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Scheren

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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28 in 14 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Scheren trs, intrs, ntr, rec

Bd. 4, Sp. 113a
Scheren, v. unregelm. ich schere, du schierst (scherest), er schiert (scheret); unl. verg. Z. ich schor; geb. F. ich schöre; Mittelw. d. verg. Z. geschoren; Befehlw. schere und schier, ein Wort, welches einen gewissen Schall bezeichnet und Handlungen, die ursprünglich mit einem solchen Schalle begleitet sind. Man gebraucht es jetzt I) trs. 1) Theilen scheiden, absondern. »Dar quomen gegen de Oster Heren Unde begonden sek dar scheren,« sich zu theilen, bei Frisch. Besonders durch eine Scheidewand scheiden, theilen, daher Schorels im N. D. eine bretterne Scheidewand, und Schorten abgetheilte Fächer bedeutet. I N. D. wird scheren und schieren auch für zutheilen gebraucht. I Schiffbaue heißt ein Schiff scheren, die Spannen desselben errichten oder aufsetzen und die Senten daran befestigen. Die Planken eines Schiffes scheren heißt, die Richtung der Gänge von vorn nach hinten und wie sie gegen einander verschießen sollen, anordnen. Den Begriff der Ab= und Aussonderung hat es auch in der Bedeutung, die in Dithmarsen in der gemeinen Sprechart üblich ist, wo scheren den Koth von sich geben, und Scheren Koth und Pferdemist bedeutet. 2) I fortgesetzter Bedeutung, eins vom andern sondern durch Schneiden, Spalten, Reißen  So wird scheren in manchen Gegenden für mähen gebraucht, besonders von dem Mähen des Grases. — — aber sie eilten Durch die geschorene Wies' — Voß. Daher theilt man die Wiesen in diesen Gegenden in einschürige, zweischürige, dreischürige, die im Jahre ein, zwei oder drei Mahl geschoren, d. h. gemähet werden. Häufiger ist scheren, mit einem scharfen Messer auf der Oberfläche hinfahrend und schneidend das darauf Befindliche, Haare, Wolle  wegschaffen. Mit einem Schermesser scheren. Den Bart scheren, den Bart mit einem Schermesser abnehmen. Sich eine Platte scheren lassen, durch solches Scheren eine Platte hervorbringen. Sich den Kopf scheren lassen, sich die Haare vom Kopfe glatt abnehmen lassen. Uneigentlich sagt man von einem Wirthe, er schere seine Gäste, wenn er ihnen zu viel Geld abfodert, wo man in ähnlicher Bedeutung auch sagt, einen kahl machen. So auch, Х ich weiß nicht, wie ich da geschoren bin, wie ich in diesem Falle daran bin. Am häufigsten ist scheren, mit einem schneidenden Werkzeuge, welches Schere genannt wird, auf der Oberfläche hinfahrend abschneiden. Die Haare vom Kopfe scheren, sie mit der Schere nahe an der Haut abschneiden. Sich den Kopf kahl scheren. Einen Hund scheren, ihm die Haare dicht an der Haut abschneiden. Alle über einen Kamm scheren, uneigentlich, Alle auf dieselbe Art behandeln, einem wie dem andern begegnen. Einen über den Kamm scheren, ehemahls, ihm unter dem Scheine von Liebkosungen, von Schmeicheleien zu schaden suchen. Die Schafe scheren, ihnen mit der Schafschere die Wolle dicht an der Haut abschneiden. Х Sein Schäfchen geschoren haben, uneigentlich, seinen Vortheil gemacht und in Sicherheit gebracht haben. Von den Tuchscherern werden die wollenen Tücher mit einer großen Schere, deren einer Arm hart auf dem Tuche aufliegt, geschoren, d. h. die langen Haare der Wolle werden abgeschnitten. Dies geschieht zu drei verschiedenen Mahlen. Das erste Mahl geschieht es, wenn die Tücher vom Stuhle des Webers kommen, und dies erste Scheren nennen sie zu halben Haaren scheren oder bärteln. Darauf werden sie eingeweicht, mit scharfen Karden gekardet, damit sie dicke Haare bekommen, und dann zum zweiten Mahle geschoren, welches scheren in engerer Bedeutung ist. Nach diesem Scheren werden sie gefärbt, am Rahmen getrocknet und dann ausgeschoren. Die Gärtner scheren mit einer großen Schere auch die Hecken, wenn sie dieselben damit beschneiden. Ein Garten mit geschornen Hecken. Die Bäume scheren, sie beschneiden, auch der Krone berauben, sie kappen. — — uns schor kahlköpfig und ehrlos. Oft der grausame Gärtner, die rankenden Erbsen zu stäbeln. Voß. Uneigentlich gebraucht man scheren auch in einigen Gegenden in der gemeinen Sprechart, z. B. in Dithmarsen, für essen, fressen, mit den Zähnen gleichsam zerschneiden. Gut scheren können, gut, viel essen können. Das Vieh schiert die Wiese, frißt sie kahl, wo es auch als uneigentlicher Gebrauch des Ausdrucks die Wiese scheren, mähen, angesehen werden kann. Noch ist hieher zu rechnen die Bedeutung, in welcher scheren im Österreichschen für schaben gebraucht wird, daher die kleinen Steckrüben daselbst Scherrübel genannt werden. Scharren ist in dieser Bedeutung das Verstärkungswort davon. 3) † Oen Ort schnell verändern, sich schnell bewegen machen, jagen. Einen hinausscheren, fortscheren, ihn hinausjagen, fortjagen. I dieser Bedeutung hat man auch die gemeinen Verstärkungswörter scherchen, schergen und schirgen. Dann heftig und schnell bewegen, wo man es noch uneigentlich in einigen Fällen des gemeinen Lebens gebraucht. Einen scheren, ihm viel Last machen, ihn beunruhigen, ohne Noth und Nutzen. Er kann nichts als die Leute scheren, ihnen Last machen, sie beunruhigen, plagen. Die Unterthanen scheren, sie plagen, drücken. S. Ungeschoren. I einem andern gelindern Sinne ist einen scheren, ihn mit Worten necken, aufziehen. Und wer nicht schiert, der wird geschoren So bald er nur den Rücken dreht. Günther. Hieher gehört auch der Gebrauch im gemeinen Leben, da man den Begriff der Gleichgültigkeit und der Nichtachtung damit verbindet. Das schiert mich nicht, das gehet mich nicht an, das kümmert mich nicht. Was schiert dich das? was gehet das dich an. Sich um etwas scheren, sich darum bekümmern. I der guten Schreibart kömmt es nur dann vor, wenn der Ton der gemeinen Sprechart nachgeahmt werden soll. So läßt Schiller einen gemeinen Krieger sagen: Werden uns viel um den Kaiser scheren. I folgender Stelle ist es auch gegen die Gewohnheit regelmäßig umgewandelt.. Pervonte, den das Alles wenig scherte. Wieland. 4) I die Länge bewegen, ausspannen, besonders von Seilen, Fäden , im N. D. besonders in der Schifffahrt, wo es in manchen Gegenden auch schieren lautet. Eine Linie, ein Tau scheren, sie ausspannen, sie über oder auf etwas ziehen  So auch in den zusammengesetzten anscheren, aufscheren, einscheren  Bei den Kattunwebern heißt scheren von jeder Spule einen einzigen langen Faden oder eine Strähne auf den Scherrahmen abhaspeln. I manchen Gegenden wird auch das Aufziehen des Garnes bei allen Arten der Weber scheren genannt. S. Anschere und Scherung. Ein Tuch ist auf 36 Ellen geschoren (N. D. geschiert), wenn der Aufzug so lang ist. II) intrs. 1) Den Ort schnell verändern. So heißt in einem N. D. Sprichworte, der Schuldige scheret, wer fliehet der giebt sich oder verräth sich als schuldig So nennt man das Schlittschuhlaufen, bei welchem man Bogen oder halbe Zirkel nach außen beschreibt, auch scheren. Die Störche scheren sagt man, wenn sie in der Luft hin= und herziehen. Als ntr. gebraucht man es im N. D. auch von den Wolken, und die Wolken scheren bedeutet, wenn die untern Wolken schneller fortziehen als die obern, wo man aber auch an die Bewegung wenn man mit der Schere schneidet gedacht haben kann, da sich nämlich die beiden Arme der Schere gegen einander bewegen, und der eine Theil unter dem andern weggehet. 2) * * Lustige possenhafte Bewegungen machen. So ist im Österreichschen packschierig noch so viel als possenhaft. Scherz und Schurk ist wahrscheinlich damit verwandt. III) Х rec. Sich scheren. 1) Х Sich schnell von der Stelle, von einem Orte bewegen, begeben; als ein verächtlicher Ausdruck für sich packen. Scher oder schier dich aus dem Wege. Wirst du dich bald scheren? So auch in den Zusammensetzungen fortscheren, herscheren, hinscheren. hinauf=, hinaus=  scheren, wegscheren  2) Sich plagen. Man muß sich scheren und hat nichts davon. — D. Scheren. D. — ung. S. d. und auch Schur. Die Schreibung scheren anstatt scheeren scheint schon darum die richtige, weil ee in den Aussagewörtern unverändert bleibt und bei der Umwandlung nicht in ie und o übergehet, z. B. in leeren, beeren, verheeren.
7949 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schërenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    schëren stv. s. schërn, s. schërren.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    scheren

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +10 Parallelbelege

    scheren, sw. v. 1. zuteilen, bestimmen, ordnen, einrichten. 2. ein Tau v. e. Punkte bis zu e. andern spannen. 3. den Auf…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schêren

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Schêren , verb. irreg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt; ich schere, du scherest, vu…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    1scheren

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 scheren auch scheer-; 3. PersPräs u Imperativ Sg (nur in Pkt 2) schier-; vereinzelt subst PartPräs als Nomen agentis 1…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Scheren

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Scheren , bei der Appretur der Gewebe die auf deren Oberfläche stehenden Härchen oder Fäserchen durch Abschneiden entfer…

  6. modern
    Dialekt
    scheren

    Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schere n [šêrə n fast allg. — Part. gəšêrt u. gəšòr] tr. 1. scheren: ich geh mich sch. lon Lix. De Hôr, de Bart sch. — 2…

  7. Sprichwörter
    Scheren

    Wander (Sprichwörter)

    Scheren 1. Besser scheren als schinden. Mhd. : Sô ist bezzer schern dan schinden. ( Freidank. ) ( Zingerle, 131. ) 2. Da…

  8. Spezial
    scheren2

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    sche|ren 2 I vb.tr. 1 ‹pop› importé (-ta), invalëi (invel), injí (invá, injü) 2 (stören) desturbé (destürba) II vb.refl.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheren

146 Bildungen · 102 Erstglied · 37 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von scheren 2 Komponenten

sche+ren

scheren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheren‑ als Erstglied (30 von 102)

Scherenarm

SHW

Scheren-arm Band 5, Spalte 257-258

scherenassel

DWB

schere·nassel

scherenassel , f. scolopendra forficata. Nemnich, eine art asseln mit scheren an den füszen. Adelung.

Scherenauge

Wander

scheren·auge

Scherenauge He hett et ock dör et Schêrenaug loten (lassen, fallen). ( Meurs. ) – Firmenich, I, 401, 97.

Scher(en)backen

PfWB

scheren·backen

Scher(en)-backen Pl. : 'die zwei auseinanderlaufenden Balken am Vorderwagen, zwischen denen die Deichsel steckt', Scheʳbacke [ LU-Alsh/Gr ].…

Scherenbalken

RhWB

scheren·balken

Scheren-balken šī·ə.rbǫlək Kemp-Grefr m.: B. am Karrenrumpf, dessen Fortsetzung die Karrenschere (-deichsel) ist.

Scherenbas

RhWB

scheren·bas

Scheren-bas ši·ə.r bā:s Kemp-Süchteln m.: Hauptgebinde im Dachstuhl.

Scher(en)baum

PfWB

scheren·baum

Scher(en)-baum m. : 1. a. 'Doppeldeichsel für den Einspänner am Schnappkarch', Pl. -bääm [KU-Hundh FR-Hertlhs NW-Frankeck, Klein Wag. 104]; …

Scher(en)becks

PfWB

Scher(en)-becks m. : = Hirschkäfer 1, Scheʳbäcks [ IB-Bebh Bliesmg/Bolch ]; vgl. K. 203. Rhein. VII 1057 Scherenbeck 'Schere vom Scherennage…

Scherenberg

Meyers

scheren·berg

Scherenberg , 1) Christian Friedrich , Dichter, geb. 5. Mai 1798 in Stettin, gest. 9. Sept. 1881 in Zehlendorf bei Berlin, war erst zum Kauf…

scherenboot

DWB

scheren·boot

scherenboot , n. boot zur fahrt zwischen den scheren der Ostsee, vgl. auch scherbot. Bobrik 585 a .

Scheren der Haustiere

Meyers

Scheren der Haustiere , das Abscheren der glatten Deckhaare beim Pferd, Rind und Sch wein . Ursprünglich sollte das Scheren dem Pferde nur b…

scherenevloite*?

KöblerMhd

scherene·vloite

scherenevloite*? , sw. F. nhd. Echter Schierling ÜG.: lat. solaraga Gl Q.: Gl (14. Jh.) E.: s. scheren?, vloite? W.: nhd. DW- L.: Karg-Gaste…

Scher(en)fernrohr

PfWB

scheren·fernrohr

Scher(en)-fernrohr n. : 'Fernrohr mit Gestell, das die Beobachtung aus der Deckung erlaubt', Militärspr., Scherefeʳnrohʳ [ LA-Gommh ]. —

scherenflotte

DWB

scheren·flotte

scherenflotte , f. die gesamtheit der bewaffneten scherenböte, welche zur deckung der einfahrt in die scheren dienen, schwed. skärgrdsflott…

scheren als Zweitglied (30 von 37)

abescheren

KöblerMhd

abe·scheren

abescheren , st. V. nhd. abscheren, abrasieren, abschneiden ÜG.: lat. avellere Gl, eradere Gl Hw.: vgl. mnl. afsceren, mnd. afschēren (1) Q.…

abscheren

DWB

abscheren , detondere, abschneiden, mhd. abe schern, nnl. afscheren: das haar, den hart von dem kopf, kinn abscheren; dem ritter schar er au…

¹afschēren

MNWB

1 afschēren , stv. , scheren, Haar, Bart abschneiden; die ungleichen Tuchfäden abschneiden (Tuchbereitung).

afwischeren

KöblerMnd

afwischeren , sw. V. nhd. schnell entgleiten, schnell herunterkommen Hw.: s. afwitschen E.: s. af, witschern L.: MndHwb 1, 47 (afwischern), …

anscheren

DWB

anscheren , attondere: das schaf ist schon angeschoren; den webern, das tuchscheren beginnen.

ausscheren

DWB

aus·scheren

ausscheren , ausschor , tonsuram absolvere, gleich dem einfachen scheren sonst mit dat. der person: das haar ist mir ausgeschoren, abgeschni…

bartscheren

DWB

bartsch·eren

bartscheren , n. tonsio barbae: man spricht, vier jahr vorm bartscheren und vier jahr hernach ist am besten ein weib nehmen. Schweinichen 1,…

bescheren

DWB

bescheren , tondere, circumtondere ( den vocal auszusprechen, wie in begehren, gewähren), praet. beschor für beschar, part. beschoren; ahd. …

gescheren

DWB

gesche·ren

gescheren , wie das einfache scheren, tondere: und geschar seinen bart nie. heiligen leben (1472) 25 a .

Gottbescheren

Wander

gott·bescheren

Gottbescheren Et is kein Goadbeschiären, et is en Buiemaken (Beimachen). ( Soest. ) – Firmenich, I, 348, 15.

herscheren

DWB

hersch·eren

herscheren , verb. refl. in derber sprache für hergehen, herkommen: schere dich her!

hinscheren

DWB

hinsch·eren

hinscheren , verb. in derber rede hinwärts weichen, fortgehen; reflexiv: scher dich hin an deine arbeit! auch intransitiv: aber die Bair war…

inschēren

MNWB

insch·eren

inschēren , stv. , °1. (ê[i]keren) i. Eichelmast mit Schweinen betreiben (Ch. d. d. St. 20, 38 u. 431). 2. (Weberei:) die Kette, den Aufzug …

missescheren

KöblerMhd

misse·scheren

missescheren , st. V. nhd. „missscheren“, unvorschriftsmäßig scheren Hw.: vgl. mnl. missceren Q.: ERW (1421) E.: s. misse…, scheren (1) W.: …

mißscheren

DRW

mißscheren, v. I (Textilien) unvorschriftsmäßig scheren vgl. 1scheren (III) so wie dat dese warderres vinde messceerende, dat hijt betere me…

ȫverschēren

MNWB

oever·scheren

ȫverschēren , ōver- (aver-) , stv. ( Part. Prät. -[ge]schōren [-scharen] ): Tuch, Laken scheren, die hervorstehenden Fäden eines Tuches absc…

platschêren

MNWB

platsch·eren

° platschêren , platschîren , swv. : (im Bettlerwesen:) Gebrechen vortäuschen (z. B. Blindheit) um Zuwendungen zu erhalten, gebrûken de vopp…

schafscheren

DWB

schaf·scheren

schafscheren , n. das scheren von schafen: im brachmonat würd das schaffscheren erst recht angehn. Fischart groszm. 19 neudruck; vom schafsc…

toscheren

KöblerMnd

toscheren , sw. V. Vw.: s. tōschēren*

umbescheren

KöblerMhd

umbe·scheren

umbescheren , sw. V. nhd. umscharen, umstellen, scheren nach Art der Geistlichen Q.: Apk (FB umbeschern), Reinfr (nach 1291), Renner E.: s. …

underschēren

MNWB

under·scheren

underschēren , stv. ( Part. Prät. -geschōren, -schōren ): mit einer Durchbrucharbeit verse- hen (?), „Interradere vnderscheren ” (Dief. 4), …

verescheren

KöblerMhd

vere·scheren

verescheren , sw. V. nhd. „veräschern“, einäschern Q.: Hiob (1338) (FB verschern) E.: s. ver…, escheren W.: s. nhd. veräschern, V., veräsche…

verscheren

DWB

versch·eren

verscheren , verb. zurechtschneiden, falsch scheren. das zeitwort ist stark, im sing. hat die erste silbe dem plur. angeähnlicht, man wird k…

vorbescheren

DWB

vor·bescheren

vorbescheren , verb. : predestinatus, vorbeschert Diefenbach gloss. 453 a ; s. bescheren 2 und 4 th. 1, sp. 1564; hierzu vorbescherung, f.: …

vorebescheren

KöblerMhd

vore·bescheren

vorebescheren , sw. V. nhd. im voraus schenken Q.: Apk (vor 1312) (FB *vor beschern) E.: s. vore (1), bescheren L.: FB 438b (*vor beschern)

vorscheren

DWB

vorsch·eren

vorscheren , verb. , vor zeitlich: ( er soll das haar ) scheren lassen, in der mansion, da es ihm vorgeschoren ist Paracelsus opera (1616) 2…

Ableitungen von scheren (7 von 7)

bescheren

DWB

bescheren , tondere, circumtondere ( den vocal auszusprechen, wie in begehren, gewähren), praet. beschor für beschar, part. beschoren; ahd. …

entscheren

DWB

entscheren , tondere, decidere, abschneiden: ruheten jetzo auf hochschwellende sprossen gestreckt von duftigem mastix, und, wie vergnügt, au…

erscheren

DWB

erscheren , secernere, segregare, aussondern, aus der schar nehmen, ags. âscirian, ahd. irscerian? ruwe ( ruhe ), so hat dir got gnade verhe…

gescheren

DWB

gescheren , wie das einfache scheren, tondere: und geschar seinen bart nie. heiligen leben (1472) 25 a .

scherene

KöblerMhd

scherene , st. F. nhd. Scheren (N.), Scherung, Tonsur Q.: PassI/II (Ende 13. Jh.) E.: s. scheren (1) W.: nhd. DW- L.: Hennig (scherne)

verscheren

DWB

verscheren , verb. zurechtschneiden, falsch scheren. das zeitwort ist stark, im sing. hat die erste silbe dem plur. angeähnlicht, man wird k…

Zerscheren

Campe

Zerscheren , v. trs . unregelm. ( s. Scheren ), entzwei scheren, durch unvorsichtiges Scheren zerschneiden. Das Tuch zerscheren. D. Zerscher…