lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

schur

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
30 in 19 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
73
Verweise raus
76

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schur

Bd. 15, Sp. 2030
schur , II. m. schererei, plage, ärger, verdrusz, unannehmlichkeit, absichtliche kränkung, schabernack, possen. ableitung zu scheren in der übertragenen bedeutung 'plagen', s. daselbst 4, f, theil 8, 2575; vgl. unten II. es ist zu beachten, dasz, während das fem. den ganzen umfang der bedeutung des verbs wiederspiegelt, aber nur vereinzelt in dieser übertragenen verwendung begegnet, diese dagegen beim masc. die ausschlieszliche ist. es ist erst in der neuern sprache häufiger bezeugt, besonders in der redensart jemand etwas zum schure thun, s. Borchart s. 429; scheint indes vereinzelt schon mhd. (um 1200) vorzukommen: der wuoterîch sâ vur Augespurc fuer, mit roube tet er grôʒen schuer. Albertus St. Ulrichs leben 813 Schm. andere stellen lassen das geschlecht unentschieden, s. mhd. wb. 2, 2, 151a. Schm. 2, 461. ist es vielleicht aus dem fem. umgedeutet nach analogie synonymer wendungen wie (zum) tort, ärger, verdrusz? es gehört namentlich der mundartlichen redeweise an und ist hier weit verbreitet, besonders in verbindungen, wie einem etwas zum schur thun, einem zum schur leben, einem einen schur anthun, spielen, schur treiben, nun zum schur! (erst recht), auch einen zur schur (zum besten) haben, halten, das ist mir kein schur (verdrusz, verlust), so bair. schur, schuer Schm. 2, 461 (die belege sämtlich masc.), österr. schuar Castelli 251. Hügel 145a. Schöpf 652. Frommann 6, 205. Lexer 227, henneb. schur Reinwald 1, 150. Spiesz 227, thür. Hertel sprachsch. 222. Regel 268 (schuir). Frommann 2, 287, 109 (schôr in Salzungen). Jecht 100b. Kleemann 20b (schûer), obers. Albrecht 207b, ferner Bernd 278. Kramer 122, nd. schôr Schambach 184b. vereinzelt dafür auch das fem., s. unten II, 3 (im fränkischen), Pfister 269 giebt beides als gleichberechtigt an. häufiger steht das fem. in anderer bedeutung daneben, s. z. b. Schm., Schöpf, Spiesz, Albrecht, Schambach a. a. o. Liesenberg 210 bezeichnet es auffälligerweise als neutrum, giebt aber als beispiel ain' 'n schûr ântôun. in der schriftsprache findet sich schur nur selten; von den ältern wörterbüchern giebt es allein Steinbach: schur (der) tonsura, it. cavillatio. du thust mir alles zum schure, omnia facis ad me exagitandum 2, 494. belege aus der litteratur: da sahe nun der gute vater, wie retirée sich der liebe sohn in Italien gehalten und aufgeführt hatte, doch war er noch so treuhertzig, dasz er ihm den brief in originali nebst der übersetzung zum schure, mit schickte. cav. im irrg. 387; hundert jahr gedencke ich alt zu werden (sagt die alte frau zum jungen ehemann), dir zum schure, du nach ..! Felsenb. 3, 426; disz war ein lustspiel den feinden zum schure. 4, 66; viel schur hab' ich dir anthan, bei dö dirndeln auch. Anzengruber3 1, 103; dazu die anm.: jemanden einen schur, etwas zum schur anthun, d. h. ihm irgend welche widerwärtigkeit selbst zufügen, oder durch andere verursachen; auch möchte wohl wem graun, dasz nicht der reiter seine noth verricht', und Götz, dem feind zum schur und graus, streck' seinen — zum fenster 'naus. Gotter an Göthe, s. Göthe 3, 142 Hempel, anm. (dafür bei Göthe 56, 58: zur schur und graus). — in Schlesien ist schûr, m. eine saure braune suppe aus roggensauerteig mit speck. Weinhold 88b. IIII. f., tonsura; nominalbildung zu scheren, vgl. dieses und schere (theil 8, 2566 ff.), sowie über den ablaut Noreen urgerm. lautl. 43. 78. nur im hd. und auch hier erst seit mhd. zeit belegt: schuor, mitteld. schûr Lexer handwb. 2, 825, daneben mit anderer ablautstufe schür 828 (die im mhd. wörterbuch 2, 2, 151a angeführten stellen gehören nicht hierher, sondern zu schûr = schauer). das ahd. hat dafür scurt, f. tonsura Graff 6, 526. vgl. auch Weigand 2, 651. Kluge5 338b. II@11) im eigentlichen sinne: rasorium schur Dief. gloss. 485a; schur voc. theut. von 1482 cc 4a, s. Weigand a. a. o.; schuer, schaafschuer, s. Schottel 1410; schärung, et schärerey, die, it. das schären, et die schur, tonsura, ac metaph. molestia, afflictatio, inquietatio. schafschur, tonsus ovium. wollenschur, tonsura lanae Stieler 2047; schur, rasura, tonsura Wachter 1476; schur, schaf-schur, ovium tonsura Frisch 2, 167c. Gottsched 140. mhd. auch vom schnitt der haare: den Ungern wære daʒ vil zorn, der ir langem hâre erküer die hôhen pôlânischen schüer. Seifr. Helbling 3, 228. ebenso noch im 18. jahrh.: nach den grundsätzen des weisen Hermotimus wäre denn also kleidung, gang und schur das ideal und die grosze regel, wornach man beurtheilen müsste, wer die vorzüglichsten männer seyen. Wieland Luc. 5, 27; man kann sein lachen, dieweil ihm bei zu ländlicher schur das gewand hinflieszet, und schlotternd hängt an dem fusze der schuh. Voss Horaz 2, 32 (sat. 1, 3, 31). in neuerer zeit dagegen auf das scheren der schafe eingeschränkt, vgl. schafschur, theil 8, 2045 f., und öconom. lex.2 2540 f.; das man dem priester gebe ... das erstling von der schur deiner schafe. 5. Mose 18, 4; zuerst die jungfrau ist ... eine unbeweidete flur, — das lamm vor der schur. Rückert (1882) 11, 495 (36. mak.); der schafe schur, der vogelfang, die jagd. Hagedorn 1, 72; und wer (kann) verbieten zu zappeln den schafen unter der schur? Göthe 5, 60. sprichwörtlich: nach der schur ist nicht mehr viel zu scheren. Wander 4, 391. in demselben sinne ist schur auch in den mundarten geläufig, s. z. b. Schm. 2, 460. Schöpf 652. Mi 78a. nd. schôr, f. Schambach 184b. Woeste 230b. II@22) ferner wird schur, besonders in mundarten, auch in weiterem sinne von andern arten des schneidens gesagt, vgl. scheren 1, bd (theil 8, 2571). II@2@aa) das beschneiden von hecken und die dadurch hergestellte form: der alte baron schritt zwischen zwei taxuswänden auf und nieder, welche ehemals auf ihrer oberen fläche die zierlichste abwechselung von kreuzen, pfeilern und urnen dargeboten hatten, nun aber längst aus aller schur gewichen waren. Immermann 1, 82 Hempel (Münchh. 1, 7; die ausgabe von 1841 hat dafür: schnur 1, 89). II@2@bb) das abmähen eines grasplatzes und das abgemähte gras: einen holzgrund auf eine schur reuten, die schur verkaufen. Schm. 2, 461. Schöpf 652. nd. schôr, f. schnitt, hieb des klees Schambach 184b. Woeste 230b. II@2@cc) schur, abschur, der abtrieb eines waldes und das dabei gewonnene holz; ain schur holtz. quelle bei Schm. a. a. o.: und jnn kauff hab er jme aufgedingt ein perck genant haintal dj schür davon des holtz hab der kauffer nach geben ... habe er jmm dessmals zwe gesagt, sülch schürholtz zue schatzen lassen. monum. Boica 24, 704 (urk. v. 1476). II@2@dd) überhaupt ernte jeder art Schm. a. a. o. Schöpf 652: den bemelten hoff mit schur, rännten und fänten, güllten und mit allem seinen zugehörn grunt und poden. monum. Boica 18, 619 (urk. v. 1488), vgl. Schm. a. a. o. ebenso in Aachen scho'r, ernte; so viel getreide auf einem grundstück steht: en schor hafer, korn; schör ege feld han, begütert sein. Müller-Weitz 221. II@2@ee) in Salzburg auch zelge, abtheilung einer gemeindeflur. Schm. 2, 461. Schöpf 652. II@33) in übertragener verwendung, wofür gewöhnlich das masc., s. I. mundartlich nur auf rheinisch-hessischem gebiete; westerw. schur, nd. schor, f. plage, qual: das thut er mir zur schur. Schmidt 213, ebenso nassauisch Kehrein 1, 370, hess. als masc. und fem. Pfister 269. das war e hart schur, sagt der arbeiter, wenn er mehr gearbeitet hat als gewöhnlich. Kehrein a. a. o. belege aus der litteratur: denn, als ich fressn sollt gut christstollen, muszt ich mich mit den meinen trollen aus ganz Böhmen: war das nicht ein schur, die zu weihnachtn mir widerfuhr? Opel-Cohn 116, 131. in folgender stelle liegt eher eine freie übertragung von 1 vor: gott bewahre dich vor der schur und vor dem schau'r! Rückert 11, 387 (21. mak.). II@44) fraglich ist, ob schur für 'haut' hiermit zusammenhängt: nd. schuur fell, haut. 'in dieser bedeutung fängt dies wort an bei uns zu veralten, wird aber doch noch von den bauern, wenn vom vieh die rede ist, gebraucht. auch sagt man noch in dieser bedeutung enem wat up't schuur geven, einen prügeln.' brem. wb. 4, 716. nach Danneil 189b nicht mehr lebendig. beide wörterbücher und ebenso Campe erklären es als 'bedeckung' und bringen es mit schauer (überdach) zusammen. dagegen spricht indes das oberdeutsche die wildschur 'ein rock aus fellen von bären, schafen u. s. w. mit auswärts gekehrten haaren' Schmid 483. Schöpf 652, zunächst das fell selbst. der naheliegenden erklärung 'das was geschoren, abgezogen ist' steht der umstand im wege, dasz scheren in der bedeutung 'die haut abziehen' nicht vorkommt. das simplex findet sich kaum in diesem sinne, dagegen sind zusammensetzungen wie wild-, wolfsschur (s. dieselben) u. ähnl. bei oberdeutschen schrifstellern nicht selten: so dachte Diethelm, als er mit der wolfsschur angethan auf dem vordersitze sasz. Auerbach dorfgesch. 4, 111; dem rauhen lachen des bären aber sei mit grund zu entnehmen, dasz unter der wildschur herr Spazzo, der kämmerer, verborgen stecke. Scheffel Ekkeh. 146; durchs leder des gurtes die spitze fuhr, unwirksam sie wart an der tigerschur. Rückert Firdosi 2, 190. II@55) besonderheiten, zumeist kaum hierher gehörig. II@5@aa) in hüttenwerken das geringste, was von den ofenbrüchen ausgebrochen wird Jacobsson 4, 63b. II@5@bb) beim kegeln das umwerfen aller 9 kegel auf einen wurf Spiesz 228. dagegen sagt man in Mansfeld 's iss schûr, wenn der könig allein stehen geblieben ist Jecht 100b. II@5@cc) in Tirol schûre, f. in der pfanne angebrannte theile des breis, bodensatz Hintner 218. II@5@dd) in Westfalen bedeutet schôr, f. auch die kette beim weben Woeste 230b. II@5@ee) ferner zeitabschnitt, weile. ebenda. IIIIII. schur, schür als nebenform zu schauer und scheuer in den verschiedenen bedeutungen dieser wörter, vgl. das., th. 8, 2329 ff. und 2619 f. da im ahd., mhd. und im nd. das û die regelmäszige lautform ist, so stelle ich hier nur einige zeugnisse aus nhd. wörterbüchern und schriftstellern zusammen, in denen sich, z. t. jedenfalls unter einflusz der mundartlichen formen das u bez. ü erhalten hat: schur paroxismus v. schaur Schottel 1410; schur, nimbus, procella. schur, pergula, vide schaur Wachter 1476; schur. niedersächs. horror., s. schaur Frisch 2, 234b; schur, für scheure, s. scheure. ebenda; schur, locus ubi defenditur aliquid a temporis injuriis. man sagt noch im niderteutschen: es steht im schur, das ist, es kan es wind und regen und anderes wetter nicht treffen. ebenda; sehend an das gefügel des himmels, wann dieselben seygent nit, noch schniden nit, noch sammelent auch nit in die schüren. Keisersberg postille 3, 81b; da sein die heuser bey der thür gebawt mit einem steinen schür ('vordach, erker') mit gsessen (sitzen), zwifach, dreifach hoch: das habens vor ein sommer gmach mit grünem laub gedecket fein vor die hitz und den sonnenschein. B. Waldis 4, 59, 14. mundartlich herrscht schûr natürlich im alemannischen und nd., sowie in theilen des mittelfränk. und nordthür., doch findet es sich auch in einigen mundarten, die sonst û diphthongieren, so in Tirol das schûr schauer, obdach Schöpf 652 (Münsterl.), in Hessen schur, f. schutz, obdach Vilmar 373; unterrhein. schur für schauer Kehrein 1, 370; vgl. ferner z. b. Schmid 483. Liesenberg 210. Frischbier 2, 262. Richey 246. IVIV. nicht selten ist die schur als entstellung aus franz. du jour für 'dienst', so die schur haben, der offizier von der schur, s. Andresen volksetymol.4 98. Schm. 2, 461. Jecht 100b. Albrecht 207b (vgl. estn. dejour und dujour, zur dejour sein, auf dejour gehen, die dejour haben, dejourieren Sallmann 17): wer hat denn heut die schur in der wachtstuben, der feldwebel oder der korporal? Ludwig 2, 70. VV. schur (schurr?) als interjection: bei einem turnier in Göttingen i. j. 1376 waren die frauen sehr heftig schön gezieret mit herrlichen purpurkleidern und mit klingenden silbernen gürteln und borten, mit langen kleidern und röcken, die giengen alle schur, schur, schur und kling, kling, kling. zeit- und geschichtsbeschreib. der stadt Göttingen (1734) 1, 38. VIVI. schür, f., einschür, im bairischen, platz, von wo aus ein ofen geheizt und das feuer geschürt wird, raum vor dem ofenloch Schm. 2, 462. Schöpf 652.
12274 Zeichen · 312 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHÛRstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    SCHÛR stm. schauer, obdach, schutz gegen witterung. ahd. scûr ( lat. tugurium, domuncula ) Graff 6,536. Schmeller 3, 387…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schûrn.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +4 Parallelbelege

    ~schûr, n. , Schuppen zur Aufbewahrung des Brennholzes, Holzstall. —

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schur

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Schur , plur. inus. von dem Zeitworte scheren. 1) Die Handlung des Scherens. Die Schur der Schafe, 5 Mos. 18, 4. Die…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schur

    Goethe-Wörterbuch

    Schur das Scheren von Schafen; im Bild Wer kann..verbieten zu zappeln|Den Schafen unter der S.? 6,61 Div Unvermeidlich 4…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schur

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schur , s. Schaf , S. 676.

  6. modern
    Dialekt
    Schur

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Schur [ʿSýr Gü. ] f. kleiner Wasserfall.

  7. Sprichwörter
    Schur

    Wander (Sprichwörter)

    Schur 1. Dear de Schur hat, hat's Amt. ( Oberschwaben. ) – Birlinger, 12. 2. Nach der Schur ist nicht mehr viel zu scher…

  8. Spezial
    Schur

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schur f. (-,-en) 1 tosorada (-des) f. 2 (Mähen) sié m. , siada (-des) f. 3 (Stutzen) agaiada (-des) f.

Verweisungsnetz

2532 Knoten, 5912 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 10 Hub 24 Kompositum 2480 Sackgasse 18

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schur

437 Bildungen · 424 Erstglied · 8 Zweitglied · 5 Ableitungen

schur‑ als Erstglied (30 von 424)

Schur I

SHW

Schur I Band 5, Spalte 827-828

Schur II

SHW

Schur II Band 5, Spalte 827-828

Schur III

SHW

Schur III Band 5, Spalte 827-828

Schur IV

SHW

Schur IV Band 5, Spalte 827-828

Schur V

SHW

Schur V Band 5, Spalte 827-828

Schurack

RhWB

schu·rack

Schurack Gruppe in May , Pl. -kə May-OMendig m.: verächtl. Schindmähre.

Schuracks

RhWB

schu·racks

Schuracks -ags, , Pl. -gsə May-Welling m.: dickster Klicker.

schuracksen

RhWB

schu·racksen

schuracksen  Mörs-Asbg schw.: schwer arbeiten, sich abplagen müssen.

Schuräk

RhWB

schur·aek

Schuräk šurE:k  Saarbg-Ockfen Pl.: Schierling.

schuräueln

RhWB

schuräueln šūr·y.ələ  (äueln »Flachs brechen«) RRip in Sieg-Fussh schw.: einen sch., prügeln.

Schurankes

RhWB

Schurankes šūraŋkəs  RRip in Sieg-Ägid Pl. t.: Prügel; Sch. krige.

Schurarbeiter

MeckWB

schur·arbeiter

Schurarbeiter m. Tagelöhner auf Gutshöfen, dei sick dat Rad'makerieren rutluert hett Ro; Ma Kitt .

schuraspeln

RhWB

schu·raspeln

schuraspeln šōraspələ, šūr-  (zu scheuern) LRip in Köln-Stdt schw.: einen sch., prügeln.

Schūrbalke

WWB

schur·balke

Schūr-balke m. Pfosten, an dem sich das Vieh scheuert, Scheuerbalken für Vieh ( WmWb ).

schurbauch

DWB

schur·bauch

schurbauch , m. , dem niederl. scheurbuik entsprechende nebenform zu scharbock, s. dieses, theil 8, 2177 f.: ( dasz die seuche ) von vielen …

Schurbe

RhWB

sch·urbe

Schurbe šu·r.əf, Pl. -wə Koch-Leienkaul f.: Krautschabe, –hobel.

schurbeleⁿ

Idiotikon

schurbeleⁿ Band 8, Spalte 1236 schurbeleⁿ 8,1236

Schurbel I

RhWB

Schurbel I šurwəl, –uăw-, Pl. -ələ Rhfrk in Saarbr , Wend , Birkf neben šīrwəl f.: 1. Scherbe. — 2. übertr. verächtl. a. alt Sch. alte Kuh W…

schurbelig

RhWB

schurbelig -urw- Birkf Adj.: alt u. kränklich.

Schurbel II

RhWB

Schurbel II das Wort, mit dem Schurf zu vergleichen ist, ist SNfrk, Klevld in Mörs , Duisb , Dinsl verbr., u. zwar šo·r.(ə)vəl Heinsb-Lümb ,…

schurbeln

SHW

schurbeln Band 5, Spalte 827-828

Schurbes

RhWB

schur·bes

Schurbes šo·r.wəs, Pl. -əsə Goar-Alken m.: verächtl. wildes, ausgelassenes Mädchen.

schur als Zweitglied (8 von 8)

schafschur

DWB

schaf·schur

schafschur , f. tonsus ovium Stieler 2047 , tonsura, oder tempus tondendi oves Frisch 2, 157 a . Adelung, schaf-schure öcon. lex. (1731) 214…

upschûr

MNWB

° upschûr , m. : Obhut, Schutz, „ Sunte Catharinen karspelbür, Gy latet unsen papen nenen upschür; Ick hape, gy thet noch wol dat bür ” (Zs.…

wildschur

DWB

wild·schur

wildschur , f. , seltener und namentlich österreichisch m. Castelli, plur. wildschuren; aus poln. wilczura ' wolfspelz '; volksetymologisch …

wollschur

DWB

woll·schur

-schur , f. , tonsura lanae Stieler (1691) 2047 . meist schur der schafe: ' ist auf den schäfereyen diejenige arbeit, da denen schaafen die …

Ableitungen von schur (5 von 5)

beschûren

Lexer

be-schûren swv. s. beschiuren.

geschur

DWB

geschur , n. , oder schur, im hüttenwesen schlackenartige, mit rohstein vermengte masse, welche sich im schmelzofen anlegt und mit einer sch…

schure

KöblerMnd

schure , F. Vw.: s. schǖre (1)

verschûren

Lexer

ver-schûren swv. verhageln. alsam der hagel walt und bluot verschûret j.Tit. 2182. 4257. bildl. ir vröude was verschûret Ulr. Wh. 148 a .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schur". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schur/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „schur". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schur/dwb. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schur". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schur/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_schur_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schur"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/schur/dwb},
  urldate      = {2026-05-11},
}