8 [
Künstler:] O rathet! Helft mir, | .. Daß ich mit Göttersinn | Und Menschenhand | Vermöge zu b., | Was bei meinem Weib | Ich animalisch kann und muß GWB2,186 Kenner und Künstler 18 Der Gedanke, das Entwerfen, | Die Gestalten, ihr Bezug, | .. Wohl erfunden, klug ersonnen, | Schön gebildet, zart vollbracht, | So von jeher hat gewonnen | Künstler kunstreich seine Macht GWB3,115 Künstlerlied 14 Von dem Moos gedeckt ein Architrav! | Ich erkenne dich, b-der Geist! | Hast dein Siegel in den Stein geprägt GWB2,171 Der Wandrer 32 [
in Rom] ungeheure und doch gebildete Massen GWB30,266,6 ItR GWBPand 1069 GWB2,182 Amor als Landschaftsmaler 8 GWB4,60 Ihr kommt Gebildetes 1u2 GWBB9,7,18u20 Heyne 24.7.88 [
für: figurare] GWB43,22,2 Cell I 1
uö ‘nach der Natur, gegen die Natur b.’ Hier b-d nach der reinen stillen | Natur ist ach! mein Herz der alten Schmerzen voll
3) GWB4,208 Hier bildend 1 An dem Elgin’schen Pferdekopf .. finden sich die Augen frei hervorstehend und gegen das Ohr gerückt, wodurch die beiden Sinne .. zusammen zu wirken scheinen .. das erhabene Geschöpf .. sieht so übermächtig und geisterartig aus als wenn es gegen die Natur gebildet wäre, und doch .. hat der Künstler eigentlich ein Urpferd geschaffen .. GWBN12,147,14 NathistAbbildungen
uö ‘gebildet’ mBez auf den zur Kunst disponierten, konzeptionell vorgeformten Darstellungsgegenstand [
Gattung der ‘idealischen’ Kunstgegenstände] man ergreift nicht den Gegenstand, wie er in der Natur erscheint, sondern man faßt ihn auf der Höhe, wo er von allem Gemeinen und Individuellen entkleidet, nicht durch die Bearbeitung erst ein Kunstwerk wird, sondern der Bearbeitung schon als ein vollkommen gebildeter Gegenstand entgegen geht. Jene [
die ‘natürlichen’ Gegenstände] erzeugt die Natur, diese der Geist des Menschen in der innigsten Verbindung mit der Natur GWB47,92,3 ÜbGegenstde bildKunst
‘das b-de Genie’: das künstlerisch produktive (naturgesetzl wirkende) Genie sie [
die bildenden Künstler] bilden zuletzt die Regeln aus sich selbst, nach Kunstgesetzen, die eben so wahr in der Natur des b-den Genies liegen, als die große allgemeine Natur die organischen Gesetze ewig thätig bewahrt GWB45,258,5 Diderot,Malerei Anm G-s GWB47,86,28 Moritz,Nachahmg dSchönen GWB32,306,11 ItR [Moritz]
uö ebd ‘b-de Natur, Kraft’, ‘b-des Kunstvermögen’: schöpferischer Impetus, Gestaltungsvermögen, künstlerische Potenz Denn in dem Menschen ist eine b-de Natur, die gleich sich thätig beweis’t, wann seine Existenz gesichert ist. Sobald er nichts zu sorgen und zu fürchten hat, greift der Halbgott, wirksam in seiner Ruhe, umher nach Stoff ihm seinen Geist einzuhauchen GWB37,148,26 Baukunst 1773 [
mBez auf Leonardos ‘Reiterstreit um die Standarte’, dem zentralen Motiv der ‘Schlacht von Anghiari’, s Schuchardt 1,102 Nr980 f] diese Hauptfuge des b-den Kunstvermögens GWBB48,144,19 Zelter 9.3.31 GWB47,326,14 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller]
uö im handwerkl Bereich vereinzelt als bloße Fertigung, Konstruktion GWBN11,372 Plp
uö b
als plastisches Formen eines göttl Bildners, göttl u künstlerische Schöpfung in bildl (iron) Vergl; auch ‘nach einem Urbild b.’ [
Phileros üb Epimeleia:] ist es Pandora? .. | Sie bildet’ Hephaistos mit prunkendem Schein, | Da webten die Götter Verderben hinein GWBPand 473 Wenn ich deinen lieben Leib umfasse, | .. Selig sprech’ ich dann zu meinem Geiste: | Nein, ein solch Gefäß hat, außer Amorn, | Nie ein Gott gebildet noch besessen! | Solche Formen treibet nie Vulcanus | Mit den sinnbegabten feinen Hämmern GWB2,106 Der Becher 20 beliebte es aber dem werthen Manne [
JPDavid, der an einer G-Büste arbeitet] eine Masse Thon in’s Haus zu schaffen, woraus Gott der Herr, mit aller Bequemlichkeit, einen ganzen Adam gebildet [> herausgeknetet] hätte GWBB47,328 Gfin Chassepot 21.4.30 K [
Prometh:] Denn solches Loos dem Menschen wie den Thieren ward, | Nach deren Urbild ich mir bess’res bildete, | Daß eins dem andern .. | Sich widersetzt GWBPand 294 GWB39,427 Götz
1 Zusatz zu 39,164,23 GWB28,312,22 DuW 15
uö in allegorisierender Darstellung Glaube, Liebe, Hoffnung fühlten in sich [< haben durchaus] etwas plastisches in ihrer Natur; sie thaten sich zusammen und bildeten [schufen GWB42
2,219,1] ein liebliches Gebild, eine Pandora im höchsten Sinne: die Geduld GWB42
2,380 MuR(858) Var c
in begriffl verfestigten Vbdgn (zT im Anschluß an A 1) α
‘b-de Kunst, Künste’: als Gattungsbegriff im engeren Sinne die bildl darstellenden Künste Plastik u Malerei (u verwandte Disziplinen) umfassend (s A1), im weiteren Sinne [] Architektur, zT auch die angewandten, dekorativen, handwerkl-mechanischen Künste einbeziehend4); häufig (in verallgemeinernden Äußerungen) nicht näher bestimmbar; wiederholt anderen Künsten u Fachdisziplinen gegenübergestellt Von der b-den Kunst verlangt man deutliche, klare, bestimmte Darstellungen. Ob diese nun bis auf den höchsten Grad der Ausführung möglich seien, dabei kommt viel auf den Gegenstand an GWB47,91,3 ÜbGegenstde bildKunst Der Mensch ist der höchste, ja der eigentliche Gegenstand b-der Kunst GWB47,12,21 PropylEinl Das so lange mißverstandene: ut pictura poesis, war auf einmal beseitigt [
durch Lessings ‘Laokoon’], der Unterschied der b-den und Redekünste klar GWB27,164,18 DuW 8 Diese Wirkung hat aber die b-de Kunst überhaupt, daß sie uns unmittelbar in die Zustände, die Gesinnungen, Empfindungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Weltepoche versetzt, worin das Product entstanden GWBB43,10,17 FriedrWilh III 14.8.27 K Lassen Sie mich .. das Wort Kunst brauchen, wenn ich immer gleich nur b-de Kunst, besonders Sculptur und Mahlerey hierunter verstehe GWBB18,66,24 Schiller [8./19.10.94] K [KorrGräf/Leitzm/Schulz 1,21] Füge man .. noch die b-den Künste hinzu, was Architektur, Plastik, Mahlerei zur völligen Ausbildung des Bühnenwesens beitrage GWB36,279,1 BiogrEinzh GWBN11,283,14 Purkinje,Sehen subj GWB53,181,15 Üb verschZweige hiesiger Tätigk GWBB37,386,23 Wilh I dNiederld [20./23.10.23] K GWBB47,272,4 Varnhagen [3.10.30]
uö in der Frühzeit einmal definitorisch in Auseinandersetzung mit dem Begriff der ‘schönen Künste’: die ‘bildende’ als die intuitiv (nicht nach ästhetischen Regeln) verfahrende, charakterist formende Kunst Die Kunst ist lange b-d, eh’ sie schön ist .. Denn in dem Menschen ist eine bildende Natur .. so modelt der Wilde mit abenteuerlichen Zügen, gräßlichen Gestalten, hohen Farben, seine Cocos, seine Federn, und seinen Körper. Und laßt diese Bildnerei aus den willkürlichsten Formen bestehen, sie wird ohne Gestaltsverhältniß zusammenstimmen, denn Eine Empfindung schuf sie zum charakteristischen Ganzen GWB37,148,23 Baukunst 1773
‘b-de, gebildete Kunstwerke’: Werke der bildKunst daß man sich bey differenten Meynungen über solche Materien wie die Kritik b-der Kunstwerke [> in solchen Fächern GWBB15,226,22] besser mündlich als schriftlich .. vereinigen kann GWBB15,351 JFMeyer [Anf Mai 01] K GWBB23,374,18 Riemer 30.6.13 GWBTgb 11.1.28 GWBTgb 18.2.32 β
‘b-der Künstler’ (einmal syn dazu ‘b-der Meister’): überwiegend bildl darstellender Künstler, Maler, Bildhauer (auch Medailleur), selten (analog zur umfassenderen Bed von ‘b-e Kunst’) Einbeziehung des Baumeisters als räuml gestaltenden Künstler, sowohl dem Dichter wie dem Redner, vereinzelt dem Musiker gegenübergestellt; auch in bes Betonung der schöpferischen Rolle des bildenden Künstlers Da Sie .. einen lebhaften Drang fühlen dasjenige was Ihnen in der sichtbaren Welt begegnet nachzubilden .. .. wiederhole, daß der b-de Künstler sich zuerst an der kräftigen Wirklichkeit .. durchüben müsse, um das Ideelle daraus zu entwickeln GWBB42,109,22 Grustner 30.3.27 In der neuesten Zeit ist zur Sprache gekommen: wie denn wohl der b-de Künstler, besonders der plastische .. ihn [
den Überwinder] als Sieger .. darstellen könne GWB49
2,53,4 Anforderg an modBildhauer Man hört oft, daß ein b-der Künstler, in seine Werkstatt geschlossen, gleich einem andern Prometheus oder Pygmalion von seiner angebornen Kraft getrieben, unsterbliche Werke hervorbringe und keinen Rathgeber brauche außer seinen Genius GWB42
2,13,13 Freitagsges 9.9.91 Nun gibt es auch noch eine falsche Anwendung der Poesie auf bildende Kunst. Der b-de Künstler soll dichten, aber nicht poetisiren, das heißt nicht wie der Dichter .. bei sinnlicher Darstellung auch für die Einbildungskraft arbeiten GWB47,95,10 ÜbGegenstde bildKunst Ihm [
Tischbein], dem b-den Künstler, der sich nur immer mit den schönsten Menschen- und Thierformen beschäftigt, ja das Ungeformte selbst, Felsen und Landschaften, durch Sinn und Geschmack vermenschlicht, ihm wird eine solche furchtbare ungestalte Aufhäufung .. ganz abscheulich vorkommen GWB31,28,9 ItR Umgekehrt [
iUz Musiker] muß der b-de Künstler in der Außenwelt leben und sein Inneres gleichsam unbewußt an und in dem Auswendigen manifestiren. B-de Künstler müssen wohnen wie Könige und Götter, wie wollten sie denn sonst für Könige und Götter bauen und verzieren GWB25
1,11,21u23 Wj II 8 GWB31,33,24 ItR GWBB28,175,22 Voigt 8.7.17 GWB45,321,12 Diderot,Malerei Anm G-s GWB20,223,4 Wv II 3
uö d
als umfassender Begriff künstlerischer Formgebung auch für poet Gestaltung od (vereinzelt) musikal Komposition; insbes eine poet Figur, ein literar Sujet od Werk nach best Form- od Darstellungsprinzipien, auf einer best Stoffgrundlage, nach Vorbildern, Mustern (nach einem ‘Urbild’) formen, gestalten; auch in Übertragung naturgesetzl od bildkünstlerischer Gestaltungs- od Verfahrensweisen auf die literar Produktion; mehrf absol Bilde, Künstler! Rede nicht! | Nur ein Hauch sei dein Gedicht
5) GWB2,167 Vs 1 Wissenschaftliches Genie [
Überschr]. Wird der Poet nur geboren? Der Philosoph wird’s nicht minder, | Alle Wahrheit zuletzt wird nur gebildet, geschaut GWB5
1,213 Xen 58 (780) [G?] wenn der Mahler, der Poet, | Mit Howards Sondrung [
der Wolkenformen] wohl vertraut | .. Die Atmosphäre prüfend schaut, | Da läßt er den Charakter gelten; | Doch ihm ertheilen luftige Welten | Das Übergängliche, das Milde, | Daß er es fasse, fühle, bilde GWB3,102 Wohl zu merken 12 wie sehr begünstigt jener Künstler gewesen, dem man Gelegenheit gab, eine Venus aus mehrern Schönheiten herauszustudiren, und so nahm ich mir auch die Erlaubniß, an der Gestalt und den Eigenschaften mehrerer hübschen Kinder meine Lotte zu b. GWB28,233,3 DuW 13 [
Entwurf zu einer Vorrede zum 3. Tl DuW] Ehe ich diese nunmehr vorliegenden drey Bände zu schreiben anfing, dachte ich sie nach jenen Gesetzen zu b., wovon uns die Metamorphose der Pflanzen belehrt GWB28,356,2 DuW Plp [
Tasso zur Prinzessin:] Mit meinen Augen hab’ ich es gesehn, | Das Urbild jeder Tugend, jeder Schöne; | Was ich nach ihm gebildet, das wird bleiben Tasso 1099 GWB29,51,25 DuW 17 GWB26,352,30 DuW Schema GWBB32,226,14 Pyrker [2.4.20] K
uö aus inhaltl-stoffl od sprachl Grundelementen [
in Charakterisierung Palladios] die Force des großen Dichters, der aus Wahrheit und Lüge ein Drittes bildet, dessen erborgtes Dasein uns bezaubert GWB30,77,26 ItR ~ T1,214,12 v 19.9.86 GWB7,112,8 DivNot
uö idVbdg ‘b. und umbilden’ daß er das Geschriebene immer vor Augen hatte, sorgfältig prüfte, veränderte, besserte, unverdrossen bildete und umbildete .. dieses gab seinen Productionen das Zarte, Zierliche, Faßliche, das Natürlichelegante GWB36,318,24 Zu brüderl AndenkWielands 1813
‘b-de Kraft’, ‘Kraft dichterischen B-s’, (in der Frühzeit) ‘b-de Empfindung’: in umfassender Deutung die gestaltende als ‘Leben’, lebendige Anschauung vermittelnde [] u Vergänglichkeit überwindende Kraft Dichtungskraft [
Überschr]. Daß dein Leben Gestalt, dein Gedanke Leben gewinne, | Laß die belebende Kraft stets auch die b-de sein GWB5
1,310 tab vot 38 (220) [Schiller?] [
Chor:] Schaut mit den Augen des Geistes hinan! in euch lebe die b-de Kraft, die das Schönste, das Höchste hinauf, über die Sterne das Leben trägt
6) GWB23,254,22 Lj VIII 8 [
üb Klopstocks ‘Gelehrtenrepublik’] Die Einzige Poetick aller Zeiten und Völcker .. Geschichte des Gefühls .. hier fliesen die heiligen Quellen b-der Empfindung lauter aus vom Trone der Natur GWBB2,175,14 Schönborn 10.6.[74] GWB41
2,125,12 Rez:Salvandy,DonAlonzo e
als autonomer, willensunabhängiger, gedankl-imaginativer Gestaltungsprozeß (in engem Anschluß an A2); überwiegend refl iSv eine best Gestalt annehmen, sich zu einer Form (mehrf zu einem Ganzen) entwickeln, wandeln, auch ‘sich nach jdm (einem real gegebenen Vorbild) b.’ es bemächtigte sich die Geschichte [
Tassos ‘Befreites Jerusalem’] so seiner Einbildungskraft, daß sich ihm, was er von dem Gedichte gelesen hatte, dunkel zu einem Ganzen in der Seele bildete GWB51,29,21 ThS I 9 Diese Gedanken und Einbildungen [
zu einem Tell-Epos], so sehr sie mich auch beschäftigt und sich zu einem reifen Ganzen gebildet hatten, gefielen mir ohne daß ich zur Ausführung mich hätte bewegt gefunden .. Über dieses innere B. und äußere Unterlassen waren wir in das neue Jahrhundert eingetreten GWB35,184,24 u 185,8 TuJ mein productives Talent .. was ich wachend am Tage gewahr wurde, bildete sich sogar öfters Nachts in regelmäßige Träume, und wie ich die Augen aufthat, erschien mir .. ein wunderliches neues Ganze GWB28,311,11 DuW 15 er fühlte den Platonischen Geist in sich weben, er fühlte, daß er dessen bedurfte, um jene Bilder für sich und für andere wiederherzustellen .. was er dachte, fühlte, in sich bildete, träumte, wähnte GWB36,320,20 Zu brüderlAndenkWielands 1813 Je größer das Talent, je entschiedener bildet sich gleich anfangs das zu producirende Bild GWBN11,284,1 Purkinje,Sehen subj meine Mädchen und Frauen bildeten sich nach ihr [
Christiane Becker] und ihren Eigenschaften GWBB12,345,12 Böttiger 25.10.97 GWBB2,172,17 Schönborn 1.6.[74] GWBB6,124,25 Oeser 30.1.83 GWBB23,308,25 Bertuch 8.4.13
uö ‘Kraft des (eigenen) B-s’: für die gestaltgebende Kraft der Phantasie Wenn Gottheit Camarupa .. | Durch Lüfte schwankend wandelt .. | Am Wechsel der Gestalten sich erfreut, | .. Nun regt sich kühn des eignen B-s Kraft, | Die Unbestimmtes zu Bestimmtem schafft; | Da droht ein Leu
7) GWB3,98 Howards Ehrenged 7 f
sprachl Ausdrucksmittel dichterisch formen, gleichzeitig hervorbringen u künstlerisch prägen denke man mich als einen gebornen Dichter, der seine Worte, seine Ausdrücke unmittelbar an den jedesmaligen Gegenständen zu b. trachtet GWBN6,116,8 BotanStudien [1831] nichts .. hat mein Herz .. belebt, als das wie Gedank’ und Empfindung den Ausdruck bildet
8) GWBB2,18,6 Herder [etwa 10.7.72 Korr DjG
32,255,5] die ältesten Dichter, die zunächst am Naturquell der Eindrücke lebten und ihre Sprache dichtend bildeten GWB7,102,28 DivNot UrElemente orientPoesie 2
auf etw formend, prägend einwirken, insbes seine Umwelt, Lebensumstände, Epoche beeinflussen, aktiv bestimmen, ‘sich etw b.’ dem eigenen Wesen anpassen; mehrf als Wechselbeziehung im Anschluß an E Glückliche Kinder und Jünglinge .. sehen die Welt als einen Stoff an, den sie b., als einen Vorrath, dessen sie sich bemächtigen sollen. Alles gehört ihnen an, ihrem Willen scheint alles durchdringlich GWB29,18,22 DuW 16 nannt’ ich .. ein solches .. Werk: Wahrheit und Dichtung, innigst überzeugt, daß der Mensch in der Gegenwart ja vielmehr noch in der Erinnerung die Außenwelt nach seinen Eigenheiten b-d modele GWB36,62,26 TuJ [
Hermann:] Denn der Mensch, der zur schwankenden Zeit auch schwankend gesinnt ist, | Der vermehret das Übel .. | Aber wer fest auf dem Sinne beharrt, der bildet die Welt sich GWBHermDor IX 304 GWB53,187,17 Üb verschZweige hiesiger Tätigk [
zit Sp 678,66ff] GWB41
1,361,21 Rez:Knebel,Lukrez
uö ‘sich gegen etw b-d verhalten’: formgebend u zugl produktiv [
Selbstcharakteristik G-s?] die vielen falschen Tendenzen zur bildenden Kunst .. zum thätigen Leben .. zu den Wissenschafften .. da er sich aber gegen alle drey b-d verhält, auf Realität des Stoffs und Gehalts und auf Einheit und Schicklichkeit der Form überall dringen muß, so sind selbst diese falschen Richtungen des Strebens nicht unfruchtbar GWB42
2,506,10 3
mBez auf die äußere Gestalt des Menschen (Gestaltbeschreibung unter natwiss Aspekten s D) a
aktivisch: ‘sich einen best Körper b.’ vom menschl Geist, dem Inneren des Menschen [
mBez auf Plessing] daß endlich .. die Neugier rege ward, welchen Körper sich ein so wunderlicher Geist gebildet habe? GWB41
1,332,8 Üb:Harzreise b
PartPrät verbunden mit Artangaben: von einer best Gestalt (in der ästhetisch motivierten Gestaltbeschreibung od im Hinblick auf die körperl Konstitution); iVbdg mit Adj wie ‘schön’, ‘gut’, ‘gefällig’, ‘wohl’, ‘herrlich’, ‘nett’, ‘kräftig’, ‘stark’, ‘fein’, ‘regelmäßig’, ‘seltsam’, ‘wunderlich’ uä wie herrlich ist mein junger Freund gebildet! welch ein Ebenmaß aller Theile! welch ein Fülle der Form GWB19,213,11 BrSchweiz I Eine leicht aufgebaute, nett gebildete Gestalt [
Charlotte Buff] GWB28,152,9 DuW 12 Die Mägde sind meist schöne stark und fein gebildete Mädchen und geben einen Begriff von der Bildung des Landvolks [
in der Gegend von Heilbronn] GWBT2,100,20 v 28.8.97 Regelmäßig, schön gebildet stand er [
Leonardo] als ein Mustermensch der Menschheit gegenüber GWB49
1,234,15 Bossi,Leonardo GWB49
1,258,21 Mantegna,Triumphzug
uö 4
Worte mit den Lippen formen GWB9,384 Tancred 526 5
die gegenständl Welt zur Erscheinung bringen, ihr Gestalt verleihen (als Wirkung des Lichts) des Tages .. Gluth, | Die alles wieder bildet was die Nacht entstellt GWB41
2,33,13 Eurip,PhaethonVersuch C
schaffen, hervorbringen, refl iSv entwickeln, entstehen (überwiegend gestaltgebunden) 1
Dasein verleihen, refl: eine best Seinsform erlangen a
natürl Wesen, insbes den Menschen (in einer best Seinsform, Prägung od Konstitution) hervorbringen, erschaffen, zeugen, allgemeiner als Naturschöpfung überhaupt (spezif Gebrauch unter natwiss Aspekten s D); in PhysiognFragm korrespondierend mit ‘umbilden’ (frühester, die prägnante Formel vorbereitender Gebrauch, s Anm 10) die verzehrende Kraft, die im All der Natur verborgen liegt, die nichts gebildet hat, das nicht seinen Nachbar, nicht sich selbst zerstörte AA61,11 Werth
1 I Die Natur bildet den Menschen, er bildet sich um, und diese Umbildung ist doch wieder natürlich GWB37,329,20 PhysiognFragm Widerfahre dir, was dir auch will, du wachsender Liebling — | Liebe bildete dich; werde dir Liebe zu Theil! GWB1,331 Vs 462 VenEpigr 102 Wie tausend Bäche strahlend fließen | .. Wie strack .. | Der Stamm sich in die Lüfte trägt, | So ist es
[] die allmächtige Liebe | Die alles bildet, alles hegt GWBFaust II 11873
uö ‘nach einer (Schöpfungs-)Idee b.’ (in Wiedergabe Herderscher Vorstellungen) Die Verwandtschaft aller Sprachen liege in der Übereinstimmung der Idee, wonach die schaffende Kraft das menschliche Geschlecht und seinen Organismus gebildet GWB32,183,12 ItR
verbunden mit Maß- und Zielvorstellungen deutlicher iS einer Veranlagung, Bestimmung zu etw; PartPrät iSv geartet, beschaffen Ist doch wahre Kunst, rief er [
Wilh] aus, wie gute Gesellschaft: sie nöthigt uns auf die angenehmste Weise das Maß zu erkennen, nach dem und zu dem unser Innerstes gebildet ist GWB23,161,8 Lj VIII 3 Niemand gehört als sittlicher Mensch der Welt an .. Hingegen als das, wozu ihn die Natur besonders gebildet, als Mann von Kraft, Thätigkeit, Geist und Talent gehört er der Welt GWB45,211,18 RamNeffeAnm Was mit mir das Schicksal gewollt? .. | Einen Dichter zu b., die Absicht wär’ ihm gelungen, | Hätte die Sprache sich nicht unüberwindlich gezeigt GWB1,325 Vs 351 VenEpigr 76 [
Pylad:] So wunderbar ist dieß Geschlecht gebildet, | So vielfach ist’s verschlungen und verknüpft, | Daß keiner in sich selbst, noch mit den andern | Sich rein und unverworren halten kann GWBIph
2 1656 ~ GWB39,383,17 Iph
1 IV 4
uö ‘neu gebildet werden’: metaphor als geistige Erneuerung, ‘Wiedergeburt’ [
aus Rom] daß ich mich aller alten Ideen, alles eignen Willens entäussere um recht wiedergebohren und neu gebildet zu werden GWBB8,108,13 Herder 29.12.86 b
als künstliche Zeugung GWB15
2,205,160 Üb:Helena Plp c
refl (in symbolhaften Zusammenhängen): eine best (höhere) Seinsform erlangen, sich zu etw wandeln, entwickeln, entstehen (zT iron-mehrdeutig anklingend an E) [
Engel:] Er [
Faust] wandelt mit der Seeligen Schaar | Und bildet sich vollkommen GWB15
2,165 Faust II Var [
Proteus mBez auf Homunc, der ‘entstehen’ will:] Im weiten Meere mußt du anbeginnen! | .. man .. freut sich Kleinste zu verschlingen, | Man wächs’t so nach und nach heran | Und bildet sich zu höherem Vollbringen GWBFaust II 8264 (Geist der sich erst bildet.) Spinnenfuß und Krötenbauch | Und Flügelchen dem Wichtchen! | Zwar ein Thierchen gibt es nicht, | Doch gibt es ein Gedichtchen GWBFaust I vor 4259 2
im geistigen Bereich a
etw (aus etw) gedankl entwickeln, ableiten, zu einem geistigen ‘Ganzen’ verbinden, eine Methode, eine Theorie entwickeln, ein System aufstellen uä weiß er [
Buffon] sich aus dem Einzelnen das Umfassende zu b. GWBN7,183,19 PrincPhilZool II Spinoza, der das Ganze aus Gedanke und Ausdehnung bildet GWBB22,269,13 Reinhard 13.2.12 Streben des menschlichen Geists, was er behandelt, zum Ganzen zu b. GWBN6,300,10 PhysiolPfl Er [
der Physiker] soll sich eine Methode b., die dem Anschauen gemäß ist GWBN1,285,9 FlD 716 GWBB18,43,18 JHVoigt [Jun/Jul 91] K
uö ‘b-de Kraft des Geistes’, ‘das von innen heraus B-de’ die Gefahr .. wenn man .. irgend ein Verhältniß das nicht ganz sinnlich ist, das aber die b-de Kraft des Geistes schon ausgesprochen hat, durch einzelne Versuche beweisen will GWBN11,30,5 VersVermittlObjSubj GWBN7,115,17 Jungius b
als Begriffs- od Ideenbildung, Urteils- od Meinungsfindung, die Ausbildung best Grundüberzeugungen uä; bes ‘sich (von etw/jdm) einen Begriff (eine Idee) b.’ eine Vorstellung von etw machen, ein Instrument des Verstehens schaffen; vereinzelt refl Wir können bei Betrachtung des Weltgebäudes .. uns der Vorstellung nicht erwehren daß dem Ganzen eine Idee zum Grunde liege .. Wir erdreisten uns und wagen auch Ideen; wir bescheiden uns und b. Begriffe, die analog jenen Uranfängen sein möchten GWBN11,56,10 BedenkenErgebg weil es höchst schwer .. ist, uns einen Begriff zu b., der zugleich das Werden und das Sein, das Formen und Umformen .. enthalte GWBN10,14,22 Porphyrartig [
im Anschluß an ein Zit aus Spinozas ‘Ethik’] mein ganzes Leben der Betrachtung der Dinge zu widmen .. von deren essentia formali ich mir eine adäquate Idee zu b. hoffen kann GWBB7,214,19 Jacobi 5.5.86 die Hauptaufgabe der Biographie .. den Menschen in seinen Zeitverhältnissen darzustellen, und zu zeigen .. wie er sich eine Welt- und Menschenansicht daraus gebildet GWB26,7,17 DuW Vorw GWBN12,12,26 Wolkengest GWBB23,439 Jacobi 10.5.12 K
uö c
als Wortbildung die Hühner stängeln .. mir kommt sie [
die Wortbildung durch Ableitung] viel vorzüglicher vor, als wenn man entweder durch Vorsetzung der kleinen Partikeln, oder durch Zusammensetzung Worte bildet GWBB23,376,2 Riemer 30.6.13 GWBN6,162,12 MetamPfl Nachtr
uö d
sich best Ausdrucks- od Darstellungsmittel schaffen, eine Terminologie, einen Stil od Formenkodex ausbilden, entwickeln sie [
die Allegorie] ist .. immer besser, je mehr sie sich demjenigen nähert, was wir Symbol nennen. Man erlaube uns diesen Sprachgebrauch und jeder bilde sich den seinigen GWB49
1,142,14 PhilostratNachtr Sie [
die Manieristen] b. sich daher eine Sprache, mit welcher sie, ohne weiteres Bedenken, die sichtbaren Zustände leicht und kühn behandeln GWB49
1,152,26 Antik uModern GWB47,82,15 Nachahmg,Manier,Stil
uö 3
im prakt Bereich: aufbauen, schaffen, etw zustande bringen; bewerkstelligen, bewirken Beneidenswerth sind ihm [
Faust] die Anwohner des Meeresufers, das sie der Fluth abgewinnen wollen. Zu diesen will er sich gesellen. Erst b. und schaffen. Vorzüge der menschlichen Gesellschaft in ihren Anfängen GWB15
2,236,10 Faust II Schema zu 10039ff [
betr die bildl Darstellung der Pflanzenmetamorphose] wenn ein einsichtiger, kräftiger, unternehmender Mann sich in den Mittelpunct stellte und alles was zur Absicht förderlich sein könnte mit Sicherheit anordnete, bestimmte, bildete GWBN6,172,13 MetamPfl Nachtr GWBB28,157,24 Boisserée 1.7.17
uö 4
für geschehnishafte, hist Entwicklungen (meist refl) a
für die Herausbildung individueller od gesellschaftl Denk- u Verhaltensweisen, Beziehungen, Normen, für zeit- u kulturgeschichtl Entwicklungen uä; ‘sich zu, in etw b.’ iSv wandeln wie denn neuerlich ein werther .. Mann [
Heinroth] meine Art und Weise ein gegenständliches Denken genannt hat, welches nämlich immer im Angesicht des Gegenstandes sich bilde und äußere GWBB36,240,23 Boisserée 22.12.22 [
betr Einführung der Zensur in Weim] derjenige, der seinen Namen einmal unter ein Manuscript geschrieben, bekennt sich zur censirenden Classe und unterwirft sich allgemeinen Regeln, die sich gewiß nach Vernunft- und Klugheitsgesetzen von selbst b. werden GWBA(53,241,20) 15.4.99 Ein solcher Künstler, eine Nation, ein Jahrhundert solcher Künstler b. durch Beispiel und Lehre .. die Regeln der Kunst. Aus ihrem Geiste und ihrer Hand entstehen Proportionen, Formen, Gestalten .. sie b. zuletzt die Regeln aus sich selbst, nach Kunstgesetzen, die eben so wahr in der Natur des bildenden Genies liegen, als die große allgemeine Natur die organischen Gesetze ewig thätig bewahrt GWB45,257,23 u 258,3 Diderot,Malerei Anm G-s es wird für den .. Denker ..
[] immer höchst merkwürdig bleiben, wie jede Kunst und die zu ihrem Erscheinen nothwendige Technik sich gebildet, bedingt, bestimmt, vor- und zurückgegangen GWB42
2,69,4 Rez:WSchulz,Irrt uWahrh Wenn nun aber eine solche Weltliteratur, wie bey der sich immer vermehrenden Schnelligkeit des Verkehrs unausbleiblich ist, sich nächstens bildet GWB42
2,502,24 Stud zurWeltlit GWB31,71,28 ItR [
Zit Sp 678,65f] GWB26,30,23 DuW 1
uö b
für sprachgeschichtl Entwicklungen, die Ausbildung, Vervollkommnung des menschl Ausdrucksvermögens (in der Frühzeit in kausalem Zshg mit der Entwicklung einer Gefühlskultur); überwiegend PartPrät iSv ausgebildet, hoch entwickelt [
Klopstocks ‘Gelehrtenrepublik’] Die Einzige Poetick aller Zeiten und Völcker .. Das heisst Geschichte des Gefühls wie es sich nach und nach festiget und läutert und wie mit ihm Ausdruck und Sprache sich bildet GWBB2,175,2 Schönborn 10.6.[74] [
betr Kalidasas ‘Sakuntala’, vom Adressaten übersetzt] Hier erscheint uns der Dichter .. als Repräsentant des natürlichsten Zustandes, der feinsten Lebensweise .. Dieses alles wird uns nun erst recht eingänglich durch die anmuthige, in so hohem Grade gebildete französische Sprache GWBB47,285,26 Chézy 9.10.30 GWBB37,123,10 Schultz 8.7.23
uö 5
konstituieren, formieren, aus Teilen eine höhere ideelle od sinnl-konkr Einheit, ein organisches Ganzes bilden, auch räuml Gebilde, Formen, Firguren u dgl hervorbringen; häufig zuständl ‘etw bildet etw, ist aus etw gebildet’ wir überliefern eine dreifache Ehrfurcht, die, wenn sie zusammenfließt und ein Ganzes bildet, erst ihre höchste Kraft und Wirkung erreicht GWB24,240,13 Wj II 1 die mannichfaltigen Kunstschätze, die bei ihnen [
den Völkern Europas] zerstreut niedergelegt sind, allgemein brauchbar zu machen, und einen idealen Kunstkörper b. zu helfen GWB47,32,20 PropylEinl Gegen die Mitte [
einer Höhle] steigt eine Kluft aufwärts und bildet einen spizigen Dohm GWBB4,125,27 ChStein 4.11.79 Das Gewebe dieser Welt ist aus Nothwendigkeit und Zufall gebildet GWB21,108,5 Lj I 17
uö ‘in etw gebildet’: angeordnet, gruppiert die Gesellschaft in einen förmlichen Halbcirkel gebildet GWB24,160,2 Wj I 9 D
im natwiss Bereich: versch akzentuiert als Gestaltung od Genese, prinzipiell jedoch beide Begriffskomponenten umfassend (s Vorbem); Gestalt in allen Bereichen begriffen als das Geregelte, Gesetzmäßige u zugl (potentiell) Wandelbare, das ‘Gebildete’ dem ‘Ungebildeten’, ‘Unförmlichen’, ‘Amorphen’, dem ‘Ungebilde’, dem ‘Chaos’ gegenübergestellt; gestaltprägendes u -hervorbringendes Subj häufig ‘die Natur’, auch idVbdg ‘b-de Natur’; höchste begriffl Ausprägung im Bereich der organischen Natur, analoger u modifizierter Gebrauch in den versch Bereichen des Anorganischen 1
als primäre Gestaltung materieller od organischer Substanzen, natürl Gestaltgenese überhaupt (sa D3) Jener Ausdruck [
Zenos]: die Farben seien die ersten Schematismen der Materie, ist uns sehr willkommen .. Die Materie tritt in die Erscheinung, sie bildet, sie gestaltet sich. Gestalt bezieht sich auf ein Gesetz GWBN3,113,17 FlH II [
anläßl der Lektüre von CFHeusingers ‘System der Histologie’] ich sehe wie bequem es die Natur hat, aus lebendig-unförmlichem Schleim sich ein ewig umzubildendes Gewebe zu b. GWBB38,40,12 Nees 29.1.24 C.
F. Wolf .. Legt ein organisches Chaos allen Organismen zum Grunde, und selbst die Erscheinung widersprach ihm nicht; denn eh wir ein Gebildetes mit Augen erblicken, sehen wir ein Ungebilde, in welchem und aus welchem jenes sich gestaltet GWBN13,50,26 Morph Plp [
Thales:] Sie [
die Natur] bildet regelnd jegliche Gestalt, | Und selbst im Großen ist es nicht Gewalt GWBFaust II 7863 GWBN9,249,23 GebirgsGestaltg GWBN6,204,19 VerstäubgVerdunstgVertropfg GWBB41,173,13 Nees 27.9.26
uö 2
organische Wesen, deren Gesamtorganismus od einzelne (ursprüngl identische9)) Teile hervorbringen, gestalten; nach den Prinzipien von Stetigkeit und Versatilität, der Konstanz generischer Merkmale u (umweltabhängiger) Variabilität, nach den (normale wie abnorme Entwicklungen umfassenden) Regeln der Metamorphose, in einer best Stufenfolge, im Rahmen eines begrenzten Naturetats; refl sich in einer best Form entwickeln; häufig absol, ‘das Gebildete’ als räuml-zeitl Konkretion des überzeitl Gestaltbegriffs Die Metamorphose der Pflanzen .. zeigt uns die Gesetze, wornach die Pflanzen gebildet werden .. das Gesetz der innern Natur, wodurch die Pflanzen constituirt werden .. das Gesetz der äußern Umstände, wodurch die Pflanzen modificirt werden GWBN6,286,7 PhysiolPfl Die Metamorphose ist ein höherer Begriff, der über dem Regelmäßigen und Unregelmäßigen waltet, und nach welchem eben so gut die einfache Rose als die vielblättrige sich bildet GWBN6,276,24 MetamPfl Wirkg 1830 Die krankhaften Phänomene deuten gleichfalls auf organische und physische Gesetze: denn wenn ein besonderes lebendiges Wesen von derjenigen Regel abweicht, durch die es gebildet ist, so strebt es in’s allgemeine Leben hin, immer auf einem gesetzlichen Wege GWBN1,46,11 FlD 102 Die Natur bildet also im Kelch kein neues Organ, sondern sie verbindet und modificirt nur die uns schon bekannt gewordenen Organe GWBN6,44,21 MetamPfl 38 ist den Löwen gehörnt der ewigen Mutter | Ganz unmöglich zu b. .. | Denn sie hat nicht Masse genug die Reihen der Zähne | Völlig zu pflanzen und auch Geweih und Hörner zu treiben GWB3,90 MetamTiere 47 Geben wir genau auf diese Mannichfaltigkeit Acht, so werden wir in den Stand gesetzt, nicht allein die Thiere unter einander, sondern sogar das Thier mit sich selbst zu vergleichen. In dieser bei genauer Betrachtung die größte Bewunderung erregenden Veränderlichkeit der Theile ruht die ganze Gewalt der b-den Natur GWBN8,272,14 VersGestalt Tiere GWBN6,173,23 MetamPfl Nachtr GWBN8,74,15 Vortr VglAnatomie GWBN7,56,21 SpiralTend
uö nach urbildl ‘Mustern’, der Urpflanze, dem animalischen Typus, als in den Einzelerscheinungen sinnl faßbaren u zugl ideierten Grundmodellen Im Angesicht so vielerlei neuen und erneuten Gebildes fiel mir die alte Grille wieder ein: ob ich nicht unter dieser Schaar die Urpflanze entdecken könnte? Eine solche muß es denn doch geben! Woran würde ich sonst erkennen, daß dieses oder jenes Gebilde [< Gebildete] eine Pflanze sei, wenn sie nicht alle nach Einem Muster gebildet wären? GWB32,43,5 ItR Wir dürfen behaupten, daß der Knochenbau aller Säugethiere .. nach einerley Muster und Begriff gebildet ist GWBN13,202,16 Morph Plp Vorschlag zum Typus der die Idee versinnlichte wornach alle vollkommneren Thiere gebildet sind GWBN8,311 Morph Plp Mensch nach eben dem Typus und eben den Gesetzen gebildet [
wie das Tier] GWBN8,313 Morph Plp GWBN8,273,2 VersGestalt Tiere GWBB44,54,24 Nees 2.4.28
uö ‘b. und umbilden’ (auch subst u refl, erweitert durch ‘verbilden’ od syntakt aufgelöst): (Gestalt)Genese u Gestaltveränderung in komplementärer Verbindung10) Die über organische Natur, deren B. und Umbilden mir gleichsam eingeimpften
[] Ideen erlaubten keinen Stillstand .. Ich .. trug ihm [
KPhMoritz] .. die Metamorphose der Pflanzen vor GWB32,92,25 ItR Das Wechselhafte der Pflanzengestalten .. erweckte .. bei mir .. die Vorstellung: die .. Pflanzenformen seien nicht ursprünglich determinirt und festgestellt, ihnen sei vielmehr, bei einer eigensinnigen, generischen und specifischen Hartnäckigkeit, eine glückliche Mobilität .. verliehen, um in so viele Bedingungen, die .. auf sie einwirken, sich zu fügen und darnach b. und umbilden zu können GWBN6,120,25 BotanStudien [1831] sammelte ich Beispiele des B-s, Umbildens und Verbildens, womit die Natur so freigebig ist GWBN6,169,14 MetamPfl Nachtr GWBN6,10,4 Morph Einl [
Zit s v bildsam Sp 697,68ff] GWBN7,222,6 AllgVergleichungslehre GWBB43,22,24 Carus 16.8.27
uö unter dem Gesichtspunkt der Zweckbestimmung, Funktionalität wenn man bedenkt, daß er [
der Zwischenkieferknochen] zu der Absicht gebildet ist, daß ein Thier sich hauptsächlich seine Nahrung .. zueigne GWBN8,140,20 BeschreibgZwKnoch Wer zuerst aus der Systole und Diastole, zu der die Retina gebildet ist, aus dieser Synkrisis und Diakrisis, mit Plato zu sprechen, die Farbenharmonie entwickelte, der hat die Principien des Colorits entdeckt GWB48,204,2 MuR(1079) Die Glieder aller Geschöpfe sind so gebildet, daß sie ihres Daseyns genießen, dasselbe erhalten und fortpflanzen können N(GOETHE 14/15,143) Schönheit organNaturen
uö unter dem für G-s theoret Position bezeichnenden Doppelaspekt von äußerer Determination u Funktionalität11); insbes idVbdgn ‘(sich) durch etw zu etw, an etw für etw b.’ das Thier wird durch Umstände zu Umständen gebildet; daher seine innere Vollkommenheit und seine Zweckmäßigkeit nach außen GWBN8,18,14 VglAnatomie 4 So bildet sich der Adler durch die Luft zur Luft, durch die Berghöhe zur Berghöhe GWBN8,20,10 VglAnatomie 4 Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgültigen thierischen Hülfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seines Gleichen werde; und so bildet sich das Auge am Lichte für’s Licht, damit das innere Licht dem äußeren entgegentrete N1,XXXI,12 FlD Einl Die entschiedene Gestalt ist gleichsam der innere Kern, welcher durch die Determination des äußern Elementes sich verschieden bildet. Eben dadurch erhält ein Thier seine Zweckmäßigkeit nach außen, weil es von außen so gut als von innen gebildet worden GWBN7,222,1u3 AllgVergleichungslehre GWBN7,224,5 ebd
uö ‘sich in etw, zu etw b.’ als Gestaltwandel, an Gestaltwandel gebundene, stufenweise Entwicklung erkennen wir: daß die Regel zwar fest und ewig, aber zugleich lebendig sey, daß die Wesen, zwar nicht aus derselben heraus, aber doch innerhalb derselben sich in’s Unförmliche b. [umbilden 479] können, jederzeit aber, wie mit Zügeln zurückgehalten, die unausweichliche Herrschaft des Gesetzes anerkennen müssen N(DKuhn 222) PrincPhilZool II Var Werdend betrachte sie nun, wie nach und nach sich die Pflanze, | Stufenweise geführt, bildet zu Blüthen und Frucht GWB1,290 MetamPflanz 10
uö ‘aus etw b.’: aus (morphol kongruenten, ursprüngl identischen) Bestandteilen konstituieren; ‘aus etw gebildet sein’ iSv aus etw bestehen Der Stengel wird aus Blattstielen und Blattrippen gebildet GWBN13,147,5 Morph Plp die .. 1791 in Venedig von mir gemachte Entdeckung, daß der Schädel aus Rückenwirbeln gebildet sei GWB36,7,2 TuJ GWBN6,77,12 MetamPfl
uö ‘b-de Kraft’, ‘b-der Trieb’: im Rahmen eines beschränkten ‘Naturetats’, innerhalb der Grenzen des Typus wirksame, den Typus zugl konstituierende, Gestalt hervorbringende u verändernde Naturkraft; ausschließl in Studien zur vergleichenden Anatomie 95/96 (s Bildungskraft, Bildungstrieb) Hier [
im sog Kompensationsgesetz] sind die Schranken der thierischen Natur, in welchen sich die b-de Kraft auf die wunderbarste und beinahe auf die willkürlichste Weise zu bewegen scheint, ohne daß sie .. fähig wäre den Kreis zu durchbrechen oder ihn zu überspringen GWBN8,16,13 VglAnatomie 4 Wenn nun die Möglichkeit dieser speciellen Simultanen Metamorphose bey jeder Thiergattung sich auf eine besondere Weise manifestirt ohne daß der B-de Trieb aus dem geschlossnen Kreise des Typus herausgeht GWBN13,215,21 Morph Plp Die Metamorphose jedoch wirkt bei vollkommneren Thieren auf zweierlei Art: erstlich daß .. identische Theile, nach einem gewissen Schema, durch die b-de Kraft auf die beständigste Weise verschieden umgeformt werden, wodurch der Typus .. möglich wird GWBN8,88,11 Vortr VglAnatomie 3 GWBN8,20,8 VglAnatomie 4
‘gebildet’: als organolog bestimmter Formbegriff (korrespondierend mit ‘gewachsen’ u dem umfassenderen ‘geformt’, unterschieden von ‘gestaltet’) Form Figur | Gestalt Bildung | gestaltet gebildet | geformt | gemacht gewachsen
12) GWBN11,372 Plp
‘gebildet’ iSv ausgebildet Die Zeugung ist eine Determination der schon völlig gebildeten und abgesonderten Pflanzen Einheit GWBN7,286 MorphStudien inItal GWBN6,357,12 Morph Aphorist
uö 3
mineralog-geol a
als Mineral- od Gesteinsbildung, Formierung anorganischer Substanzen aufgrund einer der Materie immanenten, als Kristallisation, ‘Veredelung’ verstandenen Gestaltungstendenz; wie im organischen Bereich der Entstehungsakt prinzipiell an Formgebung gebunden; auch in der für diesen Zshg signifikanten Vbdg ‘werdendes B.’ zeigt sich .. die alte Wahrheit, daß jede anorganische Materie, wenn sie in’s Freye geräth, sich ihren Bestandtheilen gemäß crystallinisch bildet GWBB25,125,14 JGLenz 31.12.14 Dieses Bestreben, daß die Masse sich in der Form veredeln will, geht durch alle Epochen .. traue ich der Natur zu, daß sie noch am heutigen Tage Edelsteine uns unbekannter Art b. könne GWBN10,87,3 Edelsteine Der Feldspath fängt an, sich .. innerhalb der Granitmasse zu gestalten .. manchmal ergreift dieses werdende B. einen bildsamen Granit und nimmt ihn mit in sich auf GWBN9,44,13 AnLeonhard 25.11.07 Die entschieden schönen Stücke [
des Toneisensteins] .. werden .. eher gefunden, weil sie Aufmerksamkeit erregen, als die Übergänge, woraus sich anschaulich ergiebt, wie das Gebildete aus dem Ungebildeten möglich ward GWBB23,391,28 August 27.6.13 daß jene frühere Gebirge .. nicht in Masse solidesciren können, sondern schon halb entstanden bröcklich .. niedergehen, und so Gebirgsarten b., die uns deßwegen unerklärbar sind, weil es höchst schwer .. ist, uns einen Begriff zu bilden, der zugleich das Werden und das Sein, das Formen und Umformen, das Bestimmen und Lösen enthalte GWBN10,14,20 Porphyrartig GWBN10,79,15 Dynamism [ChHSchlosser/G] [
Zit s v Bildung Sp 703,61ff] GWBB31,52,20 Leonhard 8.1.19 K GWBN10,20,8u9 GestörteFormation GWBN9,317 MinGeol Var
uö ‘B. und Umbilden’: Entstehung u Metamorphose als sukzessive, prinzipiell aber untrennbare Handlungen komplementär verbunden [
Ausz aus Noses ‘Fortgesetzter Kritik der geol Theorie’ 1822] Gleichnisse taugen nichts zum Erklären: der
[] Brod- und Ziegelteig durchs Feuer gebacken setzen ein schon Erzeugtes voraus; B. und Umbilden sind zwei mit und nach einander zu betrachtende Handlungen
13) GWBN9,399 Üb:Nose
‘gebildet’ iSv gestaltet, geformt, strukturiert; meist mit qualifizierenden Angaben; absol iSv kristallinisch gebildet das Hauptkennzeichen [
des Porphyrs] blieb immer, daß etwas fremdartig Scheinendes, aber in der Masse selbst uranfänglich Entwickeltes .. sich, mehr oder weniger gebildet, zeigt GWBN10,8,15 Porphyrartig Glimmer .. hingegen fein blättrig gebildet GWBN10,122,9 Zinnformation [
mBez auf eine Sendung ‘kristallisierten’ Granits] Granit, gebildet, anerkannt GWB4,130 Granit,gebildet 1 [
für: sous la forme de] GWBN7,153,19 Pflanzenbildg Decandolle GWBN10,11,24 Porphyrartig
uö b
als geol Formation, Bildung von Gesteinsmassen, Gängen, Flözen, Formierung der Erdoberfläche, Erdentstehung; überwiegend gedeutet als Kristallisation od kristalline Sedimentation, mechanische Einwirkungen (Verwitterung, Erosion) zT mit einbeziehend, auch in Auseinandersetzung mit anderen Erdentstehungstheorien, zB dem Vulkanismus Alle Gebirgsmassen trennen und b. sich kosmisch GWBN10,85,2 Edelsteine eh’ ich auszusprechen wagte: unser Ur- oder Grundgebirg habe sich aus der ersten großen chaotischen Infusion krystallinisch gebildet GWBN9,263,25 VerschBekenntn die Anziehungskraft einzelner Felsmassen .. war damals so stark, daß sie die in dem allgemeinen Auflösungsmittel schwimmenden metallischen und irdischen Theile .. an sich zog, indessen das Übrige in Masse niederging, wodurch also ein steil aufgerichtetes, ja ein überhängendes Flötz zugleich mit dem horizontalen gebildet wurde GWBN10,97,8 Flöze Die schönste Metamorphose des unorganischen Reiches ist, wenn bei’m Entstehen das Amorphe sich in’s Gestaltete verwandelt. Jede Masse hat hiezu Trieb und Recht. Der Glimmerschiefer verwandelt sich in Granaten und bildet oft Gebirgsmassen, in denen der Glimmer beinahe ganz aufgehoben ist GWB42
2,257,14 MuR(1259) da dieser Gipfel noch .. in den alten Wassern dastand; um sie sauste der Geist, der über den Wogen brütete, und in ihrem weiten Schooße die höheren Berge aus den Trümmern des Urgebirges und aus ihren Trümmern und den Resten der eigenen Bewohner die späteren und ferneren Berge sich bildeten GWBN9,175,20 ÜbGranit daß ich .. bey’m B. der Erdoberfläche dem Feuer nicht soviel Einfluß zugestehn kann, als gegenwärtig von der ganzen naturforschenden Welt geschieht GWBB37,80,15 Nees 13.6.23 Die Geologen schließen mit Recht aus ihren Erfahrungen, daß die Natur, indem unsere Erde gebildet worden, in den ersten Zeiten chemisch und in den letzten mechanisch verfahren sei GWBN9,322 MinGeol Plp GWBN10,119,9 Zinnformation GWB30,194,14 ItR GWB15
2,206 Üb:Helena Plp
uö ‘sich zu etw b.’ iSv konsolidieren Als unsre Erde sich zu einem Körper bildete, war ihre Masse in einem mehr oder weniger flüssigen Zustande GWBN9,296,1 GesteinsLagerg 4
meteorol: für die Entstehung best Wolkenformen (in Abhängigkeit von den atmosphär Bedingungen) glaube gefunden zu haben, daß die Gestalten der Wolken-Phänomene vom Barometer-Stande .. abhängt .. Cumulus bildet sich immer in höhern Regionen und alsdann ganz rein GWBB27,321,7 Münchow 20.1.17 K sehr selten wird ein Cumulus bei uns an seinem untern Rande geballt oder in einiger Auszackung gebildet erscheinen, vielmehr .. ruht [
er] mit einer stratusähnlichen Basis gleichsam auf einem fremdartigen schwereren Elemente, das ihn zu einer horizontalen Gestaltung nöthigt GWBN12,87,20 Witterungslehre 1825 GWBT1,163,23 v 9.9.86
uö ‘b. und umbilden’ [
in NatH 1,4 gedruckter Eigenkommentar zu ‘Howards Ehrengedächtnis’] In der ersten Strophe wird die Indische Gottheit Camarupa .. als das geistige Wesen dargestellt, welches, nach eigner Lust die Gestalten beliebig zu verwandlen, auch hier sich wirksam erweis’t, die Wolken bildet und umbildet GWBB50,47,18 Hüttner 3.4.21 5
physikal: für die Erzeugung opt u materieller (auf Schwingungen, Impulsen beruhender) Gestaltphänomene, der entopt Farbfiguren, der analog dazu gesehenen Chladnischen Klangfiguren uä [
Gegenüberstellung der Chladnischen Ton- u der Seebeckschen entopt Figuren] ihre Anfänge sind parabolische Linien, welche mit ihren Gipfeln gegen einander streben .. um ein Kreuz zu b. GWBN5
1,295,27 EntoptFarb 30 GWBN11,241,24 PhysChemMechanProbl
uö 6
in Übertragung natwiss Gesetzmäßigkeiten auf den Gesamtkomplex lebendigen Seins: ein ‘Kraftfeld’, einen körperl-geistigen Wirkungsbereich (um sich her) verbreiten Der Magnet ist ein Urphänomen .. Alles Lebendige bildet eine Atmosphäre um sich her GWBN11,148,24 MuR(435) E
als päd Begriff 1
für die komplexe innere (geistig-sittl) Formung des (in seiner Grunddisposition stabilen) Individuums, seine positive od negative Prägung, die umfassende, allseitige Entwicklung, Ausbildung, Vervollkommnung der Persönlichkeit a
als Bestimmung, Prägung durch die faktisch gegebenen Lebensumstände, den Einfluß einer Epoche, eines Milieus, einer Regierungsform uä (trans u refl); mehrf im Rahmen einer Wechselbeziehung zw dem Individuum u seiner Zeit; zT resultativ für die Hervorbringung, Erzeugung eines best Menschentyps; koordiniert mit ‘bestimmen’, ‘erzeugen’, ‘hervorbringen’ Hierzu [
zur biogr Darstellung] wird .. gefordert, daß .. das Individuum sich und sein Jahrhundert kenne, sich, in wiefern es unter allen Umständen dasselbe geblieben, das Jahrhundert, als welches sowohl den Willigen als Unwilligen mit sich fortreißt, bestimmt und bildet GWB26,7,24 DuW Vorw [
Paestum] wie die Jahrhunderte sich aus dem Ernsten in das Gefällige bilden, so b. sie den Menschen mit, ja sie erzeugen ihn so GWB31,71,28 ItR Man .. bedenkt nicht, daß alle diese Männer [
Theologen, Mediziner, Philosophen, Juristen] von der Zeit gebildet werden und die Zeit bilden helfen, und daß alles was sie lehren auf das bürgerliche Leben den größten Einfluß hat GWB53,187,16 Üb verschZweige hiesiger Tätigk daß Regierungsform eben auch einen moralisch-klimatischen Zustand hervorbringe, worin die Charaktere auf verschiedene Weise sich ausbilden .. In der Republik b. sich große, glückliche, ruhig-rein thätige Charaktere GWB7,40,10 DivNot Fulda, Würzburg, Bamberg, Maynz. Die Verfassung dieser Provinzen bildet ganz andre Menschen als die unsrige GWBB5,304,4 ChStein 9.4.82 GWBB16,76,10 Schiller 4.5.02
uö b
als unmittelbare päd Einwirkung, Beeinflussung durch die Vorbildlichkeit einer Lebenshaltung (mehrf Betonung der bildenden Rolle der Frau), Wirkung eines Lebenskreises; auch idVbdg ‘an jdm b.’, koordiniert mit ‘schaffen’ u der Negativvariante ‘verziehen’, iUz ‘unterrichten’, ‘belehren’ Die Einwirkung dieses gutmüthigen Polterers war groß und bedeutend .. ältere Personen .. hatten mich mit Schonung zu b. gesucht, vielleicht auch durch Nachgiebigkeit verzogen; von Herdern aber konnte man niemals eine Billigung erwarten GWB27,307,24 DuW 10 Beste so
[] wie du nie aufhören wirst, so schaffe und bilde mich auch so daß ich deiner werth bleibe GWBB5,125,14 ChStein 14.5.81 ist es keine Kleinigkeit in deiner Nähe gelebt zu haben, unter den deinigen gewesen zu seyn. Die Menschen werden nur von Menschen gebildet, die Guten von Guten GWBB9,46,8 Jacobi 31.10.88 Ein Freund, der es zu deutlich merken läßt, daß er an euch zu b. gedenkt, erregt kein Behagen; indessen eine Frau, die euch bildet, indem sie euch zu verwöhnen scheint, wie ein himmlisches freudebringendes Wesen angebetet wird GWB27,15,23u24 DuW 6 Von der besten Gesellschaft sagte man: ihr Gespräch ist unterrichtend, ihr Schweigen b-d GWB42
2,160,14 MuR(365) GWB27,145,3 DuW 7 Tasso 1159u2112u2167 GWB20,67,13 Wv I 6 GWB28,266,21 DuW 14 Gespr Eckerm 16.12.28
uö c
für die Formung des Menschen durch subjektive Erfahrungen, prägende Erlebnisse, Einsichten, Erkenntnisse, komplexe kulturelle Einflüsse (zT nuanciert iSv E2d); verbunden mit Zielvorstellungen; koordiniert mit ‘beleben’, ‘aufmuntern’, ‘berichtigen’, ‘belehren’ Sag’ ich, wie ich es denke, so scheint durchaus mir, es bildet | Nur das Leben den Mann [Menschen
Var] und wenig bedeuten die Worte GWB1,298 Vs 38 Epist I [
der Jüngling:] die vierte Kraft .. die noch früher, allgemeiner, gewisser die Welt beherrscht, die Kraft der Liebe .. [
der Alte:] Die Liebe herrscht nicht, aber sie bildet, und das ist mehr GWB18,268,15 Märchen [
ins Stammbuch von FStein] Unglück bildet den Menschen und zwingt ihn sich selber zu kennen, | Leiden gibt dem Gemüth doppeltes Streben und Kraft. | Uns lehrt eigener Schmerz der andern Schmerzen zu theilen. | Eigener Fehler erhält Demuth und billigen Sinn GWB4,120 Unglück bildet 1 mit dem Gefühl des Vaters hatte er [
Wilh] auch alle Tugenden eines Bürgers erworben .. O, der unnöthigen Strenge der Moral! rief er aus, da die Natur uns auf ihre liebliche Weise zu allem bildet, was wir sein sollen GWB23,137,26 Lj VIII 1 nicht der Schein desjenigen was andere sein konnten, sondern die Erkenntniß dessen was sie waren und sind, bildet uns GWB41
2,170,20 Plato Mitgenosse christl Offenb Für Naturen wie die meine, die sich gerne festsetzen und die Dinge festhalten, ist eine Reise unschätzbar, sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet GWBB12,330,2 Schiller 14.10.97 GWB1,91 An Mignon 12 GWB20,264,10 Wv II 6 GWBB22,395,6 CarlAug [Dez 11] K GWBB11,58,9 ChKalb [26.4.96]
uö d
als Formung des eigenen Inneren, Selbstbildung (mit deutl aktivischer Komponente) od (mehr geschehnishaft) Selbstentfaltung, -entwicklung (refl u in Vbdgn wie ‘an/in sich, etw aus sich b.’); im Widerstand, in aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt od in deren Einflußbereich, durch die Ausbildung auch der eigenen Natur widerstrebender Tendenzen, durch Bewußtmachung, Relativierung der eigenen Position uä; neben ‘sich bearbeiten’, ‘streben’, ‘aufstreben’, ‘sich entwickeln’, ‘werden’, ‘sich erzeugen’ u den Negativvarianten ‘überbilden’, ‘Verbildung’; einmal ‘sich b-d adeln’ er [
Brutus] hat die Anstrengung dessen, der Widerstand findet, dessen, der sich im Widerstande bildet; der nicht dem Schicksale, sondern großen Menschen widerstrebt; der unter großen Menschen geworden ist. Nur ein Jahrhundert von Trefflichen konnte den trefflichsten durch Stufen hervorbringen GWB37,357,24 PhysiognFragm [
Leonore zu Alphons:] Es bildet ein Talent sich in der Stille, | Sich ein Charakter in dem Strom der Welt. | O daß er sein Gemüth wie seine Kunst | An deinen Lehren bilde! daß er nicht | Die Menschen länger meide, daß sein Argwohn | Sich nicht in Furcht und Haß verwandle! Tasso 304u307 TYXH [
Strophentitel] .. Nicht einsam bleibst du, bildest dich gesellig, | Und handelst wohl so wie ein andrer handelt
14) GWB3,95 Urworte,Orphisch 11 Kein Mensch kann eine Faser seines Wesens ändern, ob er gleich vieles an sich b. kann. Schlosser stickt in seiner Haut und Verhältnissen so fest als ein andrer, wir sollten alle mit einander Mitleiden haben GWBB6,261,22 Jacobi 31.3.84 wir b. uns nicht, wenn wir das was in uns liegt, nur mit Leichtigkeit und Bequemlichkeit in Bewegung setzen .. .. hat der Mensch auch das was seiner Natur entgegengesetzt ist, theoretisch und praktisch .. in sich aufzunehmen GWB47,30,1 PropylEinl [
der Abbé:] Das Schwerste finde ich die Art von Absonderung, die der Mensch in sich selbst bewirken muß, wenn er sich überhaupt b. will; deßwegen finden wir so viel einseitige Culturen, wovon doch jede sich anmaßt über das Ganze abzusprechen GWB23,250,26 Lj VIII 7 [
Wilh zu Herrn von C.:] wie glücklich sind Sie, daß Ihr Schicksal Sie an Orte führt, wo der ganze Mensch seine besten Kräfte anwenden kann, wo alles, was er in seinem Leben geworden, wozu er sich gebildet, in einem Augenblicke wirksam werden und sich in seinem höchsten Glanze zeigen muß GWB52,53,23 ThS IV 11 GWBB48,259,15 Zelter 28.6.31 GWB13
1,89 Prol Was wir bringen 10 GWB40,369,3 Rez: Bekenntn schönSeele GWBB45,116,27u28 Schultz 10.1.29 GWB16,295 Maskenz 1818 Vs 816 GWBB39,54,9u12 Knebel 24.12.24
uö nach einem Vorbild, ‘Muster’, an einer vorbildhaften Kultur, nach grundlegenden Einsichten, Maximen; auch idVbdgn ‘sich mit u an jdm b.’, ‘sich jdm ähnlich, gleich b.’ u zuständl ‘nach jdm gebildet sein’; in Übs für ‘se nourrir’ [
die Gräfin zu Luise:] In Ihrer Nähe, durch Ihr Beispiel wird sie [
die Tochter] gereizt werden sich nach einem Muster zu b. das so liebenswürdig ist GWB18,40,17 Aufgeregten II 4 Warum studiren wir denn die Alten, als: ähnliche Gesinnungen bey ihnen zu finden oder uns ihnen ähnlich zu b.? GWBB17,241,16 Eichstädt 16.1.05 wenn wir uns dem Alterthum gegenüber stellen und es ernstlich in der Absicht anschauen, uns daran zu b., so gewinnen wir die Empfindung, als ob wir erst eigentlich zu Menschen würden GWB42
2,190,21 MuR(660) GWB27,226,16 DuW 9 GWB26,5,18 DuW Vorw GWBB25,103,5 Cotta 21.12.14 [
für: se nourrir] GWB41
1,16,1 Übs:JvMüller,Friedr II [G/Riemer] GWB36,323,22 Zu brüderlAndenkWielands 1813
uö ‘in sich hinein b.’: in pointierter Gegenüberstellung zu ‘aus sich heraus b.’ zur Bezeichnung des Unterschieds zw ethischer u ästhetischer Nachahmung Nachahmen, im edlen moralischen Sinn, wird mit den Begriffen von Nachstreben und Wetteifern fast gleichbedeutend. Es fragt sich nun, wie die Nachahmung des Edlen und Guten von der Nachahmung des Schönen unterschieden sei? Jene strebt in sich hinein, diese aus sich heraus zu b. GWB47,85,2 Moritz,Nachahmg dSchönen
aus der eigenen Individualität, dem eigenen Inneren heraus, als Individuum; zugl verbunden mit Zielvorstellungen: ‘nach außen, zur Welt’ (s E2c) In Deutschland .. sucht jeder seine Individualität eifrig zu bewahren, er bildet sich im Stillen von innen heraus GWBB43,368,9 Varnhagen [8.11.27] K Ich war mir edler großer Zwecke bewußt, konnte aber niemals die Bedingungen begreifen unter denen ich wirkte; was mir mangelte merkt’ ich wohl, was an mir zuviel sei gleichfalls; desßhalb unterließ ich nicht mich zu b., nach außen und von innen. Und doch blieb es
[] bei’m Alten GWB36,233,1 BiogrEinzh [
Selbstanrede der Königin Elisabeth] indessen du .. | Mit hohem Sinn dich in dir selbst erzeugt, | Und im Gefängniß hart behandelt, Frist | Zu b. dich gewannst das was du bist GWB13
1,178 EpilEssex 34 Man sagt mit Recht .. daß die gemeinsame Ausbildung menschlicher Kräfte zu wünschen und auch das Vorzüglichste sey. Der Mensch aber ist dazu nicht geboren, jeder muß sich eigentlich als ein besonderes Wesen b., aber den Begriff zu erlangen suchen, was alle zusammen sind Gespr Eckerm 20.4.25 Klinger gehört unter die, welche sich aus sich selbst, aus ihrem Gemüthe und Verstande heraus zur Welt gebildet hatten GWB28,255,27 DuW 14 Purkinje .. Ein solcher autodidaktischer und heautontimorumenischer, geistreicher, genialer Piarist nimmt sich zwischen Protestanten gar wunderlich aus, denen es vor lauter äußerem Zudrang schwer wird, sich aus sich selbst zu b., und die selten Lust haben, in’s Innere ihres geistig-körperlichen Wesens zu dringen GWBB36,440,22 Sternbg 12.1.[23] K GWBN5
2,244,31 Fl Plp GWBB36,233,19 Knebel 14.12.22
uö ‘sich von außen nach innen zu b.’ [
der Schauspieler zum Major:] Wie kann ein junger Mann sich bilden, der nicht eitel ist? Eine leere hohle Natur wird sich wenigstens einen äußern Schein zu geben wissen, und der tüchtige Mensch wird sich bald von außen nach innen zu b. GWB24,273,14 Wj II 3 Mann v50Jahren
in geistiger Gemeinsamkeit, wechselseitigem Bezug: ‘sich (mit u) an einander b.’ [
betr Briefw Schiller — G] Der Begriff was wir beide gewollt, wie wir uns an einander gebildet, wie wir einander gefördert, wie weit wir mit unsern Leistungen gediehen und warum nicht weiter? .. muß denen die auch bestrebsam sind zur guten Leuchte dienen GWBB42,22,22 ESchiller 26.1.27 ~ GWBB42,26,5 Cotta 26.1.27 GWBB13,353,16 Schiller 22.12.98 GWBB49,113,13 Gf Brühl 15.10.31
uö 2
spezieller: für die Ausbildung einzelner Gefühls- od Geisteskräfte, Fähigkeiten, Tugenden, Organe (trans u refl) a
als innere Sensibilisierung, Kultivierung des Gefühls Ihre Seele hat sich sehr nach dem Glück gebildet, Sie sind zärtlich, fühlbaar, Kennerinn des Reitzes GWBB1,191,2 FOeser 13.2.69 [
für: former] GWB9,281 Mahomet 117
uö(selten) b
sittl-moralisch, zu best Tugenden, auch im Sinne einer inneren Festigung; koordiniert mit ‘sich bearbeiten’ Stille sowohl als brausende Leidenschaften, welche dem Menschen die Tage verbittern, sind in allen Ständen rege .. Aber glücklicherweise kann man sich auch in jedem Stande sittlich bearbeiten und b. [< Überall kommt es darauf an, in wie fern der Mensch sich moralisch bearbeitet und bildet
K] GWBB16,289,2 SWolff 1.9.03 [
Herm:] hat in der Brust mir | Doch sich gebildet ein Herz, das Unrecht hasset und Unbill GWBHermDor IV 131 GWB37,30 Annette Triumph dTugend II 52
uö c
zu gesellschaftl Tugenden (Anstand, Betragen, Lebensart); mehrf (wie im natwiss Bereich) Bildungsmedium u Bildungszweck unmittelbar korrespondierend: ‘sich an od in der Gesellschaft zur Gesellschaft b.’ daß er [
JMFärber] sich in seinen bisherigen Diensten zu Anstand und Lebensart hat b. können GWBB30,174,20 Voigt 23.4.14 [
der Geistliche zu Luise:] wir andern, die wir von der Gesellschaft abhängen, müssen uns nach ihr b. und richten, ja wir dürfen eher etwas thun, das ihr zuwider ist, als was ihr lästig wäre GWB18,121,10 Unterhaltungen [
Georg Melchior] Kraus .. bildete sich an der Gesellschaft zur Gesellschaft GWB29,168,17 DuW 20 Dem Deutschen fehlt, woran seine Lage Ursache seyn mag, durchaus der Trieb, die Lust, das Bedürfniß, sich im geselligen Leben zu b., wogegen der Franzos ganz allein von und für die Gesellschaft existirt GWBB43,367,8 Varnhagen [8.11.27] K GWBB35,187,7 Nicolovius 25.11.21 K GWB46,115,17 Hackert
uö iron als Wirkung eines Milieus auf den Lebensstil [
Brander üb Faust u Meph:] Die kommen eben von der Reise, | Man sieht’s an ihrer wunderlichen Weise; | Sie sind nicht eine Stunde hier. | [
Frosch:] Wahrhaftig du hast Recht! Mein Leipzig lob’ ich mir! | Es ist ein klein Paris, und bildet seine Leute GWBFaust I 2172 d
als Bildung des Geistes, des Verstandes, intellektueller Fähigkeiten, Eigenschaften, ‘Organe’; mehrf die einseitig intellektuelle Schulung, der bloße Wissens- u Kenntniserwerb kontrastiert mit den Forderungen des sittl handelnden Menschen; koordiniert mit ‘Richtung geben’, ‘ordnen’, ‘veredeln’, ‘nähren’, ‘erheben’ [
Antonio mBez auf Tasso:] Wer seinen Geist so viel gebildet hat, | Wer jede Wissenschaft zusammengeizt, | Und jede Kenntniß, die uns zu ergreifen | Erlaubt ist, sollte der sich zu beherrschen | Nicht doppelt schuldig sein? Tasso 2875 [
Secretär üb Eugenie:] Gebildet ist ihr Geist, doch nicht zur That, | Und wenn sie richtig fühlt und weise spricht, | So fehlt noch viel, daß sie gemessen handle GWBNatT 828 Die Fehler der Beobachter entspringen aus den Eigenschaften des menschlichen Geistes. Der Mensch kann und soll seine Eigenschaften weder ablegen noch verläugnen. Aber er kann sie b. und ihnen eine Richtung geben GWBN11,42,6 BeobachtgDenken Was hilft es die Sinnlichkeit zu zähmen, den Verstand zu b., der Vernunft ihre Herrschaft zu sichern, die Einbildungskraft lauert als der mächtigste Feind GWB35,243,26 TuJ GWB47,68,8 Baukunst 1795 [
für: cultivé] N(DKuhn 222) PrincPhilZool II Var [> hochgebildet 223,464]
uö ‘der (harmonisch) gebildete Geist’ als kongeniales Organ der Kunstrezeption, ästhetische Normen setzende Instanz Ein vollkommenes Kunstwerk ist ein Werk des menschlichen Geistes .. Es will durch einen Geist, der harmonisch entsprungen und gebildet ist, aufgefaßt sein, und dieser findet das Vortreffliche, das in sich Vollendete, auch seiner Natur gemäß GWB47,265,11 ÜbWahrh uWahrscheinlichk dKunstw Die Naturschönheit ist den Gesetzen der Nothwendigkeit unterworfen, die Kunstschönheit den Gesetzen des höchst gebildeten menschlichen Geistes; jene erscheinen uns gleichsam gebunden, diese gleichsam frey GWB53,397 Plp
für die Schulung des Geistes, des Wissens, der ‘Anschauung’ am Erkenntnis- od Beschäftigungsgegenstand, die Entwicklung eines Erkenntnisorgans ‘in und zu der Erfahrung’ die ganz reinen Krystallbildungen, an denen wir uns höchlich erfreuen, unser Wissen daran b. und ordnen können GWBN9,244,2 GebirgsGestaltg Die Arbeit [
an der Farbenlehre] war unsäglich .. da ich kein Organ zur Behandlung der Sache mitbrachte, sondern mir es immer in und zu der Erfahrung b. mußte GWBB13,32,4 Schiller 20.1.98 GWBB20,294,20 August 5.2.09
uö e
für die Ausbildung, Schulung, Entwicklung des Geschmacks, des (Kunst-)Sinnes; durch rezeptive Vorgänge, prakt Kunstausübung, den Umgang mit Kennern, an Beispielen, in der Frühzeit (in Polemik gegen das Antikevorbild): ‘aus Blick auf die Natur’ hier [
in Rom] werd ich .. die Reste der alten, die Gebäude der neuen Zeit besehen und nicht allein meinen Geschmack b., sondern auch im Mechanischen mir Kenntniße erwerben GWBB8,41,17 CarlAug 3.11.[86] Hirt .. der schon recht schöne historische Kenntniße von Rom und von
[] der Kunst hat und seinen Geschmack im Umgange mit Verständigen bildet GWBB8,60,26 Wieland 17.11.[86] würden wir .. gewünscht haben, daß er [
Purmann], vor allen Dingen, aus Blick auf die Natur, den Geschmack zu b., geraten und Mittel angegeben hätte, wie man junge Gemüter erziehen und unterrichten soll, daß sie nichts als schön empfinden, als was wahr und schön in der Natur ist BA17,240 FGA ZufälligeGedanken [G/Merck?] GWB27,92,1 DuW 7 Gespr Eckerm 26.2.24 GWB36,195,17 TuJ
uö f
für die Schulung, Entwicklung körperl Organe: Auge, Ohr, Hand, Stimme; überwiegend für die ästhetische, vereinzelt die natwiss Schulung des Auges (an vorbildl Formen, Kunstgegenständen, für best Darstellungstechniken, auf best Stilmerkmale hin) mehrf iS einer grundlegenden ästhetischen Prägung des Organs; parallel zu ‘in sich selbst vollenden’ Ich muß erst mein Auge b., mich zu sehen gewöhnen GWBT1,206,22 v 17.9.86 Meine größte Freude ist, daß mein Auge sich an sichern Formen bildet und sich an Gestalt und Verhältniß leicht gewöhnt GWB32,36,26 ItR Meine alte Gabe, die Welt mit Augen desjenigen Mahlers zu sehen, dessen Bilder ich mir eben eingedrückt, brachte mich auf einen eignen Gedanken. Es ist offenbar, daß sich das Auge nach den Gegenständen bildet, die es von Jugend auf erblickt GWB30,132,25 ItR haben seine [
Guercinos] Sachen eine innerliche Moralische Grazie, eine schöne Freyheit und Grosheit. Dabey eine Eigenheit daß man seine Wercke wenn man einmal das Auge drauf gebildet hat nicht verkennen wird GWBT1,302,3 v 17.10.86 Der Italiäner wird sich der lieblichsten Harmonie, der gefälligsten Melodie befleißigen .. und so das gebildete Ohr seiner Landsleute entzücken GWB45,182,27 RamNeffeAnm GWB32,10,15 u 28,2 u 90,8 ItR GWB35,207,21 TuJ GWBB40,166,1 Elsholtz 11.12.25 GWBB22,334,8 Zelter 17.4.12 GWBB49,387,17 Cattaneo [26.11.31] K
uö im poetischen Vergleich vorzügliche mitlebende Männer sind den größeren Sternen zu vergleichen, nach denen .. unser Auge sich wendet, und sich gestärkt und gebildet fühlt, wenn es ihm vergönnt ist, solche Vollkommenheiten in sich aufzunehmen GWB28,45,10 DuW 11 g
allg für die Ausbildung menschl Anlagen, ‘Kräfte’, die Entwicklung, Schulung eines Talents; parallel zu ‘vollenden’, ‘üben’ [
päd Prinzipien des Abbés:] Nur alle Menschen machen die Menschheit aus, nur alle Kräfte zusammengenommen die Welt .. .. eine Kraft beherrscht die andere, aber keine kann die andere b.; in jeder Anlage liegt auch allein die Kraft sich zu vollenden GWB23,217,24 Lj VIII 5 Wir sehen ein ganzes Dutzend vorzüglicher Künstler von dort [
aus der Schule der Carracci] ausgehen, jeden in gleichem, allgemeinem Sinn sein besonderes Talent üben und b. GWB49
1,155,3 Antik uModern GWB1,284 Euphrosyne 94
uö 3
im engeren Sinne päd a
als häusl, elterl Erziehung, Erziehung im Rahmen versch päd Konzepte od Veranstaltungen (häusl od schulischer Unterricht, Erziehung in nach best Prinzipien arbeitenden päd Anstalten); mehrf (bes in der Frühzeit) kritisch gegenüb der Willkür, Konzeptionslosigkeit überkommener Erziehungsmethoden, der Fehlsteuerung nach dem eigenen Vorbild, der Beschneidung der vitalen Kräfte des Kindes [
Prometh:] dafür [
für die elterl Hilfe] hatten sie Gehorsam meiner Kindheit, | Den armen Sprößling zu b. | Dahin, dorthin, nach dem Wind ihrer Grillen GWB39,196 PromethFragm 1773 Vs 19 sie [
die Kinder] .. die wir als unsere Muster ansehen sollten; behandeln wir als Unterthanen .. Guter Gott .. alte Kinder siehst du, und junge Kinder .. und an welchen du mehr Freude hast, das hat dein Sohn schon lange verkündigt. Aber sie glauben an ihn und hören ihn nicht .. und b. ihre Kinder nach sich AA32,32 Werth
1 I Was bildet man nicht immer an unserer Jugend! Da sollen wir bald diese bald jene Unart ablegen, und doch sind die Unarten meist eben so viele Organe, die dem Menschen durch das Leben helfen .. GWB19,202,16 BrSchweiz I Ein auslangend b-der Unterricht ihrer [
Anna Amalias] fürstlichen Söhne war das Hauptaugenmerk einer zärtlichen, selbst höchst gebildeten Mutter, und so ward er [
Wieland] .. berufen, damit er seine literarischen Talente, seine sittlichen Vorzüge zum Besten des fürstlichen Hauses .. verwendete GWB36,317,10 Zu brüderlAndenk Wielands 1813 Ein Fellenberg’scher Sohn brachte mir die menschenfreundlich b-den Bemühungen des Vaters deutlicher zu Sinn und Seele
15) GWB36,183,23 TuJ GWBB6,292,15 ChStein 8.6.84 [
für: former] GWB9,317 Mahomet 910 GWBB22,183,14 Passow 20.10.11 GWB25
1,198,1 Wj III 10 [erzogen
Var]
uö in Gegenüberstellung zu ‘dressieren’ als psychologisches Eingehen auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes [
Therese an Natalie:] Wenn wir, sagtest du, die Menschen nur nehmen wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind .. Einsicht, Ordnung, Zucht, Befehl, das ist meine Sache .. Jarno sagte: Therese dressirt ihre Zöglinge, Natalie bildet sie GWB23,185,13 Lj VIII 4
zielgerichtet, das Bildungsziel od -ergebnis implizierend: unter sittl-moral Zielsetzungen, mit der Tendenz einer inneren Festigung, zu best Lebensbedingungen (körperl Bildung mit umfassend), auf eine best gesellschaftl Position od einen Beruf hin; durch vorbildl Verhalten, ‘nach best Maximen’, ‘nach außen’, ‘für einen weiteren Kreis’ [
Natalie:] Sie wissen vielleicht, daß ich immer eine Anzahl junger Mädchen um mich habe, deren Gesinnungen ich, indem sie neben mir aufwachsen, zum Guten und Rechten zu b. wünsche. Aus meinem Munde hören sie nichts, als was ich selber für wahr halte GWB23,157,2 Lj VIII 2 so wenig man jetzo irgend einen Menschen abhalten kann, Theil an den französischen Principien zu nehmen, so wenig kann man einen deutschen Jüngling vor der neuen Philosophie .. verwahren; aber das dürfte möglich seyn, durch gründlichen und klaren Unterricht ihn so zu b. daß er sich nicht Gesinnungen oder Meinungen mit einem leidenschaftlichen Vorurtheil hingebe GWBB12,370,24 Voigt 3.12.97 Erziehung heißt: die Jugend an die Bedingungen gewöhnen, zu den Bedingungen b., unter denen man in der Welt überhaupt, sodann aber in besondern Kreisen existiren kann GWB41
2,7,9 Rez:JSchopenh,Gabriele [
der Gehilfe:] in den gebildeten Ständen ist die [
Erziehungs-] Aufgabe sehr verwickelt .. Wir .. sollen .. unsre Zöglinge nach außen b.; es .. möchte recht gut sein, wenn man dabei nicht das Maß überschritte: denn indem man die Kinder für einen weiteren Kreis zu b. gedenkt, treibt man sie leicht in’s Gränzenlose, ohne im Auge zu behalten was denn eigentlich die innere Natur fordert GWB20,284,2u5 Wv II 7 Ein ernst pädagogisches Gespräch mit diesem Urhofmeister .. Chiron .. will dem neuen .. Bekannten [
Faust] die Maximen klar machen wornach er seine schätzbaren Helden gebildet GWB15
2,209 Üb:Helena Plp GWB38,369,10 FGA Dt u lat Chrestomathie [G?] GWBNatT 1955 GWB26,256,15 DuW 4 GWB34
1,89,11 KuARheinMain
[] uö in pointierter Gegenüberstellung zu einer geistlosen, ‘zerstreuenden’ Wissensanhäufung, einem vordergründig konventionellen Bildungsbegriff; PartPrät iUz ‘verworren’, ‘schwankend’, ‘unstet’ Der Schaden .. wenn man junge Leute auf Schulen in manchen Dingen zu weit führt, hat sich späterhin noch mehr ergeben, da man .. der Begründung in dem, was eigentliche Vorkenntnisse sind, Zeit und Aufmerksamkeit abbrach, um sie an sogenannte Realitäten zu wenden, welche mehr zerstreuen als b., wenn sie nicht methodisch .. überliefert werden GWB27,54,10 DuW 6 Er [
Wilh] stellte ihr [
Mignon] vor .. daß doch etwas für ihre weitere Bildung gethan werden müsse. — Ich bin gebildet genug, versetzte sie, um zu lieben und zu trauern GWB23,112,9 Lj VII 8 [
der ‘Älteste’ nach Wilhelms Einführung in die Erziehungsprinzipien der päd Provinz] So viel sei für dießmal genug, um euch über euren Knaben zu beruhigen und völlig zu überzeugen, daß ihr ihn auf irgend eine Art, mehr oder weniger, aber doch nach wünschenswerther Weise gebildet und auf alle Fälle nicht verworren, schwankend und unstät wieder finden sollt GWB24,255,24 Wj II 2
als gegenseitige Förderung von Lehrer u Schüler im Unterricht Lesen, Schreiben .. der Masse zu überliefern übernimmt der Abbé; seine Methode erinnert an den wechselsweisen Unterricht
16), doch ist sie geistreicher; eigentlich aber kommt alles darauf an, zu gleicher Zeit Lehrer und Schüler zu b. GWB25
1,212,7 Wj III 11
‘Bilden’ (absol) aktivem Handeln gegenübergestellt [
der Abbé an Wilh:] Im Ganzen wird zu jener pädagogischen Anstalt uns eine dauernde Verbindung höchst nützlich und nöthig werden. Wir müssen thun und dürfen an’s B. nicht denken; aber Gebildete heranzuziehen ist unsre höchste Pflicht GWB24,378,1 Wj II 7 b
refl: als eigenständige Entwicklung des Kindes od jungen Menschen (im Einflußbereich päd wirkender Personen, im Umgang mit Altersgenossen, an Schulen uä); auch: ‘sich an jdm, an jds Anblick b.’ [
von einer Harzreise] Fritz ist sehr glücklich und bildet sich zusehends. Er macht mir viel Freude GWBB6,197,18 ChStein 13.9.83 er [
Wilh] sah ihn [
Felix], an Theresens Hand .. neben einer freien und heitern Begleiterin sich b. GWB23,114,14 Lj VII 8 Erlauben Sie auch ferner meinem armen Jungen, daß er sich Ihrer Gegenwart erfreuen und sich an Ihrem Anblick b. dürfe GWBB11,188,4 ChStein 7.9.96 Die Menschen halten sich mit ihren Neigungen an’s Lebendige. Die Jugend bildet sich wieder an der Jugend GWB42
2,148,11 MuR(290) An dem stillbegränzten Orte | Bilde dich, so wie’s gebührt, | Jüngling! öffne dir die Pforte, | Die in’s weite Leben führt GWB4,175 Schulpforta 6 GWBB48,245,19 UPogwisch 18.6.31 GWB36,354,25 Trauerloge 1821
uö auf eine best gesellschaftl Position od ein berufl Ziel hin bzw das Berufsziel implizierend; auch ‘sich für die Welt b.’ [
Charlotte:] Wenn Luciane .. die für die Welt geboren ist, sich dort [
in der Pension] für die Welt bildet, wenn sie Sprachen, Geschichtliches und was sonst von Kenntnissen ihr mitgetheilt wird, so wie ihre Noten und Variationen vom Blatte wegspielt .. wenn sie durch Freiheit des Betragens, Anmuth im Tanze, schickliche Bequemlichkeit des Gesprächs sich vor allen auszeichnet .. GWB20,17,6 Wv I 2 Welche Erziehungsart ist für die beste zu halten? .. die der Hydrioten. Als Insulaner und Seefahrer nehmen sie ihre Knaben gleich mit zu Schiffe und lassen sie im Dienste herankrabbeln. Wie sie etwas leisten, haben sie Theil am Gewinn; und so .. b. sich die tüchtigsten Küsten- und Seefahrer, die klügsten Handelsleute und verwegensten Piraten GWB42
2,158,5 MuR(347) GWB34
2,35,11 KuARheinMain Plp GWBTgb 24.8.21 4
als Künstlerbildung, ästhetische Bildung des Kunstkenners od Publikums a
Künstler in ihrem Fach anleiten, fördern, schulen, ausbilden (mehrf als Voraussetzung selbständiger Weiterbildung, ‘Vollendung’); im Rahmen kunstdidaktischer Konzepte od Veranstaltungen, nach best Grundsätzen, Methoden, unter fachspezif Einflüssen, Bedingungen; auch ‘an jdm b.’, ‘praktisch b.’ lassen Sie uns .. versuchen, wie wir gute Künstler b., erwarten, daß sich unter diesen ein Genie finde, das sich selbst vollende GWBB18,66,15 Schiller [8./19.10.94] K wird eine förmliche Kunst-Akademie widerrathen, die Begünstigung vorzüglicher Künstler aber gewünscht: jeder Meister sammelte dann Schüler häuslich um sich her, und bildete sie praktisch GWB49
1,10,18 Anz: KuARheinMain Das Theater war nunmehr mit jungen Schauspielern versorgt .. Die Talente steigerten sich schnell, alle, wenn gleich ohne ihr Mitwissen nach denselben Grundsätzen gebildet GWB35,313,20 TuJ Var Wenn antike oder andere durch plastischen Kunstgeschmack gebildete Dichter das sogenannte Leblose durch idealische Figuren beleben GWB40,298,2 Rez:Hebel,Ged Tgb 22.8.12 GWBB45,183,10 WHumboldt 1.3.29 K GWBB45,59,14 Kanzl Müller 19.11.28 GWBB44,333 FHMüller 27.2.28 K [> ausgebildeten]
uö bildendes Subj: ‘die Natur’ (als Lehrmeisterin des Künstlers) Das bestärkte mich in meinem Vorsazze, mich künftig allein an die Natur zu halten. Sie allein ist unendlich reich, und sie allein bildet den großen Künstler. Man kann zum Vortheile der Regeln viel sagen .. AA13,13 Werth
1 I [
für: former] GWB45,77,6 RamNeffe
PartPrät resultativ: zu best künstlerischen Fähigkeiten od Ausdrucksmitteln gebildet der in der römisch antiken Schule zu schöner Form und reinlichster Ausführung gebildete Nahl GWB35,115,26 TuJ
uö in intendierter (die zentralen Wortinhalte umfassender) Mehrdeutigkeit: kunstdidaktisches zugl als künstlerisches u schöpferisches Wirken Nur die Muse gewährt einiges Leben dem Tod. | .. Wen der Dichter aber gerühmt, der wandelt, gestaltet, | .. Bildete doch ein Dichter auch mich; und seine Gesänge, | Ja, sie vollenden an mir, was mir das Leben versagt GWB1,286 Euphrosyne 139 b
als selbständige Ausbildung, Entwicklung, Selbstvervollkommnung des Künstlers; nach (akadem) Regeln, Vorbildern, traditionellen Mustern, als (versch bewertete) originelle Entwicklung des künstlerischen Genies ‘aus sich selbst’ od als Ausbildung der künstlerischen Individualität in ihrer zeitl-örtl Bedingtheit, ihrer Zeitbezogenheit Man kann zum Vortheile der Regeln viel sagen .. Ein Mensch, der sich nach ihnen bildet, wird nie etwas abgeschmaktes und schlechtes hervor bringen .. dagegen wird aber auch alle Regel .. das wahre Gefühl von Natur .. zerstören! AA13,16 Werth
1 I Wenn jene Sorgfalt, nach der Natur und großen Meistern sich genau zu b., ohne Genie zu einer matten Ängstlichkeit wird, so ist sie es doch auch wieder allein, welche die großen Fähigkeiten ausbildet und den Weg zur Unsterblichkeit mit sicheren Schritten führt GWBB5,137,12 Maler Müller 21.6.81 Tischbeinen kann ich nicht genug loben, wie original er sich aus sich selbst heraus gebildet hat [wie ganz original deutsch er sich aus sich selbst herausbildete GWB30,240,20 ItR] GWBB8,109,24 Herder 29.12.86 sämmtliche Künstler .. ausschließlich von der ethischen [
Seite] zu betrachten, aus den Gegenständen und der Behandlung ihrer
[] Werke zu entwickeln, was Zeit und Ort, Nation und Lehrmeister, was eigne unzerstörliche Individualität beigetragen, sich zu dem zu b., was sie wurden GWB48,186,18 MuR(66) es wäre jetzt Zeit für einen trefflich gebornen Künstler, wenn er als wahrhaft menschliches Kunstoriginal geboren würde und sich im Stillen hartnäckig bildete. ’s ist aber kaum möglich, denn der Mensch ist immer mehr oder weniger ein Organ seiner Zeit GWBTgb 16.1.31 Hundertmal höre ich einen Künstler rühmen: Er sey nur sich selbst alles schuldig .. Was ist denn .. der Mensch an sich selbst und durch sich selbst? Wie er Augen und Ohren aufthut, kann er Gegenstand, Beyspiel, Überlieferung nicht vermeiden, daran bildet er sich, nach individuellen Lüsten und Bequemlichkeiten GWBB49,249,10 Zelter 23.2.32 GWBB45,183,11 WHumboldt 1.3.29 K GWB40,199,21 LiterarSansculottism GWB49
1,306,2 TischbeinsIdyllen
uö ‘sich (an und) zu best Gegenständen b.’ der Beifall [
für Schillers ‘Räuber’ u Heinses ‘Ardinghello’] .. erschreckte mich .. die Gegenstände zu welchen, die Art und Weise wie ich mich gebildet hatte, schienen mir beseitigt und gelähmt GWB36,248,7 BiogrEinzh ErsteBekanntsch mitSchiller 1794 GWBB7,164,19 Kayser 23.1.86 c
für die ästhetische Bildung des Kunstkenners od des Publikums; an und zu den Kunstwerken, zum Kunstgenuß Wir konnten diese vortrefflichen Werke [
Gemmensammlung] wiederholt betrachten, uns an ihnen b. und jede Art von vorgefaßter Meynung, durch eine anhaltende Prüfung, berichtigen. Eine solche Übung der Sinne und des Geistes, wodurch wir das Vortreffliche kennen und dasselbe von dem Mindern unterscheiden lernen, ist mehr werth als der eigenthümliche Besitz GWBB12,8,17 Fstn Gallitzin [12.1.97] K Das .. gegenwärtige Publicum .. hat keinen Begriff, daß man sich zu jedem Neuen und wahrhaft Altneuen erst wieder zu b. habe GWBB48,99,16 Zelter 29.1.31 Was uns allein zum wahren Genuß des Schönen b. kann, ist das, wodurch das Schöne selbst entstand: ruhige Betrachtung der Natur und Kunst als eines einzigen großen Ganzen GWB47,88,13 Moritz,Nachahmg dSchönen GWB30,134,20 ItR GWBB39,221,19 Schorn 14.6.25 GWB47,145,6 Samml 3
uö als wechselweise Bildung von Künstler u Kenner (auch negativ beurteilt); parallel zu ‘verbilden’ [
der Marchese:] Man darf aber auch nur .. beobachten, nach welchen Kunstwerken sich die Menge zieht .. Ja, versetzte der Abbé, und so b. sich Liebhaber und Künstler wechselsweise; der Liebhaber sucht nur einen allgemeinen unbestimmten Genuß GWB23,250,14 Lj VIII 7 Standespersonen und Literatoren bildeten sich [
in Frankreich] wechselsweise, und mußten sich wechselsweise verbilden: denn alles Vornehme ist eigentlich ablehnend GWB28,59,9 DuW 11
uö 5
allg als fach- od berufsorientierte, zweckgebundene Ausbildung (trans, refl u resultativ ‘zu, als etw gebildet’); koordiniert mit ‘geboren’, ‘berufen’ ein Mann, zu den sogenannten exacten Wissenschaften geboren und gebildet GWBN11,75,19 Rez:Stiedenroth dem, der als geistlicher Redner gebildet und berufen ist GWBB44,144,19 Kanzl Müller 19.6.28 daß nächstens große Lücken [
im Personal] entstehen müssen, zu deren Ausfüllung bekannte, zuverlässige und absichtlich gebildete junge Leute sehr erwünscht sein müssen GWB25
2,290,11 Wj Nachtr Ich bilde mir zu den älteren Freunden .. einen Anschluß von jüngeren, um eine künftige Ausgabe meiner Werke .. zu sichern GWBB36,65,4 Schultz 12.6.22 GWBTgb 11.10.26 GWB24,129,22 Wj I 8 GWBB28,197,24 Voigt 29.7.17 K
uö PartPrät iVbdg mit spezifizierenden Adj-Adv iSv geschult, kompetent auf einem best Fachgebiet; ‘wissenschaftlich, literarisch, ästhetisch, philosophisch, theoretisch, praktisch gebildet’ Es war vorzüglich belehrend mit diesen drei Personen [
dem Ehepaar Kauffmann u Reiffenstein], deren eine jede in ihrer Art theoretisch, praktisch, ästhetisch und technisch gebildet war, sich in Gegenwart so bedeutender Kunstwerke zu besprechen GWB32,69,14 ItR GWBN4,146,22 FlH VI GWB41
1,188,7 HörSchreibDruckf GWB33,25,4 Camp
uö 6
als Volks- od Nationalbildung (trans u refl); insbes unter polit od kulturpolit Aspekten (einmal in kausalem Zshg mit Rebellentum); refl neben ‘sich belehren’ [
König:] Sie [
die Menge] ist bedeutend, mehr noch aber sind’s | Die Wenigen, geschaffen dieser Menge | Durch Wirken, B., Herrschen vorzustehn GWBNatT 305 [
Faust:] Man freut sich daß das Volk sich mehrt, | .. Sogar sich bildet, sich belehrt, | Und man erzieht sich nur Rebellen
17) GWBFaust II 10158 Unter Volk verstehen wir gewöhnlich eine ungebildete bildungsfähige Menge, ganze Nationen, insofern sie auf den ersten Stufen der Cultur stehen, oder Theile cultivirter Nationen, die untern Volks-Classen, Kinder .. Was ist an ihr zu b. wünschenswerth? Der Character, nicht der Geschmack GWB42
2,414,12 LyrVolksb Plp GWB42
2,415,5 ebd
uö für die selbständige, unbeeinflußte Entwicklung einer Nation ‘aus sich selbst’ (nur in der Negation) Keine Nation, weniger die Neuern, am wenigsten vielleicht die Deutsche, hat sich aus sich selbst gebildet GWB42
2,420,22 Schema Volksb histInh Plp Gertrude Harlass G. Ha.