lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

zagel

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
15 in 15 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
90
Verweise raus
34

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zagel m.

Bd. 31, Sp. 23
zagel, m. , schwanz u. ä. 11) das wort ist in einiger verschiedenheit des sinnes von alters her über die meisten germanischen sprachen verbreitet; gothisch als neutrum tagl einzelnes haar, altnord. tagl pferdeschwanz, schwedisch tagel pferdehaar der mähne und des schweifes, norwegisch tagl pferdehaar; ags. tägl schwanz, engl. tail; ahd. zagal schwanz, plur. zagela, mhd. zagel, plur. zagele und zegel; im altniederdeutschen fehlt auffallenderweise das wort, im mittelniederdeutschen wird es in der form tzagel und sagel aus dem hochdeutschen entlehnt, vgl. Schiller- [] Lübben 4, 10; cauda saghel vel stert Dief. 108a; cauda stert, saghel nov. glossar. 61a, doch ist später in mundartlichen nd. wörterbüchern ein tagel als geflochtener prügel von riemen oder stricken oder ende vom strick zum prügeln aufgeführt Richey 303; brem. wb. 5, 4; Dähnert 483a; Schütze 4, 243 und Frischbier preusz. wörterb. 2, 390b kennen nd. tagel neben seiner eigentlichen bedeutung schwanz als getrocknete ochsenruthe zum prügeln, ferner peitsche und strick; so dasz hier eine spätere umformung des hochdeutschen wortes ins niederdeutsche vorliegen wird. alle bedeutungen treffen in der ursprünglichen vorstellung des herabhängenden haarbüschels zusammen (nur das goth. hat den begriff vereinzelt), und daher hat die zusammenstellung mit altindisch daça die am ende eines gewebes hervorragenden zettelfäden, franzen, verbrämung eines gewandes, lampendocht, die zuerst Fick und nach ihm Uhlenbeck etymol. wörterb. der goth. sprache (1900) s. 144b vertraten, viel wahrscheinlichkeit für sich. 22) ausgebreitete verwendung hat das wort, wie noch jetzt im englischen, so bei uns im mhd. gefunden, wo es in eigentlicher und mannigfacher bildlicher bedeutung steht. mit dem 15. jahrh. beginnt es seltener zu werden und für den schriftgebrauch langsam abzusterben, dergestalt dasz es in den wörterbüchern bis auf Stieler noch als lebendig angeführt, aber von Steinbach gar nicht mehr, von Frisch nur aus gelehrter kenntnisz erwähnt wird, während Adelung es als provincielles, im hochdeutschen unbekanntes wort bezeichnet. der mundartliche gebrauch geht gleichfalls zurück, auch hier wird es für einzelne gegenden des oberdeutschen als veraltet gekennzeichnet (Schm. 22, 1089. Fromm. 1, 263); doch lebt es immer noch so kräftig, dasz in einzelnen fällen seine anwendung selbst bis auf die heutige schriftsprache ausstrahlt (vgl. 3); in voller form als zagkel, zagel Schöpf tirol. idiotikon 824, zaggl Lexer kärnt. wörterb. 262a; siebenbürgisch-sächsisch zôgel Fromm. 5, 39, 26; als provincialwort zagel cauda Nemnich 2, 918; in den hochdeutschen mundarten Preuszens zagel, dem. zagelchen Frischbier preusz. wörterbuch 2, 485b; häufiger mit innerer zerrüttung, nordfränkisch zäl, zöl, auf der Rhön zael Schm. a. a. o.; hessisch zâl, zael Vilmar 464; thüringisch zaul: der zagel, quod Thuringi mei zaul appellant, cauda Stieler 2601; zahl, plur. zähle, cauda, mit dem zahle wackeln, caudam agere Steinbach 2, 1064; schlesisch zagel, zâl, zôl Weinhold 107a; meine lusche (eine hündin)! ... se wedelte su mit em zahle, wen ich hem kam aus der stodt A. Gryphius verliebtes gespenst (erster druck) 11; eine zerrüttung, die sich bereits in formen des 14. bis 16. jahrh. zeigt: einen valen ossen mit ufgerachten hornern und mit einem zindelichen (zottigen) zeile weisth. 6, 396 (zwischen Neckar, Main und Rhein von 1338); rauch wie eyn hund mit eynem langen zähle Nigrinus papist. inquisition 650; die nater, die vorn zungelt und hinden mit irem zal die virgift guszet d. städtechr. 17, 171, 16; cauda zale, zeyl, czelle Dief. 108a; penis eyn perdes zale 422c. vgl. auch unter zagelholz, zagelmeise, zagelvieh. 33) die eigentliche bedeutung hat sich seit dem ahd. derart erweitert, dasz zagel nicht nur den behaarten schwanz von säugethieren, sondern, ohne rücksicht auf haarwuchs, auch den jedes thieres, der vögel, amphibien und fische bezeichnet: so ser (der löwe) gât in demo walde un er de jagere gestincit, so vertiligôt er daʒ spor mit sînemo zagele Müllenhoff und Scherer denkm. 2 1262, (1, 7); ter aspis trucchit ein ôra an die erda, in daʒ ander stôʒit ir den zagel Notker ps. 13, 3; sô diu serra dehein scef gisihit in dem mere flieʒen, so vert siu dare und spreitet den zagil unt die federe, daʒ sî segelen mege ingegen dem sceffe fundgrub. 1, 28, 17; ain iegleich tier, daʒ ainen rauhen zagel hât, daʒ hât ein klain haupt und grôʒ kinpacken Megenberg 115, 15; die alstern habent kurz flügel und lang zägel 219, 21; (der salamander) hât einen langen knodochten zagel, der ist an dem end gar smal 277, 7; (der scorpion) hât an seim knodochten zagel ain scharf spitz, diu ist voller vergift 282, 10; eʒ wâren hie vor läut, die heten zägel, sam man list, und ander läut, die heten hörner 493, 28; lœse in (ihnen, den aalen) abe die hût bi dem haubte und ziuch die nider biʒ an den zagel buch von guter speise s. 7; [] den gurren, die sie truogen hin. den wârn die zagele under in zesamene gevlohten, daʒ sî niene mohten ein ander entwîchen Iwein 4942; der man vârte sîn (nach dem hirsche) aver, er erreichet im den zagel, er sluoch in im halben abe kaiserchron. 6875; der fühse müeste minre sîn, wæren die zegele guldîn Freidank 138, 26; an ieslîcher (baniere) eins grîfen zagel Parz. 72, 21, ûʒ eines pfâwen zagele K. v. Würzburg turnei 410; sein rennschilt, daran was des adlers haubt gen der erd gekert und der zagel uff d. städtechr. 4, 62, 28; streck deine hand aus und begreif iren (der schlange) zagel bibel von 1483 32a (2. Mos. 4, 4); und gieng (Simson) und fieng dreihundert füchs und band ir zegel zu den zegeln und band fackeln in die mitte 119a (Richter 15, 4); und sal (der frohnarbeiter zum getreideschneiden) morgens uszgeen, so die kuwe uszgeent, und sal uszblieven bisz die kuwe den zagil weder in kerent weisth. 1, 522 (zwischen Neckar, Main und Rhein, v. 1453); wissen, wo dem teufel der zagel hanget Bocc. 2, 110b; mit dem zagel wedeln, caudam movere Stieler 2601; pferdes zagel cauda equina ebenda; greifft auch bisweilen selber zu und nempt den zagel bey der kuh (ermahnung an die eltern) B. Ringwaldt laut. wahrh. 291; vgl. auch kälberzagel, katzenzagel, kuhzagel th. 5, 58. 303. 2584. säuzagel 8, 1939. in neueren schriftquellen ist das wort fast völlig schwanz gewichen (vgl. dieses 2 a α, th. 9, 2259), doch begegnet zagel ausnahmsweise noch: du scheinst mir auch die hasen zu greifen, wenn du ihnen salz auf den zagel streust Sudermann geschwister 233; wie der hut an einem nagel, hing der staat an Retzow-Kleist, wie am schwarzwild hängt der zagel — ach, nun ist der staat verwaist! kladderadatsch vom 4. mai 1873; sprichwörtlich in Preuszen: komm ich über den hund, so komm ich auch über den zagel Frischbier preusz. wörterb. 2, 485. 44) übertragene bedeutung des wortes mannigfach, in älterer sprache mehr als in der neuern. 4@aa) auf das männliche glied, penis, virga virilis Schm. 22, 1089; preputium die voder haut an dem czagel, huot vornen am zagel, zageldecklin Dief. 456a; hermaphrodita zwiddorn, als ein mensch der zagel und fotzen hat 275c; nym ein ochssen zahell domith er kelber macht Pholsprundt Bündth-Ertznei hg. von Haeser u. Middeldorpf (1868) 38; da hett ainer ain rosz hie, das was kain pferd oder hengst und was auch kain stuotten. es hett kain zagel noch hoden und auch kain fuod d. städtechr. 25, 133, 16; sein zagel ist im (dem kranken) ganz waich, ich furcht es sei geschehen, in im ist ganz kein leben fastn. spr. 63, 1; in der verkleinerungsform, mhd. zegellîn, zegelîn: ein kurz zegelin (bei einem pferde) d. städtechr. 25, 133, 18; der mohel ... nimpt (bei der beschneidung) das zägelin zwey oder drey mal ins maul S. Franck weltbuch (1567) 155b. als wohl hierher gehörige übernamen begegnen 1262 Ruodolfus dictus Zagel und 1203 Cuonradus Zegilli Socin mhd. namenbuch (1903) 450b. 4@bb) mit fasern oder büschelchen versehene pflanzentheile, z. b. wurzeln: der stain (corallus) hat ästel sam ain hirzhorn oder sam aines krautes wurzel mit vil zägeln Megenberg 439, 12; pflanzen führen von ihrer gestalt den namen katzenzagel, s. d. th. 5, 303; der grosze katzen zagel, katzenzahl, hippuris vulgaris, schachtelhalm Nemnich 3, 155; katzenzähl, melampyrum arvense, wachtelweizen 535; stinkender katzenzahl chara vulgaris, wasserschaftheu 2, 1000; centiramia katzenzal Dief. 112c. 4@cc) wipfel eines baumes, wipfelholz: man mag hauwen (holz) ... das der (lies die) zagil in den graben fallent weisth. 1, 524 (zwischen Neckar, Main und Rhein, von 1453); [] item ob sach were, das die hern von s. Arnual einen baum oder mee hauwen wolten, davon soll die zegel eines forsters sîn, und niemant anders; und soll der forster dieselben zegel in einem monde uszfuren 2, 22 (Saargegend, von 1417); in Hessen wird zâl 'hin und wieder' auch von der spitze des gefällten baumes gebraucht Vilmar 464. im forstwesen heiszt das niedergeschlagene unterholz, wenn es in eine lange reihe gelegt ist, kamm oder zahl Jacobsson 2, 343a. vgl. auch kamm 5 c, th. 5, sp. 106. 4@dd) zagel, zagelwerk, 'in den bergwerken, das unreine was vom zwitter nach dem pochen und fleihen gesammelt wird, retrimentum œris' Frisch 2, 463a. 4@ee) zagel, in den eisenhütten, 'heist das stück, oder der vierdte theil des gargemachten, und wieder durchs feuer angefrischten teuls, so vermittelst des setzeisens und groszen schmiedehammers vom abgewärmeten stück geschrotet worden' Minerophilus (1743) 604a. Jacobsson 4, 677b. 4@ff) bildlich zagel, das hinterste, letzte eines dinges, mhd. in mehrfacher anwendung, z. b. vom hintertheil des schiffes im gegensatz zu grans, schiffsschnabel: ze dem schiffe gehœret maneger nagel: er hieʒ den grans und den zagel beslahen vil vaste Moriz von Craon 670 Schröder; auch der nachtrab eines heeres, die letzte schaar eines zuges: si riten widere zesamene. si wæren dâ ze dem zagele alle gerne gewesin ir nehein trûte genesin Ruolantes liet 141, 34 Grimm, auch von einem einzelnen: er was den vînden gar ein hagel, der erst zuo in, von in der zagel: er was ein were den friunden sîn U. v. Lichtenstein 476, 26; unsinnlicher auch vom ende eines zustandes: sus lônt iedoch diu ritterschaft: ir zagel ist jâmerstricke haft Parz. 177, 26; allitterierend in der verbindung zopf und zagel, als zusammenfassendes bild für alles, was an jemand ist oder was er hat: were aber, daʒ he (ein schuldner) sturbe in dem gevencnisse geelingen oder von gotis gewalden oder wi daʒ were, so antwerte he zop unde zagel wider und ist ledic zu rechte Freiberger stadtrecht 5, 32, s. 66 Ermisch. in ähnlichem sinne auch noch in späteren quellen: kopff, strumpff, und zagel daran wagen (alles) Fischart binenk. 63a; die ihre ganze familie vom kopfe bis zum zagel in gefahr sieht Bode Tristr. Shandy 8, 9; zagel überhaupt für ende, verlauf bis zum schlusse: in Preuszen sprichwörtlich: die sache hat einen langen zagel, hat noch viel im gefolge, wird sich noch lange hinziehen Frischbier preusz. wörterbuch 2, 485. 55) zagel in schachzagel, verderbt aus -zabel, vgl.schachzabel th. 8, 1967.
11139 Zeichen · 151 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ZAGELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ZAGEL stm. 1. schwanz. goth. tagl nhd. (haar), ahd. zakal, zagal, engl. tail Gr. 2,52. 3,408. Ulfil. wb. 174. Graff 5,62…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zagel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Der Zagel , des -s, plur. ut nom. sing. ein provinzielles, im Hochdeutschen unbekanntes Wort, einen Schwanz, und einen…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zagel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zagel , mundartlich soviel wie Schwanz (niederdeutsch Tagel , engl. tail ). Verderbt findet sich das Wort in »Rübezahl« …

  4. modern
    Dialekt
    Zagel

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    Zagel Band 17, Spalte 349 Zagel 17,349

  5. Sprichwörter
    Zagel

    Wander (Sprichwörter)

    Zagel 1. Des Dings wird weder Zol 1 noch Schwanz, weder Ende noch ufhîrn. – Weinhold, 107. 1 ) Zôl, Zâl, Zagel. 2. Manig…

Verweisungsnetz

111 Knoten, 110 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Hub 1 Wurzel 2 Kompositum 94 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zagel

130 Bildungen · 46 Erstglied · 82 Zweitglied · 2 Ableitungen

zagel‑ als Erstglied (30 von 46)

Zagelberg

SHW

Zagel-berg Band 6, Spalte 723-724

Zagelmeise

SHW

Zagel-meise Band 6, Spalte 723-724

Zagelrain

SHW

Zagel-rain Band 6, Spalte 723-724

Zagelrebe

SHW

Zagel-rebe Band 6, Spalte 723-724

Zagelwiese

SHW

Zagel-wiese Band 6, Spalte 723-724

zagelbein

DWB

zagel·bein

zagelbein , n. , schwanzbein, ahd. zagilbein caudistrum Graff 3, 130 ; am schlachtvieh das schwanzstück: und sol er si ( zwei schweine ) den…

zagelbêre

Lexer

zagel·bere

zagel-bêre swm. eine art fischernetz Gr.w. 6, 137 ( s. schërre).

Zagelbirne

RhWB

zagel·birne

Zagel-birne ts:lbīər Sieg-Fussh Siegbg f.: lange, graue Birne, endigend wie ein Schwanz.

zagelbēre

KöblerMhd

zagelbēre , sw. M. nhd. eine Art Fischernetz Q.: WeistGr (1402-1450) E.: s. zagel (1), bēre W.: nhd. DW- L.: LexerHW 3, 1020 (zagelbêre)

zageldecklein

DWB

zageldecklein , n. : preputium, czagcl deckli Dief. nov. gl. 302 a . vgl. DWB zagel 3, a.

zageleht

KöblerMhd

zagel·eht

zageleht , Adj. nhd. geschwänzt Q.: Konr (2. Hälfte 12. Jh.) E.: s. zagel, eht, haft W.: nhd. DW- L.: Lexer 329c (zagele), LexerN 3, 403 (za…

zageleⁿ

Idiotikon

zageleⁿ Band 17, Spalte 352 zageleⁿ 17,352

zagelgeäder

DWB

zagel·geaeder

zagelgeäder , n. : so wissen von dem zagelgeäder, so dasselbig verwundt wird, wie weit sein schmertzen gehn mag Paracelsus chir. schr. 526 a…

zagelholz

DWB

zagel·holz

zagelholz , n. , wipfelholz ( vgl. DWB zagel 3, c sp. 23) und afterzagel th. 1, 189); in zusammengezogener form: do wart ouch ufgesetzet des…

zagelich

Lexer

zage·lich

zage-lich , zege-lich adj. BMZ hasenmässig, feige, verzagt, des feiglings Nib. Lieht. Konr. ( Part. B. 4408. 5632 ). Jer. Er. 8629. Msh. 3,4…

zagelîche

Lexer

zage·liche

zage-lîche , zege-lîche , -en adv. ib. als od. wie ein hase od. feigling Diem. Nib. Krone (9911). Ms. ( H. 2,205 a ). Berth. Jer. Er. 6881. …

Zageljunge

RhWB

zagel·junge

Zagel-junge tsEljoŋ Siegld m.: J., der bei den Hammerschmieden aufpassen musste, dass sich keine Schlacken vor die Blasform setzten; er hatt…

Zagelleine

RhWB

zagel·leine

Zagel-leine tsā:li·ŋ. Sol-Herschd f.: Zugleine des Pferdegespanns.

zagellōs

KöblerMhd

zagel·lōs

zagellōs , Adj. nhd. schwanzlos Q.: Ack (nach 1400) E.: s. zagel, lōs W.: nhd. DW- L.: Hennig (zagellōs), LexerHW 3, 1020 (zagellôs)

zagelmeise

DWB

zagel·meise

zagelmeise , f. , schwanzmeise: parus caudatus, schwanzmeise, zagelmeise, zahlmeise Nemnich 4, 868 ; auch im deminutiv zagelmeislein Schm. 2…

zagelmönch

DWB

zagel·moench

zagelmönch , m. , düring. der gartenrotschwanz, ruticilla phoenicurus: zâlmynich Hertel thür. sprachsch. 261 .

zagelstein

DWB

zagel·stein

zagelstein , m. , landschaftlich bei fischern der stein, der den zagel, das ende des schleppnetzes auf dem grunde erhält: zahlstein Adelung.

zagel als Zweitglied (30 von 82)

Abziehzagel

PfWB

Abzieh-zagel m. : ' Werkzeug aus Eisen (in Schwanzform?) zum Schärfen der Ziehklinge des Schreiners ', Abziehzahl [ KU-Kaulb , 1925].

affenzagel

Lexer

affen·zagel

affen-zagel stm. affen-, thorenschwanz Renn. 14909. 20940. Msh. 2,251 a . hër affenz. ib. 384 b .

Bächtzagel

RhWBN

bacht·zagel

Bächt-zagel -tsā:l Gummb-Homburgisch m.: einer, der abends lange arbeitet.

Bebzagel

RhWB

beb·zagel

Beb-zagel bīfts : l Sieg-Bohlschd m.: 1. einer, der das B. in den Gliedern hat. — 2. Angsthase.

berenzagel

KöblerMhd

beren·zagel

berenzagel , st. M. nhd. Bärenschwanz Q.: HvNst (um 1300) E.: s. ber (1), zagel (1) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 197 (bernzagel)

bolzeszagel

DWB

bolze·s·zagel

bolzeszagel , m. teballus. voc. 1482 z 4 b , was heiszt das? nach den deutschen worten der schwanz, die federn des bolzes. Ducange 6, 520 c …

Chatzeⁿzagel

Idiotikon

Chatzeⁿzagel Band 17, Spalte 352 Chatzeⁿzagel 17,352

Drehzagel

RhWB

dreh·zagel

Dreh-zagel RhWBN -ts:l Prüm-Burb m.: saumseliger Arbeiter.

Fuchs(eⁿ)zagel

Idiotikon

Fuchs(eⁿ)zagel Band 17, Spalte 352 Fuchs(eⁿ)zagel 17,352

fuchszagel

DWB

fuchs·zagel

fuchszagel , m. , der fuchsschwanz, liesze sich im nhd. nach mhd. fuhszagel erwarten, ist aber nicht nachzuweisen, während sich z. b. noch h…

gezagel

DWB

gezagel , n. , mundartlich mit zwei bedeutungsrichtungen: 1 1) verstärktes zagel: da kommt sie mit dem ganzen gezagel an, eine mutter mit al…

Hahnenzagel

MeckWB

hahnen·zagel

Wossidia Hahnenzagel Hahne-, Hahnzagel m. wie -stiert; Familienname: 'in alten Zeiten sind ... die Hanenzagel oder die Hanensterten mit zu d…

harmzagel

KöblerMhd

harm·zagel

harmzagel , st. M. nhd. Hermelinschwanz Q.: Wig (1210-1220) E.: s. harm (2), zagel W.: nhd. DW- L.: Hennig (harmzagel), MWB 2, 1209 (harmzag…

hasenzagel

KöblerMhd

hasen·zagel

hasenzagel , st. M. nhd. „Hasenzagel“, Hasenschwanz Q.: Urk (1292) E.: s. hasen, zagel (1) W.: nhd. DW- L.: WMU (hasenzagel 1569 [1292] 3 Be…

Hemᵈlizagel

Idiotikon

Hemᵈlizagel Band 17, Spalte 352 Hemᵈlizagel 17,352

kälberzagel

DWB

kalb·er·zagel

kälberzagel , m. kälberschwanz; unter den bieren in Grandgoschiers keller heiszt eins auch kälberzagel. Garg. 59 b (98 Sch. ), nach de gener…

katzenzagel

DWB

katzen·zagel

katzenzagel , m. wie katzenschwanz, katzenwedel, engl. cat's tail. ahd. katzinzagil italica Graff 5, 626 , vgl. Diefenb. s. v. 310 c , wo no…

Klatterzagel

RhWB

klatter·zagel

Klatter-zagel -atərtsā:l Malm-Büttgenb m.: 1. mit Klattern behafteter Schwanz des Rindes. — 2. übertr. unordentlicher Mensch, der zudem mit …

Knadderzagel

RhWB

Knadder-zagel -tsō:l Bitb-Geichl m.: -fist.

kuhzagel

DWB

kuh·zagel

kuhzagel , m. kuhschwanz, kuozagel fastn. 350, 19. 296, 1.

Labbzagel

RhWB

Labb-zagel -ts:l Sieg-Lohmar (veralt.) m.: -schwanz.

Ableitungen von zagel (2 von 2)

gezagel

DWB

gezagel , n. , mundartlich mit zwei bedeutungsrichtungen: 1 1) verstärktes zagel: da kommt sie mit dem ganzen gezagel an, eine mutter mit al…

zagele

KöblerMhd

zagele , st. M. nhd. „Zagel“, Schwanz, Schweif, Wimpel, männliches Glied, Insektenstachel, Heeresnachtrab, Letzter einer Schar, Ende eines D…