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Krume

mhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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28
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Krume Die

Bd. 2, Sp. 1070b
Die Krume, Mz. die — n; Verkleinungsw. das Krümchen, O. D. Krümlein, Krümel, und davon ein zweites Verkleinungsw. Krümelchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. 1) Der weiche inwendige Theil des Brotes; in Gegensatz der Rinde oder Kruste, als ein Sammelwort; ohne Mehrzahl und ohne Verkleinung. Die Rinde hat sich von der Krume abgelöset. Nur die Krume essen. I Meißen sagt man dafür Brossem, im O. D. die Schmolle. 2) Kleine Stücke dieser Krume, zerbröckelte oder geriebene Krume. Eine Krume Brot. Besonders in der Verkleinungsform. Jedes Krümchen auflesen. Brotkrumen, Semmelkrumen. I weiterer Bedeutung, kleine durch Zerbrechen oder Zerreiben ertstandene Stücke überhaupt. Ein Krümchen Zucker, Salz. I gemeinen Leben gebraucht man Krümchen auch für ein Bißchen, sehr wenig. Du sollst auch nicht ein Krümchen bekommen. Uneigentlich wird in manchen Gegenden milde lockere Erde, die beim Pflügen wie geriebenes Brot auf die Seite fällt, Krume genannt. »Der Acker bestellte sich sehr klar, und hatte für Weizenland sehr viel Krume.« Ad. I Kurkreise gebraucht man Krume auch von den zarten Blättern des jungen Getreides, wenn es aufgegangen ist. »Bei der kalten Witterung ward keine Krume, vielweniger die geringste Bestaudung bemerkt.« Ad.
1241 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KRÛMEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    KRÛME swv.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Krume

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    1. Die Krume , plur. inus. ein in der Landwirthschaft des Churkreises übliches Wort, wo es von dem jungen Getreide auf d…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Krume

    Goethe-Wörterbuch

    Krume 1 das (weiche) Innere des Brotes, auch iUz ‘Kruste’, ‘Rinde’; einmal ‘jdm die K. ausschneiden’ für: hauswirtschaft…

  4. modern
    Dialekt
    Krume

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Krume nur vereinzelt, u. zwar -ō:m m. Kobl-Bend , Neuw-Heimb Weis , Altk-Hellert ; -ō- Siegld ; -ō:m f. Schleid-Lückerat…

  5. Sprichwörter
    Krume

    Wander (Sprichwörter)

    Krume 1. Die Krume der Muhme, die Rinde dem Kinde. – Simrock, 5988; Braun, 2032. 2. Eine Krume aus der eigenen Tasche is…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krume

8 Bildungen · 5 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

krume‑ als Erstglied (5 von 5)

krumele

MNWB

krum·ele

° krumele „littuus baculus” (Liljebäck Gl. 32; vgl. westfäl. krummelte Woeste).

krûmelen

Lexer

krum·elen

krûmelen swv. in krûmen zerreiben. sipare krûmelen, krûmen Dfg. 537 c , n. gl. 340 b .

krumeln

DWB

krum·eln

krümeln , krumeln , nd. krömeln, nl. kruimelen, engl. crumble. nebenformen krümmeln, kromeln, s. unter 1. 1 1) in krümel zerreiben, friare, …

krumerīe

KöblerMhd

krumerīe , st. F. nhd. Krumen? Q.: Ack (nach 1400) E.: s. krumen W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (krumerîe)

krume als Zweitglied (2 von 2)

brotkrume

DWB

brot·krume

brotkrume , f. dasselbe: mit ein wenig brotkrume die striche leicht wegwischen. Göthe 35, 386 .

tischkrûme

Lexer

tisch·krume

tisch-krûme stf. tisch-, brotkrume. daʒ man von in truoc tischkrûme zwelf korbe vol Urst. 107,31.

Ableitungen von krume (1 von 1)

verkrûme

BMZ

verkrûme swv. wær ein meʒ eins pfundes wert, umb ein vliegen dach würd er schier verkrûmet (: versûmet) vertrödelt MS. H. 3,220. a.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „krume". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/krume/campe
MLA
Cotta, Marcel. „krume". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/krume/campe. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „krume". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/krume/campe.
BibTeX
@misc{lautwandel_krume_2026,
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