Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Saat f.
Saat f.
Saat f. ‘das Aussäen, das Ausgesäte, das aus dem Samen Aufgegangene’. Die Feminina ahd. (um 800), mhd. mnd. sāt ‘das Säen, die Aussaat, das ausgesäte Korn, Samenkorn, Getreideernte’, got. -sēþs (in manasēþs ‘Welt, Menschheit’, eigentlich ‘Menschensaat’), germ. *sēda- sowie (mit anderer Stammbildung) die Neutra asächs. sād, mnl. saet, nl. zaad, afries. sēd, aengl. sǣd (angl. sēd), engl. seed, anord. sāð, schwed. säd, germ. *sēdi- lassen sich wie die einer anderen Ablautstufe angehörenden Bildungen lat. satus ‘das Säen, Saat’, satum ‘gesät’, kymr. had ‘Samen’ und korn. has ‘Samen’ als Dentalableitungen von der unter säen und Samen (s. d.) genannten Wurzelform ie. *sē-, ablautend *sə- ‘entsenden, werfen, fallen lassen, säen’ erklären, so daß Saat eigentlich ‘das Wegwerfen des Saatkorns in den Boden’ wie auch ‘das Weggeworfene’, dann auch ‘das aus Saatkorn Aufgegangene’ bedeutet.