lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

trichter

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
23
Verweise raus
23

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trichter m.

Bd. 22, Sp. 423
trichter, m. , dazu trachter, trächter, trechter. entlehnt aus lat. trājectōrium, nicht, wie zumeist angenommen, aus mlat. tractarium (s. u.). das wort ist mit anderen ausdrücken der romanischen weinkultur in das deutsche und in weitere westgerm. sprachen aufgenommen worden, vgl. ags. tracter, mnl. trechter (trachter), mnd., nl. trechter. das ahd. kennt nur die formen mit ursprünglichem -a- in der hauptsilbe, bzw. dessen umlaut: trahtare, trahter ahd. gl. 3, 156, 55, 56, thratari 4, 203, 51, træhter 3, 420, 68, drehtere 3, 214, 25, trehtere 4, 236, 25, trechtere 3, 373, 45; 389, 18. die im nhd. zur herrschaft kommende form mit -i-, die schon gegenüber mhd. trahter, trehter raum gewinnt, liegt zuerst in einer glosse des 12. jh., im summarium Heinrici, vor: trîhtere ahd. gl. 3, 156, 57. die entstehung des lautwandels ist ungeklärt. eine entwicklung trihter < triehter < mlat. *trēctorius (trahter < trāctorius), wie Ehrismann in Paul-Braune beitr. 18, 233 u. a. annehmen, ist, obwohl belege mit dem diphthong -ie vorliegenz. b. könig v. Odenwalde 1, 77; 97 Schröder; Diefenbach 199c (embutum), 254c (futilis), 298a (infundibulum); städtechron. 3, 394 (Nürnberg); Frisius 13a, 78b, 441a; Ercker min. ertzt (1580) 75b; Artomedes christl. ausleg. (1609) 1, 746 — unwahrscheinlich. denn die mlat. formen sind nach Frings nicht grundlage, sondern wiederspiegelung der germanischen umformungen von lat. trajectorium, s. Germania romana 61. ansprechender ist die annahme einfacher (ursprünglich nürnbg. u. ostmd., s. v. Moser frühnhd. gr. 1, § 71, 1) tonerhöhung von trehter zu trihter, parallelgehend mit einem wandel von gutturalem zu palatalem reibelaut ch, vgl. den ähnlichen übergang von wächsen, vb., zu wichsen, s. Paul dtsche gramm. 1, 196 und die entwicklung der römischen ortsbezeichnungen Ultrājectum > Utrecht (bei v. d. Schueren theut. 406 Verdam: Utricht) und Mosaetrājectum > Maastricht. auch die -ie-formen bieten keine schwierigkeit, denn die diphthongierung des i > ie vor h ist ein nicht seltener wandel, s. Braune ahd. gr. § 154, anm. 7; Weinhold bair. gramm. § 90. — die landschaftliche (mundartliche) verteilung der formen ergibt im groben folgendes bild. die gebiete der unumgelauteten form sind das bairisch-österr. (auszer dem nordbair.), daneben das schweizerische, das ost- und südostschwäb. (und das friesische). umgelautetes trechter kennt die hauptmasse des schwäbischen, das elsässische, das gesamte niederdeutsche. die westmd. mundarten haben neben trechter auch trichter. dieses ist besonders für das luxemb. und sächs.-erzgebirg. einwandfrei belegt. die Schweiz hat, mit bedeutungsdifferenzierung (s. u. 2 g), neben trachter diphthongiertes triechter bewahrt.der vokal ist vereinzelt gerundet: tröchter Frischlin nomencl. (1591) 253; W. Scherffer grobianer (1640) 215; trüchter Hayneccius Almansor (1582) k 2b; hierher die fälle, in denen u blosz orthographisch für ü steht: truchter (1351) Mühlhaus. rathsgesetzgeb. 45; (1447) bei Bech aus Pegauer handschr. 19; (1514) Ziesemer ämterbuch d. dtsch. ordens 74. auffällig treüchter Paracelsus op. (1616) 1, 54 Huser (sonst trechter). der auslautende konsonant ist dissimiliert: trechtel Block id. v. Eilsdorf 98b; triechten Stalder schweiz. 1, 304. unorgan. auslautendes t: trichtert (1526) quellen z. gesch. der stadt Kronstadt 1, 688. doppeltes suffix: treichtara Joh. Micko ma. v. Muttersdorf 34. vereinzelt dregter (15. jh.) Diefenbach 127a. — aus dem mnd. und nd. ist das wort in die skandinavischen sprachen gedrungen: norw. tregt, trætt, træft, f., älterdän. trægt(er), trat(t)er, n. tragt, aschwed. tratt(h)er, schwed. tratt(er), s. Torp nynorsk etym. ordb. 803; Hellquist svensk etym. ordb. 1002. deutsches lehnwort ist auch tschech. trahtár, trahtýř A. Mayer dtsch. lehnw. i. tschech. 56. 11) 1@aa) die eigentliche bedeutung von trichter ist die des füllgeräts, 'infundibulum', synonymisch auch mit gosse, füllhals, -hälslein bezeichnet: trichtir illud vas, quod superponitur lagene, quando infunditur vinum vel cerevisia (1340) Konrad v. Heinrichsau 396 Gusinde; die belege führen ihn oft unter gerätschaften, besonders hausrat, auf: eysenwerck ... von flaschen, von hantschuhen, von puhsen, von speislegeln, von triehtern und von allem plechwerck, daz man verzinte (um 1300) Nürnb. polizeiordn. 160 Baader; auch so hatt er weder sib, noch die seck, gieszvasz, angster, leuchter, trachter, noch kain peck Hätzlerin liederbuch 43; sechs stuck huszrats, nammlich einer plachen ... zweyer irdin häfen, einer hültzin schüssel, eins kochlöffels, eins sacks und eins trachters Riederer rhetorik (1493) a 1b; im zusammenhang mit dem getränke- und kellereiwesen: ouch ein yclich winschenke sal einen truchter habe, bie der selbin pine (1351) Mühlhaus. rathsgesetzgeb. 45 Lambert; 2 leste Thoronsches wines unde 2 trechtere (1395) lüb. urkundenb. 4, 703; in eynen trechter, da man mit wijn in tunnen zo vullen pliet pilgerfahrt d. träumend. mönchs 10220; des marschalks keller: ... 2 stelyne trichter (1422) Ziesemer d. gr. ämterbuch d. dtsch. ordens 18; nota, was in dem weinkeller ist: 8 zinein flaschen, grosz und klain, 2 trachtter (1430) bei Zingerle hausinventare aus Tirol 206; dort fillet man dem fasz durch trechter seinen bauch Weckherlin 2, 385 lit. ver.; trichter in sonstiger verwendung, z. b.: geusz das silberig scheidewasser durch einen langen gläsernen triechter Ercker mineral. ertzt (1580) 75b. das füllen mit dem trichter gibt anlasz zu vergleichungen: und wann wir schon wachszen, so nympt unser leben ab, glych als der win durch den trechter loufft Keisersberg bilg. (1512) 12d; sie (die gefräszigen) machen sich zu eim trechter, durch den in ein fasz der wirt schüt, waz er wil Pauli Keiserbergs narrenschiff (1520) 43d; andere lagen auff dem boden und lieszen sich einschütten als durch einen trichter Moscherosch gesichte (1650) 1, 428; vgl. schnapsdrishder säufer Christa Trier 72; hai het et dör den trechter jaget er ist versoffen Wöste westfäl. 274a. 1@bb) in der älteren arzneikunst das trichterartige gerät, das dazu diente, dämpfe oder rauch an die zu behandelnde körperstelle zu leiten: lasz laum von den gebeiszten dingen zwei oder 3 mol in die nase gon durch ein trächter M. Hero schachtafelen d. gesuntheit (1533) r 2a; deck den hafen zu mit eim trächter, lasz also den dampff in die ohren gehn Dryander ganz. arzenei (1542) 829; sette dar enen trechter up unde lat den rok dor den trechter in de thene gan bei Schiller-Lübben 4, 606; wann sich begibt, das eym arbeyter ... eyn schlang in leib ist gekrochen, ist nichts bessers, sie herausz zu bringen, dann man zünde alte schuchsolen an und ziehe den rauch darvon durch eyn trächter in sich Sebiz feldbau (1580) 96; dise stuck alle thue auff ein heiszen ziegelstein, ... darvon soll sie (die kranke mit dem 'weiszen gesücht') den dampff durch ein trechter in den berleib (gebärleib) gehen lassen Gäbelkover artzneybuch (1595) 2, 16; er habe (gegen geschwollene mandeln) der schönsten weiszen caraba ... gepulvert auf ein glütlein gelegt, den rauch davon durch einen trichter lassen in dem munde gehen v. Hohberg georgica curiosa (1682) 1, 275. 1@cc) seit dem beginn des 16. jh. erscheint der trichter im bildlichen gebrauch als ein gerät, durch das man dem menschen einen geistigen inhalt, meist verstandesmäszige kenntnisse und fertigkeiten, eingieszt: der heylige geyst schüt es mit keynem trichter eyn wunderbarlich, so man eyn ding wol natürlich haben mag Eberlin v. Günzburg 3, 204 ndr.; unangesehen, das ein ungelehrter mensch nichts darnach fragt, das er ungelehrt ist und wol sagen darff, er wolte das maul nicht auff thun, so im einer die kunst könte mit einem drechter eingieszen M. Stifel arithmetica (1545) a 3b; vermeinen also, das sie ... gelehrt gnug sein, gleich als wann sie die kunst schon gantz durch ein trechter hinab hetten gesoffen durch die viele der bücher Höniger narrenschiff (1574) 2b; Syrach: den trüchter wir gefunden han. Paulus: ey lieber, den trüchter zu der kunst? Hayneccius Almansor (1582) k 2b (vgl.: der drechter Almansoris, mit welchen man den leuten ingegossen, ist lang verlohren Weidner apophthegm. [1653] 227); wenn man die (himmlische weisheit) lernen sol, so kan man sie einem nicht flugs mit einem trichter eingieszen Fr. Rhot Jesus Sirach (1587) 1, 3a; es hett dann die h. röm. kirch ihr urtheil darüber gefellet ... und gleichsam mit eim trechter eingegossen, was wir für gut annehmen solten Fischart binenkorb (1588) 39a; jetzt geuszt du mir die vernunfft ... gleichsam mit trachtern eyn Guarinonius greuel d. verwüstung (1610) 1306; als sprichwort schon bei S. Franck: mit eim trechter eingieszen sprüchw. (1541) 2, 107b; im 17. jh. wird trichter in diesem sinne als buchtitel gebraucht: W. Schickardt der hebraische trächter, die sprach leicht einzugieszen, das ist unterweisung, wie ein teutscher leser ohn lateinischen behelff die h. sprach behend erlernen möge (Tübingen 1627); in enger anlehnung an dieses werk, in der vorrede 7b auch einbekannt, folgt: G. Ph. Harsdörffer poetischer trichter, die teutsche dicht- und reimkunst ohne behuf der lateinischen sprache in 6 stunden einzugieszen (Nürnberg 1647); der vielzitierte poetische trichter ist als Nürnberger trichter seither sprichwörtlich: (es schien) Aristoteles hätte ihme seine ethica durch einen nürnbergischen trachter eingegossen Springensfelds kurzweil. raisz (1676) 49; wann jemand kein unverständiger esel bleiben will, so musz er die bücher lesen, sonst wird ihme der trachter von Nürnberg schlecht doctorconcepten mitteilen Abr. a s. Clara etwas f. alle 1 (1699) 306; der poetische hat weitere trichter im gefolge: M. H. Fuhrmann musicalischer trichter (1706); des hrn. prof. Muzelius übrige schriften, nämlich der grosze trichter, in welchem alle grammatikalische schwierigkeiten erörtert sind bei Fr. Muzelius introductio in linguam lat. (1778) vorr. 4b; der kleine grammatische trichter ebda 3a; neben dem Nürnberger wird ein Tübinger trichter erwähnt, wohl nach dem erscheinungsort des oben erwähnten hebräischen trichters: gegenwärtiges tractätlein zielt eintzig und allein auff diejenigen unerfahrnen stimpler, einäugichte schnaderbüchsen und schädliche plaudermatzen, die etwann ihnen (sich) durch den teutschen Gabelkhofer, Wirsung oder Colerum, als durch einen trichter von Tübingen, viel kunststück haben lassen eingieszen v. Ettner u. Eiteritz medic. maulaffe (1719) 962; vgl. noch: man kann einem nicht mit dem Wiener trichter eingieszen Wander 4, 1314; K. Kovács neuester ungarischer trichter oder der beredte Ungar (1882). 22) sinnliche übertragungen. sie geschehen vornehmlich von der visuellen seite her, z. b.: in diesen spitz zulaufenden trichter von treppen (d. arena zu Verona) H. Laube (1875) 8, 286; sprichwörtlich: in den trichter jagen in die enge Fischer schwäb. 2, 302. selten ist die blosze, ähnliche sache anlasz der bedeutungsübertragung: trechter im brauerhandwerk holzwanne mit abfluszröhrchen C. Schumann Lübeck 60. mundartlich ist eine reihe scherzhafter übertragungen zu belegen: der het ouch kein kleinen trechter (kopf) Martin-Lienhart elsäss. 2, 741; vom Wanzenauer Schulz, wo en unbändje trechter (nase) krumm stehn het ghet im gsicht Arnold pfingstmontag (1886) 122; tràchtar verächtlich das ohr Lexer kärntn. 70. — seit dem 14. jh. ist aus übertragungen eine reihe fester, selbstständiger bedeutungen erwachsen. 2@aa) vornehmlich im 14. und 15. jh. bedeutet trichter 'zapfen', 'faszhahn', der sache nach ursprünglich ein zugespitzter, kegelförmig verjüngter stöpsel, dann der sogenannte laszzapfen, s. teil 15, 258, 259 s. v. zapfen, du Cange 2, 390c s. v. clepsydra und Heyne hausaltertümer 2, 365: trichtir clepsedra, que est foramentum in lagena (1340) Konrad v. Heinrichsau 396a Gusinde; clepsedra trechter oder zappfe Niger Abbas 1150; ductileus trechter (nd., 1420) bei Diefenbach 192a; duciculum drechter (1477) ebda; früh literarisch: man macht uz hten (kuhhäuten) flaschen triehter unde zaphen drin, daz beheltet den win (14. jh.) könig vom Odenwalde 1, 97 Schröder; man sol auch nit weder wein noch pier niht hoher verchaufen auzer der stat, den ez gilt und gelten mag bei dem trichter und bei dem zapfen (d. h. im ausschank) (Nürnb. 1333) oberbayr. archiv f. vaterländ. gesch. 23 (1863) 170. 2@bb) 'wasseruhr', im princip ein trichterförmiges gefäsz, aus dessen unterer öffnung gleichmäszig tropfen fallen: eyn trichter of eyn uyrwerck clepsedra, docillus v. d. Schueren Theutonista 405 Verdam; jedoch so hat man nit gewisszt, welche zeit es gewest ist, wenn der hymmel dunckel oder gewolcket was, bitz uff die nächst römische reformation, uff welche der Scipio Nasica ... die stunden tags und nachts mit eim drächter, darausz das wasser tröpfflet, gleich teylet und hat denselbigen seyger under ein dach gestellet Eppendorff Plinius (1543) 39; mnl. trechter auch 'sandläufer', 'sanduhr', s. Verdam mnl. handwb. 601a. 2@cc) ein gefäsz zum einschütten des pulvers in die büchse: vor einen trechter, dar me pulver in de bussen mede deid, 16 d (1425) Hildesheim. urkundenb. 6, 293; (das feindliche gewehrfeuer) könnte, da die gewehre ohne trichter sind und die infanterie nur in zwei gliedern steht, gar nicht viel zu bedeuten haben Rebmann d. neue graue ungeheuer (1796) 6, 92. 2@dd) trichter bedeutet zumindest seit dem 16. jh. den sich nach unten verjüngenden turm im brettspiel, durch den man die würfel in das spielfeld fallen läszt, meist als glosse zu (m)lat. pyrgus, turricula, fritillus, orca: pretspil oder lareten, in die man durch den trachter wirfft Pinicianus promptuarium (1516) f 4c; zuletzt, so itzt das billich podagram in die finger hat erkrümpt, so besolden sie etwan einen vicari an ir statt, der für sie die würfel in trächter werf S. Franck morie encom. 72 Götzinger; ludere fritillo den würffel durch die bränten oder trechter werffen Golius onomasticon (1585) 247; es soll auch der scholder (veranstalter von glücksspielen) als mit allerley würfflen in den brendten und trachter, item trädlen u. drgl. auf das blosze glück gestellten spil abgestellt und verboten seyn (1616) bei Schmeller-Fr. 2, 407; trachter fürs würfflspiel fritillus, pyrgus, orca, turricula Schönsleder prompt. (1647) I i i 2b; der trichter, durch den die würfel geworfen wurden Böttiger kl. schriften (1837) 3, 212. 2@ee) 'mühlrumpf': infundibulum der trechter ob der mülen, darein man die frucht schüttet Golius onomasticon (1585) 232; de molitore et mola: infundibulum gösser, trächter Frischlin nomencl. (1591) 279; infundibulum molis frumentum subministrans der trächter, da man das getreyd auffschüttet Zehner nomencl. (1645) 341; diese siebe ... werden am riemen ebenso angehänget, wie der schuhe unter dem trichter über dem mühlstein L. Chr. Sturm mühlenbaukunst (1718) 15; und der mühlknecht stürzt in den trichter hinab, wenn er just aufgieszet das korn jetzt Platen 2, 317 Redlich ähnlich trichter füllrumpf, durch den von der gichtbühne aus der möller (hochofenerz) in den schacht des hochofens gestürzt wird, s. P. Gerhard Siegerländer bergmannsspr. 169; 151. 2@ff) 'hohler wirbel', 'strudeltiefe': cataractae drechter, zwirbel Alberus (1540) Y y 4b; und reiszend sieht man die brandenden wogen hinab in den strudelnden trichter gezogen Schiller 11, 221 G.; leichte strudelwellen spielten schon mit dem kahne und spielten ihn hin zum verschlingenden trichter v. Sallet sämtl. schriften 3, 293; dasz sie dem tod entronnen und aus dem trichter heraus seien Fontane I 4, 195; im bild: (strudel der disputation) deren wirbelnden trichter er gerne umfahren hatte Kolbenheyer Paracelsus 2 (1922) 85. ähnlich von einer trombe: wie der dunst ... sich im kreise dreht, ein dünnes rohr herabläszt und wie er, wenn das schwarze gewölk sich satt gesogen, den fusz des trichters zurückzieht Humboldt kosmos (1845) 2, 59. 2@gg) eine eigentümliche ausbildung hat vorige bedeutung im schweizerischen erfahren, und zwar in der art, dasz die bedeutung an der diphthongierten form triechter hängt, während trachter, davon genau geschieden, das füllgerät ist: abyssus tieffe, der triechter, abgrund Frisius (1556) 13a; altum der triechter und tieffe desz meers, das meer 78b; vela in altum dare den sägel aufrichten oder austennen, über den triechter oder über das meer ze faren 441a; auf dem triechter ist es mächtig ungestüm in alto tempestas magna est Maaler 408a; tieffe, der triechter, abgrund abyssus, altitudo fluminis 402b; in neuerer mundart: triechten, triechter die tiefeste stelle eines gewässers. beynahe veraltet, und nur an der stelle des Vierwaldstätten- und Zürcher sees bekannt, wo der tiefeste abgrund ist Stalder schweiz. 1, 304. vgl. triechteregli egli, d. i. barsche, welche in der tiefe gefangen werden Staub-Tobler 1, 144. hierzu wäre anzuziehen: trichter seemännische bezeichnung des zwischen den Shetlandsinseln und Norwegen liegenden meeresteils Kluge seemannsspr. 794: den 23. schifften wir durch den trichter, wo wir schon das vorgebirge von Hitland sehen konnten M. J. Chr. Trampler walfischfang (1771) 20; wie waren wir so froh, als wir in den trichter und von da in die nordsee einschiffeten 77. 2@hh) militärisch ist trichter 'die öffnung, welche eine gesprungene mine macht, weil selbige die figur eines trichters vorstellet' Eggers kriegslex. (1757) 2, 1172; 'vertiefung, welche durch das herauswerfen der erdgarbe von einer spielenden mine gebildet wird' Hoyer kriegsbaukunst 3, 186; auch von artilleristischen geschossen hervorgerufen: die letztere (kanone) ward mit 1 pfd. pulver geladen, bei 2 pfd. ladung ging die granate so tief in die erde, dasz sie bei dem zerspringen keinen trichter herauswarf Hoyer wb. d. artillerie, suppl. 50; in dem ... kampf gelang es dem angreifer, die vom verteidiger gesprengten trichter benutzend, sich ... auszubreiten v. Alten handb. f. heer u. flotte 2, 168. im weltkrieg 1914-1918 erlangte der ehedem mehr fachmilitärische gebrauch ein schauriges leben: hart neben den ziehenden kolonnen schleuderten einschlagende granaten die schwarze erde baumhoch empor und wühlten mächtige trichter auf W. Flex d. wanderer zw. beiden welten (1919) 59; ganz vorn gibt es gar keine unterstände, man hockt im trichter oder in der sappe W. Beumelburg sperrfeuer um Deutschland (1929) 353; betonbunker mit fetzen von drahtverhau zwischen zahllosen wassergefüllten trichtern so war der krieg (1928) 19 Schauwecker; zwischen den trümmern und trichtern erhebt sich deutsches leben, deutsche kraft und deutscher wille Hindenburg aus meinem leben (1920) 242. componiert granattrichter: da zuckte plötzlich ein grellrotes licht (munitionsstreik 1918) aus Deutschland auf und warf den schein bis in den letzten granattrichter der feindlichen front Adolf Hitler mein kampf (1933) 216. vgl. auch trichterfeld, -gelände, -stellung. 2@ii) 'krater eines vulkans': wir hatten einen ganz deutlichen ausblick von dem trichter des Strombolo Campe; zuweilen soll man auch zu diesem trichter (des Makuluba) sehr leicht kommen können Seume (1826) 2, 254; ich könnte eher in den trichter des berges steigen, wo ein dichter ein schwefelblauer brodem deckt roth lava kochen Immermann 13, 248 Boxberger. 2@jj) trichter bergmännisch 'tagebruch von trichterförmiger vertiefung Veith bergwb. 501. 2@kk) in naturwissenschaftlicher terminologie dient trichter zur bezeichnung verschiedener teile des menschlichen und tierischen körpers. 'nierenbecken': infundibulum, remum, der trichter, das wasserbecken ist die höhe der nieren, in welche der harn zusammenflieszt, umb von da durch die harngänge zu der blase gebracht zu werden Blancard med. wb. (1710) 330; trichter pyelus remum Kirsch cornucop. (1741) 986; vgl.: ihr (der harngänge) ursprung ist in denen nieren, allwo sie, nachdem sie als ein trichter erweitert sind, das becken machen Fleming vollk. soldat (1726) 346. 'infundibulum cerebri', der trichterförmige fortsatz der zirbeldrüse, s. Höfler krankheitsnamenbuch 749, wohl schon in der älteren anatomie, vgl.: weiter ist noch (im gehirn) ein hölin oder sümpflin, die hat die form und gestalt eins drächters Ryff anatomi (1541) m 1a; eindeutige belege seit dem 18. jh., z. b. Blancard arzneiwiss. wb. (1788) 1, 538a; Bock handb. d. anat. (1838) 517; Hyrtl kunstworte 148. 'ein theil im ohre (scyphus), dessen weite öffnung der spitze der schnecke zugewandt und mit der kuppel bedeckt ist' Campe; 'die höhlung am ende des schneckenkanals am ohr' Bock handb. d. anat. (1838) 697. bei tieren: man nennt den vordern, engern, darmartig gewundenen theil dieses schlauches (des tubus genitalis) eierleiter, oviductus, wovon der sogenannte trichter, infundibulum, den anfang ausmacht Naumann naturgesch. d. vögel 1, 52. — trichter ein muskulöses fortbewegungsorgan der tintenfische Knotterus-Meyer zool. wb. 198. 'die leibeshöhle der rippenquallen' ebda. 2@ll) trichter schallbecher, schallstück bei blasinstrumenten C. Sachs reallex. d. musikinstr. 392a; bei einem grammophon: hinter den staket mit den sonnenblumen sang der trichter des grammophons mit gedehntem tenor das 'holka roztomila' Paul Wiegler das haus an d. Moldau (1934) 123; s. auch trichtergrammophon. 2@mm) trachter der obere, zugespitzte teil eines thurms, auch helm genannt Zuccalmagno-Waldbrühl worterkl. z. mittelalt. baukunst in: deutsche eiche 2, 250 Brugqer. 2@nn) in der druckersprache 'satz eines titel, auf dem die zeilen in ihrer breite nicht abwechselnd, sondern nach unten spitz zulaufen' Klenz 104. vgl. trichtersatz. 2@oo) zoologisch, eine muschelart: der magellanische trichter eine art klippkleber Campe. name mehrerer napfschnecken, patella graeca, nimbosa Sanders 3, 1375b. 33) uneigentlicher gebrauch. 3@aa) 'verlegenheit', 'verwirrung' u. ä.; der beleg steht völlig vereinzelt: das macht in also angsthafft, das er gantz verdacht stund, nit wuszt, wes es sich weiters halten solt. wie er nun also in einem semlichen trächter stoht, kumpt zu im ein kauffman Wickram 2, 167 Bolte (von guten u. bösen nachbarn). 3@bb) vereinzelt 'ursache', 'grund': ich habe hin und her studiret und finde doch den trichter nicht, woher der jungfern kopffweh rühret Henrici ernst-, scherzh. u. sat. ged. (1727) 2, 395, oder wäre hinter dem abstracten gebrauch einfach der Nürnberger trichter (s. oben 1 c) zu suchen und die verkürzte ausdrucksweise aufzulösen etwa in 'trichter, durch den ich mir das wissen eingieszen könnte'? 3@cc) in einigen redensarten liegt bedeutungsmäszig z. t. eine anknüpfung an oben 1 c nicht zu fern, schwierigkeiten bietet jedoch die syntaktische fügung. sich auf den (dem) trichter finden begreifen, verstehen, das richtige erfassen, im bilde sein u. ä.: und war nahmentlich dieser (mangel), dasz darbey (bei der rüstung) kein turnierhelm, sondern nur ein schlechte sturmhaub ohn visier und helmlin sich befande. aber wie dem allem, fand er sich bald auff den trichter und durch spitzfündigkeit seines anschlägigen kopffs ersetzte er den gantzen mangel gar artlich Bastel v. d. Sohle Don Kichote (1648) 19; (in einem mit erotischen bildern versehenen hause belauschen zwei freunde durch ein wandloch ein im bett liegendes mädchen) unter währender zeit nun befanden die beyden hertzensfreunde sich durch die wiedererinnerung obgedachter hurischen sinnbilder vollens auf den trichter und hielten gewisz dafür, es muste diese vermeinte jungfer eine von denen daselbst hausenden fleischhändlerinnen (huren) sein der grosze klunkermutz (1671) 65; erwiese doch einst ein weib zu Breslau mehr raison, in deren gegenwart von einigen luthrischen jünckergen auff disz büchlein gestimpfft worden, um dasz ihnen etwan die historie von der zofen darinnen nicht gefallen, sagende (nämlich das weib): das büchel ist ja dem hertzog zugeschrieben (gewidmet), der würde sichs annehmen etc., worüber jene (die junker) sich bald auffn trichter befunden und die pfeiffe eingezogen zuckerrösigen auff herrn Valentin Alberti (1694) a 4a; Gredl: ihr habt mir gesagt, wie ich mich verhalten solle, also werdet ihr mir nicht vor übel haben, wenn ich gleichfalls euch vorstelle, was mir zuwider ist. Fuchsmundi: ja, ja, ich finde mich schon auf dem trichter ollapatrida 234 Werner. auf den (rechten) trichter bringen, helfen belehren, begreiflich machen u. ä.: bey denen, die mich annahmen, muszt ich mich durch ein geschwader umständlichkeiten durchhauen, eh ich sie auf den rechten trichter bracht Musäus physiogn. reisen (1778) 2, 32; so weit sollte die kunst doch fortgerückt seyn, dasz man, besonders nach so weitschichtigen abhandlungen von stirnformen, nicht erst nach einem dic mihi oder zubläser sich umsehen dürfte, der den physiognomisten auf den rechten trichter helfen müszte 3, 199. anders, etwa wie 'in stimmung bringen': ich habs mein tage gehört, dasz die verwünschten und verzauberten weder eszen, schlafen noch schwatzen, und mein herr schwatzt euch, wenn man ihm nur auf dem(!) trichter hilft Bertuch don Quixote (1785) 2, 291. auf den (rechten) trichter kommen: Wilhelm: ich glaube wohl, dasz es schwer für einen jungen studenten hält, ohne besondre empfehlungen oder connoiszanzen sogleich entree zu finden. Wurzel: da kommen sie auf den rechten trichter; das war es eben, was ich meynte! Bretzner leben eines lüderlichen (1787) 1, 131. sprichwörtlich, soviel wie 'auf keinen grünen zweig kommen': der kann nicht auf den trichter kommen K. Rother schles. sprichw. u. redensarten 407. 3@dd) eigentümlich im ausruf walts der trichter, schlesisch: je, ducht ich, walts der trichter, Miezle, willste a floimla hoan? Wander 4, 1314.
25739 Zeichen · 419 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trichter

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Trichter , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Trichterchen, Oberd. Trichterlein, ein hohles Werkzeug in Gestal…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trichter

    Goethe-Wörterbuch

    Trichter [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Trichter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Trichter , Vorrichtung zum Gießen von Flüssigkeiten durch eine enge Öffnung und zur Aufnahme eines Filters. T. werden au…

  4. modern
    Dialekt
    Trichterm.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Trichter [triχtər Fo. ; tríχtər D. ; trítər Si. ; tríta Vbg. ; tréïtər Bo. ; trèχtər Fa. ; trêtər Falk. ; tréχtər Sgd. L…

  5. Sprichwörter
    Trichter

    Wander (Sprichwörter)

    Trichter 1. Durch den Trichter giesst der Wirth in sein Fass, was er will. – Eiselein, 604; Simrock, 104181. 2. Man kann…

  6. Spezial
    Trichterm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Trichter , m литник , м → FiloSlov Trichtereinlauf, m → FiloSlov Trichterkopf, m

Verweisungsnetz

2071 Knoten, 4616 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 6 Kompositum 2049 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trichter

138 Bildungen · 78 Erstglied · 60 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von trichter

tricht + -er

trichter leitet sich vom Lemma tricht ab mit Suffix -er.

trichter‑ als Erstglied (30 von 78)

Trichter I

Idiotikon

Trichter I Band 14, Spalte 329 Trichter I 14,329

Trichter II

Idiotikon

Trichter II Band 14, Spalte 331 Trichter II 14,331

Trichter III

Idiotikon

Trichter III Band 14, Spalte 332 Trichter III 14,332

trichterartig

DWB

trichter·artig

trichterartig , adj. : trichterartige gewölbe Ritter erdkunde 1, 357 ; der ameisenlöwe in seiner trichterartigen höhle Auerbach (1892) 4, 12…

trichterbaum

DWB

trichter·baum

trichterbaum , m. , der baum, auf dem der mühlrumpf, -trichter ruht: trémion trichterbaum, rumpfbaum Mozin-Peschier dict. (1850) 2, 1181 b .…

trichterbewegung

DWB

trichter·bewegung

trichterbewegung , f. : infolge beständig kreisender luftströmungen eine von den schiffern gefürchtete trichterbewegung, ein strudel Fontane…

trichterblüte

DWB

trichter·bluete

trichterblüte , f. , botanische bezeichnung: eine gruppe buntfarbiger convolvulaceen, in deren duftenden trichterblüten ein heer von nektarg…

trichterblume

DWB

trichter·blume

trichterblume , f. , trichterförmige blüte: daher wird er ( safran ) häufig verfälscht, und zwar theils mit den kleinen trichterblumen des s…

trichterbohrer

DWB

trichter·bohrer

trichterbohrer , m. , eine bohrerart für erdarbeiten, s. Mothes baulex. 4, 371 ; Benzler deichbaulex. 2, 212 . —

trichterbrust

DWB

trichter·brust

trichterbrust , f. , eine verbildung der brust, s. Höfler krankheitsnamen 79 ; v . Alten handb. f. heer u. flotte 2, 579 . —

trichtercapitell

DWB

trichtercapitell , n. , ' romanisches säulencapitell, welches, oben viereckig, sich nach unten konisch verjüngt ' Bucher reallex. d. kunstge…

Trichtereinlauf

FiloSlov

trichter·einlauf

Trichtereinlauf , m чаша , ж , литниковая → FiloSlov Trichter, m → FiloSlov Trichterkopf, m

trichterfarren

DWB

trichter·farren

trichterfarren , m. , eine tropische pflanzengattung, ' trichomanes ', s. Roszmäszler d. mensch im spiegel d. natur (1855) 76 . —

trichterfeld

DWB

trichter·feld

trichterfeld , n. , im weltkrieg gebildete zusammensetzung, die typische kampflandschaft besonders des westens voller granattrichter: ( unse…

trichterfigur

DWB

trichter·figur

trichterfigur , f. : ( ein lampenschirm ) in eine cronen- oder trichterfigur gebogen allg. haush.-lex. (1749) 2, 172 a . —

trichterfisch

DWB

trichter·fisch

trichterfisch , m. , name der meergrundeln, weil die bauchflossen in einzelne, meist trichterförmige flossen verwachsen sind Campe ; ' gobiu…

trichterförmig

DWB

trichter·foermig

trichterförmig , adj. , vereinzelt -formig: ihr ( der zum ball gekleideten schönen ) in einen trichterförmigen harnisch gepanzerter leib Stu…

trichterform

DWB

trichter·form

trichterform , m. , s. Humboldt kosmos (1845) 3, 385 ; Laistner nebelsagen (1879) 271 u. ö.

trichtergarn

DWB

trichter·garn

trichtergarn , n. , ein fischnetz, entweder trichterförmig oder zum gebrauch im trichter ' tiefe stelle ' ( s. trichter 2 g), beleg aus d. j…

trichtergelände

DWB

trichter·gelaende

trichtergelände , n. , dasselbe wie trichterfeld: in dem trichtergelände der nordostfront Verduns wurde weiter gerungen Ludendorff kriegseri…

trichtergeschirr

DWB

trichter·geschirr

trichtergeschirr , n. , nur in der form trächtergeschirr belegt: es sollen auch ... keine knollen anderst als was durch das trächtergeschirr…

trichtergewölbe

DWB

trichter·gewoelbe

trichtergewölbe , n. , stehendes oder liegendes, gewisse gewölbe und kuppelformen, s. Müller-Mothes archäol. wb. 940 b ; Karmarsch-Heeren (1…

trichter als Zweitglied (30 von 60)

Achtrichter

DRW

acht·richter

Achtrichter Richter, der "Bann und Acht" (¹Acht (IV 1 b)) hat zwei geschwisterte haben ... den tod verchuldet; dahero si ... durch den herrn…

Altrichter

DRW

alt·richter

Altrichter gewesener Richter 1319 GoldenkronUB. 72 1337 SPöltenUB. I 325 Faksimile 15. Jh. MHungJurHist. IV 2 S. 29 Faksimile

blutrichter

DWB

blut·richter

blutrichter , m. judex rei capitalis: blutrichter! das gericht übergibt euch den schuldigen, vollziehet euer amt. Klinger 1, 359 ; als ich d…

blūtrichter

KöblerMnd

blūtrichter , M. Vw.: s. blōtrichtære*

Erᵉⁿtrichter

Idiotikon

Erᵉⁿtrichter Band 6, Spalte 416 Erᵉⁿtrichter 6,416

gewaltrichter

DWB

gewalt·richter

gewaltrichter , m. , vgl. gewaltherr , gewaltmeister , die belege für das substantiv sind ebenso wie bei gewaltmeister auf Kölner denkmäler …

kunstrichter

DWB

kunst·richter

kunstrichter , m. ein im vorigen jahrh. vielgebrauchtes wort für kritiker, criticus in kunstsachen, oder für ästhetiker ( das erst im 18. ja…

marktrichter

DWB

markt·richter

marktrichter , m. richter in marktsachen: markrichter, consul mercatorum. Stieler 1556 .

mitrichter

DWB

mit·richter

mitrichter , m. assessor judicii. Stieler a. a. o. : ich ( der schultheisz ) sampt meinen mittrichtern. Kirchhof mil. disc. 237 ; mag desto …

monatrichter

DWB

monat·richter

monatrichter , m. polizei- oder strafrichter, der mit einem andern monatlich im amte abwechselt; mhd. mânôtrihter Lexer wb. 1, 2036 : unde s…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „trichter". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trichter/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „trichter". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trichter/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „trichter". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trichter/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_trichter_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„trichter"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/trichter/dwb},
  urldate      = {2026-05-09},
}