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Neid

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Neid

Bd. 6, Sp. 690
Neid gut hundert Belege gegenüber einem knappen Dutzend Belegen ‘Mißgunst’; Gebrauchsschwerpunkt in Bed a; öfter ‘(nicht) ohne N. a mißgünstiges, (latent od tendenziell) feindseliges Gefühl für jdn aufgrund dessen/deren (vermeintlicher) Vorzüge bzw Bevorzugung durch andere od durch das Schicksal; auch als Kennzeichen niederer, egoistischer Gesinnung; mehrf neben ‘Mißgunst’, ‘Habsucht’, ‘Haß’ uä; auch ‘ein kleiner/stiller N. usw, einmalN. über etw’; einmal definitorisch; auch personifiziert [betr prähist Knochenfunde] eine untere Kinnlade, welche wegen ihres schönen gedrängten Baues Bewunderung verdient, und deren vollkommne Zahnreihe nicht wohl ohne N. betrachtet werden kann GWBB45,239,13 Blumenbach 9.4.29 K Die empirisch-sittliche Welt besteht größtentheils nur aus bösem Willen und N. GWB422,127,16 MuR(170) [Wiener Kongreß] wenn man..bedenkt, wieviel merkwürdige Personen dort zu kennen..sind, so kann man sich eines heimlichen kleinen N-es nicht erwehren, der uns befällt, wenn wir an die werthen Personen denken die dieß alles genießen GWBB25,114,5 Gersdorff [27.12.14?] K Der Haß ist ein actives Mißvergnügen, der N. ein passives; deßhalb darf man sich nicht wundern, wenn der N. so schnell in Haß übergeht GWB422,139,5u7 MuR(247) versammelt|Von seiner Klippenwarte|Der N. auf dich|Den..luchsgleichen Blick GWB4,185 3.OdeBehrisch 79 37,280,14 FGA Leben uCharakter Klotzens N11,94,9 MathMißbr 51,54,1 ThS I 15 39,18,15 Götz1 I 8,293,24 Egm V redensartl u sprichwörtl bzw in Variation eines Sprichworts Das [ein Liebeslied aus ‘Des Knaben Wunderhorn’] sind Worte, wobei ein alter Poet vor N. platzen möchte GWBGespr(He2,1079) Marianne Sept 1815 Den Reichthum muß der N. betheuern:|Denn er kreucht nie in leere Scheuern1) GWB3,301 ZXen IV 1018 Will der N. sich doch zerreißen,|Laß ihn seinen Hunger speisen2) GWB6,123 Div Sprüche Will der Neid 1 2,230 Sprichw 159 [Zit s v Mißgunst a] b Eifersucht; einmal ‘entfernt vom N-e’ iSv von (potentiellen) Rivalen bzw Neidern unbemerkt mit Freuden|Seh' ich ihn meinen Blick der ganzen Welt beneiden;|Ich seh' an diesem N., wie mich mein Liebster schätzt GWB9,7 LauneVerl 67 Eifersucht..biß zur Wuht..ein Argwohn, ein N. der biß dahin geht daß sie [KSchönkopf] nicht erfahren darf daß ich eine Hand geküßt habe, macht sie und mich elend GWBB1,146,4 Behrisch 20.11.67 [Friedrich zu Wilhelm über Philine:] sie hat euch..nicht vergessen, und wenn ich nicht jede Spur von Eifersucht schon lange aus meinem Herzen verbannt hätte, so würde ich euch nicht ohne N. ansehen GWB23,225,9 Lj VIII 6 Endlich kommt die Schäferstunde,|Und von ihrem heissen Munde|Saugt Amin die Wollust ein.|So genoß entfernt vom N-e|Er noch manchen süssen Kuß GWB37,19 Annette Lyde 26 21,41,7 Lj I 8 37,46 Annette Madrigal I 7 492,207,8 Philostrat Plp [Mißgunst GWB491,69,16] GWBBrot- GWBGild- GWBHandwerks- Syn Eifersucht Mißgunst 1) vgl Wander 3, s v Neid Nr322) in WA I 6,484 (Plp 35) notiert Goethe: „Er speist seinen Hunger” mBez auf JChardin, Voyages en Perse (1711),4,102: „pour dire un homme reduit à la mendicité, ils disent..il mange sa faim” Martina EicheldingerM.E.
3091 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    neid

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Neid

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Neid , des -es, plur. car. das anhaltende Mißvergnügen über die Wohlfahrt und die Vorzüge anderer, und in engerer Be…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Neid

    Goethe-Wörterbuch

    Neid gut hundert Belege gegenüber einem knappen Dutzend Belegen ‘Mißgunst’; Gebrauchsschwerpunkt in Bed a; öfter ‘(nicht…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Neid

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Neid , das Verlangen nach dem Gute des Andern mit dem Wunsche, daß es demselben verloren gehe.

  5. modern
    Dialekt
    Neidm.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Neid m. s. Nid .

  6. Sprichwörter
    Neid

    Wander (Sprichwörter)

    Neid 1. Aller Neid ist zwischen Nachbarn. – Petri, II, 7. 2. Besser der Neid als der Gotterbarm. ( Rott-Thal. ) Böhm. : …

  7. Spezial
    Neid

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Neid m. (-[e]s) invidia (-ies) f. ▬ vor Neid platzen morí (cherpé) dala invidia ; jds. Neid erwecken ti fá l’invidia a v…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit neid

156 Bildungen · 126 Erstglied · 26 Zweitglied · 4 Ableitungen

neid‑ als Erstglied (30 von 126)

Neidarsch

SHW

Neid-arsch Band 4, Spalte 955-956

Neidhammel

SHW

Neid-hammel Band 4, Spalte 955-956

Neidkopf

SHW

Neid-kopf Band 4, Spalte 955-956

Neidsack

SHW

Neid-sack Band 4, Spalte 955-956

Neidzahn

SHW

Neid-zahn Band 4, Spalte 955-956

neidbau

DWB

neid·bau

neidbau , m. ein in manchen particularen rechten verbotener bau, der nicht sowol im eigenen interesse als vielmehr in gehässiger weise zum n…

neidbissig

DWB

neid·bissig

neidbissig , adj. , aus neid bissig: neidbissige hunde. Fischart Garg. 170 b .

Neidebissen

Wander

neide·bissen

Neidebissen Besser Neidebissen als ein Gericht von Bedauern und Achselzucken. ( Wend. Lausitz. )

Neideck

RhWB

neid·eck

Neideck = Nachtschlag der Kinder s. Nachtdeckel;

neideln

DWB

neid·eln

neideln , verb. bair., neidig sein. Schm. 1, 1727 Fromm.

neidelīk

KöblerMnd

neidelīk , Adj. Vw.: s. nēdelīk

neiden

DWB

nei·den

neiden , n. livor, invidentia Frisch 2, 14 a : mhd. ir aller nîden unde ir haʒ ... waʒ wirret dir daʒ? Tristan 8397 ; nhd. aber imer im alte…

neiden

FWB

1. ›jm. mißgünstig sein‹ (vereinzelt); ›jm. mit Mißgunst begegnen; jn. beneiden, jm. dasjenige, was man selbst gerne hätte, nicht gönnen‹; ü…

Neidenburg

Meyers

neiden·burg

Neidenburg , Kreisstadt im preuß. Regbez. Königsberg, an der Neide, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Allenstein-Soldau und N.-Ortelsburg, 17…

Neidenfels

PfWB

neiden·fels

Neiden-fels ON : Dorf im Kr. NW, Neidefels u. Neirefels [ Christmann SN I 409]; Neckname seiner Bewohner s. Papierlumpen .

neidenswerth

DWB

neiden·s·werth

neidenswerth , adj. und adv. wie beneidenswerth. 1 1) von personen: sie waren beinah schon über dem grabe, neidenswerth, wenn dem bruder ein…

neid als Zweitglied (26 von 26)

Meineid

RDWB1

Meineid m (kein Bezug zu "мой") клятвопреступление, лжесвидетельство, ложная клятва, ложная присяга

Schneid

RDWB1

Schneid m umg. (kein Bezug zu "резать") кураж, жизнелюбие, отвага, мужество, задор j-d hat keinen ~ - кто-л. малодушный; пришибленный; без к…

brotneid

DWB

brot·neid

brotneid , m. invidia quaestus, bei den handwerkern kommt dieser brotneid am meisten vor.

handwerksneid

DWB

handwerk·s·neid

handwerksneid , m. : man mache nicht den handwerksneid unter diesen leuten rege! man ziehe, bei gleichen umständen, dén handwerksmann, der u…

Hofneid

Wander

hof·neid

Hofneid Hofneid hat scharfe Zähne. – Parömiakon, 105.

judeneid

DWB

jude·neid

judeneid , m. der nach bestimmten vorschriften und formeln von den juden zu leistende eid. vgl. über den alten judeneid bei Müllenhoff u. Sc…

Malitieneid

DRW

Malitieneid, m. die Advokat oder Vorsprecher vor der Zulassung zum Gericht abverlangte eidliche Beteuerung, das Amt redlich zu auszuüben ein…

Manneid

DRW

mann·eid

Manneid, m. zu 1Eid I wie Lehneid dattie grave soude den coninc enen maneet doen ende trou wesen, ende die coninc verleende hem dat graefsca…

meineid

DWB

mein·eid

meineid , m. falscher eid, eidlich abgegebene und nachher gebrochene versicherung oder versprechen; uraltes gesamtdeutsches rechtswort, altn…

Nachthirteneid

DRW

nachthirte·neid

Nachthirteneid, m. Eid des Nachthirten beim Dienstantritt nachthiertenaid get nach dem taghüerten, doch mag jedem hüerten ... der verordnet …

Pastoreneid

DRW

pastoren·eid

Pastoreneid, m. vor dem Landesfürsten abzulegender Amtseid eines protestantischen Pastors [Übschr.:] pastoren eydt oJ. Seestern-Pauly 144 Fa…

Pfaffenneid

Wander

pfaffen·neid

Pfaffenneid Pfaffenneid vnd hass, der hat kein mass. – Mathesius, Historia Jesu, XVII b .

scheineid

DWB

schei·neid

scheineid , m. jusjurandum ad firmandum testimonium. Scherz-Oberlin 1388 , vgl. Grimm rechtsalterth. 907 ; dair quam broeder Willam voor die…

schneid

DWB

sch·neid

schneid , m. thatkraft, entschlossenheit im handeln, junge norddeutsche umbildung des bair. fem. schneid ( s. erstes schneide 2, c ): ein kr…

Schultheißeneid

DRW

schultheiß·e·neid

Schultheißeneid, m. Amtseid eines Schultheißen (I) ist bey ablegungh meines scholteißenaidts mir diese instruction ... zugestalt [worden] 16…

Schöffeneid

DRW

schöffe·neid

Schöffeneid, m. Amtseid eines Schöffen bdv.: Schöffamteid, Schöffenhuldung, Schöffenpflicht (II) vgl. Schöffe (III 2) ab unsir herre der rom…

Schützeneid

DRW

schütze·neid

Schützeneid, m. Amtseid eines ²Schützen von holzwarten-, bomwarten-, schützen- und eschayen-aid 1570 WürtLändlRQ. III 510 schützen aydt: 1mo…

Sendschöffeneid

DRW

sendschöffe·neid

Sendschöffeneid, m. wie Sendeid sendscheffenayd: ... schwere ich, dem sendgericht ... trauw und holt zu sein und soll recht urtheil sprechen…

Sigristeneid

DRW

sigriste·neid

Sigristeneid, m. Amtseid eines Sigristen sigristen eid 1616 NeuenburgStR. 130 Faksimile

Stadtboteneid

DRW

stadtbote·neid

Stadtboteneid, m. Eid eines Stadtboten der gerichts- und stattpothen aid: ihr sollet schweren ..., das ihr ... burgermaister und rath gehors…

Substituteneid

DRW

substitute·neid

Substituteneid, m. Amtseid eines Substituten (I) [G. hat] diesen substituten eyd abgeschworen 1607 GengenbachStB. 14 substituten eydt: ein j…

Taghirteneid

DRW

Taghirteneid, m. Eid eines Taghirten taghüertenaid soll nachfolgen den einwoner-, beigeheüsseter- und dienstknechten 1570 WürtLändlRQ. III 4…

Torwarteneid

DRW

torwarte·neid

Torwarteneid, m. Amtseid, Gelöbnis eines Torwächters bdv.: Torwärtereid [Übschr.:] torwartteneydt 15. Jh. JbMittelfrk. 35 (1867) 54

Ableitungen von neid (4 von 4)

beneiden

DWB

beneiden , invidere, nnl. benijden. 1 1) mit acc. der person oder sache: ich beneide dich nicht; er beneidet alle leute; du wirst darum bene…

neide

MNWB

° nêdelĩk (neide-) , adj. , endgültig, abschließend , ên n. gelt (Krumbholtz Gew. 20). Vgl. genendich, genendelĩk, 2 genîdelĩk.

verneiden

DWB

verneiden , verb. 1) aus neid miszachten, zurücksetzen: Jacobs söhne, welche ihren bruder Joseph böslich verneideten und verkauften. Butschk…

zerneiden

RhWB

zer-neiden: sich z., vor Neid vergehen Neuw-Datzeroth .