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pfeife

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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17 in 14 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Pfeife f.

Bd. 1, Sp. 805
Pfeife f.: 1. 'Blasinstrument zur Erzeugung von Tönen'. a. 'die Weidenpfeife der Kinder', meist einfach Peif, im Dim. Peifche, Peifel, selten Weidepeif genannt. Die Buben schneiden ihre Pfeifen im zeitigen Frühjahr, wenn die Weiden im Saft stehen. Sie klopfen die glatten, daumendicken Weidenrutenstücke so lange, bis sich die unverletzte Rinde vom Holz löst. Dabei sprechen sie verschiedene Reime, z. B.: »Weid, geb mer e Peifel!« »For was dann e Peifel?« »Musik mache.« »For was dann Musik mache?« »Zum Spiele.«. [Neustdt (Wilde 257)]. Saft, Saft, Seire, Holler in de Weire, Holler in de Reggebach, un do is meiⁿ Peif gemacht [Glantal (Wilde 258)]. Peifche, Peifche, piff ab, zieh 'm Fuchs de Balg ab, zieh 'm 's Fell bis iwwich die Ohre, soll meiⁿ Peifche gut gerore, iwwich de Buckel unn iwwich de Schwanz, is meiⁿ Peifche a noch ganz! [NPf]. Weitere Reime s. Saft, Seide, Weide und bei Wilde 257 ff. Der Holzpflock am unteren Ende der Pfeife kann fest oder beweglich sein; durch Verschieben des Pflocks wird die Tonhöhe variiert; s. Abb. 15. Vgl. die Zs. Stößel-, Zapfelspfeife, s. auch Farze. — b. 'Rohrpfeife'. α. 'die aus dem Deckblatt des grünen Schilfrohrs gewickelte Pfeife' [] [LU-Altr]. Sie gibt einen hohen Ton. Vgl. Halmpfeife. — β. 'das aus trockenem Schilfrohr in der Art der Flöte hergestellte Hauchblasinstrument' [LU-Altr KB-Kriegsf]. Von dem Rohr wird gegen ein Ende hin die obere Haut vorsichtig abgezogen, so daß die zweite Haut darunter unbeschädigt bleibt; s. Abb. 16. Das Rohr wird wie eine Querflöte angeblasen. — RA.: Alles muß noh seiner Peif danze 'Alles muß sich seinem Willen unterordnen' [KU-Schmittw/O, allg.]. SprW.: Net aus jedem Holz kammer Peife schneide [Krieger 36]. Wer in de Weide (im Rohr) sitzt, schneid sich Peife 'Jeder nützt die günstige Gelegenheit' [LU-Opp, verbr.]. BR.: Kathreiⁿ, steck Peif un Geiche eiⁿ! 'Am Tag der Katharina (25. November) soll die letzte Tanzmusik vor dem Advent erklingen' [LA-Edh, verbr.]. KR.: Die Schwede sein kumm mit Peife un Trumm, hun alles genumm. Hun die Finschter ingeschlaa, hun 's Blei eweggetraa, hun Kuchele draus gegoß un de Bauer totgeschoß [RO-Würzw, ähnlich Kaislt]. — 2. 'Tabakspfeife'. Die kurze Pfeife ist das Peifche bzw. Peifel. In früherer Zeit war das Ulmer Peifche beliebt, s. Bechtolsheimer 194. Zs. Bienen-, Tabaks-, Imkerpfeife. Das Scherzwort In de Palz geht de Parre mit de Peif in die Kerch, das den pfälzischen Gebrauch des anlautenden p an Stelle von pf sinnfällig machen soll, ist weit über die Pfalz hinaus gebräuchlich. RA.: Er steckt sich e Peif ins Gsicht, daß mer sieht, was vorn un hinne is [Land]. Er is kee Peif Duwak wert [ZW-Battw, Don-Schowe]. — 3. 'Rohr auf dem Weinfaß, als Ventil wirkend' [KU-Schmittw/O]; vgl. Weinpfeife. — 4. 'Geschlechtsteil'. a. 'männliches Glied'. Er dut sich die P. auskloppe 'pißt' [NW-Hardbg]. Er hot's an de P. 'ist geschlechtskrank' [LU-Opp]. — b. 'Geschlechtsteil weiblicher Tiere, bes. der Kuh' [verbr.]. — F.: WPf u. nördl. VPf fast allg. paif; SWPf pęif; lothr. SWPf pif, vgl. die Linien Is/Äis u. Äis/Ais auf K. 1; mittl. u. südl. VPf fast allg. pǫif bis pḁif, inselhaft paif, vgl. Bertram §§ 92-94 u. Heeger § 52 Anm.; Grenzorte der Südostecke bfaif, vgl. Angaben bei Pfund; GH-Neubg hat f. — Rhein. VI 685 ff.; Saarbr. 154 (Peif); Lothr. 32 (Peif); []Els. II 133 (Pfife); Bad. I 194; Hess.-Nass. II 587 ff.
3482 Zeichen · 105 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Pfeife

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Die Pfeife , plur. die -n, Diminut. das Pfeifchen. Oberd. Pfeiflein, ein noch im gemeinen Leben übliches Wort, die Fä…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfeife

    Goethe-Wörterbuch

    Pfeife ‘Pfeif’ GWB B50,83,9 1 Musikinstrument a Flöte, auch im Vergl; ‘vielrohrige P.’ für Panflöte; je einmal ‘P-n schn…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfeife

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pfeife , eine Röhre, in der stehende Wellenbewegung der Luft durch Anblasen hervorgebracht wird. Fig. 1 (S. 696) stellt …

  4. modern
    Dialekt
    Pfeife

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Pfeife Band 2, Spalte 2,511–515

  5. Sprichwörter
    Pfeife

    Wander (Sprichwörter)

    Pfeife 1. Aeirst de Pype ân un dan 't Piärd iuten Grâwen, sach de Biur, doa was iäm sin Piärd 'rin fallen. ( Hemer in de…

  6. Spezial
    Pfeife

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfei|fe f. (-,-n) 1 (zum Rauchen) pipa (pipes) f. 2 (zum Pfeifen) sciüre (-ri) m. , sciurot (-oc) m. , sciblot (-oc) m. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfeife

525 Bildungen · 246 Erstglied · 277 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von pfeife

pfeifeln + -e

pfeife leitet sich vom Lemma pfeifeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

pfeife‑ als Erstglied (30 von 246)

pfeifeln

DWB

pfeifeln , verb. , iterativ zu pfeifen, alem. pfifflen Zimm. chron. 2 3, 105, 18. 20.

pfeifen,

FWB

1. ›mit, auf der Pfeife blasen‹; 2. von den Tönen, die Tiere, z. B. Vögel, von sich geben; 3. ›mit dem Mund die Töne der musikalischen Pfeif…

pfeifenbaum

DWB

pfeifen·baum

pfeifenbaum , m. der gemeine flieder, syringa vulgaris, aus dessen jungem holze pfeifen geschnitten werden. Nemnich 2, 1414 . vergl. pfeifen…

pfeifenblasen

DWB

pfeifen·blasen

pfeifenblasen , n. : im frühjahr .. schnitt er ( Audifax ) sackpfeifen aus dem jungen holze und blies darauf .. aber er ward zusehends scheu…

pfeife als Zweitglied (30 von 277)

Ohrpfeife

RDWB1

Ohrpfeife f (kein Bezug zu "трубка" или к "свисток") затрещина, оплеуха j-m eine ~ verpassen - дать кому-л. затрещину; влепить кому-л. затре…

Abendpfeife

Campe

abend·pfeife

Х Die Abendpfeife , Mz. die — n, Verkleinerungsw. das Abendpfeifchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez., bei den Tabaksrauchern eine Pfeife Tabak, w…

ALARMPFEIFE

DWB2

alarm·pfeife

DWB2 ALARMPFEIFE f. DWB2 ( triller ) pfeife zur auslösung v. alarm: DWB2 1884 alarmpfeife .. alarm-whistle Eger technol. wb. 1,28 b . 1920 d…

arschpfeife

DWB

arsch·pfeife

arschpfeife , f. clistier. also werden die wind vertrieben, nicht mit cristiersecken oder arspfeifen, nicht mit purgieren noch speien. Parac…

Aufpfeife

RhWB

auf·pfeife

Auf-pfeife: hervorstehende Schlüsselführung am Kastenschloss Mettm-Velbert .

backpfeife

DWB

back·pfeife

backpfeife , f. ohrfeige, wird gedeutet ein schlag, der an den backen pfeift, wie man auch ohrsausel sagt.

Bärenpfeife

Campe

baeren·pfeife

Die Bärenpfeife , Mz. die — n, in den Orgeln, ein tiefes Schnarrwerk von 16 bis 18 Fuß. Bei Frisch Bärenpipe. N. D.

bärpfeife

DWB

baer·pfeife

bärpfeife , f. in der orgel ein tief brummendes schnarrwerk, entweder nach dem bären, oder von baren schreien.

Bandpfeife

PfWB

band·pfeife

Band-pfeife f. : ' tiefklingende Weidenpfeife ', Bannpeif [ SP-Harths ]; vgl. Farzer .

Baßpfeife

Campe

bass·pfeife

Die Baßpfeife , Mz. die — n. 1) Die Benennung der tief tönenden Pfeifen in den Orgeln, welche die Baßtöne angeben. 2) ◎ Ein Tonwerkzeug, auf…

Blaspfeife

RhWB

blas·pfeife

Blas-pfeife RhWBN -pīfə Sol (rip.); pīp(ə) NBerg, Klevld f.: -büchse.

Blockpfeife

Adelung

block·pfeife

Die Blockpfeife , plur. die -n, eine jede Flöte, welche nicht in mehrere Stücke zerleget werden kann, sondern aus einem ganzen Stücke oder B…

bockpfeife

DWB

bock·pfeife

bockpfeife , f. tibia utricularis, sackpfeife, dudelsack, worauf der hirt den böcken vorpfeift:

Brautpfeife

RhWB

braut·pfeife

Braut-pfeife brutspīp Emmerich f.: eine lange holländische Pf., die, mit Blumen verziert, von der Br.führerin dem Bräutigam u. dem Br.führer…

Bucksenpfeife

RhWB

bucksen·pfeife

Bucksen-pfeife Rip, Nfrk f.: -bein, Beinling. Peder Johannes woll Fesche fangen, do blef he met der Angel en der B.ə hangen Lennep-Hückeswg …

Bümmelchespfeife

RhWB

Bümmelches-pfeife bø·m.əlχəspeif Bitb-Mettend f.: Pfeife mit Troddel.

Ableitungen von pfeife (2 von 2)

gepfeife

DWB

gepfeife , n. anhaltendes, starkes pfeifen Stieler 1438 ; vom spiel der blasinstrumente J. A. Hiller ( s. unter gegeige); flöte wird für die…

urpfeife

DWB

-pfeife ( dgl. ) Schubart 5, 314 ; ästhet. d. tonkunst 308. —