lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

pfeife

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
17 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
34
Verweise raus
41

Eintrag · Rheinisches Wb.

Pfeife

Bd. 6, Sp. 685
Pfeife das Wort ist allg., doch in der Bed. je nach Geb. verschiedene Wege gehend; so ist die Bed. ‘Tabakpfeife’ allg., aber die Bed. ‘Flöte’ beschränkt sich auf das Rhfrk u. Mosfrk, u. die Bed. ‘Ofenpfeife’ ist hier nicht allg. — Rhfrk paif, –ęi- [Birkf-Idar -ē-]; Mosfrk -ęi-, –ei- bis zur Diphthongierungsl.; n. davon -īf- [OWaldbr pīfə; Siegld pifə; auch in Altk, Neuw pif(χə) für die Weidenpfeife]; n. Benr-L. pīp, doch reicht das verschobene pīf, Demin. pifkə lrhn. im O. über Grevbr, Erk-Stdt Örath Keyenbg, MGladb-Schelsen Stdt bis Kref-Stdt Fischeln Osterath, Kemp-Süchteln; rrhn. hat Sol-Herschd pifə u. Düss-Stdt pīf (Demin. pīfkə u. -i-) [Berg (nfrk.) pīpə; Mörs-Orsoy pip, Pl. pīpən, Demin. pipkə]; Pl. -ə(n), Demin. -fχə(n); Nfrk pipkə f.: 1.Rohr, zu verschiedener technischer Verwendung, u. zwar a. zur Leitung eines Luftstroms. α. Flöte, kurze Fl. aus Holz für kleine Buben, dann die Drillerp. u. die Weirep. (Farze, u. die eigentl. P. mit zwei Stöpseln, eingeschnittenem Luftloch u. Blasschlitz u. das kleine, einfache, offene Maipeifchen, die Maip., Huppe, Hoppe, Happe u. das Waldhorn, Troter) Verbr. ist diese Bed. nur Rhfrk, Mosfrk (wobei Prüm, NDaun, NMay aber schon Flēt, –- haben); dann noch Barm, Elbf u. in RA. n. der L. — Bastlösespr. Piffchen, P., gih mer aus; ech bauen der och e Heis-chen; margen kemmt de Zemmermann, der dat H. bauen kann! Neuw-Dierd. Weile (Weide), W., Piffchen, de Summer kimmt et Triffchen (Kniffchen, Schniffchen, Greifchen), schläht mech, dräht mech, wirft mech en de Grawe, fresse mech de Rawe, wirft mech en de Mülledech, fresse mech de fette Fesch; wenn ech zehle 1, 2, 3, muss de Piffchen aus sein, aus sein! Neuw (mit Var.). Saft, S., Seire, de Jure (Juden) wulle [] reire, falle se in de Grawe, fresse se de Atzele un de Rawe (usf.); wat duhste mit de Velcher (Vögel chen); brore, sore, dat mei P. gut ausgeh un gerore! Simm. S., S., Sill, Wasser en der Mill, W. en der Bach, dat dat Peifeholz auskracht! Koch-Clotten. S., S., File, Kor in de Mihle, Stan in die Bach, dass die P. kracht; will se nit gerore, schneid ich Schinkebrore (-braten)! Goar-Trechtinghsn. S., S., Sitt, Schlangen en der Bitt, Schl. en der Bachen, mein P. soll glecklich auskrachen! Saarbg-Ayl. Happer, h., Weidchen, Pettchen op em Steinchen, Häns-chen left (läuft) de Berg eraus; wenn e kemmt, as P.chən aus! Trier-Schweich. Wiwwele, w., wawel, et setzt e Vigelchen op dem Dach, et hät sich erhänkt; Schissel de wänk, aus, Maus, mein P. es bal aus! Saarbg-Wilting. Lu, lu, lulu, Pifche, moarn kömmt de Strust, brengt en Wecke bet (mit), on wenn de die net essen wett (willst), dann k. det scharpe Messerche on stecht dech en det Häls-che! Siegld-Freudenbg. Zippel, zappel, zeibel, zu de grine Weiden; mei P. soll siewen Schuh lang ausgehn! Trier-Thomm. Frächen (Grossmutter), gemmer e Steinchen! Wafir ös dat St.? Fir de Vigelchen ze werfen! Wafir sön de V.? Fir ze broden! Wafir sön de Broden? Fir de Hären (Geistliche)! Wafir sön de H.? Fir de Mössen (Messen) ze lesen! Wafir sön de M.? Fir de Abgestorwenen! Wafir sön de A.? Fir ze begrowen! Wafir sön de Begrowenen? Fir ze berfaulen! Mei P.chən, wenn dau net ausgeihst, da schlihn eich deich mausdot! Saarbg-Ockfen, u. so mit Var. Rhfrk, Mosfrk. — Huppe, h., hape, ek wäll en Pipchen maken! Gummb-Berghsn. — Sipe, Sape, Sunne, min Moder es en Nunne, min Vader es en Pape, de woll en Pippken maken; ri, ra, rutsch, dat P. es wat nutz! u. P., P., Sape, de Möller sot om Dake u. P., P., Oligskrut (Ölkraut), dat Kätzken lep der Döarn erut, on äs dat K. wedderkom, do wor dat P. ferdig, so f., so f.! Barm, Elbf. — RA.: Er singt wie e verroscht P. Ottw-Illing, — en schlete (schlechte) P. Aach-Eschw. No seiner P. danzen seinen Willen tun Rhfrk, Mosfrk, aber auch Rip, Nfrk verbr. (wo P. 1 a α fehlt), aber hier mehr no dem senger Flöt d. Nau sind de P.ən am danzen Dinsl-Walsum (ebenso). Weə en't Reid (Ried) sett, hät gout P.ə schniə wer im Vollen sitzt, hat gut schöpfen Kref. Hermann, schloh Lärm an, schl. P.ə, schl. Tromme! NBerg, Ruhr verbr. (ebenso). Wenn de Wage P.ə schleiht nie Mörs-Binsh. Winsche un P.ə gihn vill un (in) en Sak; äwer wer ofhält, get (wird) med (müde) Wittl-Cröv. Haul (halte) du mär (nur) de P.ən em Sack! schweige; dann seng all P.ən em Sacke halten alle den Mund Berg. De siewe Sacksp.ə (eigentl. Schalmei) der ganze Plunder Mosfrk, aber auch Rip; Flötep.ən (sin voll Denger)! das geschieht nicht Rip. So hat sich im Rip, Nfrk diese Bed. nur noch in vereinzelten RA. u. Verb. erhalten. — β. Orgelspfeife, meist Urgelsp. Allg. (abgesehen [] von den zahlreichen ärmern Geb. bes. des Rhfrk u. Mosfrk, die keine Kirchenorgel besitzen). RA.: De hät Kender wie de (Urgels)p.ə eins nach dem andern Rip. — γ. am Gebläse des Eisenhammerwerkes (Blasebalg) gibt es zwei P.ən, u. zwar die Blosp., auch Blosrenn genannt, die die Luft (den Wind) aus dem Blasebalg herführt, u. durch die Rongdhoəs (aus gebogenem Leder zusammengenäht) damit verbunden die Wingdp., die ins Feuer selbst führt Altk, Siegld, OBerg; Einführungsrohr des Blasebalges in den Schmiedeherd Allg.; das Blasrohr des Glasbläsers Saarbr; de Blosp. Blasrohr zur Schürung des Herdfeuers Neuw. — δ. Ofenrohr, auch Ovensp. (diese Zs. im Nfrk bevorzugt; Stovvep. ‘Stuben-’ Eup) Rip, Nfrk, auch noch Mosfrk (hier aber meist Owenrohr; Trier-Stdt nur dieses) [Rhfrk nicht bezeugt]; de P. botzen, uskloppen. RA.: Hät der Düvel de Ovven geholt, kann he och de P. hollen MülhRh. Ann, schur de Pann, sch. de P., morge send de Promme (Pflaumen) rif! Bergh, Dür, Jül. — An (in) der P. oben hoch im Schornstein Wittl-Binsf u. so Ottw-Calmesw, Saarl-Eimersd, Merz-NLosh, Trier-Ld, Wittl, Bernk-Haag Neunk, Bitb-Röhl. — ε. die Tabakpfeife; en hölze, postelinge, masere, merschume, erde (Ton-) P. (für letztere s. auch Häns-chen, Hecht, Hummel, Klöbchen, Mönch, Mutz, Nasenwärmer, Sauzahn, Stummel, Stump, Backesp.); de ere P. auch ‘Mausefalle’ Simm-Laub; en lang, halflang, kuərte P. (Ulme kurze Hängepf.; en vier-, fönfbittige (-beissige) P., die 4—5 Knüppe (Knäufe) oder Bitten hat; wenn am obersten Knupp das Spitzenrohr durchgebissen ist, sägt man die Spitze bis an den nächsten Kn. ab Gummb-Berghsn), bestehend aus der Spetz(t) met Knüppe dran (Gebiss, Bisser, Mundstück), durch das Nüss-chen Möhrchen (Knopp) mit dem elastischen Teil aus Pferdehaaren (Glaster, Laster, Bück, Gebück, Hose, Raupe, Schlunk, Schmucke, Schwapper, Schwacke, Schwuche, Schwunke) verbunden; dieser Teil durch ein zweites Nüss-chen (Opzatz) mit dem Rühr (Steckel) aus Weichsel- oder Holunderrohr oder aus Prumenbomholz verbunden; am untern Ende des Rührs steckt der Wasser-, Seiwersack, Abguss (worin der Brudel, Seiver, Sudder) mit dem Kopp (weiss, gemolt, Erdappels-, Maser-, Ölkopp; Schwanenhals Kopf u. Abguss an einem Stück); kosend heisst die P. Bapp, Back, Schmok, Schmüll(che), Schmur; verächtl. der Brudelsack, die Stink-, Sau-, Quaggelsp., Schnürgel, Schnärk (s. d. W.); de P. stoppe, amache (-fänke, –steken, –dämpe), rauche (schmoke, schmure, paffe), usgohn losse, uskloppe, usschüdde; an der P. trecke; de P. trick (züch) got (net), brennt net, es verstopp, dämp; met der P. de ganze Stuff voll qualme (dämpe, paffe); sei P. flatsche Rip, Allg. (s. d. W.). — RA.: De mat (hät) e Gesech wie en Triersche P. Bergh-Blatzh []Elsd, Jül-Ameln. E hat e Rotznas wie e Kreizersch P. Birkf-Bundenb. De P., de Frau on de Kenger (Kinder), dat send drei leif Denger Aach-Warden. Dem es de P. och noch lever wie seng Frau; der ös met senger P. verhirot; de mach sech de P. eckersch (nur) emol an; dem geht de P. net us Rip, Allg. So lang em det P.chə noch gut schmackt, geht's em noch gut, denkt er noch nit an't Sterwe Simm, Allg. Wenn de Mannslüj de P. wär (wieder) schmeck on de Fraulüj de Koffij, dann sind se wär gesond Geld. Pitter, süch (sieh) ens, wat die P. der Damp schmitt (schmeisst), die kannste nit van mir kopen! Düss-Ld. Dem armen Mann fehlt emmer jet; hät he Tabak, dann hät he gein P. Sol. Pippke stoppe, set Poppe; ut minem Bül (Beutel), s. Rühl; danke, s. Franke MülhRuhr. En, twie, drej, veier, fif, stopp de P., rock (rauch) se ut, on dou bös drut! Auszählr. — Jong, holl de P.; Kneit, stok se an, on du bös dran! MGladb; lenge (leinen) Wif, rock de P., r. se ut, on du bös drut! ebd. En P. moss mer stoppe, dat onne durchkruche (-kriechen) kann en Mus on ovve drop düde (töten) k. en Lus Neuw-Rheinbreith. Jetz welle mer us es en P. amache anzünden, d. h. von der Arbeit ein wenig ablassen, verschnaufen, pausen u. plaudern Rip, Allg. (die eigentl. Bed. ist so verblasst, dass diese RA. auch von Frauen gebraucht wird Prüm). Pass op, ich machen dir de P. an! ich weise dich zurecht Bo-Dransd Stdt. Wenn der Bur mem Plog sovöl gebaut het, als he lang es, mott he en P. anstechen Wermelsk. Häj de P. an? Antw.: Nä, den Tabak! Mörs; wie schmeckt et P.chən? Antw.: wie Tubak! Bitb-Bickend. Jərscht de P. an, dann et Peərd ut der Graf (Graben)! Heinsb, SNfrk, Klevld. Dat as enen, de kann de lang P. rochen er ist reich Prüm-Leidenborn. De hät de letzte P, geschmokt er wird bald sterben Düss. Hei rocht äner en P. ohne Deckel er hat gefurzt Kobl-Bend, De Kouh raucht ihr P. sie kaut wieder Meis-Meckenb. De Fichs r. de P.ən Nebel steigt in den Schluchten auf Trier-Buw. Häs de Leis (Läuse)? Jo, de klänste kann en ere (irdene) P. r.! Kobl-Weissenthurm. Treck dran, sons geiht de P. us! eile wenn du nicht in Unannehmlichkeiten geraten willst Aach, Köln. De P. op enem uskloppe jmd. bezichtigen uWupp; he geht de P. utkl. beichten MGladb, Erk. De P. leəg (leer) häbbe erledigt sein Mörs, Klev. Wer et langst left (lebt), kreit de al P.ən all Neuw. Einem Alten, der gerne raucht, ruft man zu: Ühm, küm (stöhne); wenn ich di noküm (nachkäme) un dich die P. afnühm, wat dehste dann? Jül. Bur, B., holl Tabak en der Müllegassen, tribbel erop, tr. eraf, schlag dem ale Kerl de P. af, loss im (ihm) nouch e Stümpchen dran, dat he nouch ens pife kann; Stohl un Sten, alles beiənen nimmp der Kerl möt hem! Köln-Poulh. — Bie (wie) et de erde P. gerent (geregnet) hät! niemals []Aden-Herschb. — De P. züch (zieht) jo net, do mosste ens debei fahre! Rheinb-Meckenh. De P. schleht op der Löns sie zieht gut Düss-Wersten. De P. es widder (am Ende)! Antw.: Widder sein och Schof (Schafe)! Koch-Leienkaul. Du häs ne Frosch en der P. sie schnurrt Bo. — Hean as kän P. Tubak wert ist verschlissen, taugt nichts Saar, WEif; noch P. T. gen ich dir defir Saarbr, Allg. Wie weit ist es bis dahin? Antw.: En P. T. (wick) Bo, — langk Neuw; so wit wie en P. T. Gummb, Verbr.; et es noch e Pip schmokes wit (van hier) Kemp, Geld. — Wenn ik den op min P. hätt, ik däht en als schwart rauke! Duisb. De mecht e Gesicht, mer ment, et Feier op der P. wär em ausgangen Wittl-Binsf. Durch de P. krechen (kriechen) sie gründlich säubern Wittl-Meerf. Donn dech dat en de P. on schmok et! nimm's u. verdaue es Kref. Schit (scheisse) en de P. Name eines Gasthofbesitzers Erk. Fitsch, sät Tange Mattes, do schlug hej met de P. enne Papp (Brei) Mörs. De Knecht met de P. in de Stall, de Maid met de sijen Schörl op dem Ball, de Burs Frau met de Roman in de Hand brengen den besten öm Hoff en Verstand Geld, Klev, Rees. — Rätsel, Loch op L., Hor an't L., Feier am (im) L.? ein Mann raucht die Pf. Prüm-Ringhuschd. — Scherzfr. Wann hat de Mann twiə Köpp? wenn er Pf. raucht MGladb-Neersen. — Eine kleine Tonpfeife ist vielfach im Nikolausgebäck eingebacken. P.kə ohne Kopp scherzh. Zigarre, so um 1849 genannt Nrhn; en P. vun Sime (Binsen) Nachbildung der kurzen Pf. des Rauchers durch Binsengeflecht, Kinderspielzeug Simm, Daun-Wiesbaum, Prüm-Schönf; auch aus gehöhlter Eichel u. einem Strohhalm fertigen die Kinder sich solche Pf. an Allg. — Scherzh. wird auch der Schnuller des Säuglings P. genannt Sieg. — ζ. scherzh. Luftröhre (SNfrk auch Oəmsp.), in bestimmten Wend.: De P. geht mir (em) us etwa infolge Besteigung einer Anhöhe oder überschnellen Gehens wird der Atem kurz, er kommt hinter Atem; dem es de P. usgegange er konnte nicht mehr (laufen udgl.), da ihm der Atem ausging; das Geld ist ihm ausgegangen; er ist gestorben Rip, Nfrk; he hät de P. ut keucht, schnappt nach Atem; es geht mit ihm bald zu Ende Eup, Selfk, Geld, Mörs, Klev, Rees; de P.ə voll ha dass. Aach-Stdt, Eup. Do woər mech bal de P. utgegangen, sät der Mann, du feil he dor der Stropp (am Galgen) Kref, Kemp, Geld. Hei hät de P. leəg (ledig) keine Kraft mehr Rees. — b. zur Leitung einer Flüssigkeit. α. Ausflussrohr der Kaffeekanne; e gude Kaffich geht net zur P. eraus Prüm, Rip, Nfrk (s. Zute, Zuge); der Schleudermaschine für Honig Saarbg, Trier; halbkreisförmiges Eisenrohr, ausgehend vom Helm (Kopp) des Branntweinkessels, das den Donst (Alkohol) in das spiralförmige Rohr in der Kühlbütte leitet; den Donst as schonn an (in) der P. Bitb; [] Ende der Holzrinne, durch das das Mehl in der Mühle in den Sack geleitet wird, auch Mellp. Rip, Nfrk; das hölzerne Ende an einem Gummischlauch, der dazu dient, den Wein aus einem in das andere Fass zu lassen; die P. an dem einen Ende wird in den Losskrohnen, die am andern Ende in das leere Fass geschlagen Mos. — β. Dachröhre, meist Dachp. Rip, Eup. — γ. laufender Brunnen in Aach-Stdt, früher de gruəsse Matp. (Markt-) u. de zwei kleng Matpifjere, de P. opene Mönsterkervich u. a jen Doufkapell, de P. op ene Pau u. a jen Jüddegass usf. — δ. scherzh. Penis Wend-Dörrenb; Geschlechtsorgan des Mutterschweins Zell-Enkirch; dann nur in der Wend.: de P. uskloppe den Geschlechtsakt ausüben Rip, Berg, SNfrk; die Notdurft verrichten Prüm-Ihren. — c. Hülsen an Geräten. α. am Spinnrad, durch die der Faden läuft Hunsr, Koch. — β. eisernes Hütchen mit Ring, oberer Teil des Dreschflegels Westerw. — γ. pfeifenähnl. Aushöhlung im Locheisen NBerg. — δ. Rundeisenstange am Schlüssel NBerg. — 2. übertr. a. sachl. α. Röhre des Maulwurfs, des Kaninchens, Gang in einer Fuchshöhle Bergh, Dür, Jül, Aach. — β. Pifche, –pke Kapsel der Eichel Bergh, Grevbr, Heinsb, Klev-Asperden. — γ. Hohlstengel der Zwiebelgewächse Rip, Nfrk; Schachtelhalm, equisetum Altk-Walterschen; Schilfrohrkolben Kemp-Lobberich; Spargel Bo-Dransd; Peifcher Pfeifenstrauch, aristolochia sipho Ottw, deutsche Pip u. Moffepip Geld-Schravelen; gel (gelbe) Pife gelbe Narzissen Geld-Herongen. — δ. Tannenzapfen, Kiefernapfel Schleid-Dollend. — ε. Spule, Spollsp. Eup-Stdt, Siegld. — ζ. Pippkere Papierspindeln, scherzh auch Makaroni Eup-Stdt. — η. Pl. Flaumfedern Sieg-Sieglar, MülhRh-Immekeppel. — θ. scherzh. Beinröhre an der Hose Rip. — ι. es hat e P. geschlahn wenn bei Sprengung das Sprengloch teilweise noch stehen geblieben ist, in der Bergmspr. Saargeb. — κ. in der Wend.: Sich de P. trefe hereinfallen; an dem Haus hat der sich de P. och troff Saarbr-Heusw, Merz-Nunk. — λ. P. schesse (schiessen) nach eingesetzten Klickern schnellen Bergh-Kerpen. — μ. dat es mek Pipe! gleichgültig Berg. — ν. sorglose Zusammenkunft Schleid-Dreiborn. — b. persönl. α. verächtl. plumper, unbeholfener Mensch Dür-Weisw, Aach-Eschw; lodderiger M. Aach-Alsd. — β. verächtl. einer, dem übler Geruch aus dem Munde kommt Malm-Bütgenb. — γ. o, du lecker Pipchen! Kosew. für den Säugling Gummb-Berghsn.
15264 Zeichen · 439 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Pfeife

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Die Pfeife , plur. die -n, Diminut. das Pfeifchen. Oberd. Pfeiflein, ein noch im gemeinen Leben übliches Wort, die Fä…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfeife

    Goethe-Wörterbuch

    Pfeife ‘Pfeif’ GWB B50,83,9 1 Musikinstrument a Flöte, auch im Vergl; ‘vielrohrige P.’ für Panflöte; je einmal ‘P-n schn…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfeife

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pfeife , eine Röhre, in der stehende Wellenbewegung der Luft durch Anblasen hervorgebracht wird. Fig. 1 (S. 696) stellt …

  4. modern
    Dialekt
    Pfeife

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Pfeife Band 2, Spalte 2,511–515

  5. Sprichwörter
    Pfeife

    Wander (Sprichwörter)

    Pfeife 1. Aeirst de Pype ân un dan 't Piärd iuten Grâwen, sach de Biur, doa was iäm sin Piärd 'rin fallen. ( Hemer in de…

  6. Spezial
    Pfeife

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfei|fe f. (-,-n) 1 (zum Rauchen) pipa (pipes) f. 2 (zum Pfeifen) sciüre (-ri) m. , sciurot (-oc) m. , sciblot (-oc) m. …

Verweisungsnetz

78 Knoten, 68 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 1 Kompositum 61 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfeife

525 Bildungen · 246 Erstglied · 277 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von pfeife

pfeifeln + -e

pfeife leitet sich vom Lemma pfeifeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

pfeife‑ als Erstglied (30 von 246)

pfeifeln

DWB

pfeifeln , verb. , iterativ zu pfeifen, alem. pfifflen Zimm. chron. 2 3, 105, 18. 20.

pfeifen,

FWB

1. ›mit, auf der Pfeife blasen‹; 2. von den Tönen, die Tiere, z. B. Vögel, von sich geben; 3. ›mit dem Mund die Töne der musikalischen Pfeif…

pfeifenbaum

DWB

pfeifen·baum

pfeifenbaum , m. der gemeine flieder, syringa vulgaris, aus dessen jungem holze pfeifen geschnitten werden. Nemnich 2, 1414 . vergl. pfeifen…

pfeifenblasen

DWB

pfeifen·blasen

pfeifenblasen , n. : im frühjahr .. schnitt er ( Audifax ) sackpfeifen aus dem jungen holze und blies darauf .. aber er ward zusehends scheu…

pfeife als Zweitglied (30 von 277)

Ohrpfeife

RDWB1

Ohrpfeife f (kein Bezug zu "трубка" или к "свисток") затрещина, оплеуха j-m eine ~ verpassen - дать кому-л. затрещину; влепить кому-л. затре…

Abendpfeife

Campe

abend·pfeife

Х Die Abendpfeife , Mz. die — n, Verkleinerungsw. das Abendpfeifchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez., bei den Tabaksrauchern eine Pfeife Tabak, w…

ALARMPFEIFE

DWB2

alarm·pfeife

DWB2 ALARMPFEIFE f. DWB2 ( triller ) pfeife zur auslösung v. alarm: DWB2 1884 alarmpfeife .. alarm-whistle Eger technol. wb. 1,28 b . 1920 d…

arschpfeife

DWB

arsch·pfeife

arschpfeife , f. clistier. also werden die wind vertrieben, nicht mit cristiersecken oder arspfeifen, nicht mit purgieren noch speien. Parac…

Aufpfeife

RhWB

auf·pfeife

Auf-pfeife: hervorstehende Schlüsselführung am Kastenschloss Mettm-Velbert .

backpfeife

DWB

back·pfeife

backpfeife , f. ohrfeige, wird gedeutet ein schlag, der an den backen pfeift, wie man auch ohrsausel sagt.

Bärenpfeife

Campe

baeren·pfeife

Die Bärenpfeife , Mz. die — n, in den Orgeln, ein tiefes Schnarrwerk von 16 bis 18 Fuß. Bei Frisch Bärenpipe. N. D.

bärpfeife

DWB

baer·pfeife

bärpfeife , f. in der orgel ein tief brummendes schnarrwerk, entweder nach dem bären, oder von baren schreien.

Bandpfeife

PfWB

band·pfeife

Band-pfeife f. : ' tiefklingende Weidenpfeife ', Bannpeif [ SP-Harths ]; vgl. Farzer .

Baßpfeife

Campe

bass·pfeife

Die Baßpfeife , Mz. die — n. 1) Die Benennung der tief tönenden Pfeifen in den Orgeln, welche die Baßtöne angeben. 2) ◎ Ein Tonwerkzeug, auf…

Blaspfeife

RhWB

blas·pfeife

Blas-pfeife RhWBN -pīfə Sol (rip.); pīp(ə) NBerg, Klevld f.: -büchse.

Blockpfeife

Adelung

block·pfeife

Die Blockpfeife , plur. die -n, eine jede Flöte, welche nicht in mehrere Stücke zerleget werden kann, sondern aus einem ganzen Stücke oder B…

bockpfeife

DWB

bock·pfeife

bockpfeife , f. tibia utricularis, sackpfeife, dudelsack, worauf der hirt den böcken vorpfeift:

Brautpfeife

RhWB

braut·pfeife

Braut-pfeife brutspīp Emmerich f.: eine lange holländische Pf., die, mit Blumen verziert, von der Br.führerin dem Bräutigam u. dem Br.führer…

Bucksenpfeife

RhWB

bucksen·pfeife

Bucksen-pfeife Rip, Nfrk f.: -bein, Beinling. Peder Johannes woll Fesche fangen, do blef he met der Angel en der B.ə hangen Lennep-Hückeswg …

Bümmelchespfeife

RhWB

Bümmelches-pfeife bø·m.əlχəspeif Bitb-Mettend f.: Pfeife mit Troddel.

Ableitungen von pfeife (2 von 2)

gepfeife

DWB

gepfeife , n. anhaltendes, starkes pfeifen Stieler 1438 ; vom spiel der blasinstrumente J. A. Hiller ( s. unter gegeige); flöte wird für die…

urpfeife

DWB

-pfeife ( dgl. ) Schubart 5, 314 ; ästhet. d. tonkunst 308. —