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¹willen

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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28 in 14 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

¹willen V.

Bd. 5, Sp. 1317
¹willen V. [allg.] 1. Hilfsverb. — 1.1. Kr. Grafschaft DiepholzDie Absicht, den Wunsch, den Willen haben, etwas Bestimmtes zu tun. Dat we’ ’k woel daun (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Nu wöffe in’t Birre (Bett) gohn (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LindenLi). Dat we’ ’k nit mä hemm’m dulde ich nicht mehr (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Wiuvïel Breot west ’iu hewwen? (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BausenrodeBs). Ik will se (ihnen) wal hälp’m (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). Wi wellt ’t Beste huapen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). Ick will ju inladen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt). He woll dat van mi lēnen (leihen) (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@Gescher Bauerschaft, nach Stadtlohn zuGb). Wi wilt men voran māken (uns beeilen) (Kr. CoesfeldKos Gb). Hä well Gelt sain (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Häi hett et nich seggen wullt (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 1.2. Drückt aus, dass etwas (nicht) in der im Verb genannten Weise funktioniert, geschieht, abläuft o.Ä. Et well nit gōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat we’ ’k mainn das meine ich (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.3. einen bestimmten Zweck haben; einem bestimmten Zweck dienen. Wat well dat wēän’n? (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2. Vollverb. — 2.1. die Absicht, den Wunsch haben, etwas zu tun. Ek we’ woa, owwer ek kann nit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wat ek sall, dat well ek nit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ek dau, wat ek well (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dū kass nit daun, wat ’e woss (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Niu wiwwe naumol! nun wollen wir nochmal (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Ek we’ no Hūs (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ro, wutt ’e hinner’e Dor! Hund, willst du hinter die Tür (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@PömbsenPö). — Sprichw.: Wat me well, dat kann me (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Wellen un könn’n es twiggerlai (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sagw.: Woss dū oder sall ek, sach de Būe tïegen’n Ossen, dä Dāler maut vedent wēän’n (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dann we’ fi, segget de Būen’n, wann se mait (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.2. zu haben, zu bekommen wünschen; erstreben. Bat woste (willst du) äigentlich? (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü). Diu hïest niks te wollen du hast nichts zu bestimmen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Do ka’ me niks an wellen daran kann man nichts ändern (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). He weet, wat he will (WmWb). Wat he will, datt will he vom Eigensinnigen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). He segg, wat he will (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dä äine well hott, dä annere well hü (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Sprichw.: Däi nich well, däi hett ehatt (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Wä dat ǟine well, maut dat annere līn (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wat enner well, dat kritt ’e nit; un wat ’e kritt, dat well ’e nit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Diäm äinen well me, diäm andern matt me man soll nicht mehr versprechen, als man halten kann (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Je mäh hä hät, je mäh hä well (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — 2.3. Drückt — meist verneint — aus, dass etwas nicht funktioniert, nicht in der gewünschten Weise abläuft o.Ä. De Bǟine wett nit mä so (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Et will nich mehr mit mi (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb). Nu wödd ’t doch, wat ’t will nun wird es doch zu dumm (WmWb). Dat mach sīn, wu ’t well (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.4. etwas Übles gegen jmdn. im Sinne haben, jmdm. etwas anhaben wollen. Pass up, däi well di wat! (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Hä kann di niks wellen anhaben (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wat wutt diu mui? (Kr. LemgoLem Lh). ⟨Inf.: wellen [die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl Kr. ArnsbergArn Olp], willen [Kr. MindenMin Kr. AhausAhs Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek sowie Wal], wollen [Kr. WarendorfWdf Kr. DetmoldDet die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. WiedenbrückWie Mark Enr], wöllen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh), wüll’l (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). Präs. 1. Pers. Sing.: wil [Kr. MindenMin Münsterl Kr. LemgoLem Kr. WiedenbrückWie Kr. WarburgWbg Kr. BrilonBri Wal], wel [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. SoestSos MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri Olp]; 3. Pers. Sing.: wil [Münsterl (außer Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Gel) Kr. HerfordHfd Lippe Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Kr. BürenBür Kr. WarburgWbg Kr. BrilonBri Wal], wel [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel SWestf, verstr. OWestf]; Pl.: wilt [Kr. MindenMin Münsterl Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Wal], welt [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri Olp], ›wült‹ [Kr. BürenBür Wbg], wit [Lippe Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx Kr. LippstadtLst Bür], wet [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos MSauerl], wöt [Ennepe-Ruhr-KreisEnr Hag]. — Prät.: 1./3. Pers. Sing.: wul [Kr. MindenMin Kr. CoesfeldKos Kr. WarendorfWdf Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Olp], wol [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kr. HerfordHfd Lippe Kr. CoesfeldKos Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. BeckumBek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Hellweg Kr. BürenBür die krfr. Stadt HagenHag Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], wöl (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl), wilde (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt); Pl.: wullen [Kr. MindenMin Kr. MünsterMün Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Höx], wollen [Lippe Kr. BeckumBek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], wöllen [Kr. CoesfeldKos Rek]; Part.: -wolt [Kr. AhausAhs Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], -wult [Kr. MindenMin Kr. WarendorfWdf Kr. BeckumBek Wie]. — Kontraktionen: ‘will ich’: wi’ ’k [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kr. BeckumBek Wie], we’ ’k [Kr. MünsterMün Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Alt]; ‘wollte ich’: wo’ ’k [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kr. HalleHal Sos]; ‘wollen wir’: wil we (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh), wi’ wi (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), wiwwe (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs), wo’ fi (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs), wüwwe (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh), weffi [die krfr. Stadt WittenWit Kr. SoestSos Alt], ›weffī‹ [Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Bri], weffe [Kr. IserlohnIsl Arn]; ‘wollten wir’: womfe (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). — Differenzierung im Präs. Sing.: wil (1. Pers.) vs wel (3. Pers.) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa Kr. LemgoLem Sc)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,520: will II sowie 9,523: willen; HnVwb 4,718: wollen.
4117 Zeichen · 107 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    willenswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    willen , wüllen swv. ekel, erbrechen verursachen. Schmeller 4,60. ahd. willôn, wullôn Graff 4,838. daʒ man den wîn vinde…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    willenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    willen , st. V. nhd. wollen (V.), wünschen, verlangen, beabsichtigen, glauben, behaupten, pflegen, gewohnt sein (V.) Vw.…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Willenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    ✱ ✱ Willen , v. intrs . u. trs . im N. D. wollen, wofür auch außer N. D. das Mittelwort gewillet gebraucht wird, in der …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    willen

    Goethe-Wörterbuch

    willen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    Willen

    Elsässisches Wb. · +10 Parallelbelege

    Wille n [Welə, Wilə Su. Str. K. Z. Betschd. Wh. ; Nbf. Wel in Wunschformeln K. Z. ] m. Willen. D e r W. is t eso guet a …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit willen

187 Bildungen · 126 Erstglied · 55 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von willen 2 Komponenten

wil+len

willen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

willen‑ als Erstglied (30 von 126)

willen 3

KöblerAfries

willen 3 , Adj. nhd. wollen (Adj.) ne. woolen Hw.: vgl. ae. wyllen, ahd. wullīn* Q.: W E.: s. germ. *wullō, st. F. (ō), Wolle; idg. *u̯el- (…

willen* 3

KöblerAnfrk

willen* 3 , anom. V. nhd. wollen (V.) ne. will (V.), want (V.) ÜG.: lat. velle MNPs Hw.: s. wellen*; vgl. as. willian*, ahd. wellen* (1) Q.:…

Willenberg

Meyers

willen·berg

Willenberg , 1) Stadt im preuß. Regbez. Allenstein, Kreis Ortelsburg, am Omuleff und an der Staatsbahnlinie Neidenburg-Ortelsburg, hat eine …

willenbrechen

KöblerMhd

willen·brechen

willenbrechen , (subst. Inf.=)st. N. nhd. Unterdrückung, Unterdrückung des eigenen Willens Q.: Seuse (1330-1360), Schürebr (FB willenbrechen…

willenclich

KöblerMhd

willenclich , Adj. Vw.: s. williclich

willenclīche

KöblerMhd

willenclīche , Adv. Vw.: s. williclīche

willenclīchen

KöblerMhd

willenclīchen , Adv. Vw.: s. williclīchen

willendes

KöblerMhd

will·endes

willendes , Adv. nhd. absichtlich, freiwillig Hw.: vgl. mnl. willendes, mnd. willendes Q.: Lilie (1267-1300) (FB willendes) E.: s. wille W.:…

willendich

KöblerMnd

willen·dich

willendich , Adv. nhd. freiwillig, absichtlich E.: s. willendich (1) L.: Lü 583a (willendes, willendich)

willendig

MeckWB

will·endig

willendig a. Spr. freiwillig, absichtlich: 'willendich sundigen' ( Rutze) Schill.Lübb. 5, 720 b .

willenes

KöblerMnd

wille·nes

willenes , Adv. nhd. willens, freiwillig, mit Willen, mit Absicht, gewollt Vw.: s. al-, un- Q.: SSp (1221-1224) (willens) E.: s. willen (1) …

willengeld

DWB

willen·geld

willengeld , n. , im älteren steirischen ' geldabgabe für eine bewilligung von seiten der herrschaft ' Unger-Khull 634 a ; nach Schmeller 2,…

will [engl]

GWB

will [engl] [bisher nicht publizierter Wortartikel]

willengleich

DWB

willen·gleich

willengleich , adj. , gleichbleibenden willens: den würd'gen wahre seine würde das freie volk, desz geheisz die stadt lenkt behutsam willeng…

Willenhall

Meyers

willen·hall

Willenhall , Stadt in Staffordshire (England), 5 km östlich von Wolverhampton, mit Fabrikation von Schlössern, Schlüsseln, Scharnieren, Bolz…

Willenheir

MeckWB

Willenheir m. a. Spr. Stutenhirt: 'Wildenhirt' (1565) Tessin Boiz. 109.

willenheit

DWB

willen·heit

willenheit , f. : wir haben sonach zwei absoluta: ein absolutes verstandesvermögen und eine absolute willenheit Fichte werke 2, 423 .

willen II

RhWB

willen II s. bei (ich) will;

willenkur

KöblerMhd

willen·kur

willenkur , willekure, willekor, mmd., st. M., st. F. nhd. „Willkür“, freie Willenswahl, freier Wille, Wille, Wahl, Entschluss, Willensfreih…

willenlos

DWB

willen·los

willenlos , adj. , ' ohne willen ', mhd. willelôs Lexer (willelos Luther 2, 104, 1 Weim.; willos Franck, s. unten ), während mnd. willelôs '…

willenlosigkeit

DWB

willen·losigkeit

willenlosigkeit , f. : wann der mensch sich gott soll geben, so soll er sich in ain grundlos willelosigkait geben Tauler sermones (1508) 193…

willenlōs

KöblerMhd

willen·lōs

willenlōs , Adj. nhd. willenlos Hw.: s. willelōs E.: s. wille, lōs W.: nhd. willenlos, Adj., willenlos, DW 30, 170 L.: Hennig (willenlōs)

willen als Zweitglied (30 von 55)

archwillen

KöblerMnd

*archwillen , sw. V. nhd. Böses sinnen gegen jemanden Hw.: s. archwillich, archwillinge; vgl. mhd. arcwillen E.: s. arch, willen

mēdewillen

KöblerMnd

*mēdewillen , V. nhd. einwilligen Hw.: s. mēdewillinge E.: s. mēde (2), willen (2)

upwillen

KöblerMnd

*upwillen , sw. V. nhd. Willen ändern, widersprechen Hw.: s. upwillinge E.: s. up (4), willen (1)

Abwillen

Idiotikon

Abwillen Band 15, Spalte 1280 Abwillen 15,1280

ane muotwillen

MWB

ane muotwillen swV. ‘jmdn. mutwillig, grundlos verklagen’ vnd der in darvmb an sprichet, der sol des swern, daz er in niht an muͦtwille UrkC…

anmutwillen

DRW

anmut·willen

anmutwillen -müt- I angreifen, sich vergreifen choͤment gest in das aigen und wellent des gotshauses laͤut anmuetwillen 1371 ÖW. IX 573 Faks…

answillen

MeckWBN

ans·willen

Wossidia answillen anschwellen, s. vertrillen. Zu swellen 1 .

arcwillen

KöblerMhd

arc·willen

arcwillen , sw. V. nhd. übelwollen Hw.: vgl. mnd. archwillen E.: s. arc, willen (2) W.: s. nhd. (ält.) argwilligen, V., argwilligen, Böses w…

Argwillen

Campe

arg·willen

✱ ✱ Argwillen oder argwilligen, v. trs. Mittelw. d. verg. Z. geargwilligt, argen Willen gegen jemand zeigen, darauf ausgehen, Andern zu scha…

beunwillen

Idiotikon

beunwillen Band 15, Spalte 1287 beunwillen 15,1287

bewillen

DWB

bewillen statt bewilligen ist aus dem subst. bewillung zu folgern, aber kaum vorhanden.

deinetwillen

DWB

deine·twillen

deinetwillen deintwillen deinentwillen , wie das vorhergehende deintwegen; vergl. Gramm. 3, 267. deintwillen bin ich hierher gekommen. gewöh…

derentwillen

DWB

deren·twillen

derentwillen , die sache, derentwillen ich hierher kam Meiszner. leb ich doch stets um derentwillen, um derentwillen ich nicht leben soll. G…

deswillen

DWB

des·willen

deswillen , wie dessentwillen, ejus causa, cujus causa. es wird um vorgesetzt. ich habe dich um deswillen den andern vorgesetzt, damit sie a…

druncenwillen

KöblerAe

druncenwillen , Adj. nhd. trunksüchtig E.: s. druncen (2), willen (1) L.: Hh 396

entwillen

MNWB

ent·willen

° entwillen , unt- , v. , ênem e. jem. entgegen , nicht zu Willen sein.

euertwillen

DWB

euer·twillen

euertwillen , dasselbe: das ist ein köstliche gab und wir wöllen sie ( die scharlachmäntel ) umb ewertwillen gern dragen. Aimon m 4. s. eure…

euretwillen

DWB

eure·twillen

euretwillen : ich musz und blosz um euretwillen, ihr öden triften, von euch fliehn, genug, ihr trennt mich von Myrtillen, das ist, ihr heisz…

gewillen

DWB

gewillen I , gewellen , verstärktes wellen, willen ( in den flexionsformen mit i): so der haizze faum sich in den luft gewillet untz daz er …

guotwillen

MWB

guot·willen

guotwillen swV. ‘wohlwollend, freundlich machen’ uf daz er sie [das aufgebrachte Volk] gestillete / und iren mut gutwillete, / so nam Johann…

ihretwillen

DWB

ihre·twillen

ihretwillen , adv. , hervorgegangen aus der formel um ihren willen: die werk sind viel zu gering dazu, das uns gott umb iren willen gnedig s…

iuwerentwillen

MWB

iuwer·entwillen

iuwerentwillen Adv. mit Präp. durch, umbe ‘um euretwillen’ wollent ir dann thun was ich an uch gesinne, ich wolt durch uwernt willen mit dem…

jugentwillen

MeckWBN

jugent·willen

Wossidia jugentwillen euretwillen: üm jugentwillen Müll. Reut. 63 b . Zu juch 1 .

meinetwillen

DWB

meinet·willen

meinetwillen , adv. mea gratia, in der verbindung um, älter auch durch meinetwillen, entstanden aus dem acc. um meinen willen, mit eingescho…

Ableitungen von willen (6 von 6)

bewillen

DWB

bewillen statt bewilligen ist aus dem subst. bewillung zu folgern, aber kaum vorhanden.

entwillen

MNWB

° entwillen , unt- , v. , ênem e. jem. entgegen , nicht zu Willen sein.

gewillen

DWB

gewillen I , gewellen , verstärktes wellen, willen ( in den flexionsformen mit i): so der haizze faum sich in den luft gewillet untz daz er …

Misswillen

Idiotikon

Misswillen Band 15, Spalte 1288 Misswillen 15,1288

unwillen

DWB

unwillen , verb. , nauseare; für die bildung kommt weniger 2 willen mit un IV C D in betracht als unwille, m., 2. ahd. unwillon Graff 1, 830…

verwillen

DWB

verwillen , v. , ausdruck der rechtssprache, s. Lexer 3, 308 ; Haltaus 1915 ; veraltet Fischer schwäb. wb. 2, 1415 ; Dähnert 529 . vgl. verw…