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steckling

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steckling m.

Bd. 17, Sp. 1365
steckling, m., in die erde gestecktes pflanzenreis, das der fortpflanzung dient. jüngere bildung zu setzling (s. th. 10, 1 sp. 691 unter 1), das von unserm wort aber an begrifflicher schärfe übertroffen wird, und dem auf eine andere phase der arbeit rücksicht nehmenden schnittling (th. 9 sp. 1356). vgl. auch noch unten steckreis. die allgegenwart der wurzel zeigt sich übrigens an der in der neueren zeit allgemein durchgeführten vermehrung durch stecklinge Göthe 39, 145 Weim.; zum entscheidenden beweis (dafür, dasz ein abgerissener zweig, in die erde gesteckt, fortwachsen müsse) zeigte er (der graf) dergleichen stecklinge gar wohl angeschlagen in seinem garten 32, 47 Weim.; des weitern zerbrach sich unser gartendichter den kopf, wie er wol in den besitz von samen oder den stecklingen des tulpen-, des trompeten- und essigbaumes ... kommen könnte Goltz jugendleben 3, 277; insbesondere: die vermehrung (des efeus) geschieht ... durch samenableger und stecklinge Zschokke 11, 190; leichter geschieht die fortpflanzung (des wilden ölbaums) durch stecklinge und wurzelreiser Schlechtendal flora von Deutschland 10, 169; man pflanzt diese varietäten bekanntlich nicht durch samen, sondern auf ungeschlechtlichem wege durch stecklinge fort Schwerz prakt. ackerbau 517, vgl. allgem. deutsche bibliothek 84, 241; diese bäume (weiden, pappeln u. a.) werden nur ... als stecklinge erzogen Rossmässler der wald 17. — bildlich: hast du nicht irgendwo auch seitensprossen von selbem stamm und wurzel, wilde reiser von gleichem holz, und eingeimpfte zweige, ableger, setzling oder stecklinge, unächte söhn', halb- oder viertelsbrüder — hast du dergleichen etwas aufgespürt, was, näher oder ferner uns verwandt? Rückert 9, 396; monarchien wachsen nur wild, und pflanzen sich nur durch stecklinge fort de Lagarde deutsche schriften 502. — in weiterer zusammensetzung stecklingskultur, f., als [] collectiver begriff 'ein beet oder pflanzkasten mit stecklingen': auf den stecklingsculturen Ratzeburg waldverderbnis 2, 311.
2035 Zeichen · 30 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stecklingm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    steckling , m. , in die erde gestecktes pflanzenreis, das der fortpflanzung dient. jüngere bildung zu setzling ( s. th. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Steckling

    Goethe-Wörterbuch

    Steckling [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Steckling

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Steckling , s. Vermehrung der Pflanzen .

  4. modern
    Dialekt
    Stecklingm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Steckling m. : ' Pflanzentrieb zur Vermehrung, junge Pflanze, Ableger ', von Weiden, Reben usw., Steckling [ LA-Venn , m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steckling

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von steckling

steck + -ling

steckling leitet sich vom Lemma steck ab mit Suffix -ling.

steckling‑ als Erstglied (1 von 1)

steckling als Zweitglied (1 von 1)