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hobel

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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28 in 20 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

hobel m.

Bd. 10, Sp. 1588
hobel, höbel, m. decke, deckel. 11) das wort ist derselben form wie das vorhergehende, aber von anderer ausbildung des grundbegriffes, indem die wurzel haf heben hier die bedeutung des deckenden und schützenden hervorkehrt (vgl. alts. heBan, ags. heofon himmelsdecke von derselben wurzel), und von eigentlich oberdeutscher heimat und ausbreitung, mhd. hobel (Ben.-Müller 1, 695b); das engl. hovel schuppen, hütte rührt eng an. hobel bedeutet decke im allgemeinen, bârhobel deckel einer bahre: ab im zart er (der scheintote) den überdon (leichenhülle) und warf den bârhobel dan. Servat. 3421; am meisten aber decke über einen wagen, wagendeck, so noch im 16. jahrh.: da gieng der wagen von einander, und das hindergestel mit dem höbel bleib sten. Ulensp. s. 93 Lappenb.; vgl. unten hobeldecke und hobelwagen. 22) hobel, plur. höbel ist auch der gedeckte wagen selbst: vier plahen über die höbel. d. städtechron. 4, 257, 11; 31 ellen ze plahn über vier höbel. 257, 42. 33) höbel, hügel, verwechselung mit hübel (s. d.): der höbel oder höhe, da Reynhardt auf stundt. Aimon bog. J iij. — Anders niederd. höbel höcker: gibbus hövel, höker Chytraeus cap. 29; vgl. hofer. 44) beim zinngieszer ist hobel derjenige oberste theil einer schüssel- oder tellerform u. dergl., der innerhalb eine vertiefung nach beschaffenheit des gerätes hat, das zwischen ihm und dem kern, dem untern stück einer solchen form, gegossen werden soll. Jacobsson 2, 267a. der beschreibung nach fällt der name hierher und nicht zu dem vorher aufgeführten hobel.
1548 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    HOBELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    HOBEL stm. decke, deckel. vgl. engl. hovel nhd. hütte, obdach. H. zeitschr. 5,220. 178. hobelwagen, kobelwagen Frisch 1,…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hobel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Hobel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug zum Hauen, d. i. stoßend Schneiden, verschiedener Handwerker. 1) De…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hobel

    Goethe-Wörterbuch

    Hobel als (typisches) Tischlerwerkzeug, auch als Inbegriff prakt Tätigkeit [ gegen den Hallenser Philosophieprof CHJakob…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hobel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Hobel , bekanntes Werkzeug der Tischler und Metallarbeiter, zum Ebnen und Zurichten des Materials bestimmt, deßwegen von…

  5. modern
    Dialekt
    Hobel

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Hobel [Hópl Olti. ; Hówl Steinb. Hattst. Su. Osenb. Banzenh. Ruf. ; Hòwl Co. U. W.; Pl. Héwl Su. ; Hòwlə U.; Hòwələ Lütz…

  6. Sprichwörter
    Hobel

    Wander (Sprichwörter)

    Hobel 1. Man muss dem Hobel nicht zu viel Eisen geben. – Simrock, 4784; Braun, I, 1404. Die Arbeit wird sonst zu grob. 2…

  7. Spezial
    Hobel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ho|bel m. (-s,-) plana (planes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hobel

107 Bildungen · 44 Erstglied · 62 Zweitglied · 1 Ableitungen

hobel‑ als Erstglied (30 von 44)

Hobelbank

SHW

Hobel-bank Band 3, Spalte 619-620

Hobelspan

SHW

Hobel-span Band 3, Spalte 619-620

hobelbank

DWB

hobel·bank

hobelbank , f. bank auf der das zu hobelnde holz befestigt wird: dolatorium hobelbank Dief. 189 b ; hobelbanke tabula scrinaria Steinbach 1,…

hobelbinde

DWB

hobel·binde

hobelbinde , f. eine binde des wundarztes von schneckenförmiger anlegung, auch spiralbinde. Jacobsson 6, 89 a .

hobeldecke

DWB

hobel·decke

hobeldecke , f. decke über einen wagen ( vergl. das letzte hobel no. 2): hobeldeck, pabo, est tectura curri, bige et navis. voc. inc. theut.…

hobeleisen

DWB

hobel·eisen

hobeleisen , n. das schneidende eisen des hobels. Jacobsson 2, 267 b : die hobelmaschine von Gerard in Paris besteht aus einer senkrechten s…

hobelförmig

DWB

hobel·foermig

hobelförmig , adj. von der form eines hobels. hobelförmiges blatt nennt der gärtner ein blatt, welches zusammengedrückt, rundlich, auswärts …

Hobelkasten

Campe

hobel·kasten

Der Hobelkasten , des — s , d. Mz . w. d. Ez. bei den Buchbindern, ein Kasten, in welchen die Papierspäne beim Beschneiden der Bücher fallen…

Hobelkeil

RhWB

hobel·keil

Hobel-keil (s. S.) Allg. m.: K., mit dem das H.messer festgekeilt wird.

hobelklinge

DWB

hobel·klinge

hobelklinge , f. das schneidende eisen am hobel: hobelklinge mêche Rondeau 312 .

Hobelmaschinen

Meyers

hobel·maschinen

Hobelmaschinen (hierzu Tafel »Hobelmaschinen« mit Text), Werkzeugmaschinen zum Bearbeiten von Metall und Holz. Bei den Metallhobelmaschinen …

Hobelnase

PfWB

hobel·nase

Hobel-nase f. : 'der gekrümmte Handgriff am Hobel 1 1', Howwelnas [ GH-Zeisk ]. —

Hobelspäne

Meyers

hobel·spaene

Hobelspäne , von Buchenholz, werden in der Schnellessigfabrikation zum Füllen der Essigbildner angewendet; auch hat man H. zum Verpacken der…

Hobelspän(en)

ElsWB

hobel·spaenen

Hobelspän(e n ) [Hòwlpán m. Pl. O.; –pánə f. Pl. U., –pǽnə Str. , selten Sing. Hòwlpán f. U. ] 1. Hobelspäne, Abfall beim Hobeln. ‘Howel…

hobel als Zweitglied (30 von 62)

Argleⁿhobel

Idiotikon

Argleⁿhobel Band 2, Spalte 946 Argleⁿhobel 2,946

bârhobel

MWB

bârhobel stM. ‘Bahrtuch’, Tuch oder Fell zur Bedeckung des Leichnams: abe im zarter den überdon / unde warf den barhobel dan Serv 3421 MWB 1…

bārhobel

KöblerMhd

bār·hobel

bārhobel , st. M. nhd. Bahrdeckel, Bahrtuch, Tuch zum Bedecken des Leichnams Q.: Serv (um 1190) E.: s. bār, hobel W.: nhd. DW- L.: Lexer 10a…

Chabishobel

Idiotikon

Chabishobel Band 2, Spalte 946 Chabishobel 2,946

Chabisschnëtzhobel

Idiotikon

Chabisschnëtzhobel Band 2, Spalte 947 Chabisschnëtzhobel 2,947

Chetschhobel

Idiotikon

Chetschhobel Band 2, Spalte 946 Chetschhobel -ä- 2,946

Chäm(b)hobel

Idiotikon

Chäm(b)hobel Band 2, Spalte 946 Chäm(b)hobel 2,946

Chötschhobel

Idiotikon

Chötschhobel Band 2, Spalte 946 Chötschhobel 2,946

Falzhobel

Adelung

falz·hobel

Der Falzhobel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Holzarbeitern, ein Hobel, Falze, d. i. Rinnen, Hohlkehlen damit zu verfertigen.

fügehobel

DWB

fuege·hobel

fügehobel , m. bei den tischlern oder schreinern ein von zwei personen geführter hobel, die falze, fugen und nuthen an den durch dieselben »…

Fëdere(n)hobel

Idiotikon

Fëdere(n)hobel Band 2, Spalte 946 Fëdere(n)hobel 2,946

gärbehobel

DWB

gaerbe·hobel

gärbehobel , m. beim böttcher, hobel womit sie die fässer inwendig, an den böden, wo die kimme eingestrichen werden soll, rund hobeln. Adelu…

galgenhobel

DWB

galgen·hobel

galgenhobel , m. galgenstrick, galgenschwengel: ainer hiesz Wolfgang Strobel, ain pöser galgenhobel. Beheim Wiener 7, 28 . eig. von dem stra…

gehrhobel

DWB

gehrhobel , m. bei tischlern, hobel zum herstellen der gehrung. Adelung ; s. unter gehren 4, d.

gesimshobel

DWB

gesims·hobel

gesimshobel , m. wie simshobel, ein hobel der tischler, mit dem an einer falze ein kleines gesimse ausgestoszen wird Jacobsson 2, 71 b .

glatthobel

DWB

glatt·hobel

glatthobel , m. , seltener auch glätthobel in anlehnung an die gebräuchliche bildungsweise verwandter zusammensetzungen, der ' schlichthobel…

Grathhobel

Adelung

grath·hobel

Der Grathhobel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Tischlern, ein Hobel, dessen Eisen an der Seite der Schneide mit einem halben Schwalben…

grundhobel

DWB

grund·hobel

grundhobel , m. 'gr., wird bey den tischern ( tischlern ) gebraucht, wenn in der mitte des holtzes etwas tief gestoszen oder gegründet wird …

harthobel

DWB

hart·hobel

harthobel , m. hobel für hartes holz, wegen des steilstehenden hobeleisens auch steilhobel. Jacobsson 2, 223 a .

Karnīeß-Hobel

Adelung

karniess·hobel

Der Karnīeß-Hobel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Tischlern, ein Hobel mit einer Schneide von zwey gegen einander gewandten Bogen, Kar…

kehlhobel

DWB

kehl·hobel

kehlhobel , m. dolabra cymaea Stieler 914 , bei tischlern, glasern, ein hobel zum aushobeln der hohlkehlen, kehlstosz. auch umfassender mit …

krauthobel

DWB

kraut·hobel

krauthobel , m. wie krauteisen, zum hobeln des sauerkrauts hauptsächlich. Adelung , Frisch, Schm. 3, 664 .

leistenhobel

DWB

leisten·hobel

leistenhobel , m. hobel zur anfertigung einer leiste, planula ad formandos limbos adglutinatos. Frisch 1, 604 c .

nuthhobel

DWB

nuth·hobel

nuthhobel , m. hobel zum ausstoszen der nuthen Jacobsson 3, 150 b . Eggers 2, 284 .

Obgenthobel

Idiotikon

Obgenthobel Band 2, Spalte 946 Obgenthobel 2,946

Rauhhobel

Adelung

rauh·hobel

Der Rauhhobel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Tischlern, ein Hobel, das Gröbste oder Rauheste von dem Holze wegzubringen, der Schropph…

Ableitungen von hobel (1 von 1)

behobelung

DWB

behobelung , f. o du hockst wol zu tisch. das macht ich hab auch auf der rebleut stub zu Bennfeld promoviert. ja mit bestoszung und behobelu…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „hobel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hobel/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „hobel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hobel/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hobel". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hobel/dwb.
BibTeX
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