Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
krauen
krauen
krauen Vb. ‘mit gekrümmten Fingern leicht kratzend streicheln’ (besonders Tiere), ahd. krouwen (8. Jh.), krouwōn (11. Jh.), mhd. krouwen, krowen, kräwen ‘kratzen’, mnl. crauwen, crouwen, nl. krauwen sowie ahd. krewil, krouwil (um 1000), mhd. kröuwel, krewel, kreul, nhd. Kräuel ‘Haken, Kratze, Kralle’, asächs. krauwil, mnd. krouwel ‘Gabel mit krallenförmigen Zinken, Kralle’, nl. krauwel ‘krummer Nagel, Kralle’ führen auf ie. *greu-, *grū- ‘Zusammengekratztes’, eine Erweiterung der verbreiteten Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (s. kriechen, Krücke, Krume, Krüppel). Dazu die Weiterbildung 1kraulen Vb. ‘sanft kratzend streicheln’, frühnhd. kraueln (15. Jh.).