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stau

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stau m.

Bd. 17, Sp. 1069
stau, m. stauung, hemmung von flieszendem wasser, wehr. eine nominalbildung zu stauen, vgl. dieses, die vom nd. ausgeht: mnd. dat stow(e), stouw(e), stu, s. Schiller-Lübben 4, 420a, schon früh bezeugt: de ponte usque ad locum, qui dicitur stowe. Oldenb. urk. v. 1258, s. ebenda. in neuern mundarten: stau 'die hemmung des wassers, wenn man dessen andrang überwunden hat. dat water im stau holden, das wasser zurück halten, wie z. e. der müller oberhalb der mühlen. daher sagt man auch uneigentlich: he het idt im stau, er ist in beglückten umständen, bey gutem vermögen, im vortheilhaften nahrungszustande; wie ein müller, der wasser genug zu seiner mühle vorräthig hat'. brem. wb. 4, 1007; altmärk. 'stau ein damm etc. wodurch man das wasser aufstauet oder absperrt'. Danneil 209b; preusz. stau, m. 'die hemmung, der aufenthalt; das anschwellen, steigen des wassers'. Frischbier 2, 363b; in Husum übertragen stau in 't lief, verstopfung; he kann keen stau in 't lief krigen 'er hat die diarhöe'. Schütze 4, 189. holl. stouw, stuw. im hd. findet sich ein vereinzeltes frühes zeugnis auf nd. boden: den 2. augusti (1586), hat graff Johan ... die pastey an der Harne zu Oldenburg .., da man den baum beim stauw schleust, auffziehen lassen. Hamelmann Oldenburg. chron. (1599) 438. daraus bei Frisch 2, 331c gebucht: der stauuw, stagnum, redundatio. ... das geseumte oder stehende wasser, stagnum. danach wiederum Scherz-Oberlin 1562 (staw, stauung). 1572 (stewe). Adelung kennt stau nur als nd. form für stauch, m., vgl. dieses. das geschlecht scheint im mhd. durchweg masc. zu sein (gegen mnd. neutr.), wie überhaupt bei dieser bildungsweise, s. Weigand 2, 802. Sanders 3, 1183c. nur Campe giebt 'die stau oder staue, o. mz., 1) der stillstand des wassers, da es eine kurze zeit bei der ebbe und flut still stehet, ohne mehr ab- oder aufzulaufen. 2) das stauen des wassers, die handlung, da man das wasser stauet'. als fem. sonst nirgends bezeugt. (pfälz. stau, f. steig, Autenrieth 136, gehört jedenfalls nicht hierher.) belege: über nacht ist das wasser hier wunderbarer weise gar nicht gewachsen; es musz daher oberhalb eine eisstopfung und stau entstanden sein, dasz es nicht herunter kann. Bismarck br. an s. braut s. 47; von dem gehemmten wasser: um den vorspringenden fusz des felsens ... wirbelten die wasserblasen, die gewalt des staues zog tiefe furchen in der fluth. Freytag 7, 457 (verl. handschr. 5, 3); gesetzlich ist der stau oder die lage der überfallsschwelle oder höhe der wehrkrone durch aich- oder hammpfähle fixiert. österr. staatswb. 2, 1544a. nach Sanders a. a. o. besonders in der verbindung im stau: das wasser ist im stau, zwischen ebbe und flut (vgl.stauwasser); das wasser im stau haben, halten vom wassermüller, ein rad geht im stau (stauch), wenn das wasser unten nicht ordentlich abflieszt.
2851 Zeichen · 87 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    StauDie

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Die Stau oder

  2. modern
    Dialekt
    Stauf., m.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Stau Staug' f. , m. Stauung: dor (im Wasser) is ne Staug' wäst Ro Rostock@Bartelshagen Bart ; vör de Staug' Rib…

  3. Sprichwörter
    Stau

    Wander (Sprichwörter)

    Stau As me »stau« rüpt (ruft), meint me alle Hennen. ( Meurs. ) – Firmenich, I, 401, 50.

  4. Spezial
    Stau

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stau m. (-[e]s,-s/-e) (Verkehrsstau) coda (-des) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stau

779 Bildungen · 758 Erstglied · 17 Zweitglied · 4 Ableitungen

stau‑ als Erstglied (30 von 758)

Stau(w)leⁿ

Idiotikon

Stau(w)leⁿ Band 11, Spalte 335 Stau(w)leⁿ 11,335

Staudiel

SHW

Stau-diel Band 5, Spalte 1323-1324

Stauwehr

SHW

Stau-wehr Band 5, Spalte 1325-1326

stauanlage

DWB

stau·anlage

stauanlage , f. künstliche vorrichtung zur hemmung eines wasserlaufs, vgl. DWB stauwerk . Stengel wb. des deutschen verwaltungsr. 2, 539—542…

Stauanlagen

Meyers

stau·anlagen

Stauanlagen ( Stauwerke ), Bauwerke zur Wasseransammlung und Hebung des Wasserspiegels: Schleusen, Wehre, Talsperren.

staub,

FWB

1. ›Staub, feine, in der Luft schwebende, bei Sonneneinstrahlung sichtbare, sich gerne z. B. auf der Kleidung ablagernde Stoffteile; Staub d…

Staubaus

SHW

Staub-aus Band 5, Spalte 1317-1318

Staubbesem

SHW

Staub-besem Band 5, Spalte 1317-1318

Staubbesen

SHW

Staub-besen Band 5, Spalte 1317-1318

staubdumm

SHW

staub-dumm Band 5, Spalte 1317-1318

Staubfahne

SHW

Staub-fahne Band 5, Spalte 1319-1320

Staubhexe

SHW

Staub-hexe Band 5, Spalte 1319-1320

Staubimbiß

SHW

Staub-imbiß Band 5, Spalte 1319-1320

Staubkamm

SHW

Staub-kamm Band 5, Spalte 1319-1320

Staubkammer

SHW

Staub-kammer Band 5, Spalte 1319-1320

Staubkuchen

SHW

Staub-kuchen Band 5, Spalte 1319-1320

Staubladen

SHW

Staub-laden Band 5, Spalte 1319-1320

Staublappen

SHW

Staub-lappen Band 5, Spalte 1321-1322

Staubloch

SHW

Staub-loch Band 5, Spalte 1321-1322

Staublumpen

SHW

Staub-lumpen Band 5, Spalte 1321-1322

Staubmantel

SHW

Staub-mantel Band 5, Spalte 1321-1322

Staubmehl

SHW

Staub-mehl Band 5, Spalte 1321-1322

Staubpilz

SHW

Staub-pilz Band 5, Spalte 1321-1322

stau als Zweitglied (17 von 17)

Rückstau

RDWB1

Rückstau m (kein Bezug zu "назад") пробка (транспортная, дорожная)

Bootstau

Campe

boot·stau

Das Bootstau , des — es, Mz. die — e, s. Campe Bootsseil.

gold(es)tau

DWB

golde·stau

gold(es)tau , m. 1) im anschlusz an den Danaemythus barock für goldregen 2, 2 goldreif ( s. d. ): ( Jupiter ) wird, zu jhr ( Rosabella ) sic…

Himmelstau

GWB

himmel·stau

Himmelstau wie Himmelsbrot; im Bild [ Fernando zu Stella: ] Du fühlst nicht was Himmelsthau dem Dürstenden ist, der aus der öden, sandigen W…

hisstau

DWB

hiss·tau

hisstau , n. ein seil auf schiffen, womit etwas in die höhe gezogen und wieder heruntergelassen wird.

Mastau

RhWB

mas·tau

Mast-au -ā:x Bernk-Hottenb , Koch-Kaisersesch f.: das in der Mast stehende weibl. Schaf.

Morgen(s)tau

PfWB

morgen·stau

Morgen(s)-tau m. : wie schd., -dau [verbr. WPf vereinzelt VPf], -daa [mancherorts NPf NOPf, NW-Ellstdt LA-Gommh], -dää [mancherorts SOPf], M…

Rosstau

RhWB

ross·tau

Ross-tau rū:ts- Koch-Leienkaul m.: der blaue, hauchartige Belag der Zwetschen.

rückstau

DWB

rueck·stau

rückstau , m. die stauung eines flusses durch ein ihm entgegen gelegtes werk, einen damm u. s. w. Jacobsson 7, 120 b . dann das gestaute was…

schiffstau

DWB

schiff·stau

schiffstau , n. starkes seil auf schiffen in mannigfacher verwendung. Jacobsson 3, 599 b : zwei schiffstaue, deren jedes sechszig ellen lang…

wasseraufstau

DWB

wasseraufstau , m. , auch f.: daher ist der schleusendamm des jungfernstiegs mit seiner wasseraufstau geblieben Linde die Niederelbe 212 . —

wasserstau

DWB

wasser·stau

wasserstau , m. stauung des wassers, gestautes wasser: das vom stauweiher gefaszte wasserquantum wäre abgehalten worden, den ungeheuren wass…

Zeistau

RhWB

zeis·tau

Zeistau ebd. m., n.: 1. zum Aufhängen eines Ankers, wenn er unklar aus dem Wasser kommt. — 2. zur Feststellung des Ruderblattes.

Ableitungen von stau (4 von 4)

bestauen

MeckWB

Wossidia bestauen durch Stauung Wasser steigen lassen, unter Wasser setzen: 'vortmer so scolen se usen acker night bestouwen' (Wa 1364) UB. …

Staue

Campe

Staue , o. Mz . 1) Der Stillstand des Wassers, da es eine kurze Zeit bei der Ebbe und Flut still stehet, ohne mehr aboder aufzulaufen. 2) Da…

verstauen

DWB

verstauen , verb. , nld. verstuwen, -stouwen, ist aus dem ndd. eingedrungen. 1 1) stauen, verstauen: sachgemäszes unterbringen des inventars…

verstauung

DWB

verstauung , f. 1) zu verstauen 1, die sachgemäsze verpackung einer ladung: als er eines abends .. vom hafen heraufkam, wo er selbst die ver…