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keimen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 11 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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10
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

keimen

keimen

Keim m. ‘erster Trieb einer Pflanze, befruchtete Eizelle, Krankheitserreger’, übertragen ‘Anfang, Ursprung’, ahd. kīmo ‘Keim, Same, Gewächs’ (8. Jh.), mhd. kīm(e) ‘Pflanzenkeim, Korn’, mnd. kīme, mnl. kieme, kijme, nl. kiem sowie ahd. kīnan ‘keimen’ mit seinen Verwandten (s. unten) und ahd. kīd (10. Jh.), mhd. kīde, kīt, nhd. (mundartlich) Keid ‘Sproß, Schößling’, asächs. kið, aengl. cīþ ‘Sproß, Keim’, lit. žydė́ti ‘blühen’ sind teils m-, teils n-, teils d-Ableitungen der Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’ (germ. *kī-), zu der auch Keil und 1Kien (s. d.) gehören. – keimen Vb. ‘Triebe entwickeln, entstehen’, mhd. mnd. kīmen ‘sich spalten, keimen, (aus)wachsen’, mit m-Suffix dem Substantiv (s. oben) folgend. Zugrunde liegt der Wortgruppe im Germ. das starke Verb germ. *kīnan, ahd. kīnan ‘keimen, hervorsprießen, hervorbringen’ (9. Jh.; vgl. irkīnan ‘aufkeimen’, 8. Jh.), mhd. kīnen, asächs. kīnan, mnd. kīnen, aengl. cīnan ‘aufbrechen, offenstehen’, got. keinan. keimfrei Adj. ‘steril’ (19. Jh.). Keimzelle f. ‘Geschlechtszelle, Ursprung’ (19. Jh.).
1082 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keimen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Keimen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Keim treiben, von allen Samen, Pflanzen und Gewächsen. Die Ge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    keimen

    Goethe-Wörterbuch

    keimen häufig subst Inf 1 einen Keim, Keime ausbilden, sich zu einem neuen Organimus zu bilden beginnen a zu sprießen be…

  3. modern
    Dialekt
    keimenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    keimen [khaimən D. Si. ] intr. v. seufzen, jammern, ächzen, stöhnen: e keimt de ganzen Dâch. — vgl. ahd. kûmjan, mhd. kû…

  4. Spezial
    keimen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    kei|men vb.intr. 1 ‹bot› (treiben) mené fora, dé fora, caidlé (-lëia) 2 ‹fig› (sich zu entwickeln beginnen) mené (mëna),…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keimen

10 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von keimen 2 Komponenten

kei+men

keimen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

keimen‑ als Erstglied (3 von 3)

keimenflor

DWB

keimen·flor

keimenflor , m. nach blumenflor von J. Paul gebildet: die vielfachen erdrinden, die den keimenflor bedecken. 38, 58.

keimen II

RhWB

keimen II = stöhnen s. käumen;

keimen III

RhWB

keimen III = einen Keim treiben s. bei Keim.

keimen als Zweitglied (3 von 3)

aufkeimen

DWB

auf·keimen

aufkeimen , n. beginn, werden: mein vater erfüllte mein unerfahrnes herz mit dem glänzenden wahn der welt, von dem augenblick meines aufkeim…

auskeimen

DWB

aus·keimen

auskeimen , progerminare, aufkeimen: das erste auskeimen der rebe; die erbsen keimen aus; das malz keimt aus.

entkeimen

DWB

ent·keimen

entkeimen , progerminare, nnl. ontkiemen: entkeimte kost. Brockes 1, 470 ; es entkeime dereinst dem gesunknen gebeine auferstehung. Messias …

Ableitungen von keimen (4 von 4)

bekeimen

DWB

bekeimen , germinare, keime treiben.

entkeimen

DWB

entkeimen , progerminare, nnl. ontkiemen: entkeimte kost. Brockes 1, 470 ; es entkeime dereinst dem gesunknen gebeine auferstehung. Messias …

erkeimen

DWB

erkeimen , progerminare, aufkeimen.

Verkeimen

Campe

Verkeimen , v. ntr . mit sein , im Keimen verkommen, d. h. vor Mangel an Nahrung vertrocknen. D. Verkeimen. D. — ung .