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pferd

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

pferd n.

Bd. 13, Sp. 1675
pferd, n. equus. II. Formen und herkunft. I@11) ahd. parafrid, parevrit, parefret, parfrit und (seit dem 10. jahrh.) verschoben pherfrit, pferfrit (Graff 3, 347); mhd. phert, pfert mit älteren nebenformen pferift, pferft, pferht, pfærit, pferit, pferet (Lexer 2, 242. Schm.2 1, 441. Pfeiffer das ross im altd. 1, 2 ff.); nhd. pferd (in oberd. mundarten dafür lieber ross oder gaul), im 15. jahrh. auch noch pfärid teuf. netz 12838. 45. 51, pferrit schweiz. geschichtsfr. 21, 173. 22, 83; ohne umlaut pfard Dief. 207a. Stoppe ged. 2, 149; oberpf. pfard und apokopiert pfar Schm.2 1, 442; pfer (: her) Schmelzl verl. sohn 21b, (: wer) Ayrer 2343, 12. Schm. a. a. o. Spiesz henneb. idiot. 181; md. nd. perit, pert, perd. I@22) das wort ist wahrscheinlich im 8. jahrh. entlehnt aus dem frühmlat. mischworte paraveredus, parafredus, parafridus (zusammengesetzt aus griech. παρά neben und mlat. veredus pferd, das sich im cymr. gorwydd wieder findet, welches einheimisch aber auch ein frühes lehnwort sein kann, s. Thurneysen keltoroman. 70); auf die mlat. nebenformen palafredus, palafridus und (umgedeutet auf frenum) palafrenus (Du Cange 3, 1, 96 f.) gehen zurück die romanischen formen portug. palafrei, franz. palefroi, span. palafren, ital. palafreno, der zelter Diez4 232. IIII. Bedeutung und gebrauch. das mlat. (von der sprache des römischen kaiserrechtes neben dem älteren veredus aufgebrachte) paraveredus scheint ursprünglich ein postpferd zu bezeichnen, das nur auf den nebenstraszen diente. 'mit dem beginne des mittelalters liesz man das einfache veredus fallen, und von Cassiodor an bis in die Karolingerzeit hiesz jedes pferd, das dem landesherrn für reisedienste zu liefern war, paraveredus, wie bereits entstellt paravredus, parafredus. aus den capitularien aber und den gesetzbüchern trat das wort in den allgemeineren gebrauch und zugleich mit erweitertem begriffe in die sprache des volkes ein: ohne rücksicht auf den öffentlichen dienst und nur im gegensatz zum streitross nannte man jetzt so alle pferde, die man auf reisen, zum spazieren, bei feierlichen anlässen, kurz auszerhalb des kampfes ritt.' Wackernagel voc. opt. s. 7. das nhd. pferd hat dann jede eingrenzung des sinnes abgeworfen und ist zum gattungsnamen (6, a) geworden. vergl. gaul, mähre, ross. II@11) das pferd im allgemeinen: nur wenige völkerschaften würdigen das pferd, wie es gewürdigt zu werden verdient. unter ihnen stehen die Araber, Türken und Perser obenan; dann folgen die Engländer und Spanier, hernach erst die Deutschen, Franzosen, Italiener, Portugiesen und Dänen. Brehm thierl. 2, 345; an einem pferdt soll man fürnemlich auf vier stück merken, auf die form oder gestalt, art, gemt und die farbe. Heyden Plin. 205; ein pferd kaufen, verkaufen, ausleihen, mit pferden umgehn, pferde kennen u. s. w. Pauli 82 ff. Öst. Colerus 2, 334b. 335b. 348a. II@1@aa) unterschieden nach art, rasse und geschlecht: das nackte pferd, equus nudus Brehm 2, 352, das leichte pferd, equus velox 353, das schwere pferd, equus robustus ebenda; man brachte dem Salomo pferde ausz Egypten. 1n. 10, 28; die Araber untersuchten sogar die berühmten geschlechter ihrer pferde. Lohenstein Armin. 2, 177a; ein türkisch, spanisch, teutsch u. s. w. pferd. Stieler 1439. Colerus 2, 334; ein edles (Opitz lob des kriegsgottes 495), halbedles oder ein vollblut-, halbblutpferd u. s. w., ein gemeines pferd; von beiden geschlechtern: gaul oder pfärdt, equus Maaler 158b; das unverschnittene männliche pferd heiszt hengst, ganzer, beschäler, das verschnittene (Heyden Plin. 209. Forer Gesners thierb. 134a) [] wallach, mönch (th. 6, 2490), das weibliche stute, mutterpferd, pferdmutter. II@1@bb) das alter: jung pferd, equulus (s.fohlen, füllen), alt pferd, vetulus Stieler 1439; die pfärdt werdent graw so sy alt, als wie der mensch. Forer Gesners thierb. 132b; etliche pferdt leben bisz an die fünfzig jar. Heyden Plin. 204; das pferd kann ein alter von vierzig jaren erreichen, wird aber meist so schlecht behandelt, dasz es oft schon mit zwanzig greisenhaft ist. Brehm thierl. 2, 354; er handelte mit alten pferden. Auerbach ges. schriften 1, 191. II@1@cc) gestalt und farbe: schœne ros und schœne pfert. H. v. Freiberg Trist. 1527; das guot recht geschickt pfärid sol haben ainen starken dicken leibe, und die höhe daran sol gleichmäszig sein der dicke und der sterke. Mynsinger 59; ein gewaltig pferd. Amadis 348 Keller; ein hohes (Schade sat. 1, 32, 197. Uhland 2, 182), groszes (Thümmel reise 5, 163), kleines pferd (Göthe 30, 126); klein pferd, kleine last Stieler 1440; an den haimischen pferden vindt man swartz, weisz, rott und ander manigerlai vermyst varben. Mynsinger 60; daʒ pfert was blanc alsam ein swan .. daʒ winster ôre und sîn man diu wâren rôt zinobervar. daʒ zeswe ôre was im gar swarz alsam ein kol. ein swarziu strieme teilte eʒ wol nâch dem rucke hin zetal unz ûf den zagel: der was im val. Wigalois 68, 39 ff.; ein valbes pfert. fastn. sp. 321; weiszes, rotes, schwartzes, falhes pferd. offenb. 6, 2—8; rote, braune, weisze pferde. Zach. 1, 8; ein braunes, fales, apfelgraues, schwarzes pferd. Stieler 1439; ein liechtbraunes pferd. Widmann Faust 269; weisze pferde, die das licht (des mondes) kräftig wiedergaben. Göthe 30, 99. II@1@dd) ein wildes, ungezähmtes oder ein gezähmtes, zahmes, gebändigtes, abgerichtetes pferd. Stieler 1439: mutwillig wie ein wild pferd. Sir. 30, 8; die ungeduld gleicht sich den ungezähmten pferden, vor derer toller wuth ein schwach gebisz zerbricht. Kottwitz 68; du weiszt dein schönstes pferd am besten abzurichten. Günther 573; das wilde pferd. Brockes 7, 407 überschrift; im walde läuft ein wildes pferd, hat nie den zaum gelitten. Uhland 2, 223; nicht einmal .. über den erdtheil, in welchem man die ersten pferde zähmte, ist man im reinen. Brehm thierl. 2, 335; leute welche die pferde (mustangs) bändigen und zureiten. 340. II@1@ee) gute oder schlechte eigenschaften: an dem pfärd prüeft man an den ôren sein siten, wan rescheu pfärt habent kurzeu ôrn, aber trægeu pfärt habent langeu ôrn. Megenberg 136, 33; von ainem ieglichen land und gegent empfahent die pferd sunderliche art und aigenschaft. Mynsinger 61; das pfärdt ist ein mächtig, stoltz, hochprachtig, mannlich und dapfer thier. Forer Gesners thierb. 136b; die pfert waren sehr frisch und muetig. Kiechel reise 136; ein wacker frewdig pferd. Zinkgref apophth. 1, 302; lieb im krieg ein wackres pferd. Herder stimmen der völker 115; ein willig pferd soll man nicht zuviel reiten. Stieler 1440; da stehet er wie .. ein stetig pferd. Luther 5, 70b; ein mutwilliges pferd. Albertinus zeitkürzer 33b; ein hartmäuliges pferd Zinkgref 1, 94; scheues, beiszendes, abwerfendes u. s. w. pferd. Stieler 1439. II@1@ff) das pferd wiehert, läuft, rennt, bäumt sich, scheut u. s. w. (s. 2, a): der pfärdten stimm wirdt wichlen genennt. Forer Gesners thierb. 133b; die einzige wahre lust des pferdes ist zu rennen. Scheitlin bei Brehm 2, 356; wann die pferde auf der weide gehen. Heyden Plin. 208; zwischen zweien linden geht ein pferd und grast. Herder stimmen der völker 188. II@1@gg) krankheiten Mynsinger 61 ff. Colerus 2, 358 ff.: die pferdt werden mit viel gefahrlichen presten geplagt wie auch die menschen, als nehmlich mit husten, keichen, kaltwehe, hauptsuche, grimmen, griesz und dergleichen schweren zufällen. Heyden Plin. 207; keichende, hertzschlächtige pfärdt. Forer Gesners thierb. 136a; so ein pfärdt lauter stallet. ebd.; so ein pferd rotzig ist. Tabernaemont. 645b; dämpfiges, [] krempfiges, milzsüchtiges, starblindes, spätiges u. s. w. pferd. Stieler 1439. II@1@hh) pflege und wartung: pferde warten, curare equos Stieler 1439; wartung der pferde Colerus 2, 341a; ein nit wol gehalten pfärdt, ein wol gesetzt pfärdt. Maaler 316c; ein pferd füttern, tränken, putzen, striegeln, beschlagen (behufen Herder stimm. d. v. 151) u. s. w.; den pferdten das fueter geben. Zimm. chron.2 3, 395, 16; die pferde fleiszig warten, speisen und tranken. Krüger Hans Clawert 46 neudruck; man soll den pferden ihre behörliche notturft zu essen und zu trinken geben. Weidner apophth. 200; hütung und weidung der pferde. Colerus 2, 345b; als er (der könig) sein pferd selber striegelte. Zinkgref 1, 302; wenn wir die pferde striegeln. d. j. Göthe 2, 49; pferde ins wasser reiten. Colerus 2, 336a; pferde, die aus der schwemme (s.pferdeschwemme) nicht zurückkehrten. Göthe 30, 52. II@22) pferd zum reiten (s. reitpferd, rennpferd, kriegs-, schlacht-, turnier-, jagdpferd): reisige pferd (reitpferde) Mynsinger 60. Heyden Plin. 202. Forer Gesners thierb. 137a; der staub von der menge seiner (kriegs-) pferden wird dich bedecken. Hesek. 26, 10; gieb mir .. rüstung und pferd. d. j. Göthe 2, 253; hundert ritterliche pferde mit den decken und geschirr (als geschenk). Herder Cid 53; (der bischof) versilbert alles, steckts in pferd und rüstung. Schiller 15, 2, 469. II@2@aa) pferd als subject, es geht, trabt, läuft, rennt, bäumt sich, stolpert, scheut, schlägt aus, fällt, stürzt u. s. w.; ûf den wegen gie mit klingenden zoumenmanic pferit wol getân. Nibel. 1245, 3; daʒ pfert vil harte sanfte truoc. Iwein 3461; ein barfuoʒ (unbeschlagenes) pfäret daʒ muose tragen eine frowen. Parzival 256, 14; ein pfert den hôchgemuoten truoc, daʒ was starc, vil sanft eʒ gie. Lichtenstein 249, 3; ir pfert hat einen senften ganc. H. v. Freiberg Trist. 4471; Isalden pferde trat in ein tieffen schlag, da wasser innen was. Tristrant 132 Pfaff; das pferd erschrack und fuor aus dem weg. 161; also jageten sie so lang, bisz in die pferd .. erlagen. 192; dann lieszen sie ihre pferd lauffen (gegen einander rennen). Amadis 77 Keller; und sprengten ihn ... so rauch an, dasz sein pferd auf die knie fallen muszt. 368; gedingt pferd macht kurze meilen. Stieler 1440; mit keuchen stolperte der pferde müder trab. Zachariä (1767) 1, 17; sein (des reiters) pferd ging ziemlich langsam fort. d. j. Göthe 1, 263; das pferd scheute wies ans thor kam. 2, 90. 285; das pferd sieht scheu. Klinger theater 1, 217; ein pferd ohne reuter jagt scheu herein. 216; unsers herrn pferd läuft ledig (ohne reiter). 217; hin flog das ledge pferd. Uhland 3, 53; sein pferd .. bäumt sich wüthend, schleudert weit den reiter ab. Schiller 12, 353 (Wallensteins tod 4, 10); geräusch galoppirender pferde. 2, 175 (räuber, schausp. 5, 1); ihm fiel sein pferd, und doch ficht er zu fusz. Schlegel Richard III. 5, 4. II@2@bb) pferd als object, es führen, zäumen, satteln, besteigen, reiten, tummeln, lenken, antreiben, spornen, bändigen u. s. w.: sî vuorte ein pfert an der hant. Iwein 3602; daʒ phert mit dem zoumezucken sie began. Nib. 1251, 3; swî er daʒ pfert rûrte (spornte). Sibot frauenzucht 312; er liesz ihm ein starkes pferdt herführen. Amadis 289 Keller; er hiesz die pferd satlen und wolt hinweg reiten. Pauli 176 Öst.; ein pferd beschreiten. Fischart Garg. 21a, on stegreif besitzen. 176b; der frauen schent, der ist wol wert, das er überschreit nimer kain pfert. fastn. sp. 706, 2; die andern ritten sicilisch pferd. Murner En. Q 1b; die betler reiten hohe pferd daher. Schade sat. 1, 32, 197; wer das pferd sins libs (leibpferd) zuo vil reitet und übermüdet. Keisersberg bilg. 157d; und reut ich dieses pfert 3 meil. Kiechel reise 128; indem er also das pferd dummelet. Amadis 290 Keller; (sie sahen) dasz er noch stets sein pferd tribe und nötigt. 366; ein pferd im reiten recht regieren ist ein kunst. Colerus 2, 352b; die thumleten ire pferd gar geschwind. Rauwolff reise 250; also hat er ... sein pferd angestochen (gespornt) und aufs eilends sich hinweg gemachet. Spangenberg jagteufel R 1a; [] im halben rock kam er geritten und führt ein ledig pferd mit sich. ganskönig H 2a; sattelt pferde! sitzt auf! Klinger theater 1, 217; sie sollen sich rüsten, und ihre pferde satteln. d. j. Göthe 2, 49; auch bin ich, ein pferd zu spornen, manns genug. Herder Cid 41; er ritt im wald zur stund und probt alda sein pferd und hund. stimmen der völker 454; der blick hing .. an der stolzen männlichen gestalt (des reiters), die das lebhafte pferd ohne mühe bändigte. P. Heyse ges. werke 4, 34. elliptisch: mein pferd! d. j. Göthe 2, 359; ein pferd! Klinger theater 1, 217; ein pferd! ein pferd! mein königreich für'n pferd! Schlegel Richard III. 5, 4. II@2@cc) präpositionale fügungen. II@2@c@aα) auf mit acc., auf ein pferd sitzen, schreiten, steigen, springen, sich schwingen, werfen u. s. w., einen aufs pferd setzen, heben: sî saʒ in guoter kündekeit ûf ir pferit unde reit. Iwein 3600; sie giengent von dem schiff und saszent auf ire pferd. Tristrant 5 Pfaff; er ... sprang bald wider auf sein pferde. 193; er sasz behend uff ein pferd und ylet im nach. Pauli 274 Öst.; dieser .. steig wieder uff das pferd. 319; (sie) erkühnte sich nechsthin zu schreiten auf ein pferd. Hofmannswaldau 2, 15; dasz sie als ein mann verkappt frisch auf das pferd geschritten. Mühlpforth beglückwünschungsged. 11; (ich sollte) ungeruht mich aufs pferd werfen und dem ... printzen folgen. Zigler Banise 100, 27 Bobert.; man setzte auf sein gutes pferd .. grad und vest den todten herrn. Herder Cid 66; sie hob ihn bleichend auf sein pferd. stimmen der völker 453; seine reuter huben ihn aufs pferd. d. j. Göthe 2, 315; er eilte die treppe hinab und schwang sich aufs pferd. werke 17, 171; wir hatten eben nur noch zeit, uns schnell aufs pferd zu werfen. Schiller 12, 352 (Wallensteins tod 4, 10). elliptisch: du kannst nicht aufs pferd. d. j. Göthe 2, 322; wohl auf, kameraden, aufs pferd, auf pferd! Schiller 12, 57 (Wallensteins lager 11). II@2@c@bβ) auf mit dativ, auf dem pferde sitzen, reiten u. s. w.: er möhte vil lieber ein armer sîn, denne daʒ er rite ûf hôhen pferden. Renner 2529; der auf ein Thracier pferde reit. Murner En. E 1b; so ritt er ins gefild auf einem hohen pferde mit schwert und mit schild. Uhland 2, 182. elliptisch: wehe, sie nahn auf gerüsteten pferden. Arnim schaub. 1, 218. II@2@c@gγ) zu pferde sich schwingen, setzen: er schwingt sich zu pferde, jagt von dannen. Zachariä (1767) 1, 258; bildlich: eine anekdote darf nie zu fusze gehen, sie musz sich zu pferde setzen und im galoppe davon reiten. Börne 4, 350; elliptisch, reuter zu pferde blasen (das signal zum aufsitzen geben). Stieler 1440; der kaiser liesz zu pferde blasen und wolte weiter fort. Schuppius 76; fort, geschwind zu pferde! d. j. Göthe 2, 46; zu pferde! 119. 314; wohlauf, zu pferd, zu pferd! A. Grün ges. werke 3, 84. zu pferd sein (equo vehi Stieler 1440), sitzen: sie meinte, wenn euch nur kein unglück zugestoszen sei, da ihr zu pferde gewesen. P. Heyse ges. werke 4, 85; dasz kein junge noch je so gut zu pferde gesessen. Zachariä 1, 237. elliptisch: stets war er fertig zu pferd und zu fusz sich mit riesen und zwergen zu schlagen. Wieland der neue Amadis 1, 15; zu pferd ankommen, equo advehi Aler 1525b; als er zu pferd vom jahrmarkt kam. Pfeffel 2, 233 Hauff; da sah er ungefähr zwanzig männer zu pferd. Stilling jug. (1780) 97; knecht. ich sehe Georgen! Selbitz. zu pferd? knecht. hoch zu pferd! d. j. Göthe 2, 321; wie wollt ich dienen dem herzog hoch zu pferd! Uhland 2, 182; zu pferde schlaf' ich. 3, 121. [] II@2@c@dδ) vom pferde sitzen (absitzen), steigen (absteigen), springen, gleiten, fallen: und war alrêrst der werde geseʒʒen von dem pferde. H. v. Freiberg Trist. 3614; dieweil er sich in gefehrligkeit desz todes befand, ... sasz er vom pferd. Amadis 290 Keller; wolan sitzen vom pferd ab und kompt zu fusz zu diesem thurn. 273; dieser stieg ab von dem pferd. Pauli 319 Öst.; sie stiegen ab von iren pferden. Murner En. (1559) n 5a; dorten stieg vom pferd der könig. H. Heine 18, 68; (da) sprang er schnell von seinem pferde. Herder Cid 31; der herr fiel von dem pferd herab. Pauli 274 Öst.; förchtet sich der ein so heftig, dasz er von seinem pferd herab fiel. Amadis 286 Keller; wenn ein dragoner vom pferd fällt. Simpl. 1, 422, 23; und wenn der sattel glitt, gleit ich nicht mit vom pferde. Rückert Hamasa 1, 30. elliptisch: seit dem blinden lärm ist mirs in die gedärme gefahren, dasz ich alle augenblicke vom pferd musz. der junge Göthe 2, 314; sie ermorden unsern herrn. er liegt vom pferde. 140. — einen vom pferde werfen, stürzen, reiszen, stechen, rennen u. s. w.: solche kerle, deren namen schon manchen vom pferde geworfen. polit. stockf. 246; er reiszt ihn .. vom pferde, strecket ihn zu boden. Herder stimmen d. völker 157; (hätte) mein arm die stärke, einen feind vom pferd zu stechen! d. j. Göthe 2, 52; dafür rannt ich ihn vom pferde. 117; unterst zu oberst stürzt ihn mein herr vom pferde. 120. 315. II@2@c@eε) mit, z. b.: er soll mit dritthalben pferdten (zwei pferden und einem maulthier) hinauf reiten. Zimm. chron.2 3, 395, 10; er drange mit seinem pferde für. Amadis 368 Keller; sie stieszen mit leib und pferden mit solcher ungestimigkeit zusammen. 290; wann sie mit den pferden sehr gejagt oder geritten hatten. Colerus 2, 356a. II@33) scherzhaft: das pferd oder auf dem pferde der apostel reiten, zu fusz gehen (vergl.schusters rappen): er rîtet der zwelfboten pfert! H. v. Freiberg Trist. 12195; darnach macht er sich von dem ort mit sein apostelpferden fort auf Rom. Fischart Dominic. H 4a; (ich kam) up mine apostel peerde gereden. Lauremberg 4, 141. II@44) das gerüstete kriegspferd mit dem reiter, der berittene krieger, cavallerist: drei geschwader pferd sie hetten gmacht, drei hauptleut inen da erdacht. Murner En. (1559) E 1a; da schickt der pfaltzgrave die leichten pferd (die leichte reiterei) voran. Baumann quellen 1, 791; vierhundert pferd die verbrenten und blünderten Weihensteffen. Aventin. 5, 482, 29; in das closter ... er leget sibenhundert pferd. ebenda 23; das reich verordnet 400 pferd wider mich. Götz v. Berl. 52 neudruck; ich hett damahlen nit über 32 pferd bei mir. 67 u. o.; dardurch der könig benotdrängt ward, ... zwei oder treihundert pferd heimlich auszzuschicken, die den papst .. bei nacht fiengen. Fischart bienenk. (1580) 129b; wann gleich der kurfürst tausend pferd (vorher gerüstete pferd) beisammen hatte. Zinkgref 1, 114; die nationalmacht der Niederländer, die .. aus dreitausend pferden bestehen sollte, .. wurde in vierzehn escadronen vertheilt. Schiller 7, 94; die armee des herzogs war .. bisz auf zehntausend mann fuszvolk und sibenzehnhundert pferde geschmolzen. 9, 31; mehr pferde ausgesandt — das land durchstreift! Tieck Macbeth 5, 3. soldat überhaupt: da verordnet der marggraf etliche pferd .. gegen der obern Pfalz zu ross und zu fusz, und zog er mit seinen andern reutern und knechten ... gegen Ingolstadt. Götz v. Berl. 30 neudruck. II@55) pferd zum säumen, s. last-, pack-, saumpferd: pferde, die .. leste zu tragen gut sind. Mynsinger 60. II@66) pferd zum ziehen, s. acker-, karren-, kutsch-, post-, wagen-, zugpferd; ein pferd anschirren, an-, vor-, ausspannen, unterlegen, lenken, antreiben, anhalten, mit pferden fahren u. s. w.: die pferde anspannen. Krüger Hans Clawert 46 neudruck; aldo wir noch zwei pfert zu den unsern vorspanneten. Kiechel reise 140; pferde, damit man fähret, die man in fuhr- und kutschwagen spannet. Colerus 2, 333b; manches pferd zeucht so sehr, dasz es blind wird. 359b; [] vielleicht kömmts (das glück) mit unterlegten pferden und hohlt mich im triumph zur burg der ehren ein. Kottwitz 80; fuhrmannsknecht, der seine pferde hotte (links) lenket. Stoppe ged. 1, 183; (der kutscher) sasz majestätisch auf dem bock und lenkte stolz die pferde. Hölty 22 Halm; spannt eure pferde aus. d. j. Göthe 2, 45; armes volk! wie pferd und farrn bleibt es angespannt am karrn. H. Heine 18, 61; die pfert ... werfen die gutschen in ein gräblin. Kiechel reise 139; arbeit ich gleich als wie ein pferd. Stoppe ged. 1, 164; man hörte der stampfenden pferde fernes getöse sich nahn, man hörte den rollenden wagen. Göthe 40, 249; die vier kleinen pferde konnten meine halbchaise kaum erziehen. 30, 107; ein fuhrwerk, das mit vier kleinen pferden vor uns herzog. 126; ein pferd vor einem rüstwagen. 134; am posthaus fuhr ich mit requirirten pferden vorbei. 152; ha! wie die pferde ausgreifen! Klinger theater 1, 166; der kutscher trieb die pferde schon wieder an. P. Heyse ges. werke 4, 227; während der kutscher einen augenblick die pferde anhielt. 45. mythologisch, die den sonnenwagen ziehenden pferde, s. sonnenpferd: wan Phöbus seine pferd hat in den niedergang belaitet. Weckherlin 404; (wenn die sonne) hinab mit ihren pferden geht. Opitz (1644) 2, 51; die sonne sprengt die pferde frisch in die frühlingsbahn. S. Dach 280 Öst. II@77) das pferd, namentlich reit- und zugpferd spielt eine grosze rolle in redensarten und sprichwörtern s. Wander 3, 1279—1320. Simrock 424 ff. z. b.: ein gut pferdt ist seines futters werth. Lehmann 74, 47; kleine pferd kurze tagreisz. 427, 8; wer ein pferd hat am barren stan, zu fusz darf er nicht gan. Fischart Garg. 50b; die pferd stallen gern wo es vor nasz ist. Frank 2, 129a; es vertritt sich wol ein pferd, das vier füsze hat. Faber epitome Gesneri 16; es stolpert oft ein pferd, das vier fsz hat. Eyering 2, 588; ein pferd schabt das ander. 104; er sieht dem geschenkten pferd ins maul. 429; er zaumpt das pferdt beim hintern auf und sitzt rücklichen oben drauf. 247; manche zäumen das pferd (so zu reden) von hinten auf und nehmen allerlei mit der jugend für, auszer keine gottesfurcht. commentar zum Simplic. 1, 76; die pferde hintern wagen spannen, negotia praepostere gerere Stieler 1440; das pferd wegreiten Agricola nr. 14, s. zu Brant 69, 24; ich fürchte, .. das ir die seiten zu hart spannen und das willig pferd zu sehr reiten werdet. Luther 5, 77b; er setzt sich vom pferde auf den esel. Stieler a. a. o.; das pferdt das am besten zeucht, bekombt die meisten streich. Lehmann 812, 30; wann faule pferde erst ziehen ..., so ist kein aufhören. Schottel 1120b; er war mit vier pferden nicht vom ofen zu bringen. Jucundiss. 191; ein furchtsamer mann, der sich aber auf sein groszes pferd setzen kann, wenn ihm ein anderer den zaum hält. Thümmel reise 5 (1794), 163; es ist nichts natürlicher als die natur, die immer da liegt wo wir hinsehen, man sucht das pferd worauf man reitet. Zelter an Göthe 299 (2, 413); auf hohem pferde sitzen, wie auf hohem rosse sitzen theil 42, 1592. II@88) eine figur von holz u. s. w., die ein pferd darstellt (trojanisches pferd, kinder-, schaukel-, wiegen-, steckenpferd): in der Achiver langem weiberkriege half letzlich noch ein höltznes pferd zum siege. Logau 1, 7, 82; wenn ich kindisch mich im spiel vertiefte, und bunte pferde von geschnitztem holz in meinem marstall an die krippe band. Freytag ges. werke 2, 110. das hölzerne pferd, ein holzgestelle mit scharfkantigem rücken, worauf die delinquenten reiten muszten: ich wolt dich setzen lahn aufs newe holtzern pferd. Lauremberg 3, 339. nachbildung von pferden durch die bildende kunst, marmorpferd u. s. w., vergl. pferdefigur: die pferde vor der Markuskirche. Heinse Ardingh. 1, 12. II@99) verallgemeinert und übertragen. II@9@aa) die gattung der einhufer, equidae Oken 7, 1220. Brehm thierl. 2, 334; unsers herrgotts pferdt (der esel). H. Sachs 4, 3, 12a. [] II@9@bb) ein mehr oder weniger pferdeähnliches thier, s. flusz-, meer-, see-, wasserpferd, heu-, himmelspferd u. a. II@9@cc) das kleine pferd, ein nördliches aus vier sternen vierter grösze bestehendes sternbild. mathem. lex. 1, 1006. II@9@dd) grosze pferde, die pferdebinse Nemnich 3, 435. II@9@ee) nautisch (nach holl. de paarden) die unter den rahen befindlichen taue, auf welchen die matrosen mit den füszen stehen, wenn sie die segel fest machen u. s. w. Bobrik 519a. II@1010) zusammensetzungen, eigentlich mit pferd-, uneigentlich mit dem gen. plur. pferde- (der gewöhnliche fall) oder mit dem gen. sing. pferds-. vgl. auch die zusammensetzungen mit ross-.
23983 Zeichen · 614 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    PferdDas

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Das Pferd , (gedehnt) — es, Mz. — e ; Vw. das Pferdchen , O. D. — lein . 1) Ein bekanntes vierfüßiges mit ungespaltenen …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pferd

    Goethe-Wörterbuch

    Pferd abgekürzt im Pl ‘Pf.’ GWB T1,102,23 1 das (Haus-)Tier aus der Familie der Unpaarhufer, Equus caballus a vielfach a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pferd

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Pferd (Equus) , Gattung Säugethiere aus der Ordnung der Einhufer, mit nur einer Zehe an jedem Fuß mit breitem Hufe, im N…

  4. modern
    Dialekt
    Pferd

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Pferd Band 2, Spalte 2,561f.

  5. Sprichwörter
    Pferd

    Wander (Sprichwörter)

    Pferd Pferd (s. Ross). 1. A blind Ferd trefft gleich (gerade) in Grüb herein. ( Jüd.-deutsch. Warschau. ) 2. Alte Pferde…

  6. Spezial
    Pferd

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pferd n. (-[e]s,-e) 1 ‹zool› ciaval (-ai) m. 2 (langbeiniges, altes Pferd) paissun (-s) m. , staloner (-i) m. 3 (Pferdes…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pferd

1.216 Bildungen · 850 Erstglied · 362 Zweitglied · 4 Ableitungen

pferd‑ als Erstglied (30 von 850)

pferdsen

SHW

pferd-sen Band 1, Spalte 793-794

Pferdamt

DRW

pferd·amt

Pferdamt, n. ein ¹Amt (II 7) im Deutschen Orden pfertamt: czum ersten in des kompthurs stalle 6 pfert, item 22 ritpfert, item 39 coventspfer…

pferdarbeit

DWB

pferd·arbeit

pferdarbeit , f. : hand- und pferdarbeit Stieler sekretariatkunst 2, 998 ; fesselung .. an den erdklosz, der nicht brot, kaum futter bei pfe…

pferdarznei

DWB

pferd·arznei

pferdarznei , f. veterinaria Erberg 568 b . Frisch 2, 52 b , pferdearznei Göthe 11, 45 .

pferdarzt

DWB

pferd·arzt

pferdarzt , m. veterinarius Stieler 51 : also tünd die gewonlichen pferdartzat. Mynsinger 68 , rossartzat 61.

pferdauftrieb

DWB

pferd·auftrieb

pferdauftrieb , m. : weilen der pfertauftrieb an jener alpen verbotten ist. österr. weisth. 6, 363, 12. 364, 15 ( vom j. 1788).

pferdbaum

DWB

pferd·baum

pferdbaum , m. oder stallbaum, vectis, contus transversarius Stieler 114 .

pferdbereiter

DWB

pferd·bereiter

pferdbereiter , m. equiso Rädlein 700 a : ( die Römer ) hielten ihre pferdbereiter. Colerus 2, 331 b .

pferdbeschwänzt

DWB

pferdbeschwänzt , partic. mit einem pferdeschwanze versehen: über mir centauernschwarm! pferdbeschwänzte mädchen springen, drängen fester mi…

pferdbeuter

DWB

pferdbeuter , m. abactor equorum Stieler 141 .

pferdchen

DWB

pferd·chen

pferdchen , n. , mnl. peerdeken ( Kil. 397 a ), dim. zu pferd, vergl. pferdlein: auf das pferdigen sitzen. Schuppius 248 ; steh auf und satt…

Pferdchens

PfWB

Pferdchens , Pferdleins n. : Kinderspiel, Peeʳdches (spiele) [ KU-Bedb ZW-Battw Zweibr Don-Lenauh ], Peeʳdels [BZ-Annw (1934)]. Bei diesem S…

Pferdebahn

SHW

Pferde-bahn Band 1, Spalte 793-794

Pferdejude

SHW

Pferde-jude Band 1, Spalte 793-794

Pferdemais

SHW

Pferde-mais Band 1, Spalte 793-794

Pferdezahn

SHW

Pferde-zahn Band 1, Spalte 793-794

pferdeabrichtung

DWB

pferd·e·abrichtung

pferdeabrichtung , f. : alle diese mängel (rotz, mauken u. s. w. ) sind zu der pferdeabrichtung .. hinderlich. Schedel waarenlex. 2, 208 b .

Pfêrdeacker

Adelung

pferd·e·acker

Der Pfêrdeacker , des -s, plur. die -äcker, in der Grafschaft Schwarzenberg, dem Frisch zu Folge, ein Bauergut, welches nach Absterben des B…

pferd als Zweitglied (30 von 362)

Ɉagdpferd

Campe

Das Ɉagdpferd , des — es, Mz. die — e , ein zur Jagd bestimmtes, und besonders ein zur Hetzjagd abgerichtetes Pferd.

Nilpferd

RDWB1

Nilpferd n бегемот (не имеет отношения к словам "лошадь" и "Нил")

ackerpferd

DWB

acker·pferd

ackerpferd , n. equus aratorius. weisth. 3, 410. Schwarzenberg 132, 1 .

ARBEITSPFERD

DWB2

arbeits·pferd

DWB2 ARBEITSPFERD n. DWB2 zu arbeit B 2 . zur (landwirtschaftl ) arbeit geeignetes, genutztes pferd; bildl. für einen menschen der hart u. a…

Artilleriepferd

GWB

artillerie·pferd

Artilleriepferd einige A-e erbeutet GWB B10,67,14 Herder 2.6.93 Artillerie-Pferde kamen um GWB 33,170,14 Camp Brigitte Mattausch B. M.

beipferd

DWB

bei·pferd

beipferd , n. equus funalis, ein nebenpferd, riemenpferd, handpferd. Arndts leben 19 .

brauereipferd

DWB2

brauerei·pferd

brauereipferd n . (zu DWB2 1 ): 1842 pfennig‐magazin 10,35 b faks. 2011 hamb. morgenpost (26.5.), IdS‐arch. Redzich

Däupferd

RhWB

dau·pferd

Däu-pferd dǫupErt Merz-Saarhölzb m.: scherzh. zu einem, der dem Pf. durch D. nachhelfen muss; schwacher Mensch.

deichselpferd

DWB

deichsel·pferd

deichselpferd , n. das in mehrspännigem zug neben der deichsel zieht, wagenpferd im gegensatz zum riemenpferd, das vor der deichsel zieht. d…

dichterpferd

DWB

dichter·pferd

dichterpferd , n. das geflügelte musenpferd, Pegasus. denn ich kan nicht reisig kummen auf dem blanken tichterpferde Logau 3. 147, 58 .

dienstpferd

DWB

dienst·pferd

dienstpferd , n. 1 1. womit man frohndienste leistet. dienstpferde ad angarias destinati Stieler 1440 . s. lehnpferd. 2 2. dienstpferde werd…

donnerpferd

DWB

donner·pferd

donnerpferd , n. ein Vesuv sei der stall der unaufhörlich polternden donnerpferde J. Paul Titan 4, 170 . mancher sieht sich für ein donnerpf…

dorfpferd

DWB

dorf·pferd

dorfpferd , n. eerabschneider sein dorfpferd die man schlecht ( schlägt, treibt ) in somen ( die saat ) abzuoetzen ( abzufressen ) das der s…

dummelpferd

DWB

dummel·pferd

dummelpferd , n. auf der reitbahn zugeritten, cheval de manége Rädlein 204 b .

Enkpferd

RhWB

enk·pferd

Enk-pferd -kəspEərt Mörs-Baerl n.: älteres Pf. für den Enk 1.

Ableitungen von pferd (4 von 4)

bepferden

KöblerMhd

bepferden , sw. V. nhd. mit Pferden versehen (V.) Q.: Urk (1391) E.: s. be, pfert W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 60 (bepherden)

gepferde

DWB

gepferde , n. pferdevieh ( und wagen ), collectivum zu pferd, vgl. ge II, 1, d, α : ein- und mehrspänner, hunderterlei eigenes und requirirt…

Pferde

Meyers

Pferde , in Süd- und Mitteldeutschland zuckerhutförmige Haufen, in denen der nicht grün verfütterte, sondern zu Heu zu trocknende Futtermais…

urpferd

DWB

urpferd , n. a) im sinne Göthe s ; s. sp. 2358: jener beobachtung gemäsz hat der künstler eigentlich ein u. geschaffen II 11, 147 W. b) stam…