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neid

ie. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

neid m.

Bd. 13, Sp. 550
neid, m. odium, invidia, livor, φθόνος. Ein allgemein und ausschlieszlich germanisches wort, goth. und altn. mit neutralem, sonst mit masculinem geschlecht: goth. neiþ, ahd. nîd (auch nîdh, nîth), mhd. nît; alts. nîth, nîð, mnl. nît, nnl. nijd; altfr. nîth; altn. nîð, schwed.-dän. nid; ags. nîð. das zu grunde liegende germanische thema nîtha kann in nîth-a oder in nî-tha aufgelöst werden, also von einer wurzel nîth oderherstammen, weshalb auch die etymologie unsicher ist. vergl. Diefenbach 2, 106 ff. Fick2 784; Leo ags. gloss. 299, 46 stellt es zu wurzel nid, s. neiszen. 11) ursprünglich scheint das wort anstrengung, eifer, wetteifer bedeutet zu haben (alts. nîthon Heliand 5536 und bî nîthion 4865 C., um die wette, md. tugentlîcher nît, eifer passional 755a K.; vergl. die unterscheidung von übeler und guoter nît bei Lichtenstein 292, 25 ff. und bei Thomasin 10159—10174), zunächst wol von der anstrengung und dem eifer im kampfe, daher der ungestüm gegen den feind, der kampfgrimm (mit nîde vehten, slahen u. dgl. mhd. wb. 21, 346a. Lexer 2, 86 f.), die gesinnung dem feinde im kampfe zu schaden, sodann die feindselige gesinnung, der hasz, groll, zorn, die feindschaft im allgemeinen: goth. in neiþis, aus hasz Matth. 27, 18. Marc. 15, 10. Phil. 1, 15 (umb hasz Luther), plural neiþa, maurþra Gal. 5, 21 (hasz, mord); ahd. flôh er Otachres nîd (hasz). Hildebrandslied 18; thaʒ dâtun se al bî nîde (aus hasz). Otfrid 4, 33, 20; fuarun sie thô blîdemit themo alten nîde. 4, 36, 3; bî niheinigemo nîde (aus keinerlei feindseligkeit). 1, 2, 22; mhd. die ellenden geste vorhten Prünhilde nît (feindseligen, kriegerischen eifer). Nibel. 427, 4; sît sturbens jâmerlîche von zweier edelen frouwen nît (eifersucht und hasz). 6, 4; möhte ich verslâfen des winters zît! wach ich die wîle, sô hân ich sîn nît (ärgere mich über ihn). Walther 39, 7; zergangen ist des winters nît (bitterkeit, ingrimm). minnesinger 1, 345b; auch dem altn. nîð (hohn, beschimpfung) liegt der begriff des hasses zu grunde, der sich namentlich äuszert durch die errichtung einer nîðstöng (neidstange), das zeichen des höchsten zauberkräftigen hasses (Weinh. altn. leben 298). 22) auch im älteren nhd. sind die angeführten bedeutungen noch zu verfolgen: sölch that (dasz Scävola sich die hand abbrannte) den feinden ursach gab zuo forcht der Römer stärck und neid (mut und kampfgier). Schwarzenberg 119b; in zorn lief in der ritter an und schlug auf in mit groszem neid. Teuerdank 106, 27 Gödeke; sprechen usz zornigem nid. Murner narrenbeschw. 81, 57; da hett ein weih ein groszen neid, ein groszen zorn auf alle tauben. Alberus Es. 52; und wandelten in bosheit und neid und hasseten uns. Titus 3, 3; lasset uns ehrberlich wandeln ... nicht in hader und neid. Römer 13, 13; so hett Cassius ein neidt zu im. Frank chron. (1538) 17a; ob zwen schützen ein alten neid zusammen hetten, sol es ainer gegen dem andern nit antn oder äfern. Schm. 1, 1727 Fromm. (vom j. 1548); sie schneiden ihnen oftmals arm und bein lebendig ab von groszem neidt (feindeshasz). [] H. Staden 11; was doch die ursach gewesen sei eures groszen neids (lust zu schaden), so ihr wider mich gebrauchet habt. Galmy 355; sie trugen ein neidt zu dem fechter. buch d. l. 227, 2; wer einen neidt gegen einem andern hette. 242, 4; auch mundartlich noch einen neid auf einen haben, auf ihn zornig sein, ihn hassen. Schm. 1, 1727 Fromm. Schöpf tirol. id. 464; es ist kein neid (hasz, feindschaft) auf erden dem brüderlichen gleich, wenn sie entrüstet werden. Rachel 7, 264; neid und hasz formelhaft verbunden (s. th. 42, 554): neidt oder hasz. voc. 1482 x 3b; weder von neid noch von hasz wegen. österr. weisth. 6, 33, 13 (vom j. 1478); allen iren neid und hasz, den sie lang zeit dem edlen jüngling hatt getragen, von ir legt (avendo l'odio in amore tramutato). Bocc. 124a; die warhait .. macht mer has und neid dan gunst und freuntschaft. Aventin. 4, 8, 25; alle reich hat umbkert und zerbrochen der stolz durch neid und hasz. 621, 23; sie thun es (dasz sie ihre feinde essen) von keinem hunger, sondern von groszem hasz und neid. H. Staden 11; sein sun .. Lucretie truog neid und hasz. Schwarzenberg 113c; und trinkt in gottes namen ein zimliches glas on neid und hasz. Gödeke u. Tittmann liederb. 144; mhd. âne, sunder nît, ohne dagegen zu eifern, ohne einwand, gerne. 33) heute, wie auch schon in der alten sprache, drückt neid besonders jene gehässige und innerlich quälende gesinnung, das misvergnügen aus, mit dem man die wohlfahrt und die vorzüge anderer wahrnimmt, sie ihnen misgönnt mit dem meist hinzutretenden wunsche, sie vernichten oder selbst besitzen zu können; sinnverwandt mit abgunst, misgunst, schelsucht: das miszvergnügen über des andern glück wird neid genennet. und also entstehet der neid oder miszgunst aus dem hasse. Chr. Wolff vern. gedanken von gott etc. § 460; der neid (livor) als hang, das wohl anderer mit schmerz wahrzunehmen, obzwar dem seinigen dadurch kein abbruch geschieht, der, wenn er zur that (jenes wohl zu schmälern) ausschlägt, qualificirter neid, sonst aber nur miszgunst (invidentia) heiszt, ist doch nur eine indirect-bösartige gesinnung, nämlich ein unwille, unser eigenes wohl durch das wohl anderer in schatten gestellt zu sehen, weil wir den maszstab desselben nicht in dessen innerem werth, sondern nur in der vergleichung mit dem wohl anderer schätzen und diese schätzung zu versinnlichen wissen ... die regungen des neides liegen also in der natur des menschen, und nur der ausbruch derselben macht sie zu dem scheuszlichen laster einer grämischen, sich selbst folternden und auf zerstörung des glücks anderer, wenigstens dem wunsche nach gerichteten leidenschaft. Kant 5, 296 f.; der philosoph kann den neid, wenn er will von der miszgunst unterscheiden: er kann sagen, dasz jener aus selbstsucht, diese aus feindschaft entspringe. Engel 7, 265; der hasz ist ein actives miszvergnügen, der neid ein passives; deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der neid so schnell in hasz übergeht. Göthe 49, 58. — da spricht man, das die durch die nasen reden, sei ein zeichen naturlichen neids. Keisersberg narrensch. 113a; diese hohe tugent, .. die im der neid der untugent (das neidische schicksal Soltau) verspert hat. Bocc. 314, 7 K.; denn wo neid und zank ist, da ist unordnung und eitel böse ding. Jac. 3, 16; ein gütiges hertz ist des leibs leben, aber neid ist eiter in beinen. spr. Sal. 14, 30; keine einige herrschaft wäre ohne neid und anfeindung. Lohenstein Arm. 2, 1303a; von theuren freunden voller neid .. eil ich den freuden und der ruh an deinem vollen busen zu. Hagedorn 2, 85; das sie zugleich mit lust und neid erfüllt. 2, 94; verdient ein solches glück wol neid? Gellert 1, 69; Philemon konnte doch dem neide nicht entgehen. 1, 77; tochter der schönheit, hüte vor neide dich! der neid hat die engel vom himmel gestürzt. Herder lit. 9, 14; frei von furcht, zu grosz zum neide lieb ich, ewig lieb ich sie. d. j. Göthe 1, 108; wie ihr in heilger wonne schwebtet, und ich, im anschaun selig, ohne sterblichen neid daneben stand. 2, 23; sollten sie auch vor neid bersten. Frisch 2, 14a; [] sollt ich dir den armen thoren mahlen, der fast vor neid zerplatzt, wenn reichre thoren strahlen. Wieland moral. br. 5, 80; ich dachte, er wollte für neid und verdrusz auf der stelle umkommen. Göthe 34, 58; wie spiegelte sich meiner liebe triumph im versinkenden neide! Schiller 3, 153 (Fiesko 5, 13); ja hier ist vor des geschickes neide die schönste freistatt uns bewuszt. F. Schlegel ged. 369; wäre nicht der neid der götter, menschen könnten glücklich werden. F. W. Weber Dreizehnlinden 270; es heiszt neid verursachen, den neid erwecken, erregen, reizen, auf sich laden; in neid gerathen, verfallen; den neid fahren lassen, fliehen; dem neide entgehen, entfliehen, den neid ersticken u. s. w. Stieler 1344. Steinbach 2, 115. Frisch 2, 14a; der neid wird erregt, wenn man ein kind aufmerksam darauf macht, sich nach dem werthe anderer zu schätzen. Kant 10, 441; wie wirst du glänzen! lieb in des jünglings herz, und bei den mädchen neid erregen. d. j. Göthe 1, 121; die süszen liebesbande der schwägerin erweckten ihren neid. Alxinger Doolin (1861) 1, 18; ein schwächer wesen .. reitzt oft unsern neid. Wieland natur d. dinge 2, 384; den ewig armen neid, die vorurtheile fliehen. Hagedorn 1, 30; erstickter neid preszt gall und fluch auf die verbiszne zunge. Lessing 11, 2, 641 Hempel; der neid regt sich, erwacht, wächst: der neid gegen guten fürsten wachset daher. Schuppius 722; der neid erwachte in seinem busen. Schiller 9, 134; noch lebendiger und oft personificiert wird die auffassung, wenn der neid handelnd, fühlend und gewissermaszen in vertretung des neidischen menschen gedacht wird: welchen der neid hat also gfaszt. Waldis Es. 4, 77, 101; wie mancher, den .. das glück gekrönt, wird endlich durch den neid zertreten. Canitz 297; wenn das leid und der neid meinem lager dornen streut. Günther 207; meine treu beschämt den neid. 318; was der neid von unserm singen spricht. 717; wobei der neid nicht schweigen kan. 217; so strebt der neid nach fremder ehre. Lichtwer fabeln 120 (3, 16); ihr lied bezaubert selbst den neid. 157 (4, 11); dein braun mädchen, freund, ist schön: das musz ihr auch der neid gestehn. Lessing 1, 20; (sie sind) ein groszer general ... der neid musz es beschwören. Schiller 5, 216 (don Carlos 2, 5); selbstlob! nur dem neide stinkts. Göthe 5, 155; neid, der seinen körper krümmt. Wieland natur d. dinge 4, 423; zwar ich bin berichtet, wie der neid viel unheil schafft. Rückert 4, 276; der neid verzehrt sich selbst. brahm. 4, 38; gier und lust und rach und neides hadern. Bostan 172, 10. im einzelnen ist besonders hervorzuheben 3@aa) die hagere dürre gestalt des neides, des neidischen menschen (vergl. neidhager): wie sehr sie (meine poesie) umzubeugen der hagre neid erkühnt. Fleming 42 L.; der dürre scheele neid treibt niederträchtge schaaren aus west und süd heraus. E. v. Kleist 1, 17. 3@bb) die farbe (vergl. neidgelb): mhd. gel, grüene, weitîn, daʒ sol diu nîtvarwe sîn. Freidank 60, 5; nhd. und friszt sy der neid, das sy geel und grün werden. Keisersberg spinnerin (1510) e 2a; wenn ich mir vorstelle, wie die leidigen Franzosen vor neid über unsre vorzüge gelb wurden. Wieland 15, 373; und noch dazu die wangen gelb und grün, des giftgen neides sichtbarliche strafe. Schiller 1, 327; so flieht der alte hasz mit seinem nächtlichen gefolge, dem hohläugigten verdacht, der scheelen miszgunst und dem bleichen neide. 14, 62 (braut von Mess. 2, 5); befreit vom bleichen neid, der unsre ruh verzehrt. Wieland natur d. dinge 2, 387; [] der blasse neid. Logau 3, 10, 42. Lohenstein Armin. 1, 1180b. Platen (1869) 2, 130; den kleinen naturphilosophen überfiel der gelbe neid, als er hörte, dasz seine kollegen sich so groszen zuspruchs erfreuen. Heine (1876) 2, 125. 3@cc) der stumme, der stille neid: die unter seinen füszen mit stummen neide schmähn, und doch ihn ehren müssen. Haller 107 Hirzel; doch hält der stille neid mit kalter hand die edelsten gemüther aus einander. Göthe 9, 207 (Tasso 4, 3); mit stillem neide warf auf der freunde glück ein träger Spanier den eifersüchtgen blick. Clodius Phocion 209. 3@dd) gesicht und blick (vergl. neidauge, neidesblick): doch das feuer, so ich fühle, .. verblendet selbst den neid. Günther 255; bildung des gesichts, in die sich die gehässigen züge .. des neides eingedrückt haben. Gellert 6, 224; der scheele, der blinde neid. Günther 441. 728; da fieng auch an der blinde neid. H. Sachs 1, 472, 7; nach jenen küssen, spielen, tändelein, die, vor neides blick verborgen, die liebe nur belauschet und verschweigt. Gotter 1, 178; schon versammelt .. der neid auf dich den ganzen luchsgleichen blick. d. j. Göthe 1, 91; der neid hat scharfe augen. Schiller 12, 484 (M. Stuart 2, 9). 3@ee) der giftige neid, das gift, das feuer, der zunder des neides: der giftige neid. weish. Sal. 6, 25. Schiller 1, 327; keine straff ist auszgesetzet auff desz neides gifft. Logau 1, 1, 36; spei ausz itzt galle, gift und eiter, blasser neid! Lohenstein Armin. 1, 1180b; der giftgeschwollne neid nagt an des nachbarn gut. Haller die alpen 464; der neid haucht giftgen schwall auf seine schönste that. Wieland moral. br. 4, 82; da schwoll das schwarze gift des neides in seinem busen. Geszner 1, 100; das feuer des neids hat seine dächer verbrannt. d. j. Göthe 2, 179; das unheimliche feuer des neides glimmte aus seinen augen. Gutzkow ritter (4. aufl.) 2, 120; vom stolz, dem zunder des neides hat diesz glückliche volk, sowie von giftigen blumen, keine namen. Wieland suppl. 2, 306. 3@ff) waffen des neides: mhd. des nîdes spieʒʒes sleiffere. Renner 14125; nhd. mit dem spies des neides. Ringwald laut. w. 375; die dolche des neids. Schiller 3, 62 (Fiesko 2, 10). 3@gg) der scharfe zahn (daher der nagende neid), der gierige rachen des neides: es macht des neides zahn auch ertz und marmel fallen. Kahl schles. Helikon 1, 53; und schon naget an mir minder des neides zahn. Herder lit. 11, 5 (Hor. od. 4, 3, 16); an allem glänzendem nagt der neid mit macht. 11, 417; der nagende neid. Geszner 1, 143; neid ist nur bei hohen sachen. hierein setzt er seinen rachen. Fleming 81 L. 3@hh) der neid in vielen sprichwörtern und sprichwörtlichen redensarten (s. Wander 3, 986—991), z. b.: der neid isset nichts bösz. Frank 57b; der neid ist ein natter. 58a; der neid ist sein selbs leid, der neid neidt sich selbs. ebenda (neidt wirdt im selbs leidt. Schottel 1124a); die warhait macht neit und schmirn lind heut. Aventin. 4, 16, 23; neid ist ein scharfs augenwasser. Mathesius hochzeitpred. O 3a; je höher glück, je gröszer neid; besser neid als beileid. Stieler 1344; neid ist sein eigen henker. Aler 1457b; der neid friszt seinen eigenen herrn u. a. bei Simrock 402 ff. 44) der gehässige begriff wird abgeblaszt oder schwindet, wenn der neid blosz das heftige verlangen nach eben einem solchen gute ausdrückt, das einem andern zu theil geworden ist: dennoch neid ich dich; aber mein neid ist edel und liebend, wünschet sich deines gesangs. Klopstock 2, 211; er ... erregte die sehnsucht, diejenigen gegenstände endlich mit augen zu sehen, von denen ich oft mit neide hatte erzählen hören. Göthe 26, 173. 55) aus dem begriffe des nichtgönnens entwickelt sich auch die bedeutung des festhaltens von hab und gut, des geizes, s. Schm. 1, 1727 Fromm. Lexer kärnt. wb. 197. Schöpf 464. vergl. neidhals, neidkrage, neidig, neidisch. [] 66) neid ist auch der gegenstand des neides, das neiderregende: röschen, sonst der blumen neid, sieht ihre reize bald verweht. K. Rudolphi ged. (1796) 48. 77) adjectivisch verwendet, neidisch: ein bruder ist dem andern neid. Kehrein kirchenl. 708, 6. 88) eigentliche composita mit neid- und uneigentliche mit dem genetiv neides-, s. im folgenden.
14952 Zeichen · 331 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    neid

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Neid

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Neid , des -es, plur. car. das anhaltende Mißvergnügen über die Wohlfahrt und die Vorzüge anderer, und in engerer Be…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Neid

    Goethe-Wörterbuch

    Neid gut hundert Belege gegenüber einem knappen Dutzend Belegen ‘Mißgunst’; Gebrauchsschwerpunkt in Bed a; öfter ‘(nicht…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Neid

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Neid , das Verlangen nach dem Gute des Andern mit dem Wunsche, daß es demselben verloren gehe.

  5. modern
    Dialekt
    Neidm.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Wossidia Neid m. s. MeckWB Nid .

  6. Sprichwörter
    Neid

    Wander (Sprichwörter)

    Neid 1. Aller Neid ist zwischen Nachbarn. – Petri, II, 7. 2. Besser der Neid als der Gotterbarm. ( Rott-Thal. ) Böhm. : …

  7. Spezial
    Neid

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Neid m. (-[e]s) invidia (-ies) f. ▬ vor Neid platzen morí (cherpé) dala invidia ; jds. Neid erwecken ti fá l’invidia a v…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit neid

187 Bildungen · 126 Erstglied · 57 Zweitglied · 4 Ableitungen

neid‑ als Erstglied (30 von 126)

Neidarsch

SHW

Neid-arsch Band 4, Spalte 955-956

Neidhammel

SHW

Neid-hammel Band 4, Spalte 955-956

Neidkopf

SHW

Neid-kopf Band 4, Spalte 955-956

Neidsack

SHW

Neid-sack Band 4, Spalte 955-956

Neidzahn

SHW

Neid-zahn Band 4, Spalte 955-956

neidbau

DWB

neid·bau

neidbau , m. ein in manchen particularen rechten verbotener bau, der nicht sowol im eigenen interesse als vielmehr in gehässiger weise zum n…

neidbissig

DWB

neid·bissig

neidbissig , adj. , aus neid bissig: neidbissige hunde. Fischart Garg. 170 b .

Neidebissen

Wander

neide·bissen

Neidebissen Besser Neidebissen als ein Gericht von Bedauern und Achselzucken. ( Wend. Lausitz. )

Neideck

RhWB

neid·eck

Neideck = Nachtschlag der Kinder s. Nachtdeckel;

neideln

DWB

neid·eln

neideln , verb. bair., neidig sein. Schm. 1, 1727 Fromm.

neidelīk

KöblerMnd

neidelīk , Adj. Vw.: s. nēdelīk

neiden

DWB

nei·den

neiden , verb. das ahd. kennt nur ein schwachformiges von nîd abgeleitetes nîdôn (nîthôn) und nîden, das mhd. nach analogie von lîden, mîden…

neiden,

FWB

1. ›jm. mißgünstig sein‹ (vereinzelt); ›jm. mit Mißgunst begegnen; jn. beneiden, jm. dasjenige, was man selbst gerne hätte, nicht gönnen‹; ü…

Neidenburg

Herder

neiden·burg

Neidenburg , ostpreuß. Stadt im Reg.-Bez. Königsberg, mit 3300 E.

Neidenfels

PfWB

neiden·fels

Neiden-fels ON : Dorf im Kr. NW, Neidefels u. Neirefels [ Christmann SN I 409]; Neckname seiner Bewohner s. PfWB Papierlumpen .

neidenswerth

DWB

neiden·s·werth

neidenswerth , adj. und adv. wie beneidenswerth. 1 1) von personen: sie waren beinah schon über dem grabe, neidenswerth, wenn dem bruder ein…

neid als Zweitglied (30 von 57)

Ɉudeneid

Campe

Der Ɉudeneid , des — es, Mz. die — e , ein nach den Vorschriften der Jüdischen Religion besonders abgefaßter Eid, welchen ein Jude in den nö…

Meineid

RDWB1

Meineid m (kein Bezug zu "мой") клятвопреступление, лжесвидетельство, ложная клятва, ложная присяга

Schneid

RDWB1

Schneid m umg. (kein Bezug zu "резать") кураж, жизнелюбие, отвага, мужество, задор j-d hat keinen ~ - кто-л. малодушный; пришибленный; без к…

ADVOKATENEID

DWB2

advokaten·eid

DWB2 ADVOKATENEID m. DWB2 amtseid des advokaten: DWB2 1576 ( zuss.? ) aduocaten eidt ordn. hertzog Ernsten 241 ( reg. ) . ⟨1725⟩ so soll der…

Brodneid

Campe

brod·neid

Der Brodneid , des — es, o. Mz. derjenige Neid, da man einen Andern um seine Nahrung, seinen Verdienst beneidet.

brotneid

DWB

brot·neid

brotneid , m. invidia quaestus, bei den handwerkern kommt dieser brotneid am meisten vor.

ehrenneid

DWB2

ehren·neid

ehrneid , ehrenneid m. : 1669 Anton U. v. Braunschweig Aramena 1,75. 1737 Henrici ged. ( 1727 ) 4, vor 1.

futneid

DWB

fut·neid

futneid , m. eifersucht einer weiblichen person auf eine andere, zumal in hinsicht geschlechtlicher beiwohnung.

futterneid

DWB

futter·neid

futterneid , m. 1) neid des einen thieres gegen das andere wegen des futters. aus futterneid beiszt, wenn mehrere thiere aus éiner schüssel …

gildeneid

DWB

gilde·neid

gildeneid , m. , von Göthe geprägt: hier bleibt genug, poeten einzuweihn, zu stiften gild- und handwerksneid I 15, 240 W.

Gildneid

GWB

gild·neid

Gildneid ‘Gild- und Handwerksneid’, für Neid, kleinliche Eifersucht zw epigonalen Dichtern u deren Schulen [ Phorkyas, die Euphorions Kleid,…

Handelsneid

Campe

handel·s·neid

Der Handelsneid , des — es , o. Mz . der Neid im Handel, unter den Handelsleuten.

handlungsneid

DWB

handlung·s·neid

handlungsneid , m. : jede handelnde nation hat denkmäler der ungerechtigkeit und grausamkeit aufzuweisen, an welchen der handlungsneid mehr …

handwerksneid

DWB

handwerk·s·neid

handwerksneid , m. : man mache nicht den handwerksneid unter diesen leuten rege! man ziehe, bei gleichen umständen, dén handwerksmann, der u…

Hofneid

Wander

hof·neid

Hofneid Hofneid hat scharfe Zähne. – Parömiakon, 105.

Jagdneid

RhWB

jagd·neid

Jagd-neid Prüm-Mürlenb 1860 m.: im Spr.: Et göt ke biser Neid äs de J.

judeneid

DWB

jude·neid

judeneid , m. der nach bestimmten vorschriften und formeln von den juden zu leistende eid. vgl. über den alten judeneid bei Müllenhoff u. Sc…

kunstneid

DWB

kunst·neid

kunstneid , m. neid auf kunstehre anderer, künstlerneid. Campe ; kunstneid, das lächerlichste laster der selbsucht .. kann keinen turner beh…

leheneid

DWB

lehe·neid

lehenseid , leheneid , m. der dem lehnsherrn geleistete treueid: ( der lehenprobst, welcher ) den handschlag oder angelöbnis nach verlesung …

Malitieneid

DRW

Malitieneid, m. die Advokat oder Vorsprecher vor der Zulassung zum Gericht abverlangte eidliche Beteuerung, das Amt redlich zu auszuüben ein…

Manneid

DRW

mann·eid

Manneid, m. zu 1Eid I wie Lehneid dattie grave soude den coninc enen maneet doen ende trou wesen, ende die coninc verleende hem dat graefsca…

meineid

DWB

mein·eid

meineid , m. falscher eid, eidlich abgegebene und nachher gebrochene versicherung oder versprechen; uraltes gesamtdeutsches rechtswort, altn…

Nachthirteneid

DRW

nachthirte·neid

Nachthirteneid, m. Eid des Nachthirten beim Dienstantritt nachthiertenaid get nach dem taghüerten, doch mag jedem hüerten ... der verordnet …

Pastoreneid

DRW

pastoren·eid

Pastoreneid, m. vor dem Landesfürsten abzulegender Amtseid eines protestantischen Pastors [Übschr.:] pastoren eydt oJ. Seestern-Pauly 144 Fa…

pfaffeneid

DWB

pfaffe·neid

pfaffeneid , m. : sein ampt hie .. zu verrichten nach rechtem pfaffeneid. Eyering 1, 392 .

Ableitungen von neid (4 von 4)

beneiden

DWB

beneiden , invidere, nnl. benijden. 1 1) mit acc. der person oder sache: ich beneide dich nicht; er beneidet alle leute; du wirst darum bene…

neide

MNWB

° nêdelĩk (neide-) , adj. , endgültig, abschließend , ên n. gelt (Krumbholtz Gew. 20). Vgl. genendich, genendelĩk, 2 genîdelĩk.

verneiden

DWB

verneiden , verb. 1) aus neid miszachten, zurücksetzen: Jacobs söhne, welche ihren bruder Joseph böslich verneideten und verkauften. Butschk…

zerneiden

RhWB

zer-neiden: sich z., vor Neid vergehen Neuw-Datzeroth .