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Ameise

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ameise

Bd. 1, Sp. 160
Ameise Formen: Emęts, ē- Saarbr, Saarl-Dilling Pachten Rehling, im N. entlang Saarl-Diefflen Piesb Aussen, Merz-Büschf Lockw, Trier-Mettnich, im S. an der oNahe, in deren S. sich die Form hält [amęts, ā- Ottw-Wiebelsk Schiffw Wellersw; Eməs Saarl-Hüttersd; ē- Saarl-Bilsd; stEmęts Ottw-Spiessen, Wend-Remmesw]; męsəl ö. Wend-Heimb Berglangenb Linden Mettw Thalichtenbg Ruthw [nur in einem schmalen Streifen am Glan durch Emętsəl unterbrochen], Birkf, WSimm über die Mos bis Wittl-Cröv im W. s. der Mos bis Bernk-Bernk Longkamp Wederath Hundhsn Morb Morschd, Trier-Braunshsn, wo die Form auf das von Saarl aus nach NO. strebende Emęts-Gebiet trifft. W. dieser Linie im WMosfrk zEχ-(zāχ-)məs [vereinzelt zEχaməs Merz-Keuching, Trier-Euren Conz, Bitb-Fliessem Moetsch, Daun-NWinkel, Prüm-Pronsf, Bernk-Dhron; -ūməs Bernk-Neumag, Koch-Landkern; -nəs Saarbg-Borg Besch Eft Freudenbg]; m(ām-)bisər an der uNahe (Heimgebiet); węntsəl n. davon in einigen Dörfern um Simm (Riesw Ravengiersbg Mutterschd Argenth Schnorb); męntsəl (a-) in OSimm-Reich Laub Bub Riegenr Kisselb Mörschb Wahlb [mętsəl am Rande dieses Gebietes in einigen Orten Roth Göder Ebschd]; mEts (-meits, āmEts, –tsəl) in Goar w. Perschd Langschd Heuschhsn bis zur uMos von May-Hatzenp Brodenb an; humātsəl n. davon im Mayf innerh. Lasserg Mertloch Collig Gering Kehrig Allenz Hausen Ettring Ochtend Lonnig; hubEtsəl n. davon innerh. May-OMendig Thür Kruft Kretz Plaidt Nickenich; bEtsəl n. davon in May-Wehr Glees, Ahrw-Brohl, May-Kell Eich Namedy; urbEtsəl n. davon in May-NLützing Burgbrohl Wassenach [Ahrw-Brohl humeits; May-Trimbs Wierschem humāts; Neuw-Leutesd beits; Neuw-Unkel beitsəl, Neuw-Hammerst mbeits]; bErməs die Orte s. u. n. der Nette bis Ahr, SRheinb [w. des Mayfeldes in der WEif zēχōməs (s. o.); Koch-Laub, May-Weiler Münk zēχhanəs; Zell-Senh zeihǫməs]; zekməs (ǫ-) LRip bis zur Roer [in Aden Schwanken, z. B. Engeln zēχǫmənts u. zek:tst; Sinnb zekǫmənts u. bEr-; Köln, Bergh, ODür vielfach mit andern Ableitungssilben: Köln zekm; Köln-Widdersd -mənster; Köln-Kendenich -ǫmstər; Bergh-Bedbg Pütz -ǫməlstər; Bergh-NEmbt -ǫməntsəstər; Dür-Geich zeksmstə; Sieg-Sieglar Troisd zekǫməstə; Sieg-Scheiderh -məs; Monsch-Mulartzh zekədǫməs]; zEχməl (-ęmol, –iməl) rrhein. s. Wied; zEχhęməlts zu beiden Seiten der mSieg; zekęməs (u. seltener ęməs für sich) n. davon in der Sieggegend [Neuw ǫmets, a-; Neuw-Hardert hǫrbeis; Neuw-Dattenbg zekǫwęntsəl; Altk-NErb Helmengen rǫshęməlts; Altk-Birnb pitshęməlts]; sēk:s, –ǫ·ə.- (Pl. -:stər) oRoer, uInde, Grevbr, WNeuss, MGladb bis w. dicht an Erk, im N. bis Kemp-Dülken, Kref, zēkǫ·ə.m w. davon im SNfrk bis zur Roer; ǫ·ə.mzēk w. davon im SNfrk, hinaufgehend bis ins WRip (WJül, WAach, Eup, NMonsch) [Erk-Merbeck ǫ·ə.məzekəltər; Eup-Raeren uəməzēk; Eup-Stdt huməzēk; um Erk-Elmpt O u. NCrüchten, Kemp-Brüggen Amern Dilkr Mischung von zēkǫ·ə.s u. -ǫ·ə.m]; zēk(s)ęmp, –ęmpəl, –ęmpəlt(ə) n. Kemp-Kaldenk, Geld-Leutherh, Kemp-Breyell Hagenbr Hagen Vorst SToenis, Kref, die Niers aufwärts bis Geld-Wetten; ęmp, Empt(ə), emt von Geld-Weeze Kevelaer Wienedonk Issum ins Mörsische; zēklęmpən, –lęmər im Klev s. der uNiers; -lęmpt ö. der uNiers; impzēk (im-, emzēk (-zeik)) n. Kref-Strümp Oppum, Mörs-Rumeln Kaldenhsn über den Rhein über Düss-Wittlaer zur uRuhr; zēk- (zeik-)im (-iməl, -iməlt(ə) uRuhr bis zur Lippe [MülhRuhr imzeikəltə u. zeikiməltə; Duisb empəzeikə]; amp n. der Lippe [an der westf. Grenze hier u. da migamp(əl)]; emzēk(əl), emzīkəl s. der Ruhr in NMettm, SDüss-Ld, Ess; sēk(s):m, –:məl, –:məs s. davon in SMettm, SDüss, Sol, MülhRh, Wippf, Gummb, sich lrhein. in ONeuss bis nö. zu MGladb hin als zēk:məl fortsetzend [in Sol, MülhRh, WWippf durchsetzt mit zēk:məlstər, -:vənstər; in Gummb mit bEr:m, -:məl, –:mənstər; Gummb-Neuenrothe Belmicke knīpǫmərtsə; Düss-Angermund Lintorf :məzēk]; zēkamstər, –hamstər, –(h)aməltər Lennep; das NBerg bietet überhaupt eine bunte Liste: Lennep-Walbrucken zēkrabats; Lennep-Blumbroichert Niederdahl, Barm, Elbf -rabaməltə; Mettm-Fingschd -rabaməlts; Sol-Wierschd -raməlts u. -rababəl; Lennep-Ronsd -raməltə; Elbf-Sonnborn -ruməltə; Remschd -rǫuməltə; Lennep-Hückesw, Gummb -huməltə u. -ǫməltsə; Wippf -huməltsə; MülhRuhr-Styrum -heməltə; Ruhrort zeikdømp. — Durch Kontraktion mit zeiχ- sind entstanden zeimetsə Siegld-Deuz; zøyməs Bitb-Kruchten. Auch sonst fällt -χ- oft aus, ohne Veränderungen zu hinterlassen: zeimənts May, zEǫms Saarl-Oberesch; zEEməsə Altk-Wissen; zeięməlts Neuw-Buchholz; seihęlms Neuw-Limb: zeiEmtsə Altk-Herd; zEməs (zęi) Bitb-Fliessem Wolsf, Wittl-Plein, Merz-Steinbg; zēaməs Prüm-Pronsf; zeiaməs Trier-Euren. — f.: 1. Ameise. Arten werden unterschieden; s. u. Bär-, Wehr-, Ross-, Pferdsameise (die grosse Waldameise), Sprockampe; die kleine, rote Garten- oder Rasenameise meist mit zēχ-, zēk- (wo dies fehlt, ist o. angegeben). Ech han en Kribbeln am Lif, wie wann ech Ämmessen a mer hätt Sieg. So fleissig wie en Ämetz Ottw, Allg. Wuselig, wibbeleg wie en A. Allg. Du wiselig Ametz Person von lebhaftem Wesen Ottw-Bub. Die lofen eröm wie de Ommesse geschäftig LRip, Allg. En got Hokn let Eier wie de Seksoster Erk-Bellingh. — Rätsel: Wibbele, W.-Wäppchen op dem Knäppchen, et os ken Herr on disem Lann, de W.-W.-Wäppche zelle kann Prüm-Ihren. Äppelche, Däppelche of der Bank, Ä., D. onner de B., es ke Mensch em g. L., de ... Zell-Enkirch. — Die A. als Wetterprophet: Warfen de Omessen of Annedag, en strenger Wonter folgen mag Koch-Laub, Eusk-Euenh. Wann de Seichomessen fir Gehannsdag Böss fohren, da göt et fröuhen Wönter Saarbg-Schoden. Wonn de Sechämessen deck Goben machen, da fängt de Bödem gleich ön ze krachen Trier-Thomm. Wenn de Seckommesse huh en et Gras baue, git et en drüg Johr Schleid-Lückerath. Wenn de Sockommessen su kribbelig sen, dann get et schäbbig Wedder LRip. Wenn. de Seckomele schwärme, da git et Ren Bergh-Elsd. Wenn de Sekösster drüg en de Erd setzen, göf et e Reənsjohr Erk-Bellingh. Wenn de Sonn de Seköster op et Lif schingk, lope se wie doll; wenn et rent, krempe se MGladb-Hockst. Wenn de Sekoməls all em Februar herutkiken, es et Fröhjohr rauh on kalt SNfrk. — Vielfach in der Volksmedizin, z. B. wenn mer em Frehjohr de Hand en den Sechomessengubben streckt on un de Nös hält, dann kreit mer de Schnoppen et ganz Johr net Merz-Bachem. — 2. Emp eine schnell gereizte Person Mörs.
6470 Zeichen · 104 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ameise

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Ameise , plur. die -n, Diminutiv. das Ameischen, Oberd. Ameislein, ein arbeitsames Insect mit pergamentenen Flügeln,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ameise

    Goethe-Wörterbuch

    Ameise ‘Ameis’ 4,196 ‘ein Ameis’ 38,56 Emsigkeit der A-n ihre Maden dem Lichte zu entziehen. Überspinnt die A. die Made?…

  3. modern
    Dialekt
    Ameise

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Ameise Band 1, Spalte 1,335–337

  4. Sprichwörter
    Ameise

    Wander (Sprichwörter)

    Ameise 1. Ameisen kriechen nicht in leere Scheuern. 2. Ameisen zernagen des Löwen Fleisch. So nagt der Neid an einem Rec…

  5. Spezial
    Ameise

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Amei|se (Formicidae) f. (-,-n) ‹zool› cargara (-res) f. , formia (-ies) f. , teciora (-res) f. ✒ die Ameise sollt euch e…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ameise

138 Bildungen · 123 Erstglied · 15 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ameise 2 Komponenten

ame+ise

ameise setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ameise‑ als Erstglied (30 von 123)

Ameisele

ElsWB

ameis·ele

Ameisele [Ómaisələ Fisl. Geud. ; Û- Dü. ; Emsl Dehli. ] und Amutle [Âmùtlə Urbis ]. Zss.

Ameisenei

SHW

Ameisen-ei Band 1, Spalte 215-216

ameisenbad

DWB

ameisen·bad

ameisenbad , n. warmes heilbad, über ameisen und ameisenhaufen bereitet.

ameisenbär

DWB

ameisen·baer

ameisenbär , m. der nordische, den ameisenhaufen nachstellende bär, wovon die thierfabel des mittelalters und die finnische poesie wissen. f…

Ameisenbemühung

GWB

ameisen·bemuehung

Ameisenbemühung metaphor [ betr drohenden Konflikt zw Österreich u Holland ] Noch weis niemand .. was kommen werde. Die Zweydeutigkeit Franc…

ameise als Zweitglied (15 von 15)

Baumameise

Adelung

baum·ameise

Die Baumameise , plur. die -n, eine Art Ameisen in Amerika, welche ihre Nester auf Bäumen bauen.

rossameise

DWB

ross·ameise

rossameise , f. formica herculanea oder magna. Nemnich ; grosze wald- sive roszameis, formica major, equina Stieler 44 .

seichameise

DWB

seich·ameise

seichameise , f. formica rufa, name einer roten ameisenart, die im stechen einen ätzenden saft ausspritzt Adelung. volksmäszig in Düringen s…

waldameise

DWB

wald·ameise

waldameise , f. die besonders in nadelwaldungen lebende rote, grosze ameise, auch hügelameise, formica rufa L. Nemnich 2, 1642 . Leunis zool…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ameise". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ameise/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „ameise". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ameise/rhwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ameise". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ameise/rhwb.
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