lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

trächtig

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
17
Verweise raus
31

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trächtig

trächtig

Tracht f. ‘traditionelle Kleidung einer Volks-, Berufsgruppe, Menge, Last, die einer trägt, Traglast’, in der Imkerei ‘der von der Biene eingetragene Honig, Pollen usw.’, in der Landwirtschaft ‘(Feld)frucht, Stellung einer Fruchtart in der Anbaufolge (und deren Ertrag), Fruchtfolge im Gemüsebau’, ahd. trahta ‘aufgetragene Speise, Gericht’ (9. Jh.), mhd. traht(e), auch ‘Traglast, Schwangerschaft’, mnd. mnl. nl. dracht. Das nur im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ist Verbalabstraktum zu dem unter tragen (s. d.) behandelten Verb und bedeutet ursprünglich ganz allgemein ‘das Tragen, das Getragenwerden, was getragen wird’, z. B. ‘das Herbei- bzw. Aufgetragene, Speise, Mahlzeit’ (nach dem 19. Jh. kaum noch üblich; doch vgl. eine Tracht Schläge, Prügel, eigentlich ‘ein Gericht Prügel’, 17. Jh.), ‘das Tragen der Leibesfrucht, Schwangerschaft’ (heute noch mundartlich), ‘Traglast’ (vgl. Tracht Wasser, Holz), besonders ‘was als Kleidung, Kopfbedeckung und Schuhwerk am Körper getragen wird, Art und Weise, seine Kleider zu tragen, sein Haar zu ordnen’ (seit Ende 15. Jh.). Mit der Vorstellung des Althergebrachten wird Tracht zum Fachwort der Volkskunde und bezeichnet die überlieferte Kleidung einer Gruppe, eines Volkes, einer Nation (Heimat-, Volks-, Nationaltracht) sowie bestimmter Berufe (Bauern-, Bergmanns-, Schwestern-, Amts-, Berufstracht). Bis ins 18. Jh. gilt Tracht auch für das ‘Soldatenkleid’, danach durch Uniform (s. d.) mehr und mehr verdrängt. – trächtig Adj. ‘(Leibesfrucht) tragend, schwanger’ (von Säugetieren), spätmhd. trehtec, trehtic.
1564 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trächtig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Trächtig , -er, -ste, adj. et adv. welche Grade, doch nur in der veralteten ersten Bedeutung üblich sind, von Tracht, in…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trächtig

    Goethe-Wörterbuch

    trächtig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    trächtigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    trächtig Adj. : 1. 'Leibesfrucht tragend', von Tieren, vgl. pattersch , tragen I 3. Die Kuh (de Gaul) is trächdich (dręχ…

  4. Spezial
    trächtig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    träch|tig adj. (von Tieren: schwanger) plëgn (-s, plëna). ▬ trächtig e Stute ciavala plëna f.

Verweisungsnetz

2146 Knoten, 4902 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 12 Kompositum 2125 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traechtig

9 Bildungen · 4 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von traechtig

tracht + -ig

traechtig leitet sich vom Lemma tracht ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von traechtig 2 Komponenten

trach+tig

traechtig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traechtig‑ als Erstglied (4 von 4)

trächtigkeit

DWB

traechtig·keit

trächtigkeit , f. , zu 1 trächtig gebildet; seit dem mhd. bezeugt, s. 1 b. 1 1) fecunditas Diefenbach 228 c . 1@a a) von thieren: trächtigke…

trächtigkeitszeit

DWB

traechtigkeit·s·zeit

-zeit , f. , junge composita, mit trächtigkeit 1 a gebildet: die trächtigkeitsdauer beträgt beim pferde 11 monate L. Hoffmann allg. thierzuc…

traechtig als Zweitglied (4 von 4)

einträchtig

DWB

ein·traechtig

einträchtig , concorditer: sihe der propheten reden sind eintrechtig gut für den könig. 2 chron. 18, 12 , vgl. 1 kön. 22, 13 ; es ward auch …

niederträchtig

DWB

nieder·traechtig

niederträchtig , adj. und adv. , gegensatz zu hochträchtig ( theil 4 2 , 1636), doch mit reicherer, auch noch sinnlicher begriffsentwickelun…

unträchtig

DWB

unträchtig , adj. , gth. v. trächtig ( s. d. ). mhd. untrehtic discors K. v. Heinrichau 397 b Gusinde; mnl. ondrachtig, -drechtich; nl. vera…

zwieträchtig

Pfeifer_etym

zwie·traechtig

Eintracht f. ‘Übereinstimmung (im Denken und in der Gesinnung), Einmütigkeit, Einigkeit, Verträglichkeit’. Im 14. Jh. in der Rechtssprache a…

Ableitungen von traechtig (1 von 1)

unträchtig

DWB

unträchtig , adj. , gth. v. trächtig ( s. d. ). mhd. untrehtic discors K. v. Heinrichau 397 b Gusinde; mnl. ondrachtig, -drechtich; nl. vera…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „traechtig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/traechtig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „traechtig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/traechtig/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „traechtig". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/traechtig/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_traechtig_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„traechtig"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/traechtig/pfeifer_etym},
  urldate      = {2026-05-12},
}