Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kellen
kellen , frieren, ein seltnes und merkwürdiges wort. 1 1) die reben waren erkollen ( erfroren ), also das wening wins wart. Stolle thür. chron. 162 . so noch erkollen in der Oberlausitz (erdbirnen sind erkollen, etwas gefroren ) Anton 8, 5 , in der Zips ' halb erfroren ' Schröer 68 b , in Schlesien erkullen erkältet, erfroren Weinh. 49 a . auch verkollen, z. b. die finger sind mir verkollen, im nordöstl. Thüringen, auch bei Leipzig; ostthür. auch verkûln. s. dazu 4. 2 2) auch das einfache wort lebt noch im fernen osten, deutschungr. kellen und killen, part. gekollen, kälte schmerzlich empfinde…