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rachen

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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28 in 22 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rachen

Bd. 14, Sp. 18
rachen , m. fauces. 11) ahd. rahho, sublinguium (Graff 2, 385), mhd. rache; das ags. hraca, hracu, gula, guttur, fauces (Grein 2, 99), das auf die ehemalige ahd. wortform hrahho weist, läszt beziehungen des wortes zu lat. ringi, das maul aufsperren, rictus, mundöffnung, rachen, schon dadurch unmöglich erscheinen. vielleicht aber gibt altnord. hrâki, speichel, und ahd. rachisôn, screare, heftig ausspucken, einen wink für den zusammenhang des wortes mit einem naturlaute (vergl. auch rächeln, röcheln, rächsen und raksen), wonach rachen den schlund zunächst als das werkzeug eines solchen lautes bezeichnen würde. die mhd. schwache form rache hält sich bis in die nhd. zeit hinein: faux, der rache Dief. 228b; rache, palatum Schottel 1381; und noch bei Stieler 1498 rache neben rachen; sein vergiftet weiter rach. Weckherlin 382; aber gewöhnlich ist seit dem 16. jh. rachen, gen. rachens durchgeführt: der rachen, schlundt, fauces, palatum Maaler 321c. 22) rachen, das innere des menschlichen mundes, mundhöhle, gaumen und schlund: rachen, rictus, dicitur apertio oris. voc. inc. theut. r 1b; diu versuochende kraft der sêl ligt aller maist an dem rachen des mundes. Megenberg 13, 12; als wan einem menschen, dem sein rachen verbitteret ist, so schmecken im nit die süszen ding. Keisersberg narrensch. 14a; speis, dem rachen zu hofieren, schmackhaft machen. Frölich Stobäus (1551) 132; naszweiser rachen, der ein ding wol versuochen und küsten kan, der sich wol auf den mangen der speisz verstadt, subtile palatum. Maaler 321c; heisze wein verhönend den rachen das er nit mer küsten kan oder versuochen, exsurdant palatum vina fervida. ebenda; ich weisz mich auch zu besinnen, dasz ich unterschiedene personen von dem groszen gebrechen der zunge befreyet habe. allein der herr kömmt mir zu alt vor .. dann er denke selbst nach, wann einem die zunge auf das neue soll gelöset werden, so musz das fleisch im rachen noch jung sein. Chr. Weise erzn. 118 Braune; was anmuth hat mir deine red erregt? wie lieblich ist sie doch in meinem rachen? Opitz psalmen s. 233; ist Solyma für allen frewden mir nicht jederzeit mein aufenthalt und leben, so müsse mir die zung am rachen kleben. 255; mehr ist zu viel; mir klebt die zung am rachen; wir könnten, dächt ich, hier wohl eine pause machen. Wieland 17, 19 (Idris 1, 15); in der kunstsprache der ärzte heiszt noch immer der rachen der innere raum im mund, soweit man bei aufsperrung desselben und niederdrückung der zunge hinein sehen kann. Nemnich 2, 1590. vergl. rachenbräune. 33) in derber oder grober rede: wenn du bei eins reichen mans tisch sitzest, so sperr deinen rachen nicht auf, und denke nicht, hie ist viel zu fressen. Sir. 31, 12; darumb versah er sich zuvor mit .. solchen sachen, die den trunk wolschmeckend machen, und bei den haren ziehen inn den rachen. Garg. 52b; geh, gaff ihn selbst an, deinen schönen, englischen, göttlichen Karl! geh, sauge seinen balsamischen athem ein und lasz dich von den ambrosiadüften begraben, die aus seinen rachen dampfen! Schiller räuber 1, 3; in sprichwörtlichen formeln und redensarten: darzu sag ich dir dasz du solches in deinen rachen erlogen hast. Galmy 276; dasz wirs nun den rabenäsern und teufelsgezüchte nicht alles mehr in rachen stecken müssen. Schoch stud. leb. D; eines andern rachen füllen, bonis suis alterius fauces implere. Stieler 1498; ich schiebe dirs in deinen rachen zurück, in collum et fauces tuas retorqueo. ebenda; einem etwas aus dem rachen reiszen, eripere aliquid ex faucibus alicujus. Steinbach 2, 213; er will alles in seinen rachen haben, omnia vult devorare, er will alles in seinem rachen haben, omnia sibi tribui vult. ebenda; lasset diese hungerdärme alle jahr zweimal kommen, und gebet ihnen so viel dasz sie die rachen füllen können. Felsenb. 4, 310; sollte ich denn so eine fremde herrschaft wieder von meiner thüre wegfahren lassen? sollte ich einem andern wirthe so einen verdienst muthwillig in den rachen jagen? Lessing 1, 512; herr ritter, glauben sie nur dem häszlichen menschen kein wort; er lügts in seinen rachen! Wieland 4, 181 (n. Amaais 8, 15); vergl. ähnliche formeln bei hals, th. 42, 254 fg.; dem lügner sieht man so tief in den rachen als dem wahrsager. Pistorius thes. par. 8, 3. 44) rachen, von gröszeren raubthieren: und reit unlange, unz er gesach .. den egeslîchen trachen; der warf ûʒ sînem rachen rouch und flammen unde wint rehte als des tiuvels kint. Trist. 226, 16; hilf mir aus dem rachen des lewen. ps. 22, 22; mein gott hat seinen engel gesand, der den lewen den rachen zugehalten hat, das sie mir kein leid gethan haben. Dan. 6, 22; ich bin erlöset von des lewens rachen. 2 Tim. 4, 17; mein herr weisz nicht, dasz der hayfisch die angel im rachen hat. Kotzebue dram. sp. 3, 181; hör zu, was thuot ein crocodill, wann er sein rachen seubern will, so spert er auf mit sonderm list sein halsz, darin kein zung nicht ist, so macht jm dann ein vöglin klein sein mund ganz sauber, schön und rein. Grobian. D 2a (v. 862); du den bären, löwen, drachen fertig warest auf der haub, rissest ihnen schlund und rachen, nahmest wieder allen raub. Spee trutzn. 175, 167 Balke; er von bären, wölf und hunden gleich im wald umgeben ward. sie da spannten ihre rachen gegen meinem schönen kind wie die ungeheure drachen. 199, 37; als ich urplötzlich einen drachen aus blauer tiefe steigen sah mit funfzig aufgerisznen feuerspeynden rachen. Ramler 1, 44; entrüstet schütteln sich der drachen umschuppte, feuerspeiende rachen. Göthe 41, 49; schon seh ich seinen rachen gähnen. Schiller kampf mit d. drachen v. 235; wie er in des lindwurms rachen mächtig sticht den heilgen schaft. Uhland ged. 260. 55) rachen von personen und gegenständen, welche solchen ungeheuern (4) verglichen werden, in dichterischer und gehobener rede: jr (meiner feinde) rachen ist ein offens grab, mit jren zungen heuchlen sie. ps. 5, 10; jren rachen sperren sie auf wider mich, wie ein brüllender und reiszender löwe. 22, 14; dein (des tyrannen) rachen sucht lauter verderben. P. Gerhard 6, 21; von einem götzen: ich hab den Bel zu Babel heimgesucht, und hab aus seinen rachen gerissen, das er verschlungen hatte. Jer. 51, 44; vom teufel: so sagen wir, des er leuget in seinen hellischen rachen hinein. Luther 3, 451b; und künnen nicht den zehenden teil gott zu ehren geben, des, so wir zuvor dem teufel in rachen verschüttet haben. 5, 410b; dasz sie (die pfarrer) uns alle sonntage die bittersten wahrheiten vorpredigen, und uns dem teufel in den rachen schieben sollen. Rabener sat. 3, 37; vil manige sêle er zuhte dem tiuvel ûʒ sînem rachen. Servat. 163; von der hölle: daher hat die helle die seele weit aufgesperret, und den rachen aufgethan on alle masze. Jes. 5, 14; und hast mich errettet .. aus dem tiefen rachen der hellen. Sir. 51, 6; wir werden ewig nicht entgehn, kriegt einmal uns der hellen rachen. S. Dach in den gedichten des Königsberger dichterkreises s. 238; vom tode: höre nu das gebete Israel, die dem tod im rachen stecken. Baruch 3, 4; den Eraszmum ... den wünschte ich jetzunder dem tod in rachen. Simpl. 4, 153 Kurz; hauptmann! wir folgen dir in den rachen des todes! Schiller räuber 2, 3; als von zwei kindern wir das eine in der bahre, das andre schon dem tod im rachen sahn. Wieland 18, 85; als sich neuer list der höfling noch besann, lag er dem tod im rachen. Gotter 1, 195; vom grabe: ach ist es wahr, dasz ihn das grab im dunkeln rachen hält? Bürger 47a; von angst, gefahr, verderben: er wird dich reiszen aus dem weiten rachen der angst, die keinen boden hat. Hiob 36, 16; es fand sich, dasz die junge person .. dem bevorstehenden bedrängnis seitwärts zu entfernteren freunden auszuweichen willens, sich eben der gefahr in den rachen geflüchtet habe. Göthe 30, 26; nimmer konnte es der lutherische fanatismus dem reformierten vergeben, dasz so viele edle länder, wie man sich ausdrückte, dem kalvinismus in den rachen fliegen. Schiller 8, 88; ich will dem schicksal in den rachen greifen, niederbeugen soll es mich gewisz nicht. Beethoven in einem briefe von 1801, bei Mensch Beethoven (1870) 105; verderben hatte seinen rachen schon wider mich weit aufgethan. Uz 1, 299; denn wisse, dasz des abgrunds rachen der schon dich zu verschlingen droht, durch meine bitten, meine thränen erweicht (lasz ihn es nie gereun!) dein oheim dich entreiszt. Gökingk 2, 78; von den wellen: wann Boreas um dach und fenster heult, und dann vielleicht der wellen schwarzer rachen den frachten droht, und mast und kiel ereilt. Hagedorn 1, 11; von verderbenbringenden dingen: der donner brüllt aus tausendfachem rachen. Schiller hist.-krit. ausg. 1, 335; kochend, wie aus ofens rachen, glühn die lüfte, balken krachen. glocke v. 185; bestraft den narren, welcher ins waffenfeld, mit gänsespulen stattlich bewaffnet, zog, tumult aus ehrnem rachen brüllte. Hölty 89 Halm. 66) rachen, weite spalten in bergen, besonders der schlund feuerspeiender: in ländern, wo die erdbeben häufig sind, haben die meisten berge weite rachen. Kant 9, 43; der rachen eines feuerspeienden berges. 46; noch klapperten (auf dem Vesuv) die kleinen steine um uns herum, noch rieselte die asche, als der rüstige jüngling mich schon über das glühende gerölle hinaufrisz. hier standen wir an dem ungeheuren rachen, dessen rauch eine leise luft von uns ablenkte, aber zugleich das innere des schlundes verhüllte. Göthe 28, 31. 77) rachen bei pferden: einem pferde den rachen stechen, ihm die in der dritten und vierten furche des gaumens liegende ader öffnen. Adelung. 88) rachen bei blumen: rictus, der rachen, so heiszt bei einer rachenförmigen blumenkrone (ringens corolla) der raum zwischen den beiden äuszern enden des helms und des untern einschnittes. Nemnich 4, 1164.
9774 Zeichen · 151 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rachenswv., stm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    rachen swv. s. recken 1 u. 2; stm. s. rëche.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rachensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    rachen , sw. V. nhd. quaken, froschähnliche Laute (M. Pl.) machen ÜG.: lat. coaxare E.: s. rache (1)? L.: MndHwb 2, 1830…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ráchen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Ráchen , des -s, plur. ut. nom. sing. 1) Eigentlich, der untere Theil des geöffneten Schlundes bey dem Anfange der L…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rachen

    Goethe-Wörterbuch

    Rachen 1 zwischen Zungengrund, Gaumenbogen u Speise- bzw Luftröhrenansatz befindlicher Raum; in anatom Beschreibung von …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rachen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Rachen (fauces) , der hinterste Theil der Mundhöhle, gebildet und umschlossen von der Zungenwurzel, dem Kehldeckel, den …

  6. modern
    Dialekt
    Rachen

    Elsässisches Wb. · +13 Parallelbelege

    Rache n [Ràχə allg. O. bis Z. ] m. Gaumen, Schlund: sich d e r R. v e rbrüeje n durch heisse Speisen die Mundhöhle verbr…

  7. Spezial
    Rachenm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Rachen , m горло , ср → FiloSlov Pharynx, f

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rachen

73 Bildungen · 43 Erstglied · 27 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von rachen

ra + -chen

rachen leitet sich vom Lemma ra ab mit Suffix -chen.

Zerlegung von rachen 2 Komponenten

rac+hen

rachen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rachen‑ als Erstglied (30 von 43)

Rachenputz

SHW

Rachen-putz Band 4, Spalte 1171-1172

Rachenblaut

MeckWB

rachen·blaut

Rachenblaut n. das rod' Water der Kühe (vom Tannenklee), für Drachen-, Drakenblaut (Bd. 2, 460).

Rachenblütler

Pfeifer_etym

Rachen m. ‘hinter der Mundhöhle gelegener, erweiterter Teil des Schlundes, weit geöffnetes, großes Maul’, ahd. (h)rahho (um 900), mhd. rache…

rachenblume

DWB

rachen·blume

rachenblume , f. mimulus, eine art ausländischer blumen, wegen ihrer gestalt. Nemnich 3, 580 .

Rachenbrecher

PfWB

rachen·brecher

Rachen-brecher m. : 'Gebiß für widerspenstige Pferde', Rachebrecher [ Lambert Penns 120]. —

Rachenbrǖne

WWB

Rachen-brǖne f. [ Dor Sos Arn] Rachenbräune. ⟨ -›brǖne‹ ( Arn Wa ), sonst - braine oder - braien ⟩

Rachenbutzer

ElsWB

rachen·butzer

Rache n butzer m. 1. saurer Wein, der vermöge seiner Weinsteinsäure den Schleim im Rachen gerinnen macht und ablöst Ingersh. Str. 2. Salat a…

rachenförmig

DWB

rachen·foermig

rachenförmig , adj. die form eines rachens habend: ringens corolla, eine rachenförmige blume. Nemnich 4, 1165 .

Rachengraben

PfWB

rachen·graben

Rachen-graben m. : FlN, Bachname; a. 1402: vf dem Rachen graben [SLgb., Dirmsteiner u. Laumersheimer Zb. (FR-O'sülz)]. Vgl. Rachel u. DWb. V…

Rachenhöhle

FiloSlov

rachen·hoehle

Rachenhöhle полость , ж глотки → FiloSlov Rachen, m → FiloSlov Pharynx, f

Rachenholt

MeckWB

rachen·holt

Rachenholt Pl. -hölter n. die beiden Hölzer des Spinnrades, welche zwischen sich das Schwungrad tragen, benannt nach den Längseinschnitten (…

rachenhüle

KöblerMhd

rachenhüle , st. F. nhd. „Rachenhöhle“, Schlund, Rachen ÜG.: lat. faux VocOpt Q.: VocOpt (1328/1329) E.: s. rache (1), hüle W.: nhd. DW- L.:…

Rachenkatarrh

Meyers

rachen·katarrh

Rachenkatarrh , Entzündung der Rachenschleimhaut, d. h. der Schleimhaut des weichen Gaumens, des Zäpfchens, der hintern und seitlichen Schlu…

rachenkitzel

DWB

rachen·kitzel

rachenkitzel , m. kitzel des schlundes oder der kehle, und gegenstand der solchen hervorruft: die den schlund stäts mit allerhand gewürzconf…

Rachenlaut

FiloSlov

rachen·laut

Rachenlaut , m согласный , м , фарингальный → FiloSlov Pharyngal, m

rachenputzer

DWB

rachen·putzer

rachenputzer , m. scherzhafter name für einen scharfen, schlechten wein. Schm. 2, 12 Fromm.; in der Wetterau racheputzer Kehrein 319 ; in He…

rachen als Zweitglied (27 von 27)

sperkrachen?

KöblerMhd

*sperkrachen? , sw. V. nhd. „speerkrachen“ Hw.: s. sperkrachen (2) E.: s. sper, krachen (1)

vingerkrachen?

KöblerMhd

*vingerkrachen? , sw. V. nhd. „fingerkrachen“ Hw.: s. vingerkrachen (2) E.: s. vinger, krachen (1)

driebrachen

DWB

drie·brachen

driebrachen , ein brachfeld zum drittenmal pflügen Schmeller 1, 412 . vergl. dreiarten. drittarten. drittelärnen. nach Adelung wird auch auf…

erkrachen

DWB

erk·rachen

erkrachen , 1 1) fragorem dare: mhd. von ir schœne müeste ein vëls erkrachen. Wartb. kr. 150 nhd. die finger erkrachen; meine gebeine erkrac…

gerachen

Lexer

gera·chen

ge-rachen swv. erreichen. dô gerachet er den risen unt sluog im ab ein hant Roseng. 1345. vgl. Bartsch zu Karlm. s. 290. Gr. 2,27.

hërzekrachen

Lexer

herze·krachen

hërze-krachen stn. das krachen des herzens, herzeleid. alsus verwehselt wart in herzekrachen j.Tit. 1068. bitter herzekrachen Troj. 22057.

hërzekrachen

MWB

hërzekrachen stN. ‘(das Krachen des Herzens:) Herzeleid, tiefes Leid’ di vreude Herzelouden alsus verwehselt wart in jamers [Laa. hertze, h…

morgensprachen

DRW

morgens·prachen

morgensprachen, v. etwas verabreden, beschließen, verabschieden die sal gain mit eynre luchten, gelijch wie vur dat gemorgenspraicht is um 1…

rechtsprachen

DRW

rechts·prachen

rechtsprachen, v. sich rechtfertigen, Genüge tun satisfac rehtspracho 9. Jh. AhdGl. I 293,5 Faksimile

schrachen

DWB

schra·chen

schrachen , verb. laut lachen. lautmalendes wort, wol verwandt mit dän. skratte, schwed. skratta, vgl. auch schrachtern. mnd. schrachen, lud…

seerache(n)

DWB

seer·achen

seerache(n) , m. die tauchente, mergus. Nemnich ; see-rach, s. rachen , mergus major albus capite nigro. Frisch 2, 253 c , vgl. auch öcon. l…

sprachen

DWB

sprachen , verb. reden, ein gespräch halten, sich unterhalten. ableitung von sprache, nur im hd.: ahd. sprâchôn causam dicere, concionari ( …

vingerkrachen

KöblerMhd

vinger·krachen

vingerkrachen , (subst. Inf.=)st. N. nhd. „Fingerkrachen“ Q.: HvBer (1325-1330) (FB vingerkrachen) E.: s. vingerkrachen (1), krachen (2) W.:…

zekrachen

KöblerMhd

zekrachen , sw. V. Vw.: s. zerkrachen

zerkrachen

DWB

zer·krachen

zerkrachen , verb. , 1) intrans. krachend bersten: ich wen, mir wöll zerkrachen in mynem lib das hertz H. v. Sachsenheim meist. Altswert 16 …

zwiebrachen

DWB

zwie·brachen

zwiebrachen , vb. , ' wenden oder zum andern mahl umpflügen ( einen acker )' Ludwig teutsch.-engl. (1716) 2667 ; ' iterare agrum ' Aler dict…

Ableitungen von rachen (3 von 3)

berachen

LothWB

be-rachen [beráən D. Si. ] tr. v. durch Tabakrauch schwärzen. s. rachen.

gerachen

Lexer

ge-rachen swv. erreichen. dô gerachet er den risen unt sluog im ab ein hant Roseng. 1345. vgl. Bartsch zu Karlm. s. 290. Gr. 2,27.

verrachen

Lexer

ver-rachen part. s. verruochen.