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ruhm

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ruhm m.

Bd. 14, Sp. 1441
ruhm, m. gloria. II. Form. ahd. hrôm, hroam, hruom und roam, ruom, rûm (Graff 4, 1138), mhd. ruom, ruon, md. rûm, alts. hrôm, mnd. und nnd. rôm, mndl. und ndl. roem; eine ableitung aus derselben germanischen wurzel hrô, welcher auch altn. hrôþr, ags. hrêð, hrôðor, goth. hroþeigs und das erste compositionsglied in deutschen eigennamen wie Hruodolf, Ruodfrid, Hruadpert (Graff 4, 1153) entstammen; die bildungen führen zurück auf die indogermanische wurzel kar, rühmen, gedenken Fick4 1, 19. die schreibung schwankt im 16. und 17. jahrh. zwischen ruom, rmb, rum, rhum und ruhm, die letztere hat sich seit dem 17. jahrh. allgemein ergeben. IIII. Bedeutung. II@11) ursprünglich geschrei, besonders freudengeschrei, jubeln, jauchzen, in ahd. glossen für clamor (Graff 4, 1137). im neuhochdeutschen ist das wort in dieser bedeutung veraltet; belege finden sich noch in der bibelsprache: also werden die erlöseten des herrn widerkeren und gen Zion komen mit rhum, und ewige freude wird auff jrem heubt sein. Jes. 51, 11; rhüme du unfruchtbare, die du nicht gebierest, freu dich mit rhum und jauchtze, die du nicht schwanger bist. 54, 1; denn jr solt in freuden auszihen, und im friede geleitet werden, berge und hügel sollen fur euch her frohlocken mit rhum, und alle bewme auff dem felde mit den henden klappen. 55, 12; und ich wil wegnemen jre macht, dar auff sie trotzet, und jren rhum in klage verwandeln. Baruch 4, 34. II@22) später entwickelt zu der bedeutung ruf, gerücht: nit vast ein guoten ruom haben, minus commode audire. Maaler 338c; ewer rhum ist nicht fein. 1 Cor. 5, 6; und kompt .. ein guter rhum durch jr gemeinschafft und rede. weish. Sal. 8, 18; einen kostfreien man, loben die leute, und sagen, er sey ein ehrlicher man, und solches ist ein guter rhum. Sir. 31, 28; pulcherrimus rumor hic de te exortus est, es ist hie ein gar ehrlicher rhum von dir entstanden. P. Apherdianus methodus disc. form. lat. ling. (1601) 219; wenn dem ruhme (gerücht) zu trauen ist. Adelung (als veraltet). noch jetzt in der Aargauer mundart: er het de ruem, de best wi z'ha. Hunziker 212. II@33) in engster bedeutung als guter ruf. sinnverwandt mit ehre (lob, preis), doch mehr die äuszere laute anerkennung betonend. in ahd. glossen gloria Graff 4, 1137; mhd. sô mac diu küneginne vil lützel iht bejagen an dir deheines ruomes. Nib. 455, 3 Bartsch; si berieten sich beide daʒ sî durch gotlîchen ruom ein rîcheʒ erzebistuom machten ûf ir eigen. g. Gerhard 173. II@3@aa) vielfach in den verbindungen nichtigen, eitlen, schlechten, falschen, echten, wahren, groszen, hohen, schönen, öffentlichen, edlen, unsterblichen ruhm haben, tragen, behaupten, bewahren, suchen, erwerben; der ruhm jemandes erschallt, ist bekannt; zum ruhme gereichen, ausschlagen u. s. w. von gott und Christus: las meinen mund deines rhumes, und deines preises vol sein teglich. ps. 71, 8; dis volck hab ich mir zugericht, es sol meinen rhum erzelen. Jes. 43, 21; dein ist allein die ehre, dein ist allein der rhum, dein gnad mir täglich mehre, dein segen zu mir kum. Wackernagel kirchenl. 3, 115, 4; die, so, als gottes eigentum stets preisen sollten gottes rhum. P. Gerhardt 15 Gödeke; ich herz und küsse wiederum aus rechtem treuen herzen, herr, deine händ und sage ruhm und dank für ihren schmerzen. 44; auch jene, die ihm (Christus) nicht den ruhm des besten königs gonnten. Günther 34; wir werden uns bemühn durch wohlthun und studiren als wercke deiner hand des schöpfers ruhm zu zieren. 700; ich bin auf deinen ruhm beflissen, bisz dasz ich nimmer athmen kan. Drollinger 35; [] du bists, dem ruhm und ehre gebühret, und ruhm und ehre bring ich dir. du, herr, hast stets mein schicksal regieret, und deine hand war über mir. Gellert 2, 95. von menschen: wer ruhm und ehr will erjagen, musz viel fahr und unfall wagen. Henisch 814, 51; man hat die lust, dasz man seine tugenden mit hohen ehransehen und unsterblichen ruhm begleitet siehet. Butschky Pathm. 47; wolltest du der elende seyn, der den ruhm hat und nicht verdienet, ihn niederträchtig sucht und mit kriechender angst behauptet? Gellert 7, 76; er erhielt sich dabey im besitz des ruhmes eines gutartigen friedliebenden knaben. Wieland 15, 163; die emigrirten ... hetzten deshalb an den obersten behörden, denen aber zum ruhme zu rechnen ist, dasz sie in diesem wie in anderen fällen sich mit geziemender hoher ruhe und anständigem gleichmuth betragen. Göthe 30, 43; den rum und preis, musz ich ir geben. Gödeke-Tittmann liederb. 32; bei diesen zwölf durchleuchting frawen mag man gar augenscheinling schawen, worinnen steh weiblich preisz und ruhm. H. Sachs fastn. sp. 1, 209, 9 neudruck; der ist ein halber mensch, der sein unart verblümet mit seiner eltern rhum. Zinkgref auserles. ged. 55, 6 neudr.; geliebter Rist! der du ... dir einen namen auch und ruhm hast können stiften. Rompler 160; die ehre krön sie (die jungfrauen) schön, jhr ruhm bleibt nicht dahinden, geht mit dem himmel um, rührt bisz an himmel an. Logau sinnged. 2, 65, 58; drumb, wer jhm wünscht ein frey gewissen und ist auf ehr und ruhm bedacht, hofft auch des himmels zu genieszen, der habe seiner fleiszig acht! S. Dach in den ged. d. Königsb. dichterkr. 215 neudruck; denn der hat angehört, mit was vor fähigkeit dein öffentlicher ruhm den preisz davon getragen. Günther 576; die seele des jünglings dürstete ruhm. Wieland 16, 33; geöfnet hat sie ihren fürstenhof in Brüssel allen kämpfenden partheien und zu vermitteln ist ihr schönster ruhm. Schiller 151, 240; wohl fechten die andern tagaus, tagein, doch sind sie des skalden vergessen, und werden einst selber vergessen sein, so kühn sie des ruhms sich vermessen. Geibel 1, 64; lockt's dich nun nicht, zurück es zu gewinnen, das schöne vorrecht; dir zum höchsten ruhm und allem volk zum segensreichen frommen? Grillparzer 6, 10. von unpersönlichem: ein besonderer ruhm war bei dem allgemeinen statwesen, dasz der rathskeller ... zwei stuben hatte. Riemer polit. maulaffe 136; sie (Luise von Voss) kann daher, was ihr zu hohem ruhm gereicht, mit keinem modernen gedicht aus ihrem fache, sondern musz mit griechischen mustern verglichen werden. Schiller 10, 489; aber kannst du auch den ruhm seiner und seiner väter thaten tödten? Klinger 5, 394; ich weisz ein blum, hat groszen rum, sie wechst im grünen felde. Gödeke - Tittmann liederb. 32; deine liebe wangen halten mich gefangen, diesz dein augen-liecht und dein ruhm der sitten hatt mein hertz bestritten, dasz es fast zerbricht. Celadon in den ged. des Königsb. dichterkr. 143 neudruck; weil häupter, die den ruhm der wissenschaften schützen, so grosze dinge thun, als die im helme blitzen. Günther 774; des grünen lenzen ruhm erhöhn. Hagedorn 3, 99; nichts von den weltlichen geschichten zu sagen, sehn wir nicht sogar das heilge buch den ruhm der weibertreu' von anbeginn vernichten? Wieland 22, 287; seit ich (Friedrich der grosze) entschlief, war niemand wach geblieben; und Roszbachs ruhm ging unter in der Saale. Rückert 1, 13; es war ein alter eichenwald, desz ruhm in aller welt erschallt. 1, 109. II@3@bb) in poetischen bildern, wobei auch mehrfach mehr oder weniger deutliche personification auftritt: denn wer ist unser hoffnung oder freude, oder kron des rhums? seid nicht auch jhrs fur unserm herrn Jhesu Christo, zu seiner zukunfft? [] 1 Thess. 2, 19; aber zu was ende diese vielschreiberei? welche frage! als wenn man sich nicht mit aufgethürmten büchern den thron des ruhms erbauen müszte. J. Paul grönl. proz. 1, 23; denn eures ruhmes lorbeer-äste, worüber sich der neid erboszt, verwelcken von dem geiffer nicht, den viel verwegne mäuler werffen. Günther 438; sieh, der riese schrumpft durch dich (Laura) zum zwerge, weggehaucht die aufgewälzten berge, zu des ruhmes sonnenhöhn. Schiller 1, 259; wie tanzte vor des lebens wagen die luftige begleitung her! die liebe mit dem süszen lohne, das glück mit seinem goldnen kranz, der ruhm mit seiner sternenkrone, die wahrheit in der sonne glanz! 11, 29; über ihm schwebte der ruhm von seiner weisheit, und legte willige völker zu seinen füszen. Wieland 16, 6; ihre männliche brust, zu geduld und arbeit gestählet, trotzte dem schmerz, dem hunger, dem frost, der glühenden sonne, jeder gefahr und jeder gestalt des blutigen todes, wenn die posaune des ruhms in ihren ohren ertönte. 10; lorber ward dem lyr'schen ruhme dargebracht auf Hellas flur. Platen 24; sie schlafen auf des ruhms erhabnem bett. Shakesp. Titus Andronicus 3, 1; ha, dacht ich, ruhm, du mordgesell, kömmst nur als leichenhuhn geflogen! A. v. Droste - Hülshoff 1, 214; dem lauscher wird ums herz so bang, als hätt' er im geläut vernommen jetzt seines ruhmes grabgesang. Lenau 2, 244; ich raube meinem volke nimmer, was ich ihm gab, den stern des ruhms. 264; der könig auf erobrerpfaden verfolgt ein falsches heldenthum, der eitle will im blute baden das neugeborne kindlein ruhm. 274; weh dir, verruchter mörder, du fluch des sängerthums! umsonst sei all dein ringen nach kränzen blutgen ruhms. Uhland ged. 392; ein bisz nur in des ruhmes goldne frucht .. reiht dich auf ewig zu den stillen schatten. Grillparzer 3, 191; der aar des ruhmes zieht in treuen kreisen um seine stirn. Freiligrath 2, 17. mit ruhm krönen, bekränzen; sich mit ruhm decken, bedecken; vgl.ruhmbedeckt, -bekränzt, -bekrönt. II@3@cc) das wort wird auch übertragen auf den gegenstand oder träger des ruhmes und bezeichnet das, was man preisen musz oder was einem anerkennung verschafft: denn du bist der rhum jrer stercke, und durch deine gnade wirstu unser horn erhöhen. ps. 89, 18; denn wir sind ewer rhum, gleich wie auch jr unser rhum seid. 2 Cor. 1, 14; jr seid mein rhum und trotz, meine freude und ehrenkrantz am tage des herrn. Luther 6, 54b; ihr menschen bawet einen tempel für den, der aller fürsten ruhm. Weckherlin bei Zinkgref auserles. ged. 37, 2 neudruck; ich will mich dir, mein höchster ruhm, hiemit zu deinem eigenthum beständiglich verschreiben. P. Gerhardt 70 Gödeke; o mein ruhm, edle blum, lasz dich recht genieszen. 157; der mensch, der schöpfung ruhm und preis, ist sich ein täglicher beweis von deiner güt und grösze. Gellert 2, 146; sprich, preisvoller Odysseus, erhabener ruhm der Achaier, wie ihr doch die rosse gewannt? Voss Ilias 10, 544. II@44) in subjectiver wendung tritt der verbale sinn hervor 'das rühmen, prahlen von sich selbst und anderen', jactantia, elatio u. s. w. Graff 4, 1137 fg. Dief. gloss. 50c. 403a: bis daʒ ein ruom von im geschach, dâ mite er sînen prîs zerbrach. g. Gerhard 75; den (preis) hât dîn ruom geneiget: dîn guottât ist gesweiget durch dîn itwîʒe grôʒ. 531. II@4@aa) von der bedeutung 'prahlerei, eigenes rühmen' finden sich auch im neuhochd. noch beispiele: vergebener ruom oder eytele üppige eer, inanis jactantia Maaler 338c; nu aber rhümet jr euch in ewrem hochmut, aller solcher rhum ist böse. Jac. 4, 16; eygener ruom stet nyemand wol an dann dem alter. S. Franck sprichw. 1, 90a; aber dialektisch lebt das sonst eben nicht volksthümliche wort sogar vorzugsweise in dieser bedeutung fort: niederdeutsch brem. wb. 3, 523 (vgl. auch Schiller-Lübben 3, 504a), bair. Schm. 2, 99. erhalten hat sich ferner die formel [] ohne ruhm zu melden, sagen (vgl. Müller-Zarncke 21, 808b): id citra arrogantiam dico, procul absit arrogantia, absit verbo invidia, das sage ich ohn ruhm, ohn vermessenheit. Petr. Apherdianus methodus disc. form. lat. ling. (1601) 12; ohne ruhm zu melden, absit jactantia dictis. Frisch 2, 134c; mein Bunzlaw, ohne ruhm zu sagen, die erzieherinn vieler stattlichen, berühmbten leute. Opitz poeterey 124 Witkowsky; alles schadens ungeacht', den dadurch mein leib bekommen, hab ich, ohne ruhm gesagt, an erfahrung zugenommen. Günther 804. II@4@bb) auch mit ruhm heiszt bei Maaler 338c und Stieler 1637 noch jactanter, ruhmsüchtiglich, wird aber später nur noch im sinne von rühmlich, so dasz man rühmt, gebraucht (unten c): hiermit kam er auff unterschiedene fragen, und befand, dasz der mensch sehr wohl qualificirt war, ein und ander vornehmes ampt mit ruhm zu verwalten. Weise erzn. 177 neudruck; zum dichter machten dich (Hoffmannswaldan) die lieb und die natur. o wärst du dieser stets, wie Opitz, treu gewesen! du würdest noch mit ruhm gelesen. Hagedorn 1, 113; niemand als du, der ihn mit ruhm geführt, soll diesen krieg, den fürchterlichen, enden. Schiller Wallenst. tod 3, 15. II@4@cc) im sinne von 'lob, lobrede' selten, aber noch heute im gebrauch: denn was ich fur jm von euch gerhümet habe, bin ich nicht zuschanden worden, sondern gleich wie alles war ist, das ich mit euch geredt habe, also ist auch unser rhum bey Tito war worden. 2 Cor. 7, 14; erzeiget nu die beweisung ewer liebe und unsers rhumes von euch. 8, 24; da werde ich euch erfür ziehen, das jr meine zeugen sein müsset, und meinen rhum war machen. Luther 6, 54b; der münch, so sich ... eines groszen ruoms von jr gewertig was, fand ein gar verachtliche antwurt. Wickram rollwagenb. 114, 25; die mutter war unerschöpflich im ruhme des vornehmen wesens (des herrn von Fink). Freytag soll u. haben 1, 354; ihr jungfern, hört mir zu, doch fasset die geberden und meint durch meinen ruhm nicht stoltzer wo zu werden! Logau 2, 64, 58; Carl ist es, dem der ruhm der saiten vor allen überhaupt gebührt. Günther 157. II@4@dd) manchmal geradezu für ehrgeiz, ruhmsucht: die allgemeine leidenschaft ist nicht der ruhm! in meinem vaterlande zum mindsten nicht. denn ach! der Deutsche rafft nach golde nur. was kümmert ihn die schande? Göckingk 3, 122; Bliomberis: doch, ist die ruhmbegier nicht lasterhaft? Rhampsinit: es kommt drauf an, was man sich denkt dabei. gemüter giebt's, die einem ganzen volk, die einer welt zu dienen sich erdreisten, und wünschen, theuer ihr zu sein. daraus entsteht ein gegenseitiges verhältnisz. der ruhm ist auch nur eine liebe, doch die liebe groszer herzen; denn sie geht nicht mehr vom einzelnen zum einzelnen. Platen 205a.
13970 Zeichen · 230 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ruhm

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Ruhm , des -es, plur. inus. von dem Zeitworte rühmen. 1) * Lautes Geschrey, laute Stimme, sie sey von welcher Art si…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ruhm

    Goethe-Wörterbuch

    Ruhm öfter im Reim auf ‘Eigentum’ sowie in Paarformeln wie ‘R. und Ruf’; vereinzelt personifiziert a Berühmtheit, (hohes…

  3. modern
    Dialekt
    Ruhmm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Ruhm m. : nach dem Schd., Ruhm [vereinzelt, Mang 138 Schneckenburger 29, 32]. SprW.: Vun Ehr un R. kammer sich net satt …

  4. Sprichwörter
    Ruhm

    Wander (Sprichwörter)

    Ruhm Ruhm (s. Ehre). 1. Aigen ruhm ist lesternswerth. – Gruter, I, 3. 2. Aigner ruhm ist neides sonne. – Gruter, I, 3; L…

  5. Spezial
    Ruhm

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ruhm m. (-[e]s) 1 (hohes Ansehen) gloria (-ies) f. 2 (Preis, Lob) gloria (-ies) f. ▬ Ruhm verleihen glorifiché.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruhm

140 Bildungen · 91 Erstglied · 47 Zweitglied · 2 Ableitungen

ruhm‑ als Erstglied (30 von 91)

ruhmausstrahlend

DWB

ruhmausstrahlend , adj. : lieblich flog sie ( die fahne ) umher in dem abendwind, und erregte, ruhmausstrahlend, in jeglicher brust noch höh…

ruhmbar

DWB

ruhm·bar

ruhmbar , adj. und adv. ruhm in sich tragend, hervorbringend: hohe gemüther müssen sich .. nicht aufhalten lassen, ihren geraden hals gegen …

ruhmbegier

DWB

ruhm·begier

ruhmbegier , f. begierde, heftiges verlangen nach ruhm: sein ( des Phöbus ) lob erhitzt die ruhm-begier. Günther 153 ; auch gehts vielleicht…

ruhmbegierde

DWB

ruhm·begierde

ruhmbegierde , f. wie ruhmbegier: wer .. eine gute .. that durchsetzen will, musz .. seinen vortheil, seine eitelkeit, seine ruhmbegierde zu…

ruhmbegierig

DWB

ruhm·begierig

ruhmbegierig , adj. und adv. nach ruhm verlangend: sie ( Elisabeth ) hofft, dasz deine ruhmbegier'ge jugend willfähr'ger seyn wird, als mein…

ruhmbekannt

DWB

ruhm·bekannt

ruhmbekannt , adj. rühmlichst bekannt: Schneidewinus, der ruhm-bekandte recht-lehrer, sol diesen spruch im munde geführet haben. Butschky Pa…

Ruhmbekränzt

Campe

◬ Ruhmbekränzt , adj . u. adv . mit Ruhm gleichsam bekränzt, geschmückt, berühmt. Und ruhmbekränzt in der geweihten Mitte, Die Priesterinn d…

ruhmbekrönt

DWB

ruhmbekrönt , part. : wetteifert, ruhmbekrönte zecher, wetteifert um die zahl der becher, und um des feinsten schmeckers rang! Gotter 1, 148…

ruhmbeladen

DWB

ruhm·beladen

ruhmbeladen , adj. : groszer Alexander! behalte du dein ganzes glük, und deine siege mit einander! gieb mir dafür den augenblik von deinen r…

ruhmberauscht

DWB

ruhmberauscht , part. berauscht vom ruhme: Pericles hielt das unlenksamste volk der welt mit demselben zauber fest, mit welchem Napoleon sei…

ruhmberkränzt

DWB

ruhmberkränzt , part. ( vgl. DWB ruhm 3, b ): und ruhmbekränzt in der geweihten mitte die priesterinn des schönen ( poesie ). Schreiber bei …

ruhmbestrahlt

DWB

ruhmbestrahlt , part. ( vgl. DWB ruhm 3, b ): als sie vor funfzig ruhmbestrahlten jahren geboren war ( die Georgia Augusta ). Bürger 77 b .

ruhmbild

DWB

ruhm·bild

ruhmbild , n. vorbild des ruhmes: ruhmbild deines geschlechts. Herder bei Campe.

ruhmdenklich

DWB

ruhm·denklich

ruhmdenklich , adj. als rühmlich im gedächtnis fortlebend: wie vielmehr geziemet hohen gemüthern so von höhern stamm und stand entsprossen, …

ruhmdurst

DWB

ruhm·durst

ruhmdurst , m. , bildlich für ruhmbegierde: verstummten wie ruhmdurst und heldendrang in Rinaldo's brust. Benzel-Sternau bei Campe.

ruhmdurstig

DWB

ruhm·durstig

ruhmdurstig , adj. und adv. : ruhmdürstig, flagrans cupiditate gloriae Stieler 280 : schon ein bloser alumnus aus der stadt war seiner ruhm-…

Ruhme (Name)

Wander

ruhm·e·name

Ruhme (Name) Ruhme (Name). De Ruhme un de Leine slucket alle Jahr teine. ( Göttingen. ) – Schambach, I, 379. In der Behauptung, dass die Ruh…

ruhmentbrannt

DWB

ruhmentbrannt , adj. und adv. : vor seiner dame fenster stand ein troubadour, ein feind von sorgen, sang liebeglühend, ruhmentbrannt, ihr se…

ruhmerkoren

DWB

ruhm·erkoren

ruhmerkoren , adj. zum ruhme erkoren: o glücklich ruhmerkorner! Gries bei Campe.

ruhmerwerblich

DWB

ruhm·erwerblich

ruhmerwerblich , adj. ruhm zu erwerben geeignet: welches christen gewissen, mus nicht rot werden .. wenn es für den spiegel auch nur eines e…

ruhmesfittig

DWB

ruhm·es·fittig

ruhmesfittig , m. ( vgl. DWB ruhm 3, b ): auf ew'gem ruhmesfittig zieht dein ( Körners ) name durch die welt. Rückert 1, 82 .

Ruhmesgewinn

GWB

ruhm·es·gewinn

Ruhmesgewinn Zuwachs an Ansehen, Renommee [ Chor über Faust u die Heerführer: ] Seinen Befehl vollziehn sie treu,|Jeder sich selbst zu eigne…

ruhmesglanz

DWB

ruhm·es·glanz

ruhmesglanz , m. : aller ruhmesglanz, der ihn ( Napoleon ) umgiebt .. überwindet dies unheimliche grauen nicht. Droysen befreiungskr. 2, 342…

Ruhmesgöttin

GWB

ruhm·es·goettin

Ruhmesgöttin Getrenntschr Personifikation des Ruhmes; Fama (sd) GWB 5 2 ,407 Das Leben ist 15 Syn GWB Fama GWB Ruhmverkünderin Sofia Frys S.…

ruhmeskranz

DWB

ruhm·es·kranz

ruhmeskranz , m. : und fremde trachten, wappen, farben, ein ruhmeskranz, umstrahlte ihn. Lenau 2, 241 .

ruhmeslaufbahn

DWB

ruhm·es·laufbahn

ruhmeslaufbahn , f. , z. b. von einem helden: er beginnt mit einer glänzenden waffenthat seine ruhmeslaufbahn.

Ruhmes, Orden des

Meyers

Ruhmes, Orden des , türkischer und tunesischer Orden ( Nischan el Istikhar ), s. Nischan 2) und 3).

ruhmestag

DWB

ruhm·e·stag

ruhmestag , m. der tag, an dem besonderer ruhm erworben wird.

ruhm als Zweitglied (30 von 47)

AHNENRUHM

DWB2

ahnen·ruhm

DWB2 AHNENRUHM m. DWB2 der von bekannten vorfahren ausgehende ruhm: DWB2 ⟨1779⟩ ahnenruhm erscholl ihm immer,/ dessen hochentsprungner quell…

eigenruhm

DWB

eigen·ruhm

eigenruhm , m. suimet jactatio, selbstruhm: ja, ich setze unserm lobe ohne eigenruhm bei. Lohenst. Arm. 1, 202 ; ich werfe hinter meinen rüc…

Erdenruhm

GWB

erden·ruhm

Erdenruhm im Herrscherlob (in Anlehnung an Mozarts ‘Entführung aus dem Serail’) GWB 13 1 ,114 Was wir bringen Halle 436 [G/Riemer] Armin Gie…

Familienruhm

GWB

familie·n·ruhm

Familienruhm [ Verhalten Anna Amalias beim Vordringen Napoleons ] da sie alle ihre auf den festesten Besitz, auf wohl erworbenen F. gebauten…

feldruhm

DWB

feld·ruhm

feldruhm , m. gloria bellica, kriegsruhm. J. P. dämm. 70.

fürstenruhm

DWB

fuersten·ruhm

fürstenruhm , m. ein von einem fürsten erworbener ruhm: ein himmlisch bild von seinem fürstenruhme. Thümmel reise (1791) 1, 54 (1811 2, 35).

gegenruhm

DWB

gegen·ruhm

gegenruhm , m. erwidertes rühmen: er lobet auch, damit ihn andre loben, und lohnt dem ruhm .. mit gegenruhm. Hagedorn 1, 58 .

glaubensruhm

DWB

glauben·s·ruhm

glaubensruhm , m. , zu glaube I A 2 u. 5, vgl. DWB glaubensruhm jactantia fidei vel religionis Stieler (1691) 1638 : wann er ihm nemblich vo…

hauptruhm

DWB

haupt·ruhm

hauptruhm , m. : das ( dasz Christus gesandt ist zur versöhnung für unsre sünden ) heisze ich die heubtfreidigkeit oder den heubtrhum und hö…

heldenruhm

DWB

helden·ruhm

heldenruhm , m. : entehrte Scipio mit tänzen den heldenruhm und seine zeit? Hagedorn 3, 96 ; wie könnt ichs wagen, prinz, mein schwach verdi…

Journalistenruhm

GWB

journalist·en·ruhm

Journalistenruhm Ruhm aufgrund von Lob durch die Literaturkritiker in Journalen Der beste Dichter artet aus, wenn er .. mehr von der Begierd…

kampfruhm

DWB

kampf·ruhm

kampfruhm , m. kriegsruhm: daher viele sich in das gefolge eines durch adel und kampfruhm ausgezeichneten führers begaben. Beckers weltgesch…

kriegsruhm

DWB

kriegs·ruhm

kriegsruhm , m. laus bellica. Steinbach 2, 314 , nl. krijgsroem: zwei treffliche bewerber, an heldentugend gleich und kriegesruhm. Schiller …

künstlerruhm

DWB

kuenstler·ruhm

künstlerruhm , m. bei Campe ( mit beleg ) : Fleck stand auf dem gipfel seines künstlerruhms. Devrient gesch. der schauspielk. 3, 275 .

kunstruhm

DWB

kunst·ruhm

kunstruhm , m. praeconium literarum et doctrinae, kunstrum. Stieler 1638 .

lumpenruhm

DWB

lumpen·ruhm

lumpenruhm , m. armseliger ruhm: dein biszchen löhnungsgeld und lumpenruhm, mein guter könig, reizt wahrlich unsereinen wenig. Bürger 63 a .

menschenruhm

DWB

menschen·ruhm

menschenruhm , m. ruhm von menschen, bei menschen: und fort ging Jesus seinen gang, so fern von menschenruhm, von reichthum, hoheit, lust un…

Minneruhm

Campe

minne·ruhm

✱ Der Minneruhm , — es , o. Mz . Ruhm in der Minne oder Liebe.

nachruhm

DWB

nach·ruhm

nachruhm , m. ruhm nach dem tode, bei der nachwelt. Stieler 1639 ; der nachruhm lobt nicht nur das gute, er schreibt die zagheit bei dem mut…

nachweltruhm

DWB

nachwelt·ruhm

nachweltruhm , m. : wer den höchsten gipfel erstieg, ist zu stolz, auf dem zweiten sich zu zeigen; und doch wär's nachweltruhm, wenn zu dies…

preisruhm

DWB

preis·ruhm

preisruhm , m. , tautologisch: der edle Buchholz ist mit preisz-ruhm zu erheben, weil er manch edles buch ans welt-licht hat gegeben. M. Kon…

ritterruhm

DWB

ritter·ruhm

ritterruhm , m. durch ritterliche thaten erworbener ruhm. Campe : das, was geschehen könne, dacht er sich, als schon geschehen, trennung von…

Ableitungen von ruhm (2 von 2)

Ruhme

Meyers

Ruhme , Fluß, s. Rhume .

unruhm

DWB

unruhm , m. , gegenstück zu ruhm 3. Stieler , Kramer. selten. vgl. DWB unlob : und wollten e. f. g. erwegen, zu waserm unruhm es gelangen wo…